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Wie können Jem'Hadar von White-Abhängigkeit loskommen?

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  • Wie können Jem'Hadar von White-Abhängigkeit loskommen?

    Ich lese gerade die Avatar-Bücher von S.D. Perry und da kommt auch wieder ein Jem'Hadar vor, der von Ketracel (bzw. Tetracel) White nicht mehr abhängig ist. In der Serie kam ja auch der ein oder andere vor, der nicht mehr vom White abhängig ist.
    Was aber außerdem immer wieder über die Jem'Hadar ausgesagt wird, ist dass das Ketracel White der einzige Stoff ist, den der Stoffwechsel der Jem'Hadar braucht. Sie brauchen keine Vitamine, keine Spurenelemente, keine Eiweiße, sie müssen überhaupt nichts essen und überhaupt nichts trinken. Daraus ergeben sich für mich doch zwei Sachen:

    1. Sind die Jem'Hadar weit weniger von irgendwas abhängig als wir Menschen. Es ist keine psychosomatische Droge, von denen man sie irgendwie abgewöhnen kann, es ist das einzige, was ihren Körper am laufen hält. Verglichen damit sind doch wir Menschen die Abhängigen. Wenn wir eine Weile lang kein Vitamin C bekommen, kriegen wir ja schon Skorbut! Aber neben Vitamin C brauchen wir noch alle möglichen anderen Sachen. Und natürlich Schlaf.

    2. Wenn das White wirklich das einzige ist, was ein normaler Jem'Hadar zu sich nimmt, wie ist es dann überhaupt möglich, es ihm abzugewöhnen? Ich meine, er bekommt ja kein Ersatzenzym in den Hals gepumpt, nein nein, wir sehen ja, dass die Jem'Hadar, die vom White losgekommen sind, überhaupt keinen Schlauch mehr zu ihrem Hals haben.
    Daraus ergibt sich doch, dass ihr Stoffwechsel dann grundsätzlich anders funktionieren muss. Aber wie kann bitteschön ein Stoffwechsel sich auf einmal grundlegend ändern? Wo gibt es denn sowas?
    Was haben sie denn überhaupt für einen Verdauungstrakt? Gibt es das irgendwo vergleichbar in unserer Welt, dass ein Verdauungstrakt mehrere Jahre am Stück vollkommen inaktiv war und dann plötzlich loslegt? Soweit ich weiß, haben selbst Bettlägrige, welche am Tropf hängen, trotzdem noch ein ganz kleines bisschen Verdauung.

    Gibt es da noch nähere Erklärungen zu, ist das absichtlich so vage geblieben oder haben sich die Autoren da nicht weiter Gedanken drüber gemacht?

  • #2
    Zitat von MetalManni Beitrag anzeigen

    1. Sind die Jem'Hadar weit weniger von irgendwas abhängig als wir Menschen. Es ist keine psychosomatische Droge, von denen man sie irgendwie abgewöhnen kann, es ist das einzige, was ihren Körper am laufen hält. Verglichen damit sind doch wir Menschen die Abhängigen. Wenn wir eine Weile lang kein Vitamin C bekommen, kriegen wir ja schon Skorbut! Aber neben Vitamin C brauchen wir noch alle möglichen anderen Sachen. Und natürlich Schlaf.
    Menschen sind weit weniger abhängig als Jem'Hadar. Sie können sich nämlich frei aussuchen, wie sie ihre Nahrung zusammenstellen wollen und können zur Not auch längere Zeit ohne auskommen. Zudem sind Menschen nur von ihren natürlichen Bedürnissen abhängig und nicht von einem bestimmten Menschen, der die Freigabe von Nahrungsmittel an Treuepflichten knüpft. Man stelle sich stattdessen vor, der Mensch bräuchte nur bestimmte genmodifizierte Äpfel essen. Diese Äpfel kommen in der Natur nicht vor, können nicht alleine angebaut oder erworben werden, und ihre einzige Quelle ist jemand, der sie im Austausch für Sklavendienste übergibt. Wäre dieser Mensch weniger abhängig als der, der sich auf gewöhnliche Art und Weise ernährt?

    2. Wenn das White wirklich das einzige ist, was ein normaler Jem'Hadar zu sich nimmt, wie ist es dann überhaupt möglich, es ihm abzugewöhnen? Ich meine, er bekommt ja kein Ersatzenzym in den Hals gepumpt, nein nein, wir sehen ja, dass die Jem'Hadar, die vom White losgekommen sind, überhaupt keinen Schlauch mehr zu ihrem Hals haben.
    Daraus ergibt sich doch, dass ihr Stoffwechsel dann grundsätzlich anders funktionieren muss. Aber wie kann bitteschön ein Stoffwechsel sich auf einmal grundlegend ändern? Wo gibt es denn sowas?
    Ja, das ist schon komisch. Man könnte meinen ein Jem'Hadar, der sich vom White lösen könnte, müsste dafür verhungern. Vielleicht gibt es doch bestimmte Stoffe, die der Jem'Hadar neben dem White benötigt und die die Aufnahme konventioneller Nahrungsmittel erforderlich machen. Ein Jem'Hadar-Äquivalent zu Vitaminen vielleicht; Stoffe die nur selten und in kleinen Mengen gebraucht werden und die der Körper gut speichern kann. Die Aussage des einen Jem'Hadars, das White sei alles, was sie bräuchten, würde dadurch zumindest nicht völlig verwässert.
    I reject your reality and substitute my own! (Adam Savage)

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    • #3
      Zitat von KennerderEpisoden Beitrag anzeigen
      [...]

      Ja, das ist schon komisch. Man könnte meinen ein Jem'Hadar, der sich vom White lösen könnte, müsste dafür verhungern. Vielleicht gibt es doch bestimmte Stoffe, die der Jem'Hadar neben dem White benötigt und die die Aufnahme konventioneller Nahrungsmittel erforderlich machen. Ein Jem'Hadar-Äquivalent zu Vitaminen vielleicht; Stoffe die nur selten und in kleinen Mengen gebraucht werden und die der Körper gut speichern kann. Die Aussage des einen Jem'Hadars, das White sei alles, was sie bräuchten, würde dadurch zumindest nicht völlig verwässert.
      Die simple Aussage eines Süchtigen, würde ich sagen.
      Wenn man einen Heroin-Abhängigen fragt was er zum leben braucht, wird er auch zu 99% sagen, dass Heroin alles ist was er braucht. Natürlich braucht er auch noch Wasser und Nahrung um den Körper einigermaßen in Funktion zu halten, aber das Bedürfnis nach dem Gift überschreibt in dem Augenblick der Aussage einfach alles andere.
      A life is like a garden. Perfect moments can be had, but not preserved, except in memory. LLAP
      Last Tweet of Leonard Nimoy

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      • #4
        Ketracel-White (kurz White) ist eine Droge von welcher die Jem'Hadar abhängig sind, da ihnen ein wichtiges Enzym fehlt. Die weiße Flüssigkeit, die über einen Schlauch in den Hals verabreicht wird, besteht zum Teil aus Yridium-Bicantizin. Außerdem enthält das White alle Nährstoffe, die die Jem'Hadar benötigen, sodass sie nicht zu essen brauchen. Ketracel-White ? Memory Alpha, das Star Trek Wiki
        So.. also nahrungsaufnahme ginge wohl, muss dan dem ketracel Wihte aber nicht sein. Das dürfte kein problem sein, die Jem'Hadar an feste Nahrung zu gewöhnen(gesetzt dem fall, die entsprechenden Organe sind da).

        Bleibt also das "Enzym".
        Zu den Entzugserscheinungen der Jem'Hadar zählt Nervosität und Angst. Zudem kann ein Jem'Hadar sich in diesem Zustand nicht mehr tarnen. DIes alles endet darin, dass sich Jem'Hadar ohne Ketracel-White letztendlich wie wilde Tiere verhalten und alles töten, was sie finden, bis sie sich zum Schluss selbst umbringen.Entzugserscheinung ? Memory Alpha, das Star Trek Wiki
        Also wirkt das "Enzym" evtl. wie andere Drogen auch, schwer auf das Gehirn ein und seine Abwesenheit lässt den Jem'Hadar praktisch Wahnsinnig werden.


        Ihr Anführer, Goran'Agar, stellt sich als einzigartig heraus: Er allein kommt ohne Ketracel-White aus, eine Droge, die die Gründer den Jem'Hadar geben, um sie gefügig zu halten. Der Aufenthalt auf dem Planeten, so glaubt er, habe ihn von seiner Abhängigkeit vom "White" befreit. Der Hippokratische Eid ? Memory Alpha, das Star Trek Wiki
        Den meintest du oder MetalManni?
        ich halte das für einen natürlich vorkommendne Fall von "Immunität".
        Vermutlich produziert sein körper das Enyzm selber.
        Was danndie vermutung nahelegt, das den anderen Jem'Hadar genetisch die produktion des "Enzyms" blockiert wurde.
        Und wie immer, gibt es fälle, bei denen diese genetische Veränderung nicht zieht.
        >ACHTUNG, freilaufender "Linker Gutmensch"! VORSICHT BISSIG!<

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        • #5
          Zitat von Guy de Lusignan Beitrag anzeigen
          Den meintest du oder MetalManni?
          ich halte das für einen natürlich vorkommendne Fall von "Immunität".
          Vermutlich produziert sein körper das Enyzm selber.
          Was danndie vermutung nahelegt, das den anderen Jem'Hadar genetisch die produktion des "Enzyms" blockiert wurde.
          Und wie immer, gibt es fälle, bei denen diese genetische Veränderung nicht zieht.
          Ja, den meine ich. Ich wundere mich nur, wovon er sich dann eigentlich ernährt, wenn er völlig ohne White auskommt. Wenn das White neben dem Ketracelenzym noch alle anderen lebenswichtigen Nährstoffe enthält, dann fehlen Goran'Agar diese Nährstoffe doch auch. Ich versteh nur nicht, wie sein Magen, sein Darm und seine Nieren überhaupt funktionieren können, wenn er bis dahin in seinem ganzen Leben noch nichts gegessen hat. Wenn er solche Organe besitzt, dann müssen die doch am laufen gehalten werden und können nicht jahrelang inaktiv sein. Wenn er solche Organe nicht hat, dann versteh ich nicht, wie er überhaupt Nährstoffe aus natürlicher Nahrung aufnehmen kann.
          Und wenn die Gründer die Jem'Hadar von Grund auf gentechnisch konzipiert haben, dann wäre es für sie doch völlig kontraproduktiv gewesen, den Jem'Hadar einen funktionierenden Verdauungstrakt zu geben.

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          • #6
            Nun der Stoffwechsel eines Jem'Hadar funktioniert in der Tat grundlegen anders. Wie man in "Der Ausgesetzte" (Staffel 3 Folge 6) erfahren hat, produzieren die Jem'Hadar im Grunde alle Nährstoffe, welche sie benötigen selbst. Die einzige Ausnahme dabei bleibt ein Enzym, welches sie benötigen, welches sie nicht selber herstellen können und welches im White vorhanden ist.

            In biologischer Hinsicht stimmt es also, dass die Jem'Hadar weniger abhängig als Menschen sind, da sie nur ein Enzym benötigen, Menschen jedoch eine ganze Reihe an Vitaminen, Schlaf, etc..

            Das die Gründer diese (von ihnen geschaffene) Schwäche ausnutzen, hat in erster Linie nichts mit der Abhängigkeit zu tun. Es ließe sich damit vergleichen, wenn ein Multinationaler Weltkonzern die Macht über alle Lebensmittel dieser Welt an sich reißen würde. Aufgrund der Vielfalt und der leichten Reproduktion von essbarer Nahrung würde dies zwar sehr viel schwieriger, aber nicht unmöglich sein. Die Abhängigkeit im gesellschaftlichen Sinne (wenn man Vorta denn noch als Gesellschaft bezeichnen kann) hat also im Grunde genommen nichts mit der Abhängigkeit im biologischen Sinne zu tun.


            Das Rätsel, warum sich einige Jem'Hadar vom White lösen konnten, wird übrigens in "Der Hippokratische Eid" (Staffel 4 Folge 4) geklärt: Sie konnten es nicht.
            Einem Jem'Hadar ist es nicht möglich ohne die Enzyme des White zu überleben, jedoch hat sich im genannten Fall der Körper des fraglichen Jem'Hadar so angepasst, dass er in der Lage war, das fehlende Enzym selbst zu produzieren. Der Körper hat sich also selbst gerettet, indem er der eigenen Enzym-/ Vitamin-/ Sonstiges-Produktion das White-Enzym hinzugefügt hat.

            Der Jem'Hadar konnte sich also im biologischen Sinne nie vom White lösen, war jedoch in der Lage, das fragliche Enzym selbst zu produzieren. Er war also nach wie vor vom White abhängig, nicht aber von der Zuteilung eines Vorta.

            Ein Mensch, der einen eigenen Gemüsegarten & Trinkwasserbrunnen hat, kann sich von der Abhängigkeit eines Supermarktes lösen, nicht aber von der Abhängigkeit der Bedürfnisse seines Stoffwechsels.

            Ob diese Selbstanpassung nun einfach eine biologische Anomalie war oder bei einer Wahrscheinlichkeit von ?% bei allen Jem'Hadar, welche unter White-Entzug leiden, auftritt, wurde jedoch nicht geklärt.
            Mamor, Stein und Eisen bricht, aber unser Warpkern nicht!

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            • #7
              Ich verstehe nur nicht, wovon sich der Jem'Hadar, dessen Körper das White-Enzym selbst produziert, denn überhaupt ernährt. Sein Körper stellt also alle nötigen Nährstoffe selbst her und stellt dann zusätzlich auch das White selbst her. Aber irgendetwas muss er doch zu sich nehmen, sonst würde sein Körper doch in kürzester Zeit den Geist aufgeben.
              In den beiden Büchern "Avatar" von S.D. Perry, bzw. "Offenbarung" im Deutschen, wird übrigens die These aufgestellt, dass alle älteren Jem'Hadar mit ihren Körpern das White selbst produzieren können. Bisher ist das nur niemandem aufgefallen, weil nur sehr, sehr wenige Jem'Hadar überhaupt alt werden. Die meisten sterben ja bekanntlich im Kampf.

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