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Das Holodeck - Fluch oder Segen?

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  • Das Holodeck - Fluch oder Segen?

    Hier soll es nicht um die Technologie an sich gehen, die natürlich ganz außer Frage eine Genialität darstellt.

    Es geht mir um die Stories, die durch das Holodeck ermöglicht wurden.
    Ganz besonders negativ ist bei mir TNG hängen geblieben. Picard als dieser komische Detektiv, Data´s Gegenspieler, der einfach so die Kontrolle über das ganze Schiff übernehmen konnte. Barcley´s alberne Inszenierungen... einfach nur langweilig wie ich finde.
    Bei DS:9 wurde meist mehr über Programme gesprochen, als das man sie tatsächlich gesehen hat. Trotzdem gefallen mir da einige Dinge sehr gut, z.B. der Klingonen-Junggesellenabschied. Vic Fontaine war da schon wieder ein wenig zu viel wie ich meine.
    Auch bei Voyager bin ich nicht so wirklich glücklich. Janeway und und da Vinci, das nervige Kind und ihre Kindergeschichten, Fair Heaven oder wie das hieß sowie sämtliche doofen Liebschaften...und das schlimmste von allen: Captain Proton!
    Ganz gut sind dagegen die Male, bei denen das Holodeck tatsächlich sinnvoll eingesetzt wurde, z.B. für Simulationen oder Diagnosehologramme oder auch der cardassianische Arzt etc.

    Unterm Strich würde ich dennoch sagen das Holodeck hat für mehr schlechte Episoden gesorgt, als für gute. Wie seht ihr das?

  • #2
    Also bei TNG fand ich fast alle Holodeckfolgen blöd. Die mit Barclay fand ich gut und ich mochte auch Nanny Fines Butler gerne. Der Rest war aber Mist am schlimmsten fand ich die Westernfolge und die im Orientexpress.
    Bei Voyager fand ich es OK bis auf Flotter o.ä.
    Bei DS9 ist fand ich den Umgang mit der Holotechnologie gelungen die Bondparodie ist eine meiner Lieblingsepisoden.

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    • #3
      So wie es für den Zuschauer bei Gegenwartsserien nur wenig interessant ist, anderen Leuten beim Fernsehen zuzugucken, so ist es bei Star Trek wenig interessant, anderen Leuten bei der freizeitlichen Holodecknutzung zuzusehen. Also wird ständig versucht, das Holodoc als Hauptmotiv zu präsentieren- in der Regel dadurch, dass es sich in eine Todesfalle verwandelt. Was bei TNG schon sehr nervig ist (wie schwer ist es, den Saft abzudrehen?) wird bei Voyager noch getoppt; man riskiert das Leben der eigenen Crewmitglieder, weil einem irgendwelche Holodeckcharaktere näher stehen.

      Uneingeschränkt gefällt mir eigentlich nur die zweite Moriaty-Folge mit der Simulation in der Simulation und der Casino-Raub in DS9 (wo es dankbarerweise mal nicht um das Leben der Crew ging).
      I reject your reality and substitute my own! (Adam Savage)

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      • #4
        Tja, also wenn man sich erstmal darauf eingelassen hat, daß die Logik flöten geht , dann finde ich die Holodeckepisoden gar nicht mal so schlecht.
        Sie sind halt ne einfache Möglichkeit, mit den bekannten Charakteren in eine andere Realität zu springen und zwischendurch mal lustige Geschichten zu präsentieren.

        Das intellektuell Reizvollste waren für mich immer noch die Storys um neugeschaffene ''echte'' künstliche Intelligenz (analog zu Data), d.h. Persönlichkeiten, und wie man damit umgehen sollte. Wobei ich die Vic Fontaine-Geschichten etwas zu dröge fand. Lebenshilfe per neugeschaffener KI? Nun ja.

        Abseits der Logik fand ich die Popcorn-Geschichen (Hirn:=aus) um Proton oder die Bond-Parodien prima. Unterhaltung ohne nachzudenken. Dazu gehören auch Quark's ''Special Interest''-Programme, die meine Frau gar nicht lustig fand. Muss manchmal sein. Auch bei Star Trek.

        Bezüglich der eingangs erwähnten Logik hat mich immer nur eines gestört: Konsequent durchgedacht, hätte man die Segnungen der Holotechnik auf das gesamte Schiff anwenden müssen: Alle wesentlichen Schiffsabteilungen sollten Holoemitter haben, damit nur das gezeigt wird, was wirklich gebraucht wird. Das Prinzip haben Flugzeugcockpit-Designer schon im 20.Jahrhundert gelernt: Zeige nur das, was man gerade braucht.
        Jede Crewman-Kabine (oder zumindest die Quartiere von Alien-Gästen), ausgestattet mit Holoemitter, würde sofort die perfekte Umgebung simulieren. Das sollte das Raumschiff-Reisen auch im 24. Jahrhundert noch wesentlich erleichtern. (Computer- und Speicherkapazitäten mal außen vor gelassen )

        (Andererseits: Wenn jeder Crewman (geschlechtsneutral) Quarks Programme laufen hätte, würde wohl keine(r) mehr rechtzeitig zum Dienst erscheinen. )
        www.novum-somnium.com
        future • dreams • imagination• science• fiction
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        • #5
          Also ich finde auch das Holodecks ein dreischneidiges Schwert in Star Trek sind. Auf der einen Seite kann ich den Sinn von einem Holodeck verstehen. Man ist vielleicht Jahrelang in einer riesen Metallkiste und möchte irgendwann mal wieder "Himmel" und "Sonne" spüren. Natürlich ist es auch schön mal Spassabenteuer zu erleben um von dem drögen Alltag abzuschalten zu können. Ähnlich wie wir uns eben einen Film anschauen oder im Park spazieren gehen.

          Aber leider haben die Autoren das Holodeck zusehr in den Vordergrung gequetscht. Also spätestens nach der 1. Fehlfunktion hätte ich einen Stecker installiert den ich im Notfall einfach ziehen kann.
          Die veschiedenen Episoden können einem gefallen oder eben nicht, aber das ist Geschmackssache. Nur weil mir z.B. Fantasy-Filme ala "Herr der Ringe" gefällt muss nicht allen auch meine Holodeck adaption davon gefallen. Die Folge "TNG-Eine Hand voll Datas" z.B. war für mich zwar lustig, aber ich mag Western einfach nicht so, deswegen war es für mich nur eine "naja, lustig" Folge. Ich finde das war ein Fehler der Autoren. Viele wollen Star Trek sehen weil es Scifi ist und wenn dann plötzlich die Haupthandlung im Mittelalter oder sonst wo spielt wird das schnell langweilig.

          Ausserdem gingen mir diese ganzen "Fehlfunktion" mit der Zeit, auf gut Deutsch, echt auf den Sack. Jedesmal wenn ich das Wort "Holodeck" hörte dachte ich mir: "Und was ist jetzt schon wieder kaputt?"

          Zitat von xanrof Beitrag anzeigen
          Jede Crewman-Kabine (oder zumindest die Quartiere von Alien-Gästen), ausgestattet mit Holoemitter, würde sofort die perfekte Umgebung simulieren. Das sollte das Raumschiff-Reisen auch im 24. Jahrhundert noch wesentlich erleichtern. (Computer- und Speicherkapazitäten mal außen vor gelassen )
          Naja, aber wenn die Energie ausfällt dann steht ein Methanatmer plötzlich an der "Luft" Ich denke es ist schon gut wie es ist.

          Zitat von xanrof Beitrag anzeigen
          (Andererseits: Wenn jeder Crewman (geschlechtsneutral) Quarks Programme laufen hätte, würde wohl keine(r) mehr rechtzeitig zum Dienst erscheinen. )
          "Die vulkanische Liebessklavin 2 - Die absolute Rache", was?

          Aber was ich mich schon immer gefragt habe, wo ist bei einem Holodeck eigentlich mal schluss mit der Phantasie bzw. ein Verbot? Barcley ist da ein gutes Beispiel. Er hat die ganze Führungscrew als "Blödmänner" programmiert um etwas zu kompensieren. Mit der Holo-Troi hatte er scheinbar sogar Sex. Das mag auf den ersten Blick harmlos erscheinen weil er eben so "vertrottel" war. Aber was ist wenn jemand mit einer etwas, ich nenne es mal, gefestigteren Persönlichkeit krassere Holodeckszenarien programmiert? Vielleicht wie er durch die Enterprise rennt und alles und jeden mit dem Phaser abknallt? Keiner weiss es und irgendwann dreht derjenige vielleicht auch in echt durch und ballert wild umsich.
          Ich denke das jemand der ein psychisches Problem hat, von denen es auch bei Star Trek nicht mangelt, das nicht gerade helfen würde wenn er seine Phantasien so einfach auf dem Holodeck "ausleben" kann.
          Lon Suder sagte zu Tuvok ja selbst das ihm das Töten auf dem Holodeck nicht so "gefallen" würde. Irgendwann denkt sich das ein potenzieller Amokläufer vielleicht ja auch?
          "noH QapmeH wo' Qaw'lu'chugh yay chavbe'lu' 'ej wo' choqmeH may' DoHlu'chugh lujbe'lu'!"

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          • #6
            Also ich finde das Holodeck in der Form toll, dass man auch mal was anderes Sieht als immer nur das Schiff selber.
            Dadurch ist auch Picard's aufenthalt auf der Brücke der NCC-1701 (ohne verdammtes A,B,C oder D ;-) möglich gewesen.

            Außerdem mag ich die Captain Proton Folgen. Ich bin aber auch großer 50ger-60ger Jahre Trash Fan.

            Bei Folgen in VOY wie die über Fair Haven ging es mir aber auch zu weit. Oder die VOY Doppelfolge wo die Hirogen das Schiff in ein großes Holodeck verwandelt haben... das ging mir auch zu weit.
            Zuletzt geändert von BigVanVader; 14.07.2013, 12:56.
            Do not try to escape. You are in my control. Look at me: I am the sum of all evils. Look carefully. My power infests all times, all galaxies, all dimensions. But many still seek me out; a green jewel they must possess. But see how I destroy their lives.

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            • #7
              Zitat von BigVanVader Beitrag anzeigen
              Dadurch ist auch Picard's aufenthalt auf der Brücke der NCC-1704 (ohne verdammtes A,B,C oder D ;-) möglich gewesen.
              Knapp daneben, meinst wohl 1701, oder?

              Zitat von BigVanVader Beitrag anzeigen
              Außerdem mag ich die Captain Proton Folgen. Ich bin aber auch großer 50ger-60ger Jahre Trash Fan.
              Haben mir auch gefallen aber das ist, wie schon gesagt, Geschmackssache. Ich kenne viele die diese Folgen absolut nicht leiden können.

              Zitat von BigVanVader Beitrag anzeigen
              Bei Folgen in VOY wie die über Fair Haven ging es mir aber auch zu weit. Oder die VOY Doppelfolge wo die Hirogen das Schiff in ein großes Holodeck verwandelt haben... das ging mir auch zu weit.
              Also die Doppelfolge fand ich echt gelungen. Logisch war sie aber nicht, ich habe mich z.B. gefragt wie sie die Voyager danach wieder reparieren konnten.
              Aber Klingonen gegen Nazis war auch mal was neues und besonders Neelix als Klingone fand ich klasse.
              "noH QapmeH wo' Qaw'lu'chugh yay chavbe'lu' 'ej wo' choqmeH may' DoHlu'chugh lujbe'lu'!"

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              • #8
                Ich finde , dass das Holodeck eine super Erfindung ist (trotz der ganzen Logiklücken), auch wenn die Sternenflotte das Ding so nie durch den TÜV kriegen würde. Aber wenigstens hatte die unkaputtbare Todesfalle Holodeck in "Der erste Kontakt" mal eine nützliche Verwendung. (Da ja anscheinend keiner auf die Idee kommt, einfach ein MG und reichlich Munition zu replizieren.)

                In TNG waren die ersten Holodeckfolgen noch ziemlich nervig. Das lag aber nicht am Programm, sondern an der naiven Besatzung. Das hat sich ja zum Glück im Laufe der Serie geändert. Wobei ich die späteren Folgen auch nur mittelmäßig fand. Die Highlights waren für mich die alte Enterprise und das Kartenspiel mit Data, Newton, Einstein und Hawking.

                Bei DS9 ist das Ganze dann mMn viel besser gemacht worden. Da haben mir praktisch alle Geschichten gut gefallen.

                Bei VOY hingegen steht es 50:50. Mit Janeways nerviger Familie und Fair Haven konnte ich mich nie anfreunden (wobei ich die Bar gut finde). Mit Leonardo zusammen arbeiten oder als Captain Proton die Welt retten, wie geil ist das denn! Aber wenn man solche Sachen nicht mag, dann mag man natürlich auch die Folge nicht.

                Aber was ich mich schon immer gefragt habe, wo ist bei einem Holodeck eigentlich mal schluss mit der Phantasie bzw. ein Verbot?
                Gewisse Regeln und Verbote gibt es ja. Man darf z.B. keine Crewmitglieder abbilden. (Die Hälfte von Quarks Programmen sind wahrscheinlich auf Föderationsschiffen auch nicht zugelassen.) Bei der (fast) perfekten Gesellschaft von ST mache ich mir darüber aber nur wenig Sorgen. Außerdem wäre das Holodeck an einem Amoklauf genau so wenig schuld wie die heutigen "Killerspiele".
                Sorgen würde ich mit machen, wenn man die heutige Gesellschaft an ein Holodeck lassen würde. Ich sag nur Ego-Shooter + Holodeck = keine gute Idee.

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                • #9
                  Zitat von pollux83 Beitrag anzeigen
                  Gewisse Regeln und Verbote gibt es ja. Man darf z.B. keine Crewmitglieder abbilden.
                  Wo werden diese Verbote genannt?
                  In der Barcley Folge findet es Riker unerhört sich selbst als Trottel zu sehen. Aus dem Gespräch mit Troy geht allerdings hervor, dass es zumindest zu diesem Zeitpunkt noch keine Verbote diesbezüglich gegeben hat.
                  Bei DS:9 trainiert Odo mit einer ziemlich echten Kira. Ihm und ihr dann später auch ist das dann natürlich unangenehm, aber es scheint nichts illegales gewesen zu sein.
                  Bei Voyager hat ja Barcley eine ganze Voyager Simulation fast permanent laufen. Scheint ebenfalls kein Problem zu sein.
                  Bashir und O'Brien machen im Prinzip nur "Killerspiele" auf dem Holodeck, selbst als Krieg herrscht. Das könnte man durchaus auch als bedenklich einstufen.

                  Holoprogramme gehören auch ganz klar zur Privatssphäre und das Eindringen ist diese ist in der Tat verboten. I.d.R. sollte also niemand merken wenn ein Crewmitglied Schweinereien macht

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                  • #10
                    Zitat von pollux83 Beitrag anzeigen
                    Ich finde , dass das Holodeck eine super Erfindung ist (trotz der ganzen Logiklücken), auch wenn die Sternenflotte das Ding so nie durch den TÜV kriegen würde. Aber wenigstens hatte die unkaputtbare Todesfalle Holodeck in "Der erste Kontakt" mal eine nützliche Verwendung. (Da ja anscheinend keiner auf die Idee kommt, einfach ein MG und reichlich Munition zu replizieren.)
                    Evtl. sind sie nur bei holographischen Kugeln so anfällig.
                    Zitat von pollux83 Beitrag anzeigen
                    Gewisse Regeln und Verbote gibt es ja. Man darf z.B. keine Crewmitglieder abbilden.
                    Das darf man durchaus, sonst könnte das MHN ja nie in ein Holodeck.

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                    • #11
                      Zitat von pollux83 Beitrag anzeigen
                      Gewisse Regeln und Verbote gibt es ja. Man darf z.B. keine Crewmitglieder abbilden. (Die Hälfte von Quarks Programmen sind wahrscheinlich auf Föderationsschiffen auch nicht zugelassen.)
                      Nein, so eine Regel gibt es eben nicht. Das wurde in der Folge wo Barclay Picard und Co. als degenschwingende Volldeppen hingestellt hat ja auch gesagt:

                      "Es ist Verboten Crewmitglieder auf dem Holodeck nachzubilden!" - "Nein, so eine Vorschrift gibt es nicht." - "Dann sollte es sie geben!"

                      Zitat von pollux83 Beitrag anzeigen
                      Sorgen würde ich mit machen, wenn man die heutige Gesellschaft an ein Holodeck lassen würde. Ich sag nur Ego-Shooter + Holodeck = keine gute Idee.
                      Sag das z.B. Lon Suder oder dem Vulkanier Chu'lak in "DS9-Freies Schussfeld". Es gibt mehr also genug "Irre" im ST-Universum. Ich sehe da auch einen "kleinen" Unterschied zwischen einem Egoshooter am Computer oder wenn ich auf dem Holodeck quasie in "echt" jemanden abknalle. In einem Egoshooter habe ich eine Rolle und vorgegebene Feine die ich bekämpfe, auf dem Holodeck kann ich sozusagen ich selbst sein, kann jede Umgebung mit jedem Menschen erschaffen und dann machen was ich will. Man kann also seine (Gewalt)Phantasien ohne Grenzen ausleben. Wenn einer also eine gewalttätige Veranlagung hat, dann könnte das in der Realität vielleicht dank dem Holodeck schneller ausser Kontrolle geraten weil derjenige es ja vom Holodeck gewohnt ist einfach umsich zu ballern.
                      "noH QapmeH wo' Qaw'lu'chugh yay chavbe'lu' 'ej wo' choqmeH may' DoHlu'chugh lujbe'lu'!"

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                      • #12
                        Genannt werden die ganzen Regeln und Verbote leider nie. Und mehrere Grauzonen scheint es auch noch zu geben. Dazu gehört dann anscheinend auch das Abbilden von Crewmitgliedern und Quarks Waffengeschäfte. Verboten ist es erst, wenn es zu weit geht.

                        Bashir und O'Brien machen im Prinzip nur "Killerspiele" auf dem Holodeck, selbst als Krieg herrscht. Das könnte man durchaus auch als bedenklich einstufen.
                        Das muss der Counselor entscheiden. Für mich ist das nur Frust abbauen und/oder Entspannung. Wenn sie jedoch plötzlich anfangen würden DS9 nachzubilden und wild um sich zu schießen, dann würde ich das auch bedenklich finden.

                        Ich sehe da auch einen "kleinen" Unterschied zwischen einem Egoshooter am Computer oder wenn ich auf dem Holodeck quasie in "echt" jemanden abknalle.
                        Vergiss den großen Unterschied nicht, dass auf den Holodecks regelmäßig die Sicherheitsprotokolle ausfallen. Und den PC kann man notfalls sogar abschalten.

                        Wenn einer also eine gewalttätige Veranlagung hat, dann könnte das in der Realität vielleicht dank dem Holodeck schneller ausser Kontrolle geraten weil derjenige es ja vom Holodeck gewohnt ist einfach umsich zu ballern.
                        Das gleich könnte man jetzt auch über Egoshooter aka "Killerspiele" sagen, aber lassen wir das. Und Irre gibt wirklich überall. Die laufen notfalls auch ohne Holodeck Amok.
                        Zuletzt geändert von pollux83; 14.07.2013, 12:31.

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                        • #13
                          Zitat von pollux83 Beitrag anzeigen
                          Genannt werden die ganzen Regeln und Verbote leider nie. Und mehrere Grauzonen scheint es auch noch zu geben. Dazu gehört dann anscheinend auch das Abbilden von Crewmitgliedern und Quarks Waffengeschäfte. Verboten ist es erst, wenn es zu weit geht.
                          Ich glaube bei Quark war nicht das Nachbilden von Waffen auf dem Holodeck das Problem, sondern die Waffengeschäfte als solches.

                          Sonnst wäre es ja auch ein Problem die Waffen darzustellen, wie sie in den klingonischen Trainingsprogrammen verwendet werden.

                          In DS 9 konnte man sehen wie sie generiert werden.

                          Ob man Sachen simulieren darf wie das verbotene Gewehr aus DS9 geht nicht eindeutig hervor. Allerdings ist ja das Replikatormuster verboten... vlt. gibt es dafür so eine Art abgeänderte Form, das man es auf dem Holodeck "spielen" kann aber nicht herstellen.... - Leider nur reine Spekulation

                          - - - Aktualisiert - - -

                          Zitat von FltCaptain Beitrag anzeigen
                          Knapp daneben, meinst wohl 1701, oder?
                          ;-) http://de.memory-alpha.org/wiki/USS_Yorktown

                          Auch wenn ich mich Canonmäßig sehr weit aus dem Fenster lehne und eher auf Grundlage des Semicanons arbeite, wurde die Yorktown mit der Nummer NCC-1704 in NCC 1701-A Umbenannt.
                          Da diese auch ein Facelift bekommen hat, wird die Brücke davor ebenfalls der normalen Constitution-Klasse entsprochen haben.

                          Von daher, habe ich trotz Tippfehler garnicht mal so unrecht! :P
                          Do not try to escape. You are in my control. Look at me: I am the sum of all evils. Look carefully. My power infests all times, all galaxies, all dimensions. But many still seek me out; a green jewel they must possess. But see how I destroy their lives.

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                          • #14
                            Zitat von FltCaptain Beitrag anzeigen
                            Aber was ich mich schon immer gefragt habe, wo ist bei einem Holodeck eigentlich mal schluss mit der Phantasie bzw. ein Verbot? Barcley ist da ein gutes Beispiel. Er hat die ganze Führungscrew als "Blödmänner" programmiert um etwas zu kompensieren. Mit der Holo-Troi hatte er scheinbar sogar Sex. Das mag auf den ersten Blick harmlos erscheinen weil er eben so "vertrottel" war. Aber was ist wenn jemand mit einer etwas, ich nenne es mal, gefestigteren Persönlichkeit krassere Holodeckszenarien programmiert? Vielleicht wie er durch die Enterprise rennt und alles und jeden mit dem Phaser abknallt? Keiner weiss es und irgendwann dreht derjenige vielleicht auch in echt durch und ballert wild umsich.
                            Ich denke das jemand der ein psychisches Problem hat, von denen es auch bei Star Trek nicht mangelt, das nicht gerade helfen würde wenn er seine Phantasien so einfach auf dem Holodeck "ausleben" kann.
                            Lon Suder sagte zu Tuvok ja selbst das ihm das Töten auf dem Holodeck nicht so "gefallen" würde. Irgendwann denkt sich das ein potenzieller Amokläufer vielleicht ja auch?
                            Zitat von pollux83 Beitrag anzeigen
                            Gewisse Regeln und Verbote gibt es ja. Man darf z.B. keine Crewmitglieder abbilden. (Die Hälfte von Quarks Programmen sind wahrscheinlich auf Föderationsschiffen auch nicht zugelassen.) Bei der (fast) perfekten Gesellschaft von ST mache ich mir darüber aber nur wenig Sorgen. Außerdem wäre das Holodeck an einem Amoklauf genau so wenig schuld wie die heutigen "Killerspiele".
                            Sorgen würde ich mit machen, wenn man die heutige Gesellschaft an ein Holodeck lassen würde. Ich sag nur Ego-Shooter + Holodeck = keine gute Idee.
                            Zitat von DefiantXYX Beitrag anzeigen
                            Wo werden diese Verbote genannt?
                            In der Barcley Folge findet es Riker unerhört sich selbst als Trottel zu sehen. Aus dem Gespräch mit Troy geht allerdings hervor, dass es zumindest zu diesem Zeitpunkt noch keine Verbote diesbezüglich gegeben hat.
                            Bei DS:9 trainiert Odo mit einer ziemlich echten Kira. Ihm und ihr dann später auch ist das dann natürlich unangenehm, aber es scheint nichts illegales gewesen zu sein.
                            Bei Voyager hat ja Barcley eine ganze Voyager Simulation fast permanent laufen. Scheint ebenfalls kein Problem zu sein.
                            Bashir und O'Brien machen im Prinzip nur "Killerspiele" auf dem Holodeck, selbst als Krieg herrscht. Das könnte man durchaus auch als bedenklich einstufen.

                            Holoprogramme gehören auch ganz klar zur Privatssphäre und das Eindringen ist diese ist in der Tat verboten. I.d.R. sollte also niemand merken wenn ein Crewmitglied Schweinereien macht
                            Kampfprogramme sind Gang und Gebe. Mit Worfs Holo-Spielchen, wo er namenlose Aliens brutal tötet hat zum Beispiel scheinbar niemand ein Problem. Feste Regeln bestimmte Dinge zu unterlassen, wie eben Crewmitglieder nachzubilden, mag es eventuell nicht geben, von Sternenflottenoffizieren kann man aber gewisse nicht niedergeschriebene ethische Grenzen erwarten. Man kann erwarten, dass Barclay keinen Sex mit Holo-"Troi" hat. Oder dass Worf nicht "Riker" ermordet. Und ja, auch dass Geordi nicht mehr als nur beruflichen Holo-Kontakt zu einer gewissen Utopia Planitia Ingenieurs-Holo-Nachbildung pflegt.

                            Für Zivilisten kann es eigene Regeln geben. Hierzu weiss man aber schlicht und ergreifend nichts. Soweit ich weiss nichtmal, ob zivile Personen abseits von Sternenflotteneinrichtungen überhaupt Zugriff auf diese Technologie haben.

                            EDIT: Ok, die Holoroman-Episode mit dem Voyager Doc legt es zumindest nahe, dass Holodecks allgemein zugänglich sind.
                            "Boarisch - dit jeht" | #MUC2017
                            "Bajoranische Arbeiter...." - Hamburg Silvester 2016/17

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                            • #15
                              Soweit ich weiß, wurde das Holodeck eingeführt, um irdische Kulissen und Szenarien recyceln zu können und damit kostengünstige Episoden produzieren zu können, ohne auf das unglaubwürdige TOS-Konzept der (extrem) erdähnlichen Welten zurückgreifen zu müssen.

                              Aber ich mag's trotzdem.. Zumindest bei TNG haben mir die Holodeck-Episoden alle ganz gut gefallen. Ich finde es auch schön, wenn mit Hilfe des Holodecks ein bisschen Kulturgeschichte verwurstet wird: Die Pokerspiele mit Einstein und Newton, die Therapiestunden bei Doktor Freud, Diskussionen mit Professor Moriarty, Fahrten im Orient-Express. Das ist doch alles ganz charmant. Natürlich bleibt die Glaubwürdigkeit auf der Strecke, wenn sich ein Erholungsort mit schöner Regelmäßigkeit in eine Todesfalle verwandelt, aber darüber kann ich hinwegsehen.

                              Bei Voyager fand ich die Holo-Szenarien allerdings weniger originell und sehr aufgezwungen. Janeways Gothic Novel, diese französische Kneipe, dieses komische Erholungsheim, dieses blöde irische Kaff, dieses trashige SiFi-Szenario mit Captain Proton... das war alles nicht besonders inspiriert.

                              Vick Fontaine von DS9 konnte ich auch nicht leiden. Ansonsten war DS9 eher zurückhaltend, was den Einsatz der Holosuite anging, wenn ich mich recht erinnere. Über die meisten Holospiele von Miles und Julian wurde nur berichtet.


                              Also, unterm Strich ist das Holodeck schon eine Bereicherung. Es ist ein Beitrag zu der ST-typischen märchenhaften "Buntheit", die ich bei Battlestar Galactica schmerzlich vermisse. Man hätte es (ähnlich wie die Borg) nur ein bisschen zurückhaltender einsetzen müssen. Und man hätte sich stärker mit den sozialen Folgen des Holodecks auseinandersetzen sollen. Würde es mit rechten Dingen zugehen, dann wäre Holo-Sucht eine wahre Pest. Aber wir wissen ja alle, dass die Menschheit sich weiterentwickelt hat

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                              Übrigens, "Die Suche II" und "Inquisition" sind zwei gute Beispiele dafür, dass eine spannende Holodeckepisode auch ohne amoklaufende Technik möglich ist.

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