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  • Black Mirror

    Ein "Twilight Zone" für das digitale Zeitalter - so oder so ähnlich wird die Serie in den Medien betitelt. Black Mirror befasst sich demnach meist in überspitzter oder satirischer Form mit den potentiellen Nebenwirkungen moderner Technologien. Die ersten 2 Staffeln (insgesamt 6 Folgen) und ein Weihnachtsspecial liefen auf dem britischen Sender Channel 4. Netflix hat eine 3. Staffel mit 12 Folgen bestellt. Die ersten 6 Folgen davon werden am 21. Oktober veröffentlicht.

    https://www.netflix.com/de/title/70264888

    Trailer:


    Trailer zur 3. Staffel (Netflix):

  • #2
    Hab die Serie dieses Wochenende mal die erste Staffel angesehen.

    Folge 1 mit dem britischen Premier gefiel mir sehr gut und brachte uns zum Diskutieren, wie weit man gehen könne und ob der Premier später als Held, Opfer oder "Schweinefi**er" in der Öffentlichkeit dastehen würde. 6*
    Folge 2 fand ich persönlich den Schluss zwar sehr gut (der Monolog) aber das Szanario schon zu überspitzt und hab ähnlich wie die "Radler" unter der unendlichen stumpfsinnigen Werbung und Monotonie gelitten. 2*
    Folge 3 war dann wieder besser mit dem "alles aufzeichnen", was möglicherweise in nicht allzuferner Zukunft Realität sein könnte. 5*

    Alles in allem bis auf den Großteil von Folge 2 ne sehr gute "Staffel" und ich werde sicher die anderen Folgen auch noch ansehen:
    5 Sterne für Season 1 im Gesamtbild!

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    • #3
      Eine extrem gute Serie.
      Die folge "White Bear" aus der zweiten Staffel ist, meiner Meinung nach, schon sehr deftig...aber sehr gut

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      • #4
        Herrlich, ich liebe SciFi-Anthologieserien, aber seit den neuen Outer Limits sind schon wieder 20 Jahre ins Land gegangen. Zeit für etwas Neues also.

        Black Mirror ist im Vergleich zu Outer Limits und Twilight Zone ziemlich ... schwarz, als würde unserer Gesellschaft ein ... Spiegel vorgehalten.
        Dort wo der Protagonist am Ende entweder triumphiert oder zu Tode kommt, bleibt in der Regel nur Verzweiflung, die nicht einmal von einem pathetischen Offkommentar ("Seit Tausenden von Jahren fragen sich die Philosophen: Hat der Mensch einen Freien Willen...") begleitet wird.
        Und trotzdem kann man nicht aufhören zu gucken- wie bei einem Verkehrsunfall.

        Lieblingsfolge: San Junipero (die einzige Folge, nach der man sich nicht mit einer Glasscherbe den Hals aufschneiden möchte).

        I reject your reality and substitute my own! (Adam Savage)

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        • #5
          Legt eure Irma Thomas-Platten auf und wechselt den Sender zu UKN-News, die 4. Staffel wird demnächst auf Netflix starten und uns wieder sechs Folgen bescheren. Ich versuche Spoiler zu meiden, aber eine Folge ("USS Callister") ist wohl tatsächlich eine Weltraumoper mit sehr TOS-artiger Aufmachung.

          https://www.youtube.com/watch?v=oH85obU350E

          I reject your reality and substitute my own! (Adam Savage)

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          • #6
            Ich habe gestern die ersten beiden Folgen gesehen. Absolut sehenswert!
            "Die Wahrheit ist so schockierend, die kann man niemandem mehr zumuten." (Erwin Pelzig)

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            • #7
              Nicht den Fehler machen, das Weihnachtspecical an Weihnachten anzugucken- fröhlich ist das Fest dann nicht mehr.

              Endlich gibt es einen Veröffentlichungstermin für die 4. Staffel: der 29. Dezember. Einige Sachen wie die offengelegten Erinnerungen in "Crocodile" erinnert etwas an vergangene Folgen, allerdings hat Brooker angedeutet, dass die Szenarien diesmal etwas wenig gegenwartsnah sein werden ("Wenn irgendetwas aus Staffel 4 eintrifft, ist die Welt wirklich im Eimer").

              https://www.youtube.com/watch?v=5ELQ6u_5YYM
              Zuletzt geändert von KennerderEpisoden; 17.12.2017, 23:25.
              I reject your reality and substitute my own! (Adam Savage)

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              • #8
                Halbzeitanalyse:

                "USS Callister":

                Anscheinend das San Junipero-Äquivalent der Staffel, mit Charakteren, die sowohl im wahren Leben wie im Cyberspace vertreten sind und am Ende ein Quasi-Happy-End erleben. Der große Plotwist kommt schon nach ca 15. Minuten, was die Erwartungen an eine unzähliche Male aufgelegte Story (siehe TNG "Der schüchterne Reginald") drastisch untergräbt. Die letzte Stunde bleibt dann allerdings ohne große Überraschungen und ohne große Identifikationsfiguren. Einige offensichtliche wissenschaftliche Absurditäten (genetisches Gedächtnis?) macht die erste Folge leider auch zur Schwächsten. 4 von 6 Sternen (ist halt immer noch Black Mirror).

                "Arkangel":

                Die Jodi-Foster-Regie-Folge. Die Technologie hier ist recht konsistent mit dem, was man bislang aus dem BM-Universum gewohnt ist und das Szenario selbst(krankhaft besorgte Mutter versucht ihr Kind mittels Technik Schritt für Schritt zu überwachen) ist sehr realitätsnah. Eine sehr solide Folge, die gewohnt unangenehm anzusehen ist, allerdings nicht die großen Überraschungen bietet. Wer sich von seinen Ängsten leiten lässt, wird natürlich wieder und wieder von sein ärgsten Ängsten Besuch erhalten- Ray Charles hätte das kommen sehen. 4,5 Sterne.

                "Krokodil":

                Zur Abwechslung mal Mord und Totschlag.
                Die Täterin versucht eine jahrealte Fahrerflucht zu vertuschen, bekommt es dann aber mit einer jungen Versicherungsermittlerin (nicht Rekha Sharma!) zu tun, die einen zusammenhanglosen Verkehrsunfall mittels handlichem Gedankenleseapparat aufklären möchte. Ironischerweise wäre die Mörderin nie behelligt worden, hätte man auf die Augenimplantate aus Staffel 1 zurückgreifen können. Am Ende gibts dann obendrauf einen "Kinder, Kenny!"-Moment. 5 von 6 Sternen. Für die Höchstzahl hätte ich mir eine etwas tiefergehende Behandlung des Gedächtnisses und der Möglichkeit seiner Manipulation gewünscht. Aber Mord und Totschlag tuts auch.


                Im dem Sinne: Frohes Neues!

                https://www.youtube.com/watch?v=LjNhW2mR1lM

                I reject your reality and substitute my own! (Adam Savage)

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                • #9
                  Ich habe mir auch die ersten drei Folgen angeschaut. Mit Black Mirror ist das ja so eine Sache. Teilweise ist das recht treffend, das Thema der "Helikoptereltern" ist z.B. sehr aktuell. Aber dann dann kommen immer so alberne, fantasyhafte Elemente dazu, welche jedwede Analogie dann wieder zunichte machen. Ich kann ja verstehen, dass der ein oder andere Twist aus dramaturgischen Gründen notwendig ist, aber wenn es dann unplausibel bis grotesk wird, nimmt das dem ganzen dann die Relevanz. Eine Serie über die Gefahren der moderenen Technologien und Mediennutzung sollte schon konsequent sein.

                  Auch sonst gibt es dann mal gerne so richtig altbackene Klischees. Wer sich mit Technologien auskennt, ist gerne auch sozial gestört. Und wer schüchtern ist, bei dem lauern gerne die finsternsten Abgründe und Perversionen.

                  Die Folgen sind aber alle gut anzuschauen, insbesondere die mit Major Kira war schon sehr schön.



                  Republicans hate ducklings!

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                  • #10
                    Ich habe mir mal die erste Folge mit dem Hintergrundwissen, dass Black Mirror anthologisch auf pessimistisch gestaltete Gesellschaftspolitische Themen in der Zukunft oder in unser Technologieabhängingen Welt abzielt, angesehen und fand das Black Mirror sein Ziel knapp erreicht hat. Mal sehen wie die anderen Folgen werden. Glücklicher Weise hat jede Folge eine abgeschlossene Handlung, es ist also möglich einen Moment in Ruhe darüber zu reflektieren. An einer Serie die also an ein "Urelement" des Science Fiction anküpft finde ich bestimmt Gefallen.
                    Zuletzt geändert von Infinitas; 04.01.2018, 10:18.

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                    • #11
                      Zitat von KennerderEpisoden Beitrag anzeigen
                      Legt eure Irma Thomas-Platten auf und wechselt den Sender zu UKN-News, die 4. Staffel wird demnächst auf Netflix starten und uns wieder sechs Folgen bescheren. Ich versuche Spoiler zu meiden, aber eine Folge ("USS Callister") ist wohl tatsächlich eine Weltraumoper mit sehr TOS-artiger Aufmachung.

                      https://www.youtube.com/watch?v=oH85obU350E
                      Da könnte es Spoiler geben:

                      Bei der besagten Sendung geht es um eine Programmierergruppe einer Onlinegaming Firma namens Callister. Dem verkannten zweiten Teilhaber, der die eigentlichen Lorbeeren des Projekts zu verantworten hat bennante die Firma nach seiner Lieblingssendung, die wohl ein direkter Wink zu Star Tek TOS darstellt. An seinem privatem Computer erstellt er (ja ,ähnlich wie in TNG ) Abbilder seines Programmiererteams mittels eines DNA Abgleichs und integriert sie in sein privates Callister Spiel...

                      Nun die eigentlichen Spoiler:

                      Spoiler
                      Nur werden sich die Abbilder darüber bewusst, wer und was sie im RL sind.....auch sind sie sich darüber bewusst das sie den Launen eines "kleinen Diktators" ausgesetzt sind.....


                      Zitat von KennerderEpisoden Beitrag anzeigen
                      Halbzeitanalyse:

                      "USS Callister":

                      Anscheinend das San Junipero-Äquivalent der Staffel, mit Charakteren, die sowohl im wahren Leben wie im Cyberspace vertreten sind und am Ende ein Quasi-Happy-End erleben. Der große Plotwist kommt schon nach ca 15. Minuten, was die Erwartungen an eine unzähliche Male aufgelegte Story (siehe TNG "Der schüchterne Reginald") drastisch untergräbt. Die letzte Stunde bleibt dann allerdings ohne große Überraschungen und ohne große Identifikationsfiguren. Einige offensichtliche wissenschaftliche Absurditäten (genetisches Gedächtnis?) macht die erste Folge leider auch zur Schwächsten. 4 von 6 Sternen (ist halt immer noch Black Mirror).
                      kurzes Resümee

                      Witzig, allerdings bleibt anzumerken dass ein echter Sci Fi Fan neben Star Trek und Starship Troopers auch new BSG gesehen haben sollte. ...In der Serie überlebt die Galactica den Zylonenangriff nur da sie Netzunabhängig operiert. Das Zahlt sich auch die halbe Serie lang aus....

                      Der Zweite Kritikpunkt ist: Wenn ich ein Team voller offensichtlich begabter Programmierer auch im Geiste "digital klonen" kann, dann können sie auch in einer weiteren generierten Welt ihre Arbeit innerhalb meines Computers fortsetzen, ohne das ich sie im RL weiterhin beschäftigen muss.
                      Zuletzt geändert von Infinitas; 04.01.2018, 16:46.

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                      • #12
                        Staffel 4, zweite Halbzeit:


                        "Hang the DJ":

                        Sollte irgendein fieser Netflixmitarbeiter demnächst per Tweet fragen, was denn das Problem mit demjenigen sei, der sich an 20 Tagen hintereinander "Hang the DJ" angeguckt hat, lautet die Antwort: Das ist mir völlig egal. Das sehr rührende (geschickt vorausgedeutete) Ende unter dem Einsatz meines zweiliebsten The-Smiths-Song ist das Sahnehäuptchen einer zu 99,8 % perfekten Folge. 6 Sterne.

                        "Metallkopf":

                        Die erste Folge, die in einer postapokalyptischen Zeit angesiedelt ist, wobei der Technikbezug trotz ungewohntem Umfeld das ist, was man von der Serie kennt. Ohne dass man explizit erklärt bekommt, wie es zu diesen Terminator- Hunden kam, kann man mit einem flüchtigen Blick in die Tech-Nachrichten des Tages Vorläufer sehen, seien es R2D2s, mit denen Unternehmen Obdachlose vertreiben wollen oder tierartige Militärroboter. Stilistisch fallen die klassischen Horroranleihen aus Filmen wie "The Shining" oder "The Terminator" ins Auge. Nicht ganz mein Lieblingssubgenre, daher nur 4 Sterne.

                        "Black Museum"

                        Ähnliches Format und ähnliche Thematik (Cookies) wie beim Weihnachtsspecial, aber in eine deutlich gestörtere Richtung gesteuert.
                        Neonazis, die sich einen runterholen, während sie die holographische Repräsentation eines unschuldig verurteilten Schwarzen mit Stromschlägen malträtieren und sich zur Erinnerung einen mentalen Schnappschuss des Martyriums für den Schlüsselanhänger mitgeben lassen?! Wirklich, irgendjemand sollte Charlie Brooker eine herzliche Umarmung schenken. 5 Sterne.
                        I reject your reality and substitute my own! (Adam Savage)

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                        • #13
                          Die neue Staffel hat mir mit Ausnahme von „Metallkopf“ sehr gut gefallen.

                          Metallkopf ist in meinen Augen sogar für die gesamte Serie ein Tiefpunkt.
                          Die abgedroschene Szenerie wäre nicht unbedingt das Problem, aber der Versuch über die völlig unpassenden Dialoge, Selbstgespräche und Kommentare der Hauptdarstellerin einen Bezug zwischen Zuschauer und Hauptcharakter herzustellen ruinieren meiner Meinung nach die Atmosphäre.
                          Für mich war es ab der Szene vorbei, als die Darstellerin mit dem Killerhund auf den Fersen versucht, per Funk ihre Freunde zu kontaktieren. Der Terminator-Hund ist im Anmarsch um sie auf brutalste Weise ins Jenseits zu befördern und obwohl die Funkverbindung nicht klappt, fängt sie an über ihr Gefühlsleben etc. ins Mikro zu schwafeln, statt die Beine in die Hand zu nehmen.
                          Das Ganze wäre ohne Dialoge wesentlich besser gekommen.

                          Die anderen Episoden machen diesen Ausfall allerdings mehr als wett.
                          Fällt bös' der Bauer auf seinen Henkel, hauen sich die Schweine auf die Schenkel.

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