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[Buchbesprechung] ST: TNG - Kij Johnson / Greg Cox - Die Ehre des Drachen

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  • [Buchbesprechung] ST: TNG - Kij Johnson / Greg Cox - Die Ehre des Drachen

    Ich hab vor einiger Zeit mal wieder einen grösseren Erfolg bei meiner Hauptbezugsquelle für Bücher (der Wühlkiste ) landen können. Unter den Büchern befand sich unter anderem der TNG Roman "Die Ehre des Drachen" von Kij Johnson und Greg Cox. Erstmal kurz zum Inhalt:

    Das Pai Imperium erinnert an das alte chinesische Kaiserreich der Erde. Nach Jahrhunderten der Isolation ist es nun bereit, der Föderation beizutreten. Aber zuvor muss der jahrzehntelange Bürgerkrieg beendet werden. Deshalb soll der Erste Sohn des Drachenkaisers die Tochter des Rebellenführers heiraten.

    Captain Jean-Luc Picard soll als Beauftragter der Föderation Hochzeitsgeschenke überbringen und den Beitrittsvertrag unterzeichnen. Doch einen Tag vor der Zeremonie kommt es zu zwei Attentatsversuchen auf den Drachenkaiser. Und dieser scheint in seiner Selbstüberschätzung nicht zu erkennen, dass aus dem Weltraum eine noch viel grössere Gefahr droht.

    Während Captain Picard alles unternimmt, um das Leben des Kaisers und seines Erben zu schützen, versucht die Enterprise, den Planeten gegen eine Attacke aus dem All abzuschirmen. Doch solange der Vertrag nicht unterzeichnet ist, gilt die Erste Direktive: Die Enterprise darf nicht intervenieren. Plötzlich taucht eine Armada der eroberungswütigen G'kkau auf. Und die aggressiven Reptilienwesen machen auch keinen Hehl aus ihren Absichten ...
    Das Buch ist im Grunde absoluter Durchschnitt und auch schon von 1996. Die Story ist eine der von Simon und Shuster bevorzugten Problem-auf-einem-Planeten Stories und in vielen Teilen absolut vorhersehbar. Bei einigen Passagen haben die Autoren echt die Intelligenz der Charaktere, insbesondere der Stammcrew, beleidigt, da diese auf teilweise auf Hinweise mit dem Zaunspfahl nicht reagiert haben. Einige leicht logische Schwächen hatte der Roman auch. Die mag nicht jeder direkt erkennen, aber ich hab inzwischen genug Star Trek Romane und auch sehr viele andere Bücher gelesen, um gewisse Plots vorhersehen zu können.

    Und trotzdem hab ich mich schon lange nicht mehr bei einem Star Trek Roman so königlich amüsiert. Denn auch wenn die Stammcrew manchmal quasi out of character agiert hat, waren doch die überwiegende Zahl der Szenen brüllend komisch. Was hier an Situationskomik reingepackt wurde, ist schwer zu überbieten. Sei es in den Momenten, wo sich Troi der Avancen des Kaisers erwehren muss oder wenn Picard die nächste kulinarische Grausamkeit über sich ergehen lassen muss. Sei es wenn Riker beim Pokern abräumt wie nie zuvor oder Data mit gelassener Miene andere Leute aufs übelste beleidigt, und das auch noch beabsichtigt. Es verging kaum ein Kapitel, wo ich nicht lachend auf dem Boden gelegen habe. Es war einfach nur zu komisch ...

    Das war wieder mal ein Buch, wo ich mir gewünscht habe, dies wäre mal verfilmt worden anstelle dessen, was sich B&B ausdenken. Die für diese Story notwendigen Spezialeffekte wären auch nicht zu aufwändig gewesen. Mir fiel auch grade ein, das Chackie Chan für eine Gastrolle geradezu prädestiniert gewesen wäre ... Und ich hätte zugerne die Slapstick und Sitcomeinlagen der Stammcrew mal live gesehen

    Also, ich kann das Buch nur jedem empfehlen, wobei es allerdings wohl nicht mehr so einfach zu beziehen ist ... denk ich mal ...

    WarpJunkie
    1
    Ausgezeichnet
    100.00%
    1
    Gut
    0.00%
    0
    Mittelmäßig
    0.00%
    0
    Unterdurchschnittlich
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    Sehr schlecht
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  • #2
    Ich hätte nicht gedacht das noch einer außer mir hier das Buch gelesen hat.

    Die Intelligenz einiger Charaktere war in der Tat etwas beleidigend dargestellt, z.B. das die Crew nicht in der Lage war den Diebstahl der Hochzeitsgeschenke zu verhindern der praktisch unter ihrer Nase geschah. Was mich aber am meisten Störte war das dieser Planet lediglich vereint sein musste um beizutreten, was aber unmöglich stimmen kann, denn Frauen sind auf Pai klar benachteiligt und eine Demokratie gab es auch keine, alles Dinge die es eigentlich nicht hätte geben dürfen wenn der Planet der Föd beitreten will.

    Aber die Comedy war echt zum ablachen, ich hab mich schon lange nicht mehr beim Lesen eines Star Trek Buches so amüsiert. Z.B. beim Kampf zwischen Worf und dem Sicherheitsschef als Worf sich an der Antigravplattform festhielt und den Arbeit darauf herunterschmiss. Das Pokerspiel war auch nur zu köstlich als Riker den ganzen Planeten gewann.
    Es gibt immer Möglichkeiten - Cpt. Kirk

    Dann und wann begegnen wir der Realität und sind überhaupt nicht auf sie vorbereitet.
    John Le Caree

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    • #3
      Original geschrieben von Starwatcher
      Die Intelligenz einiger Charaktere war in der Tat etwas beleidigend dargestellt, z.B. das die Crew nicht in der Lage war den Diebstahl der Hochzeitsgeschenke zu verhindern der praktisch unter ihrer Nase geschah.
      Hier bezog ich mich eher auf die Szene, wo der zweite Sohn bei der Jungesellenparty so schwärmerisch von der Perle redete und Riker sich hinterher wunderte warum der so gegen die Hochzeit war. Ich mein, das war doch so vorhersehbar ...

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      • #4
        Okay, du meinst halt diese Szene, aber mir fällt halt vorrangig diese Szene mit dem Diebstahl ein wenn ich daran denke.
        Es gibt immer Möglichkeiten - Cpt. Kirk

        Dann und wann begegnen wir der Realität und sind überhaupt nicht auf sie vorbereitet.
        John Le Caree

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