Ankündigung

Einklappen
Keine Ankündigung bisher.

Der Charaktere-Reboot (Spoilers ST I + II)

Einklappen
X
  • Filter
  • Zeit
  • Anzeigen
Alles löschen
neue Beiträge

  • Der Charaktere-Reboot (Spoilers ST I + II)

    Nach zwei Filmen im JJ-Verse kristallisieren sich die neuen Charaktere nun immer deutlicher heraus. Doch wie sehr können sie sich mit den Originalen messen? Machen wir Inventur:

    Spock: Zacherys Spock fühlt sich grundlegend falsch an. Spock war bei aller Logik immer eine sehr warme, freundschaftliche Person. Ja, er hat den Doc gerne mal mit dessen Unlogik aufgezogen, jedoch doch stets neckerisch, mit Augenzwinkern (im Gegensatz zu McCoy, der gegenüber Spock öfters die Grenze zur Gemeinheit überschritt). Mit seinen überlegenen Fähigkeiten prallte er nicht, er bracht sie höchstens trocken zum Ausdruck, wenn es die Situation verlange (etwa seine Computerkenntnisse bei der Installation von M5).
    Der neue Spock ist kalt, gemein und überheblich. Bereits im ersten Teil reibt er es der vulkanischen Wissenschaftsakademie unter die Nase, dass diese nicht gut genug für ihn ist; der zweite Teil beginnt damit, dass er Pike mit seinen angeblich so überragenden rhetorischen Fähigkeiten aufzieht. Er genießt es offenkundig, den Anderen intellektuell überlegen zu sein. Auf der anderen Seite ist er auch ein regelfetischistischer Karrierist, der seine Freunde verpfeift und immer mal wieder unkontrollierbare Wutausbrüche erlebt. Vielleicht kann man den neuen Spock ja im nächsten Film irgendwie mit Deltastrahlen oder so verschrumpeln, so dass Nimoy wieder übernehmen kann. Lennard, wir brauchen dich!

    Kirk: Unterscheidet sich ebenfalls deutlich vom Original. Der alte Kirk strahlte Autorität und Reife aus, während der neue Kirk ein gedankenloser Draufgänger mit Gottkomplex ist. Ich finde hier jedoch, dass der alte Kirk durchaus aus den jungen Kirk hervorgehen kann. Der junge Kirk hat einfach noch keine Autorität, sondern muss sich erst noch gegenüber der ganzen Star Trek-Welt beweisen. Es braucht noch einschneidende Erlebnisse, um die Gefahren von zu viel Waghalsigkeit zu erfahren und diese entsprechen zurückzufahren(der zweite Film geht ja in die Richtung). Es braucht noch ein paar Jahre bis der Captain so saturiert ist, dass er nur noch voller Alphamännchen-Stolz seinen Mädchen zulächelt, statt sie wie ein überdosierter Teenager anzuspringen.

    McCoy: Da gibts nichts zu meckern, außer dass man seinen Metapherneinsatz wirklich ein bisschen zurücknehmen sollte, damit er nicht in Richtung Karkikatur abdriftet. Vom Triumvirat gewiss die authentischte Neuauflage.

    Der Rest: Hat in der Serie nie eine große Rolle gespielt, daher finde ich die Änderungen hier auch irrelevant. Diskussionen wie die, ob Uhura noch "schwarz genug" sei, kann ich daher nicht viel abgewinnen. Der neue Nebencast ist energetisch und macht Spaß. Einziger Kritikpunkt: ein comic relief reicht, man braucht mit Scotty und Chekov nicht zwei. Weil ich Peggs Scotty zum Schießen komisch finde, sollte man den jungen Russen ruhig den Heldentod sterben lassen ("Kiptin Kiptin, ein Strahlungsleck!").

    Mein Fazit lautet also 2,5 von 4 Punkte. 0 Punkte für Spock (sorry), einen halben Punkt für Kirk, 1 Punkt für Pille und 1 Punkt für die Nebenrollen. Wie lautet nach nunmehr 2 Filmen das generelle Fazit zu der neuen Enterprise-Crew?
    I reject your reality and substitute my own! (Adam Savage)

  • #2
    Zitat von KennerderEpisoden Beitrag anzeigen
    Der neue Spock ist kalt, gemein und überheblich. Bereits im ersten Teil reibt er es der vulkanischen Wissenschaftsakademie unter die Nase, dass diese nicht gut genug für ihn ist; der zweite Teil beginnt damit, dass er Pike mit seinen angeblich so überragenden rhetorischen Fähigkeiten aufzieht. Er genießt es offenkundig, den Anderen intellektuell überlegen zu sein. Auf der anderen Seite ist er auch ein regelfetischistischer Karrierist, der seine Freunde verpfeift und immer mal wieder unkontrollierbare Wutausbrüche erlebt. Vielleicht kann man den neuen Spock ja im nächsten Film irgendwie mit Deltastrahlen oder so verschrumpeln, so dass Nimoy wieder übernehmen kann. Lennard, wir brauchen dich!
    Also da muss ich dir unrecht geben. Zachary kann nichts dafür, wenn ihn das Drehbuch keine solchen Momente gibt wie Nimoy sie hatte. Hoffe sehr, dass dies im dritten Film noch etwas heraussticht. Als neuen Spock finde ich ihn schauspielerisch sehr gut. Ihm fehlt zwar noch die herablassende, humoristische Art von Nimoy, mit der er die Rolle füllte, aber das ist nicht so schlimm.

    Zu Kirk: Warum gibts du ihm nur einen halben Punkt? Klar, er ist nicht Shatner und kann die Rolle nicht 1 zu 1 übernehmen. Jedoch macht er sich, frei von Shatners Angewohnheiten, als Kirk sehr gut! Erfahrung braucht er auf jeden Fall noch, das ist klar, als Schauspieler aber ist er einfach super. Kirk ist noch jung und unerfahren, kommt aber besser als ein König über die Enterprise.

    McCoy finde ich auch gut. Nur leider kommt er mir manchmal etwas zu übertrieben vor. Ja, McCoy ist pessimistisch und herablassend, jedoch hat er in TOS nicht fast permanent eine hassmiene vor sich hergeschoben.

    Der Rest macht imo seine Rolle auch sehr gut. Simon Pegg ist eigentlich nicht zu übertreffen, Uhura sollte etwas mehr Einsatz bekommen und nicht nur besorgt dastehen, Saldana hat das einfach verdient. Sulu finde ich sogar besser als Takei, aber mehr Einsatz sollte auch er bekommen. Aber auf Chekov will ich eigentlich nicht verzichten, er macht seinen Job gut und hat als 18-Jähriger auf der Enterprise viel zu tun. Zu Carol Marcus kann man nach einem Film noch nicht viel sagen, jedoch sollte auch sie mehr Einsatz bekommen, und unnötige Szenen sollte sie verweigern


    Fazit:
    Kirk: 3.5 von 4 Punkten
    Spock: 3 Pkt
    McCoy: 2.5 Pkt
    Scotty: volle Punktzahl
    Uhura: 3 Pkt
    Sulu: volle Punktzahl
    Tchekov: 3 Pkt
    Carol Marcus: 3.5 Pkt

    Kommentar


    • #3
      Generell würde ich sagen, kann man die Charaktere noch nicht wirklich direkt miteinander vergleichen, weil sie ja auch in unterschiedlichen Altersphasen dargestellt werden....

      In der neuen Zeitlinie sind sie alle einfach um einiges jünger, unerfahrener und unreifer als in TOS. Von dem her passen Kirk und Spock sehr gut mit ihrem noch teilweise rebellischen Wesen.

      McCoy ist mir deutlich zu mürrisch, da frag ich mich immer: Wenn er so wenig Bock auf Weltraum hat, was macht er dann da? Aber auch da kann es sein, dass er mit der Zeit erst lernen wird, sein neues Berufsumfeld zu schätzen.

      Sulu und Chekov sind 1A gelungen!!!! Sehr sehr schöne Charaktere, Sulu gefällt mir noch besser als in TOS, sein Charakter ist runder.

      Uhura finde ich zwiespältig. Auf der einen Seite freut es mich, dass ihre Rolle viel verantwortungsvoller und vielfältiger geworden ist, sie wirkt tougher, kompetenter und cleverer als in TOS, auf der anderen Seite stört mich ihr Tussen-Verhalten, wenn es um Spock geht. Menno, sie wußte doch, dass sie sich mit einem Halb-Vulkanier einließ, warum meckert sie dann herum, dass er sich wie einer verhält? Dieses "Du-liebst-mich-nicht-genug-"Verhalten finde ich eher nervig und passt nicht in ihre berufliche Kompetenz.

      Scotty ist erste Sahne!!! Da gibt es gar nix!

      Und von den Schauspielern her sind alle durch die Bank weg erstklassig besetzt. Die Optik ist rundherum gelungen, es könnten durchweg jüngere Ausgaben der TOS-Schauspieler sein, wenn man von so Nebensächlichkeiten wie McCoys und Chekovs Augenfarbe und Chekovs Haarfarbe absieht.

      Kommentar


      • #4
        Ja, man sollte wirklich berücksichtigen, dass die Leute wirklich noch ein paar Jahre jünger und unerfahrener sind, als die klassischen Helden aus TOS. Spock war in seinen jungen Jahren auch noch nicht so gefestigt (siehe hierzu auch die ersten paar TOS-Folgen, in denen Leonard Nimoy noch am Charakter feilte, was inzwischen als Teil der Entwicklung dieses Charakters angesehen wird). Ich bin ganz sicher, dass der Ablauf, wie Spock zur Sternenflotte kam und sich mit seinem Vater überworfen hat, auch genauso im alten Universum stattgefunden hat. Die Darstellung des neuen Spocks weicht daher natürlich stark von jenen des alten Spocks in den späteren Jahren auf der Enterprise ab, aber die Darstellung von Zachary Quinto und unter Beachtung der der veränderten Umstände im neuen Universum (z.B. dass die Enterprise später fertiggestellt wurde und Spock daher Gelegenheit hatte, Uhura in jungen Jahren schon kennenzulernen oder Spocks großer Verlust im 11. Film) machen das für mich absolut plausibel und Quinto bringt das auch gut rüber.

        Auch Kirk finde ich wirklich gut. Im seinem zweiten Film hat Chris Pine Kirk sogar noch ein bisschen mehr verinnerlicht als noch im ersten, vor allem als er nach Admiral Pikes Tod echte Wut zeigt. Da hätte man trotz Nahaufnahme von Pines Gesicht meinen können, man sehe da einen jungen William Shatner. Aber Pine hat auch im ersten Film schon tolle Arbeit geleistet und einen jungen, ungestümen Kirk dargestellt. Genauso wie es sein sollte und wie Kirk auch im alten Universum - trotz dort vorhandener Vaterfigur in seiner Kindheit - beschrieben wurde. Im 12. Film macht Kirk endgültig den Sprung nach vorne zum verdienten Captain indem er demonstriert, dass er für Schiff und Crew bereit ist, das größtmögliche persönliche Opfer zu erbringen.

        McCoy ist McCoy, da braucht man nicht viel sagen. Karl Urban scheint wahrhaft von DeForest Kelleys Geist beseelt zu sein und nimmt im neuen Universum genau die Rolle ein, die er auch im alten Universum hatte. Ein bisschen öfter mit Spock dürfte er noch interagieren.

        Simon Peggs Scotty ist großartig! Ganz anders interpretiert als Chris Doohans Scotty und trotzdem ... irgendwie fühlt sich das einfach richtig an. Die Darstellung ist zwar eine andere, die Persönlichkeit dahinter passt aber immer noch und wer weiß, was ein ausgedehntes Exil auf einem Eisplaneten mit einem wenn dann nur einsilbig sprechenden Assistenten aus dem Original-Scotty gemacht hätte.

        Der Rest der Charaktere war in TOS mehr oder weniger "Kaderergänzung", die haben eigentlich in den zwei neuen Filmen schon fast genausoviel zu tun gehabt, wie in allen TOS-Episoden zusammen.

        Punkte will ich jetzt nicht vergeben, ein Vergleich der Charaktere ist aufgrund der veränderten Lebensumstände der Charaktere schwierig, aber generell finde ich, sind die Persönlichkeiten allgemein wirklich gut getroffen bzw. - was bei einer Alternativwelt-Story sogar noch wichtiger ist - gut vom Original abgeleitet. Speziell bei den "vier Großen" habe ich da wirklich nichts auszusetzen, auch weil sie von tollen Schauspielern verkörpert werden.

        Kommentar


        • #5
          Zitat von Planck Beitrag anzeigen
          Zu Kirk: Warum gibts du ihm nur einen halben Punkt? Klar, er ist nicht Shatner und kann die Rolle nicht 1 zu 1 übernehmen. Jedoch macht er sich, frei von Shatners Angewohnheiten, als Kirk sehr gut! Erfahrung braucht er auf jeden Fall noch, das ist klar, als Schauspieler aber ist er einfach super. Kirk ist noch jung und unerfahren, kommt aber besser als ein König über die Enterprise.
          Das ist mehr eine Frage des Drehbuchs. Zwar stimme ich insofern zu, dass der alte Kirk durchaus aus dem neuen Kirk hervorgehen könnte, nur würde man dem neuen Kirk niemals ein Kommando geben und selbst in Comic-Trek kriegt bzw. behällt er das ja nur, weil "Papa" Pike ihn bevorzugt.

          Trotzdem mag ich den neuen Kirk eigentlich ganz gerne, und Bones natürlich auch. Wer mir allerdings auf die Nerven geht, ist Scotty. Der hat mir schon im ersten Teil nicht so wahnsinnig gefallen und hier jetzt wieder nicht. Humor geht auch anders.
          I am altering the movie. Pray I don't alter it any further.

          - George Lucas

          Kommentar


          • #6
            Zitat von KennerderEpisoden Beitrag anzeigen
            Der neue Spock ist kalt, gemein und überheblich. Bereits im ersten Teil reibt er es der vulkanischen Wissenschaftsakademie unter die Nase, dass diese nicht gut genug für ihn ist
            Das ist so dermaßen falsch, guck dir die Szene lieber nochmal an.
            Die Vorsitzende der Akademie beledigt in dieser Szene praktisch Spocks Familie, mit seinem Ausdruck das es Spock doch trotz seines "Nachteils" in die Akademie geschafft hat und der Erklärung das damit seine menschliche Mutter gemeint ist.
            Spock lehnt daraufhin die Position dankend ab und geht lieber zur Sternenflotte.

            Spock war ja überrascht das er den Posten doch bekommen hat, sieht man in dieser
            Szene ja gut an seinem Gesichtsausdruck, wär die Akademie nicht gut genug gewesen hätte er sich doch dort nie beworben.
            Erst als der Satz zu seiner Mutter fiel hat er es sich dann anders überlegt.

            Der neue Spock ist halt menschlicher als der alte und durch seine Verluste ist er nicht mehr wirklich mit dem alten zu vergleichen, evtl. wird er durch die nächsten Filme so aber bisher ist er eher eine Neuinterpretation.

            Beim Rest der Charaktere kann ich Dir zustimmen, sehe ich praktisch genauso.

            Kommentar


            • #7
              Es hängt auch wieder sehr sehr viel an der Synchronisation und an deren Stimmen - leider schaffen es die Verantwortlichen auch dieses Mal nicht, die Nuancen mit in die deutsche Übersetzung zu nehmen.

              Es scheint, als würden die Synchronsprecher Star Trek nicht gut genug kennen. Na na, was will man erwarten? Die werden nicht so viel für die Sprechrollen bekommen, als dass man von ihnen erwarten dürfte, sich auch mit dem ganzen ST-Universum auseinanderzusetzen.

              Auch wenn welche jetzt wieder stöhnen mögen: Im Originial klingt es alles runder und für uns versöhnlicher.

              Kommentar


              • #8
                Mit Kirk konnte ich mich beim 09er-Film kaum anfreunden, da dieser mir zu arrogant rüberkam. Bei "Star Trek Into Darkness" gibt es jedoch einen Quantensprung nach vorne und ich nehme Pine den jungen Shatner sehr gut ab. Insgesamt wurde der Charakter weitaus sympathischer.

                Etwas was ich vom neuen Spock nicht sagen kann. War dieser im 09er-Film ein A-Loch, ist er es auch bei "Into Darkness". Eben das Verpfeifen von Kirk usw. Allerdings dürfte das wirklich eher am Drehbuch liegen. Gut geschrieben, könnte Quinto vielleicht einen tollen Spock abgeben.

                Urban ist McCoy, da gibt es nichts zu rütteln und sehe ich kaum Unterschiede zu DeForrest Kelley. Die neue toughere Uhura gefällt mir sicherlich besser als das Original. Den neuen Scotty finde ich auch sehr komisch. Sulu und Chekov sind weiterhin eher Stichwortgeber, aber das passt schon.

                Kommentar


                • #9
                  Pine und Urban - bei beiden gibt es für mich nix zu meckern. Besonders Pine; mancher Gesichtsausdruck war soooo Young Shatner, direkt gruselig. Auch das Draufgängertum, ohne sich vordergründig um Normen zu scheren, als Voraussetzung für die spätere Charakterreifung paßt. "Pille" muffelt bevorzugt Spock an, der humoristische Unterton fehlt mir da noch, aber kann ja noch werden.

                  Quinto ist o.k., wenngleich ich bei widerholtem Sehen den ketzerischen Gedanken nicht los werde, daß der Besetzungstausch "Khan" - "Spock" mir wohl besser gefallen hätte. Bezüglich Ausdrucksstärke mit minimalem Aufwand hat Cumberbatch mehr zu bieten, das wäre Spock angemessener gewesen, als der 180° Wechsel von Quinto zwischen totaler Ausrdruckslosigkeit und emotionalen Ausrastern. Ist mir zu krass. Die freundschaftlichen Kabbeleien mit dem Doc fehlen, aber da kommt ja die 5-Jahres-Mission, bei der sich das alles noch entwickeln kann.

                  Uhura und Sulu sind anders, aber kann ich mit leben. "Keptin" Chekov nervt ein bißchen, aber gut. Daß er aber bei all seiner Brillianz seinen holperigen Dialekt nicht wegkriegt, bringt mich ins Grübeln.

                  Wen ich schwach finde, obwohl die Figur gut dargestellt wird, und wer mir wirklich Akzeptanzprobleme macht, ist Scotty. Der wechselt von einem bodenständigen, professionellen, zuverlässigen Ingenieur und Techniker zu einem ADHS-Kid mit Kuscheltier im Schlepptau. Zum "alten Scotty" kann ich überhaupt keine Verbindung erkennen. Dieser Typ "verrückter Wissenschaftler zwischen Genie und Wahnsinn" hat in der Nähe eines Warpkernes nix verloren. Siehe die Geschichte mit Archers verschwundenem Hund...

                  Kommentar


                  • #10
                    Zitat von Danilo Lenz Beitrag anzeigen
                    Auch wenn welche jetzt wieder stöhnen mögen: Im Originial klingt es alles runder und für uns versöhnlicher.
                    Wie so oft



                    Kirk - Hat mir schon in ST09 sehr gut gefallen und auch im neuen Film bekommt dieser die volle Punktzahl von mir. Man sollte auch berücksichtigen,dass Kirk in der originalen Zeitline erst mit 32 Jahren das Kommando über die Enterprise kriegt. In der alternativen Zeitlinie ist er gerade mal 25 Jahre alt und in diesen sieben Jahren tut sich ein Charakter noch entwickeln. Aber Kirk ist Kirk

                    McCoy - Auch hier gibt es nichts zu meckern. Urban spielt die Rolle überzeugend und war mir direkt sympatisch.

                    Spock - Der neue Spock wirkt mir zu künstlich und ist zu streng/arrogant. Aber auch hier sollte man bedenken, was er schon alles miterleben musste. Wenn er in der Zukunft vielleicht etwas lockerer wird , dann kann er ein guter Spock2 werden. Leonard Nimoy ist und bleibt aber der einzig wahre Spock.

                    Uhura- Die neue Uhura gefällt mir sogar besser wie die alte. Ich hoffe nur, dass sie im nächsten Film etwas weniger Liebeskummer haben wird und mehr die starke Powerfrau sein wird.

                    Sulu - Hat mir schon in ST09 gut gefallen und im STID sogar noch besser. Als er kurz das Kommando hatte war er selbstsicher und strahlte Autorität aus. Auch hier finde ich den neuen Sulu besser wie den alten.

                    Scotty - Der neue Scotty ist leider zu sehr der Clown geworden. Ich hoffe, dass der Humor in der Zukunft runtergeschraubt wird.

                    Checkov - War im ersten Film ok, aber in STID wirkte er wie ein Trottel. Auch bei ihm sollte der Humor etwas runterschraubt werden.

                    Ps. Wir sollte uns ein Punktesystem einigen (6/6, 10/10, 5/5, 4/4 oder auch 9/9 habe ich hier im Forum schon gesehen)

                    Kommentar


                    • #11
                      Ich vergebe gerne Punkte, wenn wir ein einheitliches System bekommen.

                      Kommentar


                      • #12
                        Ich finde ja, dass einige Figuren, die ich in STXI nicht so dolle fand, in STXII in meiner Gunst gestiegen sind, während einige, die ich in STXI gut fand, in STXII eher eine etwas schwächlichere Figur gemacht haben. Das liegt in den meisten Fällen aber nicht direkt am Schauspieler, sondern mehr an den Autoren.

                        Kirk:
                        Chris Pine ist von eben gesagtem vielleicht die Ausnahme. In STXI fand ich ihn schon sehr unterhaltsam, aber nicht immer "shatneresk", wenn ich das mal so sagen darf. In STXII hat er wieder mehr vom jungen Shatner. Die Kombination aus beidem macht's, denn STXI und STXII zeigen zusammen sehr schön, wie aus Chris Pines Kirk irgendwann Shatners Kirk werden könnte.

                        Spock:
                        Zachary Quinto wurde gerade im Vorfeld von STXI immer wieder als DER Coup gehandelt. Dass er es nicht geworden ist, liegt zum einen an Leonard Nimoy, zum anderen an den Autoren. Leonard Nimoy ist vermutlich DIE TOS-Ikone schlechthin, auf deren Spiel die Basis eines ganzen Volkes geschaffen wurde, welches untrennbar mit ST verbunden ist. Dabei ist Zachary Quinto auch kein schlechter Spock. Die Autoren haben es aber gerade in STXII verpasst, ihm auch mal Szenen zu geben, die begründen, wieso Kirk eigentlich mit ihm befreundet sein möchte. In STXI, als die beiden erst zusammenfinden mussten, fand ich das wesentlich besser gelöst, obwohl es in STXII sehr ähnlich gelöst wurde.

                        McCoy:
                        Über Karl Urbans Schauspiel brauchen wir uns nicht zu unterhalten. Das sieht stellenweise aus wie geklont. Aber in STXI hatte er deutlich mehr Szenen, in denen er das ausspielen konnte, da sein Charakter auch Sätze sagte, die man vom alten McCoy so gewohnt war. In STXII ist er a) irgendwie für mich zu sehr im Hintergrund und b) etwas zu sehr auf blumige Metaphern reduziert, wenn er denn mal was sagt.

                        Uhura:
                        Ein Vergleich der beiden Uhuras gestaltet sich merkwürdig. Trotz aller damaligen Neuheiten - erste schwarze Frau in der Führungscrew usw. - war sie in den 60ern halt eine Frau der 60er. Bei der neuen Uhura wird immer wieder darauf hingewiesen, wie viel tougher sie doch sei. Leider wird dieses Bild, das in STXI noch so schön gezeichnet wird, ohne Uhura direkt zum "hübscheren Männerklischee" zu machen, in STXII etwas zerstört, wo sie zwar auch ihre "toughen" Szenen hat, aber vor allem durch Emo-Nörgelei und Beleidigtsein auffällt. Im Prinzip steht die neue Uhura in der Tradition der alten: Es wird irgendwie so getan, als würde man da einen Schuss Frauenemanzipation in ST reinstecken, aber im Endeffekt bedient man sich doch wieder nur der Frauenklischees.

                        Scotty:
                        Scotty ist dann der eine Charakter, der durch STXII deutlich gewinnt. Nicht falsch verstehen: Ich fand ihn auch schon in STXI witzig, vor allem mit seinem kleinen "Kumpanen". Aber er war mir zu weit vom richtigen Scotty entfernt. In STXII ist er das zwar immer noch... aber irgendwie ist er dennoch Scotty. Es ist ganz merkwürdig: Gerade, weil Simon Pegg nicht so spielt wie James Doohan, konnte er Doohans Rolle für sich perfekt vereinnahmen. Das, was ich also bei Karl Urban so toll finde, hat Simon Pegg gar nicht und dennoch neige ich dazu, beide auf eine Stufe zu stellen.

                        Sulu:
                        Vielleicht hat auch Sulu durch STXII etwas gewonnen. Die Szene, als er kurz mal Captain der Ex... äh, Enterprise sein darf, ist möglicherweise die coolste Szene vom neuen Sulu. Viele Verbindungen zu George Takeis Sulu findet man dann nicht, aber wenn man ehrlich ist, gab es da auch nicht viel, was man hätte verbinden können.

                        Chekov:
                        Ich bin ja ein Fan von Walter Koenig... dank B5. In ST war er in den Filmen (insbesondere STIV) besser als der neue, in der Serie dafür unauffälliger. Mehr als ein Stichwortgeber, der manchmal hektisch rumzappelt, damit man ihn als Charakter erkennt, ist er für mich nicht...
                        Was unterscheidet einen Pferdeschwanz von einer Krawatte? - Der Pferdeschwanz verdeckt das Ar***loch ganz.

                        Für alle, die Mathe mögen

                        Kommentar


                        • #13
                          Kirk:
                          Pine mimt den Weltraumcowboy, einem derartigen Draufgänger das Flaggschiff der Flotte anzuvertrauen ist absurd. Aber er ist fesch und bringt sein Macho Gehabe souverän an den Mann, das kommt beim Publikum an.

                          Spock:
                          Quintos Interpretation mag ich grundsätzlich. Nimoy zu kopieren wäre sinnlos, ich finde ihn gelungen.

                          Bones:
                          Ein muskulöser Actiondarsteller (Herr der Ringe, Riddick) wird zum Doktor, seine Gags sind vorhersehbar. Eine Karikatur der Originalbesetzung.

                          Scotty:
                          Gut gecastet, mir persönlich zu aufdringlich, sein süsser kleiner Freund ist auf jeden Fall ein Blickfang, wie der die Akademie geschafft hat bleibt ein Rätsel.

                          Uhura:
                          Sie wird zu Spocks Geliebten degradiert, was aber bereits in anderen Threads thematisiert wurde.

                          Sulu:
                          Hatte bis jetzt noch nicht wirklich die Möglichkeit sich zu präsentieren, wobei er einmal kurz Captain spielen durfte, what a moment. Ich bleibe neutral.

                          Chekov:
                          Der Steuerman als tollpatschiger Aushilfs-Chefingenieur, ach wie lustig. Schade um Yelchin, ein toller Schauspieler, Schuster bleib bei deinen Leisten!

                          Unterm Strich bleibt für mich nur Z.Quinto als interessante Neuintepretation.
                          Zuletzt geändert von textor; 02.06.2013, 18:38.
                          "Unveräußerliche... Menschenrechte … Schon allein das Wort ist rassistisch!"
                          Azetbur

                          Kommentar


                          • #14
                            Spock: Zacherys Spock fühlt sich grundlegend falsch an. Spock war bei aller Logik immer eine sehr warme, freundschaftliche Person. Ja, er hat den Doc gerne mal mit dessen Unlogik aufgezogen, jedoch doch stets neckerisch, mit Augenzwinkern (im Gegensatz zu McCoy, der gegenüber Spock öfters die Grenze zur Gemeinheit überschritt). Mit seinen überlegenen Fähigkeiten prallte er nicht, er bracht sie höchstens trocken zum Ausdruck, wenn es die Situation verlange (etwa seine Computerkenntnisse bei der Installation von M5).
                            Der neue Spock ist kalt, gemein und überheblich.

                            Dein Subjektiver Eindruck. Emotional war Spock im Origanal wesentlich kälter, aber das er überheblich und gemein sei ist schlicht nicht richtig oder ein Subjektiver Eindruck.

                            btw ist es mir neu das die Charakter komplette Abziebilder der TOS Crew sein müssen.

                            Kommentar


                            • #15
                              Ich war vor 2 Wochen in Star Trek Into Darkness und mir ist aufgefallen,dass man manche Charaktere besser wiedererkannt hat als andere.

                              Ich persönlich finde,man konnte Pille (im neuen Film gespielt von Karl Urban,in den alten von DeForest Kelley) am Besten wiedererkennen. Hier nochmal ein ganz großes Lob an Karl Urban,da er nicht nur den Charakter von Dr. Mccoy, sondern auch De Kelley´s Mimik sehr gut und orginalgetreu übernahm.

                              Dagegen tat ich mir schwer den orginal Spock (Leonard Nimoy) im den neuen Spock (Zachary Quinto) wiederzuerkennen.

                              Chris Pines Darstellung von Captain Kirk fand ich mittemäßig. An manchen Stellen erkannte man den orginal Kirk (William Shatner) wieder,an anderen nicht.

                              Simon Pegg als Scotty fand ich auch mittelmäßig-sehr gut. Ich meine ,dass der orginal James Doohan Scotty, bei der Arbeit ein wenig ernsthafter war und auch sonst mehr witzig und weniger albern rüberkam.

                              Die neue Uhura (Zoe Saldana) war meiner Meinung nach im Orginal (Nichelle Nichols) Diven hafter.

                              Sulu (John Cho) sah man selten im Film,aber an den Stellen an denen man ihn sah kam er sehr gut an George Takei ran.

                              Chekov (Anton Yelchin) war weniger unsicher im Orginal aber ansonsten kommt der neue Chekov recht gut an Walter Koenig ran.

                              Ich möchte noch hinzufügen, dass natürlich keiner der neuen Besetzung so nah an das Orginal rankommt wie eben das Orginal. Aber meiner Meinung nach kam Karl Urban am Besten an den Orginal Pille ran.

                              Ich fand den Film insgesamt sehr sehenswert.

                              - - - Aktualisiert - - -

                              Spock: Zacherys Spock fühlt sich grundlegend falsch an. Spock war bei aller Logik immer eine sehr warme, freundschaftliche Person. Ja, er hat den Doc gerne mal mit dessen Unlogik aufgezogen, jedoch doch stets neckerisch, mit Augenzwinkern (im Gegensatz zu McCoy, der gegenüber Spock öfters die Grenze zur Gemeinheit überschritt). Mit seinen überlegenen Fähigkeiten prallte er nicht, er bracht sie höchstens trocken zum Ausdruck, wenn es die Situation verlange (etwa seine Computerkenntnisse bei der Installation von M5).
                              Der neue Spock ist kalt, gemein und überheblich. Bereits im ersten Teil reibt er es der vulkanischen Wissenschaftsakademie unter die Nase, dass diese nicht gut genug für ihn ist; der zweite Teil beginnt damit, dass er Pike mit seinen angeblich so überragenden rhetorischen Fähigkeiten aufzieht. Er genießt es offenkundig, den Anderen intellektuell überlegen zu sein. Auf der anderen Seite ist er auch ein regelfetischistischer Karrierist, der seine Freunde verpfeift und immer mal wieder unkontrollierbare Wutausbrüche erlebt. Vielleicht kann man den neuen Spock ja im nächsten Film irgendwie mit Deltastrahlen oder so verschrumpeln, so dass Nimoy wieder übernehmen kann. Lennard, wir brauchen dich!
                              Da stimme ich dir vollkommen zu.

                              Kommentar

                              Lädt...
                              X