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DARK - SciFi Mystery aus Deutschland

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  • DARK - SciFi Mystery aus Deutschland

    Netflix hat am 1. Dezember seine erste deutsche Eigenproduktion veröffentlicht.

    Inhalt: In der Kleinstadt Winden sind Kinder verschwunden und tote KInder tauchen auf. Die Polizei ist ratlos und was hat überhaupt das Atomkraftwerk mit der ganzen Sache zu tun? Antworten und noch mehr Fragen findet man tief im unterirdischen Höhlensystem des Ortes und in der Vergangenheit der Kleinstadtbewohner.



    Eins vorweg: Viele Kritiker haben die Serie als deutsche Antwort auf Stranger Things verglichen. Dark ist nicht Stranger Things. Es finden sich in den jeweilgen Pilotfolgen sicherlich einige Gemeinsamkeiten, aber danach entwickeln sich beide Serien in vollkommen unterschiedliche Richtungen weiter. Wenn überhaupt, würde ich es als die düstere deutsche Version von den Back to the Future Filmen bezeichnen. Da finden sich wesentlich mehr Gemeinsamkeiten.

    Diese Serie braucht sich meiner Meinung nach nicht vor ausländischen Produktionen zu verstecken. Produktionstechnisch befindet sich die Serie auf ganz hohen Niveau. Nur beim Soundmixing gibt es leichte Abzüge. Wenn man etwas der Serie vorwerfen kann, dann das man schnell den Überblick verliert. Die Serie ist wirklich nichts zum Nebenhergucken und verlangt volle Konzentration. 72 Rollen wurden gecastet und es ist schon ein Kraftakt die Chars zuordnen zu können. Man muss sich die Staffel mindestens ein weiteres mal anschauen, bevor man gerade Nebenpolts wirklich begreift und wie alles miteinander zusammenhängt.

    Eine 2. Staffel wurde grünes Licht gegeben. Das ist super, denn die Staffel endet mit einem riesigen WTF Cliffhanger und der ganze Storyarc der 1. Staffel ist im Grunde nichts als ein Teaser ein weitaus größeren Handlung.

    Wenn der Wind des Wandels weht, bauen die einen Mauern und die anderen Windmühlen. (chinesisches Sprichwort)
    Die Menschen sind sehr offen für neue Dinge - solange sie nur genau den alten gleichen. (Charles Kettering 1876-1958)
    [...]dem harten Kern der Science-Fiction-Fans, leidenschaftlich, leicht erregbar, meist männlich, oft besserwisserisch, penibel, streng und ebenso gnadenlos im Urteil wie im Vorurteil.[...] Quelle SPON

  • #2
    Zustimmung. Zwar kommt der deutsche TV-Mief vor allem bei der Steifheit mancher Darsteller, Dialogen, die so kein Mensch sprechen würde und dem völligen Fehlen von zwischenmenschlicher Wärme und Humor (Oh weh! Was das Ausland wieder von uns Deutschen denken wird!) zum Vorschein, aber Regie und Kamera sind auf einem beachtlichen Niveau. Die verschachtelte Erzählweise macht es schwierig, nach dem ersten Anschauen abzuschätzen, ob der Plot überhaupt Sinn macht, aber für die Dauer der 10 Folgen hat mich Dark mehr als nur bei der Stange gehalten.

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    • #3
      Mit Dark hab ich vorgestern auch angefangen. Kann mich dem hier gesagten nur anschließen. Super Produktions-Qualität, sehr spannend und mysteriös, etwas Abzüge gibts für den Soundmix und die für deutsche Produktionen leider allzu typischen gestelzten Dialoge.

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      • #4
        Ich verstehe den hype um Dark nicht.

        Der Plot ist bis zum verhunzten „Willkommen in der Zukunft-Ende, welches die Staffel auf Pilotfolgeninhalt reduziert, durchaus interessant, aber die schauspielerische Leistung, das underacting und die Dialoge bis auf die eine oder andere Ausnahme unter den Erwachsenen und der handvoll zehnjährigen Kinder auf unnatürlich, unterkühltem Gute Zeiten, schlechte Zeiten-Niveau.

        Skandinavische Thriller sind grade (zurecht) angesagt. Daher haben alle auch noch skandinavische Namen, obwohl es in Deutschland spielt.

        Hinzu kommt der uninspiriert nervige Score, der permanent an allen Stellen mit seiner „Nicht vergessen; alles immer noch mysteriös finster“-Erinnerung eigentlich dafür sorgen müsste, dass der Verantwortliche nie wieder an einer Filmproduktion beteiligt wird.

        Als gäbe es keine deutschen Regisseure und Drehbuchschreiber etc., die das besser könnten.

        Das es eine Netflix-Serie ist bedeutet nicht zwingend, dass sie gut ist.
        Dass die Serie in den Staaten so erfolgreich ist liegt wohl eher am Klischee welches man dort beim Gedanken an Deutschland im Kopf hat.

        Btw., so nebenbei aufgefallen:

        Pap's betrügt Mutti mit einer Straßenprostituierten, die natürlich ein Transvestit ist und ihre sündige Verkommenheit plakativ durch aggressives Verbalentgleisen auf unterstem Niveau unterstreichen muss.

        Auf die Frage ob es sich um das Jahr 1953 handelt werden zur Aufklärung geschichtsrelevante Ereignisse aufgezählt, aber keiner erwähnt, dass der zweite Weltkrieg seit acht Jahren vorbei ist?


        … ich weiß ja nicht.
        Zuletzt geändert von Svega; 13.01.2018, 04:52.
        Fällt bös' der Bauer auf seinen Henkel, hauen sich die Schweine auf die Schenkel.

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        • #5
          Inzwischen habe ich die Staffel zu Ende geschaut. Anfang Dezember habe ich mich mehr oder weniger durch die ersten 3 Folgen gekämpft und wollte dann nicht mehr weiterschauen. Jetzt am Samstag versuchte ich einen neuen Anlauf und dann hat mich die Serie schlussendlich doch gepackt. Zuerst die Minuspunkte:

          ...vor allem bei der Steifheit mancher Darsteller, Dialogen, die so kein Mensch sprechen würde und dem völligen Fehlen von zwischenmenschlicher Wärme und Humor
          Genau das machte es mir in den ersten Folgen so schwer wirklich dranzubleiben. Alle Darsteller spielen ihre Rollen viel zu ernst, verbissen und unsympathisch.

          Hinzu kommt der uninspiriert nervige Score, der permanent an allen Stellen mit seiner „Nicht vergessen; alles immer noch mysteriös finster“-Erinnerung eigentlich dafür sorgen müsste, dass der Verantwortliche nie wieder an einer Filmproduktion beteiligt wird.
          Bin da absolut deiner Meinung. Schon in der ersten Folge nutzt sich diese ständig bedrohliche Soundkulisse dermaßen ab, dass es nur noch nervt.

          Gefallen hat mir trotzdem die fesselnde Handlung und die Mystery-Story, die so in deutschen Produktionen fast nie vorkommt. Die gefilmten Aufnahmen der trostlosen Umgebung sind großartig, die Ausstattung und das allgemeine Produktionsniveau ist sehr hochwertig und gelungen. Nach einer etwas längeren Eingewöhnungsphase mit der sperrigen und schwer zugänglichen Inszenierung fand ich die Handlung so spannend, dass die negativen Apekte in den Hintergrund gerieten. Eine zweite Staffel wurde ich begrüßen, wenn die Macher die negativen Punkte angehen und einen konkreteren Plan für die Gesamtstory haben als Lindelof/Cuse bei Lost (die soundtechnischen Übergänge zwischen den Handlungsorten erinnern extrem an Lost)
          Zuletzt geändert von Garak23; 28.02.2018, 14:51.

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