Ankündigung

Einklappen
Keine Ankündigung bisher.

Der Canon Status von DSC

Einklappen
X
  • Filter
  • Zeit
  • Anzeigen
Alles löschen
neue Beiträge

  • Der Canon Status von DSC

    Um hier nicht den Design-Thread mit zu viel Off-Topic zuzuspamen, dacht ich mir, eröffne ich mal einen eigenen Thread zu dem Thema.

    Offiziell spielt DSC in der Prime Zeitlinie und ist somit ein Prequel zu TOS, TNG, DS9, VOY und die Kinofilme 1 bis 10. Die Prime Linie wurde, soweit ich weiß, deshalb gewählt, weil Paramount und nicht CBS die Rechte an der Kelvin Linie hat und man wollte sich mit einem völligen Reboot nicht zu viele Alt-Fans verglauen. Im Endeffekt haben sich die Macher aber dann trotzdem ganz und gar nicht an die bisherigen Vorgaben gehalten (siehe Schiffs-Design, Holo-Schirme und -Displays, das Klingonen-Aussehen usw.).

    Nach der gängiger Canon-Regel ist Onscreen Canon. Produzentenaussagen gelten nicht, da sonst TAS und ST5 auch nicht Canon wären (beiden wurde der Status von Gene Roddenberry entzogen), trotzdem aber nehmen spätere Produktionen Bezug auf sie. Sprich die offiziellen Beteuerungen der Macher, dass DSC im Prime Universum spielt, können von Fans getrost ignoriert werden und man muss sich nicht mehr so viel über die vielen Kontinuitätsbrüche ärgern.

    Ist DSC nun als völliges Reboot zu betrachten? Zu einem gewissen Teil sicher, da man eben nicht die Rechte an der Kelvin Linie hat. Andererseits, solange man Onscreen dem nicht widerspricht (etwa ne Zeitreise zu Picard und Co in Prime oder ein Auftritt der Prime Enterprise), gibt es noch das Hintertürchen, dass es eben doch zur Kelvin-Linie gehört, man es nur nicht sagen darf. Meiner Meinung nach passt DSC sehr gut zu dieser. Die Serie spielt zeitlich nach der Zerstörung der selbigen. Wie wir aus den JJ-Filmen wissen, hat Neros Eingreifen zu einer verstärkten Expansions-Politik der Sternenflotte und zu einer "moderner wirkenden" Technologie geführt. Beides sehen wir in DSC. Auch die Klingonen dürften so irgendwie statt ihrem bekannten TOS-Design bzw ihrem alten ENT-Design "verformt" worden sein und ihre Haare verloren haben (siehe Design in STID und DSC)
    36
    Sehe DSC als völliges Reboot an
    41.67%
    15
    Sehe DSC als vollwertigen Teil der Prime Zeitlinie an
    47.22%
    17
    DSC spielt in meinen Augen in der Kelvin Zeitlinie
    11.11%
    4

  • #2
    Zitat von HanSolo Beitrag anzeigen
    Nach der gängiger Canon-Regel ist Onscreen Canon. Produzentenaussagen gelten nicht, da sonst TAS und ST5 auch nicht Canon wären (beiden wurde der Status von Gene Roddenberry entzogen), trotzdem aber nehmen spätere Produktionen Bezug auf sie. Sprich die offiziellen Beteuerungen der Macher, dass DSC im Prime Universum spielt, können von Fans getrost ignoriert werden und man muss sich nicht mehr so viel über die vielen Kontinuitätsbrüche ärgern.
    Versteh ich nicht. Du schreibst doch selbst "Nach der gängiger Canon-Regel ist Onscreen Canon". Damit ist die Sache doch eigentlich klar. Es ist genau so Canon wie TAS und ST5.

    Selbst wenn man also die "Beteuerungen der Macher" ignoriert, ist der erste Satz des Zitates nur schwer zu widerlegen.

    Kommentar


    • #3
      Kelvin-Timeline kann man von vornherein ausschließen, da wird CBS nichts vom Kuchen an Paramount abgeben, insofern kann man diese Antwort-Möglichkeit gleich wieder streichen. (Sucht man einen Widerspruch zwischen DSC und der neuen Zeitlinie - abgesehen von dem, dass trotz gegenteiliger Meinungen die Ästhetik von DSC meiner Meinung nach auch mit der Kelvin-Timeline nicht so recht hinkommt - so muss man nur den im Pilotfilm auf das verwendete Sternzeitformat achten.)

      Die Frage ist eher: Ist DSC nur ein visueller Reboot oder auch ein inhaltlicher Reboot in Bezug auf die Prime-Timeline. Visuell sieht es ganz danach aus. Was die Handlung angeht, muss man abwarten.

      EDIT: Hier in diesem Thread ist wieder Aufpassen angesagt, damit nicht wieder die Begriffe "Canon" und "Kontinuität" durcheinander kommen. Natürlich ist DSC Canon. Aber abhängig davon, ob es in einer eigenen Kontinuität angesiedelt ist (inhaltlich und/oder visuell) ist die Auswirkung auf den restlichen Canon. Was kann man mischen, was nicht.

      Kommentar


      • #4
        Zitat von riepichiep Beitrag anzeigen
        Versteh ich nicht. Du schreibst doch selbst "Nach der gängiger Canon-Regel ist Onscreen Canon". Damit ist die Sache doch eigentlich klar. Es ist genau so Canon wie TAS und ST5.
        Seit den JJ-Filmen gibt es allerdings 2 Zeitlinien (Prime und Kelvin). Sprich es kann etwas "Canon" sein, ohne dass es im Prime Universum spielt. IMO ein Hintertürchen, wodurch die ganzen Kontinuitätsbrüche für mich als Fan leichter zu ertragen sind. Sonst müsste ich mich bei jeder Folge nur aufregen, dass es Hinten bis Vorne nicht zu dem bisher Gezeigten passt.


        Zitat von MFB Beitrag anzeigen
        Kelvin-Timeline kann man von vornherein ausschließen, da wird CBS nichts vom Kuchen an Paramount abgeben, insofern kann man diese Antwort-Möglichkeit gleich wieder streichen.
        Auch wenn die Macher nur nicht die Rechte dafür haben, müssen sie diesem noch lange nicht widersprechen. OFFIZIELL dürfen sie natürlich nicht dazu gehören bzw sich nicht auf die JJ-Filme berufen (deshalb heißt es von offizieller Seite sets, DSC wäre in Prime angesiedelt). Da der Auslöser der Kelvin-Zeitlinie allerdings in Prime stattfand, existiert diese auch in DSC.

        Kommentar


        • #5
          Zitat von HanSolo Beitrag anzeigen

          Seit den JJ-Filmen gibt es allerdings 2 Zeitlinien (Prime und Kelvin). Sprich es kann etwas "Canon" sein, ohne dass es im Prime Universum spielt
          Danke für die Aufklärung! Seit der TNG-Folge "Parallelen" wissen wir, dass es bei Star Trek unendlich viele Zeitlinien gibt. Vielleicht spielt DSC auch in einer der dort gezeigten Versionen?
          Zuletzt geändert von riepichiep; 03.10.2017, 18:21.

          Kommentar


          • #6
            Zitat von riepichiep Beitrag anzeigen

            Danke für die Aufklärung! Seit der TNG-Folge "Parallelen" gibt es übrigens unendlich viele Zeitlinien. Vielleicht spielt DSC auch in einer der dort gezeigten Versionen?
            Die gab es auch schon vorher.

            Aber ansonsten: Nix mit Canon.
            Republicans hate ducklings!

            Kommentar


            • #7
              Sehe ich nicht so strickt. Das Aussehen der Klingonen variiert von Jahrzehnt zu Jahrzehnt und wurde erst 2005 in ENT erklärt.

              Hologramme gibt es ja in der Realität auch. Wieso dann nicht in 200 Jahren. Außerdem gibt es Technologien, die nicht funktionieren und später wieder neu und verbessert auftauchen. Kann ja hier auch sein. Außerdem habe und will ich mich mit dem Gedanken, dass Romolus und Vulkan zerstört werden/wurden nicht anfreunden. Das Schiffdesign beruht auf Konzepten aus Phase II und ST1. Also wenn das nicht canonisch ist ...

              Bisschen weniger kritisch sein und einfach annehmen.

              Kommentar


              • #8
                Kann man das Optische (den optischen Vergleich) nicht einfach ignorieren und dennoch STD genießen? Also ich kann das sehr gut, egal welche ST Serie oder Film ich mir anschaue ...

                Froh bin ich nur das sie bei STD nicht solchen Käse wie in den neuen Kinofilmen beim Maschinenraum-Design gemacht haben. Hatte da eher die Optik einer Bierbrauerei und nicht die eines Maschinenraums.
                "...To boldly go where no man has gone before."
                ...BASED UPON "STARTREK" CREATED BY GENE RODDENBERRY...

                Kommentar


                • #9
                  Zumindest kann jeder Fan für sich entscheiden, was zum persönlichen Kanon gehört oder eben nicht. Was die Kontinuität betrifft, so sehe ich bisher noch keine echten Widersprüche zum Prime-Universum. Design- und inhaltliche Änderungen/ Updates sind nicht neu (Klingonen, Trill, ENT,...), VOY hat die Eugenischen Kriege ignoriert, gilt aber trotzdem nicht als Reboot...

                  Das mit den Holo-Schirmen ist kein Fehler, darauf bin ich im Thread zu Foge 2 eingegangen, wäre auch absurd, FTL-Flüge, Beamen usw., aber Hologramme sollen unmöglich sein?

                  Kommentar


                  • #10
                    es liest sich hier so als wäre es für cbs erstrebenswert die rechte an der kelvin-zeitlinie zu haben, dabei hat cbs so viel mehr!
                    das Momentum ist hier auf seiten von dsc, nicht den filmen.
                    die ära wurde definitv modern aufpoliert, aber wir haben erst 3 folgen gesehen. da kann sich noch was entwickeln, wie bei den klingonen in ENT.

                    Kommentar


                    • #11
                      Was die Zeitlinie betrifft is DSC eindeutig ein vollwertiger Teil der Prime Zeitlinie, kein Reboot und kein Kelvin-Universum (das kann man in Würde sterben lassen).

                      Was sollen jetzt die Argumente dagegen sein? Dass die Klingonen anders aussehen? Natürlich, tun sie in jeder Serie. Wer 'ne Erklärung braucht, der bastele sich halt eine, so wie man es bislang bereits für Klingonen und Romulaner getan hat.

                      Dass das Schiff nicht aussieht wie in den 60'er Jahren? Fordert das ernsthaft jemand?

                      Dass es technische Änderungen gab? Das kommt auf die Fähigkeiten des Schiffes an. Wenn man plötzlich an einem Tag mit Warp durch die Galaxie reisen könnte, dann wäre das ein Bruch, der mich stören wurde (wobei es so etwas von TOS zu TNG auch schon gab). Hologramme sind aber eine einfache optische Spielerei, die früher halt produktionstechnisch nicht machtbar oder praktikabel war. In TNG hat man in den ersten Staffeln Hologramme benutzt und dann plötzlich nicht mehr. Braucht es dafür jetzt wirklich eine canonische Erklärung (Q spielt an der Zeitlinie rum o.Ä)?

                      Canon ist es ebenfalls, sofern nicht irgendwann eingeführt wird, dass wir nur eine Holodecksimulation sehen, in der die Anfänge der Föderation beleuchtet werden (wie beim Serienende von Enterprise).
                      I reject your reality and substitute my own! (Adam Savage)

                      Kommentar


                      • #12

                        Es sind nicht doch ein, zwei, drei Argumente, an denen sich das zu einem Stichtag nach drei Folgen entscheidet, sondern ich habe den Eindruck, dass sich die Autoren selbst nicht drum scheren. Die machen da ihr Ding und kopieren das, was sie für erfolgreiches Fernsehen halten und der Rest interessiert sie nicht. Zumal das mit fortlaufender Folgenanzahl sicherlich nicht besser wird.

                        Diese Bootcamp/Nordkorea Sternenflotte, die es da zu sehen gibt, die mag sich mit irgendwelchem klein/klein a la "in Folge 123 von TNG hat man xy gesehen" zurechterklären, wer will, ich bring das nicht unter einen Hut. Und wie gesagt, es hat auch niemand von den Verantwortlichen ernsthaft die Absicht, da irgendwas zusammenzubringen. Das ist ganz klar ein funktionaler Reboot und mit den Beteuerungen wird man ja nur an der Nase herumgeführt.

                        Zitat von TomiS
                        Bisschen weniger kritisch sein und einfach annehmen.
                        Wenn man es für einen Reboot hält, dann hat man doch am allerwenigsten zu kritisieren, oder nicht?

                        Das Klingonendesign z.B. finde ich an sich hässlich und nervig und nicht nur deshalb, weil sie "anders" aussehen.
                        Republicans hate ducklings!

                        Kommentar


                        • #13
                          Zitat von HanSolo Beitrag anzeigen
                          ... Ist DSC nun als völliges Reboot zu betrachten? ...
                          Klar. Was denn sonst? Mit den bisherigen ST Serien und Filmen hat das wenig bis gar nichts zu tun. Der alte oder Prime-Kanon wurde ja auch schon mehrfach verletzt und wir sind erst bei Episode 3 angekommen!

                          Ein kleines Land kann nicht mit einem großen wetteifern, wenige nicht mit vielen; die Schwachen nicht mit den Starken.

                          - Mencius

                          Kommentar


                          • #14
                            Ich sehe eigentlich, abgesehen von der Optik, keinen Reboot. Die Serie spielt in der Prime-Timeline und wird sich da entsprechend einfügen. Dafür geben sich die Macher viel zu viel Mühe.

                            Wie gut sich die Serie einfügen wird muss sich noch zeigen. Aber das können wir, im Gegensatz zu ENT damals, erst beurteilen, wenn wir mehr gesehen haben von der Serie.

                            Noch haben die Autoren alle Möglichkeiten ihre Geschichte so zu erzählen, dass es passt.
                            "The Light — It's Always Been There. It'll Guide You."
                            Reviews, Artikel, Empfehlungen oder Podcasts von mir zu verschiedenen Themen aus der Popkultur könnt ihr auf Schundkritik.de finden.

                            Kommentar


                            • #15
                              Also für mich stellt Discovery ein Reboot von Star Trek dar.

                              Klar, wir haben die Aussage, dass man in der klassischen Zeitlinie spielen würde, aber das ist für mich eher ein Lippenbekenntnis, um die teilweise immer noch sehr aktiven Altfans nicht komplett zu vergraulen. Ähnlich wie man damals bei Star Trek 2009 nicht den Mumm hatte, das Star Trek Universum komplett zu rebooten, sondern es über Old Spock eben doch mit dem alten Universum verbunden hat.

                              Natürlich bedeutet ein Reboot jetzt nicht, dass man alles komplett neu macht. Auch bei so einem Neustart kann man sich der alten Motive bedienen und etablierte Charaktere verwenden, aber man ist eben nicht mehr unbedingt an alle bisherigen Vorgaben und Konventionen gebunden.

                              Und für meinen Geschmack hat man jetzt bei Discovery zu viel anders gemacht, als das sich die Serie jetzt noch "10 Jahre vor Kirk" in der klassischen Zeitlinie einordnen ließe. Das fängt schon bei der Ausstattung an. So sind die Uniformen eben komplett anders (Dunkelblau mit goldenen oder silbernen Streifen) und keine sanfte Modernisierung der bekannten Dreifarbigfkeit. Genau das hat man meiner Meinung nach bei JJ-Trek eigentlich gut hinbekommen.

                              Dann die Technik und die Ausstattung. Klar, die 60er Jahre Brücke will keiner mehr, aber das nun verwendete Design ist doch wieder zu modern geraten, als das man darin ein optisch angepasstes TOS erkennen könnte.

                              Zu den Klingonen könnte man Seiten schreiben, hier nur ein paar Dinge. Wenn man versucht hätte, die bisheringen Vorgaben einzuhalten hätte man die klassischen Stirnhöcker bringen müssen, dazu eine große Gruppe menschlicher Klingonen und die bekannten Kampf-Uniformen. Hat man eben nicht gemacht, man hat sein eigenes Ding durchgezogen.

                              Dann haben wir da noch das Verhalten der Sternenflotten-Charaktere. Diese sind einfach zu verkrampft oder zu sinister für die bekannte Sternenflotte aus Kirks Zeiten.

                              Daher sehe ich in Discovery gesamt gesehen bis jetzt eine Neuinterpretation von Star Trek dar. Mit dieser Prämisse kann ich die Serie viel besser genießen, anstatt jetzt Woche für Woche die Kanonbrüche zu archivieren oder immer wieder auf Neue den Versucht zu unternehmen, Discovery irgendwo in den bestehenden Canon zu integrieren.

                              Meine Antwort bei der Umfrage hier ist entsprechend ausgefallen.

                              Kommentar

                              Lädt...
                              X