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Die Tribute von Panem - Mockingjay Teil 2

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  • Die Tribute von Panem - Mockingjay Teil 2

    Die Tribute von Panem - Mockingjay Teil 2

    Inhalt:
    Der Krieg in Panem breitet sich immer mehr aus, doch Katniss hat andere Sorgen, denn Peeta leidet noch immer an den Folgen der Gedankenmanipulation im Kapitol. Dies führt dazu, dass er sich nicht mehr an die alten Zeiten mit Katniss erinnern kann. Coin will derweil der Revolution gegen das Kapitol ein Ende bringen und nachdem sich alle Distrikte gegen das Kapitol erhoben haben, geht es in eine letzte Schlacht in das Kapitol. Doch Präsident Snow hat das Kapitol in eine Arena umgewandelt, welche schlimmer als alle Hungerspiele zusammen ist. Und während des Kampfes versteht Katniss, dass ihre Verbündeten derweil ganz andere Pläne haben. (Quelle)

    Darsteller:
    Jennifer Lawrence: Katniss Everdeen
    Josh Hutcherson: Peeta Mellark
    Liam Hemsworth: Gale Hawthorne
    Sam Claflin: Finnick Odair
    Jena Malone: Johanna Mason
    Natalie Dormer: Cressida
    Woody Harrelson: Haymitch Abernathy
    Philip Seymour Hoffman: Plutarch Heavensbee
    Mahershala Ali: Boggs
    Julianne Moore: Alma Coin
    Donald Sutherland: Präsident Snow
    Willow Shields: Primrose Everdeen
    Elizabeth Banks: Effie Trinket
    Gwendoline Christie: Kommander Lyme
    Robert Knepper: Antonius
    Stef Dawson: Annie Cresta
    Wes Chatam: Castor
    Elden Henson: Pollux

    Regisseur:
    Francis Lawrence

    Produktionsjahr:
    2015

    Spieldauer:
    137 Minuten

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  • #2
    Sodele, im Kino gewesen und den letzten Teil gesehen.

    Das Negative vorweg: Im Gesamtüberblick war es wohl - wie bei vielen Teilungen - eher unnötig, "Mockingjay" in zwei Filme aufzusplitten. Sowohl Teil 1 und Teil 2 hatten langatmige und sich wiederholende Szenen. Am selben Symptom krankt auch die Buchvorlage, welchen ich als langatmigsten Teil der Reihe empfand. Rein aus künstlerischen Gesichtspunkten hätte man die beiden "Mockingjay" Filme straffen und einen längeren Film (länger im Vergleich zu den ersten beiden Filmen) machen können. Beide Filme zusammen hatten eine Laufzeit von 260 Minuten. Mit einem drei bis dreieinhalb Stunden Film hätte man locker alles Wichtige abdecken können. Gerade die erste Stunde des zweiten Teils wirkte sehr gestreckt.

    Ansonsten gibt es jedoch nur wenig zu beanstanden. Handwerklich ist der Streifen in jeder Hinsicht top und beeindruckt vor allem in den Szenen, in welcher das zerstörte Kapitol als Bühne für die inoffiziellen 76. Hungerspiele dient.
    Von den Schauspielern war erneut Jennifer Lawrence herausragend, dicht gefolgt von Donald Sutherland. In meinen Augen hätte man Katniss und President Snow nicht besser besetzen können. Sutherland ist bereits verdientermaßen ein Großer, Lawrence traue ich durchaus zu, irgendwann einen Status zu haben, der jenem von Meryl Streep oder Helen Mirren nicht unähnlich ist.
    Juliane Moore fand' ich - wie schon im ersten Teil - etwas zu klischeehaft gespielt. Woody Harrelson hat leider in beiden Filmen nur sehr wenig Screentime. Katniss' Männer - Josh "Peeta" Hutcherson und Liam "Gale" Hemsworth - sind so im Mittelfeld anzusiedeln. Hutcherson kann noch durch Peeta's Gehirnwäsche punkten, aber besonders Gale wirkt hier leider zu eindimensional. Philip Seymour Hoffman hatte scheinbar fast alle seine Szenen als Plutarch abdrehen können (lediglich Harrelson musste eine wichtige Szene am Schluss quasi in seinem Auftrag ausführen).

    Was mir an den Büchern gefallen hat und glücklicherweise in allen Filmen auch größtenteils erhalten blieb ist der schonungslose Spiegel auf die moderne Amusement-Gesellschaft, Politik und die Menschheit im Allgemeinen. Konnte man in den ersten beiden Filmen mehr oder weniger eine starke Medienkritik (insbesondere auf diverse Realityformate) herauslesen, so zeigt "Mockingjay" einen Blick auf die Politik. Alleine wie Katniss in zahlreichen Propos (Propagandafilmchen) vorgeführt wird lässt einen mal wieder darüber nachdenken in wieweit der Zweck die Mittel heiligt.

    Insgesamt hat "Die Tribute von Panem" es dadurch geschafft, einen unterhaltsame Action-Filmreihe mit Anspruch zu werden und trotz aller Düsternis um ein weites "trekkiger" zu sein, als es "Star Trek" die letzten 10 Jahre war.

    Ich vergebe 4 von 5 Sternen.

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    • #3
      Absolut würdiger Abschluss der Reihe der durch seine Bildgewaltigkeit und Atmosphäre über Schwächen in der Story und im Spannungsbogen hinwegsehen lässt.

      Habe das Kino vollkommen zufrieden verlassen und würde mich der Kritik von AChristoteles anschließen.

      Negativ ist einzig und allein die obligatorische CGI-Zombieverfolgungsszene in der Kanalisation aufgefallen. Der Rest ist wunderbar umgesetzt und es bleibt dabei: Die Panem Filme sind um einiges besser als die Buchvorlage.

      Kommentar


      • #4
        Zitat von Derek Vontanes Beitrag anzeigen
        Die Panem Filme sind um einiges besser als die Buchvorlage.
        Dann lasse ich mich mal überraschen. Wobei ich wohl auf den DVD Start warten werde, damit ich das gesamte Paket (Bücherbox und Filme) im Regal habe.
        ZUKUNFT -
        das ist die Zeit, in der du bereust, dass du das, was du heute tun kannst, nicht getan hast.
        Mein VT: http://www.scifi-forum.de/forum/inte...ndenz-steigend
        Captain Future Stammtisch: http://www.scifi-forum.de/forum/inte...´s-cf-spelunke

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        • #5
          Das Finale der dystopischen Abenteuerreihe hält das Niveau der Vorgänger weitesgehend, dennoch wünschte man sich, dass die Produzenten der Gier widerstanden und es bei drei Filmen belassen hätten. Im Vergleich zu den ersten beiden Teilen ist die Geschichte doch weniger straff erzählt, auch wenn sich Langeweile weiterhin nicht einstellt.
          Es gibt einige schöne Action-Set-pieces, die Aufnahmen vom Inneren des Capitols sind atmosphärisch und erinnern ein wenig an stalinistischen Großstadt-Chic. Und Katniss Everdeen ist und bleibt eine ausgesprochen coole Actionheldin, die zudem hervorragend gespielt wird und das Zentrum eines höchst attraktiven und kompetenten Darstellerensembles verkörpert.
          Wer die Reihe bis jetzt nicht mochte, wird mit diesem vierten Teil nicht zum Umdenken bewogen werden, wer die HUNGER GAMES hingegen schätzt, kann sich auf ein Finale freuen, das den Zuschauer trotz Schwächen befriedigt zurücklässt.
          7/10

          Ich finde übrigens nicht, dass die Filme besser als die Bücher sind, erstaunlicherweise sind sie wirklich fast gleichwertig, soweit, dass sie auch die Schwächen der Vorlagen übernehmen. CATCHING FIRE ist sowohl mein liebster Film als auch der favorisierte Roman, MOCKINGJAY gefällt mir in beiden Formen am wenigsten.

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          • #6
            Zitat von kami Beitrag anzeigen
            Ich finde übrigens nicht, dass die Filme besser als die Bücher sind, erstaunlicherweise sind sie wirklich fast gleichwertig, soweit, dass sie auch die Schwächen der Vorlagen übernehmen. CATCHING FIRE ist sowohl mein liebster Film als auch der favorisierte Roman, MOCKINGJAY gefällt mir in beiden Formen am wenigsten.
            Da neige ich zur Zustimmung. Die Filme haben sich - wie du bereits sagtest - sowohl im guten wie im schlechten sehr nah an der Vorlage gehalten, was sicherlich auch damit zu tun hat, dass Autorin Suzanne Collins als Drehbuchautorin und Produzentin zumindest beteiligt war. Was mir allerdings an den Büchern noch einen Tick besser gefallen hat, ist die Erzählform: Hier wird alles nur aus der Sicht von Katniss geschildert, was das Ganze etwas intimer und persönlicher macht.

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            • #7
              Die 4 Teile verlieren stark an Unterhaltungswert, war Teil 1 noch neu und interessant und durchweg unterhaltsam und bewegend, weiß ich bei Teil 4 einfach nicht, ob ich kurzes Schläfchen ein bestimmten Phasen einbauen soll, oder meinen Kopf gegen die Wand hämmern soll, so dämlich und unlogisch ist die Story.

              Ich weiß gar nicht wo ich anfangen soll.
              In Teil 3 wurde Distrikt 13 noch bombadiert, alles lag unter Felsen begraben. Man hatte wohl Waffen und Ausrüstung, aber nicht die Stärke um gegen zu halten.
              Keine 20-20 Minuten in Teil 4 und plötzlich hat das Kapitol praktisch keine Verteidigung mehr und zieht sich komplett zurück.
              Der kurze Ausflug zu Distrikt 2, wo die ach so mächtige Militärbasis liegt, war ein Witz. 1-2 Bömbchen, das Ding verschütten und keine Minute später kommen die Überlebenden angelaufen und schließen sich der Rebellion an. Lachhaft!
              Die Reaktion des Kapitols: Den Verantwortlichen vergiften und sich dann eben zurück ziehen.
              Eine mögliche Rebellion war schon immer ein Thema und die Reichen Unterdrücker haben keine Verteidigung auf zu bieten, außer Flugabwehrkanonen, die hier offensichtlich nur dazu dienen, Katniss nicht direkt in den Palast fliegen zu lassen.

              Hungerspiele in der Stadt dann also. Eine Zivilisation, die aus dem Hut unzählige Zombies und Städte überschwemmende Flüssigkeiten zaubert, kann sich nicht anständig zu Wehr setzen, sodass einfache Menschen mit Pfeil und Bogen eine Bedrohung sind?
              Dann ist die Stadt angeblich eingenommen, aber überall wimmelt es noch von diesen Fallen? Wo kommen die her? Wer hat die so schnell platziert? Wo sind all die dort lebenden Menschen und wieso lösen diese die Fallen nicht selbst aus?

              Katniss will dann irgendwann alle los und Snow töten. Ja genau! Seit wann ist sie nochmal Elite-Kämpferin? Weil sie zweimal durch ordentlich Glück Kämpfe gegen andere Kiddies gewonnen hat? Einfach nur schwachsinnig.

              Mit der Gruppe wird es dann leichter sollte man meinen. Warum filmt man überhaupt noch ein geht das Risiko ein, Peeta dahin zu schicken? Reicht es nicht langsam mal mit Propaganda, denn sind nicht schon längst alle Distrikte gegen das Kapitol vereint? Was will man erreichen? Warum die Gegenpropaganda des Kapitols? Diese krampfhaften Versuche mit Leinwänden und Fernseher, die es natürlich überall gibt, selbst in Kellerlöchern, das Gefühl der Hungerspieler wieder zu erreichen?
              Das Grüppchen stirbt dann dahin, bis man schließlich auf einen genialen Plan kommt. Wir gehen in den Untergrund! Genialer Plan, welcher Verteidiger hätte damit rechnen können?
              Ab dann wird es noch schwachsinniger und die einzige wirklich gute Szene in dem Film ist der Kampf gegen die Zombies. Auch hier Frage ich mich, wieso Katniss kämpfen kann wie Legolas, aber das nehme ich gerne hin.

              Auf einmal sollen dann alle Menschen zum Kapitol. Offensichtlich war die Stadt doch nicht menschenleer und irgendwo her kommen jetzt auch wieder Friedenswächter und Fahrzeuge, die das ganze überwachen.
              Aber was soll das? Wo sollen die Menschen hin? In ein Gebäude mit Garten, während es extrem mächtige Waffen gibt, die alles in Schutt und Asche legen können?
              Fragen über Fragen.

              Auch Snow ist leider nicht mehr der fiese und soveräne Diktator, er ist nun vielmehr ein Kranker irrer, den man nicht ernst nehmen kann.

              Dann schließlich noch das große Finale mit geplanter Hinrichtung. Keine Kampfschäden oder sonstwas zu sehen, generell habe ich in allen 4 Filmen niemals den Eindruck gewonnen, es würde gekämpft. Man sieht hier und da mal zerstörter Gebiete, das wars.
              Was Katniss macht erinnerte mich an Leonidas in 300. Nur war seine Aktion genial inszeniert und durchaus überraschend, während man bei Katniss genau wusste was kommt. So dämlich wie die neue Präsidentin agierte, kaum aus zu halten.
              "Ach ne, Wahlen sind gerade schlecht. Ich opfere mich aber erstmal und gebe die neue Präsidentin, hihi. Meine erste Amtshandlung werden dann auch neue Spiele, geil oder? Unter meiner Herrschaft wird alles anders..."

              Was treibt eigentlich Haymitch die ganze Zeit? Angeblich einst ein Sieger, tut er nun nicht als hier und da mal 1-2 Sätze zu reden. Den hätte man nach Teil 2 komplett streichen können, genau wie die komische Tussie mit ihren Perrücken. Wann sie mit Katniss so eng wurde muss man sich wohl auch selbst zusammenreimen. Auch sie ist seit Teil 2 noch unnötiger als zuvor.
              Zum Schluss macht man noch einen auf Samweis Gamdschie und lässt Katniss mit ihrem tollen Peeta und den Kindern vor Augen über ihr Leben philosophieren.
              Puh, Teil 3 und vor allem 4 waren echt ein Krampf!
              Die Hungerspiele funktionierten gut und auch die Andeutung einer Revolution im Hintergrund. Diese Umsetzung war leider meiner Meinung nach das schlechteste was in zu dieser Thematik jemals gesehen habe. Und ohne die Aktion und Spannung der Spiele, wirkt das hin- und her zwischen Peeta und Katniss einfach nur aufgesetzt und langweilig. Sonst bleibt dann leider nicht mehr viel.

              Waren Teil 1 & 2 noch "gut", könnte ich für Teil 3 & 4 zusammen gesehen wohl kein "ausreichend" mehr vergeben, um es mit Schulnoten zu sagen.

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              • #8
                Irgendwie hatte ich nach dem Fil ein Déjà vu:

                Es war Samstag Abend im Mainfrankenpark. Ich komme gerade aus Mockingjay raus und es fällt der erste Schnee des Jahres - aber wenigstens gingen in diesem Jahr meine Scheibenwischer

                Der Film war recht vorhersehbar, was wohl auch daran lag, dass ich bei vielem schon wusste, was jetzt passiert, da ich ja die Bücher schon kannte. Vieles war auch nah am Buch dran, aber einiges war anders als in meinen Erinnerungen.
                Für meine Königin, die so reich wäre, wenn es sie nicht gäbe ;)
                endars Katze sagt: “nur geradeaus” Rover Over
                Klickt für Bananen!
                Der süßeste Mensch der Welt terra.planeten.ch

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                • #9
                  Ich bin etwas zwiegespalten.
                  Einige Dinge fand ich gut, andere eher langweilig und überflüssig.
                  Ich fand das der Film langsam in Fahrt kam, habe ich mich am Anfang doch etwas gelangweilt............ die kurzen Aktionszenen waren wieder mein Geschmack.

                  Die Szene, als Boggs in der Falle stirbt, fand ich traurig. Er glaubt an Katniss und überträgt das Holoteil auf sie.

                  Dass die Präsidentin Coin nicht ganz koscher ist, habe ich mir von Anfang an gedacht. Sie kam mir immer irgendwie merkwürdig und nicht sehr vertrauenswürdig vor. Dass sie im Endeffekt, die gleichen Ideen wie Snow hat, habe ich nicht voraus gesehen, erst als Snow es erzählte, dachte ich mir so : Ja, wenn man es überdenkt..... stimmt, verdammt, hätte man auch früher drauf kommen können.

                  Als Snow die Bevölkerung zu sich gerufen hat, aheb ich mir gedacht, was das für eine Sinn macht? Oder ob er da irgendetwas vor hat? Ich dachte an eine Art menschliches Schutzschild. Meint ihr , dass das von Coin gefaket war? Wenn man die Aktion mit den abgeworfenen Bomben siht, wäre es ja durchaus möglich. Sie wollte Snow noch mehr reinreiten.
                  Traurig auch, dass Prime das dann nicht überlebt hat.

                  Das Ende mit der heilen Familie war für mich auch überflüssig.

                  Noch eine Frage: Über welchen Zeitraum sollte sich die ganze Szenerie abspielen? Mir kam es wie Tage vor, vielleicht 1-2 Wochen. Ich fand es etwas seltsam, wie schnell Katniss Wunden verheilt sind. zB. am Anfang hat man ganz deutlich die blauen Flecken an ihrem Hals gesehen und als sie dann in District 2 war, waren sie weg. Und laut sprechen/ schreien konnte sie dann auch wieder. Und als sie die heftige Rippenprellung hatte, was ja auch nicht schön aussah, konnte sie am nächsten Tag wieder lustig rumlaufen ...

                  Ebenfalls hatte Johanna noch Glatze und am Ende hatte sie schon wieder Haare..
                  Zuletzt geändert von KeyCee; 30.11.2015, 18:50.
                  May the force be with you!

                  Kommentar


                  • #10
                    Vorweg: ich kenne die Bücher nicht.

                    Die Längen in der ersten Hälfte waren unnötig. Da hätte man aus Teil 3 & 4 besser einen einzelnen Film mit Überlänge gemacht. Oder zumindest ein paar Logiklöcher vermeiden können (zB mehr Handlung beim Angriff auf den ach so wichtigen Kapitol-Bunker in District 2)

                    Definitiv gut fand ich die zweite Hälfte und besonders das Ende. Natürlich war es etwas vorhersehbar, dass die Frau Präsident ihr eigenes Süppchen kocht. Die Wende mit der Bombe war dann aber doch ein starkes Stück. Auch, dass der Film nicht abrupt nach dem Sieg endet, sondern die finale Spannung über mehrere Minuten langsam wieder abgebaut wird, hat mir gefallen.

                    Ganz dicke Minuspunkte erhalten das Ölbad und die Zombies. Was für'n Sch.

                    Dass die Stadt mit Fallen gespickt wurde, ist an sich nachvollziehbar - aus taktischen Gründen der Verteidigung und um -filmtechnisch- inhaltlich einen Bogen zurück zum Anfang der Geschichte (Filmserie) zu spannen. Daher sind Sprengfallen, Flammenwerfer und meinetwegen auch die installierten MGs () noch ok. Aber ne Ölflutwelle? Auweia.
                    Und für die Zombies (oder was auch immer das für Kreaturen waren) wurde ja mal ganz tief in die Post-Atomkrieg-Dystopie-Ideenkiste gegriffen. Wird denn in den Büchern erklärt, woher die Zombies kommen? "Nur" 75 Jahre nach dem Atomkrieg kann das ja noch keine neue Menschen-Spezies sein. Experimente vom Kapitol, um Superkrieger zu schaffen?

                    Fazit:
                    Die Erwartungen waren hoch, daher bin ich etwas, aber nicht vollständig enttäuscht.
                    Ich geb mal ne 2-minus.
                    .

                    Kommentar


                    • #11
                      Also ich verstehe die Negativmeinungen hier nicht so.

                      Negativpunkt, ja: Die uneinnehmbare Festung in D2 war dann mit dem neuen Plan doch zu schnell und einfach erledigt gwesen, wobei ich das klar als Zeitproblem gesehen habe, der Film konnte nicht zuu lang werden. Hätte man natürlich irgendwie anders lösen können.

                      Aber von Längen kann ich wahrlich nicht sprechen. Ich fand den Film und absolut jede Szene gut und/oder spannend! Ich finde ja, gerade die ruhigen Szenen und der Aufbau bzw. die Behandlung des ganzen Regime und Widerstands und all der Unmenschlichkeiten und Facetten sind das Wichtigste und DER Pluspunkt der Reihe! Aus diesem Grund ist Teil 1 für mich auch am schwächsten, da dies hier noch zu wenig zur Geltung kommt. Teil 2 ist hervorragend!
                      Aber Mockingjay brauch sich nicht zu verstecken. MJ Part 1 ist gut, dieser zweite Teil aber ist für mich wieder richtig klasse! Der Film zeigt gerade wie beschissen nicht nur Krieg sondern auch die Menschheit an sich ist! Ich fand insbesondere das Finale und was da alles passiert geradezu verstörend. Verstörend realistisch. Ich war auch noch den ganzen Abend und teilweise den nächsten Tag betrübt und nachdenklich.
                      DARUM geht es doch im Film!
                      Nach meinem Geschmack war dann auch Katnis' Schuss bei der Hinrichtung (wenn auch zu erwarten) als auch die Szene am Ende mit der Katze.

                      Insgesamt in meinen Augen: Keine Sekunde langweilig, größtenteils guter Aufbau, viel Spannung und sehr gute Kritik an Gesellschaft, Krieg, Propaganda, der Nachteil einer Rebellion, sehr gute Darstellerleistungen und viel passende Emotion.

                      Für mich leicht 9 von 10 Punkten. Vielleicht relativiere ich das irgendwann mal beim zweiten Ansehen. Aber unter 8.5 kann ich mir derzeits nichts vorstellen. Nach SciFi-Forum: 5 von 6 Sternen.

                      Klar, frage ich mich auch, woher die diese Zombie-Monster oder was das war hergezaubert haben... Gezüchtet? Materialisiert, wie in der Arena in "Catching Fire"? Letztenendes wird dazu so wenig Info geliefert, dass man es auch gar nicht als total unlogisch verteufeln kann.

                      Zu weiteren Kritikpunkten, die ich hier gelesen habe:
                      Es wurde doch klar im Film gesagt, dass die (zuerst äußeren) Stadtteile evakuiert wurden, daher sieht man keine Menschenseele. Und da überall Fallen aufgestellt sind, wieso sollten die Friedenswächter da rumrennen?
                      Und in MJ Part 1, was das nicht Angreifen anging, wurde auch klar gesagt, dass sie zwar hätten angreifen können, aber da kein District hinter ihnen stand... Daher kämpfen sie ja auch erst in den Distrikten, um alle zu vereinen. Ab dann ging es (logischerweise) auch recht schnell.
                      Den Kampf in der Stadt sehe ich als eine Art Zeitraffer. Zumal auch gesagt wurde, dass sie als Propaganda-Team nicht direkt in der Front sind, die Front verlief quasi vor Ihnen.
                      Das das Ganze dann so schnell im Film abläuft, ist dem Medium Film geschuldet.
                      Natürlich kann man jetzt sagen, dass man den Film Mockingjay zu einem großen hätte machen sollen. Da stimme ich sogar auch zu! Aber nicht so, dass das Resultat gewesen wäre, man eeeewige Kampfhandlungen sieht. Das das nicht so gut zieht, konnten wir ja zuletzt in Age of Ultron sehen.
                      Tu erst das Notwendige, dann das Mögliche, und plötzlich schaffst du das Unmögliche. (Franz von Assisi; 1181 od. 82 - 1226)

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                      • #12
                        Nur, um das klarzustellen:
                        Mit 2- meinte ich "gut" (mit Abstrichen) - und nicht etwa 2 Punkte, Sterne oder was auch immer

                        Und ja, der 3. Film (aka MJ Part 1) fand ich sogar am besten.
                        .

                        Kommentar


                        • #13
                          Zitat von Valen Beitrag anzeigen
                          Zu weiteren Kritikpunkten, die ich hier gelesen habe:
                          Es wurde doch klar im Film gesagt, dass die (zuerst äußeren) Stadtteile evakuiert wurden, daher sieht man keine Menschenseele. Und da überall Fallen aufgestellt sind, wieso sollten die Friedenswächter da rumrennen?
                          Wohin evakuiert? Nirgends dürfte die Bevölkerungsdichte höher sein, also wohin hat man eine ganze Stadt verfrachtet?
                          Alle Gebäude sind ja auch leer, bis die Gruppe durch die Tunnel rennen und die komische Katzenfrau ihnen öffnet. Dann sind die Straßen plötzlich voll wie beim Karneval und es tauchen auch wieder Soldaten auf.
                          Den Kampf in der Stadt sehe ich als eine Art Zeitraffer. Zumal auch gesagt wurde, dass sie als Propaganda-Team nicht direkt in der Front sind, die Front verlief quasi vor Ihnen.
                          Welche Front?
                          Weder wurde die Stadt offensichtlich direkt verteidigt, noch sah man Spuren des Kampfes, Stellungen oder traf man Truppen, auf dem Weg in Richtung Kapitol.
                          Bis zum Bombardement der Menschenmenge sah man keinerlei Truppen.

                          Mein Problem ist, von Teil 1-3 ist das böse Kapitol erdrückend mächtig und nur alle Bezirke vereint haben eine Chance. Pllötzlich allerdings ist das Kapitol noch so mächtig die das 3. Reich 1945. Die verzweifelten Kämpfe, u.a. in Berlin sind völlig unnötig und der Ausgang ist ohnehin klar.
                          Hier triumphieren keine Rebellen gegen mächtige Unterdrücker...

                          Kommentar


                          • #14
                            Ich fand den Film... ok. Nicht so schlecht wie Teil 1, nicht so gut wie Teil 2, nicht so bedeutungslos wie Teil 3.1.

                            MJ2 ist der Abstand düsterste Teil der Reihe, was sich auch darin zeigt, dass keiner der Comic-Relief-Charaktere (Haymitch, Effie, Caesar) zu mehr als ein paar Zeilen kommt. Das ist ein schöner Kontrast zu der Glitzerwelt, die die Hungerspiele in den ersten Filmen begleitet hat.

                            Katness funktioniert bezüglich ihrers Gemütszustandes wieder sehr gut. Äußerlich wirkt sie aber wie eine Marvel-Action-Heldin. Kugeln, Fallen, Explosionen- nichts kann den Spotttölpel ankratzen. Im Buch verlor sie beim Brandbombenanchlag immerhin den größten Teil ihrer Haut; hier ist sie immer noch 1 a. Propagandamaterial. Die Konfrontation mit den Mutationen waren leider auch ziemlich übel, nicht nur weil diese wie Möchtegern-Xenomorphe designt waren. Die Mitglieder des Star-Teams wirken hier als würden sie für einen Platz bei den Avengers vorkämpfen. Ein arger Stilbruch.

                            Zitat von DefiantXYX Beitrag anzeigen
                            Mein Problem ist, von Teil 1-3 ist das böse Kapitol erdrückend mächtig und nur alle Bezirke vereint haben eine Chance. Pllötzlich allerdings ist das Kapitol noch so mächtig die das 3. Reich 1945.
                            Ja, im Prinzip ist der Krieg mit der Erbeutung der Festung zu Beginn bereits entschieden. Ich weiß auch nicht, warum Snow danach noch so feierlich seine "Hungerspielstadt"-Taktik verkündet, die ihm letztendlich keine Fluchtmöglichkeit mehr lässt.
                            I reject your reality and substitute my own! (Adam Savage)

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                            • #15
                              Zitat von KennerderEpisoden
                              Ja, im Prinzip ist der Krieg mit der Erbeutung der Festung zu Beginn bereits entschieden. Ich weiß auch nicht, warum Snow danach noch so feierlich seine "Hungerspielstadt"-Taktik verkündet, die ihm letztendlich keine Fluchtmöglichkeit mehr lässt.
                              Weil er lieber mit Pauken und Trompeten untergehen will als den Schwanz einzuziehen?

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