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Die erste Staffel von ENT, TOS und TNG im Vergleich

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  • Die erste Staffel von ENT, TOS und TNG im Vergleich

    Drei Serien, jeweils ein Schiff namens Enterprise. Die zeitlichen Abstände zwischen den Serien sind ziemlich groß, sowohl was die Produktion angeht als auch in der erzählten Zeit.

    TOS war letztlich ein Erfolg, aber mit großen Anlaufschwierigkeiten, TNG war ein Erfolg und hatte sieben volle Jahre im Fernsehen, ENT wurde nach vier Staffeln abgesetzt.

    Welchen Anteil an diesem unterschiedlichen Erfolg hatte die erste Staffel?
    Worin liegen die wesentlichen Unterschiede beim Start der Serien?
    Was haben die Serien falsch bzw. richtig gemacht?
    Wie funktionierten bzw. entwickelten sich die Charaktere?
    Wie funktionierten bzw. entwickelten sich die Geschichten?


    Für den Anfang nehme ich mal jeweils die ersten sechs Folgen. Bei TOS habe ich "Der Käfig" weggelassen, weil außer Spock alle späteren Hauptcharaktere fehlen.

    Code:
    01/02 - "Aufbruch ins Unbekannte" / "Broken Bow"
    03 - "Freund oder Feind" / "Fight or Flight"
    04 - "Geistergeschichten" / "Strange New World"
    05 - "In guter Hoffnung" / "Unexpected"
    06 - "Terra Nova" / "Terra Nova"
    
    02 - Spitze des Eisbergs (Where no man has gone before)
    03 - Pokerspiele (The Corbomite Maneuver)
    04 - Die Frauen des Mr. Mudd (Mudd's Women) 
    05 - Kirk : 2 = ? (The Enemy Within) 
    06 - Das Letzte seiner Art (The Man Trap)
    07 - Implosion in der Spirale (The Naked time) 
    
    01/02 - Der Mächtige/Mission Farpoint (Encounter at Farpoint)
    03 - Gedankengift (The Naked Now)
    04 - Der Ehrenkodex (Code of honor)
    05 - Der Wächter (The last outpost)
    06 - Der Reisende (Where no man has gone before)
    Den besten Pilotfilm hat ENT, danach geht es jedoch mit relativ belanglosen und banalen Geschichten weiter. Die Charaktere sind blass, und für einen Erstseher zünden sie nicht richtig. Die Farben sind ein überwiegend tristes Grau des Schiffes und arbeitsatmosphäriges Blau der Uniformen. Es ist verständlich, dass ENT nach kurzer Zeit enttäuscht.

    Bei TOS gibt es zu Beginn eine Reihe von Geschichten, bei denen ausgenutzt wird, dass die Charaktere praktisch von Anfang an nahezu perfekt funktionieren. Mit Leichtigkeit gelingt es der Serie, dem Weltraum eine besondere Atmosphäre von Weite, Isolation und Bedrohlichkeit zu verleihen.

    TNG geht gleich in die vollen und präsentiert eine Art Gottwesen, Q, das der Menschheit eine Prüfung auferlegt, aber die Geschichte um diese Weltraumwesen funktioniert für mich aufgrund der schwachen Charaktere und dem langatmigen Storyaufbau nicht besonders gut. Man hält sich zu sehr damit auf, irgendwelche Wunder zu bestaunen, was anfangs leider auch in ENT passiert, nur sollte die TNG-Crew über dieses das-Kind-ist-zum-ersten-Mal-im-Weltraum-Stadium Lichtjahre hinaus sein.

    Bei TNG geht es dann mit schwachen Geschichten, die zum Teil TOS-Abklatsch sind, weiter. Das Kindliche wird in den Vordergrund gerückt.

    TNG profitierte von der langen Pause nach TOS und dass es zu seiner Zeit keine Konkurrenz hatte. ENT kam absolut nicht nach einer langen Pause, ganz im Gegenteil, und es hatte eine starke Konkurrenz.

    Produktionstechnisch ist ENT auf weit höherem Niveau als TOS oder TNG, es hatte den besten Pilotfilm, aber die ersten Folgen und die Charaktere zünden nicht richtig. In dieser Phase dürfte ENT die meisten Zuschauer verloren haben. TNG wäre es mit seinen Geschichten, selbst auf dem produktionstechnischen Standard von ENT, nicht besser gegangen, wenn es mit dieser ersten Staffel 2001 gestartet wäre.


    .
    EDIT (autom. Beitragszusammenführung) :

    irony schrieb nach 45 Minuten und 26 Sekunden:

    Die erste Staffel von ENT zeigt nur einen auf wenige Folgen beschränkten Storybogen, der sich mit dem Verhältnis der Andorianer und Vulkanier zueinander beschäftigt:
    Code:
    [007] "Doppeltes Spiel" / "The Andorian Incident"
    [008] "Das Eis bricht" / "Breaking the Ice"
    [009] "Die Saat" / "Civilization"
    [010] "Familienbande" / "Fortunate Son"
    [011] "Der kalte Krieg" / "Cold Front"
    [012] "Silent Enemy" / "Lautloser Feind"
    [013] "Lieber Doktor" / "Dear Doctor"
    [014] "Sleeping Dogs" / "Schlafende Hunde"
    [015] "Shadows of P'Jem" / "Im Schatten von P'Jem"
    [016] "Allein" / "Shuttlepod One"
    [017] "Verschmelzung" / "Fusion"
    [018] "Gesetze der Jagd" / "Rogue Planet"
    [019] "Raumpiraten" / "Acquisition"
    [020] "Schiff der Geister" / "Oasis"
    [021] "In sicherem Gewahrsam" / "Detained"
    [022] "Vox Sola" / "Vox Sola"
    [023] "Gefallene Heldin" / "Fallen Hero"
    [024] "Durch die Wüste" / "Dessert Crossing"
    [025] "Zwei Tage auf Risa" / "Two days and two nights"
    [026] "Die Schockwelle - Teil 1" / "Shockwave - Part I"
    Aber dennoch kann die Serie hier punkten. T'Pol zeigt eine Entwicklung. Anfangs stellt sie einen Fremdkörper in der sonst eher homogenen Crew dar, am Ende der ersten Staffel ist sie das nicht länger. Auch die übrigen Charaktere, wie z.B. Tucker und Reed, oder Phlox, sind etwas aufgetaut.

    Insgesamt profitiert die Serie sehr stark von ihrem produktionstechnischen Niveau. Kaum eine andere Serie zeigt besser und glaubwürdiger die Erkundung des Weltraums (FTL und Aliens vorausgesetzt). Trotz der vorhandenen Action überwiegen die leisen Töne, Stimmungen werden vermittelt. Der Unterschied zu TNG, wo u.a. auch mittels des marschmusikartigen TMP-Titelthemas der Siegeszug der Menschheit zelebriert wird, ist ziemlich groß.
    Zuletzt geändert von irony; 14.03.2012, 09:48. Grund: Antwort auf eigenen Beitrag innerhalb von 24 Stunden!

  • #2
    Ich denke im Grunde - wie schon in einem anderen Thema angesprochen - dass sich die Qualität der Drehbücher in allen Serien innerhalb der ersten Staffel ziemlich gleicht.

    TOS hat im vergleich der ersten Staffeln die sympatischten, TNG die ungewöhnlichsten und ENT die vielschichtigsten Charaktere. Ich teile deine Ansicht, dass es relativ egal ist, welche Serie man nun persönlich am liebsten mag. Auch TNG wäre frühzeitig abgesezt worden, wenn TOS und ENT vorher gewesen wären...ich kann verstehen, dass leuten das Drehbuch-Recycling nicht gefällt.

    Für mich persönlich ist ENT aber trotzdem die beste der drei genanten Serien, und wenn wir 1992 ENT mit 7 Staffeln und dafür TNG 2001 mit nur 4 Staffeln gesehen hätte, wäre mir das auch recht gewesen
    Was ist Ironie?
    Nachdem Kirks Leben 30 Jahre lang bestimmt wurde von "Captain auf der Brücke"
    endete es schließlich mit einer Brücke auf dem Captain.

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    • #3
      Bei TOS geht es nach dem gelungenen Anfang mit vielen Einzelgeschichten weiter. Einige Highlights habe ich fett markiert.
      Code:
      08 - Der Fall Charlie (Charlie X)
      09 - Spock unter Verdacht (Balance of Terror)
      10 - Der alte Traum (What are little girls made of ?)
      11 - Der Zentralnervensystemmanipulator (Dagger of the Mind)
      12 - Miri, ein Kleinling (Miri)
      13 - Kodos, der Henker (The Conscience of the King)
      14 - Notlandung auf Galileo 7 (The Galileo Seven)
      15 - Kirk unter Anklage (Court Martial)
      16 - Talos IV - Tabu 1 (The Menagerie 1)
      17 - Talos IV - Tabu 2 (The Menagerie 2)
      18 - Landurlaub (Shore leave)
      19 - Tödliche Spiele auf Gothos (The Squire of Gothos)
      20 - Ganz neue Dimensionen (Arena)
      21 - Auf Messers Schneide (The Alternative Factor)
      22 - Morgen ist gestern (Tomorrow is yesterday)
      23 - Landru und die Ewigkeit (The Return of the Archons)
      24 - Krieg der Computer (A Taste of Armageddon)
      25 - Der Schlafende Tiger (Space Seed)
      26 - Falsche Paradiese (This Side of Paradise)
      27 - Horta rettet ihre Kinder (The Devil in the Dark)
      28 - Kampf um Organia (Errand of Mercy)
      29 - Griff in die Geschichte (The City on the edge of forever)
      30 - Spock außer Kontrolle (Operation Annihilate)
      Trotz einiger schwacher Folgen (und Szenen) ist die erste Staffel recht gut, und das produktionstechnische Niveau ist für die damalige Zeit recht hoch. Die Serie funktioniert vor allem dank des Trios Kirk, Spock und McCoy, und des reichlich vorhandenen Humors, und erstaunlicher Weise funktioniert sie auch heute noch (auch dank der Remastered-Effekte).

      Auch bei TNG gibt es wie in TOS keinen Storybogen.
      Code:
      007 - Die geheimnisvolle Kraft (Lonely Among Us)
      008 - Das Gesetz der Edo (Justice)
      009 - Die Schlacht von Maxia (The Battle)
      010 - Rikers Versuchung (Hide and Q)
      011 - Die Frau seiner Träume (Haven)
      012 - Der große Abschied (The Big Goodbye)
      013 - Das Duplikat (Datalore)
      014 - Planet Angel One (Angel One)
      015 - 11001001 (11001001)
      016 - Die Entscheidung des Admirals (Too Short a Season)
      017 - Die Sorge der Aldeaner (When the Bough Breaks)
      018 - Ein Planet wehrt sich (Home Soil)
      019 - Prüfungen (Coming of Age)
      020 - Worfs Brüder (Heart of Glory)
      021 - Die Waffenhändler (The Arsenal of Freedom)
      022 - Die Seuche (Symbiosis)
      023 - Die schwarze Seele (Skin of Evil)
      024 - Begegnung mit der Vergangenheit (We'll Always Have Paris)
      025 - Die Verschwörung (Conspiracy)
      026 - Die neutrale Zone (The Neutral Zone)
      Zwei Hauptcharaktere (Tasha, Beverly) verlassen am Ende der ersten Staffel die Serie. Insgesamt finde ich die erste Staffel von TNG sehr schwach, deutlich schwächer als TOS oder ENT.

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      • #4
        Welchen Eindruck hinterlässt die erste Staffel TOS? Ein Captain mit schlecht haltenden Nähten und einem personifizierten Blondinenwitz auf jedem Planeten. Bei der Erstausstrahlung, als ich noch ein Junge war, empfand ich dieses Element immer als unsäglich nervig und war froh über jede Folge, die ohne Bettgeschichte auskam. Unschlagbarer Vorteil: TOS hat Spock!

        Pilotfilm und erste Staffel ENT wurden bei der Erstausstrahlung von einem Zeitungskritiker treffend so zusammengefasst: "Es wird nur noch geschossen." Da es mir auch nach mehreren Folgen immer noch nicht recht gelang, die platten, alle gleich aussehenden Kerls auseinanderzuhalten, habe ich es schnell aufgegeben.

        Ganz im Gegensatz zu TNG, bei dem sich die Figuren schon rein äußerlich unverwechselbar machen: Glatze, Visier, Schildkrötenstirn, Kurzhaarfrauenfrisur und Wuschelkopffrauenfrisur, nur Riker wirkt ohne den Bart der späteren Staffeln noch allzu aufgesetzt wie der kleine Neffe von James T. Kirk. Q gleich im Pilotfilm von TNG ist nicht unbedingt das Gelbe vom Ei. Ich muss das mal an meiner Tochter ausprobieren und sehen, ob es sie zum Weiterschauen reizt *. Die erste Staffel machte damals aber schon wegen der eigenwilligen Figuren und der im Vergleich zu TOS deutlich fortgeschritteneren Tricktechnik einfach Lust auf mehr.


        * Nebenfrage: Mit welcher Serie würdet ihr denn eine Halbwüchsige einsteigen lassen? Ich kann mir denken, dass sie von der Endlosrauferei bei TOS und dem "allmächtigen" Q bei TNG nicht gerade begeistert wäre; DS9 fällt wegen des intensiven Rückbezugs auf TNG flach, ENT wäre ihr zu viel Geballer - VOY womöglich?
        Zuletzt geändert von Dessler; 14.03.2012, 10:29.
        Die Sternenflotte bescheinigt hiermit, dass zur Erzeugung dieses Textes kein Rothemd gemeuchelt, gephasert, erstochen, erschlagen, gesteinigt, transporterverunfallt noch in irgendeiner anderen Weise grob ausgebeutet, misshandelt oder an körperlicher oder geistiger Unversehrtheit geschädigt wurde.

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        • #5
          Zitat von Dessler Beitrag anzeigen
          Welchen Eindruck hinterlässt die erste Staffel TOS? Ein Captain mit schlecht haltenden Nähten und einem personifizierten Blondinenwitz auf jedem Planeten. Bei der Erstausstrahlung, als ich noch ein Junge war, empfand ich dieses Element immer als unsäglich nervig und war froh über jede Folge, die ohne Bettgeschichte auskam.
          In der ersten Staffel dürften dies die allermeisten Folgen sein. Echte Bettgeschichten gibt es da sogar keine.

          In "Kodos, der Henker" (The Conscience of the King) gibt es Kodos Tochter, mit der Kirk das Aussichtsdeck besucht und ein bisschen plaudert.

          Folgen, in denen Kirk mit einer Verflossenen zu tun hat:

          "Der Zentralnervensystemmanipulator" (Dagger of the Mind)
          "Kirk unter Anklage" (Court Martial)
          "Landurlaub" (Shore leave)

          Und dann ist er noch in der Folge "Griff in die Geschichte" in Edith Keeler verliebt. Von einer Blondine auf jedem Planeten kann in der ersten Staffel noch nicht die Rede sein.

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          • #6
            Na ja, TOS erste Staffel würde ich bei so einem Vergleich immer etwas herausnehmen, denn es ist doch schon eine deutlich andere Zeit gewesen. Auch solche Dinge wie das "Produktionsniveau" zu vergleichen, kann ich bei Serien, zwischen denen grob geschlagen jeweils 20 Jahre stehen, kann eigentlich nur schwer ernst gemeint sein, wenn dann muss man das Produktionsniveau im Vergleich zu anderen Serien DERSELBEN ZEIT berücksichtigen. Da fehlt mir allerdings bei TOS und TNG das Vergleichsmaterial und in der ENT-Zeit gab es z. B. mit nBSG schon eine prduktionstechnisch etwas höher anzusiedelnde SF-Serie.

            Was man vergleichen kann, sind die Storys, und ohne da jetzt genau auf Staffelschnitte und dergleichen zu achten, nehmen sich ENT und TNG da recht wenig, denn es sind nun einmal die typischen "Erststaffeln", wie es sie auch bei DS9 und VOY gibt. Rein gefühlsmäßig würde ich aber ENT schon bescheinigen, eigentlich einen besseren Start gehabt zu haben als TNG. Bei ENT ist der spürbare Hänger halt eindeutig Staffel 2. Das lässt Staffel 1 - gerade auch in Anbetracht der allgemeinen Stimmung, die dort verbreitet wurde - durchaus besser erscheinen als die erste TNG-Staffel, bei der man sofort an miserable Ferengiauftritte denken muss.

            Zitat von Dessler Beitrag anzeigen
            * Nebenfrage: Mit welcher Serie würdet ihr denn eine Halbwüchsige einsteigen lassen? Ich kann mir denken, dass sie von der Endlosrauferei bei TOS und dem "allmächtigen" Q bei TNG nicht gerade begeistert wäre; DS9 fällt wegen des intensiven Rückbezugs auf TNG flach, ENT wäre ihr zu viel Geballer - VOY womöglich?
            Ist dieser Rückbezug wirklich so intensiv? Oder reicht es im Prinzip, kurz mal eine Einführung in die Welt zu geben, so sagen wir mal 7 bis 10 wichtige TNG-Folgen?
            Was unterscheidet einen Pferdeschwanz von einer Krawatte? - Der Pferdeschwanz verdeckt das Ar***loch ganz.

            Für alle, die Mathe mögen

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            • #7
              Zitat von irony Beitrag anzeigen
              Und dann ist er noch in der Folge "Griff in die Geschichte" in Edith Keeler verliebt. Von einer Blondine auf jedem Planeten kann in der ersten Staffel noch nicht die Rede sein.
              Allerdings kann die Rede genau so wenig davon sein, dass in der ersten Staffel ENT mehr geballert würde, als in der ersten Staffel Voyager ...

              Das eine Mal das in jeder zweiten Episode der Phaser gezogen wird, ist wohl kaum unangemessen viel. Und wenn doch, dürfte Sci-Fi kaum das passende Unterhaltungsgenre sein ...
              Was ist Ironie?
              Nachdem Kirks Leben 30 Jahre lang bestimmt wurde von "Captain auf der Brücke"
              endete es schließlich mit einer Brücke auf dem Captain.

              Kommentar


              • #8
                Zitat von garakvsneelix Beitrag anzeigen
                wenn dann muss man das Produktionsniveau im Vergleich zu anderen Serien DERSELBEN ZEIT berücksichtigen. Da fehlt mir allerdings bei TOS und TNG das Vergleichsmaterial und in der ENT-Zeit gab es z. B. mit nBSG schon eine prduktionstechnisch etwas höher anzusiedelnde SF-Serie.
                Ich glaube nicht, dass nBSG ein höheres produktionstechnisches Niveau als ENT hat, aber auch wenn dies so wäre, von den Serien, die hauptsächlich im Weltraum spielen und in denen Aliens vorkommen, dürfte ENT das höchste Niveau haben und im TV-Bereich noch einige Zeit der Standard sein, an dem sich alles messen lassen muss. Und trotz Pappfelsen kann TOS dank der Remastered-Effekte auch heute noch gefallen.

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                • #9
                  Zitat von garakvsneelix Beitrag anzeigen
                  Produktionsniveau im Vergleich zu anderen Serien DERSELBEN ZEIT berücksichtigen. Da fehlt mir allerdings bei TOS und TNG das Vergleichsmaterial
                  Zeitgleich mit TOS sind in etwa: Raumpatrouille, Lost in Space, UFO, Invasion von der Wega.

                  Wenn ich aber speziell an die Pilotepisoden denke, dann ist m. E. keine davon so wirklich jugendgerecht. Wie also den Nachwuchs an die Serie heranführen? Eigentlich neige ich am ehesten zu den ersten sechs Kinofilmen und DANN mit TNG weiter.

                  Zitat von garakvsneelix Beitrag anzeigen
                  Ist dieser Rückbezug wirklich so intensiv? Oder reicht es im Prinzip, kurz mal eine Einführung in die Welt zu geben, so sagen wir mal 7 bis 10 wichtige TNG-Folgen?
                  Doch, man muss mindestens die Borg-Folgen gesehen haben, möglichst auch die Bajoraner- (Ro Laren) und Cardassianerfolgen (wobei die Doppelfolge schon wieder sehr harte Kost ist), die mit dem instabilen Wurmloch, dazu vielleicht noch einige andere, in denen Picard und O'Brien im Mittelpunkt stehen. Wenn wir aber erst einmal so weit sind, wird der Nachwuchs wahrscheinlich mehr über Data oder über Worf und die Klingonen wissen wollen, und dann ufert es ganz schnell aus, bevor man überhaupt bei DS9 angekommen ist...
                  Die Sternenflotte bescheinigt hiermit, dass zur Erzeugung dieses Textes kein Rothemd gemeuchelt, gephasert, erstochen, erschlagen, gesteinigt, transporterverunfallt noch in irgendeiner anderen Weise grob ausgebeutet, misshandelt oder an körperlicher oder geistiger Unversehrtheit geschädigt wurde.

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                  • #10
                    Zitat von Dessler Beitrag anzeigen
                    Wie also den Nachwuchs an die Serie heranführen? Eigentlich neige ich am ehesten zu den ersten sechs Kinofilmen und DANN mit TNG weiter.
                    Bei TNG ist doch fast alles Standalone. Wenn du die Pilotfolge nicht magst, überspring sie halt und lass auch sonst alle Folgen aus, die du nicht magst, da bleiben bei ca. 170 Folgen sicher noch genügend viele übrig.

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                    • #11
                      Zitat von Dessler Beitrag anzeigen
                      Wenn ich aber speziell an die Pilotepisoden denke, dann ist m. E. keine davon so wirklich jugendgerecht. Wie also den Nachwuchs an die Serie heranführen? Eigentlich neige ich am ehesten zu den ersten sechs Kinofilmen und DANN mit TNG weiter.
                      Inwiefern ist der Pilot von TNG nicht jugendgerecht?

                      Hilfreich für die Diskussion wäre vielleicht, von welchem Alter man da ausgeht.

                      Zu dem anderen, was ich vorhin gefragt hatte: Langt es denn nicht, bei den entsprechenden Szenen als "Kenner" dabeizusitzen? Gerade das mit den Borg wird ja sogar durch einen erklärenden Fließtext eingeleitet. Und viel wichtiger als "Sisko ist alleinerziehender Vater" ist das dann auch nicht mehr für die Serie.
                      Was unterscheidet einen Pferdeschwanz von einer Krawatte? - Der Pferdeschwanz verdeckt das Ar***loch ganz.

                      Für alle, die Mathe mögen

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                      • #12
                        Zitat von garakvsneelix Beitrag anzeigen
                        Inwiefern ist der Pilot von TNG nicht jugendgerecht?
                        Insofern, als meine Tochter es schwer fände, unvorbereitet eine Figur wie Q zu akzeptieren. Sie ist sehr rational eingestellt und macht sich nichts aus übernatürlichen Märchen. ST 1 kommt ihr da aus meiner Sicht mehr entgegen.

                        Zitat von garakvsneelix Beitrag anzeigen
                        Hilfreich für die Diskussion wäre vielleicht, von welchem Alter man da ausgeht.
                        Sie ist 11 und hat bislang nur Erfahrung mit Anime-SF wie Yamato, Captain Harlock und die Königin der 1000 Jahre - wo zwar auch zuweilen ganz schön herumgeballert wird, aber sie meint, das Zeichentrickmedium helfe ihr dabei, die emotionale Distanz zum Geschehen zu wahren. Wenn es "zu realistisch" aussieht (auch durch CGI, etwa im Yamato-Film von 2009), dann würde sie nach eigenen Aussagen zu sehr in die Handlung hineingezogen. An "reale", geschauspielerte SF hat sie sich darum noch nicht herangewagt.

                        Zitat von garakvsneelix Beitrag anzeigen
                        Zu dem anderen, was ich vorhin gefragt hatte: Langt es denn nicht, bei den entsprechenden Szenen als "Kenner" dabeizusitzen? Gerade das mit den Borg wird ja sogar durch einen erklärenden Fließtext eingeleitet. Und viel wichtiger als "Sisko ist alleinerziehender Vater" ist das dann auch nicht mehr für die Serie.
                        Ich denke nicht. Die Auftritte von Picard/Locutus, vor allem im Wurmloch, sind m. E. nicht nachvollziehbar, wenn man die Borg-Folgen nicht gesehen hat, und verwirren dann den Zuschauer ganz beträchtlich.
                        Die Sternenflotte bescheinigt hiermit, dass zur Erzeugung dieses Textes kein Rothemd gemeuchelt, gephasert, erstochen, erschlagen, gesteinigt, transporterverunfallt noch in irgendeiner anderen Weise grob ausgebeutet, misshandelt oder an körperlicher oder geistiger Unversehrtheit geschädigt wurde.

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                        • #13
                          Zitat von Dessler Beitrag anzeigen
                          Insofern, als meine Tochter es schwer fände, unvorbereitet eine Figur wie Q zu akzeptieren. Sie ist sehr rational eingestellt und macht sich nichts aus übernatürlichen Märchen. ST 1 kommt ihr da aus meiner Sicht mehr entgegen.
                          Okay, das ist dann tatsächlich eher etwas "personenspezifisches", also im Sinne von: Ich habe nicht das Gefühl, dass ihr das gefallen würde. Denn gerade was jugendgerechte Serien angeht, spielt TNG eigentlich verdammt weit vorne mit. Die Handlungen sind nicht allzu kompliziert, es gibt wie in jedem Comicfilm auch mal eine Moralkeule und hier und da stirbt zwar jemand, aber das wird nie sonderlich ausführlich oder blutig gezeigt: Tasha verschwindet in der schwarzen Masse, wird wieder ausgespuckt und das war's, was dann auch den folgenden Punkt...

                          Zitat von Dessler Beitrag anzeigen
                          Sie ist 11 und hat bislang nur Erfahrung mit Anime-SF wie Yamato, Captain Harlock und die Königin der 1000 Jahre - wo zwar auch zuweilen ganz schön herumgeballert wird, aber sie meint, das Zeichentrickmedium helfe ihr dabei, die emotionale Distanz zum Geschehen zu wahren. Wenn es "zu realistisch" aussieht (auch durch CGI, etwa im Yamato-Film von 2009), dann würde sie nach eigenen Aussagen zu sehr in die Handlung hineingezogen. An "reale", geschauspielerte SF hat sie sich darum noch nicht herangewagt.
                          ... hervorragend erfüllt. Andererseits muss ich sagen, dass wenn sie nichts mit zumindest ein wenig Fantasy anfangen kann und alles immer streng rational erklärbar sein soll, ich eigentlich nicht sagen würde, dass SF als Genre überhaupt etwas für sie ist. Da muss man schon verdammt häufig den Willen aufbringen, auch mal Dinge zu akzeptieren, von denen man einfach WEISS, dass sie so in unserer Menschenwelt nicht möglich sind.

                          Zitat von Dessler Beitrag anzeigen
                          Ich denke nicht. Die Auftritte von Picard/Locutus, vor allem im Wurmloch, sind m. E. nicht nachvollziehbar, wenn man die Borg-Folgen nicht gesehen hat, und verwirren dann den Zuschauer ganz beträchtlich.
                          Na ja, aus Sicht des Erstsehers ist das so: "Da ist dieser Picard, der irgendwie unfreiwillig an dem Tod von Siskos Frau beteiligt war und darum ist Sisko jetzt sauer auf ihn. Was da genau war, würde wohl die vorherliegende Serie erklären, aber wenn ich es recht bedenke, ist für mich ja nur wichtig, dass Sisko die Vergangenheit nicht loslassen und den Tod seiner Frau nicht akzeptieren möchte. Und ehe ich mich versehe, ist der Pilotfilm auch schon wieder vorbei und das Thema Borg wird nie wieder angesprochen."

                          Natürlich wirken sämtliche Querbezüge immer besser, wenn man ihre Hintergründe kennt, aber ich frage mich halt, ob es sich einfach rentiert, nur weil man mit DS9 anfängt, davor mal 90 Minuten lang TNG zu sehen, um fünf Minuten des Pilotfilms etwas besser verstehen zu können. Es ist einfach dann doch kein MUSS.

                          Sagen wir es mal so: Wenn du 3 TNG-Folgen vorbereiten solltest, um eine Art "Vorlauf" für DS9 einzubauen, welche wären das?
                          Was unterscheidet einen Pferdeschwanz von einer Krawatte? - Der Pferdeschwanz verdeckt das Ar***loch ganz.

                          Für alle, die Mathe mögen

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                          • #14
                            Zitat von garakvsneelix Beitrag anzeigen
                            Die Handlungen sind nicht allzu kompliziert, es gibt wie in jedem Comicfilm auch mal eine Moralkeule und hier und da stirbt zwar jemand, aber das wird nie sonderlich ausführlich oder blutig gezeigt:
                            "Conspiracy" lassen wir mal außen vor, ja? Und "Chain of Command" ist in der zweiten Hälfte auch schon ziemlich herb.


                            Zitat von garakvsneelix Beitrag anzeigen
                            ... hervorragend erfüllt. Andererseits muss ich sagen, dass wenn sie nichts mit zumindest ein wenig Fantasy anfangen kann und alles immer streng rational erklärbar sein soll, ich eigentlich nicht sagen würde, dass SF als Genre überhaupt etwas für sie ist.
                            Mit "rational" meinte ich jetzt nicht, dass alles auf dem Boden des physikalisch Möglichen bleiben soll. Sie ist schon bereit, Warpantrieb und Zeitreisen zu akzeptieren, aber man muss ihr zumindest eine wohlklingende Technobabbel-Erklärung dafür liefern können. Reiner Theismus, Animismus, Die Macht sei mit Dir, das geht ihr zu weit, das nimmt sie nicht mehr hin. Sie kann deswegen auch mit Harry Potter wenig anfangen, obwohl sie es versucht hat. (Merkwürdigerweise ist sie von Eragon sehr angetan.)

                            Zitat von garakvsneelix Beitrag anzeigen
                            Na ja, aus Sicht des Erstsehers ist das so: "Da ist dieser Picard, der irgendwie unfreiwillig an dem Tod von Siskos Frau beteiligt war und darum ist Sisko jetzt sauer auf ihn.
                            Allerdings wirkt die Wurmlochszene doch sehr verwirrend und evtl. abschreckend, wenn man nicht versteht, weshalb Picard darin einen Laserwerfer im Auge hat. Oder aber es würde eine Reihe von Fragen aufwerfen, die darin gipfeln: "Warum schauen wir nicht die andere Serie vorher?"

                            Zitat von garakvsneelix Beitrag anzeigen
                            Sagen wir es mal so: Wenn du 3 TNG-Folgen vorbereiten solltest, um eine Art "Vorlauf" für DS9 einzubauen, welche wären das?
                            Wenn ich wirklich auf drei beschränkt wäre, dann würde ich "The Neutral Zone" und den "Best of Two Worlds"-Zweiteiler nehmen. Aber natürlich würde eigentlich auch noch "Q Who" dazugehören, und da geht es dann schon los: "Wer ist eigentlich dieser Q und woher kennt er die Enterprise?"

                            *Nachtrag: "The Neutral Zone" erscheint mir überhaupt als ein nützlicher Serieneinstieg, weil diese Folge eine Brücke in die Gegenwart des Zuschauers schlägt und ihn geradezu bei der Hand in die Star-Trek-Zukunft mitnimmt. Schade, dass dies nicht schon das Thema des Pilotfilms war.
                            Zuletzt geändert von Dessler; 15.03.2012, 11:55.
                            Die Sternenflotte bescheinigt hiermit, dass zur Erzeugung dieses Textes kein Rothemd gemeuchelt, gephasert, erstochen, erschlagen, gesteinigt, transporterverunfallt noch in irgendeiner anderen Weise grob ausgebeutet, misshandelt oder an körperlicher oder geistiger Unversehrtheit geschädigt wurde.

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                            • #15
                              Zitat von Dessler Beitrag anzeigen
                              Allerdings wirkt die Wurmlochszene doch sehr verwirrend und evtl. abschreckend, wenn man nicht versteht, weshalb Picard darin einen Laserwerfer im Auge hat. Oder aber es würde eine Reihe von Fragen aufwerfen, die darin gipfeln: "Warum schauen wir nicht die andere Serie vorher?"
                              Frei aus dem Gedächtnis heraus die ersten Sekunden des DS9-Piloten zitiert:

                              "Bei Sternzeit XYZ wurde Captain Jean Luc Picard von der USS. Enterprise von einer feindlichen Macht, die sich Borg nennt, gefangen genommen. Chirurgisch verändert wurde er gezwungen, einen Angriff auf die Sternenflotte bei Wolf 359 anzuführen."

                              Kurz darauf sieht man etwas Wolf 359 Geballer, Siskos Frau Jennifer liegt tot an Bord der Mirandaklasse, und dann läuft der DS9-Pilot entspannt weiter.

                              Was hieran nun schwer verständlich sein soll, wenn man, wie deine Tochter "trotz" ihres jungen Alters, scheinbar hellen Verstandes zu sein scheint, leuchtet mir nicht ganz ein. Papa sitzt doch zur Not daneben, und kann nochmal sagen: "Der Glatzkopf da, der Tee schlürft, genau. Ja, genau, das ist der Borg mit dem Laserstrahler gewesen."
                              Und dass man die Wurmlochszene im Piloten generell schwer verständlich finden kann, wenn man sie das erste Mal schaut, ist auch bei Erwachsenen normal, wie ich dir versichern kann. :P Es ist ja auch nicht schlecht, wenn man nachher etwas über das Gesehene diskutieren kann.

                              Was Conspiracy und Chains of Command angeht:

                              Die Handlung von Conspiracy (Parasiten übernehmen Menschen) ist gängiges SciFi- und Fantasy-Material, das in fast jeder Serie mindestens einmal abegrast wird. Stargate etwas dreht sich ja quasi "nur" darum.
                              Conspiracy hat die eklige Kopf-Explosions-/Königin-aus-Brustkorb-Szene am Ende. Die ist im Fernsehen aber rausgeschnitten, auf der DVD musst du sie dann halt wirklich wegspuhlen, wenn deine Tochter ein Abstraktionsproblem bei Realfilmen hat (im Gegensatz zu Animes, wie von dir angeführt).
                              Fernab von jener berüchtigten Szene hat die Folge nichts, was sie für eine Elfjährige, die Animes mit Gewaltdarstellung sieht, untragbar machen würde.

                              Chains of Command hingegen gilt (und du wirst ja den zweiten Teil meinen), wegen der Darstellerischen Leistung von Steward als eine der besten Folgen von TNG.
                              Gleichzeitig ist sie vom visualisierten Gewaltpotential her ausgesprochen zurückhaltend; wenn man sich ja durchliest, wie "wirklich" gefoltert wird, oder was andere Serien oder Filme wie 24 und Co da auf dem Kerbholz haben, durchbricht TNG hier nicht das Familien-Vorabend-Schema. In meinen Augen.
                              Aber das Problem stellt sich mMn eh nicht: Bis du mit deiner Tochter bei dieser Folge ankommst, ist sie entweder schon Star Trek - Interessierte, oder hat TNG gelangweilt zu Gunsten der Animes weggelegt. Davon ab kenne ich natürlich deine Tochter nicht persönlich, und wenn du das Gefühl hast, ihr Chains of Command oder Conspiracy nicht zeigen zu können, werde ich dir das sicher nicht "auszureden" vermögen.

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