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Star Trek Online (MMORPG)

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  • Zitat von Karl Ranseier Beitrag anzeigen
    Naja, durch noch ne "Elite-Warteliste" gibt's halt auch nur mehr Breite als Tiefe.
    Nicht noch eine Elite-Warteliste die keiner spielt, sondern eine Mission die die Elite wirklich fordert und auch lohnenswert ist. Eine Mission bei der auch ein gutes Team häufig verliert und das nicht weil irgend ein bescheuerter Timer abgelaufen ist.
    Ich wünsche mir generell auch eine Tiefe bei der Charakterentwicklung. Mein 5-Jahre alter Char mit allen Accolades und Rufsystemem und allem was dazu gehört sollte wesentlich stärker sein als ein beliebiger LvL 60 Char, den man dank Ressourcen eines anderen Chars hochpusht und im alles wichtige kauft. Es sollte Elite-Schiffe geben und Elite-Ausrüstung. Das gibt es in STO leider nicht mehr, praktisch alles ist problemlos erspielbar und die Aufwertung zu MK XIV ist einfach nur sinnlose Ressourcenfresserei.
    Früher war es noch etwas besonderes ein komplettes Omega-Set zu haben und man war auch wesentlich stärker damit als mit Ausrüstung, die man einfach so finden konnte.
    Heute hat jeder alles wenn man ein wenig Ahnung hat und nicht extrem faul ist, ein paar Marken und Dilithium zu sammeln.
    Ich weiß das wollen wohl die wenigstens, aber für mich wäre es wünschenswert

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    • Zitat von DefiantXYX Beitrag anzeigen
      Nicht noch eine Elite-Warteliste die keiner spielt, sondern eine Mission die die Elite wirklich fordert und auch lohnenswert ist. Eine Mission bei der auch ein gutes Team häufig verliert und das nicht weil irgend ein bescheuerter Timer abgelaufen ist.
      Ich wünsche mir generell auch eine Tiefe bei der Charakterentwicklung. Mein 5-Jahre alter Char mit allen Accolades und Rufsystemem und allem was dazu gehört sollte wesentlich stärker sein als ein beliebiger LvL 60 Char, den man dank Ressourcen eines anderen Chars hochpusht und im alles wichtige kauft. Es sollte Elite-Schiffe geben und Elite-Ausrüstung. Das gibt es in STO leider nicht mehr, praktisch alles ist problemlos erspielbar und die Aufwertung zu MK XIV ist einfach nur sinnlose Ressourcenfresserei.
      Früher war es noch etwas besonderes ein komplettes Omega-Set zu haben und man war auch wesentlich stärker damit als mit Ausrüstung, die man einfach so finden konnte.
      Heute hat jeder alles wenn man ein wenig Ahnung hat und nicht extrem faul ist, ein paar Marken und Dilithium zu sammeln.
      Ich weiß das wollen wohl die wenigstens, aber für mich wäre es wünschenswert
      Naja, aber du schießt dir ja schon wieder selbst ins Knie. Die wenigsten wollen diese Elends-Grinds, weil die Mehrheit eben nur noch Casual Gamer ist. Wer als Teen oder mit Anfang 20 "Hardcore"-Gamer war, bleibt das ja nocht sein Leben lang. Die Zielgruppe schrumpft also obendrein mit voranschreitender Lebensdauer des Spiels. Wie schon bei den anderen Beispielen: auch dieser von dir gewünschten Qualität steht die Marktorientierung/-abhängigkeit im Weg.

      Dazu kommt natürlich noch die "eigene Wahrnehmung": Für dich mit 5 Jahren Spielerfahrung und selbst für mich mit etwas über einem Jahr auf der Konsole (plus Beta in der PC-Version, aber davon kann man nix mitnehmen) ist das Spiel einfach - bisschen Struktur, bisschen Hirnschmalz und ein "normales" Niveau am Stick (oder Maus usw.) reichen aus, um locker durch's Spiel zu kommen. Aber für viele Casuals ist die Zeit für die Struktur schon zuviel Aufwand, das bisschen Hirnschmalz zu viel Anspruch und das "normale" Niveau am Steuerknüppel zu viel Motorik. Es gibt nahe null Bereitschaft, in einem Videospiel noch eine Lernkurve zu absolvieren - installieren, losspielen, Superstar sein oder das Spiel suckt. Dieser Anspruchshaltung hat sich die Industrie im Namen der Gewinnoptimierung gebeugt. Gegenbewegung wird da nur aus Crowd-Funding-Projekten, reinen Prestige-Projekten großer Studios oder hoffentlich irgendwann aufkommenden Non-Profit-Organiosationen im Gaming-Bereich zu erwarten sein. Alle anderen brauchen das Geld, um weiterzumachen, und damit Anreize für die Spieler, ihr Geld im Spiel zu versenken. Also blieben die Lotterie-Systeme erhalten und das gekaufte und das neue Zeug müssen immer besser/einfacher werden. Das würde dann irgendwann auch das Set aus deiner Super-Elite-Mission einholen, und den Reward damit uninteressant machen (und dann spielt's wieder keiner mehr).

      Das sind einfache Marktmechaniken, und vom Standpunkt Spielerhalt folgt Cryptic denen gut. Vom Standpunkt Anspruch her ist es dann aber schon fast automatisch unmöglich, auch im Bereich gut zu bleiben. Zeiten ändern Maßstäbe. Vor 10-12 Jahren waren MMOs ja noch ungefähr so aufgebaut wie es dir jetzt fehlt, aber: die angepeilte Zielgruppe dafür waren eher Nerds und 1 Million Boxed Copies war ne Riesenleistung. Eine Million Downloads bei F2P-MMOs mit Blockbuster-Lizenz - und STO ist eben ein F2P mit Blockbuster-Lizenz - ist heutzutage dagegen eher enttäuschend. Inhaltshürden schrecken nur potentielle Kunden ab. Also wird der Anspruch geringer und geringer. In den neuen Missionen ist man doch mit seinem Main sowieso erstmal immer die tragische Figur des Admiral Errand Boy - Captains schicken uns Admiräle da von einem Sensor zur nächsten Messung usw. und die innere Logik des Spiels ist längst zerbrochen.
      Karl Ranseier ist tot. Der wohl erfolgloseste Foren-Autor aller Zeiten wurde heute von einem Bus auf der Datenautobahn überfahren.

      "Ich mag meine Familie kochen und meinen Hund" - Sei kein Psycho. Verwende Satzzeichen!

      Star Wars 7? 8? Spin-Offs? Leute, das Haftmittel für meine Dritten macht bessere Filme!

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      • Star Trek Online ist inhaltsleere Abzocke, Glücksspiel um den Kids das Taschengeld abzuknöpfen und gehört daher bei der Altersfreigabe auf 18 gesetzt. Das man kein Geld ausgeben muss ändert nichts daran, dass die Spielmechanik des MMO's ganz klar auf Sammeln, Suchtforcierung, Geldausgeben und nicht auf anspruchsvolles Storytelling und all die anderen MMO-möglichen Features ausgerichtet ist.

        Alles Gerede um Fairness und man muss ja nichts ausgeben, wenn man nicht möchte, ist Augenwischerei. Das Argument, man könne ohne diese Mechanismen keinen Umsatz generieren trifft vielleicht bei Spielen ohne IP zu, ist aber bei Star Trek Nonsens, denn mit der „Star Trek“-Lizens wäre bei gleichzeitiger Monetarisierung einiges mehr möglich.
        STO ist: im Jahr eine Hand voll Storymissionen, deren Inhalt und Präsentation unterirdisch, intellektuell auf einen Bierdeckel passen und in einem Stück in einer bis zwei Stunden durchgespielt sind.
        Der Rest; 90% sind endlos stupide Sammel- bzw. Wiederholungsevents.
        Leider schaltet in diesem Fall mit Blick auf den Namen Star Trek bei Vielen der Verstand ab statt STO in der Hoffnung die Lizens wäre in anderen Händen besser aufgehoben den Rücken zu kehren.
        Cryptic und Perfect World freut es.
        Zuletzt geändert von Svega; 18.12.2017, 08:57.
        Fällt bös' der Bauer auf seinen Henkel, hauen sich die Schweine auf die Schenkel.

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        • Zitat von Svega Beitrag anzeigen
          Star Trek Online ist inhaltsleere Abzocke, Glücksspiel um den Kids das Taschengeld abzuknöpfen und gehört daher bei der Altersfreigabe auf 18 gesetzt. Das man kein Geld ausgeben muss ändert nichts daran, dass die Spielmechanik des MMO's ganz klar auf Sammeln, Suchtforcierung, Geldausgeben und nicht auf anspruchsvolles Storytelling und all die anderen MMO-möglichen Features ausgerichtet ist.

          Alles Gerede um Fairness und man muss ja nichts ausgeben, wenn man nicht möchte, ist Augenwischerei. Das Argument, man könne ohne diese Mechanismen keinen Umsatz generieren trifft vielleicht bei Spielen ohne IP zu, ist aber bei Star Trek Nonsens, denn mit der „Star Trek“-Lizens wäre bei gleichzeitiger Monetarisierung einiges mehr möglich.
          STO ist: im Jahr eine Hand voll Storymissionen, deren Inhalt und Präsentation unterirdisch, intellektuell auf einen Bierdeckel passen und in einem Stück in einer bis zwei Stunden durchgespielt sind.
          Der Rest; 90% sind endlos stupide Sammel- bzw. Wiederholungsevents.
          Leider schaltet in diesem Fall mit Blick auf den Namen Star Trek bei Vielen der Verstand ab statt STO in der Hoffnung die Lizens wäre in anderen Händen besser aufgehoben den Rücken zu kehren.
          Cryptic und Perfect World freut es.
          Diese Kritik trifft zwar in ein, zwei Punkten zu, es überwiegen aber ein gleiches Maß an Inhaltsleere wie dem Spiel vorgeworfen und vor allem eine ausgeprägte Unkenntnis des Marktes. Falls du dich damit jetzt zu schlecht bewertet fühlst: mit der Klarstellung, daß du bei mir mit dem Glücksspielvorwurf offene Türen einrennst, sollte dir klar sein, daß wir prinzipiell im gleichen Lager stehen.

          Es hilft nur nix, die Probleme hinter dem Symptomen zu trivialisieren, einseitig Schuld zu zuweisen und Behauptungen aufzustellen, die schlicht am derzeitigen Spiele-Markt vorbeischießen. Im Einzelnen:

          - Ausrichtung der Spielmechanik ist ganz klar die Generierung von Micro-Transactions - nicht nur für den Glücksspiel-Bereich, sondern auch zum Kauf einer besseren/"einfacheren" Ausgangsposition im Spiel. Der einzige Streitpunkt hier: Das trifft nicht auf "das" MMO zu, sondern inzwischen auf nahezu alle, die sich am Markt noch behaupten können. Und die meisten von denen haben sogar studierte Psychologen auf der Gehaltsliste, um den Suchtfaktor und eventuelle Hemmschwellen im Sinne des Spielanbieters zu optimieren. Alles kein Geheimnis - interessiert den Casual Gamer, und vor allen Dingen den Casual Gamer aus dem Kinderzimmer nur einen Dreck.

          Du verpasst dabei ausserdem die Chance, einen Blick auf den Stellenwert von Glücksspiel in der heutigen, sogenannten westlichen Zivilisation zu werfen. Seit Jahrzehnten beackert die Glücksspiel-Lobby Regierungen in Europa und den USA. Selbst der Geldfluß wurde dabei immer wieder mal aufgedeckt. Da war zum Beispiel der Fall Gauselmann im Februar 2011, in dem Parteispenden in Millionenhöhe verschleiert wurden, weil einfach die Summe kleingestückelt wurde und die Führungskräfte "kleinere" Summen unterhalb des Betrages, der die Parteien zur namentlichen Nennung gesetzlich verpflichtet hätte, als "Privatpersonen" "gespendet" haben. War da ein Riesenaufschrei in der Republik? Schon, aber nicht wegen Gauselmann. Die Aufmerksamkeit des hochintelligenten Durchschnittsbürgers war zu sehr auf den Dunklen Lord zu Guttenberg fokusiert, der zur gleichen Zeit Millionen von Menschenleben in der Bundesrepublik mit dem teuflischen Copy&Paste zerstörte. Angesichts dieser Tragödie konnte diese kleine Millionen-Euro-Parteispenden-Affäre, von der Union, SPD, FDP und Grüne gleicherßen profitierten, natürlich nicht die Entrüstung erfahren, die sie verdient hätte.

          Wer hin- und wieder mit Werbefernsehen konfrontiert wird, hat eventuell die Zunahme an Spots für "Scheißkonzerne" wie Bet&Win, tipico, Bet300, Bet365 usw. bemerkt. Glücksspiel setzt nicht nur in Deutschland, sondern weltweit jährlich mehr um. Aber Glücksspiel war nie geächtet, sondern nur weitesgehend staatlich monopolisiert und/oder "wegreguliert". Die verächtliche Haltung wurde einfach immer weniger von den Generationen "Mein Lottoschein ist doch kein Glücksspiel!" - und auch mit immer weniger Überzeugung - an die nächste weitergegeben. Glücksspiel als Wirtschaftsfaktor ist ein gesellschaftliches Problem. Es kann nicht im Videospiel-Bereich gelöst werden. Es sollte aber auch im Videospiel-Bereich reguliert werden. Und das heißt, die Gesetzeslücken und Grauzonen, die die Videospielkonzerne von den Anwälten auf ihren Gehaltslisten haben bis zum Maximum ausloten lassen, abzuschaffen. Nur: das ist eine politische Forderung, die sich keine Partei auf ihre Fahne geschrieben hat. Das Problem ist in der Bundespolitik sogar gänzlich noch gar nicht als solches bewusst geworden. In den USA versuchen Netz-Aktivisten - weitestgehend unorganisiert - schon seit mehreren Jahren, ein Bewusstsein dafür zu schaffen. Die hier im Forum von einem User als Erfolg in Brüssel geposteten Youtube-Clips sind auch bereits korrigiert worden.

          - Wenn du die "Fairness" zur Augenwischerei erklärst, ist das eine absolute (sith-ähnliche ) Haltung, keine relative. Denn innerhalb der F2P-Spiele am Markt ist die Möglichkeit, wirklich ohne eigenen Geldeinsatz voranzukommen, extrem selten. Das macht den Ansatz, möglichst viele (uninformierte oder geduldfreie) Spieler "heimtückisch" zum Geldeinsatz zu motivieren, an den Regeln einer absoluten idealen Fairness natürlich noch unfair, aber ein F2P, in dem in Abhängigkeit vom eigenen Verhalten der Spieler auch wirklich F2P drin ist, ist bei weitem fairer als ein F2P, bei dem jeder Spieler ab einem gewissen Punkt in die Wand rennt, auf die die Vermarkter geschrieben haben: "Und wenn du jetzt nicht endlich deinen Geldbeutel zückst, ist das Spiel für dich hier beendet."

          Davon gibt es etliche. Einige davon haben keine eigene IP, aber dafür bei den Sprechern geballte B-Prominenz für Nerds eingekauft (z.B. "Let it die" mit Mark Hamill, Billy Dee Williams, Traci Lords) oder eben doch eine Blockbuster-IP zur Hand (DC Universe Online - alle, restlos ALLE deine Kritikpunkte treffen auf dieses Spiel, das dank der Kopplung zahlreicher berühmter Comic-Helden wie Batman, Superman, Wonder Woman, Joker, Catwoman, Green Lantern/Arrow usw. vermutlich sogar nochmehr Fandom mitbringt als Star Trek, völlig zu und obendrein gibt es keine Möglichkeit, ohne eigenes Geld permanent in jedem Inhalt mitzuspielen, einen Endgame-fähigen Toon zu haben oder auch nur eine einzige Promethium-Lockbox zu öffnen - Promotions ausgenommen, aber die sind ja auch nicht permanent). Star Wars The Old Republic gilt gemeinhim als das "durstigste" F2P von allen. Star Wars Battlefront II hat als Premiumtitel erst in letzter Sekunde vor dem Release die von dir bemängelten Glücksspiel-Mechaniken deaktiviert - potentiell nur vorrübergehend. Der Videospiel-Markt ist längst ein Milliardengeschäft geworden, und damit tummeln sich natürlich die gleichen raffgierigen Qualitätsvernichter in dieser Branche, die sonst Autos mit defekten Türhebern oder Bremsen oder Umweltfiltern anbieten oder Mobiltelefone voller Bugs usw.

          - Dazu sollte man im Storybereich anerkennen, daß die Autoren sich die Mühe machen, lose Enden aus den vorherigen Produkten der Reihe aufzunehmen. Der Versuch scheitert in einigen Storybögen. Aber: das diese Stories in anspruchsarmen und stupiden Minigames enden, kann man leider auch nicht dem Hersteller oder noch genauer, den Herstellern und Vermarktern am gesamten Videospielmarkt anlasten. Hier kommt ganz gewaltig dieser oben bereits erwähnte "hochintelligente" Durchschnittsbürger ins Spiel. Anspruchsvolle Videospiele, egal ob im Knöpfchen- oder Köpfchen-Bereich, und schon gar nicht im kombinierten, setzen sich nicht durch. Die Masse der Spieler wandert zu dümmeren, einfacheren Games mit geringeren Einstiegshürden ab. Die Möglichkeit, Spielfortschritt in irgendeiner Form im Itemstore kaufen zu können, ist praktisch nur aus dem Anspruch unfähiger Spieler, auch mithalten zu wollen, entstanden. Anbieter auf dem Markt müssen den Bedürfnissen der Kunden folgen. Klar, sie können die Kunden dafür richtig bluten lassen, aber: nur Monopolisten können dem Kunden ein Produkt aufzwingen, das die in Teilen nicht wollen oder das die Bedürfnisse nicht voll oder sogar nur rudimentär abdeckt.

          Ein Beispiel: Wenn ich das einzige Schokoladeneis am Markt anbiete, kannst du das entweder kaufen oder nicht, und das Eis kann so minderwertig sein wie nur was, wer eins will, muss ja eh meins kaufen. Wenn ich dieses einzige Schoko-Eis aus hochwertigsten Zutaten, inklusiver bester und den Bauern sogar fairbezahlter Milch herstelle, nützt dir das aber wieder nix, wenn du unter Laktose-Intoleranz leidest. Wenn aber 75% der Bevölkerung an Laktose-Intoleranz leiden, geh ich mit meinem Super-Eis trotz Markt-Monopol pleite, wenn ich die Rezeptur so lasse.

          Am Videospiel-Markt leiden wohl ca. 85% der Gamer an Anspruchs-Intoleranz. Videospiele wie Gran Tursimo, die vom exzentrischen Supergamer nicht mehr refinanzieren können, senken seit zwei Titeln und im aktuellsten Update-für-Update die Ansprüche im Spiel. Die müssten noch nicht, weil's ein Bezahlspiel der Sorte "erst zahlen, dann ärgern" ist. STO als F2P würde mit einem solchen Anspruch, mit komplexen Steuerungen, mit einer langen Lernkurve usw. letzten Endes nur potentielle Kunden abschrecken. Andere Blockbuster-Spiele haben das schon hinter sich. Auch hier sind wir uns natürlich von der Anspruchshaltung her einig, ich hab nicht umsonst im vorherigen Post von "Admiral Errand Boy" geschrieben - aber die Lösung ist halt nicht, einzelne Spiele oder Anbieter zu brandmarken und realitätsfremde Behauptungen wie "mit ner lizensierten IP kann man doch anders Geld machen" in den Raum zu stellen. Die letzte Blockbuster-Lizenz, die das monatliche Abo-Modell als Rückgrat der Finanzierung geplant hatte, war DC Universe Online - und da war noch Sony am Ruder, die als großer Konzern auch mal ein Spiel als Prestige-Objekt durchpoweren (und steuerlich abschreiben) könnten. Die haben nach einem Jahr aufgegeben und sind auf F2P mit Micro-Transactions gewechselt. Jetzt hält ne russische Investorengruppe die Zügel in der Hand, und natürlich gibt's jetzt neue, zyklisch wechselnde Lockboxen wie in STO - und anscheinend wieder genug Kohle. Und Hohlbirnen, die im Spielforum posten "Ich hab schon für 300$ Boxen geöffnet, aber [ITEM XYZ] immer noch nicht!" - mit jeder neuen Lockbox, die da "Time Capsule" heißt.

          Das geht nur weg, wenn der Gesetzgeber im Sinne der Bevölkerung (und nicht der Industrie) die Rolle von Glücksspiel neu bewertet und die Lücken reguliert, und gleichzeitig gegen absolute Dummheit vorgegangen wird (relative Dummheit wird's immer geben). Das will aber keiner. Im ersten Fall hat die Industrie einfach die finanziell überzeugenderen Argumente in der Lobbythek, und im zweiten Fall stellt die Dummheit in der Bevölkerung die Mehrheit und kann sich dank - da dann plötzlich doch noch! - funktioniernder Demokratie selbst "schützen". Vor Einsicht, vor detaillierten Informationen, abstrahierten Problemanalysen und jedweden anderen Faktoren, die der gefühlten und dem Stammtisch genügenden "Realitätswahrnehmung" ihre Validität absprechen.

          Vielen Dank für deine Aufmerksamkeit!

          PS: Von einem anderen Blickwinkel aus betrachtet wäre "Fairness" ausserdem, als Spieler von sich aus Geld in ein Spiel zu stecken, das einen augenscheinlich trotz Mängeln gut genug unterhält, um einige Zeit pro Woche damit zu vertrödeln, und die Entwickler so nicht dazu zu zwingen, perfide, das Unterbewusstsein manipulierende Mechaniken ins Spiel einbauen zu müssen, um den eigenen Job zu retten


          Karl Ranseier ist tot. Der wohl erfolgloseste Foren-Autor aller Zeiten wurde heute von einem Bus auf der Datenautobahn überfahren.

          "Ich mag meine Familie kochen und meinen Hund" - Sei kein Psycho. Verwende Satzzeichen!

          Star Wars 7? 8? Spin-Offs? Leute, das Haftmittel für meine Dritten macht bessere Filme!

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          • Karl Ranseier
            Da bin ich ja froh, dass sich ein Spezialist in Sachen Gamepublishing und Verkaufsanalyse mit Aufklärung zu Wort meldet.
            - Nicht verärgert sein; nur hat keiner um den Monolog gebeten, denn hier geht es lediglich um STO.

            Frohe Weihnachtsfeiertage
            Fällt bös' der Bauer auf seinen Henkel, hauen sich die Schweine auf die Schenkel.

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            • Zitat von Svega Beitrag anzeigen
              Karl Ranseier
              Da bin ich ja froh, dass sich ein Spezialist in Sachen Gamepublishing und Verkaufsanalyse mit Aufklärung zu Wort meldet.
              - Nicht verärgert sein; nur hat keiner um den Monolog gebeten, denn hier geht es lediglich um STO.

              Frohe Weihnachtsfeiertage
              Wenn du behauptest, mit einer Lizenz "wie" Star Trek könnte man heutzutage auch noch anders Geld machen, muss ich dir als Spezialist halt mit Beispielen vergleichbarer Lizenzen die Perspektive geradebiegen (oder das Wunschdenken austreiben)
              Karl Ranseier ist tot. Der wohl erfolgloseste Foren-Autor aller Zeiten wurde heute von einem Bus auf der Datenautobahn überfahren.

              "Ich mag meine Familie kochen und meinen Hund" - Sei kein Psycho. Verwende Satzzeichen!

              Star Wars 7? 8? Spin-Offs? Leute, das Haftmittel für meine Dritten macht bessere Filme!

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              • Zitat von Karl Ranseier Beitrag anzeigen

                Wenn du behauptest, mit einer Lizenz "wie" Star Trek könnte man heutzutage auch noch anders Geld machen, muss ich dir als Spezialist halt mit Beispielen vergleichbarer Lizenzen die Perspektive geradebiegen (oder das Wunschdenken austreiben)
                Wenn es statt Besserwisserei mit, wie Du sagst, vergleichbaren "Beispielen“ einer Diskussion dient, immer gerne. - Bitte weitestgehend echte Fakten.

                Aber bevor Du loslegst ein Hinweis:
                Ich kritisierte an STO nicht eine vernachlässigte Möglichkeit der Umsatzsteigerung, sondern dass was sie beim gegenwärtigen Umsatz, der nicht so schlecht sein kann, rein inhaltlich liefern.
                Andere Online-RPG's mit Namen, aber auch ohne Film- oder Literatur-Hintergrund bedienen das besser ohne 95 % grind und Lotterie zum Inhalt zu haben.
                Fällt bös' der Bauer auf seinen Henkel, hauen sich die Schweine auf die Schenkel.

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                • Gibt es schon irgendwo Infos dazu, wann evtl. neuer Content in Bezug auf Discovery veröffentlicht wird?

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                  • Ich glaube nicht, aber schon seit letzter Woche wird ja ein ~8 Gigabyte Prepatch geladen. Irgendwas wird da sicherlich bald kommen und hoffentlich wird das mehr sein als das neue Glücksspiel-Minispiel für die Modifikatoren von Gegenständen.

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                    • Ich glaube, du hast es schon gesagt, und recht damit. Es wird wohl das neue Glücksspiel werden.

                      In dem Fall bin ich mal gespannt, wie sich das Ganze auf die Börse auswirken- und ob es einen Preisverfall bei den Waffen geben wird.

                      Und natürlich wie viel der Spaß mit dem Modifikator ungefähr kosten wird. Das Thema dürfte sicher noch für Gesprächsstoff sorgen.

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                      • Der Patch gilt wohl erstmal nur dem Jahrestagsevent. Eine neue Episode und ein ein Schiffchen benötigen wohl gerne mal so viel Gigabyte wie eine komplette Windowsinstallation
                        Mit dem Modifikatorspiel wird es sein wie mit dem Kisten-Lotte oder auch auf Upgrade-System. Brauchen tut mans nicht wirklich, aus Langeweile wird aber jeder wohl ein bisschen rumklicken um seine Waffen etwas zu optimieren, auch wenn der Effekt im niedrigen einstelligen Prozentbereich liegen wird. Die ganzen Suchtis werden hier natürlich Vollgas geben und Millionen an Dilithium verheizen. Jeder wie er kann und will, für mich was es das Spiel auf jeden Fall nicht spielenswerter.

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                        • Da hast du natürlich recht. Es braucht schon ordentlichen Content um die Spieler bei Stange zu halten.

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                          Die Discovery-Verschlusskiste und alle neuen Angebote im Lobi-Laden gibt es ab dem 23. Januar 2018 im Spiel.
                          Da bin ich mal gespannt, wann der restliche Content zu Discovery erscheint. Ich meine, da fehlen noch die Uniformen, Rüstungen und das neue Design der Klingonen, Andorianer und Tellariten. Sofern nicht alles schon mit dabei ist, heißt das.

                          Das wird dann wohl neben dem Glücksspiel auch für den ein oder anderen Cent sorgen. Die reiben sich bestimmt jetzt schon die Hände.

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