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Postnationalismus in Star Trek?

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  • Postnationalismus in Star Trek?

    Hallo,

    würdet ihr ein Konzept des Postnationalismus in der Föderation als umgesetzt betrachten?
    Und wenn ja, ist das gut oder schlecht?

    Der Grund für meine Frage ist, dass ich mich im Rahmen meines Studiums mit dem Thema Postnationalismus beschäftigen (muss). Als ich das zum ersten mal gehört hatte musste ich gleich an Startrek denken...

  • #2
    Zitat von Rikerman Beitrag anzeigen
    Hallo,

    würdet ihr ein Konzept des Postnationalismus in der Föderation als umgesetzt betrachten?
    Im Sinne des ST-Canons wohl ja.

    Zitat von Rikerman Beitrag anzeigen
    Und wenn ja, ist das gut oder schlecht?
    Das kann man bei ST nicht wirklich sagen, den um die Frage wie die Föderation und ihr Gesellschaftssystem wirklich funktionieren, drückt sich Roddenberry. Im Grunde zeigen uns Serien und Filme nur die Perspektive der Sternenflotte, die positive Funktion der Gesellschaft wird postuliert. Wie die unterschiedlichen Gesellschaftssysteme aber zusammenarbeiten oder koexistieren, Wirtschaftskreisläufe und die Verteilung von Waren und Werten funktioniert, erfährt man nicht.
    ST zeigt hier eine positive Utopie, bei der man jedoch nicht hinter die Kulissen sehen kann.
    Well, there's always the possibility that a trash can spontaneously formed around the letter, but Occam's Razor would suggest that someone threw it out.
    Dr. Sheldon Lee Cooper

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    • #3
      Stimmt, im grunde wird über die Föderation garnix gesagt/erklärt. Man kann sich aber so einiges "zusammenstückeln". Ich schätze das Roddenberry anfangs bei TOS sich die USA als Vorbild genommen hat. Man weiss das es den Föderationsrat und einen Präsidenten gibt, wie bei den USA.
      Die einzelnen Planeten scheinen trotz Mitgliedschaft, ähnlich wie auch die einzelnen Staaten der USA, weiterhin autark zu sein. Es gibt eine Föderation-Carta, die USA hat ihre Verfassung.
      In ENT kann man ein Teil der Carta lesen, sie ist eine Abänderung der Carta der Vereinten Nationen:

      We the life forms of the United Federation of Planets determined to save succeeding generations from the scourge of war, and to reaffirm faith in the fundamental rights of sentient beings, in the dignity and worth of all life forms, in the equal rights of members of planetary systems large and small, and to establish conditions under which justice and respect for the obligations arising from treaties and other sources of interstellar law can be maintained, and to promote social progress and better standards of living on all worlds…
      Es ist wohl durchaus möglich das sich zwischen TOS und DS9/ENT die Föderation von den "USA" zu der "UNO" gewandelt hat. Aber das ist natürlich nur eine Theorie meinerseits.
      "noH QapmeH wo' Qaw'lu'chugh yay chavbe'lu' 'ej wo' choqmeH may' DoHlu'chugh lujbe'lu'!"

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      • #4
        Zitat von FltCaptain Beitrag anzeigen
        Es ist wohl durchaus möglich das sich zwischen TOS und DS9/ENT die Föderation von den "USA" zu der "UNO" gewandelt hat. Aber das ist natürlich nur eine Theorie meinerseits.
        Das Gegenteil ist meiner Ansicht nach der Fall. In TOS war die Föderation eine Art UNO in der TNG und DS9 Ära bzw. den TOS-Kinofilmen wurde sie zu einem Nationalstaat, der mit den USA viele Ähnlichkeiten hat.
        Von daher hat die Föderation mit Postnationalismus wenig zu tun, sie ist nur eine Supernation, pangalaktische Interessen spielen wenig bis gar keine Rolle auf jeden Fall werden sie immer den nationalen Interessen untergeordnet.

        - - - Aktualisiert - - -

        Zitat von Rikerman Beitrag anzeigen
        Hallo,

        würdet ihr ein Konzept des Postnationalismus in der Föderation als umgesetzt betrachten?
        Ob das nach innen umgesetzt wurde weiß ich nicht, wenn man die wenigen Infos dazu betrachtet, dann eher nicht, in TOS Babel haben die Vertreter der einzelnen Welten nur ihre Interessen im Auge. In "Insurrection" lehnt Picard die Idee übergeordneter Interessen kategorisch ab. Mir ist nur ein Konflikt aus Star Trek bekannt wo Interessen der Föderation über die einer oder mehrerer Mitgliedswelt(en) gestellt werden. Der Maquis-Konflikt. Hier hat die Föderation aber nicht die Räson ihre Interessen durchszusetzen. Es kommt sofort zu Terror.
        Außenpolitisch hat die Föderation hauptsächlich Eigeninteressen sie ist also nationalistisch und nicht im mindesten postnationalistisch.

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        • #5
          Zitat von Tibo Beitrag anzeigen
          Das Gegenteil ist meiner Ansicht nach der Fall. In TOS war die Föderation eine Art UNO in der TNG und DS9 Ära bzw. den TOS-Kinofilmen wurde sie zu einem Nationalstaat, der mit den USA viele Ähnlichkeiten hat.
          Da gebe ich dir recht, ich meinte damit wie die Föderation dargestellt worden ist bzw. wie sie für den Zuschauer sein sollte. Das die Föderation nicht wie die UNO ist, ist klar. Deutschland und USA sind beide in der UNO aber keiner würde z.B. die millitärischen Geheimnisse mit dem Anderen teilen.
          Wenn dann könnte man die Föderation eher wie die EU sehen. In DS9 wurde gesagt das nach dem Beitritt von Bajor in die Föderation das bajoranische Millitär in die Sternenflotte integriert werden soll und dass das viel Arbeit machen wird. Der Eurofighter wurde von vielen EU-Staaten gemeinsam entwickelt und die einzelnen Armeen tauschen untereinander Truppen aus damit sie geschult werden. Aber damals als TOS rausgekommen ist, gab es die EU noch nicht so wie wir sie heute kennen. Deswegen glaube ich auch das sie hauptsächlich wie die USA aufgebaut sein wird.
          "noH QapmeH wo' Qaw'lu'chugh yay chavbe'lu' 'ej wo' choqmeH may' DoHlu'chugh lujbe'lu'!"

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          • #6
            Ich stimme Tibo zu. Zu TNG und DS9 zeiten scheint die Föderation nicht mehr als eine erweiterte Erde zu sein. Des öfteren werden Föderationsmitglieder von nicht-föderierten mit Menschen gleich gesetzt, Quark zb macht das permanent. Nur die Vulkanier scheinen in der föderation noch ein eigenes Volksbewusstsein zu besitzen.

            Ps für mich ist das eigentlich kein typisches ST thema.

            Fuchs
            »If you can dream it, you can do it.« - Walt Disney
            »There is no doubt that creativity is the most important human resource of all. Without creativity, there would be no progress, and we would be forever repeating the same patterns.« - Edward de Bono

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            • #7
              Zitat von Rikerman Beitrag anzeigen
              Hallo,

              würdet ihr ein Konzept des Postnationalismus
              was soll das sein? Dass jeder Nationalstaat sein eigenes Postunternehmen hat? Also z.B. Deutsche Post (Deutschland), La Poste (Frankreich), Royal Mail (Großbritannien), United States Postal Service (USA), TNT Post (Niederlande), ...?

              Zitat von Rikerman Beitrag anzeigen
              in der Föderation als umgesetzt betrachten?
              ein Postwesen wird doch in ST überhaupt nie erwähnt.


              Spoiler
              ja, ich weiß natürlich dass "Post" hier nicht im Sinne eines Zustelldienstes zu verstehen ist, sondern im Sinne von "Nach-...", aber ich finde das hättest du erklären müssen statt einfach nur das Buzzwort "Postnationalismus" hinzuknallen

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              • #8
                Zitat von Agent Scullie Beitrag anzeigen
                was soll das sein? Dass jeder Nationalstaat sein eigenes Postunternehmen hat?
                Ich hoffe jetzt einfach mal, dass das ein Scherz war. Schon mal was von dem lateinischen präfix post- gehört? post: lateinisch nach, hinter, danach.

                Bsp. postapokalyptisch, postmoderne, posthum, post mortem,...

                Grüsse
                Fuchs
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                • #9
                  Zitat von SciFi-Fuchs Beitrag anzeigen
                  Ich hoffe jetzt einfach mal, dass das ein Scherz war.
                  Hast du den schwarzen Spoiler-Balken nicht angeklickt?



                  Agent Scullie hat ganz Recht: Wer einen neuen Thread eröffnet, könnte im Eingangsposting durch etwas mehr schreiben als 2 kurze Fragen. Zumindest eine Eigendefinition eines zentralen Begriffes oder eine Erläuterung der eigenen Meinung wären schon angebracht.
                  .

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                  • #10
                    Zitat von xanrof Beitrag anzeigen
                    Hast du den schwarzen Spoiler-Balken nicht angeklickt?



                    Agent Scullie hat ganz Recht: Wer einen neuen Thread eröffnet, könnte im Eingangsposting durch etwas mehr schreiben als 2 kurze Fragen. Zumindest eine Eigendefinition eines zentralen Begriffes oder eine Erläuterung der eigenen Meinung wären schon angebracht.
                    Jop, sry wurde auf der mobile Ansicht irgendwie nicht angezeigt.
                    Und ja recht geb ich euch auf jedenfall. Darum ja mein unverständnis, was das Thema so speziell mit ST verbinden soll.
                    »If you can dream it, you can do it.« - Walt Disney
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                    • #11
                      Das Problem hierbei ist halt, dass das Wort Postnationalismus nichts und alles von dem was man aus der buchstäblichen Bedeutung des Wortes selbst herauslesen mag. Es gibt keine eindeutige Definition. Soziologie ist eben keine Naturwissenschaft. Man merkt, dass es inzwischen Trends und Strömungen gibt sich außerhalb von Staaten zu organisieren und das braucht dann erstmal einen Namen. Soziologen und Politologen benutzen gerne Fachwörter um zu zeigen, dass sie wissenschaftlich arbeiten. In dem Fall ändert das alles nichts daran das Stefan Raabs World Wok Union (falls es die tatsächlich gibt) genau so postnational ist wie die UNO oder eine fiktive Weltregierung es wäre.

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                      • #12
                        Mir ist schon öfters aufgefallen, dass das Konzept von "Ländern" bzw. Staaten nicht mehr vorhanden ist. In der Regel wird auf den verschiedenen Welten eine Weltregierung vorgestellt, die zumeist an einem Punkt ihren Regierungssitz unterhält.

                        Ab und an begegnen uns Planeten mit einem Völkerdualismus (etwa Voy., Nemesis, oder TNG, Kontakte), die dann aber zwei Weltregierungen, jedes Volk für sich, stellen.

                        Auf der Erde sehen wir Paris als den Sitz des Föderationspräsidenten (Das verlorene Paradies), während das Sternenflottenhauptquartier in San Francisco liegt. Eine solche Aufteilung sehen wir sonst m. E. nirgends.
                        Es ist aber im Zeitalter des Beamens wohl auch ziemlich egal; man verabredet sich dort ja auch einfach zum Abendessen in Neuseeland, während man seinen Tag in New Orleans verbringt. Das nationale Element muss dabei letztlich an Bedeutung verlieren. Grenzen sind schließlich gar nicht mehr aufrecht zu erhalten.

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                        • #13
                          Das Ende des Staates

                          In der Zukunft wird die Globalisierung also immer weiter zunehmen. Das ist nicht nur graue Theorie sondern schon gelebte Praxis. Die Welt wächst zusammen. Das hat vorteile: Fremde Kulturen mischen sich zu neuen zusammen, Weltweites reisen wird einfacher und die Wirtschaft kann mehr und mehr expandieren.

                          Nachteile wie globaler Terror, wirtschaftliche Fehlschläge oder auch um sich greifende Seuchen bedrohen die "Große Einheit".

                          Die Vorstellung eines einzigen Staates auf der Erde ist schon irgendwie verlockend. Aber auch umsetzbar? Sind die Unterschiede so groß und unüberwindbar? Wird es eines Tages möglich sein die Weltwirtschaft abzuschaffen und jeden Menschen auf der Welt gleichermaßen zu ernähren, auszubilden und vor allem zu respektieren?

                          Ich für meinen Teil würde es begrüßen, wenn die Menschheit einen so riesigen Schritt wie in ST schaffen würde. Auch wenn man nicht genau weiß, was da geschaffen wurde...
                          =/\= Security to... Arrrrgh!=/\=
                          "Redshirt for (short) live!"

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                          • #14
                            Es ist traurig, aber ich bin nicht der Meinung, dass die Menschen momentan in der Lage sind, ihren Nationalismus komplett zu überwinden.

                            Vermutlich wäre so etwas erst, wie auch in Star Trek, nach einem dritten Weltkrieg möglich. Wir würden einsehen, dass Nationalismus immer zu Kriegen und Ungerechtigkeiten führt und unseren Nationalismus überwinden, um eine bessere und gerechtere Welt zu schaffen.

                            Und wir müssten bereit sein, etwas abzugeben. Genau das wird ja auch gerade im Flüchtlingskonflikt nach den Tragödien von Lampedusa diskutiert.

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                            • #15
                              Bei Star Trek gibt es keine großartig unterschiedlichen Menschen mehr. Egal ob Schwarz oder Weiß, Asiat, Indianer, sie alle ähneln sich sehr. Gleichermaßen die Aliens die in der Föderation leben, ob sie nun Punkte haben, hässliche Gesichter, blaue Gesichter oder sonst was.
                              Es gibt keine Streitigkeiten aufgrund von unterschiedlichen Religionen, politischer Ausrichtung, Herkunft und Abstammung oder abweichender Lebenseinstellung. Wer in der Föderation seinen Dienst tut scheint wunderbar zu Recht zu kommen mit Leuten die einfach nur ihr Geschäft führen oder totale Faulenzer sind, wie z.B. Jake Sisko.
                              Wie soll das in unserer Welt funktionieren?
                              Wie bekommt man Menschen einer postindustriellen Gesellschaft mit religiösen Extremisten, Milliarden in Kasten lebenden Indern, faulenzenden Griechen und in großer Armut lebenden Afrikanern unter einen Hut?
                              Das funktioniert solange nicht, ehe Ressourcen unbegrenzt und ubiquitär vorhanden sind, sich jeder das nehmen kann was er braucht und niemand dafür die Finger krumm machen muss.

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