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Quo Vadis Star Trek? - Über den kanonischen Status von (neuen) Büchern

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  • Quo Vadis Star Trek? - Über den kanonischen Status von (neuen) Büchern

    Zitat von berg-ulme Beitrag anzeigen
    Interessante Diskussion, sondern in Hinblick auf das Erweiterte Universum von Star Trek. Seit die Romane in Trek-Univerum mehr Platz einnehmen, sind da Dinge in Bewegung. Bei Star Wars gibt es die Canon-Hierachie. George Lucas ist Gott und was er sagt gilt, dann kommen die Filme usw bis zu den einzelen Büchern und Comics.
    Solange es die Serien und die Filme gab, waren eben jene der Status Quo. Bücher und Comics mussten für sich allein stehen und in sich abgeschlossen sein, damit sie der Serie nicht in die Quere kommen.
    Seit es keine Serien mehr gibt und die neuen Filme in einem alternativen Univerum spielen, bilden die Romane-Serien den wichtigen Teil der Narrative. Roman-Serien, die mit einander verwoben werden, ähnlich wie Marvel-Comics
    Den Romanen aus den "neuen Serien" würde ich einen größeren Anspruch auf Kanonizität einräumen, als den "Eintagsfliegen" von vor zehn Jahren.
    Im Gegensatz zu Star Wars ist die Kanonität einer Geschichte in Star Trek klar und unmissverständlich geregelt:

    Canon im richtigen Sinne sind nur Onscreen-Fakten, also alle Handlungen von Filmen und Serien, wobei die Dialoge im allgemeinen noch über dem sichtbaren Dingen stehen.

    Semi-Canon, also den Canon erweiternd, sind die technischen Handbücher von Sternbach und Okuda, die zusätzlichen Fakten aus der Star Trek Enzyklopädie von Okuda und nach langer Diskussion auch der Star Trek Sternenatlas von Mandel. Diese Fakten werden wie Canon behandelt, solange sie dem Canon nicht widersprechen.

    Alles andere ist offiziell Non-Canon.

    Mittlerweile hat sich da eine Art Interpretationsstreit gebildet. So werden neuerdings auch Aussagen in Interviews und Blogs von Star Trek Produzenten und Graphikdesignern als semikanonisch akzeptiert. Es gibt sogar die "Forderung" die Fact Files und einige Bücher von Dritten, wie den Raumschiffguide, den Comic zu Star Trek XI oder einige neuere Romanserien in den Stand des Semi-Canon zu erheben.

    Ich hätte damit kein grundsätzliches Problem.
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  • #2
    Zitat von McWire Beitrag anzeigen
    ..., den Comic zu Star Trek XI oder einige neuere Romanserien in den Stand des Semi-Canon zu erheben.
    Ich halte für unwahrscheinlich, dass die Post-Nemesis-Romane auf diesen Rücksicht nehmen. Sprich dürfte ne entweder/oder-Geschichte werden.

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    • #3
      Zitat von DragoMuseveni Beitrag anzeigen
      McWire schreibt, wenn die Romane von Autoren verfasst worden sind, die auch Episoden geschrieben haben, dann sagen sie uns zumindest etwas über die Intention, die die Autoren verfolgt haben, aus.
      Er geht also davon aus, dass sich die Autoren vorher über eine bestimmte Spezies oder Handlung Gedanken gemacht haben und diese Hintergedanken dann auch in ihre ST-Romane einfließen.

      Das sind dann natürlich nur Indizien.
      Genau. Wenn ein bekannter Autor von Star Trek-Episoden einen Star Trek-Roman geschrieben hat, dann halte ich es für legitim die in diesem Roman enthaltenen Informationen, sofern sie kanonische Spezies, Planeten oder andere Dinge beschreiben, als semi-kanonisch zu betrachten. Denn diese Romane sagen uns dann etwas darüber aus, wie sich die Autoren bestimmte Dinge vorgestellt haben, ohne dass es explizit in den Inhalt der Episoden eingeflossen ist.

      In Romanen kann man formatgegeben viel mehr Detailinformationen einfließen lassen und die Dinge viel genauer beschreiben als in den 45 min einer TV-Episode.

      Wenn also in einem Roman die Zivilgesellschaft von Tellar beschrieben ist oder die Crew der USS Hood und dieser Roman noch aus den gleichen Händen stammt wie einige Skripte für TV-Episoden oder Filme, dann halte ich diese Informationen, solange sie keinen Widerspruch zur Serie oder den Film selbst darstellen, für eine legitime Ergänzung, die ich auch als quasi-kanonisch betrachten würde.

      Romane außerhalb der kanonischen Zeitlinie, sprich nach 2379, würde ich sogar generell kanonisieren, immer mit der Maßgabe, dass sie etablierten Serienfakten nicht widersprechen dürfen. Also rückwirkende Geschichten in die Serienzeit oder komplett neue Zukunftsentwicklungen, die nicht zum etablierten Bild der galaktischen Politik passen, würde ich außen vor lassen.

      Aus dem Grund haben die Destiny-Roman für mich aus einen sehr schweren Stand, was die hypothetische Kanonisierung angeht. Sie werfen einfach zu viel über den Haufen.
      Hingegen könnte ich mir die DS9-Romanserie durchaus als Fortsetzung des Canon vorstellen, ebenso wie die Gateway-Romanreihe.


      .
      EDIT (autom. Beitragszusammenführung) :

      McWire schrieb nach 1 Minute und 15 Sekunden:

      Zitat von HanSolo Beitrag anzeigen
      Ich halte für unwahrscheinlich, dass die Post-Nemesis-Romane auf diesen Rücksicht nehmen. Sprich dürfte ne entweder/oder-Geschichte werden.
      Wie gesagt, alles was dem Inhalt bisherigen Canons widerspricht, kann nicht selbst Canon oder Semi-Canon werden. Nur komplett neue Informationen zu Lücken im Canon, die mit dem Rest in Einklang stehen, können in meinen Augen kanonisiert werden.
      Zuletzt geändert von McWire; 08.10.2012, 15:10. Grund: Antwort auf eigenen Beitrag innerhalb von 24 Stunden!
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      • #4
        Vom Konzept "Semi-Canon" halte ich nicht so viel, da das ein Gummibegriff ist. Die Streits über alles, was Semi-Canon wäre und was nicht, sind vorprogrammiert, wenn die nicht schon geführt werden.
        Das Star Wars-System, in den quasi alles gültig ist, bis es von einer höheren Ebene geändert wird, ist auch nicht gut, siehe Karin Traviss, Clone Wars und die Fandalorians.

        Ich denke, klare Schnitte wären die beste Lösung. Es wird festgelegt, dass X kanonisch ist und Y nicht. Das würde auch vielen Leuten nicht gefallen, würde es aber Neueinstiegern wie Autoren von zukünftigen Romanen den Umgang im EW erleichtern.
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        • #5
          Zitat von berg-ulme Beitrag anzeigen
          Das Star Wars-System, in den quasi alles gültig ist, bis es von einer höheren Ebene geändert wird, ist auch nicht gut, siehe Karin Traviss, Clone Wars und die Fandalorians.
          So ist doch der Semi-Canon in Star Trek auch definiert. Er ist kanonisch, solange er nicht vom darüber stehenden Primärcanon aufgehoben wird.

          In Star Wars gibt es mehrere Staffelungen, in Star Trek eben nur zwei, nämlich Canon/Semi-Canon/Non-Canon.

          Der Streitpunkt ist doch meist nur, ob Romane und bestimmte technische Bücher nun Semi-Canon oder Non-Canon sind, denn kanonisch können sie niemals werden, weil der Primärkanon restriktiv auf die Episoden und Film eingeschränkt ist.
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          • #6
            Vielleicht sind zwei Stufen zu wenig, besonders jetzt wo sich aus den fortlaufenden Serien und den Relaunches ein komplex gestrickt Univerum ergibt.

            Vielleicht könnte man das Buch-Univerum auch ähnlich betrachten wie das Ultimative-Universum von Marvel Comic. Es hat mehrere Serien, die vernetzt sind, ist aber unabhängig vom Hauptuniverum Earth 616. Im dem für ein solches Univerum Startpunkt X bestimmt wird, könnten man ältere EW-Bücher, das Reboot-Universum, das alte Univerum und eben die Bücher, die zu den Relaunches usw. gehören, getrennen.

            Es wäre auch für den Fall vorgesorgt, dass es neue Filme und Serien gibt. Filme und Serien werden keine Rücksicht auf die Bücher nehmen, dafür brauchen diese Medien zu viel Freiraum um überhaupt entstehen zu können.
            Zuletzt geändert von berg-ulme; 08.10.2012, 19:58.
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            • #7
              Zitat von McWire Beitrag anzeigen
              Der Streitpunkt ist doch meist nur, ob Romane und bestimmte technische Bücher nun Semi-Canon oder Non-Canon sind, denn kanonisch können sie niemals werden, weil der Primärkanon restriktiv auf die Episoden und Film eingeschränkt ist.
              Also bei z.B. dem Tecnical Manual von Rick Sternbach und Michael Okuda sehe ich kein Problem darin es als Semi-Canon zu sehen. Die beiden sind schließlich auch die Macher gewesen und haben sicher Ideen, die sie für einige Episoden erdacht aber nicht umsetzen konnten, darin einfließen lassen.

              Bei Romanen ist das ganz anderst. Z.B. bei "Die Welten von DS9 - Andor" wird geschrieben das die Andorianer 4 Geschlechter haben. Data hat nur einmal gesagt das bei einer andorianischen Hochzeit 4 Personen beteiligt sind. Von verschiedenen Geschlechtern hat er nicht gesprochen aber im Buch wird das eben so interpretiert. Das ist zwar eine schöne Idee und macht die Andorianer als Rasse interessanter, aber das ist absolut Non-Canon.

              Es ist eigentlich eine ganz klar gezogene Grenze und darüber kann man sich eigentich garnicht streiten.
              "noH QapmeH wo' Qaw'lu'chugh yay chavbe'lu' 'ej wo' choqmeH may' DoHlu'chugh lujbe'lu'!"

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              • #8
                Zitat von FltCaptain Beitrag anzeigen
                Also bei z.B. dem Tecnical Manual von Rick Sternbach und Michael Okuda sehe ich kein Problem darin es als Semi-Canon zu sehen. Die beiden sind schließlich auch die Macher gewesen und haben sicher Ideen, die sie für einige Episoden erdacht aber nicht umsetzen konnten, darin einfließen lassen.

                Bei Romanen ist das ganz anderst. Z.B. bei "Die Welten von DS9 - Andor" wird geschrieben das die Andorianer 4 Geschlechter haben. Data hat nur einmal gesagt das bei einer andorianischen Hochzeit 4 Personen beteiligt sind. Von verschiedenen Geschlechtern hat er nicht gesprochen aber im Buch wird das eben so interpretiert. Das ist zwar eine schöne Idee und macht die Andorianer als Rasse interessanter, aber das ist absolut Non-Canon.

                Es ist eigentlich eine ganz klar gezogene Grenze und darüber kann man sich eigentich garnicht streiten.
                Wenn eine Information dem Canon nicht widerspricht, hätte ich im Zweifel kein Problem damit, wenn sie den Status des Semi-Canon bekommt.
                Insbesondere wenn besagtes Buch auch von einem Autor mit verfasst wurde, der auch Star Trek-Episoden geschrieben hat.

                Wenn ein Autor der neuen Filme dies nicht so sieht und dem Fakt widerspricht, gilt natürlich der Canon und die Romaninformation ist dann wertlos.
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                • #9
                  Dass man sich beim Schreiben der Relaunch-Bücher an die Filme und TV-Folgen hält, ist selbstverständlich, und erstmals kommt noch hinzu, dass man auch die Bücher unter sich frei von Widersprüchen hält. So baut sich mit der Zeit ein Bücher-Canon auf, den es vorher nicht gegeben hat. Ob das nun Canon oder Semicanon ist, ist ziemlich egal, da es keine weiteren Filme und TV-Folgen mehr von ENT, TNG, DS9 und VOY geben wird, die dem Relaunch-Universum widersprechen könnten.

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                  • #10
                    Zitat von irony Beitrag anzeigen
                    Ob das nun Canon oder Semicanon ist, ist ziemlich egal, da es keine weiteren Filme und TV-Folgen mehr von ENT, TNG, DS9 und VOY geben wird, die dem Relaunch-Universum widersprechen könnten.
                    Warum sollte es nicht irgendwann eine neue Star Trek-Serie geben? Ist nicht sooo unwahrscheinlich, dass man einen bekannten Markennamen irgendwann auch im TV wiederbeleben wird, gerade wenn die Filme erfolgreich vorangehen.

                    Ich stehe einer Canon-Erweiterung eher skeptisch gegenüber. Um einen Mehrwert für den bestehenden Canon darzustellen, müssten die Bücher schon sehr gut und konsistent mit dem bisherigen Canon sein. Ich lese zwar prinzipiell keine Star Trek-Romane, aber nach dem, was ich hier im Forum teilweise für Inhaltsangaben gelesen habe, erinnert das teilweise eher an Fan Fiction, die den Canon nicht wirklich weiterhilft. Und eigentlich ist der Canon eh schon groß genug. Die Bibel wird schließlich auch nicht mehr erweitert.
                    I reject your reality and substitute my own! (Adam Savage)

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                    • #11
                      Ich persönlich war über den Reboot in der Hinsicht glücklich, als dass man das starre Korsett, das der Kanon bildete, endlich abstreifen und zu den Ursprüngen zurück finden konnte. (Dass man sich dabei gründlich verirrt hat, ist klar...).
                      Das Korsett nun noch enger zu schnüren halte ich für wenig ergiebig. Wozu sollte das gut sein? Es schränkt doch nur die Möglichkeiten der erzählbaren Geschichten ein. Gerade die Bücher leben davon, dass man einige abgefahrene Ideen ausprobieren kann.
                      Bei SW hat man das m.E. ohnehin nur eingeführt, um die Marke besser zu verkaufen. Aus einem mir nicht erfindlichen Grund bedeutet es Fans viel, wenn ihre gekauften Bücher den Stempel "Canon" tragen.


                      PS: SW hat glasklare Regeln zur Kanonizität. Nur können es viele nicht ertragen, dass ihre lizenzierte Fanfic (aka C-Canon) jeder Zeit durch höheren Canon (T und G) überschrieben werden kann - und wird.

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                      • #12
                        Zitat von KennerderEpisoden Beitrag anzeigen
                        Ich stehe einer Canon-Erweiterung eher skeptisch gegenüber. Um einen Mehrwert für den bestehenden Canon darzustellen, müssten die Bücher schon sehr gut und konsistent mit dem bisherigen Canon sein.
                        Nun, das hätten man vielen Drehbuchautoren der Serien und Film mal sagen sollen... Im Material, dass über die Mattscheibe lief (also Canin ist), sind schon genug Fehler drin, um endlose Diskussionen anzuregen.

                        Zitat von KennerderEpisoden Beitrag anzeigen
                        Ich lese zwar prinzipiell keine Star Trek-Romane, aber nach dem, was ich hier im Forum teilweise für Inhaltsangaben gelesen habe, erinnert das teilweise eher an Fan Fiction, die den Canon nicht wirklich weiterhilft. Und eigentlich ist der Canon eh schon groß genug. Die Bibel wird schließlich auch nicht mehr erweitert.
                        Große Worte für jemanden, der sich kein eigenes Bild über die Bücher gemacht hat...
                        Mich würde interessieren, wo du die Grenze ziehst zwischen "Canon" und "lizensierter Fanfiction".
                        Qualität ist ein schlechtes Kriterium, denn es gibt gute Fanfiction und schlechten Canon. Bei ganz strenger Auslegung könnte man alles, wobei Gene Robbenberry nicht irgendwie Mitspracherecht hatte, als lizenzierte Fanfiction gezeichnen.
                        Ich versuche meinen Status und meine Beitragszahl in diesem Forum durch sinnvolle Beiträge zu erhöhen.
                        Neues Ziel: Weniger Tippfehler...Das geht so nicht weiter!

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                        • #13
                          Zitat von KennerderEpisoden Beitrag anzeigen
                          Warum sollte es nicht irgendwann eine neue Star Trek-Serie geben? Ist nicht sooo unwahrscheinlich, dass man einen bekannten Markennamen irgendwann auch im TV wiederbeleben wird, gerade wenn die Filme erfolgreich vorangehen.
                          Eine neue Star Trek Serie wird aber nicht im Relaunch-Universum spielen, sondern im Abramsverse, und dafür ist das alte ST-Universum nur der Bonbonladen, wo man sich was aussuchen kann, was am besten schmeckt.

                          Zitat von KennerderEpisoden Beitrag anzeigen
                          Ich lese zwar prinzipiell keine Star Trek-Romane
                          Dann kann es dir auch egal sein, weil es dich nicht betrifft. Der erweiterte Canon ist nur noch wichtig für neue Romane.

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                          • #14
                            Der Unterschied zwischen einem ST-Buch und einem ST-Film/Serie ist der, das die Serie ein viel breiteres Spektrum an Konsumenten hat als ein ST-Buch.

                            Die Bücher kaufen hauptsächlich nur die Fans. Es gibt viele Autoren die ihre Skripte/Bücher an ihre Verleger geben und die Verleger geben sie, wenn sie sie für gut finden, an Paramount. Und die entscheiden dann, ob das Buch dazu geeignet ist in den Handel zu kommen. Sie wollen ja nur an dem Namen "Star Trek" verdienen und nicht das er mit miesen Büchern versaut wird. Das würde ja den Gewinn schmälern.

                            Bei einer Serie gibt es einen (bzw. mehrere) Verantwortlichen, der dafür sorgt das es auf dem Bildschirm einigermaßen einheitlich für die Zuschauer ist. Da schaut man mehr darauf weil man sonst Zuschauer verlieren würde (und damit Gewinn und sie ihren Job). Die Produzenten achten deswegen bei den Drehbüchern, die bei ihnen reinkommen, viel genauer auf eine Linie.

                            Und genau das ist eben unser Canon an den wir uns halten. Ich lese sehr gerne Star Trek Bücher, ich habe über 60 im Ragal stehen, aber vieles was in den Büchern steht ist eine interpretation des Autors. Wie z.B. das Lt. Hawk (der Steuermann der bei "First Contact" auf der Aussenhülle von den Borg assimiliert worden ist) von einem Autor den Vornamen "Shaun" bekommen hat, als Homosexuell beschrieben wurde und der eine Beziehung mit einen Trill, mit dem Namen "Ranul Keru" hatte.
                            Ausser der Nachname/Rang ist es canon, der Rest ist erfunden. Und irgendwann kann vielleicht ein anderer Autor eine schöne Geschichte schreiben indem Lt. Hawk 5 Kinder hat und mit seiner Frau auf der Erde lebt. Diese beiden Geschichten sind vielleicht gut, aber passen trotzdem nicht zusammen.

                            Ohne das Canon könnten wir hier garnicht richtig miteinander schreiben. Die Serie(n) kennen wir, darüber können wir diskutieren. Aber es gibt auch viele, wie KennerderEpisoden, der die Bücher nicht liest.
                            Wie soll er denn dann diskutieren können?!

                            Ansonsten könnte ich auch sagen das es ein Raumschiff mit dem Namen USS-IDDQD gibt, das alles und jeden platt machen kann. (Mal sehen wieviele diesen Insiderwitz verstehen )
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                            • #15
                              Zitat von berg-ulme Beitrag anzeigen
                              Nun, das hätten man vielen Drehbuchautoren der Serien und Film mal sagen sollen... Im Material, dass über die Mattscheibe lief (also Canin ist), sind schon genug Fehler drin, um endlose Diskussionen anzuregen.
                              Ja eben, man stelle sich vor, das würde noch mehr.

                              Große Worte für jemanden, der sich kein eigenes Bild über die Bücher gemacht hat...
                              Ich sehe da jetzt ehrlich gesagt keine "Großen Worte".

                              Mich würde interessieren, wo du die Grenze ziehst zwischen "Canon" und "lizensierter Fanfiction".
                              Ich kenne nur Canon und Non-Canon, und die wenigen Fälle von Semi-Canon, die im Eröfnungspost genannt wurden. Man muss es auch nicht komplizierter machen als es ist.

                              Zitat von irony Beitrag anzeigen
                              Eine neue Star Trek Serie wird aber nicht im Relaunch-Universum spielen, sondern im Abramsverse, und dafür ist das alte ST-Universum nur der Bonbonladen, wo man sich was aussuchen kann, was am besten schmeckt.
                              Nicht zwangsläufig. Man könnte einfach wie beim TNG-Sequel 100 Jahre in die Zukunft springen, den ganzen Zeitreisequatsch der alten Serien ignorieren und so etwas Neues und Interessantes auf die Beine stellen. Es besteht keine Notwendigkeit unbedingt in ein neues Universum auszuwandern.

                              Dann kann es dir auch egal sein, weil es dich nicht betrifft. Der erweiterte Canon ist nur noch wichtig für neue Romane.
                              Was heißt nicht betreffen? Würde man jetzt die ganzen Romane kanonisieren, müsste ich bestimmt über 1000 Beiträge editieren, um deutlich zu machen, dass meine Überlegungen unter Nichtberücksichtigung eben dieser Romane erfolgt sind.

                              Zitat von FltCaptain
                              Ohne das Canon könnten wir hier garnicht richtig miteinander schreiben. Die Serie(n) kennen wir, darüber können wir diskutieren. Aber es gibt auch viele, wie KennerderEpisoden, der die Bücher nicht liest.
                              Wie soll er denn dann diskutieren können?!
                              Danke, wenigstens einer versteht meinen Schmerz.

                              Noch ein paar Worte zu Autorenintentionen. Da bin ich ebenfalls sehr fundamentalistisch eingestellt. Wenn ein Autor es nicht schafft, seine Vorstellung auf den Bildschirm zu transportieren, dann hat er Pech gehabt. Was in seiner Vorstellung noch so rumschwirrt, ist mir völlig schnuppe. Wenn Nero etwa in irgendwelchen Comics nachvollziehbare Motive für sein Handeln hat, ändert das nichts daran, dass er canonisch (sprich auf dem Bildschirm) lediglich ein Geisteskranker ist.
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