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The Outer Limits (1963)

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  • The Outer Limits (1963)

    Da ich keinen Thread zur ursprünglichen Version der Serie gefunden habe, hoffe ich, dass es in Ordnung ist, dass ich diesen hier eröffne. Ich weiß, dass die Serie in Deutschland keine große Bekanntheit besitzt, aber vielleicht findet sich ja doch der eine oder andere, der auch ein paar Folgen gesehen hat und in eine Diskussion einsteigen möchte. Würde mich jedenfalls freuen.

    Obwohl ich in den Neunzigern auch oft die wiederauferlebte Variante der Serie gesehen habe, bin ich erst vor kurzem auf das Original aufmerksam geworden, als ich das Buch "Inside Star Trek" gelesen habe. Darin wird beschrieben, wie Robert Justman, einer der Produzenten von Star Trek, ursprünglich bei The Outer Limits als Regieassistent arbeitete und dann von Herb Solow für Star Trek engagiert wurde. Die positive Art, wie im Buch von der Serie gesprochen wurde, hat mich neugierig gemacht und dazu gebracht, sie mir zu besorgen.

    Mittlerweile habe ich die ersten 10 Episoden geguckt und bin bisher leider noch nicht ganz überzeugt. Das Problem, das ich sehe, ist folgendes: Bisher hat eigentlich jede Episode mit exzellenten Darstellern, beeindruckenden Effekten sowohl was Makeup als auch Special Effects betrifft, toller Musik und einer gekonnten Regie, die mit interessanten, expressionistischen Licht- und Schattenspielen und Kameraeinstellungen arbeitet, aufgewartet. Und auch die Science-Fiction-Konzepte, die den Episoden zugrunde liegen, sind sehr oft faszinierend. Was diese Bereiche betrifft, kann man eigentlich kaum meckern. Das Problem liegt fast immer in den Drehbüchern, die vorausschaubar, unspannend und unpointiert geplottet sind. Oft wird in den ersten Minuten ein interessanter Plot vorgestellt, der dann im Laufe der Folge immer langweiliger wird. Was nützt die interessanteste Story-Idee, wenn sie letztendlich nicht unterhaltsam umgesetzt ist?

    Allerdings bin ich zuversichtlich, dass sich das im weiteren Serienverlauf noch ändert und werde deshalb weitergucken. Im Folgenden hab' ich zu den ersten zehn Folgen mal ein paar Gedanken aufgeschrieben, die sicherlich nur für die interessant sind, die die Episoden auch gesehen haben. Es sind keine ausführlichen Rezensionen, aber eben die Dinge, die mir beim Schauen durch den Kopf gegangen sind. Bei meiner Bewertung stellen fünf Sterne übrigens das Maximum dar.



    (1x01) "The Galaxy Being" **
    Die Geschichte ist insofern interessant, als dass das "Monster" in der Episode eigentlich gar keines ist und – genau wie der Hauptprotagnist – ausschließlich von wissenschaftliche Neugier angetrieben wird. Durch ihre Angst vor allem Fremden werden in gewisser Hinsicht die Menschen selbst zum Feind. Lohnend sind vor allem die philosphischen Gespräche, die zwischen dem Hobbywissenschaftler und dem Alien stattfinden. Das Ende der Episode allerdings ist dann doch etwas unpointiert geraten; da hatte ich mir mehr erhofft. Ansonsten muss ich bei der Episode vor allem an die tollen Effekte denken, mit denen das Geschöpf aus einer anderen Galaxie dargestellt wurde.

    (1x02) "The Hundred Days of the Dragon" *****
    Hätte es diese Folge nicht gegeben, weiß ich nicht, ob ich die Serie noch lange geguckt hätte. "The Hundred Days of the Dragon" ist ein wirklich spannend inszenierter Thriller mit guten schauspielerischen Leistungen und überzeugenden Effekten. Die Story, in der es um eine nicht benannte asiatische Macht geht, die den US-Präsidenten mit einem Doppelgänger ersetzt, ist im Grunde überhaupt kein Science-Fiction, aber wen interessiert das, wenn sie so gut inszeniert ist?

    (1x03) "The Architects of Fear" ****
    Eine tolle Prämsse (Wissenschaftler fabrizieren die Landung eines "Außerirdischen") und Makeup-Effekte, die auch heute noch gruseln, machen "The Architects of Fear" zu einer der besseren Folgen der Serie. Robert Culp (hier im ersten seiner insgesamt drei Auftritte bei The Outer Limits) liefert eine wirklich eindringliche Vorstellung ab, die im Ende den nötigen Tiefgang nicht missen lässt. Etwas unglaubwürdig fand ich allerdings, dass sich ein Mensch auf eine solche Operation einlassen würde, weshalb ich mir gewünscht hätte, dass die Episode etwas näher auf die Motivation des Charakters eingeht. So oder so bietet die Episode guten Horror, der sich hauptsächlich im Kopf des Zuschauers abspielt.

    (1x04) "The Man with the Power" *
    Meiner Meinung nach der bisherige Tiefpunkt der Serie. Die Episode krankt an denselben Symptomen wie viele der eher schlechten Folgen: Die Prämisse ist unglaublich interessant, die Umsetzung derselben leider unglaublich langweilig. Donald Pleasence hat den introvertierten Verlierer, der durch einen Chip im Kopf telekinetische Fähigkeiten entwickelt und es nun allen zeigen will, wunderbar dargestellt, aber der Plot liefert wenig, was den Zuschauer bei der Stange hält. Die Idee, dass das Unterbewusstsein der Hauptfigur ohne sein Wissen die Menschen aus dem Weg räumt, die ihn kleinreden, ist durchaus denkwürdig, die immer wieder gleichen, langatmigen Szenen jedoch, in denen plötzlich die Wolke auftaucht, um zu töten, wirken auf die Dauer langweilig.

    (1x05) "The Sixth Finger" ****

    Wissenschaftlich ist die Geschichte um eine Apperatur, die die Evolution eines Menschen beschleunigen kann, kompletter Nonsens, aber durch David McCallums wunderbar bösartige Darstellung des übermenschlichen Gwyllm mit dem titelgebenden sechsten Finger, ist die Episode doch sehr sehenswert. Das Ende ist wieder etwas unspektakulär, weil vorhersehbar, aber schon allein wegen der schönen Jill Haworth lohnt sich die Episode.

    (1x06) "The Man Who Was Never Born" **

    Abgesehen davon, dass es immer toll ist, Martin Landau zu sehen, überrascht diese Episode leider nur damit, dass am Ende überhaupt gar nichts überraschend ist. Der entstellte Bewohner einer verwüsteten Erde reist zurück in die Vergangenheit, um den Entdecker des Virus', der die Menschheit die letzten Jahrhunderte geplagt hat, zu töten. (Twelve Monkeys anyone?) Eine tolle Science-Fiction-Idee und eine interessante Inszenierung können leider auch nichts daran ändern, dass es der Geschichte an jeglicher Pointe, Spannung oder dramatischer Wende fehlt. Interessanterweise hat man wohl am Ende eine weitere Szene geschnitten, die Shirley Knights Leben in der veränderten Zukunft gezeigt hätte. Das klingt zumindest nach einem besseren Ende als dem, das bereits der Titel verrät.

    (1x07) "O.B.I.T." *
    Ich frage mich, ob das nur mir so geht, oder ob auch damalige Zuschauer bemerkt haben, dass die Serie es trotz sehr interessanter Grundprämissen oft nicht schafft, eine fesselnde Geschichte zu erzählen. Die Charaktere wirken flach und der Plot entfaltet sich denkbar unspannend. Einzig die filmische Umsetzung hat mich überzeugt, sorgt aber auch nicht dafür, dass die Seherfahrung positiv im Gedächtnis bleibt.

    (1x08) "The Human Factor" *****
    Exzellent! Genau so sollte die Serie öfter sein: "The Human Factor" ist bisher eindeutig meine Lieblingsepisode. Angefangen beim wunderbar atmosphärischen Setting im unwirtlich-eisigen Grönland bis hin zur gekonnten Performance der Hauptakteure Gary Merrill, Harry Guardino und Sally Kellerman (Star Trek-Fans werden sie trotz anderer Frisur wiedererkennen) stimmt wirklich alles. Die Story: Durch einen Unfall tauschen ein gutmütiger aber für Emotionen blinder Wissenschaftler und ein von Schuldgefühlen getriebener Geisteskranker, der eine Atombombe zünden will, ihre Körper. Nur Ingrid, die Assistentin des Wissenschaftlers, die insgeheim in ihn verliebt ist, hat die Möglichkeit, die Wahrheit zu erkennen und das Schlimmste zu verhindern. Die Themen (die Privatsphäre eines Menschen, Identitätsverlust, nicht an physische Erscheinungen gebundene Zuneigung) sind vielseitig, wären aber belanglos, wenn die Episode nicht durch ein wunderbar geplottetes Drehbuch glänzen würde. Hinzu kommt ein wirklich toller Score von Dominic Frontiere und man hat einen Klassiker.

    (1x09) "Corpus Earthling" ***
    Hm, nach "The Human Factor" hat mich diese Episode wieder etwas enttäuscht. Die erste halbe Stunde war grandios, doch dann wurde der Plot immer schwammiger, verlor an Spannung und war am Ende total konfus. (Hat seine Frau nun überlebt oder nicht?) Es geht um zwei außerirische Wesen, die in Form von seltsamen, schwarzen Steinen (sehr tolle Effekte übrigens) in ein Labor gelangen und dort mithilfe anderer Körper die Weltherrschaft (kein Scherz!) an sich reißen wollen. Leider haben sie nicht mit Robert Culps Fähigkeit gerechnet, die beiden Wesen zu verstehen. Hervorheben sollte man unbedingt die sehr kreative Regie von Gerd Oswald, der in vielen Szenen immer wieder tote Gegenstände (zumeist Steine) in den Bildvordergrund bringt und damit suggeriert, dass ihnen Leben innewohnt. Als weibliche Hauptrolle sieht man übrigens eine junge Salome Jens, die insbesondere Deep Space Nine-Fans wiedererkennen sollten.

    (1x10) "Nightmare" **
    Altes Problem: Trotz toller Inszenierung und sehr überzeugenden Alienmasken gelingt es der Folge nicht, sich auf eine Sache zu konzentrieren: Im Mittelteil hat jeder plötzlich ein psychologisches Trauma und am Ende verdächtigen sie sich auf einmal alle gegenseitig. Die Auflösung dagegen ist ganz nett und verschafft der Episode um eine Gruppe von Soldaten, die von einer außerirdischen Macht zu Kriegsgefangenen gemacht wird, den dritten Stern. Anzumerken bleibt noch, dass man in der Episode Martin Sheen in einer seiner ersten Fernsehrollen bewundern kann.


  • #2
    Wie es aussieht, bin ich wohl tatsächlich der einzige hier, der die Serie kennt. Schade. Allerdings lasse ich mich nicht beirren und poste auch den Rest meiner kurzen Reviews hier hin. So unglaublich viele Episoden sind es ja nicht.

    (1x11) "It Crawled Out of the Woodwork" ****
    Tolle Folge! Und das meiner Meinung nach vor allem deshalb, weil die Charaktere und deren Dilemma sehr gut gezeichnet wurden. Das Script, in dem es um eine seltsame energetische Lebensform in einem Forschungslabor geht, die jeden zu Tode erschreckt (!), ist sehr clever geschrieben. Und das Geheimnis, was genau im Forschungslabor geschieht, bleibt lange Zeit spannend. Den vermeintlichen Hauptprotagonisten etwa in der Hälfte umkommen zu lassen, ist ein interessanter Kniff, den man nicht so leicht vorhersehen kann. Aber selbst abseits des Science-Fiction-Plots ist die Geschichte um die Bruderbeziehung zwischen den beiden Hauptprotagonisten durchaus dramatisch. In den Hauptrollen sieht man übrigens die drei späteren Star Trek-Veteranen Kent Smith, Barbara Luna und Scott Marlowe. Besonders das Schauspiel Kent Smiths (Apollo aus der Star Trek-Episode "Who Mourns For Adonais?") hat mich gefesselt; es macht einfach Spaß, ihm zuzusehen.

    (1x12) "The Borderland" **
    Wie (zu) oft in der Serie wird in "The Borderland" eine sehr interessante Prämisse aufgeworfen, nur um sie dann im Laufe der Episode immer weiter zu verwässern. Es geht um eine Gruppe von Wissenschaftlern, die ein Tor in eine benachbarte Dimension öffnen wollen. Eine zeitlang bleibt spannend, was sie dort letztendlich vorfinden werden, doch dadurch, dass dem Zuschauer das immer wieder gleich Experiment mit zu vielen immer wieder gleichen Einzelteilen gezeigt wird und die Antwort auf die Natur der anderen Dimension am Ende im Grunde doch offen bleibt, verliert man schnell das Interesse. Etwas seltsam waren die Einlagen der Hellseherin und ihres Partners (den man aus der als erste gesendeten Star Trek-Folge kennt), denen etwas unfreiwillig komisches anhaftete.

    (1x13) "Tourist Attraction" **
    Der wahrlich interessanteste Aspekt von "Tourist Attraction" ist der Umstand, dass ein eher unsympathischer Hauptcharakter im Mittelpunkt der Geschichte steht. Irgendwie fühlte sich das für eine Serie dieses Jahrzehnts unüblich und deshalb mutig an. Die erste Hälfte der Geschichte, in der es um einen Millionär geht, der zusammen mit einem Marinebiologen in südamerikanischen Gewässern eine Art "fehlendes Glied" zwischen Wasser- und Landlebewesen entdeckt, erinnert sehr stark an den Horror-Klassiker "Creature from the Black Lagoon", der nur ein paar Jahre zuvor erfolgreich im Kino lief. Die Schauspieler sind leider allesamt recht lahm. Mit Ausnahme vielleicht von Henry Silva, dessen tyrannischer Diktator einen guten Eindruck hinterlässt.

    (1x14) "The Zanti Misfits" **
    Der Gedanke einer außerirdischen Spezies, die ihre Sträflinge auf die Erde verlagern will, ist durchaus interessant, doch obwohl "The Zanti Misfits" ein oder zwei Überraschungen bereithält (in erster Linie das Aussehen der Aliens), ist das Ende sehr enttäuschend. Den jungen Bruce Dern in einer kleinen Rolle zu sehen, stellt in meinen Augen das Highlight der Episode dar.

    (1x15) "The Mice" ***
    Die Produzenten scheinen von Henry Silva aus "Tourist Attraction" ähnlich überzeugt worden zu sein, wie ich: Hier sehen wir ihn gleich in der Hauptrolle als gutherziger Sträfling, der sich als Freiwilliger für ein Experiment bereit erklärt, in dem er und eine außerirdische Lebensform von einem weit entfernten Planeten den Platz tauschen sollen. Leider driftet die Episode recht schnell ins typische Muster ab und stellt die Außerirdischen als mordende Monster dar. Hinzu kommt das vielleicht lächerlichste Alien-Köstum der ganze Serie und man hat leider nur eine sehr mittelmäßige Episode.

    (1x16) "Controlled Experiment" ****
    Der wohl negativste Aspekt von "Controlled Experiment" ist der, dass die Episode die einzige Komödie der ganzen Serie darstellt. Sehr schade, denn sie funktioniert trotz recht dünner Story recht gut. Es geht um zwei Marsianer, die mit einer Maschine, die die Zeit so manipulieren kann, wie ein Videorekorder einen Film, die menschliche "Angewohnheit" namens Mord erforschen wollen. Barry Morse (bekannt als Professor Bergman aus Space: 1999 oder Lt. Gerard aus The Fugitive) und Carroll O’Connor geben ein wunderbar lustiges Duo ab und man kann erkennen, dass das ganze ursprünglich als Pilotfilm für eine Serie gedacht war. Schön ist auch, dass man Grace Lee Whitney (Yeoman Rand aus Star Trek) in einer kleinen Rolle beobachten kann; diesmal in einer Frisur, die nicht ganz so lächerlich ist.

    (1x17) "Don't Open Till Doomsday" **
    Eine sehr seltsame und düstere Episode, die von einer kleinen Box handelt, in der sich ein außerirdischer Invasor befindet, der jeden ins "Nichts" der Schachtel verschluckt, der ihm nicht helfen will, seine Pläne zu verwirklichen. Hört sich seltsam an? Ist auch echt seltsam. Unglücklicherweise wird die Folge für mich persönlich hauptsächlich durch das gnadenlose Overacting von Miriam Hokins entwertet: Es gibt leider keine Szene, in der man sie oder ihre Tragödie wirklich ernst nehmen könnte. In einer kleineren Rolle ist John Hoyt mit dabei, den man aus dem Star Trek-Pilotfilm oder der Twilight Zone-Folge "Tha Lateness of the Hour" kennt.

    (1x18) "ZZZZZ" ****
    Die Geschichte einer Bienenkönigin, die zum Menschen "mutiert", um sich mit einem Insektologen zu paaren, ist kompletter Nonsens und grenzt an Fantasy, aber was die Episode trotz schwachen Plots rettet, ist die einzigartige Performance der wunderschönen Joanna Frank, die ihrer "außerirdischen" Rolle – und das steht in der Tat zur Debatte – trotz oder wegen ihrer eher minderen Schauspielfähigkeiten eine ungemein fremdartige, surreale, außerweltliche Qualität verleiht. Die Art wie die "Queen Bee" im Körper einer jungen Frau mit unschuldigem Blick redet, sich bewegt und nicht in der Lage ist, menschliche Emotionen zu verstehen, macht allein durch die Darstellung deutlich, dass wir es nicht mit einem Menschen zu tun haben. Sehr sehenswert!

    (1x19) "The Invisibles" *
    "The Invisibles" stellt leider eine weitere Enttäuschung dar: Der Plot, der sehr an "The Hundred Days of the Dragon" erinnert, dreht sich um eine Geheimgesellschaft von Außerirdischen, die Menschen durch Parasiten unter ihre Kontrolle bringen und so Schlüsselpositionen in der amerikanischen Regierung ersetzen wollen. Unter ihnen befindet sich ein Geheimagent, der das ganze aufhalten will. Man merkt, welche Themen in den USA damals aktuell waren: Jeder muss jeden als mutmaßlichen Landesverräter verdächtigen, sodass sich niemand wirklich sicher fühlen kann. Leider ist die Episode dennoch recht einfallslos strukturiert: Zu keinem Zeitpunkt kommt wirklich Spannung auf. Erwähnenswert ist allerdings der Auftritt von Neil Hamilton, den die meisten als Commissioner Gordon aus Batman kennen dürften. In "The Bellero Shield", der nächsten Episode, ist er erneut in einer etwas größeren Rolle dabei.

    (1x20) "The Bellero Shield" ****
    "The Bellero Shield" ist vor allem eine Neuauflage des Shakespeare'schen Dramaklassikers "Macbeth" um einen Thronfolger, der sich von seiner Frau dazu verleiten lässt, den eigenen Vater zu töten, um König zu werden. Hier wiederum wird das Drama für ein Science-Fiction-Setting, in dem es um einen Erfinder geht, der einen Außerirdischen zur Erde holt, neu interpretiert. Die Episode profitiert hauptsächlich von der durchgehend erstklassigen Besetzung aller Rollen: Martin Landau spielt den naiven Sohn eines Industriellen, der versucht, den Respekt seines Vaters mit einer Erfindung zu gewinnen; als seine intrigante Frau sehen wir Sally Kellerman in ihrem zweiten Serienauftritt; und John Hoyt (siehe 1x17) ist – durch interessantes Makeup und Special Effects verdeckt – als wohlwollender Außerirdischer aus einer "Welt aus Licht" dabei und verleiht seiner Rolle etwas wunderbar fremdartiges. (Spoiler!) Im Gegensatz zu vielen anderen Episoden enttäuscht das Ende dieses Mal nicht: Wie schon einst Lady Macbeth, verfällt Sally Kellermans Charakter am Ende dem Wahnsinn.

    (1x21) "The Children of Spider County" ****
    Auch diese Episode hätte perfekt sein können, wenn das Ende nicht derart antiklimaktisch wäre. "The Children of Spider County" sind fünf besondere Männer, die vor Jahren von Außerirdischen, die zur Erde kamen und sich mit menschlichen Frauen paarten, gezeugt worden. Nachdem sie nun erwachsen sind, sollen sie zu ihrer zweiten Heimat, dem Planeten Eros, zurückkehren. Die Idee der Episode ist eine wunderbar kreative Science-Fiction-Prämisse. Das Hauptproblem der Episode liegt jedoch meines Erachtens bei der fehlenden Erklärung dessen, was den Hauptcharakter Ethan nun auf dem Planeten Eros erwartet hätte: Sind die Außerirdischen tatsächlich feindlich gesinnt? Hätte er seinem Vater trauen können? Leider bleiben diese Fragen unbeantwortet.

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    • #3
      Ich kenne die Serie auch und habe sie auch auf DVD. Ich schaue aber nur gelegentlich mal eine Folge, weil ich wie ich an anderer Stelle schon mal schrieb, in Serien-DVDs ertrinke. ^^
      "Die Wahrheit ist so schockierend, die kann man niemandem mehr zumuten." (Erwin Pelzig)

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      • #4
        Zitat von Mondkalb Beitrag anzeigen
        Ich kenne die Serie auch und habe sie auch auf DVD. Ich schaue aber nur gelegentlich mal eine Folge, weil ich wie ich an anderer Stelle schon mal schrieb, in Serien-DVDs ertrinke. ^^
        Ah, verstehe. Das Problem mit Serien, die sich ansammeln und endlich geguckt werden wollen, kenne ich auch sehr gut. Insofern hoffe ich, dass du irgendwann Lust und Zeit hast, die Serie komplett zu gucken und vielleicht ein paar Zeilen zu schreiben. Ich würde mich jedenfalls freuen.

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        • #5
          Ich muss jetzt mal wirklich fragen, was diese Episodenbesprechungen, die es ja nicht nur hier gibt, eigentlich sollen? Glaubst du ernsthaft, dass da irgendjemand drauf eingeht oder in drei Jahren z.B. explizit auf die Suche nach einer Bewertung der Folge 17 der ersten Staffel machen wird?
          Republicans hate ducklings!

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          • #6
            Zitat von endar Beitrag anzeigen
            Ich muss jetzt mal wirklich fragen, was diese Episodenbesprechungen, die es ja nicht nur hier gibt, eigentlich sollen? Glaubst du ernsthaft, dass da irgendjemand drauf eingeht oder in drei Jahren z.B. explizit auf die Suche nach einer Bewertung der Folge 17 der ersten Staffel machen wird?


            Natürlich glaube ich nicht, dass irgendwann jemand tatsächlich danach suchen wird. Wenn ich das hier schreibe, hoffe ich selbstverständlich auf derzeit aktive Leser, die im Bestfall nicht nur lesen sondern sich vor allem auch über die Serie austauschen wollen. Dass das bisher nicht geschehen ist, finde ich zwar schade, hat mich aber nicht davon abgehalten, meine Gedanken zu den Episoden weiterhin zu notieren und auszuformulieren. Das mache ich im Grunde sowieso für mich selbst. Dass ich es nun hier poste, soll auf der einen Seite Kenner der Serie, die den Thread nach dem ersten Beitrag nicht bemerkt haben (passiert ja immer wieder), erneut darauf aufmerksam machen und auf der anderen Seite vielleicht für Interesse bei Lesern sorgen, es mal mit der Serie zu versuchen.

            Was dachtest du denn, was diese Besprechungen sollen? Was spricht dagegen, sie zu posten?

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            • #7
              Ich habe mir dazu keine abschließende Meinung gebildet, Xon. Mir ist das schon in einigen anderen Serienthreads aufgefallen, wo dann irgendwie zwischen Diskussionen irgendwelche Episodenbesprechungen auftauchen, was auf den unbefangenen Leser etwas befremdlich wirkt. Solange das nicht überhand nimmt, ist das schon in Ordnung.
              Republicans hate ducklings!

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              • #8
                Nun ja, ich möchte natürlich niemanden mit meinen Gedanken zu einer fast fünfzig Jahre alten Science-Fiction-Serie, die hier so gut wie keiner kennt, nerven. Ich denke, ich gehe einfach davon aus, dass wenn sich keiner dafür interessiert, es auch keiner lesen muss. Ich reibe es den Leuten ja schließlich nicht unter die Nase. Bisher sind das immerhin auch nur zwei Beiträge hier.

                Ausgegangen ist das alles von dem einfachen Wunsch, über die Serie reden zu wollen. (Also der eigentliche Grund, warum es ein Forum wie dieses überhaupt gibt.) Statt lediglich einen dieser generischen Serienthreads zu starten (à la "Ich find' die Serie toll! Wer kennt sie noch?" etc.), dachte ich, dass es sehr viel interessanter wäre, tatsächlich über die Episoden selbst zu reden.

                Es geht mir in dem Sinne auch wirklich nicht darum, das Forum mit meinen Texten zuzukleistern. Ich sehe solche Episodenbesprechungen wirklich als Sprungbrett für eine Konversation. Vielleicht hat der ein oder andere ebenfalls eine Folge gesehen, hat eine völlig andere Meinung darüber als ich und daraus entwickelt sich dann eine Unterhaltung. Wenn es mir wirklich nur darum ginge, meine Texte zu posten, könnte ich auch gleich ein Blog starten. Mir geht's aber darum, die Meinung anderer zu hören. Dass da bisher nichts kam, finde ich zwar schade, aber mehr als probieren kann ich es ja nicht. Alternativ besteht natürlich die Möglichkeit, dass jemand durch den Thread auf den Geschmack kommt und sich mal eine Episode ansieht.

                Inwiefern findest du, könnten Episodenbesprechungen auf einen Leser befremdlich wirken? Irgendwie kann ich dir da nicht ganz folgen.

                Tatsächlich befremdlich und vor allem diskussionshemmend finde ich persönlich übrigens die teilweise uralten Episodenbewertgunsthreads in den Serienspezifischen Unterforen. Da ist man nämlich tatsächlich in der Situation, als neues Forumsmitglied in einen Thread zu kommen, in dem vor Jahren mal eine Diskussion stattgefunden hat. Ich hoffe hier natürlich auf aktive Poster, die sich auch über Science-Fiction unterhalten wollen. Was in Jahren mit diesem Thread passiert interessiert mich wenig.

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                • #9
                  Ich meine nicht dich speziell und auch nicht unbedingt diesen Thread. Es ist nur so: Leute, die einen Thread wegen einer Serie, z.B. The West Wing öffnen, wollen über die Serie an sich diskutieren und lesen. Und nicht eine Episodenbesprechung nach der anderen sehen. Das wirkt u.U. eben auch abschreckend. Ich fände das nicht sehr einladend.
                  Republicans hate ducklings!

                  Kommentar


                  • #10
                    Zitat von endar Beitrag anzeigen
                    Ich meine nicht dich speziell und auch nicht unbedingt diesen Thread. Es ist nur so: Leute, die einen Thread wegen einer Serie, z.B. The West Wing öffnen, wollen über die Serie an sich diskutieren und lesen. Und nicht eine Episodenbesprechung nach der anderen sehen. Das wirkt u.U. eben auch abschreckend. Ich fände das nicht sehr einladend.
                    Also ich finde es so o.k. Bei mehr Resonanz könnte man ja die Episodenbesprechung in einen separater Thread splitten.
                    Wobei speziell Outer Limits vom Episoden Gedanken lebt.

                    Zitat von Xon Beitrag anzeigen
                    Da ich keinen Thread zur ursprünglichen Version der Serie gefunden habe, hoffe ich, dass es in Ordnung ist, dass ich diesen hier eröffne. Ich weiß, dass die Serie in Deutschland keine große Bekanntheit besitzt, aber vielleicht findet sich ja doch der eine oder andere, der auch ein paar Folgen gesehen hat und in eine Diskussion einsteigen möchte. Würde mich jedenfalls freuen.
                    Ich kenne das 10-Best-of Special auf Scifi Channel + I,Robot auf youtube.
                    Welche Folgen das zum Teil genau waren, weiss ich leider nicht.
                    Mit "The Twilight Zone" verwechsele ich öfters die Folgen.

                    Die 2te Season hatte imo deutlich weniger Monster.In Bezug auf die Drehbücher muss ich leider recht geben.
                    Es wirkt oft, als ob allein die jeweils ungewöhnliche Idee die ganze Story tragen soll.

                    Speziell bei I,Robot wirkte das Ganze selbstverliebt und pompös im Gericht(kommt bei Eando Binder auch nicht vor)
                    Das Remake aus der 90er Serie konzentriert sehr stärker darauf Adam Link und seine Beziehung/Gefühle darzustellen.
                    Dr. Link (sein Schöpfer) ist ein ambivalenter Charakter.
                    Wenn ich mehr Zeit, besorge ich mir die DVDs und schau den Rest.

                    Warum die Serie in den USA sich so stark in kulturellen Gedächtnis festgesetzt hat, mir nicht klar.

                    Die Prämisse aus The Man Who Was Never Born taucht Btw. erstmals in "La jetée" des Chris Marker auf.


                    Zitat von Xon Beitrag anzeigen
                    Obwohl ich in den Neunzigern auch oft die wiederauferlebte Variante der Serie gesehen habe.
                    Ist übrigens dieses Jahr endlich komplett auf DVD (Region 1) erschienen.

                    Kommentar


                    • #11
                      Zitat von Mondkalb Beitrag anzeigen
                      Ich kenne die Serie auch und habe sie auch auf DVD. Ich schaue aber nur gelegentlich mal eine Folge, weil ich wie ich an anderer Stelle schon mal schrieb, in Serien-DVDs ertrinke. ^^
                      Als Fan von Doctor Who Classic würde mich die 60-er Jahre Outer Limits-Serie auch interessieren. Die erste Staffel der neuen Outer Limits Folgen (1995 oder so) habe ich auf DVD, und ohne die alten Folgen zu kennen, könnte ich mir vorstellen, dass sie mir nicht schlechter gefallen.

                      Welche DVD-Edition ist denn empfehlenswert?

                      Kommentar


                      • #12
                        Ich habe diese Ausgabe:
                        Amazon.com: The Outer Limits Original Series Complete Box Set: Movies & TV

                        Schlicht, aber ein angemessener Preis.
                        "Die Wahrheit ist so schockierend, die kann man niemandem mehr zumuten." (Erwin Pelzig)

                        Kommentar


                        • #13
                          Zitat von Alius Beitrag anzeigen
                          Also ich finde es so o.k. Bei mehr Resonanz könnte man ja die Episodenbesprechung in einen separater Thread splitten.
                          Wobei speziell Outer Limits vom Episoden Gedanken lebt.
                          Deswegen habe ich auch geschrieben "solange es nicht überhand nimmt"...

                          Die alten Folgen von Outer Limits kenne ich nicht, dafür ein, zwei von Twilight Zone aus den 60er Jahren. Ich weiß nicht mehr, welche Folge das war, aber es spielte in den Kulissen, die später in Zurück in die Zukunft zum Einsatz kamen.
                          Ich habe das extra nachgegoogelt. Aber das ist ja nicht Outer Limits.
                          Republicans hate ducklings!

                          Kommentar


                          • #14
                            Die vielleicht?
                            Where Is Everybody? - Wikipedia, the free encyclopedia
                            mit dem Rathausplatz:
                            Courthouse Square - Wikipedia, the free encyclopedia
                            "Die Wahrheit ist so schockierend, die kann man niemandem mehr zumuten." (Erwin Pelzig)

                            Kommentar


                            • #15
                              Zitat von endar Beitrag anzeigen
                              Ich meine nicht dich speziell und auch nicht unbedingt diesen Thread. Es ist nur so: Leute, die einen Thread wegen einer Serie, z.B. The West Wing öffnen, wollen über die Serie an sich diskutieren und lesen. Und nicht eine Episodenbesprechung nach der anderen sehen. Das wirkt u.U. eben auch abschreckend. Ich fände das nicht sehr einladend.
                              Hm, ich denke der große Unterschied zu einer Serie wie The West Wing liegt tatsächlich darin, dass es sich sowohl bei The Outer Limits als auch bei The Twilight Zone um Anthologien handelt. Konstante Hauptcharaktere oder episodenübergreifende Handlungsstränge, über die man reden könnte, gibt es nicht. Deswegen bietet es sich da tatsächlich an, über die einzelnen Episoden selbst zu reden.

                              Dass ich den Nicht-Kenner mit zehn Episodenkurzbesprechungen auf einen Schlag vielleicht etwas abschrecke, sehe ich aber durchaus ein. Allerdings waren die auch in erster Linie für diejenigen gedacht, die die Serie bereits kennen und auch tatsächlich daran interessiert sein könnten, über die Episoden selbst zu reden. Für potentielle Zuschauer war im Grunde der Eingangstext gedacht, der, so hoffe ich, weniger abschreckend wirkt.

                              Zitat von Alius Beitrag anzeigen
                              Mit "The Twilight Zone" verwechsele ich öfters die Folgen.
                              Ja, habe gelesen, dass das vielen passiert. Wobei ich schon finde, dass sich die beiden Serien, was Ton und Erzählstil betrifft, sehr unterscheiden. The Outer Limits sind im Grunde fast immer Monsterstories mit einem Sci-Fi-Twist, während The Twilight Zone fast immer versucht, Morality Plays zu erzählen. Rein äußerlich allerdings sind die Serien mit ihrem expressionistischen Stil schon dicht beieinander, das stimmt.

                              Zitat von Alius Beitrag anzeigen
                              Die 2te Season hatte imo deutlich weniger Monster.
                              Dazu kann ich leider noch gar nichts sagen; so weit bin ich noch nicht. Aber gelesen habe ich das auch. Ich würde so einen Wandel allerdings durchaus begrüßen, da sich einige der Monster-Storylines der ersten Staffel sehr forciert anfühlen. Mal sehen, was noch so kommt. Am meisten freue ich mich bisher auf "Soldier" mit Michael Ansara und Harlan Ellisons "Demon With A Glass Hand", das von vielen als beste Episode der Serie bezeichnet wird. Ich bin gespannt.

                              Zitat von Alius Beitrag anzeigen
                              In Bezug auf die Drehbücher muss ich leider recht geben.
                              Es wirkt oft, als ob allein die jeweils ungewöhnliche Idee die ganze Story tragen soll.
                              Ich bin froh, dass nicht nur ich das so sehe. Sehr oft scheint das Augenmerk weniger auf einer gut erzählten Geschichte an sich gelegen zu haben, als vielmehr auf einer wunderbar skurrilen Science-Fiction-Prämisse. Das ist wirklich schade, weil letzteres wirklich durch ersteres profitieren würde.

                              Zitat von Alius Beitrag anzeigen
                              Speziell bei I,Robot wirkte das Ganze selbstverliebt und pompös im Gericht(kommt bei Eando Binder auch nicht vor)
                              Das Remake aus der 90er Serie konzentriert sehr stärker darauf Adam Link und seine Beziehung/Gefühle darzustellen.
                              Dr. Link (sein Schöpfer) ist ein ambivalenter Charakter.
                              Wenn ich mehr Zeit, besorge ich mir die DVDs und schau den Rest.
                              Klingt alles sehr interessant. Ich schreibe was dazu, wenn ich die betreffende Episode gesehen habe.

                              Zitat von endar Beitrag anzeigen
                              Die alten Folgen von Outer Limits kenne ich nicht, dafür ein, zwei von Twilight Zone aus den 60er Jahren. Ich weiß nicht mehr, welche Folge das war, aber es spielte in den Kulissen, die später in Zurück in die Zukunft zum Einsatz kamen.
                              Ich habe das extra nachgegoogelt. Aber das ist ja nicht Outer Limits.
                              Wie Mondkalb schon sagt, das dürfte "Where Is Everybody?" gewesen sein, die erste (reguläre) Episode von The Twilight Zone. Dass die Sets auch in einer anderen Episode vorkommen, ist mir nicht bekannt; könnte aber durchaus sein.

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