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Ist Star Trek atheistisch?

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  • Ist Star Trek atheistisch?

    Hallo,
    ich hoffe ihr könnt mir bei meiner Frage helfen, ob Star Trek atheistisch ist. Also ob Gene Roddenberry atheistisch war, weiß ich nicht. Zwar gibt es Zitate von ihm, in denen er sich gegen Religion ausspricht und diese auch heftig beschimpft, andere Zitate dagegen machen den Eindruck, dass er doch eher religiös ist. Er selbst wird auch zum teil als Pantheist bezeichnet und in einer Biografie habe ich gelesen, dass er an ein Leben nach dem Tod geglaubt hat aber über solche Dinge nicht reden konnte oder wollte.
    Wisst ihr denn genaueres über seine Einstellung zum Thema Religion oder ist es vielleicht bekannt, dass er zu einer bestimmten religiösen Glaubensrichtung gehört hat? Vielleicht hat ja irgendjemand von euch auch seine Biografie gelesen. Könnte es vielleicht sein, dass er schon religiös war aber außerhalb irgendeiner Kirche
    Dann wollte ich auch Fragen wie es mit Religionen im Star Trek-Universum steht. Also in einigen DS9-Episoden werden christliche Begriffe wie die Bibel schon genannt und in einer TNG-Folge spricht Data auch von einem hinduistischen Fest.

  • #2
    Das Thema "Star Trek und Religion" gibt es schon:
    http://www.scifi-forum.de/showthread.php?t=29877
    http://www.scifi-forum.de/showthread.php?t=3264

    Generell würde ich schon sagen, dass Star Trek unter Roddenberry recht atheistisch war. Aber Star Trek ist halt nicht nur Roddenberry.
    Mit der ersten Serie ohne GR kam dann auch wirklich Religion hinzu.
    Und das doch zum Teil richtig heftig.
    Das sind nicht nur einige DS9-Episoden, die Religion der Bajoraner zieht sich als Roter Faden von der ersten his zur letzten Season.
    Von daher, ist das Star Trek-Universum atheistisch?
    IMO ganz und garnicht.
    Die nahezu perfekte Förderationswelt mag die Religion zwar immer in den Hintergrund rücken, die Menschheit wird sich wohl auch sehr weit davon entfernt haben. Aber sobald man mal vom Paradies im unseren Universum weggeht findet man wieder den Glauben in verschiedensten Formen.

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    • #3
      Man könnte die Frage mit ja beantworten.
      Religion ist Religion und Star Trek ist Star Trek.
      Man kann nicht alles haben ...

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      • #4
        Zitat von Marvek
        Man könnte die Frage mit ja beantworten.
        Religion ist Religion und Star Trek ist Star Trek.
        Man kann nicht alles haben ...
        In Deep Space Nine, das ja nun definitiv zu Star Trek gehört, ist Religion allerdings ein essentieller Bestandteil. Worf schien auch recht religiös zu sein.

        Anscheinend sind diese beiden Dinge nicht so unvereinbar wie man glaubt...

        Whyme
        "Und wie alle Priester haben sie als erstes gelernt, Wahrheit mit "Ketzerei" zu übersetzen."
        -Frank Herbert - Der Herr des Wüstenplaneten

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        • #5
          naja atheistisch ist es wohl nicht ganz. auf jeden fall spirituell
          die klingonen, die bajoraner... viele rassen in st haben eine religion. und die menschen akzeptieren dies auch (was ja auch so sein sollte), sie hingegen haben jedoch keine religion mehr. ich denke das sie eigentlich (fast) alle atheisten sind, denn in einer so technologisch und wissenschaftlich orientiereten gesellschaft ist religion einfach überflüssig und nicht mehr zeitgemäß (schade das das die heutigen menschen noch nicht gemerkt haben ).
          also religion wird nicht vollkommen aus st ausgeklammert, aber durch den einsatz von fremden rassen blickt der zuschauer schon von aussen auf das religionsgeschehen. soll heißen das ein die st-religionen wohl eher fremd als vertraut vorkommen....
          ich lehne ENT ab! Warum? Weil es eine Beleidigung ist, wenn man diese schlechte Serie als Star Trek bezeichnet!

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          • #6
            Cmdr. Ch`ReI hat eh schon die Threads gezeigt, in denen über das Thema diskutiert wurde.
            Kurze Zusammenfassung meiner Meinung:

            Bei DS9 zählte die bajoranische Religion zu den Grundthemen der Serie. Man sah auch Religionen andere Kulturen in ST, also sehe ich das ST-Universum nicht als atheistisch. Aber die heutigen menschlichen Religionen werden nicht erwähnt, das bleibt wohl jedem selbst überlassen wie das zu interpretieren ist. Ich finde es gut.
            Völker hört die Signale, auf zum letzten Gefecht,
            die Internationale erkämpft das Menschenrecht


            das geht aber auch so

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            • #7
              Also menschliche Religionen werden ja auch öfter erwähnt (siehe in meinem ersten Beitrag) und in einer Folge von TOS, in der zwei Crewmitglieder heiraten, sieht man auch bei der Zeremonie eine Art Denkmal, auf das zwei Religionssymbole eingraviert sind und eines davon scheint Jesus Christus zu sein.
              Apropos Christentum, ich finde es doch sehr interessant, dass trotz aller möglichen atheistischen Anwandlungen in den Serien christliche Werte in der Star Trek-Welt umso mehr berücksichtigt werden.

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              • #8
                TOS war nicht wirklich atheistisch. Es gibt da mehrere Erwähnungen von Gott und ganz spezifisch dem christlichen

                "Man has no need for gods. We find the one quite sufficient" aus 'Who Morns for Adonais' kann sich auch auf andere monotheistische Religionen beziehen.
                Aber in 'Bread and Circus' heißt es erst in etwas "they worship the sun". Was sich dann aber als "son" herausstellt. Gottes Sohn. Jesus.

                Meistens hat man das Thema aber ausgespart (abgesehen vom Thema der falschen Götter) and der Gesamteindruck ist sekularistisch.


                TNG war extremst anti-religiös, fast schon intolerant.
                Nur den Klingonen, vor allem über Worf hat man sehr viel Spiritualität gegeben. Das wurde dann in VOY fortgesetzt.
                Wobei der blinde Fortschrittsglaube am Anfang von TNG schon fast eine Ersatzreligion ist.
                Da sieht man auch wo Roddenberry die meiste Kontrolle hatte. Die ersten Staffeln von TNG und nicht TOS.

                DS9 ging das Thema Religion relativ neutral an. Spiritualität als Quelle persönlicher Stärke, aber auch die Gefahren von organisierter Religion.
                Es gibt auch zwei Zitate, die zeigen, dass es auf der Erde immer noch Christen gibt (aus "In The Pale Moonlight" und "Penumbra")


                Roddenberry war glaube ich anfangs nicht so negativ, hat sich dann aber immer mehr gegen Religion gewandt. Da gibt es zum Beispiel dieses Zitat:
                "I condemn false prophets, I condemn the effort to take away the power of rational decision, to drain people of their free will -- and a hell of a lot of money in the bargain. Religions vary in their degree of idiocy, but I reject them all. For most people, religion is nothing more than a substitute for a malfunctioning brain."

                Ich halte zwar auch nicht viel von Religion - besonders in jeder zentral organsierten Form - aber diese Meinung ist mir dann zu extrem. Das hat nichts mit einer positiven Zukunft zu tun.
                Eine wirklich erwünschenswerte Zukunft ist eine in der Menschen ihren spirituellen Bedürfnissen nachgehen ohne dabei andere zu unterdrücken und zu beinflussen
                "Bright, shiny futures are overrated anyway" - Lee Adama, Scar
                "
                Throughout history the nexus between man and machine has spun some of the most dramatic, compelling and entertaining fiction." - The Hybrid, The Passage

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                • #9
                  na ja...extrem oder nicht...schon nicht gaaanz falsch, wenn man religion nicht als weltanschauung oder persönlichen glauben betrachtet (den man natürlich auch institutionell ausleben kann)...sondern den begriff einengt auf größere gruppierungen, die religion als eine art "gemeinsam sind wir stark" begreifen. denn dann gibt es auch immer eine gruppe, die nicht zu den gemeinsamen gehört...
                  glauben und religion (im rein institutionellen sinn) sind ja auch 2 paar schuhe...nen glauben haben wir alle (sonst würden wir ja auch durchdrehen vor relativität und stundenlangen grundsatzüberlegungen bei jeder kleinigkeit)...

                  bin gespannt was ihr meint...

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                  • #10
                    Zu der Frage, ob Star Trek atheistisch ist oder nicht sei vielleicht zu ergänzen, dass Roddenberry ein guter Freund von Ronald Hubbard war. Ich denke schon, dass dieser Roddenberry zu einer gewissen "Spiritualität" inspiriert hat.
                    Lindenstrasse Fan?

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                    • #11
                      Wer ist denn das?
                      Ich bin nicht auf der Welt, um zu sein, wie "Andere" mich gerne hätten.

                      "Und alle Zeit, die nicht mit dem Herzen wahrgenommen wird, ist so verloren wie die Farben des Regenbogens für einen Blinden oder das Lied eines Vogels für einen Tauben." - aus "Momo" von Michael Ende

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                      • #12
                        Zitat von KathreenJaneway
                        Wer ist denn das?
                        http://de.wikipedia.org/wiki/L._Ron_Hubbard
                        Lindenstrasse Fan?

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                        • #13
                          Gene Roddenberry war Pantheist, das bedeutet, er hat in allem das Göttliche gesehen, speziwll die Intelligenz und der Verstand waren für ihn Teil des Göttlichen.

                          Star Trek an sich ist nicht wirklich athgeistisch. Man denke da nur mal an die ganzen Bajoraner, aber es gibt auch genug andere Glaubensrichtungen.
                          Für meine Königin, die so reich wäre, wenn es sie nicht gäbe ;)
                          endars Katze sagt: “nur geradeaus” Rover Over
                          Klickt für Bananen!
                          Der süßeste Mensch der Welt terra.planeten.ch

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                          • #14
                            Ich glaube Religion tritt bei Star Trek deshalb etwas in den Hintergrund, weil Menschen sich in der Regel nur an die Religion wenden, wenn es ihnen nicht so gut geht.

                            Das sieht man in der realen Welt am Mittelalter oder jetzt wieder im Nahen Osten. In Star Trek sieht man das anhand der Bajoraner. Sie sind gerade aus einer 100 jährigen Besatzung freigekommen und dementsprechend religiös. Nun wo es anfängt ihnen besser zu gehen, kommt es intern schon zu den ersten Streit ob Religion so einflussreich sein soll, oder nicht.

                            Da es bei ST den Menschen eigentlich recht gut geht, gibt es für sie keinen Anlass religiös zu sein.
                            Just because it is the truth doesn't mean anyone wants to know about it.
                            Alle vier Jahre machen die Wähler ihr Kreuz. Und hinterher müssen sie's dann tragen. - Ingrit Berg-Khoshnavaz
                            Statt 'Gier' sagen wir 'Profitmaximierung', und schon wird aus der Sünde eine Tugend. - Ulrich Wickert

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                            • #15
                              @matrix089: na ja...die überlegung ist schon nicht ganz falsch...imho aber auch nicht völlig richtig. glauben an sich ist ja etwas, was jeder mensch braucht...(und auch hat, solange er nicht in der klappse ist)...denn sonst würden wir in relativität und chaos versinken und durchdrehen vor lauter reizüberflutung. es muss dinge geben (man kann es auch einstellungen oder soziale normen nennen), die das leben irgendwie ordnen. und da ja auch die menschliche wahrnehmung ausgesprochen relativ ist...bzw. wir das wahrnehmen, an das wir auch glauben und das wir erwarten (mal extreme abgesehen/ ist auch nen bisschen sehr vereinfacht, aber ich denke, man weiß was ich meine)...ist ein glaube schon notwendig um nicht nach einem 3-minütigen spaziergang völlig ausgepowert zu sein, weil man einfach ALLES wahrgenommen hat

                              ob jetzt glauben und religionen gleichzusetzen sind ist noch ne andere sache. religion ist ja eigentlich nur eine art massenglauben bzw. ein vereinbartes system von glauben, an dass sich menschen halten, (auch) um sich mit anderen ihrer kultur/ihrer religion mehr verbunden zu fühlen. wie auch immer...ich schweife immens ab ... - - beispiel usa bzw. große teile der usa. warum sind die menschen dort zum großen teil soooo religiös (wie gesagt, ich will hier glauben und religion etwas trennen)...obwohl ihre bäuchleins in der regel gefüllt sind ??? das würde deiner theorie an sich wiedersprechen. und ich meine, dass auch die glauben/religions theorie dieser etwas entgegenspricht. imho ist es vielmehr so, dass religion als haltsuchen einer kultur, die sich gedemütigt oder verletzt fühlt, herhält...nicht für jeden einzelnen zur überbrückung schwerer zeiten. dafür würde auch glauben "reichen"...

                              solche massenerscheinungen haben imho auch häufig mit einer realitätsverschiebung zu tun. ich habe einen verlust (z.b. kulturelle demütigung...bsp usa auch 11.9. und abwertende meinug d restlichen welt) und versuche diesen durch schematisches gut-böse denken zu überbrücken...wobei man selber natürlich in der rolle des guten ist...(sehen gewisse leute in der islamischen welt wohl genauso)...


                              um das in die st-welt zu übertragen, könnte man sagen...dass der bajoranische glauben gerade in den zeiten besonders stark ist...in denen man sich durch die cardis extrem gedemütigt fühlte. um sich mit anderen bajoranern mehr verbunden zu fühlen und sich wieder als etwas "tolles" sehen zu können...nicht nur als geschlagenes und jahrelang unterdrücktes volk...

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