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Nationen und Nationenanteile in Star Trek

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  • Nationen und Nationenanteile in Star Trek

    Ich hoffe mal der Thread ist hier richtig, oder doch eher im Völkerforum?

    Egal :P zum Thema: was mich schon länger etwas interessiert sind eigentlich zwei Dinge (gut möglich, das Teile davon schon einzeln so schon vorkamen aber auf Anhieb fand ich jetzt gerade nichts):

    Erstens: wie läuft das eigentlich im ST-Universum, da wird ja oft von Nationalstaaten geredet, aber im Grunde ist es Jahr eine Vereinigte Erde... auf MA ist zu lesen, dass die nationale Identität bei behalten wurde. Wie muss man sich das vorstellen? Und wie kommt das, dass man mehr als 150 Jahre nach der Vereinigung (DS9-Zeiten) immer noch so auf seinem Nationalstolz rumreitet bzw immer noch jeder die stereotypischen Eigenschaften seines "Landes" aufweist?
    btw was wird denn eigentlich auf Erde gesprochen? oder redet hier auch jeder seine eigene Sprache? wobei wenn mir recht ist, gab es den Universalübersetzer zu den Anfängen von ENT noch nicht so richtig.

    Zweiter Punkt: Was denkt ihr eigentlich über die nationale Verteilung der menschlichen ST-Charaktere, ich meine so sehr ich ST mag, so unrealistisch finde ich die Verteilung. Ich meine, dass vermehrt angelsächsische Namen auftreten finde ich ok, ist auch nach vollziehbar auch von wegen Sprachen Vermischung usw. aber dass dann so gut wie jeder von diesen Personen auch noch aus den USA kommt finde ich schon etwas übertrieben. Ich meine klar ihr werdet jetzt mit Argumenten wie Marketing und Roddenberry war Amerikaner usw kommen, aber ganz ehrlich 1. gab es in SW gar keine Nationen und es kam auch gut an und 2. wurde das ja auch in ST bis heute fortgesetzt.
    Und fast noch schlimmer finde ich dann immer diese "nationalen Traditionen". Sei es Siskos Vater dessen Restaurant in NO praktisch gleich ist wie es in unserer Zeit wäre oder seien es die Momente in denen irgendwelche alten "Lagerfeuerlieder" gesungen werden, die heute vielleicht schon nicht mal mehr alle kennen würde, uns all so zeugs halt.
    Was haltet ihr davon? Würde mich interessieren, oder habt ihr sogar eine Semi-canon oder gar Canon Lösung parat?

    btw: was ist eigentlich mit ausserirdischen auf Föderationsschiffen? Spock war doch der einzige oder? und die NX01 hatte bereits mit T'Pol und Phlox mind. einen mehr. Gibt es dazu hinweise zu den Hintergründen von TOS? ICh meine es war ja damals schon als Planeten Föderation geplant bzw gemacht.
    »If you can dream it, you can do it.« - Walt Disney
    »There is no doubt that creativity is the most important human resource of all. Without creativity, there would be no progress, and we would be forever repeating the same patterns.« - Edward de Bono

  • #2
    Puhhhh, das ist harter Stoff,

    Also wollen wir mal anfangen:

    Was die Angelsächsischen Namen angeht. Es kann eine zufällige statistische Verteilung sein, das gerade auf der Enterprise viele Amerikaner dienen.
    Auf der anderen Seite wissen wir nicht wie der 3. Weltkrieg ausging. vlt. gibt es einige Völker garnicht mehr

    Was die Pflege der Traditionen angeht. Auch wenn man zu einer höher zugeordneten Regierung gehört kann man trotzdem seine Traditionen beibehalten. Beispiele wären in Deutschland die Sorben. Die schon seit einer gefühlten Ewigkeit zur Deutschland gehören und trotzdem ihre Brauchtümer pflegen. Oder (wars im Schwarzwald?) die komischen Tanten mit ihren Beulenhüten. Oder die Selbstverständlichkeit des Bieres im Ruhrpott. Alles Regionale Traditionen die man hier in Hannover nicht findet und trotzdem gehören wir alle zur Bundesrepublik.

    Da könnte man noch weiter ausholen, aber ich glaube mein Beispiel reicht.

    Von daher könnte ich mir vorstellen, dass in den Regionen immernoch die entsprechende Sprache gesprochen wird. Durch den Universalübersetzer ist das ja eh egal, was du als Muttersprache eingetrichtert bekommst.
    Ich meine mich auch zu erinnern, dass im Pilot von ENT Hoshi im Brasilianischen Urwald mit der Klasse portugiesisch spricht. Könnte ich jetzt aber nicht sicher sagen.

    Was das Liedgut angeht, dass wir heute fast nicht mehr kennen:

    Wenn ich mir heute anschaue, dass Kinder bei an Helloween durch die Straßen ziehen, und im gleichen Zuge nicht mehr wissen wer Luther war oder ähnliches, was man einer deutschen Kultur zuschreiben könnte, kann ich mir vorstellen, dass sich in Zukunft der ein oder andere fragt, was unsere Kultur eigentlich ausmacht. Und so könnten alte Traditionen aus der Geschichte wieder aufgegriffen werden.
    Auf der anderen Seite sind einige Leute die in Star Trek dargestellt werden auch hoffnungslose Nostalgiker. Die stehen darauf, wenn man per Hand Wein anbaut oder ein klassisches Restraurant betreibt oder einen 1967 Camaro wieder fit macht oder schwarz Weiß Filme guckt.

    Zu den Außerirdischen auf den Schiffen der VFP.... Tya, was war da los in 1967? Also erstmal der Schock, dass eine schwarze Frau im Weltraum unterwegs ist und dann noch eine gehobene, wichtige Funktion inne hat. Das musste ersteinmal vom damaligen Publiukum verdaut werden. Ich glaube auch, dass es die Idee der Denubulaner damals noch nicht gab.
    Zum anderen wird es auch einfach der Kostenfaktor gewesen sein. Soo die Kohle für Kostüme war halt nicht da. Das hat man imho auch bei TAS gemerkt, als aufeinmal die Außerirdischenquote auf der Enterprise gestiegen ist (M'res und der Dreibeinige). Auch waren ja in den Filmen mehr Außerirdische vertreten. (wenn auch nicht zwangsläufig in der Enterprisecrew).
    Do not try to escape. You are in my control. Look at me: I am the sum of all evils. Look carefully. My power infests all times, all galaxies, all dimensions. But many still seek me out; a green jewel they must possess. But see how I destroy their lives.

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    • #3
      Zitat von SciFi-Fuchs Beitrag anzeigen
      Erstens: wie läuft das eigentlich im ST-Universum, da wird ja oft von Nationalstaaten geredet, aber im Grunde ist es Jahr eine Vereinigte Erde... auf MA ist zu lesen, dass die nationale Identität bei behalten wurde. Wie muss man sich das vorstellen? Und wie kommt das, dass man mehr als 150 Jahre nach der Vereinigung (DS9-Zeiten) immer noch so auf seinem Nationalstolz rumreitet bzw immer noch jeder die stereotypischen Eigenschaften seines "Landes" aufweist?
      Zwar ist mit der Föderation und allgemein mit dem Kontakt mit Außerirdischen eine "übergeordnete" Gruppe entstand bzw. das Bewusstsein, dass die Menschheit als Gesamtes eine Gruppe innerhalb der Föderation und neben vergleichbaren Gruppen darstellt. Aber dadurch geht die Differenzierung darunter ja nicht verloren. Als Mensch folgt man verschiedenen Traditionen, lokalen Gebräuchen, Klischees oder wie man es sonst so nennt. Zuerst die Stadt/der Ort an dem man wohnt, dann darüber der Bezirk, das Bundesland, die Nation, evtl. Kontinent. Es gibt da viele Schubladen in die man gesteckt werden kann aber der unmittelbarste Einfluss ist sicher die unmittelbare Umgebung, in der man lebt.

      btw was wird denn eigentlich auf Erde gesprochen? oder redet hier auch jeder seine eigene Sprache? wobei wenn mir recht ist, gab es den Universalübersetzer zu den Anfängen von ENT noch nicht so richtig.
      Auf der Erde werden wahrscheinlich weiterhin die lokalen Sprachen gesprochen werden bzw. wahrscheinlich weiterhin vorrangig Englisch, wenn Menschen mit unterschiedlichen Muttersprachen miteinander kommunizieren. So eine Art Universalsprache wird es sicher auch in der Föderation geben (in Romanen wird sie gerne als "Standard" bezeichnet) bzw. ersetzt der Universalübersetzer diese Notwendigkeit. Der funktioniert mit bekannten Sprachen auch in ETP schon recht gut bzw. ermöglicht eine Weiterentwicklung der Übersetzungsmatrix gegen Ende der 4. Staffel die mehr oder weniger reibungslose Kommunikation auf einer großen interplanetare Konferenz, die den Grundstein für die spätere Föderation legen sollte.

      Zweiter Punkt: Was denkt ihr eigentlich über die nationale Verteilung der menschlichen ST-Charaktere, ich meine so sehr ich ST mag, so unrealistisch finde ich die Verteilung. Ich meine, dass vermehrt angelsächsische Namen auftreten finde ich ok, ist auch nach vollziehbar auch von wegen Sprachen Vermischung usw. aber dass dann so gut wie jeder von diesen Personen auch noch aus den USA kommt finde ich schon etwas übertrieben. Ich meine klar ihr werdet jetzt mit Argumenten wie Marketing und Roddenberry war Amerikaner usw kommen, aber ganz ehrlich 1. gab es in SW gar keine Nationen und es kam auch gut an und 2. wurde das ja auch in ST bis heute fortgesetzt.
      Und dennoch heißt der Held in Star Wars kurioserweise "Skywalker". Ein Name, der unter den anderen in den SW-Filmen doch sehr heraus sticht. Also ich würde mal sagen, dass es nicht nur Roddenberry, sondern auch George Lukas durchaus bewusst war, dass ein angelsächsischer Namen bei der Zielgruppe seiner Filme besser ankommt.

      Eine auf den Canon gestützte Erklärung, warum man in der Sternenflotte - zumindest auf den von Menschen geführten Schiffen - so viele Amerikaner antrifft, könnte sein, dass die wichtigsten Einrichtungen der Sternenflotte auch in Amerika bzw. San Fancisco liegen. Könnte einfach sein, dass aufgrund der lokalen Nähe einfach in Nordamerika ein stärkeres Bewusstsein für die Raumforschung und die Sternenflotte besteht.

      btw: was ist eigentlich mit ausserirdischen auf Föderationsschiffen? Spock war doch der einzige oder? und die NX01 hatte bereits mit T'Pol und Phlox mind. einen mehr. Gibt es dazu hinweise zu den Hintergründen von TOS? ICh meine es war ja damals schon als Planeten Föderation geplant bzw gemacht.
      Spock war zwar das einzige außerirdische Besatzungsmitglied, das man in TOS auf der Enterprise sah, aber selbst das Serienkonzept damals in den 60ern schloss nicht aus, dass man im Verlauf der Serie noch andere außerirdische Crew-Mitglieder sehen würden, wenn sie für eine Geschichte relevant wären. Es war also nie ausgeschlossen, das auf den 23 Decks der TOS-Enterprise und unter den 400 bis 500 Crewmitgliedern nicht auch noch andere Außerirdische Dienst taten. TAS - mit den gestalterischen Möglichkeiten einer Zeichentrickserie ausgestattet - bestätigte diese Annahme, indem der Edosianer Arex und die Caitanerin M'Ress regelmäßig auf der Brücke Dienst taten. Nur zwei Jahre später auf der umgebauten Enterprise in ST1 sieht man dann in der Freizeitdeck-Szene jede Menge weitere Außerirdische in Sternenflottenuniformen und ST11 zeigte auf der U.S.S. Kelvin schon Jahre vorher auch zumindest zwei Außerirdische Besatzungsmitglieder.

      T'Pol und Phlox auf der NX-01 sind da schon anders zu betrachten. Phlox ist über das interplanetare Ärzteaustauschprogramm an Bord gekommen. Wahrscheinlich ist er Mitglied eines denobulanischen Militärs (er erwähnt im Lauf der Zeit Einsätze auf Schlachtfeldern und darf immerhin im medizinischen Zentrum der Sternenflotte arbeiten), aber er war kein Mitglied der Sternflotte. T'Pol wiederum bekommt erst nach 3 Jahren ein Offizierspatent (für die irdische Sternenflotte) und ist anfänglich eine Art Austauschoffizier des vulkanischen Oberkommandos, ehe sie dort austritt und für ein Jahr von Archer sozusagen eine Feldbeförderung zum Ersten Offizier erhält, damit sie mit in die Delphische Ausdehnung kommen kann.

      "Austauschoffizier" ist auch ein gutes Stichwort: In der gleichnamigen TNG-Folge der 2. Staffel kommt ein benzenitsicher Austauschoffizier an Bord. Die Benzeniten scheinen Föderationsmitglieder zu sein und der an Bord gekommene Offizier trägt bereits bei seiner Ankunft eine reguläre Sternenflottenuniform und dennoch scheinen ihm die Abläufe an Bord der Enterprise nicht bekannt zu sein. Scheint dafür zu sprechen, dass es in der Sternenflotte recht normal zu sein scheint, dass es Schiffe gibt, die vorrangig von einer Mitgliedsspezies betrieben werden. (In TOS gibt es auch noch die U.S.S. Intrepid und in DS9 die U.S.S. T'Kumbra, die ausschließlich von Vulkaniern bemannt sind.) Allein was die physischen Anforderungen angeht ist eine solche Schiffszuteilung sicher praktischer, da man (zumindest in den öffentlichen Bereichen) keinen Kompromiss zwischen den Vorlieben unterschiedlicher Spezies treffen muss.

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      • #4
        Zitat von BigVanVader Beitrag anzeigen
        Was die Angelsächsischen Namen angeht. Es kann eine zufällige statistische Verteilung sein, das gerade auf der Enterprise viele Amerikaner dienen.
        Wie gesagt, die Namen meine ich nicht, das kann ich sogar nach vollziehen im Zuge der Vermischung der Sprachen, aber wieso dann alle immer gleich Amerikaner sind (gut es gibt paar Ausnahmen wie zb Reed oder O'Brien) Wieso denn nicht mal ein Benjamin Sisko aus Deutschland, eine Hoshi Sato aus Chile, ein Julian bashir aus China, usw versteht ihr was ich meine? Irgendwie kommt's mir halt so vor als würde man von einer vereinigten Erde reden aber trotzdem hauptsächlich mit seiner "nation" verbunden sein obwohl die wahrscheinlich so gar nicht mehr existiert.

        Zitat von BigVanVader Beitrag anzeigen
        Was die Pflege der Traditionen angeht. Auch wenn man zu einer höher zugeordneten Regierung gehört kann man trotzdem seine Traditionen beibehalten. Beispiele wären in Deutschland die Sorben. Die schon seit einer gefühlten Ewigkeit zur Deutschland gehören und trotzdem ihre Brauchtümer pflegen.
        Gut da gebe ich dir sicherlich Recht, aber ich Frage mich wieso dann immer Dinge verwenden, die in unserer Zeit schon sehr alt sind? Wieso nicht mal etwas aus unserer Zeit, quasi die Gepflogenheiten unserer Zeit werden die Traditionen der Zukunft?
        Ich meine ganz klar TOS entsprach ja auch nicht der heutigen Zeit, aber bei TNG, DS9 und VOY wurde das ebenfalls fortgesetzt.


        Zitat von BigVanVader Beitrag anzeigen
        Auf der anderen Seite sind einige Leute die in Star Trek dargestellt werden auch hoffnungslose Nostalgiker. Die stehen darauf, wenn man per Hand Wein anbaut oder ein klassisches Restraurant betreibt oder einen 1967 Camaro wieder fit macht oder schwarz Weiß Filme guckt.
        Ja wird schon so sein, aber ich finde, dass es etwas überproportional viele sind, ausserdem werden wie schon geschrieben mehrheitlich Dinge verwendet, die schon heute sehr weit zurück liegen.

        Ich denke sogar, dass selbst literarische Werke usw irgendwann immer mehr an Bekanntheit verlieren werden und zwar aus dem ganz einfachen Grund, weil die Werke je grösser der zeitliche Abstand wird, immer mehr an Relevanz zur aktuellen Gesellschaft verlieren werden. Ich meine macht es sinn immer in der Vergangenheit zu Leben? Die Geschichte schreibt sich quasi mit jeder Generation neu, was für uns aus den Vergangenen Generationen eventuell noch relevant ist, hat für die späteren möglicherweise keinen Einfluss mehr.


        @MFB Danke für die Infos mit den Ausserirdischen Föderationsmitgliedern, tönt für mich eigentlich einleuchtend. Andere Frage weiss jemand wie Roddenberry eigentlich zu den Themen Rassen und Nationen für seine Serie stand? Ich denke nur, da sein Werk Star Trek ja eine ideale, gerechte und friedliche Erde zeigt, dass das ja wahrscheinlich seine eigenen Träume/Ideale wiederspiegelt oder liege ich da falsch?

        - - - Aktualisiert - - -

        Zitat von MFB Beitrag anzeigen
        Zuerst die Stadt/der Ort an dem man wohnt, dann darüber der Bezirk, das Bundesland, die Nation, evtl. Kontinent.
        ...

        Und dennoch heißt der Held in Star Wars kurioserweise "Skywalker".
        ...

        Eine auf den Canon gestützte Erklärung, warum man in der Sternenflotte - zumindest auf den von Menschen geführten Schiffen - so viele Amerikaner antrifft, könnte sein, dass die wichtigsten Einrichtungen der Sternenflotte auch in Amerika bzw. San Fancisco liegen. Könnte einfach sein, dass aufgrund der lokalen Nähe einfach in Nordamerika ein stärkeres Bewusstsein für die Raumforschung und die Sternenflotte besteht.
        Dort würde mich jetzt eben interessieren, wie man sich das mit den Nationen jetzt vorstellen muss, ist quasi eine "Nation" jetzt eine Verwaltungseinheit der Erde oder wie ist das?

        Ja wie gesagt der Namen ist nicht das was ich meine sondern die nationen.

        Wenn ich mir so "Der erste Kontakt" anschaue und mich an die Szenen des vom Krieg zerstörten Amerikas erinnere frage ich mich doch wieso dann gerade die Amerikaner mehr Raumforschung betrieben haben sollten. Oder haben sich die Vulkanier bei ihrer Hilfe etwa nur auf die Amerikaner beschränkt? Wäre auch eine Möglichkeit wie sonst ist praktisch 80% der ersten Enterprise auf amerikanisch getrimmt
        »If you can dream it, you can do it.« - Walt Disney
        »There is no doubt that creativity is the most important human resource of all. Without creativity, there would be no progress, and we would be forever repeating the same patterns.« - Edward de Bono

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        • #5
          Zitat von SciFi-Fuchs Beitrag anzeigen
          Wie gesagt, die Namen meine ich nicht, das kann ich sogar nach vollziehen im Zuge der Vermischung der Sprachen, aber wieso dann alle immer gleich Amerikaner sind (gut es gibt paar Ausnahmen wie zb Reed oder O'Brien) Wieso denn nicht mal ein Benjamin Sisko aus Deutschland, eine Hoshi Sato aus Chile, ein Julian bashir aus China, usw versteht ihr was ich meine?
          Julian Bashir scheint dem Akzent nach ein Engländer zu sein, dem Namen nach scheint er Inder zu sein, dem Aussehen nach ist er Araber (auf jeden Fall singt er mit O'Brien britische Suaflieder (Jerusalem ist ja fast zweite Hymne der Briten )und spricht von der Schlacht um Britannien als Verteidigung der Heimat). Sato ist aus Kyoto. Sisko ist nicht mal ein Mensch, er ist wie ständig gesagt wird von Bajor, seine Kultur ist auch nicht amerikanisch sonder Cajun oder Kreolisch aber er sieht seine Wurzeln auch in Afrika. Du legst den Begriff Amerikaner einfach sehr großzügig aus. Für mich ist im Maincast bei DS9 kein Amerikaner.

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          • #6
            Zitat von SciFi-Fuchs Beitrag anzeigen
            @MFB Danke für die Infos mit den Ausserirdischen Föderationsmitgliedern, tönt für mich eigentlich einleuchtend. Andere Frage weiss jemand wie Roddenberry eigentlich zu den Themen Rassen und Nationen für seine Serie stand? Ich denke nur, da sein Werk Star Trek ja eine ideale, gerechte und friedliche Erde zeigt, dass das ja wahrscheinlich seine eigenen Träume/Ideale wiederspiegelt oder liege ich da falsch?
            Die Sache mit der idealen, gerechten und friedlichen Welt war eher etwas, was Roddenberry sich nach TOS angeeignet hat und sich eher in TNG widerspiegelt. (Wie auch schon im von ihm verfassten Roman zum 1. Kinofilm, den ich aber noch nicht gelesen habe, der aber auch ein paar ... sonderbare Ideen zur Erde und zur Menschheit in der Zukunft enthalten soll.)

            Grundsätzlich glaube ich nicht, dass zu TOS besonders viel zu den Hintergründen ausgearbeitet wurde. (Zumal die Erde der Zukunft in der Serie auch kein großes Thema war, bzw. man kaum Einblick bekam.) Selbst maßgebliche Organisationen wie die Föderation und die Sternenflotte waren am Beginn der Serie noch nicht existent. (Kirk erwähnt in zwei Folgen eine Organisation namens UESPA "United Earth Space Probe Agency", was sich nachträglich wieder gut in Einklang mit der Vermutung bringen lässt, dass die Sternenflotte zwar eine Gesamtorganisation ist, die Schiffe aber jeweils von einzelnen Mitgliedswelten betrieben werden. War sicher damals kein Gedanke, aber als rückwirkende Interpretation funktioniert es.)

            Wenn etwas zu diesen Organisations-/Verwaltungsstrukturen in der Serienbibel definiert war, dann wahrscheinlich wie der Absatz über die Außerirdischen an Bord: Grundsätzliche Ausgangssituation, aber ohne feste Regel, so dass spätere Autoren nicht bei ihren Geschichten eingeschränkt sind.

            Dort würde mich jetzt eben interessieren, wie man sich das mit den Nationen jetzt vorstellen muss, ist quasi eine "Nation" jetzt eine Verwaltungseinheit der Erde oder wie ist das?
            Als Verwaltungseinheit mit regionalen Befugnissen und Beschränkungen kann man die Nationen sicher sehen. Wie haben heutzutage Stadt -> Land -> Bund -> EU. Später in der Zukunft sieht das vielleicht so aus:
            Stadt -> Land -> Bund -> Europäische Hegemonie -> Vereinte Erde -> Föderation.

            Mit immer mehr übergeordneten Verwaltungsebenen und gesetzgebenen Instanzen verlieren die untergeordneten Ebene sicher einige Kompetenzen, aber vorhanden werden sei auch in Zukunft sein. Und wenn es sich reduziert auch ein "Amt zur Erhaltung regionaler Kultur".

            Wenn ich mir so "Der erste Kontakt" anschaue und mich an die Szenen des vom Krieg zerstörten Amerikas erinnere frage ich mich doch wieso dann gerade die Amerikaner mehr Raumforschung betrieben haben sollten.
            "Der Erste Kontakt" gibt zum Teil vielleicht auch wieder die Antwort: Der Erfinder des Warp-Antriebs kommt aus Montana.

            Oder haben sich die Vulkanier bei ihrer Hilfe etwa nur auf die Amerikaner beschränkt?
            Ich denke nicht, dass die Vulkanier sich mit ihrer Hilfe auf Amerika beschränkt haben. In einer ETP-Folge, ich glaube "Desert Crossing", fragt Hoshi T'Pol, warum die Vulkanier gerade in Bozeman, Montana gelandet sind und die Erklärung war schlicht, weil von dort aus der erste Warp-Flug ausging, der die erste Kontaktaufnahme überhaupt erst in die Wege leitete.

            Zudem deutet das Gespräch zwischen Archer, Trip und T'Pol im ETP-Pilotfilm bzw. eine Aussage von Troi in "Der Erste Kontakt" an, dass die Menschheit sich größtenteils selbst wieder aufgerappelt hat, nachdem sie gesehen haben, dass sie nicht allein im Universum war.

            Wäre auch eine Möglichkeit wie sonst ist praktisch 80% der ersten Enterprise auf amerikanisch getrimmt
            80 % kann nicht stimmen. Archer und Tucker sind Amerikaner, Hoshi ist Japanerin, Reed Engländer (der würde ich aber allein deshalb nicht als "amerikanisch getrimmt" bezeichnen) Mayweather hatte vor seinem Beitritt zur Sternenflotte noch nicht einmal die Erde betreten.

            Gut da gebe ich dir sicherlich Recht, aber ich Frage mich wieso dann immer Dinge verwenden, die in unserer Zeit schon sehr alt sind? Wieso nicht mal etwas aus unserer Zeit, quasi die Gepflogenheiten unserer Zeit werden die Traditionen der Zukunft?
            Dinge, die heutzutage schon Jahrhunderte alt aber immer noch gebräuchlich sind, haben gute Chancen, auch noch ein paar Jahrhunderte zu überdauern. Mit zeitgenössischen Anspielungen auf unsere jetzige Gegenwart wiederum geht man in Sachen Zukunftsprognose aber ein größeres Risiko ein. Eine Serie kann dadurch schnell überholt wirken. (Womit wir wieder beim Praktischen aus Sicht der Produktion einer TV-Serie wären.)

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            • #7
              Zitat von SciFi-Fuchs Beitrag anzeigen

              Und fast noch schlimmer finde ich dann immer diese "nationalen Traditionen". Sei es Siskos Vater dessen Restaurant in NO praktisch gleich ist wie es in unserer Zeit wäre oder seien es die Momente in denen irgendwelche alten "Lagerfeuerlieder" gesungen werden, die heute vielleicht schon nicht mal mehr alle kennen würde, uns all so zeugs halt.
              Also Sisko betreibt ein Restaurant mit traditioneller kreolischer bzw. Cajun Küche in New Orleans. Das hat natürlich auch ein entsprechendes Design. Wir haben bei uns im Ort ein Restaurant, dass traditionelle Küche aus dem Mittelalter anbietet die sind natürlich auch entsprechend ausgestattet.
              Zitat von SciFi-Fuchs Beitrag anzeigen
              btw: was ist eigentlich mit ausserirdischen auf Föderationsschiffen? Spock war doch der einzige oder? und die NX01 hatte bereits mit T'Pol und Phlox mind. einen mehr. Gibt es dazu hinweise zu den Hintergründen von TOS? ICh meine es war ja damals schon als Planeten Föderation geplant bzw gemacht.
              Also, das Spock der einzige Außerirdische in der Crew der Enterprise ist, wird nie gesagt. In den Filmen und TAS sieht man mehr Außerirdische auf dem selben Schiff.

              - - - Aktualisiert - - -

              Zitat von MFB Beitrag anzeigen

              Ich denke nicht, dass die Vulkanier sich mit ihrer Hilfe auf Amerika beschränkt haben. In einer ETP-Folge, ich glaube "Desert Crossing", fragt Hoshi T'Pol, warum die Vulkanier gerade in Bozeman, Montana gelandet sind und die Erklärung war schlicht, weil von dort aus der erste Warp-Flug ausging, der die erste Kontaktaufnahme überhaupt erst in die Wege leitete.
              HOSHI: Why Montana? Of all the places the Vulcans could have landed they chose Bozeman, Montana.
              T'POL: Humanity's first warp drive was developed there. It seemed a logical place to begin.
              HOSHI: Well, how did they know it wouldn't alarm other nations? An alien species makes contact with the United States. It could have made a lot of other countries nervous.
              T'POL: What's your point?
              HOSHI: It seems to me that we're going to run into similar problems. We get invited to dinner, and before you know it we're accused of taking sides in a war.
              T'POL: Contacting new worlds always involves unexpected risks. The High Command has very specific protocols regarding planetary conflicts.
              Sie geht da der eigentliche Antwort von Hoshi aus dem Weg. Ich denke man wollte es sich da einfach offenhalten, dass die Vulkanier schon länger auf der Erde waren. Die sehr spezifischen Protokolle der Vulkanier und das sehr schnelle Entscheiden in Bozeman zu landen passen nicht zusammen.

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              • #8
                Das vulkanische Forschungsschiff T'Plana-Hath konnte den Warpsprung der Phoenix scannen und war am Abend des 5. April 2063 in Bozeman gelandet.
                Wenn man annimmt, das Vulkan nur 15 Lj von der Erde entfernt ist und hauptsächlich bei Sternen vom G-Typ nach Lebensformen sucht, sollte diese überlegene Spezies durchaus ein Umfeld von einigen 10 Lj regelmäßig untersuchen und das Sonnensystem durchfliegen.
                Die schnelle Reaktion würde ich damit begründen, dass Vulkan verhindern will, dass andere, Vulkan feindliche Zivilisationen, den Erstkontakt herstellen.
                \\// Dup dor a´az Mubster
                TWR www.labrador-lord.de
                United Federation of Featherless
                SFF The 6th Year - to be continued

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                • #9
                  Ich glaube ich wurde etwas missverstanden, ich finde ST schon ok so wie es ist und gegen Amerikaner habe ich auch überhaupt nichts. Ich frage mich nur ob die Darstellung in ST aus heutiger Sicht noch aktuell bzw realistisch ist. Ich meine in ST leben die Menschen über die ganze Galaxie verstreut und obwohl in der heutigen Zeit schon riesige Migrationswellen und Völkerverschiebungen/Vermischungen erkennbar sind, sollen in Zukunft wieder alle "wohlsortiert" in ihren Ländern existieren?


                  Ich finde halt einfach, dass ST in gewissen Bereichen etwas zu wenig Mut zur Fantasie aufzeigt, auch mal die eigene Geschichte selbst zu schreiben und nicht aus der guten alten Fundgrube "Kultur-urgesteine der Erde" zu buddeln. Weil wie ich oben schon mal geschrieben habe, irgendwann und das halte ich für ziemlich sicher, interessiert sich niemand mehr für Dinge, die bei uns schon über mehrere Jahrhunderte alt sind. Die Gesellschaft verändert sich dauernd und damit auch die Empfänglichkeit bzw. die Relevanz der alten Dinge, und dann kommen irgendwann dann Dinge wie Bevölkerung von fremden Planeten hinzu und ich denke kaum, dass sich irgend ein Mensch auf einer fernen Kolonie sich dann zb noch für Shakespeare oder ähnliches interessiert, der wird sich dann mit Dingen beschäftigen aus einer Vergangenheit die vielleicht unsere Gegenwart oder sogar Zukunft ist.
                  Versteht ihr was ich meine? Die Welt bzw die Zeit bleibt ja nicht stehen, und es gibt eigentlich nichts, das so wichtig wäre, dass man es immer und immer weiter geben müsste, das sind alles nur Dinge die von Epoche zu Epoche kommen und gehen.

                  Nochmal zurück zum Thema nationen, ich verstehe natürlich auch die Einwände wegen Vermarktung usw. darum ja auch die Frage, war das der einzige Grund oder waren da auch andere Überlegungen dahinter?

                  - - - Aktualisiert - - -

                  Zitat von MFB Beitrag anzeigen
                  Mit zeitgenössischen Anspielungen auf unsere jetzige Gegenwart wiederum geht man in Sachen Zukunftsprognose aber ein größeres Risiko ein. Eine Serie kann dadurch schnell überholt wirken. (Womit wir wieder beim Praktischen aus Sicht der Produktion einer TV-Serie wären.)
                  Aber dann frage ich dich wieso sollte etwas aus unserer Gegenwart mehr überholt wirken als etwas, das sogar schon mind. ein jahrhundert älter ist? Das müsste ja dann noch überholter sein der reinen (vulkanischen ) Logik nach oder nicht?
                  Und das ist genau der Springende Punkt den ich meine, den meisten Sci-Fi-Schöpfern fehlt dazu der Mut, dem Zuschauer/Leser etwas als Geschichte und damit wertvoll zu verkaufen, das für uns noch stinknormal und langweillig ist. Lieber greift man sich etwas bewährt altes, das die meisten Menschen mit Kulturgut assozieren würden.
                  Ich denke es ist einfach eine Schwäche des Menschen allgemein, sich komplett von vertrautem zu lösen und sich etwas ganz neues auszudenken.
                  »If you can dream it, you can do it.« - Walt Disney
                  »There is no doubt that creativity is the most important human resource of all. Without creativity, there would be no progress, and we would be forever repeating the same patterns.« - Edward de Bono

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                  • #10
                    Zitat von SciFi-Fuchs Beitrag anzeigen
                    Ich glaube ich wurde etwas missverstanden, ich finde ST schon ok so wie es ist und gegen Amerikaner habe ich auch überhaupt nichts. Ich frage mich nur ob die Darstellung in ST aus heutiger Sicht noch aktuell bzw realistisch ist. Ich meine in ST leben die Menschen über die ganze Galaxie verstreut und obwohl in der heutigen Zeit schon riesige Migrationswellen und Völkerverschiebungen/Vermischungen erkennbar sind, sollen in Zukunft wieder alle "wohlsortiert" in ihren Ländern existieren?
                    Du hast leider immer wieder falsche Prämissen. Tom Paris zum Beispiel ist sicherlich in den USA aufgewachsen hat aber viel Zeit in Neuseeland und Frankreich verbracht. Worf wuchs bei jüdischen Weißrussen in Minsk auf und ging dann zur Akademie nach San Francisco. Spock, Sisko, Torres und andere sind Mischlinge verschiedener Spezies.
                    Wie Jadzia und Seven of Nine haben sie einiges an Migration erlebt und sind eben nicht klar irgendwo zu hause.
                    Zitat von SciFi-Fuchs Beitrag anzeigen

                    Ich finde halt einfach, dass ST in gewissen Bereichen etwas zu wenig Mut zur Fantasie aufzeigt, auch mal die eigene Geschichte selbst zu schreiben und nicht aus der guten alten Fundgrube "Kultur-urgesteine der Erde" zu buddeln. Weil wie ich oben schon mal geschrieben habe, irgendwann und das halte ich für ziemlich sicher, interessiert sich niemand mehr für Dinge, die bei uns schon über mehrere Jahrhunderte alt sind. Die Gesellschaft verändert sich dauernd und damit auch die Empfänglichkeit bzw. die Relevanz der alten Dinge, und dann kommen irgendwann dann Dinge wie Bevölkerung von fremden Planeten hinzu und ich denke kaum, dass sich irgend ein Mensch auf einer fernen Kolonie sich dann zb noch für Shakespeare oder ähnliches interessiert, der wird sich dann mit Dingen beschäftigen aus einer Vergangenheit die vielleicht unsere Gegenwart oder sogar Zukunft ist.
                    Ich sehe nicht, dass Shakespeare an Popularität oder Aktualität einbüßt. Zudem Shakespeare als Konstante bei Star Trek ein running Gag, selbst im Spiegeluniversum ist er so wie bei uns.
                    Zitat von SciFi-Fuchs Beitrag anzeigen
                    Versteht ihr was ich meine? Die Welt bzw die Zeit bleibt ja nicht stehen, und es gibt eigentlich nichts, das so wichtig wäre, dass man es immer und immer weiter geben müsste, das sind alles nur Dinge die von Epoche zu Epoche kommen und gehen.
                    Aber es gibt vieles was so schön ist, dass es sich lohnt das immer weiterzugeben.
                    Shakespeare, Mozart und Bach gehören dazu, offensichtlich auch klingonische Opern.
                    Zitat von SciFi-Fuchs Beitrag anzeigen
                    Nochmal zurück zum Thema nationen, ich verstehe natürlich auch die Einwände wegen Vermarktung usw. darum ja auch die Frage, war das der einzige Grund oder waren da auch andere Überlegungen dahinter?
                    Wie gesagt, du gehst von ner falschen Prämisse aus.
                    Kirk, McCoy und Sulu sind in den USA geboren. Zumindest Sulu ist kein typischer Amerikaner.
                    Uhuras Geburtsort kennen wir nicht. Typisch amerikanisch kommt sie mir auch nicht vor (erst Recht nicht für die Zeit von TOS)
                    Scotty, Spock und Chekov sind gar keine Amerikaner.
                    Bei TOS also bestenfalls 2 typische Amerikaner von 7 Hauptcharkteren.
                    Bei TNG
                    Hat man nur Riker und der wuchs in Alaska auf macht einen exotischen Kampfsport, spielt als Weißer Jazz-posaune und kocht seit seiner Kindheit.
                    Alle anderen der Hauptcharaktere sind keine Amerikaner.
                    Beverly, Tasha, Worf, Picard und Wesley sind wohl Europäaer oder dort aufgewachsen,
                    Geordie wurde in der afrikanischen Konföderation geboren.
                    DS9 habe ich schon erklärt alles Aliens oder Mischwesen und eben Bashir und O'Brien, die eindeutig (kulturell) Briten sind.
                    Bei VOY hat man Janeway und Kim evtl. noch Paris, die in man als Amerikaner bezeichnen könnte.
                    Chakotay und B'elana sind auf fremden Planeten geboren, Paris hat sich überall auf der Welt rumgeschlagen. Kim ist jetzt auch nicht wirklich das was unter dem typischen Ami versteht. Bleibt auch hier mit viel Wohlwollen eine typisch amerikanische Person. Wobei ich es für zweifelhaft halte wie typisch weibliche Kriegsschiffkommandanten denn in den USA heutzutage sind.
                    Bei ENT hat man zwei Amerikaner bei den 7 Hauptcharakteren.
                    Macht also bei 40 Hauptcharakteren 8 typische Amerikaner. Sicher überrepräsentiert, wenn man die heutige Welt anschaut, aber sicher in Ordnung für ne amerikanische TV-Serie.

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                    • #11
                      Zitat von Tibo Beitrag anzeigen
                      Wie gesagt, du gehst von ner falschen Prämisse aus.
                      Falsch! Ich gehe von gar nichts aus, wie gesagt ich denke ich werde hier falsch verstanden, nur so kann ich mir vorstellen, dass man mir falsche Aussagen in den Mund legt.
                      Ich geb es zu, gewisse Bemerkungen waren etwas un detailliert aber ich ging davon aus, dass man im grossen und ganzen versteht was ich meine, darum auch nur Beispiele (wenn auch zugegebener Massen, eher schlechte)

                      Aber ich denke ich lass es. Weil es nützt ja nichts wenn ich jetzt versuche Details zu suchen obwohl ich das Thema nur aus ganz allgemeiner Sichtweise verstanden habe. Zumal mein Post auch offensichtlich nicht ganz richtig verstanden würde, anders kann ich mir nicht erklären, weshalb man gerade die Dinge, die wichtige sind überspringt und stattdessen die beispiele auseinander nimmt.

                      In dem Sinne lass ich das jetzt.

                      btw ich schreibe noch extra versteht ihr was ich meine, da du es ja ganz offensichtlich ncht verstanden hast, kannst du dann nicht einfach schreiben: "nein ich verstehe es nicht bzw verstehe die Bsp nicht, könntest du das bitte etwas präzisieren?" In dem Sinne bist du von einer falschen Prämisse ausgegangen, nämlich dass meine Argumente allein an den Beispielen zu messen sind. Ohne die Dinge dazwischen zu verstehen bzw darüber nach zu denken.
                      Zuletzt geändert von SciFi-Fuchs; 22.11.2013, 22:20.
                      »If you can dream it, you can do it.« - Walt Disney
                      »There is no doubt that creativity is the most important human resource of all. Without creativity, there would be no progress, and we would be forever repeating the same patterns.« - Edward de Bono

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                      • #12
                        Zitat von SciFi-Fuchs Beitrag anzeigen
                        Aber dann frage ich dich wieso sollte etwas aus unserer Gegenwart mehr überholt wirken als etwas, das sogar schon mind. ein jahrhundert älter ist? Das müsste ja dann noch überholter sein der reinen (vulkanischen ) Logik nach oder nicht?
                        Aber von dem Vergangenen bewahren wir uns auch nur einen kleinen Bruchteil. Nur ganz wenige Traditionen oder Trends der Vergangenheit blieben bis in die Gegenwart erhalten. Der Teil, für den sich so gut wie keiner mehr interessiert, ist schon weitaus größer.

                        Und das ist genau der Springende Punkt den ich meine, den meisten Sci-Fi-Schöpfern fehlt dazu der Mut, dem Zuschauer/Leser etwas als Geschichte und damit wertvoll zu verkaufen, das für uns noch stinknormal und langweillig ist. Lieber greift man sich etwas bewährt altes, das die meisten Menschen mit Kulturgut assozieren würden.
                        Es als mutlos zu bezeichnen finde ich nicht ganz fair. Etwas muss sich auch erst mal eine Weile halten und in der Gegenwart zumindest einige Jahre einen gewissen Status erarbeiten, um es wirklich wert zu sein, in zehn, zwanzig oder 100 Jahren anerkannt zu werden. (Und selbst dann könnte man schon argumentieren, das dies schon "stinknormal und langweilig" ist, also warum dann überhaupt referenzieren?)

                        Also warum eine Referenz zu einem ganz neuen Trend in einer TV-Serien-Episode einbauen und riskieren, dass dieser Trend a) zum Zeitpunkt der eigentlichen Dreharbeiten schon abklingt; und b) zum Zeitpunkt der Ausstrahlung schon wieder ein alter Hut ist?

                        Ich denke es ist einfach eine Schwäche des Menschen allgemein, sich komplett von vertrautem zu lösen und sich etwas ganz neues auszudenken.
                        Die Frage muss man auch stellen dürfen, ob man etwas Altbewährtes fallen lassen muss, nur weil was Neues nachkommt. Man stelle sich vor, man würde mit jedem Erscheinen eines neuen Albums irgendeiner minderbekannten Pop-Band dafür aufhören, irgendeinen Klassiker zu verbreiten. Oder der aktuell erschienene Bestseller dafür sorgt, dass dafür ein Buch, das sich seit Jahrzehnten oder gar Jahrhunderten gut verkauft, nicht mehr aufgelegt wird. Das wäre doch auch absurd. Was Neues muss halt im Konkurrenzkampf auch mit dem, was sich in der Vergangenheit etabliert hat bestehen. So ist es nun einfach und wenn eine neue Band es nicht mit den Beatles oder den Rolling Stones aufnehmen kann, dann verdient sie es auch nicht, in fünfzig Jahren in einem Zug mit ihnen genannt zu werden. Sollte man wirklich die Klassiker einstampfen, nur weil etwas Neues erscheint? (Das wahrscheinlich sowieso von irgendeinem Klassiker inspiriert wurde.)

                        So funktioniert das Geschäft nun mal nicht, hat noch nie funktioniert (ausgenommen vielleicht diverse Bücherverbrennungen im Lauf der düsteren Vergangenheit, über die wir hoffentlich hinweg sind).

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                        • #13
                          Zitat von MFB Beitrag anzeigen
                          Es als mutlos zu bezeichnen finde ich nicht ganz fair. Etwas muss sich auch erst mal eine Weile halten und in der Gegenwart zumindest einige Jahre einen gewissen Status erarbeiten, um es wirklich wert zu sein, in zehn, zwanzig oder 100 Jahren anerkannt zu werden.
                          Ach so nein, ich meinte das auch gar nicht als Kritik sondern einfach als Feststellung des menschlichen Verhaltens. Aber es ist doch schon ein Fakt, dass man um anders zu sein, neues zu probieren, schon fast ein wenig "rumspinnen" muss und das braucht denke ich Mut. Das meinte ich eigentlich nur damit, sich quasi gegen alles bekannte zu stellen.

                          Zitat von MFB Beitrag anzeigen
                          Also warum eine Referenz zu einem ganz neuen Trend in einer TV-Serien-Episode einbauen und riskieren, dass dieser Trend a) zum Zeitpunkt der eigentlichen Dreharbeiten schon abklingt; und b) zum Zeitpunkt der Ausstrahlung schon wieder ein alter Hut ist?
                          Ist jetzt zwar nicht SciFi aber mich hat schon immer der Weg von Tolkien überzeugt, bei ihm bildete quasi die Geschichte der einen Generation die Kultur der nächsten. Aber wie gesagt nur ein Bsp und ist natürlich auch keine SciFi

                          Zitat von MFB Beitrag anzeigen
                          Sollte man wirklich die Klassiker einstampfen, nur weil etwas Neues erscheint? (Das wahrscheinlich sowieso von irgendeinem Klassiker inspiriert wurde.)
                          Sicherlich, wieso nicht? Wer sagt das alles neu = schlecht ist?
                          Ich denke dort liegt auch der Hund begraben oder eben die "Fehler" unserer Gesellschaft. Das hat mich immer schon gestört, wieso sollte ein Mensch nur weil sein Werk vor Jahrhunderten entstanden ist mehr wert sein, als einer der heute etwas erschafft? Du kannst ja jetzt nicht wissen, was mal daraus wird.
                          Ich denke einfach es ist eine menschliche Schwäche, Angst vor neuem zu haben und darum klammert man sich Jahrhunderte lang an Dinge von ganz normalen Personen und macht sie unter Umständen zu etwas, dass sie nie waren.
                          Bitte versteht das jetzt nicht wieder falsch, ich habe nichts gegen alte Werke usw. ich analysiere nur etwas das menschliche Verhalten, wenn es um Neues geht. War das nicht sogar mal in ST selbst ein Thema? Die menschliche Angst vor neuem?

                          Die Behauptung alles basiere dann sowieso auf dem alten, ist das nicht eine Beleidigung an der ganzen Menschheit? Das würde ja heissen, einmal in der ganzen Geschichte der Menschheit kommt der "Überkünstler" und dann nie wieder, hinterher entwickeln wir uns zurück, wäre das nicht ein Widerspruch zu dem ganzen Ideal von Star Trek, wonach sich die Menschheit so viel weiter entwickelt haben soll?

                          Ums nochmal zu erwähnen, mir ist natürlich die ganze Sache mit Vermarktung auch klar aber darum frage ich mich ja, war das der einzige Grund dafür, oder war es halt einfach der einfachste Weg, dem Zuschauer noch irgendwie einen vertrauten Referenzpunkt zu geben. Ich bin der Meinung es ging schon ohne, aber man müsste wirklich sehr viel riskieren.

                          Ich weiss, dass sich ab und an mal Ding etwas direkt und unverblümt anspreche aber ich bin der Meinung man sollte öfters auch gewohnte Dinge - gerade die - hinterfragen.

                          Gruss
                          SciFi Fuchs
                          »If you can dream it, you can do it.« - Walt Disney
                          »There is no doubt that creativity is the most important human resource of all. Without creativity, there would be no progress, and we would be forever repeating the same patterns.« - Edward de Bono

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                          • #14
                            Zitat von SciFi-Fuchs Beitrag anzeigen
                            aber dass dann so gut wie jeder von diesen Personen auch noch aus den USA kommt finde ich schon etwas übertrieben.
                            Jean-Luc Picard ist Franzose, Miles O'Brien ist Ire, Chekov ist Russe, Bashir ist Araber, Sulu ist Japaner, Uhura ist soweit ich weiß keine Afro-Amerikanerin sondern kommt aus einen afrikanischen Land... bei vielen menschlichen Besatzungsmitgliedern weiß man nicht woher sie kommen, eine USA Lastigkeit fällt mir also nicht sonderlich auf... allerdings ist es natürlich unrealistisch dass es kaum Asiaten gab, vorallen Chinesen müsste es statistisch gesehen viele geben. Was Sprachen betrifft, bei Uhura wird mal erwähnt dass sie Swahili spricht, Picard spricht französisch, ich denke die Sprachen wurden auch nicht durch Englisch ersetzt (wäre ja auch unrealistisch, selbst bei einer Vereinigten Erde, vermutlich ist es halt nach wie vor so dass Englisch die Sprache ist die jeder spricht, entweder als Muttersprache oder als Fremdsprache, aber zu Zeiten von Generalübersetzern ist das nur Spekulation).
                            Space is the Place!

                            www.last.fm/user/Zaphbot

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