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ST-Into Darkness - Der Roman zum Film - Unterschiede und Ergänzungen

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  • ST-Into Darkness - Der Roman zum Film - Unterschiede und Ergänzungen

    Ich habe mich wieder ganz obligatorisch bei den neuen Kinofilmen von Star Trek auch mit dem Roman zum Film eingedeckt. Dabei interessieren mich vor allem immer Erweiterungen von Dialogen oder Ergänzungen der Handlung. Ich erwarte mir dadurch Rückschlüsse auf geschnittene Szene oder andere Dinge, die mir im Film nicht aufgefallen sind.

    Der Roman ist keine Weltliteratur und liest sich meiner Meinung nach etwas zäh. War aber auch irgendwie zu erwarten. Ich bin daher auch noch nicht so weit gekommen. Vielleicht hat sich jemand ja auch schon durchgekämpft und ihm sind Unterschiede oder Ergänzungen zur Kinofassung des Films aufgefallen.

    Was mich am meisten überrascht hat war die ellenlange Erklärung wie sich Harrsion von der Erde nach Kronos beamen konnte. Der Film suggeriert, dass das Gerät dies in einem Rutsch erledigen kann. Im Roman erklärt Scotty, dass Harrsion über mehrere Zwischenstationen nach Kronos gebeamt werden konnte. Vor allem auch, weil das Gerät gar nicht die nötige Energie für so einen Distanzbeam liefern konnte. Des Weiteren wird auch aufgezeigt, dass dieses Beamen sehr riskant ist und körperlich extrem anstrengend und gefährlich.

    Der Roman ist in diesem Punkt deutlich runder als der Film und lässt die Transwarptechnik weniger übermächtig erscheinen als der Film. Ich frage mich, ob diese Erklärungen von Alan Dean Foster stammen oder ob diese Teil des Drehbuches gewesen sind und letztendlich geschnitten wurden. Der Dialog mit der Erklärung von Scotty ist schon sehr lang (fast eine Buchseite) und daher tippe ich darauf, dass man hier zur Schere gegriffen hat.

    Des Weiteren meine ich auch die Szene mit Katzenbabes im Roman nicht gelesen zu haben.

    Was meint ihr? Ist euch was aufgefallen, was euch bei der Lektüre bemerkenswert oder interessant vorgekommen ist?
    "The Light — It's Always Been There. It'll Guide You."
    Reviews, Artikel, Empfehlungen oder Podcasts von mir zu verschiedenen Themen aus der Popkultur könnt ihr auf Schundkritik.de finden.

  • #2
    Ich hab das Buch - wie jenes zum 2009er-Film - nur mal in der Buchhaltung durchgeblättert, aber nicht gekauft. Ich wollte nur mal nachlesen wie Spocks Schrei geschrieben ist.

    Aber ich bin beim Blättern auch über eine unnötige Erklärung von Alan Dean Foster gestolpert, warum Khan das Innere der Torpedos nach dem Rüberbeamen nicht scannt und bemerkt, dass deren Inhalt nicht so ist, wie er gedacht hat. Da wird eine wirklich komplizierte Erklärung abgegeben, warum er da angeblich falsch Lebenszeichen empfangen soll. Dabei ist DIE herausragende Eigenschaft der Torpedos doch gerade, dass ihr Inneres abgeschirmt ist und nicht gescannt werden kann. Also nicht immer ist eine nachträgliche Erklärung sinnvoll.

    Grundsätzlich halte ich Alan Dean Foster nicht für ideal, um diese Romane zu schreiben. Beim Durchblättern der Kelvin-Passage des 2009er-Romans ist mir auch aufgefallen, dass er nicht ganz kapiert hat, dass die Zeitlinie vor Neros Ankunft noch unverändert war. So scheint es schon 2233 allgemein bekannt zu sein, dass Romulaner und Vulkanier miteinander verwandt sind.

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    • #3
      Zitat von MFB Beitrag anzeigen
      Grundsätzlich halte ich Alan Dean Foster nicht für ideal, um diese Romane zu schreiben. Beim Durchblättern der Kelvin-Passage des 2009er-Romans ist mir auch aufgefallen, dass er nicht ganz kapiert hat, dass die Zeitlinie vor Neros Ankunft noch unverändert war. So scheint es schon 2233 allgemein bekannt zu sein, dass Romulaner und Vulkanier miteinander verwandt sind.
      Foster hat ja nicht so viele Freiheiten bekommen, daher ist jetzt die Frage, ob das wirklich von ihr stammt oder Teil des Skripts war.

      Ich persönlich bevorzuge auch eher die Annahme, dass die Zeitlinie nicht erst durch das Auftauchen von Nero abweicht, sondern in Details auch schon vorher anders war. Ab dem Auftauchen von Nero weicht es lediglich ganz massiv von der bekannten Abfolge ab. Daher würde dieser "Fehler" sogar damit hineinspielen. Wird natürlich nie On-Screen gesagt, aber so lebt es sich einfach viel entspannter. *g*
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      • #4
        Zitat von Skeletor Beitrag anzeigen
        Ich persönlich bevorzuge auch eher die Annahme, dass die Zeitlinie nicht erst durch das Auftauchen von Nero abweicht, sondern in Details auch schon vorher anders war. Ab dem Auftauchen von Nero weicht es lediglich ganz massiv von der bekannten Abfolge ab. Daher würde dieser "Fehler" sogar damit hineinspielen. Wird natürlich nie On-Screen gesagt, aber so lebt es sich einfach viel entspannter. *g*
        Naja, ich lebe auch sehr entspannt obwohl ich davon ausgehe, dass die Zeitlinien bis 2233 identisch waren. Habe da in zwei Filmen bislang nichts gesehen, was dagegen spricht.

        Fosters nachträgliche Erklärungen erscheinen mir ähnlich absurd wie Michael A. Martins "Zurechtstutzen" von "Enterprise" in den Relaunch-Romanen. Er verursacht dabei mehr Schaden an der Kontinuität als dass er wirklich etwas erklärt.
        Zuletzt geändert von MFB; 27.05.2013, 14:21.

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        • #5
          Was ich an dem Roman bemängele ist die mangelhafte Behandlung der Charaktere. Gerade in den alten Film-Romanen, vor allem von Vonda McIntyre, war so viel mehr Atmosphäre drin und man spürte, dass sie richtig Lust am Erzählen und an den Personen, über die sie erzählte, hatte. Beim Lesen sah man die Szenen wirklich vor Augen und beim nächsten Anschauen des Films war man enttäuscht, dass die gar nicht gedreht worden waren.....

          Der jetzige Roman ist eigentlich nur eine Nacherzählung und bietet nicht viel Neues. Gerade mit der neuen Timeline hätte man die Charaktere ein bisschen ausarbeiten können, schade, dass das verpasst wurde.

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          • #6
            Zitat von Danilo Lenz Beitrag anzeigen
            Was ich an dem Roman bemängele ist die mangelhafte Behandlung der Charaktere. Gerade in den alten Film-Romanen, vor allem von Vonda McIntyre, war so viel mehr Atmosphäre drin und man spürte, dass sie richtig Lust am Erzählen und an den Personen, über die sie erzählte, hatte. Beim Lesen sah man die Szenen wirklich vor Augen und beim nächsten Anschauen des Films war man enttäuscht, dass die gar nicht gedreht worden waren.....

            Der jetzige Roman ist eigentlich nur eine Nacherzählung und bietet nicht viel Neues. Gerade mit der neuen Timeline hätte man die Charaktere ein bisschen ausarbeiten können, schade, dass das verpasst wurde.
            Das liegt auch zum Teil daran, dass den Autoren damals deutlich mehr Freiheiten gegeben wurden oder der Filmroman noch auf früheren Drehbuchentwürfen basieren. Alan Dean Foster konnte bei ST2009 ja bereits den fertigen Film sehen als sie den Roman verfasst hat. Ich denke das war bei Into Darkness ähnlich. Dementsprechend gibt es da auch nicht viel neues oder abweichendes.

            Die alten Filmromane finde aber auch deutlich besser geschrieben. Aber da ist der Autor auch mal kreativ geworden und hat ganze Subplots eingebaut, welche nie Teil des Scripts waren.
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            • #7
              Ja, zum Beispiel die Liebesgeschichte zwischen David Marcus und Saavik......

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              • #8
                Zitat von MFB Beitrag anzeigen

                Aber ich bin beim Blättern auch über eine unnötige Erklärung von Alan Dean Foster gestolpert, warum Khan das Innere der Torpedos nach dem Rüberbeamen nicht scannt und bemerkt, dass deren Inhalt nicht so ist, wie er gedacht hat. .


                Kann man die evtl nicht scannen? Auf der Enterprise haben sie sie auch nicht gescannt um rauszufinden was genau "drin" ist sondern es erst rausgefunden als sie angefangen haben einen zu demontieren.

                Es wäre natürlich sinnvoll bei einer neuartigen Waffentechnik etwas einzubauen daß nicth jeder Spion rausfinden kann wie die Teile aufgebaut sind.


                Was mich eher gewundert hat ist daß so viele Torpedos die Vengeance nicht zu Konfetti verarbeitet haben bzw warum die Enterprise Crew sie wenn sie so wenig Explosivkraft haben nicht ein paar davon mit ein paar richtig dicken Bomben statt den Gefriersärgen versehen haben.

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                • #9
                  Zitat von shootingstar Beitrag anzeigen
                  Kann man die evtl nicht scannen? Auf der Enterprise haben sie sie auch nicht gescannt um rauszufinden was genau "drin" ist sondern es erst rausgefunden als sie angefangen haben einen zu demontieren.
                  Natürlich kann man sie nicht scannen, was ich auch mit dem Satz ...
                  Zitat von MFB
                  Dabei ist DIE herausragende Eigenschaft der Torpedos doch gerade, dass ihr Inneres abgeschirmt ist und nicht gescannt werden kann.
                  ... zum Ausdruck bringen wollte. Ich weiß nicht, ob im Roman etwas anderes steht, aber im Film geht es wirklich darum, dass das Innenleben der Torpedos abgeschirmt ist und man von außen nicht herausfinden kann, was sich im Inneren befindet. Warum Foster in seinem Roman hier eine weitere Erklärung nachschiebt, die sich angesichts der Eigenschaft der Torpedos als nutzlos herausstellt, weiß ich auch nicht.

                  Was mich eher gewundert hat ist daß so viele Torpedos die Vengeance nicht zu Konfetti verarbeitet haben bzw warum die Enterprise Crew sie wenn sie so wenig Explosivkraft haben nicht ein paar davon mit ein paar richtig dicken Bomben statt den Gefriersärgen versehen haben.
                  Die Explosionsstärke von Photonentorpedos lässt sich einstellen bzw. muss Spock auch nicht alle Torpedos gezündet haben. Im Film wird erwähnt, dass schon die stattfindende Explosion auf der Vengeance die Enterprise aufgrund ihrer Nähe gefährdet. Die volle Explosionswirkung der Torpedos (die immerhin eine ganze klingonische Provinz den Erdboden hätten gleich machen sollen), hätte mit ziemlicher Sicherheit auch die Enterprise zerstört.

                  Vielleicht ist das im Roman auch noch ausführlicher erklärt, aber die Erwähnung der Gefährdung der Enterprise findet auf jeden Fall auch im Film statt.

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                  • #10
                    Ich habe mir damals den Roman zu ST XI zeitgleich mit der DVD gekauft, weil ich mir, Abrams' Schneidewut zum Trotz, in den Kopf gesetzt hatte, dem Film eine plausible Handlung abzuringen (und ich kann verflixt hartnäckig sein). Den Roman zu STID habe ich mir gekauft, um die Wartezeit bis zur DVD-/Bluray-Veröffentlichung zu überbrücken.

                    (Faszinierend, wie mancher Berufsrezensent ST XI in der Rückschau mit einer in sich schlüssigen Handlung belegt.)

                    Zitat von Skeletor Beitrag anzeigen
                    Des Weiteren meine ich auch die Szene mit Katzenbabes im Roman nicht gelesen zu haben.
                    Er hat sie tatsächlich ausgelassen. Was hätte er auch aus ihr herausholen sollen? Es sei denn, er wäre ins Detail gegangen.

                    Ich bin im Roman noch nicht weiter als bis zum Daystrom-Konferenzraum vorgedrungen. Nach A. D. Fosters Interpretation erfährt Spock erst durch Kirk von seiner Versetzung, im Film hatte ich den Eindruck, dass er es bereits wusste. Und ich denke doch, dass man ihn spätestens bei seiner Einberufung zur Besprechung von diesem Umstand in Kenntnis gesetzt hätte.

                    Weiters weigert meine Fantasie sich strikt zu glauben, dass Thomas Harewood & John Harrison sich bis zu jenem Augenblick auf der Krankenhausterrasse niemals zuvor begegnet sind.

                    Tatsächlich dürften beide in derselben Entwicklungsabteilung gearbeitet haben, die man unmittelbar vor der Explosion sieht. Und da sich die Harewoods ohne die Fürsprache von Sektion 31 eine Unterbringung ihrer Tochter in einer noblen Privatklinik wahrscheinlich niemals hätten leisten können, wird Admiral Marcus über das tragische Schicksal des Mädchens informiert gewesen sein. Und was dem Admiral bekannt war, wusste auch Khan – den seine Kollegen zwar nur unter dem Namen John Harrison kannten, der sich und seine übermenschlichen Fähigkeiten aber mit ziemlicher Sicherheit nicht jederzeit vollkommen unter Kontrolle hatte.


                    Lieben Gruß,
                    Viola
                    Zuletzt geändert von Viola; 28.05.2013, 09:41.
                    »Speaking only for myself here, it feels tiring. It feels like around 3/4 of people are the emotional equivalent of blind elephants, going around knocking things over, trampling each other and not even realising what they do.« (Paul Miller)

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