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Nur mal so ein Gedankenspiel: Star Trek - Rogue Trader ?

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  • Nur mal so ein Gedankenspiel: Star Trek - Rogue Trader ?

    Erinnert sich noch jemand an Harry Mudd ? Den pummeligen Ferengivorgänger aus TOS ? Gerüchten zufolge soll Gene Roddenberry ja mal ein Serienspinoff um diesen Charakter geplant haben. Draus geworden ist nix, und das wird es wohl auch nie. Aber was mich interessieren würde; Wie würde so eine hypothetische Serie namens "Star Trek - Rogue Trader" (nenn ich jetzt einfach mal so ) wohl aussehen, wenn man sie heute drehen würde und auf der Zeitschiene des 24. Jahrhunderts ansiedelt ? Und was würdet ihr davon halten ? Würde sowas wie "Firefly" oder "Privateer" im Star-Trek-Universum funktionieren ?

  • #2
    Hmmm, schwierige Frage. Außer Kassidy Yates haben wir ja nie einen echten Frachterpiloten onscreen gesehen. Kann mir vorstellen, dass sowas ganz interessant wäre, allerdings müssten sich entsprechende Charaktere dauernd mit Han Solo messen, was Mudd damals nicht nötig hatte. Und, bei allem Respekt für ST, Solos Stereotyp ist einfach nicht zu überbieten.

    Und welche Inhalte sollte eine solche Serie denn haben? Fracht von Planet zu Planet zu karren ist ja nicht gerade spannend. Und andauernd die Orioner oder die Ferengi als Rivalen/Feinde einzubringen wird auch schnell langweilig vermute ich.

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    • #3
      Der Han-Solo-Vergleich stimmt natürlich . Allerdings funktioniert das Konzept in anderen SF-Universen ja leidlich gut (Poul Andersons Polesotechnische Liga, Traveller, Firefly, etc. pp), die Frage ist: würde es auch bei Star-Trek funktionieren ?
      Ich denke, Antagonisten gäbe es für Freihändler-Plots genug, das bräuchte nicht auf Ferengi und Orioner beschränkt zu bleiben. Diverse planetare Verbrechersyndikate; andere Freihändler; Piraten jeder Coleur; größere Konkurenzfirmen; biestige Auftraggeber; die Föderationspolizei; die Sternenflotte (mit einem arroganten, schnöseligen Kotzbrocken von Captain als Antithese zu den ganzen Gutmenschen aus den bissherigen Serien); diverse Geheimdienste oder Detekteien, Exfrauen des Raumschiffcaptains, irre Kolonialmarshals, verschrobene Kolonisten auf entfernten Außenposten, und und und
      Genug Material für interessante Folgen dürfte es schon geben. Zentraler Inhalt wäre wohl, die Föderation mal "von unten" zu betrachten. Bissher lief ja fast alles immer auf der Offiziers-Ebene der Sternenflotte ab, mit diplomatischem Parkett, militärischen Konflikten usw. Von der Zivilistenebene hat man bissher ja kaum etwas mitbekommen.

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      • #4
        Um mal ein bisschen deutlicher zu machen, wie ich mir sowas vorstellen könnte, hier mal ein paar Ideen, wie sowas aussehen könnte.
        (Das hier ist jetzt nur der erste Teil meines Konzeptes, eine kurze Skizzierung des Schiffes und von vier Besatzungsmitgliedern, wenn Interesse besteht, kommt noch mehr )

        Insgesamt handelt die Serie von den Abenteuern des Raumschiffes Rising-Star und seiner wagemutigen (und alles andere als gesetzestreuen) Besatzung. Die Rising-Star ist ein ehemaliger bajoranischer Raumfrachter, der schon einiges hinter sich hat (und auch dementsprechend erbärmlich aussieht). Ursprünglich war dieses Schiff der Stolz einer bajoranischen Reederei, ehe er während der cardassianischen Besatzung als Gefangenentransporter requiriert, kurz darauf von den Marquis gekapert, nach dem Fall des Marquis von nausicaanischen Piraten als Köderschiff benutzt und in den Wirren nach dem Dominion-Krieg über dunkle Kanäle schließlich in den Besitz von Timothy Mudd gelangte (siehe Dramatis Personae).
        Auf der Suche nach unbekannten Reichtümern und neuen Geschäften stößt die SS Rising-Star in Gebiete vor, die nie ein redlicher Föderationsbürger freiwillig betreten würde

        Dramatis Personae:

        Captain Timothy Mudd:
        ...ist tatsächlich der Nachfahre des berüchtigten Harry Mudd, der das Weltall knappe 80 Jahre zuvor unsicher gemacht hatte. (allerdings sieht Timothy besser aus als sein Urgroßvater) Captain Mudd schloß seine Zeit an der Sternenflotten-Akademie mit Auszeichnung ab und gilt zurecht als einer der besten Piloten, den man in der Föderation finden kann. Allerdings hatte Mudd schon immer einen Hang zu mangelnder Disziplin und zu halbseidenen Geschäften. Schon als Student an der Akademie trieb er einen schwunghaften Handel mit verschiedensten alkoholischen Getränken, die er ins Akademiegebäude schmuggelte. Trotz seiner Abneigung dagegen, von irgendwem Befehle entgegenzunehmen, schaffte er es dank seiner hervorragenden astronautischen Fähigkeiten, sich innerhalb der Sternenflotte bis zum Rang eines Lieutenant-Commander hochzumogeln. Das steife Protokoll der Sternenflotte war Mudd allerdings stets zuwieder und mehr als einmal geriet er mit höheren Offizieren aneinander, weil er deren Kompetenz (oft zurecht) anzweifelte. Das Ende von Mudds Sternenflotten-Karriere kam vor etwa 7 Jahren. Er wurde unehrenhaft entlassen, nachdem er den Captain der USS Yorktown im Streit wegen eines unsinnigen Befehls mit einem gezielten Kinnhaken den Unterkiefer brach.
        Mudd sah sich gezwungen, alte Kontakte zu diversen Kleinkriminellen wieder aufzunehmen und schlug sich als kleiner Gauner durch. Vor drei Jahren schließlich zog er das große Los - er knöpfte bei einem Aufenthalt auf DS9 einem stockbesoffenen nausicaanischen Captain dessen Raumschiff beim Pokern ab - die Rising-Star...

        Thuvia:
        Eine feste Funktion erfüllt das ehemalige orionische Sklavenmädchen an Bord eigentlich nicht. Thuvia ist an Bord, seit das Schiff damals vom Marquis übernommen wurde und war bisher die Geliebte von nahezu jedem Captain, den die Rising-Star in der zwischenzeit gehabt hat. Im Normalfall waren diese Beziehungen von Thuvias Seite nur vorgetäuscht, damit sie auf dem Schiff bleiben kann, denn sie hat sonst keine Heimat, in die sie zurückkehren könnte. Mit Timothy scheint sie allerdings mehr zu verbinden - zumindest hat sie noch niemals versucht, ihn irgendwie auszutricksen oder zu hintergehen. Thuvia ist sowas wie der heiße Draht der Rising-Star zum Orion-Syndikat und sorgt dafür, daß die Orioner das Schiff nicht einfach aus dem All pusten, wenn es mal irgendwo in orionischem Territorium kreuzt. Ganz im Gegenteil, die Besatzung der Rising-Star hat sogar viele freundschaftliche Verbindungen zu Orionern. Thuvia ist nicht nur dank ihrer natürlichen Fähigkeit, die meisten Männer mittels Pheromonen gefügig zu machen, für die meisten Geschäftsverhandlungen zuständig. Sie weiß ihr großes Mundwerk geschickt einzusetzen und kann gestandene Kauffahrer und Korsaren an die Wand diskutieren. Dr. Gordrok vermutet, Thuvia müsse wohl irgendwo einen Ferengi in der Ahnenreihe gehabt haben - eine Behauptung auf die Thuvia ziemlich allergisch reagiert.

        Dr. Gordrok:
        Der klingonische Schiffsarzt der Rising-Star. Dr Gordrok ist ein alter, zäher Haudegen, der damals, in besseren Tagen als Lagerarzt auf dem berüchtigten Gefängniss-Asteroiden Rura-Pente seinen Dienst tat. Die klingonische Ärztekammer dankte es ihm wenig, daß er gegen einen Kollegen vorging, der illegale Experimente an den Gefangenen durchführte - nicht nur diesem einen schwarze Schaf wurde der Saft abgedreht, sondern gleich dem ganzen Ärzteteam des Straflagers. Mudd lernte ihn etwa zu der Zeit auf DS9 kennen, als er gerade das Schiff gewonnen hatte. Zu dieser Zeit war Gordrok nicht viel mehr als einer von den ständig alkoholisierten Dauersäufern im Quarks. Seit der Doktor wieder als Arzt arbeitet (eigentlich illegal, denn die Ärztekammer hat ihm die Zulassung eintzogen). ist er regelrecht aufgeblüht und hat sich als hervorragender Schiffsarzt entpuppt. Seine Methoden sind zwar effektiv aber oftmals ziemlich grobschlächtig und roh. Man merkt ihm noch immer an, daß er ursprünglich mal Lagerhäftlinge versorgt hat. Die normalen Besatzungsmitglieder nennen ihn "Den Metzger" und gehen nur auf die Krankenstation, wenn sie wirklich ernsthaft krank oder verletzt sind. Ansehen würde man dem Doktor seinen hohen wissenschaftlichen Bildungsstand nicht - er wirkt mit seinen knapp zwei Metern und dem bionischen Auge eher als wäre er ein von den Borg assimilierter Berserker und kein Schiffsarzt. Der Doktor hat zwei besondere Leidenschaften - miefende Zigarren und klingonische Opern. Mit beidem kann er den anderen Besatzungsmitgliedern furchtbar auf die Nerven gehen...

        Darion Letverre:
        Der siebzehnjährige Betazoide war schon an Bord, bevor Mudd Captain wurde. Als die Rising-Star noch ein Piratenschiff war, kidnappte ihn der damalige Captain von einem föderierten Passagierkreuzer um Lösegeld zu erpressen. Darion ist nämlich der Sohn eines stinkreichen betazoidischen Adeligen. Dummerweise platzte der Deal, denn Darions Vater weigerte sich kurzerhand, das Lösegeld zu zahlen. Seither hasst Darion seinen Vater inbrünstig, da er sich von ihm im Stich gelassen und verstoßen fühlt. Obwohl er nun jederzeit nach Betazed zurückkehren könnte, bleibt er lieber auf der Rising-Star, denn das Schiff ist für ihn zu einer zweiten Heimat geworden. Er sieht in Mudd ein großes Vorbild und möchte später einmal ein ebenso geschickter Pilot werden (ein Ziel, an dem er hart arbeitet). Darion ist zwar nur Empath, kann Thuvia und Mudd aber oft bei ihren Geschäftsverhandlungen helfen. Thuviua himmelt er geradezu an - ein Gefühl, daß Thuvia nicht gerade erwiedert, außer sie will den jungen Betazoiden mal wieder für irgendetwas ausnutzen...

        Bis hierher Vorschläge, Verrisse oder Anregungen (ist ja noch nicht viel) ?

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