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doppelmoral und erbsenzähler

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  • doppelmoral und erbsenzähler

    hallo,

    wenn ich im enterprise (Serie) forum schmöcker wurde finde ich viel kritik, dies uns das ist doof/falsch/schlecht, im star trek 11 forum finde ich zwar vereinzelt oberflächliches "nichtbegeistert sein" aber sonst viel lob, freude und begeisterung.

    mir ist da irgendwie die logik der poster nicht ganz klar. um zu verdeutlichen was ich meine fasse ich das mal frei (und etwas überspitzt) zusammen:

    -
    ent: scott bakula kenn ich ja ausm fernsehn, jetzt soll der plötzlich raumschiff käptn sein ? völlig daneben und fehlbesetzt.

    st11: chris pine und quinto ist ein toller kirk/spock. abrahms weis halt wie man besetzungen castet. in emergency room, heroes und csi miami haben sie auch schon viel erfahrung gesammelt !

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    ent: die xindis sind rassen die man noch nie gesehen hat, sakrileg sowas. die vermiesen mit das trek feeling.

    st11: kirk wird auf dem planeten von einem 20 meter monster verfolgt das einzig und alleine dazu dient eine 5 minütige verfolgungsszene abzulichten. kein hirn, kein verstand - aber hey, ist ja der supertolle abrahms !

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    ent: das raumschiff sieht viel zu modern aus. wie unlogisch

    st11: die enterprise ist laut offizieller webseite doppelt so gross wie kirks schiff und größer als die vom picard. über die lens flares red ich jetzt mal nicht - abrahms hat halt ein gespür dafür was zuschauern gefällt !

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    ent: t-pols busen ist viel zu gross und man sieht sogar 1,2 mal wie sie im unterhemd in der demontaminationskammer steht, skandal.

    st11: die eigentlich seid 40 jahre bekannten charakter spock und uhura tauschen speichelflüssigkeit aus und kirk beim fummeln erwischt um lacher zu ernten - wie kreativ und mutig von abrahms !

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    ent: der maschinenraum ist viel zu düster und schmutzig.

    st11: scotty wird durch ein meterdickes abflussrohr gezogen. - na warum nicht, unser liebling abrahms wollte halt authentisch sein !

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    ent: hahaha, wurde nach "nur" 4 staffeln eingestellt. (~4410 minuten laufzeit)

    st11: boah wie toll von unsrerem abrahms das er uns 90 minuten trek-spass und unterhaltung gönnt. das tut richtig gut mal wieder sowas über den bildschirm flimmern zu sehn. danke !

    -
    ent: wie, da kommen irgendwie romlaner/ferengi vor ? was soll das denn. das passt überhaupt nicht in die story.

    st11: vulkan wird gesprengt und kirk hat ein nokia handy, wenn ich mich ein bischen anstrenge bilde ich mir einfach ein es ist eine andere zeitlinie und kann geniessen. das darf der abrahms dann auch denn mit sowas begeistert man zuschauer und das ist das wichtigste !

    -
    ent: in staffel X folge Y minute Z foltert archer einen ausserirdischen. sowas bei star trek ? ich glaub ich dreh am rad. wo ist roddenberrys vision von diplomatie und erforschung geblieben. wie primitiv.

    st11: (hier fehlen mir ehrlich gesagt die worte. der film ist "transformers" in doppelter geschwindigkeit abgespielt. eine actionszene jagt die nächste und wenn man etwas nachdenkt um sich nochmal vor augen zu führen was zulus schwert-streich denn da gerade eben in der 0,5 sekunden kamereinstellung getroffen hat verpasst man die nächsten 2 flashes) - offensichtlich sind die kinofreunde aber bester laune wenn man den forenbeiträgen glauben darf.

    ...wie kann man sich das erklären ? finde ich sehr wiedersprüchlich.
    Zuletzt geändert von Käffchen?; 28.01.2013, 11:22.

  • #2
    Zitat von Käffchen? Beitrag anzeigen
    hallo,

    wenn ich im enterprise (Serie) forum schmöcker wurde finde ich viel kritik, dies uns das ist doof/falsch/schlecht, im star trek 11 forum finde ich zwar vereinzelt oberflächliches "nichtbegeistert sein" aber sonst viel lob, freude und begeisterung.
    Von der allgemeinen Stimmung bei den Diskussionen würde ich einer solchen Einschätzung eher nicht zustimmen. Sowohl "Enterprise" als auch Star Trek 11 werden viel kritisiert (allgemein wohl hauptsächlich von denen, für die "echtes" Star Trek nur aus dem 24. Jahrhundert besteht). Meiner Meinung nach größtenteils völlig zu unrecht, aber das tut nichts zur Sache.

    Allgemeine "Forenstimmung" derzeit ist eher so, dass nachdem "Enterprise" bei den Erstausstrahlungen besonders stark kritisiert wurde, sich jetzt vermehrt Stimmen melden, die die Serie jetzt, wo mal auf Serienebene eine Pause im Star Trek-Franchise eingekehrt ist, erstmals für sich entdecken oder ihr mit etwas Abstand zu den anderen Star Trek-Serien ihr eine neue Chance geben und erkennen, dass die Serie doch nicht so schlecht ist.

    Bei ST11 gibt es mindestens genauso laute Kritiker wie damals bei "Enterprise", während es bei ST11 aber auch viel, viel mehr Leute gibt, die den Film mögen. Aber wie immer ist es so: Diejenigen, die den Film gut fanden sagen das mal und dann ist die Sache für sei abgeschlossen. Kritiker neigen eher dazu, ihre Kritik länger zu wiederholen. Ich denke gerade deshalb sieht man aktuell im ST11-Forum auch sehr viele negative Meldungen, auch weil jene Leute, die den Film mochten einfach müde sind, jeden Erbenszähler zu korrigieren oder auf alternative Betrachtungsweisen hinzuweisen. (Mir geht's zumindest so.)

    Da mir persönlich "Enterprise" und ST11 gefallen (für mich die beste ST-Serie bzw. drittbester ST-Film) kann ich aber schwer nachvollziehen, wenn dem selben Foren-User das eine gefällt und das andere dafür nicht. Ich sehe beide ST-Inkarnationen als sehr stimmig zueinander passend an. Manche sehen das halt nicht so. Ist nun mal so und mehr als seine gegenteilige Meinung im Forum posten kann man auch nicht machen.

    Aber wie gesagt ist das alles nur eine "allgemeine Stimmung". Da man nicht in jeden hineinschauen kann und auch nicht immer den Überblick hat, was einen Kritiker/Befürworter hier gefällt und dort missfällt und auf was er mehr oder weniger Wert legt und welche Kompromisse für ihn/sie möglich sind, ist es schon schwer, eine allgemein gültige Bewertung des grundsätzlichen Geschmacks des "typischen Foren-Users" vorzunehmen.

    Jedenfalls ist klar, dass sowohl ST11 und "Enterprise" aufgrund ihrer Art (Reboot bzw. Prequel) beide sehr stark polarisieren.

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    • #3
      Zitat von Käffchen? Beitrag anzeigen
      ...wie kann man sich das erklären ? finde ich sehr wiedersprüchlich.
      Mir waren die ersten Staffeln von ETP einfach zu platt, mit zuviel Offensichtlichkeiten, zuviel aufgewärmtem. Die vierte Staffel fand ich in Ordnung. Den JJ-A Kinofilm widerum fand ich einfach belanglos. Er hat mich weder im negativen, noch im positiven berührt, sondern war nichts weiter als 1,5 (oder wieviel es waren) Stunden Berieselung. Natürlich ist die "wir wollen Spaß" Attitüde der ersten Staffel ETP ebenso unsinnig wie diese Feldbeförderung aus Star Trek 11, aber bei Star Trek 11 fehlte mir einfach das Interesse, darüber noch groß zu diskutieren.
      Republicans hate ducklings!

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      • #4
        Also ich bezweilfe dasd die Kritikpunkte an Ent., gerade Design Spezis und co, von denen kritisiert wird, die Star Trek 2009 gut fanden.

        es ist wohl eher so das es viel Frust gab das TNG Universum zu verlassen.


        wobei die Erste STaffel Ent und auch viel von Staffel 2 eben nix neues war, teilweise Lanweilig oder schlicht schon mal bei Star Trek gewesen. Man hat das Motto und die Prämisse der Serie nicht gut genutzt (schon bei Voyager wurde aus der Odyssee eine eher lustige Kreuzfahrt mit ein paar Redshirt opfern)

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        • #5
          Nachdem beides eher polarisierend aufgenommen wird, kann ich diese Auffassung Pro-ST11 Contra-ENT hier im Forum nicht wirklich sehen. Ich persönlich sehe ENT mittlerweile als meine zweitliebste Trek-Serie an (was aber an den tollen Staffeln 3 und 4 liegt, vor allem die zweite war echt nicht so pralle und zählt IMO zu den schwächsten des Franchises). ST11 sehe ich als 0815 Action-Film an, welcher mit Hirnausschalten ganz passabel mehr aber nicht ist.

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