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Schaden Transporter und Co. Star Trek?

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  • Schaden Transporter und Co. Star Trek?

    Auch wenn es hier um Technologien im ST-Verse geht, habe ich dieses Thema bewusst nicht im Technik-Unterforum eröffnet, denn es geht nicht um die Technologien selbst, sondern um deren Auswirkung auf das Narrativ.

    Der Tranporter wurde in STO eingeführt, da der Transporter Filmtechnisch mit einem simplen Spezialeffekt, der Rotoskopie, erzeugt werden kann. Das war deutlich billiger als eine Shuttle-Landung.
    Spätestens mit TNG und der fortgeschrittenen Filmtechnik war dies jedoch nicht mehr wirklich nötig.
    Allerdings war der Transporter bereits im Canon verankert.

    Was allerdings nicht mehr mit oekonomischer Notwendigkeit zu rechtfertigen ist, sind die Technologien wie Replikator und Holodeck, welche nur noch mit der Faulheit der Screenwriter zu erklären sind.
    Tatsächlich würde Geene Rodenberrys Vision der utopischen Föderation deutlich kraftvoller ausfallen, ohne den Replikator, der Essen und Kleidung einfach so aus fast nichts erstellen kann.
    Ich meine, jeder kann gut und alturistisch sein, wenn er im Schlarafenland lebt...

    Der Replikator war und ist eine faule Abkürzung wenn sich ein Screenwriter mal wieder in eine Ecke geschrieben hat.
    "Oh, um aus dieser Situation zu kommen ohne Blut, Schweiss und Tränen vergiessen zu müssen, müsste die Crew der Enterprise Objekt X haben.
    Was mache ich bloss? Ach, ich weiss! Ich lasse sie einfach Objekt X aus einem kleinen Kasten, der in die Wand eingelassen ist, hervorzaubern!"

    Wer immer als erstes auf diese Idee gekommen ist, verdient einen Tritt in die Eier...

    Oder das Holodeck:
    "Oh, ich habe keine Idee was die Crew der Enterprise als nächstes erleben soll, und die Deadline für das Skript rückt näher, also erfinde ich eine Computersimulation, die täuschend echt ist, in der die Protagonisten eine Episode lang wie die letzten Deppen herumalbern können, ohne auf den Handungsbogen (sofern TNG sowas hochstehendes denn kannte) Einfluss zu nehmen."

    Briliant!
    /sarcasm


    Hätte man es beim Transporter belassen und für dessen Verwendung klare Limiten gesetzt, wie z.B. eine direkte, ungestörte Sichtlinie zwischen Raumschiff und Zielort, oder die Notwenigkeit einer Art von Empfänger am Zielort, den man zur Not per Torpedowerfer dorthin schiessen konnte, wäre das ganze kein Problem gewesen.
    Aber schon in TOS fingen die Probleme an.
    In jeder Episode musste man sich einen neuen Grund dafür, warum das Aussenteam nich einfach hochbeamen kann, wenns brenzlig wird, aus dem Arsch ziehen.
    Und spätestens nach der 6. Widerholung von Schema F wurde es irgendwie lächerlich...
    Man könnte meinen, dass die Schreibelringe daraus gelernt haben, und weitere Technologien, welche ähnliche Effekte haben könnten, von nun an meiden würden wie der Teufel das Weihwasser...

    Aber dann kam irgend ein Hilfsdepp auf die Idee das ganze mit dem Replikator zu widerholen. Denn offenbar sind wir Menschen wirklich unfähig aus Fehlern zu lernen.

    Jedes mal, wenn die Crew der Enterpise, der Voyager, oder von DS9 ein Problem hatte, welches man mit Objekt Y einfach und elegant lösen könnte, musste sich der Schreiberling irgend eine an den Haaren herbeigezogene Erklärung dafür aus seinem Rektum pulen, warum sich Objekt Y jetzt eben nicht einfach replizieren liess.
    Und wenn man Protonen, Neutronen und Elektronen auf eine Art zusammenpuzzeln kann, dann kann man sie auf jede Art zusammenpuzzeln, FFS!


    Meine Frage an Euch: Schaden Technologien wie Transporter, Replikator und Holodeck der Story von Star Trek?
    Wären die Geschichten von Kirk, Picard, Janeway und Sisko nicht besser und interessanter ohne Holodeckepisoden, beliebigem Herein- und Herausteleportieren und trivialer Beschaffung jeglicher Bedarfsgüter via Replikator?
    Understanding the scope of the problem is the first step on the path to true panic.

    - Florance Ambrose

  • #2
    Ja, sicher ergibt das ein Problem

    Eine Hight Tech Gesellschaft die alles Materielle so ziemlich hinter sich gelassen hat.

    Warum dann Kolonien und co? Warum so viele Leute auf einen Schiff?

    Mit jedem High Tech Spielerei senkt sich im Grunde das Potential für Drama.

    Allerdings wird man es nicht wieder rückgängig machen können. Ich denke Enterprise sollte das etwas runterstufen, tatsächlich war man am Ende aber genauso schnell wieder bei Transporter, Schilden und Phasern.

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    • #3
      Meine Frage an Euch: Schaden Technologien wie Transporter, Replikator und Holodeck der Story von Star Trek?
      Nein! Der beschriebene Schaden entsteht nicht durch eine spezielle Technologie, sondern generell durch Technobabble. Das sollte man nicht verwechseln.

      "Beam mich hoch, Scotty!" Das ist so ein Satz, den selbst Leute ohne aktive Star Trek-Kenntnis sofort ausrufen. Wenn einem das schon stört, sollte man sich vielleicht bei einem anderen SciFi-Universum bleiben. Transporter sind ein integrativer Bestandteil, ebenso wie Aliens und Warp. Das Holodeck wiederum war eine clevere Idee, wie in der Zukunft Unterhaltung aussehen könnte. Wenn die Autoren faul sind und zum x-ten Mal die Sicherheitsprotokolle ausfallen lassen, ist das das Problem der Autoren, nicht das Problem des Holodecks.
      I reject your reality and substitute my own! (Adam Savage)

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      • #4
        Zitat von HMS Fearless Beitrag anzeigen
        Auch wenn es hier um Technologien im ST-Verse geht, habe ich dieses Thema bewusst nicht im Technik-Unterforum eröffnet, denn es geht nicht um die Technologien selbst, sondern um deren Auswirkung auf das Narrativ.

        Der Tranporter wurde in STO eingeführt, da der Transporter Filmtechnisch mit einem simplen Spezialeffekt, der Rotoskopie, erzeugt werden kann. Das war deutlich billiger als eine Shuttle-Landung.
        Spätestens mit TNG und der fortgeschrittenen Filmtechnik war dies jedoch nicht mehr wirklich nötig.
        Allerdings war der Transporter bereits im Canon verankert.
        Da gehört er auch hin. Zu einer SciFi Serie gehören auch überlegene Technologien, die den Zuschauer faszinieren. Ansonsten hätte man die Handlung ja auch auf ein U-Boot oder Schiff des 20. Jahrhunderts verlegen können.

        Hätte man es beim Transporter belassen und für dessen Verwendung klare Limiten gesetzt, wie z.B. eine direkte, ungestörte Sichtlinie zwischen Raumschiff und Zielort, oder die Notwenigkeit einer Art von Empfänger am Zielort, den man zur Not per Torpedowerfer dorthin schiessen konnte, wäre das ganze kein Problem gewesen.
        Aber schon in TOS fingen die Probleme an.
        In jeder Episode musste man sich einen neuen Grund dafür, warum das Aussenteam nich einfach hochbeamen kann, wenns brenzlig wird, aus dem Arsch ziehen.
        Und spätestens nach der 6. Widerholung von Schema F wurde es irgendwie lächerlich...
        Man könnte meinen, dass die Schreibelringe daraus gelernt haben, und weitere Technologien, welche ähnliche Effekte haben könnten, von nun an meiden würden wie der Teufel das Weihwasser...

        (...) Aber schon in TOS fingen die Probleme an.
        In jeder Episode musste man sich einen neuen Grund dafür, warum das Aussenteam nich einfach hochbeamen kann, wenns brenzlig wird, aus dem Arsch ziehen.
        Und spätestens nach der 6. Widerholung von Schema F wurde es irgendwie lächerlich...
        Nenn mir mal ein paar Beispiele aus TOS, in denen Erklärungen "aus dem Arsch" gezogen worden sind. Das wird dir sicher nicht schwerfallen, wo es ja in "jeder Folge" so gewesen sei. z.B. "Computer M5" oder "Reise nach Babel" oder "Kennen Sie Tribbles" oder "Wie schnell die Zeit vergeht"? Ich habe unten 16 Folgen aus Staffel 2 aufgezählt, in denen der keine Rolle spielte.

        Ich habe mir die zweite Staffel mal angesehen. Normalerweise wartet die Brückenmannschaft auf ein Zeichen oder ist gar nicht darüber informiert, ob eine "brenzlige Situation" vorliegt oder nicht. Es wurde doch meist immer dann gebeamt, wenn jemand "Energie" gesagt hat.

        Wie sollte Scott z.B. auf die Idee kommen, die Mannschaft in "Epigonen (A Piece of the Action)" oder "Schablonen der Gewalt (Patterns of force)" zurückzubeamen?

        Wirkliche "aus dem Arsch gezogene" Erklärungen finde ich nur bei:
        31 - Das Spukschloss im Weltall (Catspaw) (keine Ortung vom Schiff)
        36 - Planeten-Killer (The Doomsday-Machine) (kaputtana)
        55 - Das Jahr des roten Vogels (The Omega Glory) (Seuchengefahr)
        39 - Die Stunde der Erkenntnis (The Apple) (Schiff wird angegriffen)

        Und gegen diese habe ich auch nichts einzuwenden, insb. nicht bei Planeten-Killer, wo der Transporter als dramaturgisches Element schön funktioniert. Andere sind, dass die Kommunikatoren der Mannschaft weggenommen wurden etc. pp.

        Der Transporter war handlungsrelevant für:
        40 - Ein Parallel-Universum (Mirror, Mirror)
        56 - Ein Planet genannt Erde (Assignment: Earth)

        Keine Rolle spielte er in:
        32 - Metamorphose (Metamorphosis)
        35 - Weltraumfieber (Amok Time)
        34 - Der Tempel des Apoll (Who mourns for Adonais ?)
        37 - Der Wolf im Schafspelz (Wolf in the Fold)
        38 - Ich heiße Nomad (The Changeling)
        41 - Wie schnell die Zeit vergeht (The Deadly Years)
        45 - Reise nach Babel (Journey to Babel)
        42 - Der dressierte Herrscher (I, Mudd)
        43 - Kennen Sie Tribbles ? (The Trouble with Tribbles)
        48 - Tödliche Wolken (Obsession) & Diskussion "Darf ein Captain alles?"
        49 - Das Loch im Weltraum (The Immunity Syndrome)
        54 - Computer M5 (The Ultimate Computer)
        51 - Stein und Staub (By any other name)
        50 - Epigonen (A Piece of the Action)
        52 - Geist sucht Körper (Return to tomorrow)

        Nicht ganz sicher bin ich bei:
        33 - Im Namen des jungen Tiru (Friday's Child)
        44 - Brot und Spiele (Bread and Circuses)
        46 - Der erste Krieg (A private little war)
        47 - Meister der Sklaven (The Gamesters of Triskelion)
        53 - Schablonen der Gewalt (Patterns of force)

        Ich finde nicht, dass man hier von "jeder Folge" sprechen kann, sondern dass das überhaupt kein Problem ist. Und - nein - ich habe mir die zweite Staffel nicht extra ausgesucht. Das ist bei den anderen nicht anders.

        Natürlich gibt es immer wieder Muster, die sich wiederholen. Z.B. dass jeder Computer, sei es Landru, Nomed, M5 etc. pp. von Kirk in die Selbstzerstörung gequatscht wird.
        Es gibt auch immer wieder Inkonsistenzen, wenn die Mannschaft auf Superzauber-Technologien trifft, sich aber dann nicht weiter darum kümmert. So funktionierte aber diese Serie nun mal. Das waren Seefahrergeschichten im Weltraum.

        Was allerdings nicht mehr mit oekonomischer Notwendigkeit zu rechtfertigen ist, sind die Technologien wie Replikator und Holodeck, welche nur noch mit der Faulheit der Screenwriter zu erklären sind.
        Tatsächlich würde Geene Rodenberrys Vision der utopischen Föderation deutlich kraftvoller ausfallen, ohne den Replikator, der Essen und Kleidung einfach so aus fast nichts erstellen kann.
        Ich meine, jeder kann gut und alturistisch sein, wenn er im Schlarafenland lebt...
        Ja, heute möchte man es alles schmutzig haben und kaputte Charaktere, die neben der Haupthandlung gegen Alkoholismus kämpfen, oder ihren sexuellen Missbrauch aufarbeiten oder sonstige persönliche Schäden haben, damit der Zuschauer mit ihnen "konnekten" kann.

        Die "positive Vision" ist allerdings einer der Gründe, warum Star Trek überhaupt erfolgreich war. Ob das nun realistisch ist, ist dabei zweitranging. Ich glaube nicht, dass mich Star Trek mit hässlich-ausgebeultem Schiff, ohne Transporter oder positive Vision als Kind derart angesprochen hätte.

        Hätte man es beim Transporter belassen und für dessen Verwendung klare Limiten gesetzt, wie z.B. eine direkte, ungestörte Sichtlinie zwischen Raumschiff und Zielort, oder die Notwenigkeit einer Art von Empfänger am Zielort, den man zur Not per Torpedowerfer dorthin schiessen konnte, wäre das ganze kein Problem gewesen.
        Sichtlinie von wo? Von der Brücke aus? Oder von einem Fenster aus? Da der Transporterraum 4 Wände, einen Boden und eine Decke hatte, gab es Sichtlinien mit gar nichts.

        Wenn man also auf das Schiff von Khan gebeamt hätte, hätte man die Leute auf der Hülle materialisiert? Und wenn sie auf einen Planeten beamen, landen sie immer auf dem Dach (denn in das Haus kann man ja nicht reingucken, es sei denn, es hat ein Glasdach).

        Man könnte meinen, dass die Schreibelringe daraus gelernt haben, und weitere Technologien, welche ähnliche Effekte haben könnten, von nun an meiden würden wie der Teufel das Weihwasser...
        Aber dann kam irgend ein Hilfsdepp auf die Idee das ganze mit dem Replikator zu widerholen. Denn offenbar sind wir Menschen wirklich unfähig aus Fehlern zu lernen.
        Star Trek Episoden sind Seefahrergeschichten. Es ging dabei nicht um realistische SciFi, sondern um Unterhaltung und man bemühte sich um "gute" Unterhaltung. Deswegen sprechen die auch alle englisch und haben keine Sicherheitsgurte an Bord und nur eine Tür zur Brücke etc. pp.

        Was die "Fehler" anbetrifft, so bin ich gespannt auf deine Auflistung, was TOS anbetrifft. Wie gesagt, ich kann diese storytechnischen Verdrehungen nicht entdecken.

        Jedes mal, wenn die Crew der Enterpise, der Voyager, oder von DS9 ein Problem hatte, welches man mit Objekt Y einfach und elegant lösen könnte, musste sich der Schreiberling irgend eine an den Haaren herbeigezogene Erklärung dafür aus seinem Rektum pulen, warum sich Objekt Y jetzt eben nicht einfach replizieren liess.
        Und wenn man Protonen, Neutronen und Elektronen auf eine Art zusammenpuzzeln kann, dann kann man sie auf jede Art zusammenpuzzeln, FFS!
        Ja, und wenn es keinen Transporter gegeben hätte, würdest du dich eventuell darüber beklagen, warum die Shuttles der Enterprise(s) immer stets an jedes Raumschiff andocken können, wo doch die verschiedenen Völker alle unterschiedliche Docksysteme verwenden müssten.

        Meine Frage an Euch: Schaden Technologien wie Transporter, Replikator und Holodeck der Story von Star Trek?
        Wären die Geschichten von Kirk, Picard, Janeway und Sisko nicht besser und interessanter ohne Holodeckepisoden, beliebigem Herein- und Herausteleportieren und trivialer Beschaffung jeglicher Bedarfsgüter via Replikator?
        Dass das Holodeck irgendwann ein bisschen genervt hat, das sehe ich auch so. Aber "realistische" Nahrungsbeschaffungsprobleme habe ich nie vermisst.
        Republicans hate ducklings!

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        • #5
          Ich finde die Transporter, Replikatoren und Holodecks cool. Beamen sieht futuristisch aus und erspart extra Shuttles zu zeigen.

          Schlechte Geschichten, Figuren und Inszenierungen wie z.B. bei ST9-12 und ENT S1-S3 sind für mich ein Problem.

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          • #6
            Zitat von endar Beitrag anzeigen
            Zu einer SciFi Serie gehören auch überlegene Technologien, die den Zuschauer faszinieren. Ansonsten hätte man die Handlung ja auch auf ein U-Boot oder Schiff des 20. Jahrhunderts verlegen können.
            Ich habe kein Problem mit futuristischer Technologie. Solange sie konsequent eingesetzt wird, und nach belieben "vergessen und wieder hervorgeholt" wird.
            Wie z.B Janeways Photonentorpedobombe. Klevere Idee, konsequente Verwendung der zur Verfügung stehenden Technologie, und danach gleich wieder vergessen und nicht mehr angewendet.


            Nenn mir mal ein paar Beispiele aus TOS, in denen Erklärungen "aus dem Arsch" gezogen worden sind. Das wird dir sicher nicht schwerfallen, wo es ja in "jeder Folge" so gewesen sei. z.B. "Computer M5" oder "Reise nach Babel" oder "Kennen Sie Tribbles" oder "Wie schnell die Zeit vergeht"? Ich habe unten 16 Folgen aus Staffel 2 aufgezählt, in denen der keine Rolle spielte.
            Hier bist du mir über, ich habe TOS schon lange nicht mehr gesehen.
            Meine Meinung beruht auf Erinnerung and früher, wo ich TOS geschaut habe.
            Mit der Aussage "In jeder Episode" habe ich zugegeben übertrieben, aber von irgendwoher kommt ja mein Eindruck.
            Ich erinnere mich daran mir des öftern die Frage gestellt zu haben, "warum zur Hölle benutzen die jetzt nicht einfach den Transporter um das Problem zu lösen?"
            Dann kamen Erklärungen wie: "Achso, ein Energiefeld. Ok, akzeptiert. Aber warum hat die Enterprise kein solches Energiefeld, welches sie vor Enterversuchen schützt wenn die Schutzschilde ausgefallen sind?"
            Andere Episode: "Warum sitzt der Rest der 400 Mann Crew im Orbit auf dem Hintern und tut nichts, obwohl sich ihr Captain seit Stunden nicht mehr gemeldet hat?" Keine Erklärung gegeben.

            Ich habe mir die zweite Staffel mal angesehen. Normalerweise wartet die Brückenmannschaft auf ein Zeichen oder ist gar nicht darüber informiert, ob eine "brenzlige Situation" vorliegt oder nicht. Es wurde doch meist immer dann gebeamt, wenn jemand "Energie" gesagt hat.
            Standartprotokoll bei Militär, Polizei, Feuerwehr und co.: In potentiell gefärlichen Situationen regelmässiger Funkkontakt: Kein Funkkontakt: Etwas ist möglicherweise schief gelaufen, Suchtrupp/Verstärkung schicken.

            Allein dass die Sternenflotte offenbar kein solches Standartprotokoll hat, nagt bei mir arg an der "Willing suspense of disbelief".


            Ja, heute möchte man es alles schmutzig haben und kaputte Charaktere, die neben der Haupthandlung gegen Alkoholismus kämpfen, oder ihren sexuellen Missbrauch aufarbeiten oder sonstige persönliche Schäden haben, damit der Zuschauer mit ihnen "konnekten" kann.
            Ich habe nichts von wegen schmutzig oder verbeulten Schiffen gesagt.
            Die klinisch sauberen Schiffe der Sternenflotte stören mich nicht.
            Auch muss nicht jeder Hauptcharakter ein Säufer mit PTSD sein. Solche Charakter können interessant sein und ich persönlich liebe sie, aber gegen einen Poster-Helden zur Rechten Zeit habe ich nichts einzuwenden.
            Ausserdem, würde das Offizierscorps eines Sternenflottenschiffs nur aus kapputen Typen bestehen, würden mir Zweifel an der Personalpolitik der Sternenflotte aufkommen.
            Die Sternenflotte ist die Elite. Da hat es wenig Platz für wirklich schräge Vögel.

            Ich kann mich auch nicht daran erinnern etwas dazu geschrieben zu haben.
            Sorry, hier greifst du nen Strohmann an.

            Die "positive Vision" ist allerdings einer der Gründe, warum Star Trek überhaupt erfolgreich war. Ob das nun realistisch ist, ist dabei zweitranging. Ich glaube nicht, dass mich Star Trek mit hässlich-ausgebeultem Schiff, ohne Transporter oder positive Vision als Kind derart angesprochen hätte.
            Mich stört die positive Vision nicht, solange sie nicht zu blauäugig ist.
            Eine Föderation, die versucht allen Widrigkeiten zum Trotz ihren Idealen gerecht zu werden umd das Paradies für alle zu erschaffen ist kein schlechter Background.
            Nur bin ich der Meinung, dass der Replikator es der Föderation etwas zu einfach macht. Das entwertet in meinen Augen ihre Anstrengung etwas. Es ist "zu einfach".


            Sichtlinie von wo? Von der Brücke aus? Oder von einem Fenster aus? Da der Transporterraum 4 Wände, einen Boden und eine Decke hatte, gab es Sichtlinien mit gar nichts.
            Vom Raumschiff zum Punkt an dem gebeamt werden soll.
            Also je nach Höhe des Orbits bis max. 50% der Oberfläche des Planeten unter freiem Himmel.
            Ich bin bisher immer davon ausgegangen, dass ein Transporter irgend eine Art von Emiter auf der Hülle des Raumschiffs benötigt von dem der Transporterstrahl (der so wörtlich immer mal wieder erwähnt wird) abgestrahlt wird. Dieser Transporterstrahl ist afaik ein Partikelstrahl, der logischerweise eine Sichtlinie benötigt, denn ein Partikelstrahl kann, sofern er nicht durch ein starkes Magnetfeld oder Gravitation umgelenkt wird, nur geradeaus fliegen.

            Wenn man also auf das Schiff von Khan gebeamt hätte, hätte man die Leute auf der Hülle materialisiert? Und wenn sie auf einen Planeten beamen, landen sie immer auf dem Dach (denn in das Haus kann man ja nicht reingucken, es sei denn, es hat ein Glasdach).
            Das wäre eine logische Konsequenz. Und mit dieser Limitierung wäre der Transporter für mich viel interessanter.
            Er würde den Job tun, für den er ursprünglich erfunden wurde und wäre gleichzeitig keine Instant-Lösung für alle möglichen Probleme.


            Star Trek Episoden sind Seefahrergeschichten. Es ging dabei nicht um realistische SciFi, sondern um Unterhaltung und man bemühte sich um "gute" Unterhaltung. Deswegen sprechen die auch alle englisch und haben keine Sicherheitsgurte an Bord und nur eine Tür zur Brücke etc. pp.
            SciFI muss nicht realistisch sein, aber ich stehe nunmal auf Konsequenz.
            Wenn man einen Transporter hat, der in ein fremdes Schiff hineinbeamen kann, ok, von mir aus.
            Aber warum beamt man dann nicht häufiger Bomben? Und wenn eine Gefängnisskolonie von einem "Transporterstörfeld" gegen beamen geschützt wird, warum haben Raumschiffe dann kein solches Störfeld als Backup bei Ausfall der Schilde serienmässig installiert?

            Ja, und wenn es keinen Transporter gegeben hätte, würdest du dich eventuell darüber beklagen, warum die Shuttles der Enterprise(s) immer stets an jedes Raumschiff andocken können, wo doch die verschiedenen Völker alle unterschiedliche Docksysteme verwenden müssten.
            Vlt. Aber da eh alle Hangare haben, mit einem Kraftfeld, welches Shuttles durchlässt, aber die Luft drinnen hält, ist dieses Problem eher sekundär.
            Understanding the scope of the problem is the first step on the path to true panic.

            - Florance Ambrose

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            • #7
              Zitat von HMS Fearless Beitrag anzeigen
              Hier bist du mir über, ich habe TOS schon lange nicht mehr gesehen.
              Meine Meinung beruht auf Erinnerung and früher, wo ich TOS geschaut habe.
              Mit der Aussage "In jeder Episode" habe ich zugegeben übertrieben, aber von irgendwoher kommt ja mein Eindruck.
              Ja, dann ist dein Eindruck halt falsch. Und woher dein falscher Eindruck kommt, musst du mich nicht fragen. Vielleicht hast du nebenbei telefoniert oder emails geschrieben?

              In TOS war der Transporter ein Hilfsmittel zur Fortbewegung. Die Landemannschaft hat sich via Kommunikator bei der Brücke gemeldet und wurde daraufhin hochgebeamt. In Fällen, in denen der Captain mal eine Dauerüberwachung via Transporter wünschte, hat er das speziell vorher angekündigt und befohlen, wie z.B. bei Spock in "Die unsichtbare Falle". Das mag man bemängeln, aber es ist in sich konsistent umgesetzt worden. So funktionierte das und nicht anders.

              Auch, dass die gesamte Führungsmannschaft stets auf Landemission geht, kann einen stören, aber wem das rund 50 Jahre später vielleicht nicht ganz zusagt, oder damit nicht umgehen kann, der sollte dann vielleicht tatsächlich was anderes gucken (tust du ja anscheinend auch).

              Allein dass die Sternenflotte offenbar kein solches Standartprotokoll hat, nagt bei mir arg an der "Willing suspense of disbelief".
              Vielleicht solltest du einfach mal besser aufpassen. Der Rettungstrupp wird z.B. in der Folge "Brot und Spiele" angesprochen und erläutert. Dort gibt Kirk die ausdrückliche Anweisung, das Standardprotokoll außer Kraft zu setzen. Die Situation, die du wohl in jeder Folge "fühlst", ist übrigens sehr selten.

              Nur bin ich der Meinung, dass der Replikator es der Föderation etwas zu einfach macht. Das entwertet in meinen Augen ihre Anstrengung etwas. Es ist "zu einfach".
              Ich spreche zwar nur von TOS, aber dass dort das Essen aus einem Kasten kam, hat mich nicht gestört. War auch nicht handlungsrelevant. Auf diesen 12 Schiffen (die nicht umsonst "Starship" heißen (nicht "space vessel" wie der Rest) soll sich die gesamte Kompetenz der Föderation ballen, aber es wär doch viel besser, wenn du mal nix zu essen haben.

              Und was die anderen Serien abetrifft, so hat dir wohl der Koch Neelix nicht gereicht, was?

              Vom Raumschiff zum Punkt an dem gebeamt werden soll.
              Also je nach Höhe des Orbits bis max. 50% der Oberfläche des Planeten unter freiem Himmel.(...) Das wäre eine logische Konsequenz. Und mit dieser Limitierung wäre der Transporter für mich viel interessanter.
              Auch was du an dieser Stelle vermisst, ist alles vorhanden. Vgl. zu den Beschränkungen des Transporters in TOS z.B. die Folge "Geist sucht Körper" und "Ein Planet genannt Erde". Da sind die Limitierungen Bestandteil der Handlung und das sind nur die Folgen, die mir auf Anhieb einfallen.

              SciFI muss nicht realistisch sein, aber ich stehe nunmal auf Konsequenz.
              (...) Aber warum beamt man dann nicht häufiger Bomben?
              Wo du ja auf "Konsequenz" stehst: Du hast nichts gegen die positive Zukunftsversion, aber man sollte doch bitte schön häufiger mal Bomben beamen. Du solltest dir echt eine andere Serie angucken. Dann hast du auch keine Probleme mit deinem "suspension of disbelief".
              Republicans hate ducklings!

              Kommentar


              • #8
                Zitat von endar Beitrag anzeigen
                Auch, dass die gesamte Führungsmannschaft stets auf Landemission geht, kann einen stören, aber wem das rund 50 Jahre später vielleicht nicht ganz zusagt, oder damit nicht umgehen kann, der sollte dann vielleicht tatsächlich was anderes gucken (tust du ja anscheinend auch).
                Seltsam, ich kann mich nicht erinnern diesen Punkt angesprochen zu haben...


                Vielleicht solltest du einfach mal besser aufpassen.
                vlt. solltest du einfach mal von der Idee wegkommen, dass jeder jede Episode von TOS gesehen hat und sich an jedes Detail erinnern kann.

                Alls ich von "jeder Episode" gesprochen habe, war das falsch. Ich hätte schreiben sollen "jede Episode an die ich mich erinnern kann in der Kirk und Konsorten auf einen Planeten gebeamt sind auf dem ein "Gott" oder ein anderer Irrer in Römertoga den Platzhirsch markierte."


                Ich spreche zwar nur von TOS, aber dass dort das Essen aus einem Kasten kam, hat mich nicht gestört. War auch nicht handlungsrelevant. Auf diesen 12 Schiffen (die nicht umsonst "Starship" heißen (nicht "space vessel" wie der Rest) soll sich die gesamte Kompetenz der Föderation ballen, aber es wär doch viel besser, wenn du mal nix zu essen haben.
                TOS hatte afaik keinen Replikator sondern so eine Art Essens-Generator, der aus Grundzutaten das gewünschte Zusammenpuzzelte.
                Frag mich nicht, wie eine Maschine aus Fetten, Kohlehydraten und co. ein schön dekoriertes Eis macht, aber das ist nicht relevant. Darum geht es mir nicht.


                Und was die anderen Serien abetrifft, so hat dir wohl der Koch Neelix nicht gereicht, was?
                Nicht jeder Koch muss entweder inkompetent sein oder völlig anders konfigurierte Geschmacksrezeptoren haben...



                Auch was du an dieser Stelle vermisst, ist alles vorhanden. Vgl. zu den Beschränkungen des Transporters in TOS z.B. die Folge "Geist sucht Körper" und "Ein Planet genannt Erde". Da sind die Limitierungen Bestandteil der Handlung und das sind nur die Folgen, die mir auf Anhieb einfallen.
                Durchaus möglich, dass solche Beschränkungen mal erwähnt wurden, aber wenn, dann hat der nächste Schreiberling gleich wieder vergessen. Ich weiss nicht wie oft Crewmitglieder verschiedenster Serien durch meterdicken Fels, oder SciFi-Superstahl der Phaserkannonen standhalten kann, hindurchgebeamt haben.
                Und das ist imho eines der Hauptprobleme welches ich hier anzusprechen versuche.
                Screenwriter stehen unter Zeitdruck. Gib ihnen etwas in die Hand, mit dem sie sich aus einer Sackgasse mogeln können ohne eine halbe Episode neu schreiben zu müssen, und sie werden mit beiden Händen zugreifen.
                Die drei von mir Angesprochenen Technologien bieten hier imho einfach ein zu grosses Missbrauchspotential.


                Wo du ja auf "Konsequenz" stehst: Du hast nichts gegen die positive Zukunftsversion, aber man sollte doch bitte schön häufiger mal Bomben beamen. Du solltest dir echt eine andere Serie angucken. Dann hast du auch keine Probleme mit deinem "suspension of disbelief".
                Ich sehe jetzt echt nicht, was du hier eigentlich sagen willst...
                Understanding the scope of the problem is the first step on the path to true panic.

                - Florance Ambrose

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                • #9
                  Zitat von HMS Fearless Beitrag anzeigen
                  Seltsam, ich kann mich nicht erinnern diesen Punkt angesprochen zu haben...
                  Ich spreche über eine Fernsehserie und erlaube mir, Dinge aus meiner eigenen Erfahrung anzuführen. Was ist daran seltsam? (das ist eine rhetorische Frage).

                  vlt. solltest du einfach mal von der Idee wegkommen, dass jeder jede Episode von TOS gesehen hat und sich an jedes Detail erinnern kann.
                  Ja, daher kommt dein falscher Eindruck. Das sind übrigens keine "Details", das gehört zur Handlung.

                  Wir sind hier übrigens in einem Sci-Fi-Forum und es besteht keine Verpflichtung, die Detailtiefe zu einem beliebigen Sci-Fi-Thema dem Kenntnisstand dessen anzupassen, der sich damit am wenigsten auskennt.

                  Durchaus möglich, dass solche Beschränkungen mal erwähnt wurden, aber wenn, dann hat der nächste Schreiberling gleich wieder vergessen.
                  Es hat da bei TOS so Chef-Autoren gegeben. Außerdem habe ich es dir für die zweite Staffel aufgelistet, dass dein Eindruck falsch ist. Damit ist das für mich beendet, es wird dann nur noch wiederholen.

                  Ich weiss nicht wie oft Crewmitglieder verschiedenster Serien durch meterdicken Fels, oder SciFi-Superstahl der Phaserkannonen standhalten kann, hindurchgebeamt haben.
                  Und das ist imho eines der Hauptprobleme welches ich hier anzusprechen versuche.
                  Screenwriter stehen unter Zeitdruck. Gib ihnen etwas in die Hand, mit dem sie sich aus einer Sackgasse mogeln können ohne eine halbe Episode neu schreiben zu müssen, und sie werden mit beiden Händen zugreifen.
                  Die drei von mir Angesprochenen Technologien bieten hier imho einfach ein zu grosses Missbrauchspotential.
                  Star Trek hatte (und hat) ein ganz anderes Probleme gehabt: nämlich die nachlassende Kreativität. Spätestens bei VOY war der Saft raus. Der wäre aber raus gewesen, wenn es keine Holodecks gegeben hätte. Dann hätte es noch mehr Borgfolgen gegeben.

                  Dass die Holodecks einem am Ende aus den Ohren rauskamen, ist das Symptom dieser nachlassenden Kreatität, nicht ihre Ursache.

                  Und das andere war nicht so wichtig.
                  Republicans hate ducklings!

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                  • #10
                    Zitat von HMS Fearless Beitrag anzeigen

                    Die drei von mir Angesprochenen Technologien bieten hier imho einfach ein zu grosses Missbrauchspotential.
                    Die angesprochenen Serien sind inzwischen seit vielen Jahren abgedreht, dementsprechend muss man nicht mehr von einem Potential sprechen. Entweder wurden diese Technologien missbraucht, oder sie wurden es nicht. Wenn du der Meinung bist, dass sie es wurden, dann böte es sich an, dafür Beispiele zu nennen. Dann kann die Diskussion beginnen.

                    Stattdessen wird darauf verwiesen, dass in einigen Folgen Gründe dafür genannt werden, wieso der Transporter nicht benutzt /nicht missbraucht werden kann (also z.B bei der "Tempel des Apoll"). Normalerweise sollte einen so etwas doch freuen, schließlich muss man sich so nicht selbst Gründe ausdenken, wieso der Transporter in einer Situation nicht genutzt wurde.
                    I reject your reality and substitute my own! (Adam Savage)

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                    • #11
                      Zitat von KennerderEpisoden Beitrag anzeigen
                      Wenn du der Meinung bist, dass sie es wurden, dann böte es sich an, dafür Beispiele zu nennen. Dann kann die Diskussion beginnen.
                      Beispiel: Replikator und Latinum.

                      Ich glaube mich zu erinnern, dass irgendwo in einer TNG-Episode erwähnt wurde, dass Replikatoren Geld überflüssig gemacht haben. Zumindest war das mein persönlicher erster Kontakt mit der geldlosen Gesellschaft der Föderation.
                      "Ok, let's roll with it..."
                      Aber offenbar ist es nicht so einfach sich eine Gesellschaft ohne Geld und ohne Handel (denn mit Replikatoren wird nicht nur Geld, sondern auch jeglicher (Tausch)Handel überflüssig) vorzustellen, oder darüber zu schreiben.
                      Dienstleistungen wären die einzige noch relevante "Währung". Aber irgendwie kam das nie so recht rüber.
                      Enter: Latinum. Ein Element, welches sich aus irgend einem unerfindlichen Grund nicht replizieren lässt und daher als Geld gebraucht wird.
                      Latinum ist hier nicht das Problem, sondern ein Symptom. Das Problem ist, dass mit dem Replikator eine Technologie eingeführt wurde, die extrem weitreichende Konsequenzen hatte, die vom Erfinder vermutlich nicht ausreichend bedacht wurden.
                      Latinum und das ganze Konzept von "aus welchem Grund auch immer nicht replizierbarer Materie" ist eine jener "Verwindungen" die ich angesprochen habe. Eine Verlegenheitslösung für ein selbstgeschaffenes Problem.

                      Aber es löst das Problem nicht.
                      Warum braucht die Föderation Kolonien? Warum spricht der Marquis-Kämpfer mit Sisko über selbstgezogenes Gemüse, wenn man per Knopfdruck einfach einen Gemüseauflauf hereinbeamen kann?
                      Ist der Replikator extrem energieintensiv? So, dass sich sein Einsatz nur auf Raumschiffen lohnt? Kann er nicht sein, denn auf der Voyager werden trotz angeblicher Energieknapheit immer noch jeweils Gläser und Teller mitrepliziert. Und wenn das das Energiebuget so wenig belastet, dass man es ob Energieknapheit oder nicht standardmässig so tut, kann der Replikator kein Energiefresser sein...
                      Warum hat Siskos Vater ein Restaurant in dem er unreplizieres Essen anbietet? Wie wird er bezahlt? Und er muss ja bezahlt werden, denn er muss ja irgend eine Währung haben um den Typen, der ihm die Esswahren liefert dazu zu bringen sie ihm zu liefern.

                      Der Repliaktor hat eine Welt erschaffen, in der so vieles keinen echten Sinn ergibt, dass es imho die Erzählung stört.
                      Es kreiert Balast, den man von da an mit sich herumschleppt.
                      In einer Episode fliegt die TNG Enterprise zu einer Raumstation, weil eine Person an Bord krank ist, und sich das benötigte Medikament zufällig nicht replizieren lässt.
                      Macht das Sinn? Nein.
                      Warum dann?
                      Weil es der Schreiber der Episode fürs Drama so will.
                      Ich glaube, diese Episode war mein erster Kontakt mit dem Konzept "kann jetzt eben nicht repliziert werden, weil Schreiberling es so will, basta.".
                      Es ist eine Willkür, die mich stört.
                      Understanding the scope of the problem is the first step on the path to true panic.

                      - Florance Ambrose

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                      • #12
                        Worum geht es dir jetzt? Um "Star Trek und Geld" oder um die Replikatoren? Latinum ist keine Föderationswährung, sondern eine Währung der Ferengi. Warum sollten die Ferengi ihr Geld aufgeben, wenn es auf der Erde Replikatoren gibt? Die Frage, wie Sisko Sen. sein Restaurant finanziert, ist ein ganz anderes Thema bzw. eine andere Frage, aus welchem inneren Antrieb er ein Restaurant betreibt.

                        Ich habe kein Problem mit der Darstellung, dass nicht alle repliziertes Essen tollfinden bzw. die Variationen eines Kochs der Standardprogrammierung vorziehen. Was die Nahrungsreplikation anbetrifft, so muss man sich wohl so vorstellen, wie das Verhältnis von selbstgemachter Hausmannskost und industrieller Massenware heute bzw. den Vergleich von selbstgemachter Erdbeermarmelade und welcher von Schwartau. Auch ich kaufe mir trotz Elektronikreader immer noch echte Bücher.

                        Es stimmt auch nicht, dass es so dargestellt wird, als ob prinzipiell alles replizierbar wäre. Es gibt es immer wieder Dinge, die nicht repliziert werden. Wie Geordies Augen oder andere Organe. Oder Picards Herz. Oder klingonischer Blutwein. Es besteht dort offensichtlich ein Qualitätsunterschied zu einer Uhr, einem Modellschiff oder einer Hühnersuppe.

                        Natürlich ist das kranke Kind, das dringend auf die und die Raumstation muss, sehr offensichtlich, aber es wäre auch ohne den Replikator nicht weniger ein Plotdevice.
                        Republicans hate ducklings!

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                        • #13
                          Zitat von HMS Fearless Beitrag anzeigen

                          Ich glaube mich zu erinnern, dass irgendwo in einer TNG-Episode erwähnt wurde, dass Replikatoren Geld überflüssig gemacht haben. Zumindest war das mein persönlicher erster Kontakt mit der geldlosen Gesellschaft der Föderation.
                          Diese Verbindung wird nirgendwo hergestellt. Picard betont vielmehr einen philosophischen Wandel, der das Gewinnstreben überflüssig gemacht habe.

                          Ich glaube, diese Episode war mein erster Kontakt mit dem Konzept "kann jetzt eben nicht repliziert werden, weil Schreiberling es so will, basta.".
                          Plotdevice mit oder ohne Replikator. Häufig werden die Charaktere unter Zeitdruck gesetzt: die Lebenserhaltung versagt, die Antimaterie-Eindämmung nimmt ab, ein Medikament muss ganz schnell zu Planet X geschafft werden etc. Das ist mal mehr und mal weniger plump, aber der Replikator ist dabei nicht die Ursache für eine schlechte Narrative.
                          I reject your reality and substitute my own! (Adam Savage)

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                          • #14
                            Zitat von HMS Fearless Beitrag anzeigen
                            Auch wenn es hier um Technologien im ST-Verse geht, habe ich dieses Thema bewusst nicht im Technik-Unterforum eröffnet, denn es geht nicht um die Technologien selbst, sondern um deren Auswirkung auf das Narrativ.

                            Der Tranporter wurde in STO eingeführt

                            -> Ist das Bewusst die Abkürzung für Star Trek Original? Oder ein Schreibfehler? So könnte es Verwechslungen mit Star Trek Online geben...

                            Der Replikator war und ist eine faule Abkürzung wenn sich ein Screenwriter mal wieder in eine Ecke geschrieben hat.
                            "Oh, um aus dieser Situation zu kommen ohne Blut, Schweiss und Tränen vergiessen zu müssen, müsste die Crew der
                            [...]
                            Ist der Replikator nicht die logische Weiterführung des Nahrungsverteilers aus TOS? Wenn ich mir die Autoren vorstelle die vor TNG standen und sich fragen, wie sie TOS futuristischer gestalten können. So wie Kippschalter und Knöpfe (oder Murmeln) durch ein Touch Display mit frei anordbaren Schaltflächen ausgetauscht wurden.

                            Wenn ich jetzt das Handbuch der Enterprise D als Grundlage nehme und hier aus einer (grauen?) Masse Lebensmittel hergestellt werden. Sie also sehr stark manipulierbar ist.
                            Wieso kombiniere ich das nicht mit dem Transporter und könnte so z.B. ewiges Leben ermöglichen? Das wäre mit der Moral der Föderation nicht vereinbar. Aber es gibt ja noch andere Fraktionen die einen Transporter benutzen.

                            Da hätte vlt. hier und da das Potenzial der moralischen Fragen etwas mehr ausgenutzt werden können.
                            Auf der anderen Seite konnte so auch gezeigt werden, dass es auch mal Probleme mit dieser hochkomplexen Technologie geben kann.
                            Wie die beien Crewman im ersten Star Trek Film, der verdoppelte Riker oder der Ausfall der Heisenberg Kompensatoren. (wobei bei den letztgenannten die Autoren sich faul aus der Affaire gezogen haben)

                            Für mich machen gerade so Dinge wie Transporter und Replikator Star Strek zu etwas sehr utopischen, was sehr weit von unserer heutigen Welt entfernt ist. Und das ist für mich der Reiz an der Sache.
                            Do not try to escape. You are in my control. Look at me: I am the sum of all evils. Look carefully. My power infests all times, all galaxies, all dimensions. But many still seek me out; a green jewel they must possess. But see how I destroy their lives.

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                            • #15
                              Warum hat Siskos Vater ein Restaurant in dem er unreplizieres Essen anbietet? Wie wird er bezahlt? Und er muss ja bezahlt werden, denn er muss ja irgend eine Währung haben um den Typen, der ihm die Esswahren liefert dazu zu bringen sie ihm zu liefern.
                              Ja das war so eine Sache. Es geht ja gar nicht mal um das Kochen, das kann ja eine Leidenschaft sein.

                              Aber wer lässt sich freiwillig in so einer Gesellschaft vom Alten Sisko verdonnern, Kartoffeln zu schälen, Muscheln zu Waschen oder Geschirr und co?

                              Findet da einer wirklich seine Aufgabe drin, "die Gesellschaft zu verbessern"?

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