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Star Trek - The Fall

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  • Star Trek - The Fall

    Star Trek - The Fall 1: Erkenntnisse aus Ruinen

    Nach der Zerstörung der ursprünglichen Raumstation DS9 baute die Sternenflotte eine größere, fortschrittlichere Sternenbasis im bajoranischen System. Jetzt möchte Captain Ro Laren eine imposante Einweihungszeremonie mit verschiedenen Würdenträgern abhalten. Unter den Gästen befinden sich auch Vertreter rivalisierender Mächte, wie der romulanische Praetor und der Gorn-Imperator. Während sich Ros Besatzung darauf vorbereitet, DS9 zu öffnen, droht unterdessen Gefahr. Eine Gruppierung hat einen erschreckenden Plan in die Wege geleitet der, sollte er Erfolg haben, den Alpha- und den Beta-Quadranten bis ins Mark erschüttern wird.
    Quelle


    Nach dem DS9-Relaunch und der Typhon Pact Reihe geht es nun mit The Fall weiter. Schwerpunkt ist auch hier wieder Deep Space Nine. Im Grunde ist es die direkte Fortsetzung des Typhon Pact Romanes 6 wo ja einiges passiert ist. Die Handlung spielt ca. zwei Jahre danach. Nach dem abrupten Ende des vorher genannten Romanes habe ich mich schon sehr auf die neue Buchreihe gefreut.

    Mittlerweile habe ich den ersten Roman gelesen, und der lässt mich mit gemischten Gefühlen zurück.
    Erstmal zum Positiven:
    Ich hab mich schon sehr drauf gefreut endlich wieder etwas über die politischen Machtverhältnisse zu erfahren. Mit dem Typhon Pact hat sich ja dahingehend einiges geändert. Und von diesem Standpunkt wurde ich nicht enttäuscht. Man erfährt wieder einiges über die momentanen Kräfteverhältnisse im Quadranten. Ein Vorwissen sollte auch hier absolut vorhanden sein, sprich DS9 Relaunch und Typon Pact.
    Desweiteren fand ich es sehr interessant wieder etwas über die uns bekannten Charaktere zu erfahren. Und da wurde eigentlich alles abgeliefert was man so kannte: Siskos Familie, Ro, Quark, Rom, Nog, O`Brien, Odo, Kira um nur einige zu nennen. Gerade Leute die mit den "Vorgängerromanen" ihre Freude hatten, werden auch hier wohl nichts falsch machen.
    Die neue Handlung hat mich schon recht bald in ihren Bann gezogen und es kam nie zu einer Lesehemmung (zumindestens nicht was diese Handlung betraf).

    Aber leider kommt auch dieser Roman nicht mit einem großen negativen Punkt aus.
    Im Grunde gibt es hier zwei grobe Handlungen: Einmal den schon oben genannten und desweiteren eine erneute "Kira-Handlung". Im 6. TP Roman hat sich Kira ja zu den Propheten "begeben". Und wieder einmal muss man mit Kira in die Vergangenheit von Bajor reisen. Die Bekanntschaft mit dieser Handlung durften wir ja schon in einigen vorigen Romanen machen. Und genau wie in den Vorromanen hat mir auch diesmal die Handlung dort überhaupt nicht gefallen. Und es beeinflusst den Lesefluss deutlich da sich die zwei Handlungen immer pro Kapitel abgewechselt haben. Das hat zumindestens bei mir den Lesefluss deutlich gestört. Eine Handlung war top, die andere war dann leider flop.

    Aufgrund der zwei Handlungen die mMn gefühlt gleich lang waren kann ich dem Buch leider keine Top-Bewertung geben. So sehr mich die "Haupthandlung" auch begeistert hat, so langweilig ließ mich dann die zweite Handlung zurück.
    Trotzdem kann ich sagen: Wer schon die Vorgängerromane gelesen hat und damit seinen Spaß hatte, der wird auch mit der neuen Reihe seinen Spaß haben, zumal es natürlich wieder einen Cliffhanger gibt der einen natürlich bei der Stange halten soll. Ich werde die Reihe auf jeden Fall weiterlesen (sind ja soweit ich weiß nur 5 Bücher, die werden aber jetzt jeden Monat veröffentlicht).
    Am Ende kann ich auch hier nur 3,5 Sterne geben, aufgrund der sehr guten "Haupthandlung" sind wir aber auch hier näher an 4 wie an 3.
    Die Zeit ist das Feuer in dem wir verbrennen.

    Ich war Teil der Lösung - und mein größtes Problem.

  • #2
    Hab mir den Roman auch bestellt und der müsste hoffentlich die Tage ankommen. Muss man die Kira Handlung unbedingt lesen bzw. hängt die mit der DS9 Handlung zusammen? Ich muss gestehen ich hab die Kira/Propheten Handlung im letzten Buch auch schon ausgelassen weil ich es total Langweilig fand.
    Today is a good day to die

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    • #3
      Na ja, was dieses Buch betrifft kannst du die Handlung auf jeden Fall auslassen, außer ganz zum Schluss passiert etwas spezielleres das man sich zumindestens kurz durchlesen sollte. Ich kann natürlich nur Vermutungen anstellen, aber so wie der Cliffhanger bei der Kira Handlung endet, besteht zumindestens die Möglichkeit das die Ereignisse auch für die "Haupthandlung" wichtig sein könnten. Und da das Buch relativ wenige Seiten hat (ca. 350) kann man den schlechteren Handlungsbogen mMn verschmerzen.
      Die Zeit ist das Feuer in dem wir verbrennen.

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      • #4
        Star Trek - The Fall 2: Der karminrote Schatten

        Um die junge Allianz zwischen Cardassia und der Föderation zu feiern, will die Kastellanin der Cardassianischen Union die Föderationspräsidentin willkommen heißen. Bei einer Feierstunde, organisiert von Botschafter Elim Garak und Captain Jean-Luc Picard von der USS Enterprise-E, soll die Sternenflotte ihre letzten Mitarbeiter von der kriegsbeutelten Welt abziehen. Doch böse Mächte streben noch immer danach, Cardassias einstigen Ruhm wiederherzustellen. Ein Ziel, für das sie sogar über Leichen gehen …
        Quelle

        Nach dem halbwegs interessanten ersten Teil geht es nun auf Cardassia weiter. Spielte der erste Teil noch hauptsächlich auf DS9, so spielt hier das gesamte Buch auf Cardassia, könnte eigentlich ein weiterer "Welten-Roman" sein. Und vor allem die Garak Fans dürften auch hier wieder voll auf ihre Kosten kommen, hat Garak hier doch einige Auftritte. Hinzu kommt noch das Aufeinandertreffen mit Picard, die sich teilweise sehr interessante Gespräche liefern. Aber hauptsächlich geht es in dem Buch natürlich um die Politik. Wie schon im ersten Teil angedeutet reist die Kastellanin ja zurück nach Cardassia um bei der bevorstehenden Wahl ihre Konkurrenten im Zaum zu halten. Das erste Drittel der Geschichte spielt noch vor dem Ende der Ereignissen des ersten Buches. Erst im Laufe des Buches kommt man dann in die "Gegenwart" und muss mit den Konsequenzen umgehen, die Teil 1 mit sich brachte.

        Im Gegensatz zum ersten Buch gibt es hier nur eine Geschichte, und ist nicht aufgeteilt wie noch im ersten Buch. Das hat vor allem dem Lesefluss gut getan. Hat man im ersten Buch immer zwischen den beiden Handlungen pro Kapitel hin- und herwechseln müssen, so kann man hier nun entspannt eine ganze Geschichte erleben. Das Buch ist auf keinen Fall actionlastig. Wie schon erwähnt geht es vor allem um Politik und Ränkelspielechen, dazu noch ein Mord und die Aufarbeitung der momentanen Lage. Vor allem die Leute die mehr über die momentane Situation auf Cardassia wissen wollen werden mit diesem Buch zufrieden sein. Dazu werden noch ein paar neue Charaktere bzw. Cardassianer vorgestellt die sehr gut in dieses Buch passen und den Weg zeigen, wohin das neue Cardassia gehen soll.

        Im Gegensatz zu Buch 1 gibt es hie also einen deutlichen Fortschritt. Klar ist es kein Buch mit epischer Handlung, aber es führt konsequent die Stärken der Reihe fort wenn man wissen will wie es in diesem Universum weiter geht. Ich kann hier ohne Probleme 5 Sterne vergeben da mich das Buch sehr gut unterhalten hat.
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        • #5
          Star Trek - The Fall 3: Auf verlorenem Posten

          Auf Andor kündigt sich eine Katastrophe an. Trotz heroischer Anstrengungen stehen die Andorianer kurz vor dem Aussterben, und die Hoffnung schwindet. Ausgerechnet nun, da zahllose Leben auf dem Spiel stehen, versuchen die Anführer Andors, der Föderation und des Typhon-Paktes aus der Krise politischen Profit zu schlagen. Doktor Julian Bashir weigert sich, der Tragödie tatenlos zuzusehen. Er riskiert alles, um ein Heilmittel für Andor zu finden – und zahlt einen schrecklichen Preis für seinen Mut.
          Quelle

          Buch 3 der Reihe beschäftigt sich mit einem mittlerweile schon sehr bekanntem Thema, nämlich der "Andor-Problematik". Nachdem diese im DS9 Relaunch eingeführt wurde und mit dem Typhon Pact Roman 4 zu einem ersten Höhepunkt gekommen war, wird diese Thematik mit diesem Buch wohl vorerst wirklich abgeschlossen. Zusätzlich ist es auch wieder ein Bashir Roman, der diesmal wieder mal sehr gelungen ist, wie schon der 1. TP Roman.

          Das Buch fängt relativ langsam an, man vermutet eigentlich keine großen Veränderungen am Anfang. Das ändert sich aber schnell. Durch eine List gelangt Bashir an das Metagenom und holt sich zusätzlich noch die Hilfe von angesehenen Wissenschaftlern bzw. Doktoren, unter anderem auch Dr. Pulaski. Aber spätestens dann geht es wirklich rund. Bashir muss sich unter größten Schwierigkeiten allein nach Andor durchschlagen was durchwegs sehr interessant beschrieben wurde. Desweiteren gibt es ein Wiedersehen mit der Aventine (Ezri) und Shar was mir persönlich wieder sehr gut gefallen hat.
          Und auch hier muss man wieder sagen, dass es kein Roman ist den man alleine lesen kann. Wie oben schon erwähnt, sollte man hierzu den DS9 Relaunch gelesen haben und zumindestens den 4. Typhon Pact Roman. Im Grunde ist es aber trotzdem von vorne bis hinten eine abgeschlossene Geschichte. Aber durch die ganzen Informationen die man schon in den Vorgängerromanen bekommen hat, wird dieses Buch dadurch nur umso besser.

          Für mich persönlich ist es der bis dato beste Roman der Reihe. Nachdem Buch 2 schon auf sehr hohem Niveau war, legt dieser Roman mMn noch eine Schippe drauf. Gute Actionpassagen, teilweise sehr gut geschriebene Dialoge die wirklich eines Star Trek würdig sind. Im Großen und Ganzen kann man das Buch so sehen: Wie weit ist man bereit zu gehen wenn das Überleben einer ganzen Spezies davon abhängt.

          Für mich hat das Buch hier klare 6 Sterne verdient.
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          • #6
            Star Trek - The Fall 4: Der Giftbecher

            Die Lage der Vereinigten Föderation der Planeten wird immer hoffnungsloser. Das Geheimnis um den schrecklichen Terroranschlag erschüttert die Föderation bis ins Mark. Zurück zur Erde beordert, findet sich William Riker von der USS Titan unzähligen Gerüchten und Halbwahrheiten ausgesetzt und gerät in ein politisches Intrigenspiel, bei dem selbst befreundete Sternenflottenoffiziere auf Wunsch der Oberen verhaftet werden. Wem kann man trauen, wenn das Gesetz schweigt und Gerechtigkeit zu Rachedurst verkommt? Die Antwort darauf wird für die Besatzung der USS Titan zu einem Kampf um die Ideale der Föderation.
            Quelle

            Beim vierten und vorletzte Roman dieser Reihe spielen die Ereignisse der Vorgängerromane eine große Rolle. Im Grunde ist es eine direkte Fortsetzung des 3. Teiles, aber auch auf die anderen Romane dieser Reihe wird nicht nur einmal Bezug genommen. Die Hauptrolle in diesem Roman spielen William Riker und Christine Vale. Riker wird auf die Erde befördert und gibt bald darauf Vale den Befehl den Ereignissen auf Andor auf den Grund zu gehen und evtl. Bashir zu finden der seitdem als verschwunden gilt.
            Weitere Hauptpersonen sind auch alte Bekannte: In einer als "Active Four" genannten Organisation (angeheuert vom "Handlanger" unseres Interimspräsidenten) befinden sich unter anderem Nog, Tuvok und Thomas Riker. Gerade das Auftauchen von Rikers Bruder war sehr interessant, erfahren wir hier doch das er anscheinend die Gefangenschaft der Cardassianer überlebt hat. Diese haben den ominösen Auftrag den oder die Mörder der Präsidentin zu finden.

            Dieses Buch ist sehr politisch und es geht meistens sehr ruhig zur Sache, obwohl die ein oder anderen Scharmützel auch dabei sind. Nur kurz kommt man als Nicht-Titan-Leser zu ein paar Abschnitten wo es um eine zu reaktivierende KI geht, die anscheinend in den anderen Titan Romanen schon eine Rolle gespielt hat. Allerdings dauert diese auch nicht sehr lange.

            Gerade wenn man die Vorgängerromane gelesen hat kommt man an diesem Buch so oder so nicht vorbei. Die Fäden der Vorgängerromane werden sehr gut aufgegriffen und weitergesponnen. Dafür bekommt dieser Roman von mir 4,5 Sterne.
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            • #7
              Star Trek - The Fall 5: Königreiche des Friedens

              Der frischgebackene Politiker Ishan Anjar sorgt für Probleme, nutzt der ambitionierte Bajoraner das kürzliche Blutvergießen doch für einen ganz persönlichen Kreuzzug gegen den Typhon-Pakt. Riker entsendet seinen engsten Vertrauten, die Wahrheit zu enthüllen. Doch während Captain Jean-Luc Picard und die Besatzung der Enterprise gegen die Zeit kämpfen, muss Riker erkennen, dass jemand aus Ishans innerstem Kreis von Beginn an mit den Verschwörern im Bunde war …
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              Mit Buch 5 steht uns somit der Abschluss dieser Buchreihe ins Haus. Haben die ersten Bücher noch einen "Einzelfolgencharakter" werden im Laufe der Geschichten die Handlungen zu einem großen ganzen zusammengefügt.

              In diesem Buch stehen vor allem die Crew von Next Genration im Vordergrund, allenvoran Beverly Crusher die mit zwei Crewmitgliedern von der Enterprise eine Außenmission leiten muss. Deren Ziel ist es Informationen über den neuen Übergangspräsidenten zu besorgen, der anscheinend irgendetwas verbirgt. Der Interimspräsident versucht in der Zwischenzeit jedoch genau das zu verhindern und hat auch einige hochrangige Sternenflottenoffiziere auf seiner Seite. Derweil gesellt sich auch noch ein alter Bekannter zu Crusher, nämlich Thomas Riker, der uns ja schon aus einem der Vorgängerromane begegnet ist.

              Picard andererseits versucht derweil auf der Enterprise mögliche Informationen zu bekommen, unterstützt wird er dabei auch von Admiral Riker. Am Ende laufen die Fäden natürlich zusammen und das Geheimnis des Übergangspräsidenten wird enthüllt. Am Ende des Buches ist es auch klar das Andor wieder der Föderation beitritt, und natürlich gibt es einen neuen Präsidenten.

              Alleinstehend ist das Buch für das Finale einer Reihe eigentlich recht uninteressant. Interessant sind hier allerdings die ganzen neuen Informationen über den Präsidenten die hier zusammenkommen. Hat es in den ersten Büchern noch den Eindruck, dass der Präsident einfach ein "anderer Typ" von Präsident ist, kommen hier doch beträchtliche Sachen über ihn ans Tageslicht. In den Vorgängerbüchern hat man davon erstmal noch nichts mitbekommen. Daher ist es doch eine ganz große Überraschung was uns da am Ende präsentiert wird.

              Wie schon oben erwähnt war das Buch für sich allein stehend nicht so der Hammer. Allerdings haben hier die Vorgängerbücher so einen großen Einfluss, dass hier noch ein großes ganzes entsteht. Deswegen würde ich hier dann doch noch einmal 5 Sterne vergeben.

              Am Ende kommen wir hier für die gesamte Reihe auf einen Schnitt von sehr guten 4,8. Wer hier aber eine durchgehende Handlung ala Vanguard erwaretet wird enttäuscht werden. Gerade die ersten zwei Bücher kommen hier eher als "Einzelbücher" daher. Erst ab Buch 3 laufen die Fäden langsam zusammen, wobei man auch Buch 3 teilweise noch als Einzelbuch hernehmen kann. Ab Buch 4 erkennt man dann endlich so etwas wie einen roten Faden der die gesamen Bücher zusammenfügt.
              Gerade wenn man die Typhon Pact Romane schon gelesen hat kann man auch mit dieser Reihe nichts falsch machen, immerhin könnte man sie als Fortsetzung der TP-Reihe werten. Für all jene die wissen wollen wie es generell in dieser Zeit weitergeht sollten auch nicht enttäuscht werden.
              Die Zeit ist das Feuer in dem wir verbrennen.

              Ich war Teil der Lösung - und mein größtes Problem.

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              • #8
                Rezension zu "Erkenntnisse aus Ruinen"
                „Deep Space Nine“ wurde zerstört. Nun wurde es wieder aufgebaut. Zur Eröffnungsfeier wird die Präsidentin der Föderation, Nanietta Bacco, höchstpersönlich auf die neue Station kommen. Auch viele Freunde – der große Nagus Rom, die cardassianische Katellanin – wurden eingeladen sowie Personen, von denen man nicht weiß, ob sie nun Freunde oder etwas anderes sind, Vertreter des „Typhon Paktes“. Sollte die Zeremonie ablaufen wie geplant, dann wäre dies die Krönung aller Triumphe Nanietta Baccos. Aber würde sie tatsächlich so ablaufen wie geplant, dann wäre dieses Buch auch irgendwie witzlos…

                Mit dem Gedanken, der hinter dem letzten Satz steht, im Hinterkopf beobachtet das zunächst sehr ruhige und ausgedehnt erzählte Geschehen nämlich, dass sich die alten DS9-Charaktere an die neue Station gewöhnen, den Besuch der Präsidentin und all der anderen Würdenträger planen, dass diese Würdenträger untereinander Bande knüpfen usw. Mir ist aufgefallen, dass das Passagen sind, die viele meist relativ unspannend finden, die ich aber sogar irgendwie lieber lese als „ätschnreiche“ Passagen. Aber ich lese solche Passagen wie jene, in der sich Quark Sorgen macht wegen Morns langer Abwesenheit, einfach sehr gerne. Das Gespräch mit Odo, die überraschende Unterhaltung der bajoranischen und romulanischen Staatsoberhäupter… das sind ruhige Passagen, die mir schlichtweg gefallen.


                Auffällig ist hier natürlich auch, dass das ohnehin schon langsame Geschehen noch etwas mehr „aufgebläht“ wird, indem sich David R. George III. viel Text nimmt, um dem Leser ein eingehendes Bild der neuen Raumstation zu zeichnen. Das ist, wenn es sich hier um den legitimen Nachfolger einer Raumstation handeln soll, von der die Leser ansonsten Bilder aus sieben Staffeln im Kopf haben, auch sicherlich nötig. (Noch unsicher bin ich mir, inwiefern das im Rahmen der TF-Reihe nötig war.)

                „Ätschnreiche Relevanz“ erhält das Werk dann v. a. durch den Schlussakt. Hier passiert etwas, mit dem ich so nicht gerechnet habe, und von dem ich auch noch nicht weiß, wie ich es aufzunehmen habe. Ein liebgewonnener Teil des ST-Buchuniversums ist damit erst einmal in die Versenkung verbannt und eventuell hätte man das auch geschickter anstellen können.

                5 Sterne

                … aber ich habe ja eigentlich noch etwas vergessen. Denn: Neben der „Haupthandlung“ gibt es ja noch eine Kira-Handlung. Die spielt eigentlich nicht wirklich parallel zu der „Haupthandlung“, sondern in gewisser Weise gar vor dem… Na ja… Kira ist halt bei den Propheten, da wird das alles nicht so genau genommen. Nach einer 1:1-Übernahme einer Szene aus dem Drehbuch zum DS9-Pilotfilm geht es für Kira erst einmal in die Vergangenheit. Wie schon einmal in „Horn und Elfenbein“ wird Kira in die Vergangenheit Bajors, als die Bajora unterdrückt wurden, geschickt um dort… na ja, einen Mann namens Altek Dan zu treffen.

                Am spannendsten an diesem Strang, der quasi in jedem zweiten Kapitel vorkommt (immerhin sind die Kapitel immerhin wesentlich dünner als jene der „Haupthandlung“) sind die Verknüpfungen mit anderen bekannten Szenen. Manch einer mag die Wiederholung der Szene, in der die Propheten und Sisko über lineare Zeitverläufe sprechen, dreist finden, ich finde es eigentlich ganz schick als Möglichkeit, Kira schon einmal darauf vorzubereiten, was sie erwartet. Auch dass hier quasi Kiras eigene Version des Benny-Russel-Effekts dargestellt wird und dies dann gar mit einer Russel-Szene aus „Schatten“ verbunden wird, hat etwas.

                Was ich nur absolut nicht verstehe, ist, warum das Ganze im Rahmen dieses Werkes sein musste. So, wie ich das überblicke, hat das alles nix, rein gar nix mit den Handlungen zu tun, um die es in „The Fall“ sonst so geht. Dass mal nebenbei ein paar Charaktermomente aufkommen, ja, das gehört irgendwie dazu und wird von mir (siehe oben) auch geschätzt… aber eine ganze B-Handlung im Auftakt zum „The Fall“-Event, die offen bleibt und deren Fortsetzung auch in „The Fall“ nicht weitergeführt wird und die auch sonst keine Berührungspunkte… Nein, das ist mir in dem hier gebotenen Ausmaße einfach zu viel.

                4 Sterne

                Was unterscheidet einen Pferdeschwanz von einer Krawatte? - Der Pferdeschwanz verdeckt das Ar***loch ganz.

                Für alle, die Mathe mögen

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                • #9
                  Rezension zu "Der karminrote Schatten"

                  Nach und nach mausert sich auch „The Fall“ nach der TP-Reihe zur inoffiziellen Fortführung der DS9-Reihe. Nachdem es im ersten Band quasi „DS9 volle Kanne“ gab, ist der DS9-Bezug dieses Mal subtiler, aber an und für sich wird nun der Cardassia-Strang, besonders präsent in „Ein Stich zur rechten Zeit“ und „Die Lotusblume“ fortgeführt. Hauptträger der Handlung ist dabei – was die uns bekannten Figuren angeht – Elim Garak.

                  Am Vorabend der Einweihung der neuen „Deep Space Nine“ steht Cardassia kurz vor einem bedeutenden Durchbruch: Nanietta Bacco konnte bewirken, dass die Föderation nicht länger auf Cardassia Prime anwesend sein muss. Auch Elim Garak ist das zu verdanken. Dieser wurde von der Enterprise nach Cardassia gebracht, um dort auf Bacco zu warten. Doch Nan wird nicht mehr kommen… Derweil geschehen mysteriöse Morde in einer Provinz auf Cardassia Prime.

                  Quasi umgekehrt zu meiner Zusammenfassung, die eher auf Charaktere bedacht ist, welche auch über das einzelne Werk hinaus für die ST-Buchreihe von Bedeutung sind, nehmen dabei die Ermittlungen hinsichtlich des Mord eines Bajoraners (!) relativ viel Platz in dem Werk ein. Damit hatte ich, da ich mich mit der Figur der Ermittlerin nur schwerlich identifizieren konnte und ich irgendwie auch nicht an ihrem Schicksal interessiert war, so meine kleinen Probleme.

                  Dennoch verstehe ich schon, wo die Reise hier hingehen sollte und kann das auch als kleine, schöne Idee wertschätzen. Mehr noch als in bisherigen Romanen mit Cardassia-Bezug sollte hier ein umfassenderes Bild der cardassianischen Gesellschaft gezeichnet werden. Spannend ist dabei beispielsweise, wie frühere Ex-Militärs über das Prinzip der Demokratie denken und dass auch solche Details wie die Frage, ob die Polizei nun Kaffeebohnen da hat oder nicht, etwas vermitteln können.

                  Dennoch (ja erneut ein dennoch) fand ich die Szenen rund um Garak wesentlich interessanter. Seine Schlagabtäusche mit Picard sind recht gelungen und auch der Bezug zu dem fiktiven Werk „Der karminrote Schatten“ wirkt. Allerdings hätte ich manchmal schon etwas mehr erwartet. Hier ist es eventuell doof, dass der mit den Jahren doch etwas weicher gewordene Picard hier auf Garak trifft. Zu Serienzeiten wären manche Dialoge noch etwas anders verlaufen, denke ich.

                  Spannend ist aber v. a. Garaks Bewegung im politischen Kabinett. Die Schilderung der Talk-Shows gehören für mich absolut zu den Highlights des Romans. Einziger Wermutstropfen ist, dass wohl über kurz oder lang halt jeder Charakter irgendwie eine große Nummer wird. Wenn Garak nun tatsächlich Kastellan wird, dann steht das aber immerhin in einer Linie mit Martok, der Kanzler der Klingonen wurde und dem Großen Nagus Rom.

                  Was ich nicht so gelungen finde, sind die doch relativ schlecht ausgearbeiteten Verknüpfungen zum vorigen TF-Band. Dort tauchte ja die Kastellanin bereits auf und musste dann wegen inneren Angelegenheiten, die sie sehr ärgerten, die Station verlassen. Hier kann man jetzt nur vermuten, was da los war. Garaks Interview scheint mir als Auslöser zu wenig zu sein. Dass sie von dem Attentat gewusst hat, passt da schon besser. Allerdings sagt die Garak eben auch in einem Moment der Ehrlichkeit, sie wusste erst hinterher von den Attentatsplänen. Das wird dann halt gelogen sein, passt aber IMO einfach erzählerisch nicht besonders gut – auch nicht zu den Innenansichten, die wir in „Erkenntnisse aus Ruinen“ so erhalten.
                  Ich denke, alles in allem sind erneut

                  4 Sterne

                  die Wertung meiner Wahl.

                  Was unterscheidet einen Pferdeschwanz von einer Krawatte? - Der Pferdeschwanz verdeckt das Ar***loch ganz.

                  Für alle, die Mathe mögen

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                  • #10
                    Rezension zu "Auf verlorenem Posten"

                    Shar bittet Julian, den Andorianern zu helfen. Julian willigt ein. Er besorgt sich mit Hilfe von Sirina (d. h. Sektion 31) alle Daten über das Meta-Genom und holt sich die besten Genom-Experten der Föderation (darunter Dr. Pulaski) dazu. Natürlich kommt heraus, was er tut und er muss fliehen. Alles andere ist eigentlich klar.

                    So verläuft im Groben der Handlungsbogen in „Auf verlorenem Posten“. Die Story verläuft straight forward von einem „Problem entdeckt à Problem gelöst“ zum nächsten, bis dann auch der Hauptquest gelöst wurde. Man muss David Mack hier aber auch zu Gute halten, dass er die einzelnen Stationen gut ausfüllen mag: durch passende Auftritte von anderen Altbekannten aus DS9 (Ezri Dax und die Aventine), durch passende Auftritte von Altbekannten aus anderen Reihen als DS9 (Pulaski), durch gut platzierte neue Charaktere (Captain Harris wird durch ein paar Szenen tatsächlich zu einem Charakter, bei dem man Julians Verbundenheit mit ihm teilt) und insbesondere auch durch die Konsequenz, die Julian Bashir an den Tag legt.

                    Insofern ist das ein Roman, den man – wie eigentlich alle Romane mit Bashir als Hauptcharakter (zumindest seit dem DS9-Relaunch) – als Agentenabenteuer verstehen kann. Ich denke, dass ich ähnliches schon zum ersten Band der TP-Reihe, „Nullsummenspiel“, geschrieben habe, aber: Mir gefällt, dass man da Julians Handlungsstrang aus der Serie konsequent weiterführt. Auf der anderen Seite geht hier leider ein Handlungsstrang, der das ST-Buchuniversum jetzt schon sehr lange begleitet hat, schon etwas sehr unspektakulär zu Ende. Der Weg dahin ist aber auch recht unterhaltsam.

                    Ich denke, ich kann

                    4 Sterne

                    zücken.

                    Was unterscheidet einen Pferdeschwanz von einer Krawatte? - Der Pferdeschwanz verdeckt das Ar***loch ganz.

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