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Dune- Miniserie

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  • Dune- Miniserie

    Hat jemand am Sonntag den Auftakt zu der Serie gesehen?
    Mir hat er nicht gefallen, obwohl ich ein Fan der Bücher und auch des Original-Films bin.
    Man hat sich meiner Meinung nach trotz der längeren Zeit (3 Folgen), die man sich gelassen hat nicht genug an die Bücher gehalten, oder sie überhaupt nicht gelesen.
    So sehen die Schauspieler in wesentlichen Punkten anders aus, als beschrieben. Wie kann ich z.B. Stilgar mit so einem runden Gesicht ziegen, wo er als von der Wüste ausgemergelt beschrieben ist? Genaoso die anderen Fremen, zumindest die meisten, die aufgetaucht sind...
    Auch die Atreides haben in den Büchern "aristokratische Hakennasen" und dunkles Haar. Wenigastens das hätte man färben können.
    Naja, es ist halt nicht alles Gold, was mit neuer Technik glänzt.
    CU

  • #2
    Ich hatte mich auf die Miniserie gefreut, vor allem nach den Trailern. Die hatten ja richtig Apettit gemacht und viel versprochen.

    Aber der erste Teil war ja nicht so besonders. Die Schauspieler waren auch nicht besonders gut. Was mich am meisten störte, war, daß obwohl die Miniserie nun viel länger ist, man dennoch am Anfang Schwierigkeiten hatte, alles zu verstehen. Eigentlich sollte doch nun genug Zeit sein, um alle Figuren besser vorzustellen und vor allem die Handlung.

    Ich kenne den ersten Film und hab vor Ewigkeiten das Buch mal gelesen, daher fand ich es nicht so dramatisch. Aber die Leute, die die Story nicht kennen, hätten da bestimmt Schwierigkeiten der Handlung zu folgen.

    In dem Punkt fand ich den Orginal-Film besser, der aber weniger Zeit dafür hatte, aber dennoch das meiste erklärte.

    Außerdem waren die Special Effekts auch nicht so doll. Man hat zu oft gesehen, daß alles nur Trick war, bzw. computeranimiert.

    Naja, erst mal noch die anderen Teile gucken, vielleicht wird´s ja doch noch besser.
    There is no emotion - There is peace
    There is no ignorance - There is knowledge
    There is no passion - There is serenety
    There is no death - There is the force

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    • #3
      Ich nehme sie auf und schaue sie mir dann im Ganzen an. Mein Urteil poste ich dann als Edit hierein.
      Ich bin keine Signatur, ich mach hier nur sauber ...

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      • #4
        Ich habs auch gesehen und fands *totschlag* auch nicht so berauschend, aber mir hats trotzdem gefallen.
        Hab das Buch nie gelesen und kenn nur den Film (da kommt die Serie aber auf keinen Fall ran), deshalb waren mir die Charaktere schon bekannt.

        Was mich wunderte waren einige Veränderungen im Gegensatz zu Lynchs Film, z.B. das Duncan nicht beim Angriff der Hakonnen stirbt, sondern wahrscheinlic erst am Ende in der Wüste. Oder auch das Paul in der Serie schon von Anfang an leicht hochnäsig ud nachdenklich war und auch schon die Stimme beherrscte, das kam im Film ganz anders rüber.

        Wie st den das im Buch?
        "Also wahrscheinlich werde ich heute abend defnitiv nicht zurückschreiben können..."
        "Da werd' ich vielleicht wahrscheinlich ganz sicher möglicherweise definitiv mit klarkommen."

        Member der NO-Connection!!

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        • #5
          Originalbeitrag von notsch
          Was mich wunderte waren einige Veränderungen im Gegensatz zu Lynchs Film, z.B. das Duncan nicht beim Angriff der Hakonnen stirbt, sondern wahrscheinlic erst am Ende in der Wüste. Oder auch das Paul in der Serie schon von Anfang an leicht hochnäsig ud nachdenklich war und auch schon die Stimme beherrscte, das kam im Film ganz anders rüber.

          Wie ist den das im Buch?
          Im Buch (dem 1. von 6) ist es wie im Film.
          Der Film hat sich doch ziemlich genau an die Vorlage gehalten.
          Was mich am meisten enttäuscht ist, daß meine Hoffnungen, die Serie würde weiter mit den Büchern gehen als der Film, wohl nicht erfüllt werden.
          (Der Film beschreibt ca. 2/3 des 1. Buches...)
          Es ist wohl sehr schwierig, so ein Thema komplett zu verfilmen, wenn man nicht so ca. 50 Folgen zur Verfügung hat, aber diese Serie ist bis jetzt enttäuschend.
          Die Bücher (komplett mit der Enzyklopädie und den neuen "Chroniken") kann ich nur jedem empfehlen.
          Sie sind in meinen Augen mit das Beste, was man auf dem SF-Markt bekommen kann.
          CU

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          • #6
            Der Film hat sich ziemlich genau an die Vorlage gehalten?

            Naja, also --- mal abgesehen von den drei Stunden Material die irgendwo im Archiv vergammeln --- ist Lynch aber schon ziemlich frei mit dem Buch umgegangen. Nehmen wir mal die Aspekte die verloren gehen (ich weiss nicht ob die in der TV Serie vorkommen, wer sich den Spass nicht verderben will lese nicht weiter):

            :sp:
            Das Verhältnis von Paul zu den Harkonnen, also das Lady Jessica eine Verwandte von Wladimir Harkonnen ist, wird ganz ignoriert. Auch die Verbindung der Würmer zum Melange kommt im Film nicht vor und das Kaynes vor hat Arrakis zu begrünen (Thema: Windfallen) wird auch weggelassen.
            :sp:

            Dann ist die Geheimwaffe des Barons auf einmal diese ominöse Schalltechnik (was wohl bedrohlicher klang als Truppen die den Sardaukar widerstehen können) und man ballert fröhlich den ganzen Film durch nur mit Laserknarren, obwohl man im Buch sehr genau den Holzman Effekt und den Rückfall in die Duelle beschrieben hatte.

            Alles in allem finde ich den Film bisher akzeptabel, die Effekte sind nicht ganz so schlecht wie ich gehört habe (Babylon 5 für Arme) und die Story ist bisher meiner Ansicht nach noch ziemlich nahe am Roman (Harkonnen als Machtpolitiker, nicht als verrohte Bösewichte). Die Schlacht war zu kurz, wirkte aber nett [Gurneys Umgang mit dem Messer].. allerdings sind die Kostüme überfrachtet (mein Highlight: die Kangolkappe mit dem Dreieck dahinter) und die Schauspieler kommen an die hochkarätige Filmbesatzung nicht ran (vorallem Piter deVries wirkt blass wenn man ihn mit Brad Dourifs supergenialer Interpretation vergleicht... und der "neue" Gurney wirkt auch um einiges gemütlicher als Stewarts Version).

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            • #7
              Oh, bei dem Thema kenn ich mich aus

              um eure Fragen zu beantworten: Die Trilogie behandelt nur den ersten Roman. Aber es ist wohl schon eine Planung am laufen, die 2 weitere Bücher verfilmt.
              Das 1. Buch "Der Wüstenplanet" besteht aus drei grossen Abschnitten "Der Wüstenplanet" "Muad'dib" und "Der Prophet" und so sind auch die drei Teile gegliedert, d.h. "Der Wüstenplanet" (Das Kapitel) endet genau da, wo gestern der erste Teil endete. Und Duncan Idaho stirbt wirklich erst da in der Wüste um Paul und Lady Jessica das Leben zu retten.
              Paul beherrscht schon z.T. die Stimme, aber im Buch konnte er sich bei weitem nicht so gegen die Wahrsagerin des Imperators und Ehrwürdige Mutter Gaius Helen Mohiam durchsetzen wie in der Trilogie. Da war die Szene im Film näher am Buch dran.

              Alles in allem gefällt mir der Film bis jetzt besser, obwohl sich die Trilogie mehr an die Vorlage hält, aber die Charaktere sind einfach blasser.

              Kyle MacLachlan war der bessere Paul / Usul / Muad'dib / Mahdi / Kwisatz Haderach / Lisan al-Gaib (man soviele Namen möcht ich nich haben)
              Dingsbums (na der von "Das Boot") war ein viel besserer Leto
              und Patrick Stewart war bei weitem besser als Gurney Halleck

              Was mich wunderte war dieser Auftritt von Irulan, an so eine Stelle kann ich mich im Buch beim besten Willen nicht erinnern.

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              • #8
                Originalbeitrag von Usul
                ... Und Duncan Idaho stirbt wirklich erst da in der Wüste um Paul und Lady Jessica das Leben zu retten.
                Paul beherrscht schon z.T. die Stimme, aber im Buch konnte er sich bei weitem nicht so gegen die Wahrsagerin des Imperators und Ehrwürdige Mutter Gaius Helen Mohiam durchsetzen wie in der Trilogie. Da war die Szene im Film näher am Buch dran.

                Kyle MacLachlan war der bessere Paul / Usul / Muad'dib / Mahdi / Kwisatz Haderach / Lisan al-Gaib (man soviele Namen möcht ich nich haben)
                Dingsbums (na der von "Das Boot") war ein viel besserer Leto
                und Patrick Stewart war bei weitem besser als Gurney Halleck
                Na gut, was Duncan angeht, laß ich mich gerne belehren... ist auch schon 2 Jahre her, daß ich die Bücher gelesen habe. Momentan ists halt die Chronik des Hauses Atrides, die ich erst letzten Woche entdeckt habe...
                Die Serie ist, was z.B. dieses Bankett angeht vielleicht an manchen Stellen dichter am Buch dran, aber das wird dann durch den Auftritt von Irulan wettgemacht.
                Die Darsteller sind gegenüber dem Film wirklich sehr blaß.(Man denke nur an die Flecken vom Sapho-Saft...)
                Auch die Kostüme kommen mir seltsam vor.

                @AsH: Ich warte (nicht alleine) auf den Dirctor's Cut, der wohl nie kommen wird. Schade

                CU

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                • #9
                  bäh ....

                  also ich find sie ebenso mies wie die meisten hier auch, sogar den meisten Effekten sieht man an das sie im Studio unter Bluescreen Bedingungen gemacht wurden (also wie's eigentlich nicht soll: auffällig)

                  Da ich das Buch bzw. die Bücher nicht gesehen hab kann ich leider keine Stellung zu den Fehlern nehmen die ihr aufgedeckt habt, aber da vertrau ich euch voll
                  OJF.de.vu - Webmaster
                  "Nennen sich Christen, und unter ihrem Schafspelz sind sie reißende Wölfe." - Goethe

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                  • #10
                    da es mit der Namensgeschichte bei Dune doch etwas kompliziert ist, möchte ich euch kurz alle Namen Paul Atreides' vorstellen:

                    Kwisatz Haderach: "Abkürzung des Weges", auch "einer, der an mehreren Orten gleichzeitg sein kann", Bezeichnung der bene Gesserit für das Unbekannte, für das sie eine genetische Lösung suchten: ein männlicher Bene Gesserit, dessen organische mentale Kräfte Raum und Zeit überbrücken können.
                    Dieser Bene Gesserit wurde durch Kreuzen der Blutlinien in über 90 Generationen gezüchtet.
                    Ursprünglich war vorgesehen, das Lady Jessica eine Tochter bekommt, die dann mit Feyd-Rautha Harkonnen verheiratet wird. Erstens wäre damit die Blutfehde beendet und zweitens sollte aus dieser Ehe der Kwisatz Haderach hervorgehen. Das dies nun vorzeitig Paul wurde und er durch sein Leben unter den Fremen sich der Kontrolle durch die B.G. entzog macht die Geschichte ja so kompliziert.


                    Achja
                    Lady Jessica ist die uneheliche Tochter von Baron Wladimir Harkonnen, und Paul sein Enkel. Um sich die Aussmaße vorzustellen: die Tochter von Jessica (Wladis Enkelin) sollte mit Feyd-Rautha (Wladis Neffe) verheiratet werden, soll heissen, die B.G. pfuschen da ganz schönen Erbbrei zusammen.



                    Lisan al-Gaib: "Die Stimme der Aussenwelt". In der messianischen Legende der Fremen ein Prophet, der nicht von Arrakis stammt. Gelegentlich auch in Übersetzungen "Wasserbringer" bezeichnet (siehe Mahdi)

                    Mahdi: in der messianischen Legende "Der, der uns ins Paradies führen wird."

                    Muad'dib: die an den Planeten Arrakis angepasste Känguruhmaus; ein Geschöpf, das bereits in der irdischen Mythologie der Fremen bekannt war und dessen Abbild auf der Oberfläche des zweiten Mondes von Arrakis sichtbar ist. Wegen ihrer Fähigkeit, in der Wüste zu überleben, wird sie von den Fremen besonders verehrt. Paul wählte diesen öffentlichen Namen, da er den Mäuseschatten immer in seinen Visionen sah.

                    Usul: in der Sprache der fremen "das Fundament der Säule". Dies ist Pauls geheimer Name innerhalb des Sietch Tabr.
                    Zuletzt geändert von DJ Doena; 24.04.2001, 00:02.
                    "Der Tiger, der im Dschungel brennt, weil niemand seine Mutter kennt." - Spock
                    ®

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                    • #11
                      Was ist eigentlich mit dem zweiten Mond?

                      In Lynchs Film, fragt Paul wie die Fremen den Mäuseschatten im zweiten Mond nennen, die nennen in Mua´dib...

                      Und nochwas: Im Film hatten die Hakonnen-Sklaven so Stecker im Herzen, wenn man die rauszog sind die gestorben...hab ich in der Serie noch nicht erspäht.

                      Was sagt das Buch zu diesen Dingen?
                      "Also wahrscheinlich werde ich heute abend defnitiv nicht zurückschreiben können..."
                      "Da werd' ich vielleicht wahrscheinlich ganz sicher möglicherweise definitiv mit klarkommen."

                      Member der NO-Connection!!

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                      • #12
                        Originalbeitrag von notsch
                        Was ist eigentlich mit dem zweiten Mond?

                        In Lynchs Film, fragt Paul wie die Fremen den Mäuseschatten im zweiten Mond nennen, die nennen in Mua´dib...
                        Originalbeitrag von DJ Doena
                        Muad'dib: die an den Planeten Arrakis angepasste Känguruhmaus; ein Geschöpf, das bereits in der irdischen Mythologie der Fremen bekannt war und dessen Abbild auf der Oberfläche des zweiten Mondes von Arrakis sichtbar ist. Wegen ihrer Fähigkeit, in der Wüste zu überleben, wird sie von den Fremen besonders verehrt. Paul wählte diesen öffentlichen Namen, da er den Mäuseschatten immer in seinen Visionen sah.
                        Originalbeitrag von notsch
                        Und nochwas: Im Film hatten die Hakonnen-Sklaven so Stecker im Herzen, wenn man die rauszog sind die gestorben...hab ich in der Serie noch nicht erspäht.
                        Nein, die gabs im Buch nich, war wahrscheinlich nen stilistisches Mittel des Films
                        "Der Tiger, der im Dschungel brennt, weil niemand seine Mutter kennt." - Spock
                        ®

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                        • #13
                          Mir hat der Zweite Teil gestern abend etwas besser gefallen, als der erste Teil. Er war nah am Buch dran, obwohl ich finde, daß Irulan zuviel in die Handlung eingebracht wird. Im Buch ist sie eher eine Nebenfigur.
                          Auch finde ich die Kostüme der Bene-Gesserit absolut unpassend, so was auffälliges, wie diese riesigen Schmetterlingsflügel am Kopf paßt nicht zu ihrer Beschreibung.
                          Ansonsten hatte der 2. Teil etwas bessere Noten verdient, als der 1.

                          CU

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                          • #14
                            Was ich an der Serie schade finde ist, das die Gedanken die sich Paul die ganze Zeit über macht und die in den Büchern auch eine sehr wichtige Rolle spielen einfach weggelassen wurden. z.B ganz am Anfang wo er von der heiligen Mutter geprüft wird.

                            Weiterhin fanden die ersten Handlungen nicht mehr auf Pauls Heimatplaneten statt sondern auf der Gildenfähre

                            und warum mußten sie die Gilde so genau darstellen wo sie im Buch eigentlich garnicht beschrieben werden .

                            Also im ganzen ist es zwar ganz nett sich die Serie mal anzusehen obwohl sie von den Geschehnissen vom Buch abweicht

                            Meiner Meinung nach ist der Kinofilm immer noch besser geglückt , da hat man zwar auch gekürtzt aber nicht so viele wichtige Stellen wie in den ersten beiden Folgen der Serie
                            An manchen Tagen läuft halt alles schief

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                            • #15
                              Kritik zu Dune – Der Wüstenplanet – die Trilogie

                              Da ich ja nun ausgesprochener Fan des ersten Bandes des Dune-Zyklus bin, habe ich mich lange Zeit auf diese Trilogie gefreut, die ja auch als hervorragend angekündigt wurde. Ich fand auch die erste Kinofassung gut, obwohl sie bei weitem nicht den Inhalt des Buches wiedergeben konnte (Ich habe leider nie die 4 Stunden-Langfassung gesehen). Aber gut, die Kritik soll sich ja auch um die TV-Fassung drehen. Zuerst einmal: Die Trilogie hat sich sehr nah am Buch orientiert und hat die Story besser erzählt, als es der Kinofilm vermochte. Trotz des Appendix I im ersten Roman ist mir die Verbindung zwischen Wurm und Spice (Gewürz) nie so ganz klar geworden. Der TV-Film vermochte mir endlich diesen Zusammenhang zu verdeutlichen. Trotzdem habe ich nicht verstanden, warum diverse Änderungen vorgenommen wurden, als Beispiel möchte ich hier anbringen, das Prinzessin Irulan im Film eine wesentlich größere Rolle hatte, als im Roman. Frank Herbert verstand es, eine Geschichte zu erzählen, die ab dem Jahr 10191 spielt und man trotzdem auf ein feudales Herrschaftssystem trifft, in dem sowohl mit futuristischen Lasguns, als auch vielmals mit herkömmlichen Messern (in jeder Größe und Form) gekämpft wird. Ich finde, das dieser Stil im Kinofilm besser rüberkam, obwohl man dort unnützerweise die Schallmodule einführte. Aber die Kostüme und Kulissen waren einfach besser abgestimmt. Im TV-Film wirkten die manchmal zu überladen (man denke an die Hüte der Bene Gesserit), so das es alles nicht stimmig ineinander ging. Auch fand ich die Überlegenheit der imperialen Sardaukar nicht gut dargestellt. Die ultimativen Elitetruppen, vor denen sich jeder fürchtet waren im TV-Film nichts weiter als gewöhnliche Kämpfer, besonders traurig fand ich, wie man den gefangenen Captain der Sardaukar darstellte. Wenn man diese Passage mal mit der im Buch vergleicht, so sieht man, was für eine Persönlichkeit dieser Captain eigentlich hätte sein müssen, aber stattdessen sah es so aus, als ob er sich gleich in die Hosen machen würde. Wobei wir auch schon bei den schauspielerischen Leistungen aller Beteiligten wären. Jeder stolperte so vor sich hin, man hatte das Gefühl, das es jeder nur schnell genug hinter sich bringen wollte. Uwe Ochsenknecht wusste ebenfalls nicht so recht, wie er den Stilgar, den Naib des Sitch Tabr, Anführer von 20.000 Männern, Frauen und Kindern, spielen sollte. Er stand immer etwas hilflos neben Paul (die anderen Namen erspar ich mir jetzt). Auch wenn er wusste, das er Paul niemals hätte besiegen können, war er doch im Buch ein viel stolzerer Mann. Alles in allem waren die Schauspieler des ersten Films wesentlich charismatischer. Auch die Anzahl Statisten war kümmerlich. Während bei Lynch „Lang leben die Kämpfer!“ mindestens 5000 Leute rumstanden (oder hineinkopiert wurden, das ist egal, sie waren da), jubelten dem neuen Paul schätzungsweise 300 Leute zu und das vor einer erbärmlich aussehenden Wüstenleinwand. Was sie sich dabei gedacht haben, wird wohl auch immer und ewig ein Geheimnis bleiben. So schlechte Übergänge vom Studiosand zur sich deutlich abhebenden Leinwand hat man ja lange nicht mehr gesehen, da sind ja die SFX in Stargate SG-1 besser. Das es kein Problem ist, in der Wüste zu drehen, hat man doch an Star Wars Episode 1 gesehen und immerhin hat Dune auch 40 Millionen Dollar (oder waren es 60?) gekostet, da hätte man mehr draus machen können. Das man sieht, wo Bluescreen eingesetzt wurde, kann ja wohl kaum Sinn und Zweck der Sache gewesen sein. Genauso das mit den Augen: da einfach Kontaktlinsen zu nehmen, diese mit Schwarzlicht zu bestrahlen und dann immer nicht aufzupassen, so das die Augen regelmäßig ihre Originalfarbe haben, ist ja wohl mehr als peinlich. Zumal man in Babylon 5 gesehen hat, wie man Augen komplett schwarz einfärben kann (Lyta Alexander). Aber was reg ich mich auf. Wie gesagt: ursprünglich hatte ich gehofft, der Film wird wesentlich besser als Lynchs Werk, aber im nachhinein gesehen ist dieser die bessere der beiden Filme.

                              Aber: alea jacta est!
                              "Der Tiger, der im Dschungel brennt, weil niemand seine Mutter kennt." - Spock
                              ®

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