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Automatisierung von Schiffen in Gefechten

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  • Automatisierung von Schiffen in Gefechten

    Aus gegebenen Anlass (in einem anderen Thread kam diese Diskussion auf) eröffne ich einen Thread über das Thema Star Trek und die Automatisierung von Schiffen in Gefechtssituationen.

    Die ST-Technologie ist hoch entwickelt. Dies gilt auch für die Computertechnologie. Lernfähige Computer mit einer beachtlichen Intelligenz sind in ST schon längst gängiger Standard.

    Das stellt sich doch die Frage, ob man wenn Flottenverbände aufeinandertreffen nicht viele von den kleineren Schiffen komplett automatisieren oder sie unter das Kommando eines Führungsschiffes stellen könnte.

    Eigentlich könnte man die Schiffe sogar vollkommen unbemannt fliegen lassen, aber das ist nicht im Interesse der VFP. Man fördert in dieser Zukunft ja den Einsatz des Menschen. Allerdings weiß ich nicht, was gegen eine Automatisierung von Schiffen in einer größeren Schlacht spricht. Klar, man kann nicht alle Schlachten vorausahnen, aber ich bin mir ziemlich sicher, dass viele der Schiffe, die wir in den DS9-Kampforgien sehen konnten, unbemannt waren.

    Nehmen wir einmal an, man hat ein Schiff, welches einen beachtliche Computerkapazität hat (z. B. ein Schiff der Galaxy-Klasse). Dieses Schiff könnte sicherlich als eine Art Zentralrechner in einer Schlacht fungieren und viele kleinere Schiffe steuern und koordinieren (z. B. Schiffe der Miranda-Klasse).

    Falls die Galaxy zerstört wird, tauschen die gänzlich unbemannten Mirandas untereinander Daten aus uns und setzen den Angriff dann fort oder ein anderes Schiff übernimmt das Kommando über die automatisierten Einheiten.

    Für notdürftige Reparaturen sollten Exocomps oder eine ähnliche Technologie genügen. Diese Methode hat den Vorteil, dass man keine Menschen gefährdet, bzw. die Anzahl der gefährdeten Personen stark begrenzt.

    Was spricht für eine Automatisierung in Gefechten?

    -keine / wenig Menschen werden gefährdet
    -höhere Reaktionsgeschwindigkeit
    -Notkraftfelder, die einen Atmosphärenverlust eindämmen sollen, kann man sich sparen, auch die Energie für die Trägheitsdämpfer kann man drosseln

    Die Gefahren sind begrenzt:

    - Computerhacks sind in ST eine Ausnahme, abgesehen davon, kann man nicht einfach so in ein fremdes System eindringen, diese Gefahr geht nur von sehr hoch entwickelten oder gut Informierten Gegnern aus

    - Zerstörung des Kommandoschiffs – unerheblich, da andere Schiffe das Kommando übernehmen oder die unbemannten Schiffe vollkommen autark werden

    - Störung der Signale – eine große Gefahr, aber die ST-Technik erlaubt ja recht sichere Kommunikation. Die hochentwickelten Schiffs-KIs werden auch Befehle eine Weile auskommen.

    Nach der Schlacht könnten menschliche Ingenieure dann das von den Exocomps notdürftig während des Kampfes geflickte Schiff wieder auf Vordermann bringen.


    Was haltet Ihr von der Idee, Schiffe in einer größeren Schlacht vollkommen zu automatisieren, bzw. sie fernzusteuern?

    Welche Risiken seht Ihr?
    "All dies könnte bloß eine aufwändige Simulation sein,
    die in einem kleinen Gerät auf jemandes Tisch läuft."
    (Jean-Luc Picard über das Wesen der Wirklichkeit)

  • #2
    Man nehme Computer M5 aus TOS und die Defiant aus DS9, kombiniere beides, gehe in Massenproduktion und man hat eine Flotte, mit der man das Dominion besiegen kann. Mit dem Material eines Borgkubus kann man locker 10.000 M5-Defiants produzieren.

    Das Hauptrisiko besteht abseits von Massenschlachten, dass KIs Fehlentscheidungen treffen oder eigensinnig handeln.

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    • #3
      Zitat von irony aka transportermalfunction Beitrag anzeigen
      Das Hauptrisiko besteht abseits von Massenschlachten, dass KIs Fehlentscheidungen treffen oder eigensinnig handeln.
      Darum hat man in meinen Szenario auch ein Kommandoschiff, welches mit Menschen bemannt ist, die die Fäden am Ende doch in der Hand behalten. Nach der Schlacht werden die automatisierten Schiffe wieder bemannt oder auf einen Kurs zur nächsten Basis geschickt. Die KI muss nicht so hoch getrimmt werden, dass sie sich selbstständig weiterentwickelt.
      "All dies könnte bloß eine aufwändige Simulation sein,
      die in einem kleinen Gerät auf jemandes Tisch läuft."
      (Jean-Luc Picard über das Wesen der Wirklichkeit)

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      • #4
        Sicherheitshalber sollte man diesen Schiffen auch nur ein Minimum an Treibstoff (Warpplasma, Antimaterie) geben, um ihren Einsatzradius auf das Schlachtfeld einzuengen, auf dem die Schiffe möglichst die Hauptlast tragen und verbraucht werden.

        Die Schiffe tun ihren Zweck, werden zerstört, und für die nächste Schlacht baut man neue Schiffe. KI-Veteranenschiffe, die irgendwann ein obskures Eigenleben entwickeln, braucht niemand.

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        • #5
          Automatisierung ist viel zu unsicher, der Feind muss bloß die Codes knacken und schwupp hat er eine ganze Flotte außer gefecht gesetzt oder setzt sie im schlimmsten falle sogar noch gegen die eigene Flotte ein.
          Today is a good day to die

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          • #6
            Zitat von Martok01 Beitrag anzeigen
            Automatisierung ist viel zu unsicher, der Feind muss bloß die Codes knacken und schwupp hat er eine ganze Flotte außer gefecht gesetzt oder setzt sie im schlimmsten falle sogar noch gegen die eigene Flotte ein.
            Das mit dem Codeknacken gab es bei M5 nicht. Der hat eine Persönlichkeit, die man nicht einfach "knacken" kann. Und es gibt genügend Beispiele, wo nur eine Entität den Captain eines Schiffes oder die Crew übernehmen muss, und dann ist das Schiff auch weg. Anfällig gegen Beeinflussung ist die Crew auch. Da gibt es keinen eindeutigen Vorteil für biologische Wesen.
            Zuletzt geändert von irony; 06.12.2010, 19:14.

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            • #7
              Ja, Codes knacken will gekonnt sein. Abgesehen davon ist das, wie schon im Eröffnungspost erwähnt, bei einer außerirdischen Software alles andere als einfach. Bei einem neuen Gegner könnte es Jahre dauern, bis man überhaupt die Grundlagen für ihre Computersysteme versteht. Die größte Gefahr durch Hacker wird von Völkern ausgehen, die schon eine gewisse (Kampf)Erfahrung im Umgang mit der VFP und eine entsprechende Technologie haben. Das wären etwa die Romulaner oder die Cardassianer. Die Klingonen werden diese Methode wohl nicht aufgreifen.
              "All dies könnte bloß eine aufwändige Simulation sein,
              die in einem kleinen Gerät auf jemandes Tisch läuft."
              (Jean-Luc Picard über das Wesen der Wirklichkeit)

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              • #8
                Die Föderation wird sein Militär sicherlich nicht der Kontrolle irgendeiner KI unterstellen. Dass selbstständige Maschinen sich früher oder später gegen den eigenen Schöpfer stellen, ist nämlich ebenso ein verbreiteter Star Trek Topos wie bspw. die negativen Konsequenzen der Gentechnik.

                Und eine Fernsteuerung fällt wegen der Störanfälligkeit weg.

                Zitat von irony
                Das mit dem Codeknacken gab es bei M5 nicht. Der hat eine Persönlichkeit, die man nicht einfach "knacken" kann.
                Ja, die Persönlichkeit eines Wahnsinnigen, nicht gerade sehr beruhigend.
                I reject your reality and substitute my own! (Adam Savage)

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                • #9
                  Zitat von KennerderEpisoden Beitrag anzeigen
                  Ja, die Persönlichkeit eines Wahnsinnigen, nicht gerade sehr beruhigend.
                  In diesem Falle war M5 geprägt von Daystrom. Vermutlich ließe sich auch ein M5 mit den Gedankenmustern von Geordi LaForge oder sonst jemandem konstruieren.

                  Was die KI-Feindlichkeit von Star Trek angeht, stimme ich dir zu. Aber letztlich, wenn die Existenz der Föd auf dem Spiel steht, werden auch computergesteuerte unbemannte Kampfschiffe eingesetzt, für die man keine Lebenserhaltung usw. benötigt, wo man also volle Energie auf die Waffen usw. geben kann.

                  Von den in http://www.scifi-forum.de/science-fi...mputer-m5.html diskutierten Möglichkeiten halte ich M5 immer noch für am effizientesten.

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                  • #10
                    Interessant Idee.

                    Aber Dieses Kommandoschiff wäre dann immer das Primärziel einer Schlacht.
                    Sei es nun, das dieses Schiff zerstört würde, oder die Kommunikation gestört wird.

                    Weiterhin hat man, wenn die Schiffe unbemannt sind, die Möglichkeit schneller ein Schiff aufzugeben, oder Kamikaze Einsätze zu fliegen. Die Materialschlacht wäre extrem. Diese Schiffe würden dann nur als Waffe gebraucht, und dienen nicht mehr der Forschung.
                    "Wir können den Wind nicht ändern, aber wir können die Segel richtig setzen"

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                    • #11
                      Zitat von Master Chief Beitrag anzeigen
                      Aber Dieses Kommandoschiff wäre dann immer das Primärziel einer Schlacht.
                      Nicht unbedingt.

                      Seine Zerstörung wäre nicht weiter schlimm, da ja andere Schiffe in der Nähe seine Funktion übernehmen könnten. Bei einer Raumschlacht mit vielen hundert Schiffen wird schon ein anderes, rechenstarkes Schiff da sein.

                      Andernfalls schalten die unbemannten Schiffen ganz auf Automatik um. Abgesehen davon muss man ja erst einmal rausbekommen, welches Schiff denn das Kommando hat. Bei vielen Schiffen, die womöglich allesamt Signale senden, kann das schwierig werden.
                      "All dies könnte bloß eine aufwändige Simulation sein,
                      die in einem kleinen Gerät auf jemandes Tisch läuft."
                      (Jean-Luc Picard über das Wesen der Wirklichkeit)

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                      • #12
                        Du musst bedenken, Föderationsschiffe sind nicht nur für den Kampf ausgelegt sondern waren hauptsäche für die Forschung ausgelegt. Selbst Schiffstypen die seit dem Borgkrieg und den Dominionkrieg schwerpunktmäßig auf Kampf lagen besitzen im begrenzten Maße Forschungspotenzial.

                        Zudem ist die Förderation nicht auf Massenproduktion ausgelegt, damit man sinnlos seine Schiffe in Schlachten verheizt, sei es durch Kamikazemanöver oder K.I. die nicht so unwillkürlich reagiert wie eine menschliche Crew, auch wenn die K.I. eine Persönlichkeit besitzt wird sie immer vorhersehbar sein.

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                        • #13
                          Zitat von Hansiato Beitrag anzeigen
                          Zudem ist die Förderation nicht auf Massenproduktion ausgelegt, damit man sinnlos seine Schiffe in Schlachten verheizt
                          Tatsächlich hat man aber im Dominionkrieg völlig sinnlos Forschungsschiffe verheizt, so wie man auch die für die Führung von Raumschiffen und zur Forschung ausgebildeten Offiziere völlig sinnlos in Schlafanzügen als Bodentruppen verheizt hat.

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                          • #14
                            Zitat von irony aka transportermalfunction Beitrag anzeigen
                            Tatsächlich hat man aber im Dominionkrieg völlig sinnlos Forschungsschiffe verheizt, so wie man auch die für die Führung von Raumschiffen und zur Forschung ausgebildeten Offiziere völlig sinnlos in Schlafanzügen als Bodentruppen verheizt hat.
                            Desweiteren hat die Förderation auch deswegen so hohe Verluste erlitten. Auch wenn sich ein Krieg vllt im vorraus abgezeichnet hat. So viele kampferfahrene Offiziere und Schiffe die nur auf Kampf gerüstet sind gab es zu diesen Zeitpunkt nicht.

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                            • #15
                              Zitat von Hansiato Beitrag anzeigen
                              Desweiteren hat die Förderation auch deswegen so hohe Verluste erlitten. Auch wenn sich ein Krieg vllt im vorraus abgezeichnet hat. So viele kampferfahrene Offiziere und Schiffe die nur auf Kampf gerüstet sind gab es zu diesen Zeitpunkt nicht.
                              In der TNG-Folge "Die Waffenhändler" gab es ja diese Flugdinger. Davon hätte die Föd ein paar Tausend kaufen sollen. Die konnten Raumschiffe ebenso bekämpfen wie Bodentruppen

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