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Ist Star Trek oberflächlich?

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  • Ist Star Trek oberflächlich?

    Ich bin jetzt seit meinen fünften Lebensjahr, also immerhin stolze 13 Jahre, Star Trek Fan, vor allem seit zum ersten Mal VOY über die deutschen TV-Bildschirme geflimmert ist. Und die Begeisterung hat bis heute nicht nachgelassen!

    Trotzdem stelle ich in den letzten Jahren immer mehr fest, dass sehr viele andere SciFi-Serien, wie Babylon 5, Farscape, Andromeda und ja, manchmal sogar Stargate z.T. sehr viel mehr auf dem Kasten haben. Zum Beispiel brauchen ST-Serien seit TNG mindestens zwei Staffeln Zeit, um endlich mal in die Gänge zu kommen. Die dritte ist dann so lala, ehe es dann endlich mal losgeht. In den ersten beiden Serien-Jahren bekommt man eine lahme Charakter-Folge, ein Alien der Woche und ein Phämomen der Woche nach dem anderen serviert. Zwar gibt es in jeder Serie hier und da ein paar Leckerbissen, doch das Meiste ist doch bestenfalls Durchschnitt - und zu Folgen wie "Das Gesetzt der Edo" sag ich jetzt mal lieber nix.

    Bei TNG war das ja noch einzusehen, SciFi-Serien waren damals praktisch ein Novum, es gab keine Konkurenz... die Autoren konnten es sich erlauben, sich erst mal einzugewöhnen.

    Aber schon bei DS9 war es IMO unverständlich, das Ganze wieder zwei Jahre so dahindümpeln zu lassen, ehe man dann mal so richtig losgeht. Hierbei muss ich fairerweise aber dazusagen, dass ich nur etwa jede zweite Folge der ersten beiden Staffeln von DS9 kenne, aber das, was ich so gesehen hab, ist auch oft ned immer das Gelbe vom Ei.

    Die jeweils ersten zwei Staffeln von VOY und ENT kann man ja bis auf Ausnahmen total vergessen, so viele langweilige Folgen...

    Dann zu den Aliens. Der Begriff "Alien" trifft ja in vielen Fällen kaum zu. Hier mal ein bischen was an die Stirn gepappt, dort das Ohr ein wenig verändert. Aber wenns nur das Aussehen wäre! Viele der Außerirdischen sind leider so glatt und oberflächlich wie eine Fensterscheibe. Wieso muss man auch bei jeder kleinen Gelegenheit gleich eine neue Spezies einführen? Bei VOY war es aufgrund der Rahmenhandlung noch verständlich, doch DS9 hätte IMO bereits praktisch ohne neue Rassen auskommen können und in ENT hätte es keine einzige gebraucht! (Wenngleich ich die Xindi wirklich klasse fand, eine der interessantesten Spezies der letzten Jahre)
    Babylon 5 oder Andromeda schaffen es zum Gutteil ja auch, ohne das Alien der Woche auszukommen.


    Kommt mir das also nur so vor, oder ist Star Trek wirklich oberflächlich?
    "The only thing we have to fear is fear itself!"

  • #2
    Zitat von SF-Junky
    Kommt mir das also nur so vor, oder ist Star Trek wirklich oberflächlich?
    Nö, das hast du gut erkannt. Hat mich bei mir aber auch ungefähr 10 Jahre gebraucht, bis mir das bewusst wurde.
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    • #3
      Zitat von SF-Junky
      Ist Star Trek zu Oberflächlich?
      Trotzdem stelle ich in den letzten Jahren immer mehr fest, dass sehr viele andere SciFi-Serien, wie Babylon 5, Farscape, Andromeda und ja, manchmal sogar Stargate z.T. sehr viel mehr auf dem Kasten haben.
      Hm, ich kenne jetzt neben Star Trek nur Stargate richtig gut.
      Vergleiche ich diese beiden Universen würde ich schon sagen das ST durchgängig mehr auf dem Kasten hat. Der Unterschied ist klarer, je weit man in der ST-Historie zurückgeht.
      Das bedeutet auch gleichzeitig, dass das Niveau von Star Trek in den letzten Jahren wirklich kontinuierlich den Bach runterging. Angefangen akut zu werden hat das Problem irgendwo zwischen der 5. und 6 Season von Voyager und verstärkte sich dann noch in den ersten Staffeln von Enterprise.
      TNG und DS9 waren in ihrer Gesamtheit betrachtet auf einen viel viel höheren Niveau an dass Voyager allerhöchsten in der 4 Season rankommt, bei ENT das gleiche.
      Woran dieser Qualitätsabfall liegt sollte auch klarsein. In erster Linie ist das auf den Einfluss von B&B zurückzuführen, welche außer Action und Sex oftmals nur Aliens of the Week im 0815-Story-Format kannten. Ist halt so, dass einem dann in der dritten Serie auf dieser Basis die Ideen ausgehen und das Niveau fällt.


      Zitat von SF-Junky
      Zum Beispiel brauchen ST-Serien seit TNG mindestens zwei Staffeln Zeit, um endlich mal in die Gänge zu kommen. Die dritte ist dann so lala, ehe es dann endlich mal losgeht. In den ersten beiden Serien-Jahren bekommt man eine lahme Charakter-Folge, ein Alien der Woche und ein Phänomen der Woche nach dem anderen serviert. Zwar gibt es in jeder Serie hier und da ein paar Leckerbissen, doch das Meiste ist doch bestenfalls Durchschnitt - und zu Folgen wie "Das Gesetzt der Edo" sag ich jetzt mal lieber nix.

      Bei TNG war das ja noch einzusehen, SciFi-Serien waren damals praktisch ein Novum, es gab keine Konkurenz... die Autoren konnten es sich erlauben, sich erst mal einzugewöhnen.

      Aber schon bei DS9 war es IMO unverständlich, das Ganze wieder zwei Jahre so dahindümpeln zu lassen, ehe man dann mal so richtig losgeht. Hierbei muss ich fairerweise aber dazusagen, dass ich nur etwa jede zweite Folge der ersten beiden Staffeln von DS9 kenne, aber das, was ich so gesehen hab, ist auch oft ned immer das Gelbe vom Ei.

      Die jeweils ersten zwei Staffeln von VOY und ENT kann man ja bis auf Ausnahmen total vergessen, so viele langweilige Folgen...
      Ich glaube hier muss man ein wenig differenzieren. Schon richtig, dieses Problem dritt in wirklich jeder Star Trek Serie auf. Aber IMO aus unterschiedlichen Gründen:
      Bei TNG ist das noch recht einfach zu klären. Das erste Serien-ST seit x Jahrzehnten. Man musste sich erst einmal einfinden. Daneben waren gerade in den beiden Anfangsjahren die Verantwortlichen durch TOS schon noch sehr vorbelastet. Entsprechend waren da die Episoden gestrickt.
      DS9: Zum einem spielt da wohl die Umwälzungen in der Führungsriege nach GR Tod ne nicht zu vernachlässigende Rolle. Man wusste wohl intern nicht unbedingt wie man da jetzt weiter rangehen soll. So kopierte man das TNG-Konzept auf ne Raumstation.
      Dass das nicht gerade die beste Idee ist, kann man ja wohl deutlich sehen.
      Berman dürfte das auch mal richtigerweise erkannt haben und hat dann nach dem Ende von TNG so schnell wie möglich dass vermeidlich sinkende Schiff verlassen. So nach dem Motto, sollen sich an diesen Experiment andere die Finger verbrennen, ich mach jetzt mein eigenes TNG in meinen eigenen ST Universum ohne mich groß um GR Hinterlassenschaften zu kümmern.
      Das war dann der Wendepunkt bei DS9. Berman zog sich weitestgehend zurück und mit ihm ging das TOS/TNG-Serienkonzept. Resultat war dann die beste ST-Serie.
      Wäre dieser Umschwung nicht erfolgt wäre der Zusammenbruch wohl schon während Voyager erfolgt.

      Voyager selber war IMO über die allermeisten Seasons hinweg nur besseres Mittelmaß. Nicht nur nach ST-Maßstäben. Risikoscheue Autoren die am nahezu jeden Schalter nach dem Ende jeder Folge wieder auf Ausgangstellung zurückfuhren, gepaart mit gerade in den ersten Seasons schlechten bis mittelmäßigen Charakteren. Totalausfall des 1. Offiziers, ne Küchenratte die die einen wohl gelungen fanden, die anderen hassten, ne Gärtnerin ohne Daseinsberechtigung, ein blasser Engsin da waren selbst die Charaktere in ENT interessanter (IMO). Grundsätzlich sind die Figuren nicht schlecht, nur zeigten sich B&B&Co unfähig sie zu entwickeln. So zog man dann die Notbremse und tauschte nach der dritten Staffeln ein wenig aus. Gleichzeitig führte man die beliebten Borg mit ein, lies die total verunglückten Gegner Kazon und Vidiianer hinter sich und setzte vermehrt auf Action. Das arme kleine, schwache Forschungsschiff mit ständigen Nachschubproblemen war Geschichte und der unbesiegbare Schlachtkreuzer betrat die Bühne. Vielen gefiel das damals wohl (neben den tollen neuen CGI-Effekten) und so übersah man dann, dass das Niveau der erzählten Storys immer weiter sank.

      In ENT wachten dann viele plötzlich auf. Es reichte auf einmal nicht mehr mit Action, Sex und tollen Effekten eine SciFi-Serie am laufen zu halten. Zumindest die Fans konnten sich mit B&B Verständnis von Star Trek nicht mehr anfreunden. Das andauernde wiederholen des TNG-Konzeptes bei sinkendem Niveau hängt irgendwann wirklich zum Hals raus.
      Zudem passierte seit dem Ende von DS9 im Stamm-ST-Universum (AQ, BQ) so gut wie garnichtsmehr. B&B versuchten irgendwie fast krampfthaft dieses ST zu verdrängen und ihr eigenes zu gestalten. Damit waren sie aber am Ende und das erkannten sie auch. Nur setzten sie mit der 3. Season dann auf das falsche Pferd. Nicht Action und Sex in nie gekannten Ausmaß halfen, sondern vielmehr dass ST was MC dann in der 4. Season zeigte.



      Zitat von SF-Junky
      Dann zu den Aliens. Der Begriff "Alien" trifft ja in vielen Fällen kaum zu. Hier mal ein bischen was an die Stirn gepappt, dort das Ohr ein wenig verändert. Aber wenns nur das Aussehen wäre! Viele der Außerirdischen sind leider so glatt und oberflächlich wie eine Fensterscheibe. Wieso muss man auch bei jeder kleinen Gelegenheit gleich eine neue Spezies einführen? Bei VOY war es aufgrund der Rahmenhandlung noch verständlich, doch DS9 hätte IMO bereits praktisch ohne neue Rassen auskommen können und in ENT hätte es keine einzige gebraucht! (Wenngleich ich die Xindi wirklich klasse fand, eine der interessantesten Spezies der letzten Jahre)
      Das ist alles richtig. Aber eben Begleiterscheinungen des Alien of the Week Konzeptes und dem mangelnden Interesse von Berman an ST das vor ihm war.
      DS9 fand ich von der Aliendichte absolut ok (schaut man genauer hin erkennt man, dass es eigentlich ziemlich viele bekannte Rassen sind, z.B. die Typen aus ST IX).
      Voyager trieb es aber auf die Spitze. Freilich, ein Stück weit nicht zu vermeiden, aber insgesamt war dass einfach viel zuviel. Man hätte sich auf zwei Dutzend Rassen beschränken sollen, dass reicht dicke für 7 Jahre.
      In ENT war dieses Neuerfinden von Aliens dann wirklich nur ein einziger großer Fehler. So gelungen Suliban und Xindi für sich auch sind, man hätte sich an den Rassen aus TOS und TNG orientieren müssen. Stattdessen blieb man bei den Voyager-Rassentypen und führte die zum Teil gleich in den AQ ein.
      Weis gar nicht, ob hier der fehler so bei B&B lag (gut, sicherlich bei den Hauptrassen).
      Ich denke aber, dass hier die Maskenabteilung (wie hieß der Typ Michael irgendwas?) ein stück weit versagt hat.


      Zitat von SF-Junky
      Kommt mir das also nur so vor, oder ist Star Trek wirklich oberflächlich?
      Eine einfache Antwort noch: Kommt drauf an welches ST. In den letzten beiden Serien stimmt deine Annahme aber sicherlich. 4. Season von ENT mal ausgenommen.

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      • #4
        Zitat von SF-Junky
        Kommt mir das also nur so vor, oder ist Star Trek wirklich oberflächlich?
        Schwer zu sagen, ja und nein. In Star Trek wirken viele Charaktere hölzern, da sie eben von vorneherein sehr eng auf eine bestimmte Schiene gesetzt werden. Charakterentwicklungen finden zT statt, dann immer nur in diesem engen Rahmen, was die Sache oft untergehen läßt. Andere leiden an der ganz besonders fortgeschrittenen Moral, die dann schon teilweise ins lächerlich heroische abgleitet.

        Und das Problem des "alien of the week" - stimmt voll und ganz, das ist schlicht und ergreifend flach und nicht mehr zeitgemäß. Man konnte bei ENT ja schon zaghafte Versuche weg von diesem Konzept erkennen, zB mit den Xindi. Die waren dann auch makeuptechnisch ein bißchen aufwendiger.
        Es hat schon immer Science-fiction gegeben - die Wettervorhersage im Fernsehen.
        -Peter Ustinov

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        • #5
          Zitat von SF-Junky
          Babylon 5 oder Andromeda schaffen es zum Gutteil ja auch, ohne das Alien der Woche auszukommen.
          Andomeda keine Aliens of the Week? Sorry, aber hast du ne andere Serie als ich gesehen? Andromeda hatte weitaus mehr Aliens of the Week als DS9, ENT oder Stargate.

          Was das "Schalter umlegen" und die schwachen Anfangsstaffeln anbelangt geb ich dir allerdings vollkommen recht. Obwohl mir persönlich VOY von Anfang an ziemlich gut gefiel (wenn ich auch nie 100%ig besteistert von der Serie war) und auch DS9 IMO bereits ab Staffel 2 wirklich gut, ab Staffel 3 exzellent wurde. TNG und ENT brauchten wohl die längste Eingewöhnungsphase (wobei ENT am Anfang auch ziemlich gut war, jedoch ab Mitte 1. Staffel verkam man zum unterdurchschnittlichen Einheitsbrei bis ca. "Die Ausdehnung" und ab "Azati Prime" wurds richtig gut).

          Allerdings brauchen diese Eingewöhnungsphase wohl ziemlich viele Serien. Mir gefällt die erste B5-Staffel auch (besser als die meisten anderen ersten Staffeln einer Serie), trotzdem wurde alle spätere noch besser. Das gleiche gilt für Stargate, BSG (kenn zwar bisher nur die ersten 9 Folgen und die Mini-Serie, nachdem die Serie jedoch so pupulär ist, hoffe ich doch, dass sie noch besser wird, im Moment ist sie IMO bestenfalls "gehobener Durchschnitt"). Bei Andromeda finde ich die erste Staffel sogar mit der vierten als bisher beste. Dafür war die dritte verdammt grottig und voller Alien-of-the-Week-Episoden, so dass man die erste Hälfte der Staffel in nahezu jeder belieben Reihenfolgen ansehen kann.

          Das "Schalter umlegen" ist etwas, was es im Grunde nur bei TOS (klaro die 60er), TNG (war damals auch noch Mode) und VOY (im Grunde das Remarke von TNG) gab. Bei ENT hatten große Ereignisse immer Einfluss auf die folgenden Episoden (vor allem ab Staffel 3, aber auch schon zuvor) und beim epischen DS9 sowieso.

          Als oberflächlich würd ich ST eindeutig nicht bezeichnen. Schon TOS war für seine Zeit sehr innovativ, TNG und DS9 zählen wohl zu den kritischten TV-Serien überhaupt und selbst VOY und ENT sind in Sachen "Aktualität und Nachdenklich-stimmen" zumindest auf einer Ebene wie die moderne Durchschnittsserie (eigentlich fällt mir nicht wirklcih eine aktuelle Serie ein, welche in dieser Hinsicht mehr bietet - zumindest hab ich es beim vielgelobten BSG:TNS bisher noch nicht entdecken können).

          Im SF-Genre gibt es meiner Meinung nach kaum Serien, welche mit ST mithalten können. "Babylon 5" wäre so ein seltenes Beispiel. Oder "Stargate". Vielleicht wirds auch noch "Battlesta Galactica", allerdings will ich gerade mal 9 Folgen nicht mit einem Serienuniversum von ganzen 5 Serien und 10 Spielfilmen vergleichen. "Farscape" kenn ich im Moment gerade mal die erste Folge, das Miniserien-Finale und die letzten 3 Folgen von Staffel 3. Scheint zwar ne ziemlich gute Serie zu sein, bezweifle aber, dass sie an das beste von ST (sprich TNG und DS9) rankommen wird.
          Das ST-Universum ist komplex, riesig und bietet wohl für ziemlich jeden Geschmack etwas. Klar gibt es ziemlich viele Kontinuitätsfehler, allerdings ist das bei dieser immensen Größe wohl auch unvermeidbar und auf alle Fälle sind diese nicht so augenscheinlich wie die bei Star Wars (und da gibt es gerade mal 6 Filme).

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          • #6
            Zitat von Sandswind
            Schwer zu sagen, ja und nein. In Star Trek wirken viele Charaktere hölzern, da sie eben von vorneherein sehr eng auf eine bestimmte Schiene gesetzt werden. Charakterentwicklungen finden zT statt, dann immer nur in diesem engen Rahmen, was die Sache oft untergehen läßt. Andere leiden an der ganz besonders fortgeschrittenen Moral, die dann schon teilweise ins lächerlich heroische abgleitet.
            Kann ich nur so unterschreiben! Es scheinen ja viele Leute der Meinung zu sein, dass die DS9-Charaktere besser sind, als die von B5, was ich persönlich aber hinten und vorne nicht verstehen kann. Von Charakter-Entwicklung/-Schicksalen (Sofern sie denn bei ST überhaupt vorkommt), a lá Londo Mollari oder Michael Garibaldi kann man ja bei Star Trek nur träumen IMO. Bei Riker z.B. ist es vollkommen schnuppe, ob ich mir "Der Mächtige" oder "Nemesis" anschaue - genauso Crusher, Troi, LaForge...
            Dann kommen noch solche Supermänner daher, wie Picard, die scheinbar in allen Belangen perfekt sind. Fairerweise muss man aber auch dazusagen, dass Sheridan z.T. recht "supermannhaft" daherkommt.

            Zitat von HanSolo
            Andomeda keine Aliens of the Week? Sorry, aber hast du ne andere Serie als ich gesehen? Andromeda hatte weitaus mehr Aliens of the Week als DS9, ENT oder Stargate.
            Hab AND leider sehr lange nicht mehr gesehen, hatte es aber mit recht wenigen AotW in Erinnerung - zumindest kamen mir viele davon sehr viel interessanter 'rüber, als manche Schlaftabletten-Aliens aus Star Trek. Zum Beispiel die Kalderaner finde ich nach nur zwei (???) Auftritten interessanter, als etwa die Betazoiden.


            Zitat von HanSolo
            Als oberflächlich würd ich ST eindeutig nicht bezeichnen. Schon TOS war für seine Zeit sehr innovativ, TNG und DS9 zählen wohl zu den kritischten TV-Serien überhaupt und selbst VOY und ENT sind in Sachen "Aktualität und Nachdenklich-stimmen" zumindest auf einer Ebene wie die moderne Durchschnittsserie (eigentlich fällt mir nicht wirklcih eine aktuelle Serie ein, welche in dieser Hinsicht mehr bietet - zumindest hab ich es beim vielgelobten BSG:TNS bisher noch nicht entdecken können).
            Ich meinte hier jetzt weniger das "Spiegel der Gesellschaft"-Mäßige (da kann Star Trek sicherlich nur B5 das Wasser reichen, bisher - und BSG vllt), sondern eher mal das "Handfeste", sprich Charaktere, Aliens, Physikalische Genauigkeiten, die Storys im Allgemeinen... da haben andere Serien IMO weitaus mehr auf dem Kasten.
            "The only thing we have to fear is fear itself!"

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            • #7
              Zitat von Sandswind
              In Star Trek wirken viele Charaktere hölzern, da sie eben von vorneherein sehr eng auf eine bestimmte Schiene gesetzt werden. Charakterentwicklungen finden zT statt, dann immer nur in diesem engen Rahmen, was die Sache oft untergehen läßt. Andere leiden an der ganz besonders fortgeschrittenen Moral, die dann schon teilweise ins lächerlich heroische abgleitet.
              Zum Teil kann ich dir da zustimmen. Wenn ich mir Voyager anschaue oder auch die ersten Staffeln von TNG und ENT muss ich sagen, dass die Charaktere dort leider sehr platt sind und wenig ausgebaut werden. Wenn man sich im Vergleich dazu mal Battlestar Galactica anschaut, wird jedem ein großer Unterschied sichtbar… die Charaktere sind einfach viel komplexer und vielleicht gibt es auch mehr Extreme.
              Aber auch in Star Trek sieht man die Entwicklung der Charaktere, nur (wie schon mal gesagt) dauert es eine Zeit, bis die Entwicklung der Charaktere kommt. Bei ENT ist das in Staffel 4 zusehen. Ich denke da zum Beispiel an T’Pol, bei der durch Hochzeit, Tod der Mutter, „Beziehung“ zu Trip ein richtig guter Einblick in den Charakter gegeben wird. Etwas ähnliches sieht man aber auch teils in DS9 und TNG - nur eben nicht so ausgeprägt wie BSG.

              Zitat von SF-Junky
              Viele der Außerirdischen sind leider so glatt und oberflächlich wie eine Fensterscheibe. Wieso muss man auch bei jeder kleinen Gelegenheit gleich eine neue Spezies einführen? Bei VOY war es aufgrund der Rahmenhandlung noch verständlich, doch DS9 hätte IMO bereits praktisch ohne neue Rassen auskommen können und in ENT hätte es keine einzige gebraucht!
              Da bin hab ich eine andere Meinung.
              Wie du selber sagst, sind die Xindi eine richtig interessante Spezies. Schon alleine die Aufteilung in Aquarianer, Insektoiden, Reptilianer, Primaten, Arboraler und auch die Avianer. Diese Spezies sind so unterschiedlich aber doch vereint in einer Rasse - den Xindi. Das ganze bieten natürlich wieder eine Menge Stoff für Handlungen und meiner Meinung nach hat man die Xindi auch interessant dargestellt.
              Hätte man in ENT keine neue Spezies eingeführt, hätte man sich mit den Bekannten wie Romulaner, Klingonen, Vulkaniern,.. begnügen müssen. Das ganze hätte wieder dazugeführt, dass es Kontinuitätsfehler mit anderen ST-Serien geben würde. So hätten die Leute auch wieder gejammert, dass es hier, da und dort einen Fehler gibt, weil etwas in Episode Nr. XY ganz anders beschrieben wurde.
              Die Frage ist auch, wollte man wieder die Romulaner und Klingonen sehen. Vielleicht hatte man die Befürchtung, dass diese Rassen schon zu ausgeluscht waren, denn zum Bsp. TNG dreht sich die Handlung oft um Klingonen und Romulaner.
              Eine neue Spezies passt zu ENT, denn die Serie sollte sich von den bisherigen ST-Serien etwas absetzen und eine neue - aber glaubwürdige - Spezies würde da nicht schaden.
              Andererseits bewies man mit der 4. Staffel von ENT, dass man auch mit bekannten Spezies super auskommt. Die Ergebnisse lassen sich sehen; ich denke da an den Vulkan-Dreiteiler, der IMO zu den besten Episoden von ENT gehört.

              Zitat von HanSolo
              Andomeda keine Aliens of the Week? Sorry, aber hast du ne andere Serie als ich gesehen? Andromeda hatte weitaus mehr Aliens of the Week als DS9, ENT oder Stargate.
              Japp! Zudem waren die „Aliens“ in Andromeda oft mal etwas lächerlich und sehr unglaubwürdig. Wobei es bei Andromeda sowieso hauptsächlich um Aktion und nichts anders geht.
              Die Serie ist zwar nicht schlecht, doch der Inhalt der Story ist oft sehr bescheiden und ST oft eine Klasse besser.

              Ob Star Trek nun oberflächlich ist kann man IMO so pauschal nicht sagen. Das ganze ist auch etwas Sache der Auslegung. Zumindest kann man diese „Behauptung“ nicht auf eine bestimmte Serie, sondern höchsten auf einzelnen Staffel beziehen, da es dort teils große Unterschiede gab.
              "Viele Menschen wissen, dass sie unglücklich sind. Aber noch mehr Menschen wissen nicht, dass sie glücklich sind."
              [Albert Schweitzer]

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              • #8
                Zitat von Xaver
                Zum Teil kann ich dir da zustimmen. Wenn ich mir Voyager anschaue oder auch die ersten Staffeln von TNG und ENT muss ich sagen, dass die Charaktere dort leider sehr platt sind und wenig ausgebaut werden. Wenn man sich im Vergleich dazu mal Battlestar Galactica anschaut, wird jedem ein großer Unterschied sichtbar… die Charaktere sind einfach viel komplexer und vielleicht gibt es auch mehr Extreme.
                Aber auch in Star Trek sieht man die Entwicklung der Charaktere, nur (wie schon mal gesagt) dauert es eine Zeit, bis die Entwicklung der Charaktere kommt. Bei ENT ist das in Staffel 4 zusehen. Ich denke da zum Beispiel an T’Pol, bei der durch Hochzeit, Tod der Mutter, „Beziehung“ zu Trip ein richtig guter Einblick in den Charakter gegeben wird. Etwas ähnliches sieht man aber auch teils in DS9 und TNG - nur eben nicht so ausgeprägt wie BSG.
                Eben, genau das ist ja das Problem bei Star Trek: Es dauert immer mindestens zwei, drei Jahre, bis da endlich mal was kommt. TNG (und mit Abstrichen DS9) konnten sich das leisten, aber dann kamen dann schon so langsam andere SciFi-Serien, wie Babylon 5, und die Fans wussten halt, dass sie sich nicht nur zwei langweilige Staffeln quälen müssen, bis es endlich losgeht. B5 z.B. legt in der zweiten Staffel bereits mit Volldampf los und auch die erste kann IMO locker mit einer mittelklasse Star Trek Staffel mithalten.

                Da bin hab ich eine andere Meinung.
                Wie du selber sagst, sind die Xindi eine richtig interessante Spezies. Schon alleine die Aufteilung in Aquarianer, Insektoiden, Reptilianer, Primaten, Arboraler und auch die Avianer. Diese Spezies sind so unterschiedlich aber doch vereint in einer Rasse - den Xindi. Das ganze bieten natürlich wieder eine Menge Stoff für Handlungen und meiner Meinung nach hat man die Xindi auch interessant dargestellt.
                Dann sind wir ja einer Meinung in Bezug auf die Xindi.

                Hätte man in ENT keine neue Spezies eingeführt, hätte man sich mit den Bekannten wie Romulaner, Klingonen, Vulkaniern,.. begnügen müssen. Das ganze hätte wieder dazugeführt, dass es Kontinuitätsfehler mit anderen ST-Serien geben würde. So hätten die Leute auch wieder gejammert, dass es hier, da und dort einen Fehler gibt, weil etwas in Episode Nr. XY ganz anders beschrieben wurde.
                Nein, denn genau das war ja eines der Hauptprobleme der ersten beiden ENT-Staffeln: Anstatt dass man sich mit den damals wichtigen Spezies (Tellariten, Vulkanier, Andorianer und Romulaner) auseinandersetzt, kommt ein Alien der Woche, eine Anomalie der Woche und ein Planet der Woche nach dem anderen daher. Gerade deswegen ist die vierte ja so gut: Es geht um eben genau jene Spezies und wie sie sich gegen die romulanische Bedrohung zusammenraufen und schließlich die Föderatioin gründen.
                Und wegen Kontinuitäts- und Logikfehler: Dann müssen sich die Produzenten halt man die Mühe machen und sich mit Star Trek in seiner Gesamtheit auseinandersetzen und nicht wie Bermaga scheuklappenartig alles irgnorieren, was sie nicht selbst produziert haben. Man kann nunmal kein Prequel produzieren, wenn man null Ahnung von TOS hat - deswegen klappte die vierte Staffel ja auch so gut, weil Coto erstens Ahnung von Star Trek und zweitens Ahnung von dem hatte, was in den Fan-Foren so vor sich geht.

                Die Frage ist auch, wollte man wieder die Romulaner und Klingonen sehen. Vielleicht hatte man die Befürchtung, dass diese Rassen schon zu ausgeluscht waren, denn zum Bsp. TNG dreht sich die Handlung oft um Klingonen und Romulaner.
                Die Klingonen hätte man IMO gut und gerne weglassen können, aber sie brachten halt in der Vergangenheit Quote und mehr brauchten Bermaga halt ned mehr.
                Und die Rommis kamen IMO ned sooo sonderlich oft vor, da hätte man schon noch was draus machen können.
                "The only thing we have to fear is fear itself!"

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                • #9
                  Zitat von SF-Junky
                  Eben, genau das ist ja das Problem bei Star Trek: Es dauert immer mindestens zwei, drei Jahre, bis da endlich mal was kommt. TNG (und mit Abstrichen DS9) konnten sich das leisten, aber dann kamen dann schon so langsam andere SciFi-Serien, wie Babylon 5, und die Fans wussten halt, dass sie sich nicht nur zwei langweilige Staffeln quälen müssen, bis es endlich losgeht.
                  Das stimmt sicher. Irgendwie liegt es aber auch ein wenig an der Art der Charaktere, bzw. wie sie angelegt sind. Bei Star Trek werden immer ganz bestimmte Typen in die Serien geschickt, die sich erst mal etablieren müssen - Data als "Pinocchio/Spock"-Mischung, Worf als "Krieger mit Herz" etc. Anfänglich wirken sie flach und klischeehaft, später wird die Entwicklung nur von dem vorgegebenen Bild aus stattfinden und sich in genau dem Rahmen bewegen. Das liegt unter anderem auch an dem bisher verwendeten Format: Eine Story pro Woche. Punkt. Klar hat es Entwicklungen gegeben, aber die haben ewig gedauert. Blöd wird es nur, wenn dann ganze Charaktere völlig untergehen. Es stimmt nämlich: Riker hat, gelinde gesagt, gar keine Entwicklung durchgemacht.

                  Hätte man, wie bei Babylon 5 von Anfang an eine durchgehende Handlung gehabt, wäre das sicher anders gewesen - aber so ist/war Trek halt bisher. Mal sehen, was noch kommt.
                  Es hat schon immer Science-fiction gegeben - die Wettervorhersage im Fernsehen.
                  -Peter Ustinov

                  Kommentar


                  • #10
                    Wobei es bei Andromeda sowieso hauptsächlich um Aktion und nichts anders geht.
                    Die Serie ist zwar nicht schlecht, doch der Inhalt der Story ist oft sehr bescheiden und ST oft eine Klasse besser.
                    Das ist definitiv Geschmackssache, wie ich finde. Mir gefällt das Ränkespielen zwischen Tyr und Dylan immer noch besser als der Kadavergehorsam von den regulären ST-Crewmitgliedern. Allerdings geb ich dir insofern Recht, dass solche Folgen eher selten sind. AotW gab es schon massig, als die Pyrianer (die fliegenden "Gasblasen") eingeführt wurden, dachte ich zuerst an eine Täuschung von Dylan, zum einen weil die absolut behindert aussehen, zum anderen weil deren Schiff fast haargenau wie die "Balance of Judgement" (Vaporizer-Klasse) aussieht.
                    Aber AND hat unter all der Action einige echte Story-Perlen, darunter die gute alte Trance und ihre mysteriöse Herkunft oder eben diese Tyr/Dylan-Stories.

                    @Topic: Oberflächlich ist ST nur im Vergleich mit anderen SF-Serien wie SG, die eine tatsächliche Kontinuität in den Folgen aufweisen. DS9 sei davon mal ausgenommen, das war durchweg gut, auch wenn ich nur einen Bruchteil gesehen habe.
                    Ins ich selbst ist ST schon ziemlich tiefgehend, es sind aber immer mehr Folgen dabei, die einfach Standardschemata entsprechen. "Hmmmm, kenn ich schon... *Kanal wechsel*" war meine häufigste Reaktion. Wirklich gut waren IMO ab VOY nur noch die Zweiteiler.

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                    • #11
                      Was heißt hier eigentlich "oberflächlich"? Dass es nur um Effekte und platte Action geht? Also da sind ja gerade TNG und DS9 Paradebeispiele dafür, dass es eben nicht so ist.
                      Bei TOS entsprach der Stil der Serie wohl eher dem Zeitgeist.
                      "Für geniale Menschen ergeben sich die passenden Ereignisse von selbst. Sie sehen zwar aus wie Zufälle, sind aber eine Folge von Notwendigkeiten."

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                      • #12
                        Ich finde Star Trek überhaupt nicht oberflächlich. Ganz im Gegenteil. Es ist wohl eher ein Phänomen, dass je mehr sich ST den aktuellen "Geschmäckern" der Gelegenheitszuschauer widmet, es umso schwächer wird. Daraus folgere ich, dass wenn ST seine Ideale und seine Linie durchzöge, es unvergleichbar wäre.

                        Mir zB geht es mehr um Inhalt, daher ist das Make-Up der Ausserirdischen für mich absolut nebensächlich.

                        So oder so, ich werde ST sicher noch lange die Treue halten.

                        Zitat von alcyone
                        (...) Also da sind ja gerade TNG und DS9 Paradebeispiele dafür, dass es eben nicht so ist.
                        Bei TOS entsprach der Stil der Serie wohl eher dem Zeitgeist.
                        Da hast du recht, mit einigen Ausnahmen bei DS9 während des Dominonkrieges.
                        Jede Zeit hat ihre Aufgabe, und durch die Lösung derselben rückt die Menschheit weiter.


                        - Heinrich Heine -

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                        • #13
                          Zitat von Cmdr. Reyes
                          Ich finde Star Trek überhaupt nicht oberflächlich. Ganz im Gegenteil. Es ist wohl eher ein Phänomen, dass je mehr sich ST den aktuellen "Geschmäckern" der Gelegenheitszuschauer widmet, es umso schwächer wird. Daraus folgere ich, dass wenn ST seine Ideale und seine Linie durchzöge, es unvergleichbar wäre.
                          Sicher, was die Ideale angeht, ist Star Trek definitiv nicht oberflächlich. TOS war ja geradezu "Avantgarde" im TV, was die Idee einer geeinten Menschheit angeht. Dann denke man mal an den ersten Kuß zwischen einem Weißen und einer afro-amerikanischen Schauspielerin im US-TV. So gesehen könntest Du recht haben, ist ein guter Gedanke.

                          Leider ist die Umsetzung halt wirklich nicht immer solide. Da wird dann der moralisch ach so entwickelte Mensch teilweise ein wenig überstrapaziert, was das ganze unglaubwürdig macht.
                          Es hat schon immer Science-fiction gegeben - die Wettervorhersage im Fernsehen.
                          -Peter Ustinov

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                          • #14
                            Zitat von Sandswind
                            Leider ist die Umsetzung halt wirklich nicht immer solide. Da wird dann der moralisch ach so entwickelte Mensch teilweise ein wenig überstrapaziert, was das ganze unglaubwürdig macht.
                            Du scheints bis jetzt der einzige zu sein, der wirklich versteht, worum es in diesem Thread geht.
                            Dass das Gesellschafts-Kritische ohne Zweifel allenfalls von B5 oder BSG erreicht wird, will ich gar nicht anzweifeln, hier geht es um ganz anderen Sachen, wie ich oben schon schrieb:
                            Zitat von mir selbst
                            [...]Charaktere, Aliens, Physikalische Genauigkeiten, die Storys im Allgemeinen...[...]
                            "The only thing we have to fear is fear itself!"

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                            • #15
                              Zitat von HanSolo
                              Andomeda keine Aliens of the Week? Sorry, aber hast du ne andere Serie als ich gesehen? Andromeda hatte weitaus mehr Aliens of the Week als DS9, ENT oder Stargate.
                              Ich will daraus jetzt, gerade in diesem Thread (dafür ist das AND Forum da), keine Diskussion machen. Aber ich frage mich ja gerade bei Dir häufiger, ob Du eine andere Serie schaust.
                              In AND gibt's häufig Planet of the Week und Personen of the Week Folgen, aber Alien of the Week wohl kaum, die kann man an einer Hand abzählen, denn: Es geht eigentlich fast immer um die Hauptrassen: Den Nietzscheaner, den Magog und den Menschen; und dann noch in einer deutlich geringeren Dosis die Perseiden und ganz selten die Than.


                              Zitat von SF-Junky
                              Es scheinen ja viele Leute der Meinung zu sein, dass die DS9-Charaktere besser sind, als die von B5, was ich persönlich aber hinten und vorne nicht verstehen kann. Von Charakter-Entwicklung/-Schicksalen (Sofern sie denn bei ST überhaupt vorkommt), a lá Londo Mollari oder Michael Garibaldi kann man ja bei Star Trek nur träumen IMO. Bei Riker z.B. ist es vollkommen schnuppe, ob ich mir "Der Mächtige" oder "Nemesis" anschaue - genauso Crusher, Troi, LaForge...
                              Völlig richtig, wobei Du jetzt B5 mit TNG bei den Charakteren vergleichst. Unfairer geht's natürlich nicht. Dabei sprachst Du ja den Vergleich diesbezüglich B5 vs. DS9 an und das geht schon eher.
                              Ich sage z.B. auch, dass die DS9 Chars besser sind, aber nur einen Tick. Und dieser Tick, macht nicht die Qualität aus, dass sie über B5 stünde. Einen Londo sucht man in DS9 tatsächlich vergeblich. Aber B5 hat bei den Charakteren auch Schnitzer. So z.B. Sheridan, Byron, dass Delenn irgendwann kaum noch in Aktion tritt und die mehreren Schauspieler-/Charakterwechsel/-verschwinden. Und Sinclair lasse ich dabei mal außen vor.
                              DS9 hat so etwas einfach nicht. Weder das Verschwinden/Austauschen, noch irgend einen schwachen Charakter. Gut, einen doch. Jadzia. Wobei mir dafür wohl einige gerne an die Gurgel gehen möchten. Aber sie ist einfach blass. Immer lieb, nichts passiert und alle ihre Folgen sind langweilig. Aber unsympathisch ist sie immerhin nicht.

                              Zitat von SF-Junky
                              Zum Beispiel die Kalderaner finde ich nach nur zwei (???) Auftritten interessanter, als etwa die Betazoiden.
                              *g* Gut, das stimmt wohl. Wobei die Kalderaner, einer der Rassen, die am ehesten in Richtung Alien of the Week gehen, weil sie nicht zu den absoluten Stammrassen gehören, wiederum einfach ziemlich böse sind (oder verwechsel ich jetzt was?!).
                              Andererseits tauchen die Kaldis mehrmals auf. Von AlienoftheWeek kann man da also auch nicht sprechen.




                              Zitat von Xaver
                              Zudem waren die „Aliens“ in Andromeda oft mal etwas lächerlich und sehr unglaubwürdig. Wobei es bei Andromeda sowieso hauptsächlich um Aktion und nichts anders geht.
                              Wenn man nur die deutsche Ausstrahlungen gesehen hat, vielleicht noch lückenhaft, meint man das wohl. Sicher ist und wollte AND auch nie wie ST sein, es so, dass Humor und Action zwei tragende Säulen von AND sind und die einzelnen Geschichten pro Episode nicht soo auf hohem Niveau. Aber das ändert sich im Laufe der Zeit auch und AND hat, von Pilotfilm an, einen sehr starken Handlungsstrang! Man muß ihn nur kennen!



                              Was Star Trek's Oberflächlichkeit angeht: Alien of the Week, Planet, Phänomen; Ja!
                              Charaktere zu TNG Zeiten; Ja!
                              VOY hat auch zu schwache, langweilige Charaktere, ENT ist zu sehr auf das Triumvirat konzentriert. Viele Dinge in ST werden pauschalisiert.
                              Das geht alles in Richtung oberflächlich und das muß sich bei der nächsten Serie alles ändern!

                              Aber Star Trek ist nicht wirklich oberflächlich. Es ist sogar sehr anspruchsvoll und keine andere Serie hat das in diesem Maße erreicht. Nur B5 und Farscape kommen da ran, aber beide auf anderen Wegen.

                              Den Vergleich mit Stargate diesbezüglich kann ich da nicht nachvollziehen! Das ist reinster Popcorn, platt, flach, reißerisch, schon zu Beginn der zweiten Serie/1. Spin-Offs sich selbst kopierend.

                              BSG, da kenne ich nur die Mini-Serie bislang. Die fand ich wirklich gut und die Charaktere sind offensichtlich tiefgründig, der Ton alles andere als ausgeglichen und perfekt. Realistisch halt. Wobei das natürlich auf das Setting ankommt.
                              Star Trek ist nunmal die Föderation (welche aber hoffentlich in Zukunft nicht mehr so perfekt dargestellt wird. Menschen sind Menschen.).
                              Nochmal zu BSG: Wenn die Serie sich in etwa so (weiter-)entwickelt, wie ich annehme und höre und lese, dann ist es eine wirklich gute Serie, die mich auch inhaltlich anspricht, aber genial ist sie noch nicht. Da wird glaube ich etwas mehr gehypt als vorhanden ist (vergebt mir den Sidekick, aber Firefly lässt grüßen). Vielleicht auch, weil eben eine solche Quali die letzten Jahre fehlte, zumal es außer dem völlig gegensätzlich "flach" laufenden Stargate absolut keine SF derzeit gibt!
                              Tu erst das Notwendige, dann das Mögliche, und plötzlich schaffst du das Unmögliche. (Franz von Assisi; 1181 od. 82 - 1226)

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