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Warum ist Jake so normal gelieben?

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  • Warum ist Jake so normal gelieben?

    Normalerweise werden Kinder in Star Trek ja als superintelligente Nervensägen, welche ständig das Schiff retten (oder in Gefahr bringen), dargestellt.

    Jake hingegen ist ein normales Kind, welches eine normale Entwicklung zum Erwachsenen durchmacht. Dabe ist er der Sohn des Abgesanten der Propheten, der wichtigsten religiösen Figur im Glauben der Bajoraner. Das soll keinen Einfluss auf den Charakter von Jake gehabt haben. Und Abgesante stehen an jeder Straßenecke.

    Die Position des Abgesanten kann mon mit der Messias in der christlichen Religion vergleichen. Und dann stelle man sich die folgende Situation vor: Die Kirche erklärt den eigenen Vater zum wiedergeborden Messias. Wie würde man dann wohl reagieren? Bestimmt nicht so wie Jake, der den Status senes Vaters gar nicht zur Kenntniss nimmt. Jeder halbwegs normale Teenager würde hier den Versuch unternehmen, diese auszunutzen. Wieso ist Jake dann so normal gelieben?

  • #2
    Das aus ihm nicht ein Wunderknappe wie Wesley wurde, lag wohl an den Erfahrungen der Produzenten aus TNG, da Wesley ja nicht wirklich gut ankam, da hat man Jake dann halt ein bißchen normaler gestaltet.

    Der Vergleich mit der christlichen Kirche hingt ein wenig, da es nicht Jakes Religion ist, in der sein Vater der Messias wird. Und da wird es für ihn zu Anfang wohl nicht so real gewesen sein.
    Später, zu den Zeiten des Dominion Krieges, macht er es sich ja schon zu Nutze, in dem er auf der DS9 bleibt und sich durch den Rang seines Vaters schützt.

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    • #3
      Also Jake ist doch wirklich sympathisch, wobei ich Wesley auch nicht wirklich nervig finde.
      Viel mehr nervt mich da schon diese dämliche Naomi!

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      • #4
        @Leto: Wie hätte sich denn deiner Meinung nach Jake verhalten sollen, nur weil er der Sohn des Abgesandten ist?

        Jake hat damit nie Probleme gehabt, er hat das kein einziges Mal rausgekehrt, höchstens, als das Dominion und die Cardassianer DS9 übernommen haben. Da blieb Jake absichtlich auf der Station, um als Reporter tätig zu sein, und meinte, man würde ihm schon nichts tun, da er der Sohn des Abgesandten sei (und sich das Dominion mit den Bajoranern gut stellen wollte).

        Sein Vater selbst war nicht sonderlich beeinflußt von der Rolle, die ihm übertragen worden war. Sisko war eher widerwillig der Abgesandte. Warum hätte sein Sohn damit dann Aufhebens machen sollen?

        Ich bin froh darüber, daß Jake eine ganz normale Kindheit und Jugend hatte. Einen zweiten Wesley oder, noch schlimmer, eine zweite Naomi Wildman hätts absolut nicht gebraucht!

        Ich fands auch gut, daß er nicht zur Sternenflotte wollte, sondern lieber Schriftsteller werden. Das Gute an Jake war, daß er eben ganz "normal" war ! Und deswegen auch sympathisch.

        Und ich denke mal, wäre Jake tatsächlich ausgeflippt, weil er einen "besonderen Status" hat, hätte sein Dad ihn schon auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt !
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        • #5
          Ich denke Jakes Situation wurde eher schwieriger als sein Vater der Abgesandte wurde. Vorher war er nur sein Dad, aber ab diesem Zeitpunkt musste er ihn sich mit dem gesamten Bajoranischen Volk teilen. Am Ende kann er nur zuschauen wie Benjamin zu den Propheten geht und seinen Sohn zurücklässt.
          Desweiteren gibt es etwa noch solche Ereignisse zu bestehen, wie sie in 5x10 "Rapture" auftauchen, als Sisko diese Visionen bekommt nachdem er B'hala entdeckte. Da hatte Jake die schwierige Entscheidung zu treffen, ob er seinen Vater diesen Visionen überlässt, wie es u.a. Kai Winn vorschlägt, oder ob Bashir ihn behandeln soll. Vielleicht hätte man diese Religionsführer vs. Vater im Verlauf der Serie sogar noch mehr Bedeutung verleihen sollen. Es hätte da sicherlich noch interessante Geschichten zu erzählen gegeben.
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          • #6
            Jake ist ein guter Junge, auch wenn er ein Dummkopf ist!

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            • #7
              Zitat von Style
              Jake ist ein guter Junge, auch wenn er ein Dummkopf ist!
              Style, es wär nicht schlecht, wenn du dich mal etwas ausführlicher zum Thema äußern würdest. So ein simpler Einzeiler macht doch nun wirklich keinen guten Eindruck oder?


              Zum Thema selbst:
              Ich denke Jake blieb so normal, weil es einfach in die Handlung von DS9 gepasst hat. Ein Junge wie Wesley oder ein Mädchen wie Naomi, die auf einem Sternenflottenschiff aufwachsen, haben meist keine andere Chance, als sich mit Wissenschaft oder Technik auf dem Raumschiff zu befassen.
              Bei DS9 hatte man jedoch die Möglichkeit einen ganz normalen Jungen darzustellen, da es auch Möglichkeiten gab, diesen in eine Story einzufügen. Daher gabs bei DS9 ja sicherlich auch noch Nog, damit Jake sozusagen neun Freund an die Seite bekam.
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              • #8
                Auffallend ist trotzdem, dass man wie bei Wesley auch bei Jake diese Abneigung gegen eine Sternenflottenkarriere "eingebaut" hat.
                Auch wenn das bei Wesley erst spät kam und Jake von vorneherein nicht zur Sternenflotte wollte, aber trotzdem. Man wollte wiedereinmal verhindern, dass der Sohn/Protege eines Starfleet Captains in den Dienst der Sternenflotte geht.

                Huch, da fällt mir ein, dass auch Kirks Sohn nicht wirklich viel für die Sternenflotte übrig hat.
                Das Schicksal beschütz Kinder, Narren und Schiffe namens Enterprise

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                • #9
                  Zitat von Steve Coal
                  Auffallend ist trotzdem, dass man wie bei Wesley auch bei Jake diese Abneigung gegen eine Sternenflottenkarriere "eingebaut" hat.
                  Auch wenn das bei Wesley erst spät kam und Jake von vorneherein nicht zur Sternenflotte wollte, aber trotzdem. Man wollte wiedereinmal verhindern, dass der Sohn/Protege eines Starfleet Captains in den Dienst der Sternenflotte geht.

                  Huch, da fällt mir ein, dass auch Kirks Sohn nicht wirklich viel für die Sternenflotte übrig hat.
                  Naja, ich denke, dass das für den Plot vielleicht interessantere Wendungen ergeben kann. Wenn Jake z.B. unbedingt auch zur Sternenflotte gewollt hätte, dann hätte er wohl seinen Vater immer als Vorbild nehmen müssen und irgendwie stelle ich mir das nicht sehr spannend vor, wenn man Jake immer sieht, wie er seinen Vater nachzuahmen versucht.
                  Dadurch, dass sich entschloss Schriftsteller zu werden, anstatt zur Sternenflotte zu gehen, hatte man doch einiges an Handlungsspielraum. Jake musste sich ja erstmal bewusst werden, dass er bisher immer nur vorgab zur Sternenflotte zu wollen, weil sein Vater das so von ihm erwartete hatte und dann musste er seinem Vater das irgendwie beibringen, dass er einen anderen Weg einschlagen will.

                  Von den storytechnischen Vorteilen dieser Entwicklung mal abgesehen, kann ich auch ganz gut verstehen, wieso Jake nicht Sternenflottenoffizier werden wollte. Wenn man sich überlegt, dass er sein ganzen Leben auf Schiffen, Planeten, Raumstationen, oder wo sonst sein Vater gerade eingesetzt wurde, verbrachte und dadurch den Starfleetalltag hautnah mitbekam, kann ich mir vorstellen, dass man ein gutes Bild über diesen Beruf bekommt und irgendwie die Faszination auch verloren geht und man möchte auch gerne andere Erfahrungen machen und schaut sich daher nach etwas anderem um. Außerdem will man sich als Kind ja auch irgendwie von seinen Eltern abheben und geht auch deshalb vielleicht schon in eine ganz andere Richtung.

                  Die Entwicklung bei Wesley, dass er später auch nicht mehr so ein Sternenflottenfan gewesen ist, fand ich ehrlich gesagt auch etwas übertrieben. Zwar ist nachvollziehbar, dass ihn bewogen haben konnte die Karriere aufzugeben nach dem Vorfall in der Akademie, aber eigentlich kommt es mir mehr so vor, dass die Produzenten dachten:" Lass uns doch Wesley zurückbringen und lass uns ihn diesmal richtig böse machen."
                  Zwar gibt es in dieser Folge, wo Wesley zurückkehrt schon einige nachvollziehbare Gründe für seinen Schritt, aber ist er in Nemesis nicht wieder als Offizier zu sehen? Also, irgendwie passt das nicht richtig zusammen.

                  Bei DS9, habe ich das Gefühl, sind die Charakterentwicklungen zum Teil doch besser geplant und ausgeführt worden.

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                  • #10
                    Zitat von Geordie
                    ...., aber ist er in Nemesis nicht wieder als Offizier zu sehen? Also, irgendwie passt das nicht richtig zusammen.
                    Ja ist er - aber irgendwie auch nicht.
                    Er trägt eine Galauniform, das stimmt.
                    Aber es wurde oft bemängelt, dass dies ein dicker Filmfehler ist.
                    Denn er ist defakto aus der Akademie draussen!
                    Nur da hat man wohl irgendwie nicht so ganz aufgepasst.
                    Ich wüsste nicht, dass irgendwo mal erwähnt wird, dass er doch wieder der Sternenflotte beigetreten ist.
                    Das Schicksal beschütz Kinder, Narren und Schiffe namens Enterprise

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                    • #11
                      Zitat von Leto
                      Normalerweise werden Kinder in Star Trek ja als superintelligente Nervensägen, welche ständig das Schiff retten (oder in Gefahr bringen), dargestellt.

                      Jake hingegen ist ein normales Kind, welches eine normale Entwicklung zum Erwachsenen durchmacht. Dabe ist er der Sohn des Abgesanten der Propheten, der wichtigsten religiösen Figur im Glauben der Bajoraner. Das soll keinen Einfluss auf den Charakter von Jake gehabt haben. Und Abgesante stehen an jeder Straßenecke.

                      Die Position des Abgesanten kann mon mit der Messias in der christlichen Religion vergleichen. Und dann stelle man sich die folgende Situation vor: Die Kirche erklärt den eigenen Vater zum wiedergeborden Messias. Wie würde man dann wohl reagieren? Bestimmt nicht so wie Jake, der den Status senes Vaters gar nicht zur Kenntniss nimmt. Jeder halbwegs normale Teenager würde hier den Versuch unternehmen, diese auszunutzen. Wieso ist Jake dann so normal gelieben?
                      Der Hauptunterschied zwischen den beiden Fällen liegt wohl darin, dass Jake erstens mit seinem Vater auf einer Raumstation lebt, in der bajoranische Kultur nur eine von vielen ist und die menschliche Kultur sehr präsent ist. Somit ist der Einfluss des Status, den sein Vater bei den Bajoranern hat, sehr gering.

                      Zum anderen hat dieser Status für ihn selbst keine Bedeutung, weil er nun mal selbst kein Bajoraner ist.
                      Star Trek XI ist doof -.-

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                      • #12
                        Das Jake so normal geblieben ist liegt zum Teil sicherlich auch an seiner Freundschaft zu Nog.
                        Er hat sich halt lieber mit dem Ferengi rumgetrieben als zu lernen und so unnormal intelligent wie Wesley zu werden, der in einigen TNG-Folgen ja sogar Data in den Schatten gestellt hat.
                        "Es ist etwas weit, weit Besseres, was ich tue, als was ich je getan habe, und es ist eine weit, weit bessere Ruhe, der ich entgegen gehe, als ich je gekannt habe."

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                        • #13
                          Zitat von Steve Coal
                          Ja ist er - aber irgendwie auch nicht.
                          Er trägt eine Galauniform, das stimmt.
                          Aber es wurde oft bemängelt, dass dies ein dicker Filmfehler ist.
                          Denn er ist defakto aus der Akademie draussen!
                          Nur da hat man wohl irgendwie nicht so ganz aufgepasst.
                          Ich wüsste nicht, dass irgendwo mal erwähnt wird, dass er doch wieder der Sternenflotte beigetreten ist.
                          Defacto ist Wesley Crusher "Fähnrich senior grade ehrenhalber A.D." auch ohne Sternenflottenakademie, sodass er das Recht hat bei diversen Anlässen Uniform zu tragen.

                          (Aber das ist ein anderes Thema).

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