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IT/EDV in Star Trek

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  • IT/EDV in Star Trek

    Da brennt mir schon lange eine Reihe von Detailfragen auf der Zunge, die ich als Hobby- und Berufs-IT'ler (und Fanfiction-Schreiber) schon immer beantwortet haben wollte:

    Wir wissen eine Menge, über die in Sternenflottenschiffen verbaute Hardware (Sensoren, Waffen, Schilde, Umweltsysteme, etc.), aber das Thema der Software wurde immer recht stiefmütterlich behandelt. Sicher auch, weil das zu dem Zeitpunkt an dem TNG den Grundstein für die späteren Serien legte noch nicht so das große Thema war und weil IT noch ein Stück abstrakter ist, als der Rest der Physik, den Star Trek hin und wieder in leicht verdaulicher Form aufgegriffen hat.

    Aber trotzdem gibt das IMO ein interessantes Thema ab.

    Was wissen wir eigentlich (abgesehen von der oberflächlichen Eigenschaften von LCARS und der generellen Tendenz der Sternenflotte zu Terminal-Server-Architekturen) über dieses Thema?

    Und haltet ihr persönlich das für mehr oder weniger interessant, als die Behandlung von anderen technischen Systemen, die ja immer mal wieder als "Problem der Woche" auftauchten?

    Haltet ihr "Cyber-Warfare" (Kriegsführung durch Computerviren, Trojaner, etc., analog vielleicht zu nBSG) oder allgemeiner "Hacken" für eine generelle Möglichkeit im Trek-Universum?

  • #2
    Zitat von Draco90831 Beitrag anzeigen
    Was wissen wir eigentlich (abgesehen von der oberflächlichen Eigenschaften von LCARS und der generellen Tendenz der Sternenflotte zu Terminal-Server-Architekturen) über dieses Thema?
    Ich schätze, dass man da einfach auch bewusst nicht so sehr ins Detail gehen wollte. Einerseits weil sich die Computertechnologie rasend schnell weiterentwickelt und man so ganz schön ins Fettnäpfchen treten kann.

    Anderseits wohl auch, weil die die Produzenten wissen, dass die meisten Zuseher reine Anwender sind und nicht viele zumindest einen blassen Schimmer haben, was in ihrem Computer so vorgeht.

    Und haltet ihr persönlich das für mehr oder weniger interessant, als die Behandlung von anderen technischen Systemen, die ja immer mal wieder als "Problem der Woche" auftauchten?
    Computerviren als Problem in der einen oder anderen Folge hat's durchaus schon mal gegeben oder den völligen Ausfall des Hauptcomputers. Aber anderseits waren das eigentlich nie so wirklich die wirklich spannenden Folgen. Ist eben auch wenig Action dahinter, die Leute am Computer sitzen zu sehen.

    Ich hätte mir den umgekehrten Weg mehr gewünscht, nämlich dass man mal mehr nicht computerisierte Problemlösungen zu sehen bekommt. Vor allem in der TNG-Ära glaubt man, dass sich jedes Problem an Bord mit dem Umstecken von ein paar isoliniearen Chips bzw. Stäben lösen lässt. Da lobe ich mir doch Szenen, in denen Scotty mit einem großen Schraubenschlüssel durch den Maschinenraum rennt.

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    • #3
      Also wenn man sich mal Computer ? Memory Alpha, das Star Trek Wiki ansieht, gibt es mehr als genug Referenzen in ST-Episoden und -Filmen zum Thema IT/EDV.

      Wie schon gesagt, ist man absichtlich nicht ins Detail gegangen.

      Das einzige was in Star Trek sehr ins Detail geht, ist die Subraumphysik, aber auch nur weil sie rein fiktiv ist und extra für das Franchise erfunden wurde. Da konnte man sich mehr konkrete Aussagen erlauben.

      Die umfangreichsten Computer-Darstellungen finde man eh im TNG:TM, wo auch der Aufbau der LCARS-Oberflächen und die Funktion von Computersystemen in PADDs und Tricordern angerissen wurde.

      Im wesentlichen handelt es sich bei Sternenflottenraumschiffen um ein zentralisiertes System, wo es einen oder mehrere Computerkerne gibt und alle Endgeräte via Netzwerk (ODN, optisches Datennetz) oder Subraumfunk angeschlossen sind.

      Die Betriebssysteme der Endgeräte ist nur sehr rudimentär und alleine darauf ausgelegt Hauptcomputerfunktionen zu bedienen. Nur bei Tricordern gibt es ein komplexes Betriebssystem.

      Was auch immer auffällt, dass es keine Tastaturen im heutigen Sinne gibt. Die ganze Föderationssoftware ist auf reine Menüführung aufgebaut, ohne die Möglichkeit komplexer manueller Kommandoeingaben.

      Vermutlich wurde die manuelle Texteingabe vollständig von einem Sprachinterpreter ersetzt, sodass alle Texteingaben durch Spracherkennung auditiv erfolgen. Die Stimme ist sozusagen die Tastatur. Macht in einer hoch entwickelten Computertechnik auch irgendwo Sinn.
      Mein Profil bei Memory Alpha
      Treknology-Wiki

      Even logic must give way to physics. / Sogar die Logik muss sich der Physik beugen. -- Captain Spock, 2293

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      • #4
        Zitat von MFB Beitrag anzeigen
        Ich schätze, dass man da einfach auch bewusst nicht so sehr ins Detail gehen wollte. Einerseits weil sich die Computertechnologie rasend schnell weiterentwickelt und man so ganz schön ins Fettnäpfchen treten kann.
        Das kann man wohl so stehen lassen, vor allem weil man sich wirklich Mühe gegeben hat, Verweise zur aktuellen Computertechnik zu vermeiden.

        Auch wenn ich meine dass ihnen hier und da doch etwas rausgerutscht wäre, zumindest in Bezug auf Datas Speicherkapazität bin ich mir da ziemlich sicher.

        Anderseits wohl auch, weil die die Produzenten wissen, dass die meisten Zuseher reine Anwender sind und nicht viele zumindest einen blassen Schimmer haben, was in ihrem Computer so vorgeht.
        Das hat Hollywood auch nicht davon abgehalten, immer mal wieder Filme über oder mit Hackern zu machen.

        Natürlich ist das immer noch sehr amüsant anzusehen, wenn man tiefer in der Materie drin ist und eine grobe Ahnung hat, wie sowas WIRKLICH funktioniert, aber das gilt bei Star Trek ja für so ziemlich alle Sparten der Wissenschaft, die mal angeschnitten wurden.

        Ist eben auch wenig Action dahinter, die Leute am Computer sitzen zu sehen.
        Kommt drauf an, wie man das macht. Hollywood-Hacker, die eine Zeile belanglosen Code nach der anderen in den PC prügeln und dabei schön viele kryptische Begriffe über den Bildschirm scrollen, die annähernd etwas mit der IT zu tun haben, erwecken auf den unbedarften Zuschauer schon den Eindruck von "Action".

        Ich hätte mir den umgekehrten Weg mehr gewünscht, nämlich dass man mal mehr nicht computerisierte Problemlösungen zu sehen bekommt. Vor allem in der TNG-Ära glaubt man, dass sich jedes Problem an Bord mit dem Umstecken von ein paar isoliniearen Chips bzw. Stäben lösen lässt. Da lobe ich mir doch Szenen, in denen Scotty mit einem großen Schraubenschlüssel durch den Maschinenraum rennt.
        Da hast du schon ein Stück weit Recht, dieses Umstecken der Chips fand ich persönlich auch immer relativ lächerlich. Das hatte für mich etwas von "Ich löse ein Problem indem ich den Prozessor von Sockel 1 nach Sockel 2 umstecke".

        Mirpersönlich wäre es auch lieber gewesen, wenn jemand da eine Luke geöffnet hätte, jede Menge Kabel aus dem Weg geschoben und etwas grob platinenartiges komplett ersetzt hätte. Nun kann man argumentieren, dass die Isoliniearen Chips diese Platinen sind, was aber nicht erklärt, wieso dann das Umstecken von A nach B einen Erfolg erzielt.

        Zitat von McWire Beitrag anzeigen
        Die umfangreichsten Computer-Darstellungen finde man eh im TNG:TM, wo auch der Aufbau der LCARS-Oberflächen und die Funktion von Computersystemen in PADDs und Tricordern angerissen wurde.
        Das kratzt auch nur an der Oberfläche und bezieht sich in der Regel auch eher auf die Hardware. Speziell: Der Aufbau der Konsolen.

        Im wesentlichen handelt es sich bei Sternenflottenraumschiffen um ein zentralisiertes System, wo es einen oder mehrere Computerkerne gibt und alle Endgeräte via Netzwerk (ODN, optisches Datennetz) oder Subraumfunk angeschlossen sind.
        Ja, das ist mir klar, deswegen der Verweis auf Terminal-Server-Architektur.

        Wobei man sagen muss, dass das ziemlich ironisch ist. Zu der Zeit als die späteren TNG-Serien über den Bildschirm flimmerten, war diese Architektur zumindest in der freien Wirtschaft quasi obsolet, kommt aber mittlerweile in großem Stil zurück (mit so schönen Neologismen wie "Thin-Client" für das Terminal und "Cloud-Computing").

        Die Betriebssysteme der Endgeräte ist nur sehr rudimentär und alleine darauf ausgelegt Hauptcomputerfunktionen zu bedienen. Nur bei Tricordern gibt es ein komplexes Betriebssystem.
        Das hast du bei so ziemlich allen spezialisierten Geräten, die, anders als PCs, nicht alles können sollen, sondern nur einen vordefinierten Funktionsumfang haben sollen. In der Industrie findet man das ziemlich häufig.

        Was auch immer auffällt, dass es keine Tastaturen im heutigen Sinne gibt. Die ganze Föderationssoftware ist auf reine Menüführung aufgebaut, ohne die Möglichkeit komplexer manueller Kommandoeingaben.

        Vermutlich wurde die manuelle Texteingabe vollständig von einem Sprachinterpreter ersetzt, sodass alle Texteingaben durch Spracherkennung auditiv erfolgen. Die Stimme ist sozusagen die Tastatur. Macht in einer hoch entwickelten Computertechnik auch irgendwo Sinn.
        Die mangelnde Texteingabemöglichkeit ist etwas, das mich immer sehr gewurmt hat, weil es auf den zweiten Blick ziemlich unpraktisch ist. Man stelle sich vor, ein Crewman muss irgendwelche Eingaben machen, für die das normale UI nicht mehr ausreicht oder die Spracheingabe nötig ist, während der Captain auf dem Hauptschirm eine Verhandlung führt.

        Übrigens gibt es zumindest einen Beleg dafür, dass Tastaturen wohl nach Bedarf eingeblendet werden können: In Nemesis lässt Picard Troi doch eine Textnachricht zukommen, die zumindest so aussieht, als habe er sie gerade von Hand getippt.
        Dazu glaube ich kaum, dass alle Berichte und der gleichen grundsätzlich per Spracheingabe erfasst werden, sondern auch getippt werden dürften.

        Noch ein Thema, was anderswo schon angeschnitten wurde, ist die Zugangssicherheit der Computer. Sicherheitscodes sind so schäbig, dass kein aktuelles Betriebssystem sie als Passwort akzeptieren würde und selbst in Zusammenhang mit der leicht fälschbaren Stimmauthentifizierung als zweite Ebene ist das ein ziemliches Sicherheitsrisiko. Auch ist die Stimmeingabe eines Sicherheitscodes das denkbar schlechteste, was man überhaupt machen kann.

        Wäre so, als würde man in einer Firma morgens zur Anmeldung sein Passwort durch den Raum rufen.

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        • #5
          Euch ist schon bewusst das die Terminals mit LCARS individuelle Darstellungen anzeigen?
          Das bedeutet das auch spezielle Eingabefelder für Code oder Texteingaben dargestellt werden können. Der normale Anwender wird diese Speziellen eingaben für gewöhnlich nicht benötigen weshalb diese auch nicht zwingend in der Serie dargestellt werden müssen.

          Ich bin ebenfalls IT'ler und finde die Lösung so perfekt. Diejenigen die spezielle Eingaben machen müssen werden diese auch nicht mündlich machen, die werden schon ihre Eingabefelder entsprechend anpassen. Alle anderen haben an diesen Eingabefeldern schon gar nicht zu suchen da sie dadurch auch viele Fehler machen könnten.

          Da dies vermieden wird, muss auch nicht groß auf Software Probleme eingegangen werden.
          Banana?


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          • #6
            Zitat von Miles Beitrag anzeigen
            Euch ist schon bewusst das die Terminals mit LCARS individuelle Darstellungen anzeigen?
            Das bedeutet das auch spezielle Eingabefelder für Code oder Texteingaben dargestellt werden können. Der normale Anwender wird diese Speziellen eingaben für gewöhnlich nicht benötigen weshalb diese auch nicht zwingend in der Serie dargestellt werden müssen.
            Das verhält sich exakt genauso wie mit der Software der Fahrkartenautomaten.

            Man wählt aus einer vordefinierten Liste das Fahrziel und wenn es nicht drinnen steht, dann wird eine virtuelle Tastatur eingeblendet, wo man den Anfang des Ortsnamen eingeben kann, bis er automatisch erkannt wird oder das System nur noch eine kleine Auswahlliste anzeigt.

            Etwa so ähnlich wird das LCARS funktionieren, man braucht nur so viele Eingaben wie unbedingt nötig und muss Begriffe nie vollständig ausschreiben.
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            Even logic must give way to physics. / Sogar die Logik muss sich der Physik beugen. -- Captain Spock, 2293

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            • #7
              Ähnlich wie bei (meinem) Navi?
              Zwei, Drei Buchstaben eingeben - Vorschlagsliste der Straßen im Ort.
              Nur noch bestätigen - fertig, So in etwa?


              mfg

              Prix
              Ich bin der Graue / Bin Keines Freund / Keines Feind / nicht zu Kaufen / nicht zu Bitten / nicht zu Handeln / nicht zu Drohen / einfach nur der Graue.

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