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  • Die Analyse

    Sternzeit 56619.2. Das Dominion ist besiegt, die Borg geschwächt, Verhandlungen mit den Romulanern sind auf gutem Weg. Zeit also, mit einer politisch-militärischen Analyse Bilanz zu ziehen. Wie soll sich die Föderation in Zukunft entwickeln?

    Vier Jahre ist es nun her, seit der Dominionkrieg, der verlustreichste Konflikt in der jüngeren Geschichte des Alpha-Quadranten zu Ende ging. Viele Welten haben sich noch immer nicht von den extensiven Zerstörungen erholt, die der Krieg mit sich brachte, und die Sternenflotte hat noch immer weniger Schiffe als vor dem Beginn des Krieges.
    Wenigstens eine gute Nachricht erreichte uns vor zwei Jahren: Mit der Rückkehr der Voyager und der Zerstörung des Transwarpknotens wurden nicht nur die Borg, einer der mächtigsten Feinde der Föderation, stark geschwächt, wir gelangten auch in den Besitz von hoch entwickelter Technologie aus einer nicht allzu fernen Zukunft.
    Doch selbst jetzt, da die beiden anderen Grossmächte der Galaxis schwere Niederlagen haben einstecken müssen, bleibt die Föderation verwundbar, wie der Shinzon-Zwischenfall vor einigen Monaten gezeigt hat.

    Werfen wir also einen Blick zurück, einerseits auf die vergangenen 200 Jahre, anderseits auf die aussergewöhnlichen 20 Jahre, die seit dem Stapellauf der fünften Enterprise vergangen sind.
    Die Föderation hat den Alphaquadranten fundamental verändert. Sie ist in nur 200 Jahren zur stärksten technischen und moralischen Macht aufgestiegen. Wo früher einzelne Welten der Willkür älterer und weiter entwickelter Rassen ausgesetzt waren, die nicht wie die Erde das Glück hatten, unter der vulkanischen Hegemonie zu leben, leben heute über 150 friedlich neben einander, von der mächtigen Sternenflotte gut geschützt gegen Feinde von aussen. Keine kleine Rasse im Quadranten, die sich nicht dem Sog dieser Sicherheit entziehen könnte. Über 40 Beitrittsgesuchte für die kommenden Jahre liegen in diesem Moment auf den Tischen des Föderationsrates, und weitere kommen ständig hinzu. Die einst so mächtigen Imperien der Klingonen und Romulaner blicken dieser Entwicklung skeptisch und misstrauisch entgegen. Sie stehen vor der wichtigsten Entscheidung ihrer Geschichte: Wollen sie in Frieden mit der Föderation leben und die Früchte der Pax Federicana geniessen, oder wollen sie auf eine immer aussichtslosere Konfrontation hinarbeiten, der ihr sicheres Ende bedeuten wird? Oder werden sie sich etwa mit den verbliebenen Feinden der Föderation verbünden, wie den Tholianern, den Tsenkethi oder den Talarianern? Auch diese Option wird unwahrscheinlicher, mit jedem neuen Schiff, das die Sternenflotte in die Unendlichkeit des Weltraums entlässt. Die Zukunft des Alphaquadranten, so scheint es nun, kann auf die Föderation nicht verzichten.

    Was für eine fundamental andere Sicht der Dinge herrschte doch noch vor fünf Jahren, in den dunkelsten Tagen des Krieges vor, als einige ernsthaft vorschlugen, die Föderation müsse sich dem Dominion ergeben, um weitere Verluste zu vermeiden! Vom Niedergang der Föderation war die Rede, von internem Zerfall. Der Krieg, so hiess es, hat den Charakter der Föderation verraten. Um den Krieg zu gewinnen, opfern wir unsere höchsten Grundsätze... Heute hingegen kann die Föderation aus einer Position der Stärke heraus agieren. Umso wichtiger, dass sie sich nun auf ihre Prinzipien besinnt: Friedliche Erforschung des Universums, Oberste Direktive, friedliche Koexistenz mit anderen Mächten, Schutz der Mitgliedswelten und diplomatische Expansion.

    Und doch haben uns die letzten 20 Jahre gezeigt, über welche fantastischen Technologien wir verfügen könnten, wenn wir nur wollten. Die Aufhebung der Beschränkungen, die uns der Cheron-Vertrag hinsichtlich der Entwicklung von Tarnvorrichtungen auferlegt, muss oberste Prioriät in den Verhandlungen mit den Romulanern haben.
    Denn die Gefahren sind nicht verschwunden. Es gibt weder eine Garantie, dass das Dominion keinen Feind mehr in der Föderation sieht, noch dass es den Borg nicht gelingen wird, einen neuen Transwarpknoten an der Grenze des Alphaquadranten aufzubauen. Neuere Forschungen legen zwar die Vermutung nahe, dass es eventuell möglich wäre, den Aufbau von Transwarpkanälen durch den Subraum zu unterdrücken, womit die Borg für mindestens 30 Jahre aus dem Alphaquadranten gehalten werden könnten. Doch niemand garantiert uns, dass die Borg keinen Weg finden werden, sich anzupassen. Sollte hingegen ein neuer Konflikt mit dem Dominion drohen, bestünde die Möglichkeit, das Bajor-Wurmloch kollabieren zu lassen, doch auch dies gibt uns keine Garantie, dass wir in 70 Jahren nicht mit einer schrecklichen Überraschung konfrontiert werden. Völlig uneinschätzbar ist die Lage im Fall der Spezies 8472 - was auch nicht gerade für ruhige Gemüter in San Francisco sorgt.
    Aus all diesen Gründen darf die Sternenflotte nicht geschwächt werden, im Gegenteil, sie muss gestärkt werden. Die Güter, welche die Föderation verteidigt, sind zu hoch, zu wichtig und die potentiellen Gefahren, die von einem Wiedererstarken von Borg und Dominion ausgehen, sind zu gross, als dass wir weiterhin auf die Verwendung fortschrittlicher Technologien verzichten können. Phasentarnung, Multiphasenschilde, fortschrittliche Panzerung, Slipstream-Antriebe, Transphasentorpedos, Tarnfeuer-Vorrichtungen - all diese Technologien sollten in die Schiffe der Sternenflotte eingebaut werden. Denn der einzige Weg, den von der Föderation angestrebten Frieden in der Galaxis zu erreichen, liegt paradoxerweise darin, unangreifbar zu werden.

    Die Föderation kommt ihrem Ziel des galaktischen Friedens heute so nahe wie nie zuvor in ihrer Geschichte - machen wir nicht den Fehler, schwach zu erscheinen, wenn wir stark sein könnten - lassen sie uns Mut zur Stärke zeigen. Die Geschichte wird uns recht geben.

    10110011 und 11101100, Zentrum für politische und strategische Analysen auf Bynaus.

    :-)
    Was denkt ihr davon?
    Planeten.ch - Acht und mehr Planeten (neu wieder aktiv!)
    Final-frontier.ch - Kommentare vom Rand des Universums

  • #2
    Hallo!

    Also erstmal ist das eine tolle Zusammenfassung der Fakten, muss ich schon sagen.
    Außerdem klingt das ganze sehr... militaristisch. Da sieht man halt, wie sich Star Trek nach Gene Roddenberrys Tod entwickelt hat - selbst jetzt, wo Borg und Dominion keine Gefahr mehr darstellen, von den Klingonen und Romulanern und Cardassianern und Breen erst gar nicht zu reden, steht am Ende dieser Analyse wieder der Hinweis auf die drohende Gefahr.

    Und darin sehe ich auch ein Risiko, nämlich dass eine gewisse Paranoia in der Sternenflotte ausbrechen könnte. Viel Macht schafft viele Probleme und eines dieser Probleme wären ein paar größenwahnsinnige Admirals, die sich auf dieses Dokument berufen und nach und nach die Föderation militarisieren...

    Man weiß ja leider nur sehr wenig über die demokratischen Kontrollmechanismen der Föderation, da man diese immer aus militaristischer Sicht gesehen hat...

    Hm, hm, es ist schwierig... vor allem, weil wir keine vergleichbaren Fälle aus der Geschichte haben, die man als Beispiel nehmen könnte - denn eines schließe ich bei der Föderation aus, dass sie von innen zerfallen könnte.

    MfG,
    Fermat Sim

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    • #3
      Klasse Zusammenfassung.
      Allerdings erinnert dein Fazit stark an den Kalten Krieg: "Wir schützen uns durch Abschreckung! Nein wir wollen die Waffen nicht benutzen."
      Ein Gebilde welches ducrh falsche Führer aber auch schnell ausarten kann.

      IMO wird es das Ziel sein Mächte wie die Klingonen, Cardassianer und sogar Romulaner in die Fed zu integrieren. Denn auch so kann man Feinde "beseitigen".

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      • #4
        Ihhh... Nee... die Romulaner sollen immer eigenständig bleiben....

        Bloß kein Friede, Freude, Eierkuchen... sonst wären die Star Trek Teile noch langweiliger *ggg*

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        • #5
          Es ist auch äußerst unwahrscheinlich, dass die Romulaner jemals in die Föderation eintreten werden. Ebenso steht es mit den Klingonen.
          Diese beiden rassen haben zu starke Reiche um sich auf eine Mitgliedswelt unter Vielen reduzieren zu lassen.

          Ansonsten denke ich, dass die Föderation in Zukunft alleine durch ihre Größe und die Vielzahl der Schiff auf ihre unmittelbaren Nachbarn eine gewisse Einschüchterung ausüben wird, ohne spezielle Kampfschiffe.
          Allerdings solte sie sich durchaus Verbände in Reserve halten um auf Bedrohungen wie durch das Dominion oder die Borg effektiv reagieren zu können.
          Veni, vici, Abi 2005!
          ------------------------[B]
          DJK Erbshausen - Sulzwiesen.de; Abi 2005 DHG Würzburg

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          • #6
            Ich denke auch das die Romulaner und Klingonen zu unabhängig und zu nationalistisch in ihrem Denken sind um sich der Föderation unterzuordnen.

            Höchstens nach vielen Jahren des Friedens und der Zusammenarbeit wäre da eine Änderung vorstellbar, IMO.
            “Are these things really better than the things I already have? Or am I just trained to be dissatisfied with what I have now?”― Chuck Palahniuk, Lullaby
            They have nothing in their whole imperial arsenal that can break the spirit of one Irishman who doesn't want to be broken - Bobby Sands
            Christianity makes everyone have this mentality that escapism is a bad thing. You know "Don't run away from the real world - deal with it." Why ? Why should you have to suffer? - Marilyn Manson

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            • #7
              Erstmal großes Lob für deine Mühe, Bynaus .

              Menschlich gesehen würde ich sagen, dass es nun so weitergehen sollte, dass die Föderation noch größere Bündnisse schließt und es noch mehr Zusammenhalt gibt.

              Als Fan interessanter Geschichten muss ich aber Ezri Recht geben. Wenn es nur Friede, Freude, Eierkuchen gibt, ist die Welt auch ziemlich langweilig.
              Für meine Königin, die so reich wäre, wenn es sie nicht gäbe ;)
              endars Katze sagt: “nur geradeaus” Rover Over
              Klickt für Bananen!
              Der süßeste Mensch der Welt terra.planeten.ch

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              • #8
                Erstklassige Zusammenfassung
                Das man einfach alle 'Feinde' in Mitglieder der Föderation verwandeln kann finde ich ziemlich unwahrscheinlich. Und auch ein friedvolles Miteinander wird wohl nicht immer zu machen sein, denn die einzelnen Völker sind IMO viel zu verschieden. Das macht aber auch den reiz aus denn wenn alle gleich sind kann das zu inneren Unruhen führen...
                Tante²+²

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                • #9
                  Wiso sollte es denn langweilig werden wenn sich die Föderation, die Klingonen und die Romulaner zusammen schliessen?
                  Es wird dann einfach einen neuen Gegner geben der noch mächtiger als die Borg, Dominion oder sogar Spezies 8472 ist. Und der wird dann nur zu besiegen sein wenn alle an einem Strang ziehen so wie sie es gegen das Dominion gemacht haben.

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                  • #10
                    Original geschrieben von Brainbug1
                    Wiso sollte es denn langweilig werden wenn sich die Föderation, die Klingonen und die Romulaner zusammen schliessen?
                    Es wird dann einfach einen neuen Gegner geben der noch mächtiger als die Borg, Dominion oder sogar Spezies 8472 ist. Und der wird dann nur zu besiegen sein wenn alle an einem Strang ziehen so wie sie es gegen das Dominion gemacht haben.
                    Boah, heir richts stark nach Voyager Fan

                    Byanus, ich hätts nicht besser machen können

                    Also wenn Klingonen und Romulaner in einem Verbund sind, geht das glaub ich nicht lange gut...

                    aber es sollte irgenwas mit den Vulkanier geschehen... aber was ???? was ich auch nicht
                    Das Sockylein grüßt alle wahnsinnigen ;-), besonders Arwen, Spooky, NH, Suder, Logic, Super supernova + Zefi und unseren allseits beliebten ARSCHKEKS
                    Preiset den Darthschkeks Im Werkzeugkasten liegt der Hammer

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                    • #11
                      wie kommst du jetzt darauf das ich ein voyager fan bin?
                      hast ja nicht ganz unrecht aber ich liebe alle star trek serien gleicher maßen!

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                      • #12
                        Hallo!

                        Nunja, @brainbug1, die Idee, einen immer mächtigeren Gegner einzuführen, neben den der Schocker der vorletzten Woche wieder blaß ausschaut und der sich diesmal die Zähne an der Föderation/Captain Käthe ausbeißen darf, klingt halt schon nach Voyager

                        Allerdings ist es IMO nicht das was ST braucht. Irgendwann wird es langweilig, einen neuen Supergegner aus dem Hut zu ziehen.

                        MfG,
                        Fermat Sim

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                        • #13
                          Borg, Dominion oder sogar Spezies 8472
                          Sowas würde mir im Traum nicht einfallen besonders ersteres und letztzteres

                          Ne das war nur ein späßle, aber solche Ideen brechen Star Trek (wenns "Hirnschlag" Archer nicht schon alleine schafft) vollständig das Kreuz...
                          Das Sockylein grüßt alle wahnsinnigen ;-), besonders Arwen, Spooky, NH, Suder, Logic, Super supernova + Zefi und unseren allseits beliebten ARSCHKEKS
                          Preiset den Darthschkeks Im Werkzeugkasten liegt der Hammer

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                          • #14
                            Super Zusammenfassung, Bynaus.

                            Ich denke mal, die Föderation wird weiterhin versuchen ein friedliches Nebeneinander mit den Klingonen und Romulanern zu erhalten. Eine Integration in die Föderation dürfte sich als äußerst schwierig gestalten, da die Denkweisen dieser Völker im Grundansatz zu verschieden sind.

                            Bei der weiteren Ausdehnung der Föderation sehe ich auch ein Problem darin, dass es immer schwieriger wird die interne Stabilität zu erhalten, je mehr Mitglieder vorhanden sind. Je mehr unterschiedliche Meinungen im Föderationsrat oder ähnlichen Aufsichtsgremien vertreten sind, desto schwieriger das treffen von Entscheidungen und eine Beschränkung des Einflusses einzelner Planeten bei der "Regierung" der Föderation würde ein 2 Klassensystem erschaffen, das der von der Föderation verkündeten Gleichheit aller Völker wiederspricht.

                            ...die "ehemaligen" Gegner der Föderation mögen zwar momentan geschwächt sein, aber werden sich sicher ebenso wie die Föderation mit fortschreitender Zeit erholen und möglicherweise auch wieder erstarken (u.U. motiviert durch ein "Machtdisplay" der Föderation). Die Föderation wird daher einen Mittelweg finden müssen, zwischen offensiver Machtzurschaustellung und der zur Sicherung des eigenen Einflußgebietes benötigten Flottenstärke.
                            “Oh my, that is quite toxic isn’t it?” (Weyoun) “Duty? Starfleet, the Federation? You must be pleased with yourself. You have this ship to take back to them. I hope it was worth it.” (Kilana)
                            Was hältst du von den Vorta? Der Vorta-Fanclub freut sich über deinen Besuch.

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                            • #15
                              Erstmal: Gute Zusammenfassung.

                              Zum Thema: Die Föderation ist seit ihrer Gründung zu oft angegriffen worden, als dass auf ein starkes Militär verzichtet werden könnte. Und ich bin mir auch ziemlich sicher, dass eine Änderung der Charon Vertrag zumindest diskutiert werden sollte. Auf der andere Seite darf die Föderation ihre Macht nicht allzu offensichtlich demonstrieren, denn sonst könnte der momentane Friede im Alpha und Beta Quadranten gefährdet werden. Die UFP sollte aber nicht darauf verzichten ihre Macht zu demonstireren, wenn es nötig wird.
                              From a battle I've come / To a battle I ride / Blazing up to the sky / Chains of fate / Hold a firey stride / I'll see you again when I die

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