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Ist De-Assimilierung unmoralisch?

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  • Ist De-Assimilierung unmoralisch?

    Ich weiß, das klingt zunächst weit hergerholt...

    Aber:

    Ein Individuum fürchtet sich immens vor der Assimilierung.

    Ein Borg fürchtet sich genau so stark vor der De-assimilierung.

    Hugh wurde sehr wahscheinlich und Seven of Nine wurde garantiert gegen ihren Willen assimiliert.

    Allerdings hatten sowohl Hugh als auch Seven unvorstellbare Angst vor iher Individualisierung.

    Ist die De-Assimilierung also genau so "unmoralisch wie die Assimilierung?

    Denn wenn man den jeweiigen Zustand erreicht hat, scheint man ja ganz zufrieden damit zu sein...

    Aber wie passt "Unimatrix Zero" in dieses Bild? DIe Borg dort waren doch definitiv nicht zufrieden mit ihrer Borgexistenz?
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  • #2
    Also, viel kann ich da auch nicht zu sagen, aber als Seven noch eine Drohne war, war sie doch auch in diesem Unimatrix Zero. Also hat sie sich ja folglich auch gewünscht ein "normaler" Mensch zu sein. Vielleicht wollen die Borg das ja nur in ihrem maschinellen Zustand nicht und wenn sie erstmal sehen, wíe es ist ein Mensch zu sein, wollen sie es doch. Es muss ja eigentlich auch einen Grund geben, warum die Borg Unimatrix Zero zerstören wollten...
    "There must be some way out of here
    Said the joker to the thief
    There's too much confusion
    I can't get no relief" - All along the watchtower

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    • #3
      Ist es unmoralisch, wenn man einen Drogenabhängigen zum Entzug zwingt?

      Bei Hugh ist es wahrscheinlich und bei Seven gewiss, dass sie schon in früher Kindheit assimiliert wurden.
      Das würde erklären, warum es für sie so schwer war sich vom Kollektiv zu lösen. Trotzdem waren beide am Ende froh, dass sie befreit wurden.
      Signatur ist auf Urlaub

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      • #4
        Original geschrieben von Wolf 359
        Ist es unmoralisch, wenn man einen Drogenabhängigen zum Entzug zwingt?
        Nun, zumindest ist es bei uns gesetzlich verboten, jemanden zum Entzug zu zwingen. Das geht nur, wenn andere medizinische (akut lebensbedrohende, dass heißt allgemeine Langzeitschäden durch den Drogenmißbrauch zählen nicht.) Umstände mit vorliegen...

        So paradox das klingen mag, aber in diesem Lande hat aus moralischen Gründen jeder ein Recht darauf, süchtig zu sein.
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        • #5
          Nunja, aber die Existenz als Drohne ist für das Individuum lebensbedrohlich. Immerhin wird der Körper verstümmelt und der Geist mißhandelt.
          Veni, vici, Abi 2005!
          ------------------------[B]
          DJK Erbshausen - Sulzwiesen.de; Abi 2005 DHG Würzburg

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          • #6
            Nunja, aber die Existenz als Drohne ist für das Individuum lebensbedrohlich. Immerhin wird der Körper verstümmelt und der Geist mißhandelt.
            Das ist aber rein subjektiv gesehen.
            Auch Borg Drohnen können ein langes Leben führen und diese "Verstümmelungen" können auch als Verbesserungen gesehen werden.

            Trotzdem wird vermutlich kein Lebewesen freiwillig diesen Weg beschreiten und deshalb ist es auch moralisch, wenn man eine Drohne befreit.
            Das Kollektiv unterdrückt nämlich bei der Assimilierung vollkommen den Widerstand und bricht dem zu assimilierenden den Willen. Danach findet der Assimilierte im Kollektiv Geborgenheit und Trost und wird so abhängig gemacht.

            Um meine Frage von oben umzuformulieren:
            Ist es unmoralisch, wenn man einem Drogenabhängigen, der zur Sucht gezwungen wurde hilft wieder er selbst zu werden?
            Signatur ist auf Urlaub

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            • #7
              Nein, ich finde, es ist grundsätzlich nicht unmoralisch jemanden zu helfen, einen Zustand zu ändern, der ihm aufgezwungen wurde.
              Veni, vici, Abi 2005!
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              • #8
                Original geschrieben von Wolf 359
                Um meine Frage von oben umzuformulieren:
                Ist es unmoralisch, wenn man einem Drogenabhängigen, der zur Sucht gezwungen wurde hilft wieder er selbst zu werden?
                Nein, das ist nicht unmoralisch.

                Aber der Betreffende muss auch wieder er selbst werden wollen.

                Aus der Sicht eines borg ist die De.Assimilierung genaus so eine geistige und körperliche Verstümmelung wie die Assimilierung aus der Sicht eines Borg.

                Wie sagte die Borg-Queen zu Seven: "Sie habe dich vollkommmen demontiert und nach ihrem Ebenbild neu erschaffen..."
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                • #9
                  Ich sehe das so: jeder Mensch hat Angst, wenn er in die Mündigkeit entlassen wird, wenn nicht mehr die Eltern ständig einem die ganzen Probleme vom Hals halten.
                  Vergleichbar ist dies wohl auch mit dem Zustand der Borg, die ja immer vom Kollektiv umsorgt wurden und sich einfach vorm Alleinsein fürchten.
                  Für meine Königin, die so reich wäre, wenn es sie nicht gäbe ;)
                  endars Katze sagt: “nur geradeaus” Rover Over
                  Klickt für Bananen!
                  Der süßeste Mensch der Welt terra.planeten.ch

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                  • #10
                    Da könnte man ja auch fragen ob es unmoralisch ist, wenn man (Drogen-)Süchtigen aus der Abhängigkeit hilft oder wenn man Sektenangehörige deprogrammiert.

                    Sicher, solange diejenigen noch mitten drin sind, haben sie etwas dagegen, aber im Normalfall sind sie hinterher dann doch dankbar
                    »We do sincerely hope you'll all enjoy the show, and please remember people, that no matter who you are, and what you do to live, thrive and survive, there are still some things that make us all the same. You, me, them, everybody!«

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                    • #11
                      ... und so lange der Jehova ein Jehova ist, ist er auch dankbar, das er dazu gemacht wurde...

                      Ganz schön kniffelig, was?
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                      • #12
                        Man muss aber auch die seelischen Folgeschäden sehen, die man hat, wenn man De-Assimiliert wurde.

                        War ja am besten bei Seven zu sehen. Alle hatten am Anfang Angst und empfanden Abneigung gegen sie. Und es war auch nicht leicht, wieder ins normale Individualistische Leben zurückzufinden, da sie ja den größten Teil ihres Lebens als Drohne verbracht hatte.

                        Bei Kurzzeitdrohnen, wie z.B. Locutus, war es sicherlich sinnvoll, ihn wieder zu De-Assimilieren. Aber bei einem Wesen, wie Seven, das überhaupt keine Ahnung von Individualismus hat, ist es doch auch eine seelische tortur dann wieder ein Individuum zu sein.

                        Der Unterschied zur Drogenabhängigkeit ist nur, das bei Drogen mit der Zeit immer mehr schäden entstehen, bis man sich irgendwann tot gespritzt hat. Und den Drohnen wiederfährt ja nach der grausamen Assimilisation nix mehr.
                        Wir sind die Borg. Die Existenz wie sie sie kennen ist beendet. Ihre biologischen und technologischen Komponenten werden unseren hinzugefügt werden.
                        Senken sie ihre Schilde und ergeben sie sich.
                        Wiederstand ist zwecklos.

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                        • #13
                          Solange ein Lebewesen als Drone existiert, kann es keinen freien Willen ausleben oder auch nur erfahren. Daher kann der Wunsch der Drohne im Kollektiv zu verbleiben nur als programmierter Wunsch des Kollektivs betrachtet werden.
                          Der Wunsch auf Selbstentfaltung und Selbstbestimmung kann bei jedem fühlenden Wesen angenommen bzw. vorausgesetzt werden. Da heißt, daß jede De-Assimilierung im angenommenen Interesse des Individuums erfolgt. Somit ist daran nichts auszusetzen.

                          Aber: Wenn anschließend aus freiem Willen eine Rückkehr ins Kollektiv gewünscht wird, muß diesem freien Willen auch entsprochen werden. Aber selbst Seven hat dies nie eingefordert, auch wenn sie regelmäßig auf Dinge hinwies, die im Kollektiv besser waren.......
                          Hier stelle ich mich vor.....
                          Mein Hobby, mein Forum...

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                          • #14
                            Original geschrieben von Chief Engineer
                            Solange ein Lebewesen als Drone existiert, kann es keinen freien Willen ausleben oder auch nur erfahren. Daher kann der Wunsch der Drohne im Kollektiv zu verbleiben nur als programmierter Wunsch des Kollektivs betrachtet werden.
                            Der Meinung bin ich auch. Andernfalls wäre ja auch Kindererziehung unmoralisch, da gerade Kleinkinder oft noch keinen "eigenen Willen" haben, oder zumindest nicht wissen, was gut für sie ist. In dem Fall müssen dann die Eltern diese Verantwortung übernehmen. Nicht anders ist es bei Borgdrohnen, die ja defakto keine eigenständigen Lebewesen sind, sogar weder eigenständig, noch "Lebewesen".
                            Für meine Königin, die so reich wäre, wenn es sie nicht gäbe ;)
                            endars Katze sagt: “nur geradeaus” Rover Over
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                            • #15
                              Original geschrieben von Spocky
                              Der Meinung bin ich auch. Andernfalls wäre ja auch Kindererziehung unmoralisch, da gerade Kleinkinder oft noch keinen "eigenen Willen" haben, oder zumindest nicht wissen, was gut für sie ist. In dem Fall müssen dann die Eltern diese Verantwortung übernehmen. Nicht anders ist es bei Borgdrohnen, die ja defakto keine eigenständigen Lebewesen sind, sogar weder eigenständig, noch "Lebewesen".
                              Wie kommst Du denn darauf?

                              Erziehung ist doch geradezu das paradebeispiel für Assimilation.

                              Der freie, ungezügelte Geist der Kinder wird gebrochen und auf Norm gebracht, damit er in Schule und Wirtschaft zu keinen weiteren Komplikationen führt.
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