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Warum gibt es so wenig ernst zu nehmende Scifi-Serien?

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  • Warum gibt es so wenig ernst zu nehmende Scifi-Serien?

    Zu meinen Lieblingsserien zählen Doctor Who, Star Trek TOS, Babylon 5, Stargate, Futurama, Star Wars The Clone Wars, aber wenn man mal ehrlich ist, so richtig ernst nehmen kann man diese Serien nicht.

    Manche davon sind Zeichentrick oder animiert, das kann man sowieso schon mal nicht richtig ernstnehmen, auch ohne Roger-Roger-Droiden nicht, und andere Serien sind einfach zu alt und haben zu grottige Effekte, Masken, Pappfelsen-Kulissen usw. Während bei anderen Serien einfach nur rumgeblödelt wird, siehe O'Neill in Stargate, oder McKay in SGA.

    Übrig bleiben an ernst zu nehmenden Scifi-Serien (die ich kenne) eigentlich nur:

    Battlestar Galactica
    Star Trek DS9, ENT
    Stargate Universe
    Firefly

    Gibt es nur so wenige? Und wenn ja, warum?

  • #2
    Mit "ernst zu nehmen" meinst du solche mit inhaltlichem Tiefsinn?

    Ich denke, das ist einfach eine Sache der Nachfrage.
    Serien, bei denen man am fruehen Abend nicht einfach abschalten und den Stress des Tages vergessen kann,
    sind nicht massentauglich.
    Gerade Serien, bei denen eine komplexe Geschichte dahinter steckt und man den roten Faden verliert, wenn man 1+ Folgen verpasst hat,
    haben es da etwas schwerer auf dem Markt. Das faengt doch schon damit an, einen Geldgeber zu finden.

    Uebrigens, nur weil eine Serie "grottige" Effekte hat, muss sie nicht zwangslaeufig (inhaltlich) schlecht sein.
    Aber das ist halt ne Geschmackskiste.
    .

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    • #3
      Kennst Du Odyssey 5? Wurde leider auch unverständlicherweise nach nur einer Staffel abgesägt, aber die ist sehr unterhaltsam und spannend und streift eine Fülle von Themen.

      Odyssey 5 (TV Series 2002-2004) - IMDb
      "Die Wahrheit ist so schockierend, die kann man niemandem mehr zumuten." (Erwin Pelzig)

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      • #4
        Nun ja, was heißt schon "ernst zu nehmend"? Wenn ich deine Beispiele so ansehe nehme ich an das zielt in diesem Fall vor allem auf die Glaubwürdigkeit? Also halbwegs realistische Effekte, halbwegs realistische Handlungen und Charaktere?

        Ich kann nur für mich sprechen, aber ich finde:
        a) Zu SciFi gehört etwas Gespinne für mich auch dazu. Ich brauche nicht alles wissenschaftlich fundiert, sondern auch einen guten Schuss Fantasie.
        b) Ich brauche umgekehrt auch weder super realistische Effekte, noch immer die perfekte Logik, damit eine Story für mich funktioniert. Deshalb finde ich kann man auch ältere Serien, oder billiger produzierte, immer noch ernst nehmen in dem Sinne, dass sie gute Unterhaltung sein können. Doctor Who wäre da so ein Beispiel.
        c) Ich schätze, dass zu viel Glaubwürdigkeit und Realismus sehr oft eher kontraproduktiv werden, und die Sache letztendlich eher langweilig machen. Das ist kein Muss, aber ich kenne nur wenige Gegenbeispiele (wenn überhaupt).

        Aber vor allem denke ich, dass SciFi Serien an sich heute einen etwas schweren Stand haben, da zu wenig Publikum. Da bleibt nur das, was entsprechend billig produziert werden kann, am Ende übrig. Nicht umsonst sind alle von dir aufgelisteten vermeintlich ernst zu nehmende Serien abgesetzt. Und bei der einen oder anderen davon kann man über das ernst nehmen auch streiten.

        Kommentar


        • #5
          Noch ein Gedanke: Space Above and Beyond (Space 2063), leider auch nur eine Staffel. Trotz des militaristischen Settings und der Top-Gun-Anmutung eine gute Serie:
          Space (TV Series 1995-1996) - IMDb
          "Die Wahrheit ist so schockierend, die kann man niemandem mehr zumuten." (Erwin Pelzig)

          Kommentar


          • #6
            Ist der allgemeine Tenor nicht umgekehrt der, dass SciFi-Serien sich in jüngerer Zeit immer ernster nehmen? Selbst die "Blödel-Serien" wie TOS, SG1 und Doctor Who haben ihre düsteren Ableger Ent, SGU sowie Torchwood erhalten. Aktuelle Serien wie Falling Skies oder Continuum sind vom Grundton auch recht ernst.

            Die Frage müsste also umgekehrt heißen: Wieso gibt es so viele ernste Serien?
            I reject your reality and substitute my own! (Adam Savage)

            Kommentar


            • #7
              Ich mags nicht so, dass bei älteren Serien immer rumgemäkelt wird, dass angeblich die Effekte so grottig sind und diese Serien daher als schlecht bewertet werden.

              Ernsthafte Sci Fi Serie:
              nBSG - aber die ist schon mehr depri. Also wer unter Depressionen leidet, sollte diese Serie nicht schauen.


              .
              EDIT (autom. Beitragszusammenführung) :

              Bethany Rhade schrieb nach 52 Sekunden:

              Zitat von KennerderEpisoden Beitrag anzeigen
              Ist der allgemeine Tenor nicht umgekehrt der, dass SciFi-Serien sich in jüngerer Zeit immer ernster nehmen? Selbst die "Blödel-Serien" wie TOS, SG1 und Doctor Who haben ihre düsteren Ableger Ent, SGU sowie Torchwood erhalten. Aktuelle Serien wie Falling Skies oder Continuum sind vom Grundton auch recht ernst.

              Die Frage müsste also umgekehrt heißen: Wieso gibt es so viele ernste Serien?
              Torchwood ist ernsthaft?

              What?
              Zuletzt geändert von Bethany Rhade; 02.01.2013, 18:15. Grund: Antwort auf eigenen Beitrag innerhalb von 24 Stunden!

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              • #8
                Zitat von irony Beitrag anzeigen
                Zu meinen Lieblingsserien zählen Doctor Who, Star Trek TOS, Babylon 5, Stargate, Futurama, Star Wars The Clone Wars, aber wenn man mal ehrlich ist, so richtig ernst nehmen kann man diese Serien nicht.
                [...]
                Übrig bleiben an ernst zu nehmenden Scifi-Serien (die ich kenne) eigentlich nur:

                Battlestar Galactica, Star Trek DS9, ENT, Stargate Universe, Firefly

                Gibt es nur so wenige? Und wenn ja, warum?
                Wie schon erwähnt wurde, gibt es durchaus einige mehr davon als du aufgezählt hast.
                Was mich aber wundert: Du sagst, Babylon 5 kann man nich so richtig ernst nehmen, DS9 aber schon. Warum?

                Zitat von irony Beitrag anzeigen
                Manche davon sind Zeichentrick oder animiert, das kann man sowieso schon mal nicht richtig ernstnehmen
                Du guckst wohl keine (Nicht-RTL2-)Animes, denn sonst wüsstest du's besser.
                Ich bin leider nich der große Anime-Kenner, daher von mir nur das Beispiel 'Ghost in the Shell'.

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                • #9
                  Zitat von xanrof Beitrag anzeigen
                  Mit "ernst zu nehmen" meinst du solche mit inhaltlichem Tiefsinn?
                  Es geht auch in diese Richtung, obwohl es laut endar so etwas wie Tiefsinn bei TV-Serien überhaupt nicht gibt. Man kann die Frage auch in diese Richtung diskutieren.

                  Aber eigentlich habe ich mehr in diese Richtung gedacht:
                  Zitat von Kelshan Beitrag anzeigen
                  Nun ja, was heißt schon "ernst zu nehmend"? Wenn ich deine Beispiele so ansehe nehme ich an das zielt in diesem Fall vor allem auf die Glaubwürdigkeit? Also halbwegs realistische Effekte, halbwegs realistische Handlungen und Charaktere?
                  Glaubwürdigkeit und Realismus findet man nur bei ganz wenigen Scifi-Serien, und selbst über die oben genannten Beispiele könnte man noch diskutieren. Star Trek DS9 steht so auf der Kippe, leidet aber nicht so offenkundig unter Geldmangel wie B5.

                  Zitat von Mondkalb Beitrag anzeigen
                  Kennst Du Odyssey 5?
                  Leider nicht, sieht aber interessant aus.

                  Zitat von KennerderEpisoden Beitrag anzeigen
                  Ist der allgemeine Tenor nicht umgekehrt der, dass SciFi-Serien sich in jüngerer Zeit immer ernster nehmen? Selbst die "Blödel-Serien" wie TOS, SG1 und Doctor Who haben ihre düsteren Ableger Ent, SGU sowie Torchwood erhalten.
                  Die düsteren Ableger sind aber auch eingestellt worden. Selbst wenn man Torchwood oben noch in die Liste aufnimmt und noch ein zwei Beispiele mehr findet, bin ich noch nicht überzeugt, dass die Science-fiction mittlerweile erwachsen geworden ist und zu düsterem tiefsinnigem Realismus neigt.

                  Wenn es so wäre, ist das gut oder schlecht?

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                  • #10
                    Zitat von Bethany Rhade Beitrag anzeigen

                    Torchwood ist ernsthaft?

                    What?
                    Ja, ernsthaft. Im Vergleich zur Mutterserie ist Torchwood doch sehr auf Erwachsene zugeschnitten.

                    Zitat von irony Beitrag anzeigen
                    Die düsteren Ableger sind aber auch eingestellt worden. Selbst wenn man Torchwood oben noch in die Liste aufnimmt und noch ein zwei Beispiele mehr findet, bin ich noch nicht überzeugt, dass die Science-fiction mittlerweile erwachsen geworden ist und zu düsterem tiefsinnigem Realismus neigt.
                    Ich weiß zwar immer noch nicht ganz, was ich mir unter einer düsteren, tiefsinningen und realistischen SciFI-Serie vorstellen soll, aber wenn die oben aufgeführten Serien diese Kriterien erfüllen, dann ist das Genre anscheinend voll davon.

                    Wenn es so wäre, ist das gut oder schlecht?
                    Weder noch. Selbst wenn es so wäre, so gäbe es trotzdem noch genug Auswahl für den Freund von ernsthafter SciFi (was immer das sein mag). Wer aber grundsätzlich nicht in der Lage ist, die natürlichen Einschränkungen einer Fernsehserie (Zeit, Ausstattung, Maske usw.) auszuklammern, der liest vielleicht lieber ein Buch.
                    I reject your reality and substitute my own! (Adam Savage)

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                    • #11
                      Ich erweitere die Liste:

                      Battlestar Galactica
                      Star Trek DS9, ENT
                      Stargate Universe
                      Firefly
                      Odyssey 5, Space
                      Torchwood, Falling Skies, Continuum
                      Ich würde gerne mal verstehen, warum viele Leute so wenig Scifi schauen.

                      Liegt es daran, dass es zu wenig oder zu viel düstere realistische Serien gibt?
                      Wollen die Leute lieber bunten Schwachsinn oder düsteren Realismus mit glaubwürdigen Charakteren?

                      Was ist Ursache und Wirkung: Gibt es so wenige Scifi-Serien, weil es so wenige Fans gibt, oder gibt es potentiell viele Fans, aber einfach nur nicht die richtigen Serien?

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                      • #12
                        Ich behaupte mal, SciFi hat meistens auch etwas mit Philosophie und Entwicklung der Gesellschaft zu tun.
                        Ansonsten koennte man die Geschichten um Macht, Auf- und Abstieg, Liebe+Hass, etc, auch in der Jetzt-Zeit spielen lassen.
                        Da waeren dann die persoenlichen Identifikationsmoeglichkeiten der einzelnen Zuschauer sicher besser, die allg Akzeptanz eventuell hoeher.

                        Durch das Verlagern der Geschichte in eine fremde Welt (auch im uebertragenen Sinne gemeint) muss sich der Zuschauer erst mit dieser Welt und den Zustaenden dort auseinander setzen. Das moechte aber nicht jede(r). So laeuft SF eben unter 'special interest'.
                        .

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                        • #13
                          Zitat von irony Beitrag anzeigen
                          Glaubwürdigkeit und Realismus findet man nur bei ganz wenigen Scifi-Serien, und selbst über die oben genannten Beispiele könnte man noch diskutieren. Star Trek DS9 steht so auf der Kippe, leidet aber nicht so offenkundig unter Geldmangel wie B5.
                          Welche Aspekte von DS9 zählen für dich als realistisch und glaubhaft und welche nich? Damit man ma erfährt, wo genau deine Grenzen liegen.

                          Zitat von irony Beitrag anzeigen
                          Die düsteren Ableger sind aber auch eingestellt worden. Selbst wenn man Torchwood oben noch in die Liste aufnimmt und noch ein zwei Beispiele mehr findet, bin ich noch nicht überzeugt, dass die Science-fiction mittlerweile erwachsen geworden ist und zu düsterem tiefsinnigem Realismus neigt.
                          Kann eine Serie denn nur dann erwachsen sein, wenn sie "realistisch" is? Wenn du übrigens 'Torchwood' dazuzählst, musst du noch ne ganze Menge anderer Serien mit reinnehmen, denn sie is zwar "ernst" im Ton aber nich "ernst zu nehmen" (realistisch/plausibel). Und dann wären's gar nich mehr so wenige.

                          Zitat von irony Beitrag anzeigen
                          Ich erweitere die Liste:
                          Battlestar Galactica
                          Star Trek DS9, ENT
                          Stargate Universe
                          Firefly
                          Odyssey 5, Space
                          Torchwood, Falling Skies, Continuum
                          Wie sieht's mit 'Dollhouse', 'Fringe' und 'Revolution' aus?

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                          • #14
                            Zitat von Creator83 Beitrag anzeigen
                            Welche Aspekte von DS9 zählen für dich als realistisch und glaubhaft und welche nich? Damit man ma erfährt, wo genau deine Grenzen liegen.
                            Im Großen und Ganzen habe ich mit DS9 da kein Problem. Es sind immer mal wieder Kleinigkeiten. Hier und da ein paar Effekte, die besser sein könnten, hier und da eine Zeitreise zuviel, oder zuviel Technobabble, bei dem man erahnt, das nichts dahinter ist. Von Jadzia Dax bzw. der Darstellerin halte ich auch nicht viel. Ich versuche mich dabei aber in einen besonders kritischen potentiellen Scifi-Konsumenten hineinzuversetzen, zum Teil als eine Art Advocatus diaboli.

                            Zitat von Creator83 Beitrag anzeigen
                            Kann eine Serie denn nur dann erwachsen sein, wenn sie "realistisch" is?
                            Viele sehen das so. Wie ich selbst dazu stehe, habe ich noch nicht entschieden, ich neige aber immer mehr in diese Richtung.

                            Zitat von Creator83 Beitrag anzeigen
                            Wenn du übrigens 'Torchwood' dazuzählst, musst du noch ne ganze Menge anderer Serien mit reinnehmen, denn sie is zwar "ernst" im Ton aber nich "ernst zu nehmen" (realistisch/plausibel). Und dann wären's gar nich mehr so wenige.
                            Torchwood kenne ich nicht. Da muss ich mich darauf verlassen, was andere sagen.
                            Zitat von Creator83 Beitrag anzeigen
                            Wie sieht's mit 'Dollhouse', 'Fringe' und 'Revolution' aus?
                            Kenne ich auch nicht. Kann ich noch dazunehmen. Wieder runterstreichen geht immer.

                            Battlestar Galactica
                            Star Trek DS9, ENT
                            Stargate Universe
                            Firefly
                            Odyssey 5, Space
                            Torchwood, Falling Skies, Continuum
                            Dollhouse, Fringe, Revolution

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                            • #15
                              Zitat von irony Beitrag anzeigen
                              Im Großen und Ganzen habe ich mit DS9 da kein Problem. Es sind immer mal wieder Kleinigkeiten. Hier und da ein paar Effekte, die besser sein könnten, hier und da eine Zeitreise zuviel, oder zuviel Technobabble, bei dem man erahnt, das nichts dahinter ist. Von Jadzia Dax bzw. der Darstellerin halte ich auch nicht viel. Ich versuche mich dabei aber in einen besonders kritischen potentiellen Scifi-Konsumenten hineinzuversetzen, zum Teil als eine Art Advocatus diaboli.
                              Kritik um der Kritik Willen...oder warum willst du den advocatus diaboli geben? Zumal auch sehr viele äußerst kritische Konsumenten Jadzia für einen bemerkenswerten Charakter halten, im Gegensatz zu Ezri Dax.
                              Was also gibt es da in Deinen Augen zu kritisieren?
                              Am Firmament der Greifer gleitet, durch Feld und Wald sein Herrscher schreitet. Sein Herrscher? Nun so scheint es wohl.
                              Die Freiheit ists, die beide lieben, doch nur der Vogel kann sie fliegen. So reist in seinem Geiste mit: Der Falkner.

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