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J.J. Abrams & Co: Eine neue Star-Trek-Ära beginnt

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  • J.J. Abrams & Co: Eine neue Star-Trek-Ära beginnt

    Zitat von Datas Kopf
    Für eine x beliebige SciFi Serie mag DSC bisher ganz okay gewesen sein. Für Star Trek liegen die Maßstäbe aber höher.
    Ich beziehe mich hier nicht nur auf die Show Discovery, sondern auf alle ST-Produktionen der berüchtigten Abrams-Clique.

    Oben genanntes Zitat hat mich selbst ein bisschen überlegen lassen, weshalb ich mich zwar für die ersten beiden ST-Abrams-Filme begeistern konnte, die Serie und den dritten ST-Abrams-Film allerdings nicht ins ST-Universum einsortieren mag, weil mir hier der "ST-Spirit" tatsächlich fehlt, den jeder wohl anders interpretiert. Mir kommt die Discovery sowie der letzte ST-Abrams-Film wie die Serie Firefly vor: Nichtssagenden, kurzweilig und absolut nicht Star Trek.

    Worauf will ich hinaus?

    Der Charakter Jacob aka Selmak aus SG1 beschreibt die Situation recht treffend (natürlich in einem anderen Kontext), indem er sagt, dass das US-Militär in SG1 irgendwelche Alien-Technologien nutzt, um einen eigenen Raumgleiter zu kreieren, danach einfach einen US-Sticker drauf klebt und das Gefährt als ihr eigen ausgibt, aber keine Ahnung hat, wie es richtig funktioniert.

    So, in etwa sehe ich bis jetzt die neue Show Discovery und den dritten Abrams-Film. Sie sind nicht schlecht, aber sie sind nicht ST. Und nur weil man ihnen den ST-Sticker aufklebt, bleiben sie mMn weit hinter dem Anspruch einer guten ST-Show zurück.

    Was unterscheidet nun aber die Abrams-ST-Interpretation von den alt bekannten ST-Serien und Filmen? Und gehören die Abrams-Kritiker einfach nur einer aussterben Spezies an, die sich nicht an neue Interpretationen althergebrachter Serien und Filme anpassen können. Bald glaube ich es tatsächlich.

    Mir haben vor allem die sich langsam entwickelte Handlungen oder auch die tollen Charakterentwicklungen, eingebettet in Raumhäfen, Deep-Space-Station oder Raumschiffen, unheimlich gut gefallen. Auch die Detailgenauigkeit wird mich wohl immer an ST erinnert und natürlich der Humor. Etwas, dass irgendwie bei Beyond und Disco vollkommen fehlt und penetrante Raumschlachten, am laufenden Band explodierenden Schiffe und Feuergefechte ohne Kontext gehören für mich nur bedingt zu ST. Mir kommen die Charaktere im Abrams-Universum nicht tiefgreifend genug rüber und von fehlender Handlung kann man mMn spätestens ab dem letzten ST-Film getrost sprechen. Dennoch scheinen die Filme und die neue Serie wohl gut anzukommen. Möglicherweise bei einem Publikum, welches offener, jünger und anfälliger für Neues ist und sich nicht an dem festhält, was "früher alles besser" war. Vielleicht sollte man sich einfach von den Prä-Abrams-Serien und Filmen verabschieden und die neuen ST-Interpretationen annehmen als das was sie sind: Star Trek.

    Mich würde interessieren, ob ihr die neue Interpretation von ST durch J.J.Abrams & Co. noch als ST anseht oder ob ihr sie eher ablehnt, denn auch hier im Forum scheinen es ja viele User zu geben, die der neuen Serie so einiges abgewinnen können, so wie ich den ersten beiden ST-Abrams-Filme, allen voran Into darkness.
    Wahl zu Mister SciFi-Forum 2017
    #Krümelchen2018

    Avasarala:
    "Es fällt mir schwer zu glauben, dass ein Mars-Marine allein vom Sitzen auf einem Stuhl erschöpft ist."

  • #2
    Kenne die neue Serie noch nicht und bin auch nicht als JJA-Fan bekannt. Bis auf Super 8 hat der nichts auf die Kette gebracht was. Alles irgendwie ziemlich inhaltsleer.

    Ich glaube das läuft am Ende wieder auf die zwei Lager hinaus: Filmegucker a la "Transformers sind geil" und die Gruppe derer die gerne eine zumindestens in sich einigermaßen schlüssige Handlung in Filmen sehen würden. Und schaut man sich mal die Filmlandschaft der letzten Jahre an läuft es doch gerade im Bereich der SciFi oder anverwandten Themenfelder meistens auf Grafikbombast hinaus. In völlig überzogenen Farbsettings von einer 3d-Computergenerierten Actionsequenz zur Nächsten. Handlung nicht vorhanden. Dialoge nur im Mindestmaß vorhanden um wiederrum zwei Actionszenen zu verknüpfen. Das mag die Popcorn-Blockbuster-Hirn-Abgeschaltet-Fraktion erfreuen. Manche schlucken halt alles. Die anderen jedoch nicht. Bei manchen Filmen bekomm ich einfach den Eindruck Produzent und Regisseur müssen ihr Publikum für vollkommen bekloppt halten bei dem was da teilweise abgeliefert wird. Schlicht von der inneren Unlogik der Handlung oder dem kompletten Fehlen der Selbigen. Das ist garnicht mal auf ST und SW bezogen.

    Man mag sich auch mal die Reboots in der Serienlandschaft ansehen. McGyver z.B. ersten Folgen gesehen. Scheint mir eine x-beliebige "ich bekämpfe mit Schusswaffen Kriminelle und Terroristen"-Serie zu sein. Ok, McGyver in seiner Urform würde heute nicht mehr funktionieren. Aber die meisten Serien laufen heute nach diesem 0815-Schema ab. Und wenn man halt die Namensrechte an etwas hält produziert man halt irgendetwas und packt einen Namensssticker darauf! Irgendjemand kauft es. Geld kommt rein. Alles richtig gemacht.

    Sollte man sich vom klassischen ST verabschieden? Ja. Da wir sowieso nichts mehr konsequent produziert werden.

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    • #3
      Zitat von Sunny Beitrag anzeigen
      Oben genanntes Zitat hat mich selbst ein bisschen überlegen lassen, weshalb ich mich zwar für die ersten beiden ST-Abrams-Filme begeistern konnte, die Serie und den dritten ST-Abrams-Film allerdings nicht ins ST-Universum einsortieren mag, weil mir hier der "ST-Spirit" tatsächlich fehlt, den jeder wohl anders interpretiert. Mir kommt die Discovery sowie der letzte ST-Abrams-Film wie die Serie Firefly vor: Nichtssagenden, kurzweilig und absolut nicht Star Trek.
      Zum einen finde ich das Urteil über Firefly ziemlich hart.

      Aber egal: Interessant finde ich folgendes: Von den drei "neuen" Filmen gefällt mir nur einer richtig gut und fühlt sich für mich nach "Star Trek" an - Beyond.

      Zitat von Sunny Beitrag anzeigen
      Der Charakter Jacob aka Selmak aus SG1 beschreibt die Situation recht treffend (natürlich in einem anderen Kontext), indem er sagt, dass das US-Militär in SG1 irgendwelche Alien-Technologien nutzt, um einen eigenen Raumgleiter zu kreieren, danach einfach einen US-Sticker drauf klebt und das Gefährt als ihr eigen ausgibt, aber keine Ahnung hat, wie es richtig funktioniert.

      So, in etwa sehe ich bis jetzt die neue Show Discovery und den dritten Abrams-Film. Sie sind nicht schlecht, aber sie sind nicht ST. Und nur weil man ihnen den ST-Sticker aufklebt, bleiben sie mMn weit hinter dem Anspruch einer guten ST-Show zurück.
      Das interessane ist, ich denke das bei ST09 und ST-ID. Für mich sind die genau so, wie das Zitat beschreibt.


      Zitat von Sunny Beitrag anzeigen
      Mir haben vor allem die sich langsam entwickelte Handlungen oder auch die tollen Charakterentwicklungen, eingebettet in Raumhäfen, Deep-Space-Station oder Raumschiffen, unheimlich gut gefallen. Auch die Detailgenauigkeit wird mich wohl immer an ST erinnert und natürlich der Humor.
      Und das siehst du ERNSTHAFT in ST09 und ST-ID?

      Mein Post soll gar nicht so angreifend sein, wie er sich liest: Aber er macht hoffentlich eines klar: Der "ST-Spirit" lässt sich nicht einfach definieren und messen. Während Beyond mich (und vielleicht noch jemanden?) ein wenig mit der Kelvin-Zeitlinie versöhnt hat, sehen andere ihn als "Nicht Star Trek" an.

      Zu DSC habe ich mir noch keine finale Meinung gebildet, das wird auch noch ein paar Jahre dauern (bei der Erstausstrahlung fand ich VOY super, mittlerweile ist es die schlechteste Serie in meinen Augen. Bei ENT habe ich damals abgebrochen, ein teilweise Rerun hat mir aber ganz gut gefallen -> DCS habe ich also wahrs. 2025 dann einsortiert ;-) ).



      Zitat von Kalyrus Beitrag anzeigen
      Ich glaube das läuft am Ende wieder auf die zwei Lager hinaus: Filmegucker a la "Transformers sind geil" und die Gruppe derer die gerne eine zumindestens in sich einigermaßen schlüssige Handlung in Filmen sehen würden.
      Dieses Schwarz-Weiß-Denken ist so langweilig, altmodisch und vor allem - falsch. Es gibt weitaus mehr Lager und Stimmungen. Es soll sogar Leute geben, die beides mögen, was du hier als Gegensatz aufbaust ...

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      • #4
        Mir haben vor allem die sich langsam entwickelte Handlungen oder auch die tollen Charakterentwicklungen, eingebettet in Raumhäfen, Deep-Space-Station oder Raumschiffen, unheimlich gut gefallen. Auch die Detailgenauigkeit wird mich wohl immer an ST erinnert und natürlich der Humor. Etwas, dass irgendwie bei Beyond und Disco vollkommen fehlt und penetrante Raumschlachten, am laufenden Band explodierenden Schiffe und Feuergefechte ohne Kontext gehören für mich nur bedingt zu ST
        Also ich glaube nicht das wir den selben Star Trek Beyond gesehen haben? Langsam entwickelnde Handlung? Das trifft nur auf DS9 zu, wo es eine richtig Rahmenhandlung gab die aufeinander aufbaute.

        Detailgenauigkeit? Bezogen auf was?


        Penetrante Raumschlachten an laufenden Band? Feuergefechte ohne Kontext. Das solltest du mal erläutern.


        Mir kommen die Charaktere im Abrams-Universum nicht tiefgreifend genug rüber und von fehlender Handlung kann man mMn spätestens ab dem letzten ST-Film getrost sprechen. Dennoch scheinen die Filme und die neue Serie wohl gut anzukommen.
        So tiefgreifend waren Kirk, Spock, Etc nicht wirklich.

        Und in Beyond fehlt die Handlung? Er kam dem klassischem Tos doch sogar am nächsten..





        Zuletzt geändert von xanrof; 07.10.2017, 11:34. Grund: (Zitat repariert)

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        • #5
          Die Serienlandschaft verändert sich stetig, wer da nicht mitzieht geht unter. Das gilt auch für Star Trek. Auch wenn DSC action reicher ist, heisst das ja nicht das es kein Star Trek ist.
          Dasselbe gilt auch für die Filme. Gut, die Action nahm dort mehr Zeit ein als alles andere, aber die Zuschauer fanden es toll.

          Wenn ich ehrlich sein soll, eine Serie im Stile von TNG würde ich mir heute nicht mehr angucken. Zu viel "Friede-Freude-Eierkuchen". Damals funktionierte es vielleicht, aber heute finde ich sowas nur noch öde (auch wenn ich TNG gerne gucke). Aber ST Serien sind immer auch ein Spiegel der Zeit, und wenn man sich umschaut sieht man das die Gegenwart nicht gerade friedlich ist. Also wird auch bei ST gekämpft und die Zukunft sieht nicht allzu rosig aus.
          Inmitten des ewigen Kreislaufs der Zeit, wird aus lauem Wind ein Sturm entstehen.
          Vom Abgrund starren Dämonenaugen weit, die die Razgriz, die schwarzen Flügel sehen.

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          • #6
            Der Titel ist verwirrend, weil Abrams nichts mit der neuen Serie zu tun hat. Und was soll die "Abrams-Clique" sein- irgendein Verschwörerkult? Wenn man einen inhaltlichen Anschlusspunkt für DSC sucht, wäre das wohl Enterprise, wo man ebenfalls ein Prequel mir folgenübergreifender Kriegshandlung hatte. Die Abrams-Filme wiederum schließen sich inhaltlich an die TNG-Filmen an, die aus irgendwelchen Gründen alle Action-Filme sein mussten.




            I reject your reality and substitute my own! (Adam Savage)

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            • #7
              Zitat von Sunny Beitrag anzeigen

              Ich beziehe mich hier nicht nur auf die Show Discovery, sondern auf alle ST-Produktionen der berüchtigten Abrams-Clique.

              Oben genanntes Zitat hat mich selbst ein bisschen überlegen lassen, weshalb ich mich zwar für die ersten beiden ST-Abrams-Filme begeistern konnte, die Serie und den dritten ST-Abrams-Film allerdings nicht ins ST-Universum einsortieren mag, weil mir hier der "ST-Spirit" tatsächlich fehlt, den jeder wohl anders interpretiert. Mir kommt die Discovery sowie der letzte ST-Abrams-Film wie die Serie Firefly vor: Nichtssagenden, kurzweilig und absolut nicht Star Trek.

              Worauf will ich hinaus?

              Der Charakter Jacob aka Selmak aus SG1 beschreibt die Situation recht treffend (natürlich in einem anderen Kontext), indem er sagt, dass das US-Militär in SG1 irgendwelche Alien-Technologien nutzt, um einen eigenen Raumgleiter zu kreieren, danach einfach einen US-Sticker drauf klebt und das Gefährt als ihr eigen ausgibt, aber keine Ahnung hat, wie es richtig funktioniert.

              So, in etwa sehe ich bis jetzt die neue Show Discovery und den dritten Abrams-Film. Sie sind nicht schlecht, aber sie sind nicht ST. Und nur weil man ihnen den ST-Sticker aufklebt, bleiben sie mMn weit hinter dem Anspruch einer guten ST-Show zurück.

              Was unterscheidet nun aber die Abrams-ST-Interpretation von den alt bekannten ST-Serien und Filmen? Und gehören die Abrams-Kritiker einfach nur einer aussterben Spezies an, die sich nicht an neue Interpretationen althergebrachter Serien und Filme anpassen können. Bald glaube ich es tatsächlich.

              Mir haben vor allem die sich langsam entwickelte Handlungen oder auch die tollen Charakterentwicklungen, eingebettet in Raumhäfen, Deep-Space-Station oder Raumschiffen, unheimlich gut gefallen. Auch die Detailgenauigkeit wird mich wohl immer an ST erinnert und natürlich der Humor. Etwas, dass irgendwie bei Beyond und Disco vollkommen fehlt und penetrante Raumschlachten, am laufenden Band explodierenden Schiffe und Feuergefechte ohne Kontext gehören für mich nur bedingt zu ST. Mir kommen die Charaktere im Abrams-Universum nicht tiefgreifend genug rüber und von fehlender Handlung kann man mMn spätestens ab dem letzten ST-Film getrost sprechen. Dennoch scheinen die Filme und die neue Serie wohl gut anzukommen. Möglicherweise bei einem Publikum, welches offener, jünger und anfälliger für Neues ist und sich nicht an dem festhält, was "früher alles besser" war. Vielleicht sollte man sich einfach von den Prä-Abrams-Serien und Filmen verabschieden und die neuen ST-Interpretationen annehmen als das was sie sind: Star Trek.

              Mich würde interessieren, ob ihr die neue Interpretation von ST durch J.J.Abrams & Co. noch als ST anseht oder ob ihr sie eher ablehnt, denn auch hier im Forum scheinen es ja viele User zu geben, die der neuen Serie so einiges abgewinnen können, so wie ich den ersten beiden ST-Abrams-Filme, allen voran Into darkness.
              Ich finde die Aussage von Datas Kopf ein wenig schwierig da nicht alle ST Piloten wie Misson Farpoint , der Abgesandte oder der Fürsorger einen Wow-Effekt hinterließen auch war der Verlauf der ersten Staffel nie konstant over the top, obwohl immer die ein oder andere gute Episode dabei war.
              ST ist ein Mainstreamprodukt in dem für viele Geschmäcker etwas dabei ist, auch benötigt eine Serie etwas Zeit um sich zu entwickeln. Sympathie entsteht für mich durch gut gespielte Charaktere und einem gut ausgearbeitetem Storryplot. Star Trek besteht jedoch aus vollkommen unterschiedlichen Serien allein TNG und TOS sind ungemein different.
              Als Jemand der seit den Anfängen von TNG in Deutschland Star Trek interessiert ist, sind Neuerungen immer schwierig. Der phänomenale Fehler bei JJ Abrams war das kippen des Prime Universums was ihm aber neue Wege bescherte. Disco hingegen möchte das Prime Universum aufgreifen und ein Teil von ihm werden. Bei mir ist auch eher das Gegenteil der Fall - Beyond versöhnte mich ein wenig mehr mit dem JJ Universum.
              Gegen eine Actionlast habe ich nur bedingt etwas und zwar dann wenn keinerlei Hauptmassige für die ST berühmt ist vorhanden zu sein scheint und die eigene Phantasie und Denke durch einen Film nur schwer animiert wird. Star Trek Episoden inspirierten teilweise zu einer eigenen Quintessenz aus der Geschichte heraus oder griffen teils verschachtelt das ein oder andere Welt oder Sozialpolitische Thema auf. Das kommt filmisch bei JJ-Trek ein wenig zu kurz, obwohl ich mich an New Trek bereits gewöhnt habe. Bei Disco kann ich mir da aus oben genannten Gründen noch kein konkretes Urteil bilden.
              Star Trek besteht also aus Serien die jeweils ihren eigenen Stil besitzen und aus Episoden die Zeitweilig persönlich gefallen und andere wiederum weniger. Auch benötigt Star Trek erfahrungsgemäß ein wenig Zeit um sich zu entwickeln. Ich kann JJ Kritiker verstehen aber auch jene die Kritik an einzelnen Episoden oder ST Serien tätigen. Ähnlich wird sich das mit Discovery verhalten.
              LG Infinitas
              █▓▒░ -Leipzig bei Nacht fotografiert von Silvio T.-☆ ░▒▓█

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              • #8
                Zitat von Sunny Beitrag anzeigen
                ....Worauf will ich hinaus?

                Der Charakter Jacob aka Selmak aus SG1 beschreibt die Situation recht treffend (natürlich in einem anderen Kontext), indem er sagt, dass das US-Militär in SG1 irgendwelche Alien-Technologien nutzt, um einen eigenen Raumgleiter zu kreieren, danach einfach einen US-Sticker drauf klebt und das Gefährt als ihr eigen ausgibt, aber keine Ahnung hat, wie es richtig funktioniert.

                So, in etwa sehe ich bis jetzt die neue Show Discovery und den dritten Abrams-Film. Sie sind nicht schlecht, aber sie sind nicht ST. Und nur weil man ihnen den ST-Sticker aufklebt, bleiben sie mMn weit hinter dem Anspruch einer guten ST-Show zurück.....
                Ich schreib in diesem Teil des Forums normalerweise nicht. Aber genau das Verhalten schädigt schon seit Jahren bis Jahrzehnten zahlreichen Franchises. Und es funktioniert mit Star Wars/Trek/-gate (und auch den Comic-Verfilmungsfranchises) nur, weil hirnamputierte Fanbois einfach jeden Haufen Dreck erstmal kaufen müssen (anscheinend innerer Zwang) und dann nachträglich schönreden, um eben nicht wie hirnloses Volk dazustehen. Das jetzt Discovery und JJ-Trek einzeln anzutackern, ist zwar inhaltlich durchaus berechtigt, aber unter Ausblendung anderer Schädigungen vormals beliebter Franchises absolut nicht fair. Ausserdem kommt die Hollywood-Bande eben hauptsächlich mit dem Müll durch, weil der Müll dennoch konsumiert wird. Die "Hauptsache geile FX"-Mentalität beim Konsumenten führt halt beim Produzenten zum "Scheiß auf Kontinuität"-Ansatz. Und spätestens seit "SPACEBALLS das Klopapier!!" sollte die Mechanik mit dem "Sticker drauf, Geld verdienen, moderne Alchemie" jedem bewusst geworden sein. Fanbois kriegen das Produkt, das sie verdienen.

                Denn: Ihr könntet auch alle konsequenterweise bei Netflix den Daumen nach unten voten und den Konsum einstellen. Genug Fehler für dieses Verhalten haben mir die ersten zwei Episoden/der aufgeteilte Pilot schon geliefert. Wer in der Betriebskantine öfter mal nen Steak sehen will, sollte an den Tagen mit veganem Eintopf nicht begeistert zwei Portionen kaufen, weil ja gerade eh nix anderes da ist. Dafür steht der Imbisswagen auf dem Hof/an der Straße gegenüber/usw. Aber das ist ja umständlich und erfordert eigene Initiative usw.
                Karl Ranseier ist tot. Der wohl erfolgloseste Foren-Autor aller Zeiten wurde heute von einem Bus auf der Datenautobahn überfahren.

                "Ich mag meine Familie kochen und meinen Hund" - Sei kein Psycho. Verwende Satzzeichen!

                Star Wars 7? 8? Spin-Offs? Leute, das Haftmittel für meine Dritten macht bessere Filme!

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                • #9
                  Ach Karl ... ich dachte Du wärst tot?

                  Man kann das natürlich alles furchtbar ernst nehmen. Oder einfach Spaß daran haben über die neueste ST Entwicklung zu reden/schreiben, was auch Kritik und Enttäuschung enthalten kann.
                  Ich bin in diesem Fall für den Spaß . Wer dabei keinen hat, sieht sich die Serie doch sowieso nicht an

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                  • #10
                    Ich finde den Jay Jay Abrahams seine Filme auch ganz schlimm. Und dabei geht es mir noch nichtmal um Charaktere oder Story. Schon die dümmliche Präsentation finde ich total haarsträubend. Permanent muss es krachen, rummsen, wackeln, Leute kreischend, schreiend, schießend durch die Gegend rennen. Nicht dass die Kamera mal zwei Minuten still hält und Leute eine normale Unterhaltung führen. Freut mich, wenn Leute dieses ADHS-TV gut finden. Ich gehöre nicht dazu.
                    Zuletzt geändert von SF-Junky; 07.10.2017, 21:48.
                    "The only thing we have to fear is fear itself!"

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                    • #11
                      Zitat von Sunny Beitrag anzeigen
                      Mich würde interessieren, ob ihr die neue Interpretation von ST durch J.J.Abrams & Co. noch als ST anseht oder ob ihr sie eher ablehnt, denn auch hier im Forum scheinen es ja viele User zu geben, die der neuen Serie so einiges abgewinnen können, so wie ich den ersten beiden ST-Abrams-Filme, allen voran Into darkness.
                      Darüber kann man sich vermutlich endlos die Köppe heiß reden - denn über Geschmack lässt sich nicht streiten.

                      Für mich persönlich hat STAR TREK seit dem ersten Jar Jar Abrams Film nichts mehr getaugt, und STAR WARS versauen er und die Abrams-Clique ebenso spektakulär, wie STAR TREK.
                      Ich sehe das Problem darin, dass diese Leute zu sehr gewinnorientierte Dilettanten sind, und viel zu wenig Fans der betreffenden Franchises denen der nötige Respekt vor einer nachvollziehbaren Kontinuität des Canon fehlt.

                      Bei denen fühlt sich dann entsprechend auch jede Serie wie Hawaii 5-0 (hier dann eben im Weltall) an. Und genau das ist nicht meins.

                      Was ST lange Zeit ausmachte war die Eigenständigkeit - das was Fans dann als "typisch ST" ansehen (oder jetzt eher - ansahen). Wenn diese Eigenständigkeit fehlt, dann wird es nichtssagender Kommerz-Einheitsbrei für die tumbe Masse der US-Zuschauer. Seht euch an, wen die zum Präsidenten wählen, dann wisst ihr, wie hoch der IQ der Zuschauer anzusiedeln ist. Für die langt es halt, und da hinterfragt auch dann keiner mehr kritisch. Hauptsache bunt und laut - eine Entwicklung die aber generell bei allen Serien und Filmen feststellbar ist - nicht nur bei Trek oder Wars...

                      Was mich angeht: Disco findet ab sofort ohne mich statt - die dritte Episode hat mir endgültig den Rest gegeben. In der gesparten Zeit werde ich dann lieber gute SF lesen (oder selbst welche schreiben). Dabei kommt mehr herum IMO.
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                      • #12
                        Zitat von Sunny Beitrag anzeigen
                        Oben genanntes Zitat hat mich selbst ein bisschen überlegen lassen, weshalb ich mich zwar für die ersten beiden ST-Abrams-Filme begeistern konnte, die Serie und den dritten ST-Abrams-Film allerdings nicht ins ST-Universum einsortieren mag, weil mir hier der "ST-Spirit" tatsächlich fehlt, den jeder wohl anders interpretiert. Mir kommt die Discovery sowie der letzte ST-Abrams-Film wie die Serie Firefly vor: Nichtssagenden, kurzweilig und absolut nicht Star Trek.
                        Ich war ja Teil der Diskussion, in deren Rahmen dieses Zitat entstanden ist, und schon dort habe ich - die leider von "Datas Kopf" unbeantwortete - Frage gestellt: Heißt das jetzt, eine schlechte ST-Folge ist keine ST-Folge mehr? Viel mehr kann ich dazu nicht sagen. Ich schreibe niemandem vor, wie gut oder wie schlecht er DSC finden soll - dieses Recht, jemandem das vorzuschreiben, darf man sich IMO in solchen Zusammenhängen gar nicht herausnehmen -, aber wenn man DSC sch**** findet, bedeutet das eben, dass man eine Inkarnation von ST sch**** findet. Nicht mehr, nicht weniger.
                        Was unterscheidet einen Pferdeschwanz von einer Krawatte? - Der Pferdeschwanz verdeckt das Ar***loch ganz.

                        Für alle, die Mathe mögen

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                        • #13
                          Wenn es rein nach den Schiffen geht, die in den verschiedenen Serien die Hauptrolle spielen, ist in meinen Augen DSC, TNG und VOY Schrott. Die Discovery sieht einfach nicht schön aus. Das Schiff ist einfach nur hässlich. Die Voyager ist mir zu langgezogen und die Enterprise-D zu breit. Das schönste Schiff ist die TOS-Enterprise, gefolgt von der NX-Enterprise. Die Defiant sieht ganz nett aus, aber sie ist mir schlicht zu klein.
                          Bei den Filmen ist die TMP-Enterprise mein Favorit, die anderen Enterprise Versionen sind nicht mein Fall. Die Enterprise-E sieht zwar nett aus, aber das wars auch schon, die JJ-Prise ist schlicht hässlich.
                          Trotzdem gucke ich gerne die Serien, egal wie hässlich das Schiff ist. Wenn ich nach 3-4 Folgen keine Lust mehr auf eine Serie habe, gucke ich nicht weiter. War schon immer so, ist nur noch nicht so oft vorgekommen. Die letzten Serien, wo das der Fall war, waren Bull und Chicago Med.
                          Inmitten des ewigen Kreislaufs der Zeit, wird aus lauem Wind ein Sturm entstehen.
                          Vom Abgrund starren Dämonenaugen weit, die die Razgriz, die schwarzen Flügel sehen.

                          Kommentar


                          • #14
                            Zitat von Kalyrus Beitrag anzeigen
                            Sollte man sich vom klassischen ST verabschieden? Ja.
                            Ähnlich sehe ich es auch. Wenn ich mir z.B. Disco oder Into Darkness anschaue, gibt es zwar immer wieder direkte oder indirekte Bezüge zum bekannten ST, allerdings nicht in der Intensität, wie das noch bei anderen ST-Produktionen vor Abrams der Fall war. Wenn man erwartet die „alten“ ST-Produktionen zu sehen, wird man sicherlich enttäuscht. Und ob sie überhaupt noch funktionieren bezweifle ich mittlerweile stark. Denn ENT war jetzt auch nicht der Renner und die Serie hat sich in starken Maße nach althergebrachter Weise mit ST beschäftigt. Dennoch hat in SW 7 diese retrospektive Produktion erfolgreich funktioniert.

                            Zitat von riepichiep Beitrag anzeigen
                            Und das siehst du ERNSTHAFT in ST09 und ST-ID?
                            Da habe ich mich wohl nicht ganz korrekt ausgedrückt. Ich denke, dass Filme an sich weniger Möglichkeiten für eine langsame Charakter- oder Handlungsentwicklung bieten, wie Serien das tun. Ich bezog mich bei meinem Post deshalb vor allem auf die alten ST-Serien und nicht auf die Filme. Disco entwickelt sich recht schnell anders als das noch in DS9 oder VOY der Fall war, wo man als Zuschauer recht langsam an die einzelnen Charaktere herangeführt worden ist.

                            Zitat von Feydaykin
                            Detailgenauigkeit? Bezogen auf was?
                            Z.B. auf die kleinen und großen Besonderheiten, die jede Spezies so zu bieten haben. Ich wäre glücklich, wenn Disco und alle weiteren neuen ST-Filme oder Serien dies auch bieten würden. Ich denke da nur an die Haare in den Ohren des Großen Nagus Zek. Nicht jeder achtet auf so etwas, aber für mich gehören solche kleinen Details zu einer guten Show dazu und das gilt nicht nur für ST auch für alle Shows, die momentan produziert werden. Dennoch glaube ich, dass sich die Serie Discovery dahingehen gut entwickeln kann. Man bedenke nur den Tripple auf dem Tisch des Captain.


                            Penetrante Raumschlachten an laufenden Band? Feuergefechte ohne Kontext. Das solltest du mal erläutern.
                            Eine Serie kann auch dann gut sein, wenn man nicht permanent mit Waffenfeuer oder Raumschlachten konfrontiert wird. Dafür bedarf es aber einer durchdachten Handlung, die fehlte mir in Beyond sowie in den ersten beiden Folgen von Disco.

                            Zitat von TauLeonis
                            ]Ich bin in diesem Fall für den Spaß .
                            Auf den warte ich zumindest bei Discovery noch. Wobei VOY und ENT nun auch nicht gerade für Spaßbomben-Serien berühmt sind. Ich hoffe natürlich, dass Disco da mehr zu bieten hat. Denn man sollte ST nun wirklich nicht allzu ernst nehmen. Und in den Filmen Into Darkness und vor allem Star Trek (2009) konnte ich mich gut amüsieren, genauso wie in der Serie DS9.

                            Zitat von hawk644
                            Ich sehe das Problem darin, dass diese Leute zu sehr gewinnorientierte Dilettanten sind, und viel zu wenig Fans der betreffenden Franchises denen der nötige Respekt vor einer nachvollziehbaren Kontinuität des Canon fehlt.
                            Das ist aber nur natürlich. Wenn eine Show oder eine Film nun mal nicht genügend Kohle abwirft, dann war’s das eben mit weiteren Produktionen. Eine Fortsetzung des Films Valerian - Die Stadt der Tausend Planeten wird’s wohl auch nicht geben, bei dem schlechten Einspielergebnis. Und ich glaube, dass die neuen „JJ. Abrams ST-Filme“ und Disco gewinntechnisch doch ganz gut abgeschnitten oder gerade abschneiden.

                            Und ich finde auch nicht, dass man immer canonmäßig vorgehen muss. Das schränkt doch die Entwicklung einer Serie oder eines Filmes zu stark ein. Wir reden ohne JJ.Abrams-Produktionen von 10 Star-Trek-Filmen und 704 Star-Trek-Folgen (80 Folgen TOS, 178 Folgen TNG, 176 Folgen DS9, 172 Folgen VOY, 98 ENT), die dem Canon entsprechen. Die wenigsten Zuschauer kennen den ST-Canon oder können ST-Produktionen in eine Zeitlinie einordnen. Es sind sicherlich nur sehr wenige Fans, die das können und jegliche „Verfehlungen“ diesbzgl.. erkennen.

                            Zitat von garakvsneelix
                            Heißt das jetzt, eine schlechte ST-Folge ist keine ST-Folge mehr?
                            Genau das seh ich nicht so, sonst könnte man mMn ein Drittel aller ST-Folgen als nicht ST bezeichnen, weil sie einfach schlecht oder langweilig waren. Früher wurden ja viele „Lückenfüller-Folgen“ produziert, um am Ende sagen zu können, wir haben in einer Staffel 24 Folgen. Die Handlung voran getrieben haben aber vielleicht nur zwei Drittel dieser Folgen.

                            In Disco wird zwar eindeutig auf ST-Bezug genommen, allerdings kann ich diese Serie nicht als typisch ST einordnen und sie schon gar nicht in Zeit Prä-TOS und Post-ENT. Vielleicht steht dieses „typisch“ auch für althergebracht und unveränderbar, denn das waren irgendwie alle Prä-JJ.Abrams Serien und Filme. Sie folgten einem bestimmten Muster und dieses typische Muster existiert mMn nicht mehr. Die neuen Filme und Shows sind individuell, an unsere heutige Zeit angepasster und wirken frischer. Aber sie wirken eben nicht wie das typische ST, sondern wie ein neues ST. Zumindest auf mich.
                            Wahl zu Mister SciFi-Forum 2017
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                            • #15
                              Und es ist gut, dass die neue Serie wieder neue Wege geht. Das hatten die letzten beiden Serie nicht gemacht.

                              Star Trek ist kein pures einheitliches oder klar zu definierendes "Ding". Jede Inkarnation hat aber Elemente, die es zu Star Trek machen. Es kommt nur darauf an, wonach man sucht. Wie gut DSC als Star Trek-Serie sein wird, kann man erst beurteilen, wenn die Serie ihren Weg gegangen ist. Das ist der Crux an dieser Erzählweise. Wir wissen erst worauf es hinausläuft, wenn das Ziel erreicht wird.

                              Es ist daher auch normal, dass wir zu Beginn wahrscheinlich am weitesten von dem weg sind, was die Moral von der Geschichte sein wird.

                              Daher mache ich mir jetzt auch keine Sorgen, dass die Serie nicht ihren Platz im Star Trek-Kosmos finden wird.
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