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Eigenständigkeit der Vorta

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  • Eigenständigkeit der Vorta

    Hallo ihr Lieben,

    da ich zu meiner Frage bis jetzt noch keine befriedigende Antwort finden konnte, eröffne ich einen neuen Thread.

    In wie weit sind Vorta eigentlich eigenständig? Zum einen wird lang und breit erklärt, dass sie genetisch verändert wurden, damit sie die Gründen als Götter ansehen und ihnen gehorchen. Selbst der eigene Tod wird in Kauf genommen, um einen Gründer zu retten.

    Es gibt aber auch Momente, wo sie Gründern durchaus Schaden zufügen können. Im Drehbuch zu "To the Death", wird erwähnt, dass es Weyoun ist, der Odo, nach dessen Ablehnung zurück zu den seinen zu gehen, durch Berührung infiziert. Allerdings wird es in der Folge nicht gezeigt. Dadurch 'schadet' er also einem Wechselbalg, selbst wenn es ihm seine Götter befohlen haben.
    Eine andere Stelle ist die, als er und Damar beschließen Odo und Weyoun 6 zu töten. Es mag ihm nicht leicht fallen diese Entscheidung zu treffen (und er weiß auch, dass ihm das Fell über die Ohren gezogen wird, sollte es jemals rauskommen), aber er entscheidet sich vollkommen frei dafür, entgegen seiner genetischen Kodierung und eingepflanzten Überzeugung.
    Und damit kommen wir zu einer weiteren Frage, wenn Weyoun 6 defekt war, weil er lieber zu Odo überlief, als den Gründern zu dienen, ist dann Weyoun 7 nicht auch defekt, weil er den Tod eines Gründers befiehlt?

    Und was ist mit Weyoun 6 an sich. Immerhin lügt er Odo auch an und rückt erst mit der Sprach raus, nachdem seine Lüge zusammengebrochen ist. Man bekommt das Gefühl, dass er sich dem Konstrukt "Dominion" mehr verpflichtet fühlt, als den Gründern. Denn selbst, wenn er behauptet, dass er zu Odo überläuft, weil er den Krieg für falsch findet, könnte man ihm unterstellen, dass er weitsichtiger denkt.
    Das Dominion kann ohne die Gründer nicht überleben, als läuft er zu Odo über, in der festen Annahme, dass dieser gesund ist. Er selbst zeichnet das Bild, auf welche Weise das Dominion durch Odo überleben wird.
    Wenn man sein Verhalten unter diesem Gesichtspunkt betrachtet, dann ist er nicht wirklich defekt, als viel mehr eifrig darauf bedacht, dass Dominion überleben zu lassen. Ganz gleich zu welchem Preis. Erst als er sieht, dass der einzige Gründer der gesund zu sein scheint, wegen ihm sein Leben verlieren könnte, tötet er sich selbst. Aus seiner Sicht rettet er also durchaus mehr als 'nur' Odo.

    Dann wäre da noch die Frage nach Keevan. Dieser beschließt auch, dass er lieber leben möchte, als auf dem Planeten zu sterben. Er wählt bequeme Gefangenschaft, anstatt sein Beendigungsimplantat zu aktivieren. Sehr loyal ist das nicht. Viel mehr macht er den Eindruck, dass ihm alles egal ist, hauptsache er kommt mit heiler Haut davon.
    Auch Yelgrun benutzt das Implantat nicht, sondern lässt sich wie ein Schaf abführen. Da liegt der Gedanke nicht fern, dass die Vorta genug am Leben hängen, um sich ihrer genetischen Modifizierung doch zu entziehen.

    Das sind also all meine kleine Gedanken, die mich zu der Frage geführ haben, in wie weit die Vorat eigenständige Entscheidungen treffen können.
    Selbst bin ich zu keinem Ergebnis gekommen, aber vielleicht habt ihr Ideen.

    LG,
    Murasaki

  • #2
    Das typische Dilemma allmachtsversessener SciFi-Diktatoren: man will Handlanger haben die einerseits intelligent, kreativ und eigenständig sind, anderseits aber einen bedingungslosen Kadavergehorsam mitbringen. Das passt nicht zusammen, so dass oftmals zusichtliche Sicherungen eingebaut werden (die T-800'er in Terminator haben einen Chip, der die Lernfähigkeit einschränkt; die Jem' Hadar sind drogenabhängig). Die Vorta sollen durch den Götterglauben unter Kontrolle gehalten werden, aber wie bei Gläubigen auf der Erde hat dieser seine Grenzen, wobei sich kein Vorta direkt gegen die Gründer stellt (Weyoun 7s Anweisungen auf Odo zu feuern, ist der Höhepunkt der Insubordination).
    I reject your reality and substitute my own! (Adam Savage)

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    • #3
      Herzlich Willkommen im SFF Murasaki.

      Viele Spezies im ST Universe, die nicht sehr oft vorkommen, lassen viele Fragen unbeantwortet.

      Du kennst sicher auch noch nicht Memory Alpha

      Vorta ? Memory Alpha, das Star-Trek-Wiki
      Beim oftmals deutlich besseren englischen MA das de am Anfang der URL durch en ersetzen
      \\// Dup dor a´az Mubster
      TWR www.labrador-lord.de
      United Federation of Featherless
      SFF The 6th Year - to be continued

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      • #4
        Doch die Seite kenne ich, deswegen bin ich hier gelandet. Da wurde ja leider nicht alles geklärt. :/

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        • #5
          Hmm, ich fürchte es ist schwer die Frage in Universe zu lösen.

          Zum einen haben sich die Vorta einmal eigenständig entwickelt. Es waren Primaten, die auf einem Planeten von selbst entstanden sind.
          Vlt. ist das eigenständige handeln einzelner einfach eine letzte Spur von Eigenständigkeit, die man nicht aus der Gen Sequenz schubsen konnte. - Oder das Blueprint war einfach stellenweise dreckig, wie bei Weyoun 6.

          Ich könnte mir einfach vorstellen, dass Odo stellenweise als gefallener Gott angesehen wird. Daher wird er auch infiziert.
          Hier gibt es bestimmt Beispiele aus der Griechischen oder auch Christlichen Mythologie zu. Das könnten durchaus Motive sein, die von den Drebuchautoren genutzt werden.
          Do not try to escape. You are in my control. Look at me: I am the sum of all evils. Look carefully. My power infests all times, all galaxies, all dimensions. But many still seek me out; a green jewel they must possess. But see how I destroy their lives.

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          • #6
            Zitat von Murasaki Beitrag anzeigen
            Doch die Seite kenne ich, deswegen bin ich hier gelandet. Da wurde ja leider nicht alles geklärt. :/
            Wahrscheinlich wird es eine solche - allgemeingültige - Erklärung nicht geben.

            Nach meinem Eindruck war es auch so, dass die Gründer sich mit ihrem genetischen Aufwertungsprogramm zwar eine Spezies von genetisch vorprogrammierten Dienern geschaffen haben, dass aber diese Konditionierung in einigen Punkten fehlerhaft ausfiel. Das sieht man ja an Weyoun XY(? - also dem, der mit Odo flüchtete).

            Deswegen setzten sich einzelne Vorta über ihre Programmierung hinweg, wobei "Rückgrat" ja offensichtlich nicht zu diesen Charaktereigenschaften zählte, was einen möglichen Verrat dann erleichtert.
            When I was a boy we had a dog. One day, we took it to the park. Our dad had warned us how fast that dog was, but... we couldn't resist.So, my brother took off the leash, and in that instant, the dog spotted a cat. Well, he just sat down, bored. Guess cats weren't his thing.

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            • #7
              Ich würde mal die Spekulation einwerfen: Vielleicht ist es gar nicht möglich, eine Spezies über genetische Manipulation zu perfekten Dienern zu machen, die gar nicht aufbegehren wollen. Man kann ihnen zwar irgendwie den "genetischen Glauben" einpflanzen, die Gründer seien Götter, aber mehr eben auch nicht. Es bleibt für das Individuum durchaus die Möglichkeit Neues dazuzulernen und sich zum Beispiel von den Göttern abzuwenden.
              Grade bei Weyoun wurde in der Serien ja überdeutlich, dass er eigenständig denken konnte und sogar in der Lage war, Interesssen jenseits der Verehrung der Götter zu entwickeln: Beispielsweise in der Folge, in der sich Odo und die Gründerin vereinen sagt Weyoun, dass sei ein guter Schritt, Odo war vorher immer eine Gefahr für das Dominion. Das bedeutet, er erkennt, dass die Interessen des Dominions und die Odos nicht zusammenpassen und gewichtet die des Dominions höher.
              Als durch den Cardassianischen Widerstand die Klonanalge zerstört wird, sagt Weyoun, "ich könnte der letzte Weyoun sein" und er schien schockiert über den Gedanken.

              Die Vorta sind definitv mehr als bloße Befehlsempfänger und handeln auch nicht so automatisch wie man es von Robotern aus der Science Fiction kennt.
              "Unterdrücke nie mit Gewalt Überzeugungen, die du für verderblich hälst, sonst unterdrücken diese Überzeugungen dich. " - B. Russell, 10 Gebote eines Liberalen.

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              • #8
                Wie die anderen schon erwähnten sind die Vorta zwar definitiv von Dominion bzw. den Gründern in ihrer Entwicklung gefördert und anschließend dazu konditioniert worden, diese als Götter anzusehen und deren Befehlen oder großen Widerspruch Folge zu leisten.

                Allerdings scheint die Konditionierung bei den Vorta nicht allumfassend zu sein, denn sie sind sehr wohl zum eigenen Denken fähig und sie können sogar willentlich gegen das Dominion handeln. Ich würde vermuten, dass dies daran liegt, dass man den Vorta als auserwählter Anführerkaste mehr Freiheiten eingeräumt hat, um auch kreative Lösungen zu finden.

                In Bezug auf Odo sehe ich das dann auch so, dass die Gründer Weyoun befohlen haben, diesem willentlich zu schaden. Zwar zeigen die Vorta Odo ansonsten auch Respekt, aber ihnen ist sicher auch klar, dass er in den Augen der anderen Gründern als abtrünnig gilt. Ich jedem Fall sollte ein Befehl der Gründer, Odo zu schaden, jetzt bei Weyoun oder auch anderen Vorta keine unlösbaren Gewissenskonflikte auslösen. So tief scheint die Konditionierung einfach nicht zu sitzen.

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                • #9
                  Erst einmal vielen Dank für die ganzen Antworten.

                  Unter dem Strich kann man also sagen, dass die Vorta durchaus irgendwann sich von den Gründern abwenden könnten, wenn die Umstände für sie passen würden. Das ist ein interessanter Punkt.

                  Zu schade, dass die Vorta keine Chance haben in einer anderen Serie / Film im Star Trek Universum aufzutauchen. :/

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                  • #10
                    Zitat von Murasaki Beitrag anzeigen
                    Erst einmal vielen Dank für die ganzen Antworten.

                    Unter dem Strich kann man also sagen, dass die Vorta durchaus irgendwann sich von den Gründern abwenden könnten, wenn die Umstände für sie passen würden. Das ist ein interessanter Punkt.
                    Also ganzes Volk halte ich das jetzt als unwahrscheinlich. Zumal ja nicht mal bekannt ist, ob es die Vorta als echtes "Volk" im Sinne eines eigenen Planeten überhaupt gibt. Also, klar gibt es einen Heimatwelt, wo die Vorta herkommen, aber ich kann mich jetzt nicht erinnern, ob die ganze Spezies von den Gründern weiterentwickelt wurde oder ob die nur einzelne Individuen entführt und genetisch modifiziert haben.

                    Die Vorta, die wir zu Gesicht bekommen scheinen ja überwiegend aus Klonbottichen gezogen zu werden. Aber auch hier weis ich nicht mehr, ob die Vorta allesamt geklont werden, ober ob die sich biologisch vermehren und nur besonders effektive Vorta mehrfach per Klonen "widerbelebt" werden.

                    Kurz gesagt ist sehr sehr gut möglich, dass sich einzelne Vorta von den Gründern abwenden. Bei der Gesamtheit des Volkes stelle ich mir das aber beinahe unmöglich vor, es sei denn die genetische Konditionierung wird irgendwann kollektiv aufgehoben.

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                    • #11
                      Zitat von Souvreign Beitrag anzeigen
                      Kurz gesagt ist sehr sehr gut möglich, dass sich einzelne Vorta von den Gründern abwenden. Bei der Gesamtheit des Volkes stelle ich mir das aber beinahe unmöglich vor, es sei denn die genetische Konditionierung wird irgendwann kollektiv aufgehoben.
                      Meinst du nicht, dass sie sich gegenseitig mit der Idee anstecken könnten?
                      In der Folge to the death, sagt Weyoun, dass die Prognose besteht, dass die abtrünigen Jem'Hadar sich immer mehr Untersützung aus anderen Einheiten holen würden, bis sie das Dominion am Ende ganz übernommen hätten. Und das obwohl in einer anderen Folge behauptet wird, dass Jem'Hadar einen Gründer nie verletzen würden. @__@

                      Könnte es bei den Vorta nicht ebenfalls so verlaufen? Gruppendynamik halt, wenn es eine bestimmte Anzahl an Abtrünnigen erreicht wird.

                      Oder ist das alles Wurst, weil die Autoren die Rasse einfach ihren Skriptwünschen anpassten?

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