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Hattet ihr Verständnis für den "Marquis"?

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  • Hattet ihr Verständnis für den "Marquis"?

    Hallo!
    Tja, der Marquis...
    In Zeiten, wo zwei Feinde (in diesem Fall Föderation und Cardassia) ein Friedensabkommen schliessen, müssen beide Seiten Kompromisse eingehen, so schmerzhaft sie auch sein mögen. Es geht um das Wohl der Gesamtheit und daher muss jeder seinen Preis zahlen.

    Das ist die eine Seite...

    Die andere Seite...

    Die Bewohner in der entmillitarisierten Zone hatten sich eine Existenz aufgebaut, womöglich haben sie Generation für Generation dort gelebt. Und jetzt beschließt das Millitär, das sie ihr zuhause verlassen müssen, ohne das sie gefragt werden, ob sie das überhaupt möchten. Die Frage von Siskos Vater in "Die Front" war eigentlich berechtigt: Der Weltraum ist so gross, sollte man da nicht meinen, das für alle genug Platz da ist?

    Vielleicht habt ihr noch selber pro oder contra-Argumente, aber worauf ich hinauswill, verrät schon der Thread-Titel:
    Hattet ihr Verständnis für den "Marquis"?
    Konntet ihr in irgendeiner Weise Verständnis für die Menschen haben, die ihre Heimat verlassen mussten, ohne das man sie fragte?
    Oder seit ihr der Meinung, das um des Friedes Willen jeder, und zwar wirklich jeder Komprisse machen muss, auch wenn es noch so hart ist?
    Ich modde alles und jeden, solange Armada draufsteht ;)

  • #2
    Als Aussenstehender würde ichs agen, das was der Maquis macht ist falsch! Schliesslich wiegt das Wohl vieler mehr als das Wohl weniger. Die Entscheidung zu ihrer Umsiedlung wurde von den von ihnen gewählten Volksvertretern(dem Föderationsrat) getroffen und die sollten sie akzeptieren.

    Wenn ich mich aber in diese Menschen reinversetzte, dannn verstehe ich sie - es geht um ihrer Heimat udn ich würde in ihrer Situation guten gewissens genauso handeln!

    BTW: Es heisst Maquis und nicht Marquis. "Marquis" ist französisch und heisst Regendach, oder Fürst. Und das passt ja nicht.
    "Maquis" ist ebenfalls französisch und heisst Gebüsch, Untergrund und Widerstandsgruppe!
    Christianity: The belief that some cosmic Jewish zombie can make you live forever if you symbolically eat his flesh and telepathically tell him that you accept him as your master, so he can remove an evil force from your soul that is present in humanity because a rib-woman was convinced by a talking snake to eat from a magical tree.
    Makes perfect sense.

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    • #3
      Ich kann mich gut in ihre Lage hineinversetzen, da ich mir auch nicht ohne weiteres meine Existens wegnehmen lassen würde.

      In China passieren ja momentan ganz ähnliche Dinge, nicht wegen eines bilateralen Abkommens, sondern wegen dem Bau eines Staudamms (ich glaube es geht um über 2 Millionen Menschen).
      Alles ist käuflich, auch die Freundschaft! (Regel des Erwerbs Nr. 121)
      Das Quarx - Besuchen sie uns in der Forum City

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      • #4
        Eine ähnliche Situation hat man in StarTrek 9, aber hier scheint ja das Wohl weniger schwerer zu wiegen, als das Wohl vieler! Der Unterschied ist nur, das die Ba´Ku (noch) keine Gewalt angewendet haben!

        Ich würde meine Heimat genauso verteidigen, wie es der Maquis getan hat, und ich würde auch nicht alleine dastehen!

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        • #5
          Originally posted by Zefram
          Eine ähnliche Situation hat man in StarTrek 9, aber hier scheint ja das Wohl weniger schwerer zu wiegen, als das Wohl vieler! Der Unterschied ist nur, das die Ba´Ku (noch) keine Gewalt angewendet haben!
          Mit dem Unterschied, dass es in ST9 eigentlih um Rache geht, und der ewige Leben Grund nur als Lockvogel für die Föderation eingesetzt wird.
          Alles ist käuflich, auch die Freundschaft! (Regel des Erwerbs Nr. 121)
          Das Quarx - Besuchen sie uns in der Forum City

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          • #6
            Ich hatte auf jeden Fall Verständnis für den Marquis. Man stelle sich mal vor, man würde plötzlich in einer verbrecherischen Diktatur leben müssen und jeden Tag fürchten grundlos liquidiert zu werden. In einer solchen Situation Widerstand zu leisten ist absolut verständlich.
            “Are these things really better than the things I already have? Or am I just trained to be dissatisfied with what I have now?”― Chuck Palahniuk, Lullaby
            They have nothing in their whole imperial arsenal that can break the spirit of one Irishman who doesn't want to be broken - Bobby Sands
            Christianity makes everyone have this mentality that escapism is a bad thing. You know "Don't run away from the real world - deal with it." Why ? Why should you have to suffer? - Marilyn Manson

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            • #7
              ich verstehe den maquis nur allzugut, denn gerade heute und in ferner zukunft, will man doch die menschen schützen, oder nicht?
              ob jetzt minderheit oder mehrheit!
              ich würde mich auf jeden fall nicht ohne weiteres umsiedeln lassen!
              Man braucht nicht immer denselben Standpunkt zu vertreten, denn niemand kann einen daran hindern, klüger zu werden.
              - Konrad Adenauer
              Der erste Glaube, den man erlernen sollte, ist der an sich selbst.

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              • #8
                "Ja und Nein" oder "Der Zweck heiligt nicht die Mittel"

                Einerseits würde ich auch tun, was in meiner Macht liegt, um meine Heimat zu retten.

                Aber wenn sie Gewalt anwenden und die Zukunft ihrer Kinder riskieren (Kinder hat man ja manchmal gesehen), dann geht das zu weit.

                Aber das Abkommen zwischen Föd. und Cardis war sowieso unsinnig.
                He gleams like a star and the sound of his horn's /
                like a raging storm

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                • #9
                  Der Maquis

                  Also ich habe auf jeden Fall verständnis für die Siedler, die ihre Heimat nicht aufgeben wollten, sondern sich lieber dem aussichtslosen Kampf stellten, und den Maquis erschufen!

                  Ich würde doch auch nicht Kampflos meine Heimat verlassen, wenn ich es nicht wollen würde!

                  Ich denke, daß das Abkommen zwischen Cardis und der Föderation zwar durchaus logisch ist, aber die Siedler hatten allen Grund, daß nicht so ohne weiteres zu akzeptieren!

                  Noch 'ne Frage zum Maquis:

                  Das der Maquis sich Schiffe beschaffen kann, akzeptiere ich ja noch, aber wie bitte, kommen sie an ihre Basen????

                  Dreadnought

                  "I'd love to try!"

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                  • #10
                    @Captain Proton
                    Danke für den Hinweis. Ich war mir nicht mehr sicher, ob es "Marquis" oder "Maquis" heißt. Hab' dann wohl die falsche Wahl getroffen!

                    Hey, erst mal danke für die vielen Antworten. Ich denke, hier spricht die Tendenz eher etwas für den "Maquis"; habe diese Frage in zwei weiteren Foren gestellt. In einem ist es so ähnlich wie hier, viele "Maquis"-Befürworter, in einem anderen gehen die Meinungen stark auseinander.

                    Teilweise habt ihr es ja schon erwähnt, aber ich frag trotzdem nochmal:

                    Es ist sicherlich schwer, sich in die Lage dieser Menschen reinzuversetzen, aber mal ganz grob angenommen: Hättet ihr eure Heimat in dieser Situation auch verteidigt, oder hättet ihr euch eher nach den Föderations-Politik gerichet, sprich: die Planeten aufgegeben und woanders eine neue Existenz aufgebaut?





                    Ich modde alles und jeden, solange Armada draufsteht ;)

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                    • #11
                      @Dreadnought: Ich seh da kein grösseres Problem mit den Basen als mit den Schiffen. Wenn die sich auf irgendeinem Planeten niederlassen, ganz unauffällig und einfach, werden die vermutlich, wenn sie sich nicht allzu ungeschickt anstellen auch nicht entdeckt. Ausserdem waren die Maquis-Basen, die wir bisher zu sehen bekommen haben wirklich sehr einfach und spartanisch.
                      Vermutlich denkst du bei Basen an die gewaltigen Sternenbasen der Föderation, der Maquis hat seine vermutlich immer planetar angelegt oder auf einem Asteroiden oder so...

                      Allerdings ging der Maquis auch viel zu oft zu weit, wie Sisko in "Für die Uniform" nach dem Angriff auf die USS Malinche richtig sagt. Solche Angriffe sind für mich auch unverständlich, wenn es ihnen wirklich nur darum geht, ihre Heimat zu schützen.
                      Oder etwa der Diebstahl der Defiant durch Thomas Riker, was er mit dem schiff angestellt hat geht weit über Verteidigung hinaus...

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                      • #12
                        Ich glaube nicht, dass die Reaktion des Maquis natürlich ist. Diese Kolonisten lebten dort mit ihren Familien und so. Die besorgen sich nicht plötzlich Phaser und Schiffe und beginnen gegen die Cardassianer und die Föderation zu kämpfen.
                        Einzelne wären vielleicht zum Kämpfen bereit, aber die große Masse mit Familien und so sicher nicht.
                        Wenn ich mich in die Situation der Kolonisten hineinversetze, würde ich mich umsiedeln lassen. In der Föderation sind überalle dieselben Gesetzt dieselbe Kultur. Da macht es nicht viel aus, ob ich auf diesem oder dem anderen Planeten lebe.
                        Klingonen ziehen sich nicht zurück, sie rücken nur in die entgegengesetzte Richtung vor !

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                        • #13
                          Ich habe größtes Verständnis für den Maquis und kann die Motive dieser Leute sehr gut nachvollziehen. Allerdings ist es für mich völlig unmöglich zu beurteilen, wessen Haltung nun die richtige ist, die der Föderation, die bereit ist einen gewissen Preis für den Frieden zu zahlen oder die des Maquis, der eben nicht bereit ist dies zu tun, da der Preis nunmal deren Heimat ist. Das kommt immer auf die Seite an auf der man steht. Da gibt es wenig Raum für Kompromisse. Ich persönlich würde wohl nicht bereit sein für den Kampf um die Heimat mein Leben aufs Spiel zu setzen, ich finde es aber auch nicht so wichtig wo man lebt. Heimat ist für mich kein Ort sondern ein Gefühl und das kann man überall hin mitnehmen.
                          Der Himmel erzählt viele Geschichten, und er erzählt sie jede Nacht, begleitet vom Funkeln der abertausend Sterne.

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                          • #14
                            Ich denke das stimmt nicht so ganz - als Unbetroffener kann man immer sagen Heimat ist nur ein Gefühl und ist immer dort wo man sich so fühlt.
                            Aber diese Menschen sind dort geboren, leben viele Generationen dort und haben möglicherweise noch nie einen anderen Planeten gesehen. Es geht hier nicht um den Umzug von Österreich nach Bayern oder Hessen - sondern von Planet zu Planet.

                            Stell' dir vor mit uns würde das passieren: man würde uns von der Erde vertreiben/umsiedeln wollen. Dem Planeten auf dem wir geboren sind und die schönsten und schmerzvollsten unserer Tage verbracht haben - die Heimat mit der alle unsere Hoffnungen und Träume verknüpft sind.
                            Ich bin mir ganz sicher, dass ich in diesem Fall bis zum Tode dafür kämpfen würde meine Heimat zu behalten - lieber würde ich sterben, als sie an Fremde abzugeben. Und ich denke fast jeder andere Erdenbewohner würde genauso handeln - Heimat ist wirklich ein Gefühl, aber ein Gefühl das uns mit einem bestimmten Ort verbindet und dieser Ort kann einem wichtiger sein, als sein eigenes Leben, da dieser Ort mehr als nur das Leben ist...

                            Und genauso geht es den Kolonisten - es ist nicht nur eine Kolonie, sie haben sich von der Erde emanzipzert und diesem Planeten zu ihrer Heimat - ihrem Ursprung gemacht und den werden sie niemals aufgeben.
                            Christianity: The belief that some cosmic Jewish zombie can make you live forever if you symbolically eat his flesh and telepathically tell him that you accept him as your master, so he can remove an evil force from your soul that is present in humanity because a rib-woman was convinced by a talking snake to eat from a magical tree.
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                            • #15
                              Ich kann den Maquis gut verstehen. Es ist nicht sehr leicht die Heimat zu verlassen. Ob ich, käme ich jemals in die Situation, allerdings den Mut aufbringen würde bis zum Tod zu kämpfen weiss ich nicht. Als Aussenstehende kann ich leicht sagen, dass ich es würde, aber wirklich in der Situation zu sein, ist was ganz anderes.

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