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Trauert denn keiner von euch?

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  • Trauert denn keiner von euch?

    Als es bekannt wurde, dass ENT abgesetzt wird, gab es ja die hitzigsten Diskussionen. Die einen waren eher traurig (hier eher die Minderheit kommt es mir so vor), und die anderen waren so extrem froh, dass ENT endlich abgesetzt wird.

    Viele hatten viele Probleme mit der 3. Staffel, das sei kein ST usw. Ich meine, man kann von der 3. Staffel ja halten was man will, aber es war 100%ig eine der spannendsten Staffeln im ganzen ST Universum oder etwa nicht? Oder warum bekam die letzte Folge auf Sat1, Azati Prime, so gute Kritiken von den Fans? Weil es einfach eine absolut geile und spannende Folge war. Spannung gehört nun mal auch zu ST, und nicht nur ehtische Fragen usw.

    Und doch gibt es anscheinend wirklich viele, die es keineswegs bedauern, dass ENT abgesetzt wurde. Ich selber muss auch zugeben, dass es ein paar Kontinuitätsprobleme gab. Aber das sind "eher" kleinere Sachen, die zu bemängeln waren. Ich war auch nicht sofort ein ENT Fan, aber je länger die Serie gedauert hat, desto besser wurde sie. Und mit der 4. Staffel hat ENT einen absoluten Höhepunkt gelandet.

    Oder wie steht ihr dazu?
    Die Zeit ist das Feuer in dem wir verbrennen.

    Ich war Teil der Lösung - und mein größtes Problem.

  • #2
    Ja, es ist sehr traurig, dass Enterprise nicht auch die Chance zur Weiterentwicklung bekommt. Jede andere Serie von ST hat diese Chance bekommen, aber keine einzige hat das so gut genutzt, wie Enterprise in den kurzen vier Jahren.
    Wenn man TNG, DS9 oder VOY nach den ersten drei Staffeln beurteilen müsste, dann hätte man auch ein schlechtes Bild von der Serie. All diese Serien haben sich dann noch weiter gesteigert, aber keine einzige ihrer späteren Staffeln kommt an die Qualität der 4. Enterprise-Staffel heran. Da liegen Welten dazwischen.

    Das Problem bei Enterprise ist, dass einige schon vor der ersten Folge das ganze Konzept abgelehnt haben und nie wirklich für die guten Folgen offen waren. Außerdem bleibt es mir unverständlich wie manche sagen können, dass die erste Staffel soooo schlecht gewesen sei. Im Verlgeich mit den Vorgänger-Serien war das ein perfekter Einstieg. Man hat eher darauf verzichtet, langweilige Folgen zu drehen, die immer nur ein Besatzungsmitglied in den Fordergrund stellten. Stattdessen hat man das Gesamtkonzept hergenommen und dementsprechend Stories geschrieben.
    Ich gebe zu, Staffel 2 fiel dann doch deutlich, aber vor allem, da man eher belanglose Handlungen zeigte, die ohne wirkliche Auswirkungen blieben. Trotzdem steht die zweite Enterprise-Staffel den zweiten Staffeln der anderen Serien auch in nichts nach.

    Staffel 3 war dann absolutes Neuland für Star Trek. Eine ganze Staffel wirdmete man sich einem Thema und ich finde, dass die Idee annähernd perfekt umgesetzt worden ist. Die Spannung steigt mit jeder Folge und immer wieder wird auf vergangene Ereignisse zurückgegriffen, die fast schon in Vergessenheit geraten sind.
    Das Hauptproblem bei dieser Staffel lag wieder einmal bei der Akzeptanz der sogenannten "Fans". Sie sagte: "Xindi? Nie gehört. Absolute Sch****!"

    Hierbei möchte ich darauf hinweisen, dass ich kürzlich die DS9-Folge "Gefangen in der Vergangenheit" gesehen habe und mir zuvor noch nie der Bell-Aufstand untergekommen ist - obwohl er für die Gestaltung der Föderationsgesellschaft wesentlich war.

    Auf jeden Fall zeigte man uns in Staffel 3 das spannendste Finale einer ST-Staffel aller Zeiten. Viele haben bemängelt, dass man einfach nur Action an Action reihte und regelmäßige Gewaltanwendung zu sehen bekam. Für alle, die es noch nicht kapiert haben: ST war schon immer auch eine Action-Serie und wenn die Action realistisch un nötig erscheint, ist absolut nix dagegen zu sagen. Auch die so schlimmen Gewaltszenen standen immer wieder in der Kritik. ST war immer ein Spiegel der Realität und ausgerechnet jetzt, wo in der Realität soviel Angst vor Terror herrscht, soll das plötzlich anders werden.
    Man sollte viel eher die dritte Staffel dafrü loben, dass sie eine Alterntive bot. Erfolg durch Kooperation. Verständigung mit dem ehemaligen Feind und Überzeugungsarbeit.

    Die vierte Staffel ist einfach nur noch genial. Von der ersten Folge weg gibt es hier das Beste, was jemals unter dem Namen Star Trek lief. In jeder Folge wid auf die ST-Historie eingegangen. Überall gibt es eine Hommage an andere Serien und die Stories sind so interessant und spannend erzählt, dass man immer wieder danach lechtzt, mehr zu bekommen.

    Ausgerechnet jetzt die Serie einzustellen, war so ziemlich die dümmste Entscheidung, die je gemacht wurde. Die Serie bewegt sich mit jeder Folge weiter in Richtung "Epos" und es ist schade, dass so viele das nicht erkennen bzw. nicht erkennen wollen.

    Ich trauere jedenfalls sehr um die Serie, werde mich aber damit abfinden, weil ja keine Alternative übrig bleibt.

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    • #3
      Zitat von Aci
      Als es bekannt wurde, dass ENT abgesetzt wird, gab es ja die hitzigsten Diskussionen. Die einen waren eher traurig (hier eher die Minderheit kommt es mir so vor), und die anderen waren so extrem froh, dass ENT endlich abgesetzt wird.
      Na das sieht mir doch stark nach einem Schwarz/Weiß denken aus.
      Ich zähle mich nämlich weder zur einen noch zur anderen Seite. Ich bin der Ansicht, man hätte aus ENT durchaus noch was machen können, denn in Season 4 gabs erkennbare Fortschritte. Aber wegen der Absetzung in Tränen ausbrechen werde ich auch nicht.
      Ich kann nur immer wieder sagen, jetzt der Serie nachzutrauern und zu erzählen, wie gut doch hätte noch alles werden können bringt nichts, außer vielleicht Magenschmerzen.
      Sorans Fußballblog - Einblicke in die Welt des Fußballs - Spielberichte, Fotos und mehr. :)
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      • #4
        Zitat von Soran
        Ich kann nur immer wieder sagen, jetzt der Serie nachzutrauern und zu erzählen, wie gut doch hätte noch alles werden können bringt nichts, außer vielleicht Magenschmerzen.
        Wie gut es hätte werden können, braucht man gar nicht zu erzählen. Man muss m.M.n. einfach die vierte Staffel anschauen und sich dann fragen, ob das wirklich so schlecht war, dass es abgesetzt gehört.
        Die Serie ist bereits sehr gut und sollte sich vor DS9 und TNG nicht mehr verstecken müssen.

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        • #5
          Zitat von MFB
          Wie gut es hätte werden können, braucht man gar nicht zu erzählen. Man muss m.M.n. einfach die vierte Staffel anschauen und sich dann fragen, ob das wirklich so schlecht war, dass es abgesetzt gehört.
          Die Serie ist bereits sehr gut und sollte sich vor DS9 und TNG nicht mehr verstecken müssen.
          Naja ich hab erst 6 Folgen von Season 4 gesehen, daher kann ich hier kein vollständiges Urteil abgeben.
          Vergleiche mit DS9 oder TNG zieh ich aber am besten mal gar nicht.
          Man kann nicht Hühner mit Hunden vergleichen, das geht einfach nicht.
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          • #6
            ....

            Außerem ist es noch lange nicht an der Zeit zu trauern, jetzt ist erst mal Zeit zu kämpfen -> www.trekunited.com

            Lasst uns sicherstellen, dass ENTERPRISE weiter produziert wird.


            Thomas
            "Wir fahren ja eh nur eine Station oder wir warten bis der Schauer vorbei ist."
            Das 10. TdG hat Hamburg trocken gelegt.

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            • #7
              Nee, Trauer will da irgendwie nicht in mir aufkommen.

              Ich halte die gesamte 3. Staffel für eine der schlimmsten, welche je innerhalb ST zu sehen waren.

              Auch wenn in den 60´gern mit TOS politische Themen wie der Kalte Krieg aufgenommen wurden, so hielt ich die damalige Botschaft aber noch für tolerant und offen.

              In der Xindi-Story hingegen habe ich nur noch gedacht, ob das Pentagon selbst die Drehbücher schreibt.
              Ich habe es als ekelhaft empfunden, auf was für einer einseitigen Perspektive hier auf Vorurteilen rumgeritten wurde.

              Taliban = Suliban
              Xindi = Terroristen/Fanatiker (vor allem die Reptilien)
              Der Rat = zerstrittene UNO

              Wie oft der Begriff "Mission acomplished" fiel, habe ich schon gar nicht mehr im Kopf. Eigentlich hätte Bush selbst Archer spielen sollen.

              Ekelhaft, und ich kann dem nichts aber auch gar nicht Trekwürdiges abgewinnen, egal wie actionlastig oder spannend die 3. Staffel auch gewesen sein soll. Selbst das stelle ich in Frage, da die Dramaturgie einfach nur litt unter einem nicht überzeugenden Captain. Viele der Handlungen innerhalb des Xindi-Rahmens hätten auch zu besseren Ergebnissen führen können. Die mangelnde Einbeziehung anderer Personen von der Crew tat ihr Übriges.
              "Education is the most powerful weapon which you can use to change the world."Nelson Mandela
              DEUTSCHE AIDS-HILFE-DRK
              ÄRZTE OHNE GRENZEN-AMNESTY INTERNATIONAL DEUTSCHLAND

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              • #8
                @cptza: jaja, davon haben wir schon genug links im forum irgendwann muss auch mal gut sein mit der Werbung

                Zum Thema: Naja, also ich bin zwar nicht froh, dass ENT abgesetzt wurde, denn es ist einfach Star Trek, ob gut oder schlecht, es gehört dazu und irgendwie kränkt es einem dann ja schon, wenn ein Produkt mit dem Namen Star Trek abgesetzt wird. Staffel 4 macht wohl wie gesagt Fortschritte, aber es war ja schon vor der dritten Staffel abzusehen, das bald ende ist. Es kam also nicht überraschend.

                Somit finde ich die Absetzung zwar wirklich schade, aber richtig trauern (wie ich es vielleicht bei DS9 oder TNG gemacht hätte, ode bei TOS, aber das war ja vor meiner Zeit), tuhe ich nicht.
                "Steigen Sie in den Fichtenelch! - Steigen Sie ein!"

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                • #9
                  Ich kann Dr.Bock im Grunde nur zustimmen. Das eine Star Trek Serie abgesetzt wird, finde ich sehr schade, aber das es mich traurig stimmt kann ich nicht sagen.
                  Das mag auch damit zusammenhängen das ENT auf mich nicht die Faszination hatte und hat wie z.B. DS9 oder TNG und ich die Folgen eh nur sporadisch geschaut habe.

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                  • #10
                    Gute Frage: Trauere ich ENT hinterher?

                    Eigentlich war ich noch bei keiner Serie wirklich traurig als sie endete (nicht einmal bei TNG und DS9 - ok, bei DS9 dank der klasse Abschiedsstimmung schon ein klein wenig). Enttäuscht bin ich jedoch auf alle Fälle. Im Insgeheimen hatte ich schon gehofft, dass ENT seine 7 Staffeln bekommt. Und die Qualität der vierten Staffel ist wirklich nicht von der Hand zu weisen (obwohl das beste von Star Trek meiner Meinung nach immer noch der Endspurt von TNG war ).

                    Hatte ENT jemals die selbe Faszination von TNG, DS9 und tlw. VOY?

                    Spontan würde ich mal sagen NEIN. Obwohl man seit ca. "Azati Prime" dicht daran ist. Dies liegt allerdings wohl nicht an den Geschichten (das ganze Dreiteiler-Konzept, die Vulkanier/Andorianer/Romulaner/Tellariten-Geschichten haben schon etwas) sondern eher an den Charakteren, welche bis auf Archer, Trip und T'Pol immer noch SEHR blass sind und ich mich mit ihnen (vor allem Archer und Reed) einfach nicht anfreunden kann. Einzig Phlox, Hoshi und Porthos ( ) sind mir wirklich sympathisch und alle drei haben kaum Screentime.

                    Wie hätte ich reagiert, wenn eine andere Trek-Serie frühzeitig abgesetzt worden wäre?

                    Wie ich schon oben gesagt habe, habe noch keiner einzigen Serie wegen eine Träne vergossen. Man sollte einfach immer aufhören wenn es am schönsten ist (was TNG und DS9 gemacht haben) und keine Serie zu Tode spielen (wie es bei Akte X passiert ist und nun wohl auch bei Stargate:SG1 passiert). Sozusagen finde ich es irgendwie gut, dass ENT in der vierten Staffel (auf seinem bisherigen Höhepunkt) endet. Zumindest allemal besser als wenn man die Serie auf Muss weiterproduziert und wieder zu den vielen Klogriffen der ersten 2,5 Staffeln zurückkehrt. So bleibt einem ENT zumindest in (mehr oder weniger) guter Erinnerung.
                    Wie hätte ich jedoch reagiert, wenn man TNG, DS9 oder VOY frühzeitig abgesetzt hätte? Das kann man im Nachhinein natürlich schwer sagen. Ich schätze aber mal genauso wie jetzt bei ENT. Ich wäre etwas enttäuscht gewesen und würde nun auf ein gutes Serien-Finale hoffen (was man bisher über den Abschluss-Dreiteiler gehört hat klingt für mich schon mal weit besser als das was wir mit "Endspiel" bei VOY serviert bekamen).

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                    • #11
                      Zitat von MFB
                      Das Problem bei Enterprise ist, dass einige schon vor der ersten Folge das ganze Konzept abgelehnt haben und nie wirklich für die guten Folgen offen waren.
                      Ich kann natürlich nur für mich persönlich sprechen, jedoch muss ich sagen, dass es bei mir genau umgekehrt war. Ich war sehr neugierig und aufgeschlossen gegenüber ENT. Ich habe mich sogar auf die Serie gefreut. Aber desto mehr ich sah, desto weniger mochte ich, was ich sah. Und das nicht deshalb, weil ich soviel negatives über ENT gelesen hätte, sondern einfach, weil ich das Gesehene nicht mehr mit Star Trek assozieren konnte.

                      In Star Trek möchte ich keinen verrückten Killer-Doc sehen, der Stammmitglied der Crew ist, und mal eben ungestraft ,und ohne das sich jemand darum Gedanken machen würde, einen Klon herstellt um ihn als Ersatzteillager zu verwenden. Ich möchte auch keinen Captain der Enterprise sehen, der ungestraft wehrlose Gefangene mißhandelt, um an Informationen zu kommen. Ich möchte auch keine "Special Forces" der Sternenflotte sehen, die mich Live durch ihr Zoomobjektiv blicken lassen, während sie einen Gegner vaporisieren. Und nein, ich möchte auch keine Enterprise, die als "flammendes Racheschwert" durch die Galaxis pflügt um die bösen Xindi für ihren Angriff auf die Erde zu bestrafen. Wie schon EREIGNISHORIZONT angemerkt hat: das alles "riecht" so nach "Amerika rettet die Welt vor dem Terrorismus", dass es einem manchmal fast schlecht werden könnte.

                      Ich trauere nicht wirklich um ENT. Ich bin allerdings traurig darüber, dass es scheinbar kein Problem mehr darstellt eine Star Trek Serie (auch wenn sie das zeitweise nicht mal im Titel war) abzusetzen. Ich könnte mir nämlich gut vorstellen, dass wir uns jetzt auf eine längere, wenn nicht sogar auf eine endgültige, Pause von Star Trek einrichten können. Das macht mich eher etwas traurig.

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                      • #12
                        Ein großes Problem der dritten Staffel war offenbar auch die Ungeduld der Zuseher. Viele wollten sich die durchgehende Handlung wohl gar nicht ansehen, weil sie dachte, da ändert sich ohnehin nix.
                        Die Enterprise als "Racheschwert" bezeichnen kann ja auch nur jemand, der die Staffel nur vom Hörensagen kennt. Die Mission der Enterprise ähnelt viel mehr jener ersten Mission der Defiant, nur viel "ausgedehnter" (Wortwitz ).
                        Wäre die Enterprise ein Racheschwert gewesen, hätten sie statt der Waffe den Xindi-Rat gesucht um ihn zu vernichten. Statt dessen hat man sich an die Erbauer der Waffe gewandt (Gralik, Degra) und an deren Gewissen appelliert, um ihm Rat eine demokratische Entscheidung gegen den Einsatz der Waffe zu bewirken.
                        Kann mir nicht vorstellen, dass die Amerikaner eine kleine Gruppe GIs zu Bin Laden oder zu seinen Verbündeten schicken würde, um mit ihnen zu quatschen.

                        Das der Weg der Enterprise beschwerlich ist, muss jedem klar sein. Das macht den Reiz der Serie aus: die Enterprise ist das erste Raumschiff der Flotte. Die Crew ist in dieser schweren Zeit auf sich alleine gestellt und muss nach bestem Wissen und Gewissen handeln. Sie haben einfach manchmal keine Alternativen, um ihre Mission - ja, es ist eine Mission - zu vollenden.

                        Ob es jetzt Sinn der Sache ist, Zwiespältige Folge wie das angesprochene "Ebenbild" zu produzieren sei dahingestellt. Mir hat die Folge auf jeden Fall ganz gut gefallen und mir fällt keine Alternative ein, wie man sonst hätte handeln sollen. Tut mir leid ...
                        Vielleicht mag der Spruch "Der Weg ist das Ziel" in Staffel 3 nicht zutreffend sein. Aber anderseits muss man beim betrachten der letzten 7 Folgen der Staffeln sagen, dass man das Ziel wohl nicht erreicht hätte, wenn man den eingeschlagenen Weg nicht fortgesetzt hätte. Das So ist zumindest meine Meinung zu Staffel 3.
                        Zu Staffel 4 habe ich meine Meinung ja schon kund getan. Schade um die Absetzung, aber man muss es hinnehmen.

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                        • #13
                          Zitat von MFB
                          Ein großes Problem der dritten Staffel war offenbar auch die Ungeduld der Zuseher. Viele wollten sich die durchgehende Handlung wohl gar nicht ansehen, weil sie dachte, da ändert sich ohnehin nix.
                          Das ist doch Schmarrn...die dritte Staffel hatte am Anfang so glorreiche Folgen wie "Extinctin", "Impulse" und "Exile", die in meinen Augen einfach nur grottig waren..dazu dann noch Folgen wie "Anomaly" und "Rajin", die ich persönlich als absolut langweilig bezeichnen würde.

                          Dann kamen zwei in meinen Augen gute Folgen und dann wieder ne langweilige...und dann ging das halt los mit diesen ganzne fragwürdigen Folgen wie die mit "Sim" oder meinetwegen auch "Brutstätte" und dem ganzen Zeug...dazwischen gab es sicher auch einige bessere Folgen ("Carpenter Street" zum Beispiel), aber im Großen und Ganzen können es diese Folgen bisjetzt nicht rausreissen!

                          Bis "Azati Prime" war die dritte Staffel in meinen Augen ehr schlecht als recht mit einigen Ausreissern ins obere Mittelfeld...also keine wirklich gute Wertung!
                          Was noch aussteht werd ich sehen müssen.

                          Also jetzt davon zu reden, die Zuschauer hätten keine Akzeptanz gehabt ist in meinen Augen völlig haltlos...die Folgen waren einfach zu schlecht!

                          Zitat von MFB
                          Die Enterprise als "Racheschwert" bezeichnen kann ja auch nur jemand, der die Staffel nur vom Hörensagen kennt. Die Mission der Enterprise ähnelt viel mehr jener ersten Mission der Defiant, nur viel "ausgedehnter" (Wortwitz ).
                          Wäre die Enterprise ein Racheschwert gewesen, hätten sie statt der Waffe den Xindi-Rat gesucht um ihn zu vernichten. Statt dessen hat man sich an die Erbauer der Waffe gewandt (Gralik, Degra) und an deren Gewissen appelliert, um ihm Rat eine demokratische Entscheidung gegen den Einsatz der Waffe zu bewirken.
                          Kann mir nicht vorstellen, dass die Amerikaner eine kleine Gruppe GIs zu Bin Laden oder zu seinen Verbündeten schicken würde, um mit ihnen zu quatschen.
                          Naja, ich allein finde den Storyarc an sich schon befremdlich. Das sich eine Serie wie ST so von den aktuellen Geschehnissen gleichschalten lässt und einen Handlungsbogen über einen Terrorangriff ausdenkt ist in meinen Augen schon der falsche Weg, von der Ausführung dessen tle. auf JAG-Niveau mal ganz zu schweigen...natürlich ist ST auch eine Actionserie (seit DS9, davor würde ich das ja doch eher verneinen und Roddenberry würde diese Aussage sicher auch nicht gefallen), aber das fand ich schon arg, zumal nun wirklich auch bei aller Action die Grundwerte von ST sowas von überhaupt nicht bedient wurden...


                          Und das die Enterprise wenn sie ein Racheschwert gewesen wäre den Xindirat gesucht hätte und nicht die Waffe ist doch auch absoluter Blödsinn. Wenn ich weiß, dass da jmd. ne Waffe baut um mich und den Rest der Welt zu erledigen suche ich die Waffe und nichts anderes!


                          Zitat von MFB
                          Das Problem bei Enterprise ist, dass einige schon vor der ersten Folge das ganze Konzept abgelehnt haben und nie wirklich für die guten Folgen offen waren. Außerdem bleibt es mir unverständlich wie manche sagen können, dass die erste Staffel soooo schlecht gewesen sei. Im Verlgeich mit den Vorgänger-Serien war das ein perfekter Einstieg. Man hat eher darauf verzichtet, langweilige Folgen zu drehen, die immer nur ein Besatzungsmitglied in den Fordergrund stellten. Stattdessen hat man das Gesamtkonzept hergenommen und dementsprechend Stories geschrieben.
                          Ich gebe zu, Staffel 2 fiel dann doch deutlich, aber vor allem, da man eher belanglose Handlungen zeigte, die ohne wirkliche Auswirkungen blieben. Trotzdem steht die zweite Enterprise-Staffel den zweiten Staffeln der anderen Serien auch in nichts nach.
                          Hallo? Allein schon der markierte Satz ist intreressant....wieso ist eine Folge dann langweilig, wenn sie einen Charakter in den Vordergrund stellt?? Das ist absolut nicht zwangsläufig langweilig, zeigt aber, wie sich unsere Sichtweise auf ST unterscheidet! Du siehst anscheinend wirklich nur die Actionserie.

                          Ich persönlich gebe Dir aber recht, dass ich die erste Staffel für ne erste Staffel doch ganz gut fand (ich habe auch nie das Konzept von ETP kritisiert, das will ich hier mal anmerken, ich fand das eigentlich ne gute Idee, von wegen Pioniergeist und so, aber die Umsetzung dessen war dann auch in der ersten Staffel mehr als kläglich), da hatten die anderen Serien tlw. wirklich weniger zu bieten! Das die zweite Staffel dann aber wirklich schlechter war, da sind wir uns ja auch einig und die jetzige dritte Staffel hat IMO auch noch nicht den richtigen Kurs eingeschlagen (ganz im Gegenteil), aber ich muss mir ja die heutige Folge auch noch angucken und das Finale wird ja auch hochgelobt, also mal schauen

                          Zitat von MFB
                          Staffel 3 war dann absolutes Neuland für Star Trek. Eine ganze Staffel wirdmete man sich einem Thema und ich finde, dass die Idee annähernd perfekt umgesetzt worden ist. Die Spannung steigt mit jeder Folge und immer wieder wird auf vergangene Ereignisse zurückgegriffen, die fast schon in Vergessenheit geraten sind.
                          Das Hauptproblem bei dieser Staffel lag wieder einmal bei der Akzeptanz der sogenannten "Fans". Sie sagte: "Xindi? Nie gehört. Absolute Sch****!"
                          Das stimmt doch auch nicht...in DS gab es auch den staffelumfassenden Handlungsbogen um den Dominionkrieg, der sogar insgesamt über mehrere Staffeln ging, also "absolutes Neuland" betrat ETP da nicht!
                          Und den letzten Satz kann ich auch absolut nicht unterschreiben...nicht die Xindi waren/sind das Problem, die Umsetzung ist das große Problem gewesen!

                          Zitat von MFB
                          Auf jeden Fall zeigte man uns in Staffel 3 das spannendste Finale einer ST-Staffel aller Zeiten. Viele haben bemängelt, dass man einfach nur Action an Action reihte und regelmäßige Gewaltanwendung zu sehen bekam. Für alle, die es noch nicht kapiert haben: ST war schon immer auch eine Action-Serie und wenn die Action realistisch un nötig erscheint, ist absolut nix dagegen zu sagen.
                          Hier auch nochmal: ST war nicht immer eine Actionserie, guck Dir TNG an, das ist so langweilig, da ist die Schlacht von Maxia das Actionhighlight der ersten Staffel...also da von Action zu reden geht in meinen Augen völlig an der Realität vorbei...bei DS9 und VOY haste sicher Recht, aber dann schreib das bitte auch so

                          Zitat von MFB
                          Auch die so schlimmen Gewaltszenen standen immer wieder in der Kritik. ST war immer ein Spiegel der Realität und ausgerechnet jetzt, wo in der Realität soviel Angst vor Terror herrscht, soll das plötzlich anders werden.
                          Man sollte viel eher die dritte Staffel dafrü loben, dass sie eine Alterntive bot. Erfolg durch Kooperation. Verständigung mit dem ehemaligen Feind und Überzeugungsarbeit.
                          ST stand vor allem immer für Werte und in der dritten Staffel hat ETP konsequent gegen solche Werte verstossen (Folter oder Archers Ansprache an Sim)...sowas gab es mit Sicherheit auch vorher schon in ST, aber nicht mit dem realen Hintergrund und nicht in dieser Masse...und auch früher wurden solche Folgen kritisiert!

                          Zitat von MFB
                          Ausgerechnet jetzt die Serie einzustellen, war so ziemlich die dümmste Entscheidung, die je gemacht wurde. Die Serie bewegt sich mit jeder Folge weiter in Richtung "Epos" und es ist schade, dass so viele das nicht erkennen bzw. nicht erkennen wollen.
                          Dazu kann ich nix sagen und fände es schön, wenn es wirklich so wäre. Aber nach dem jetzigen Stand kann ich nicht um ETP trauern!
                          Zuletzt geändert von notsch aka Pustefix; 12.02.2005, 18:38.
                          "Also wahrscheinlich werde ich heute abend defnitiv nicht zurückschreiben können..."
                          "Da werd' ich vielleicht wahrscheinlich ganz sicher möglicherweise definitiv mit klarkommen."

                          Member der NO-Connection!!

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                          • #14
                            Zitat von MFB
                            Ein großes Problem der dritten Staffel war offenbar auch die Ungeduld der Zuseher. Viele wollten sich die durchgehende Handlung wohl gar nicht ansehen, weil sie dachte, da ändert sich ohnehin nix.
                            Die Enterprise als "Racheschwert" bezeichnen kann ja auch nur jemand, der die Staffel nur vom Hörensagen kennt.
                            Leider muss ich dir sagen, dass ich sehr viele Folgen der 3.Staffel nicht nur vom Hörensagen, sondern auch vom Sehen her kenne. Und vieles was ich davon gesehen habe, zeigt sehr oft, dass Archer und auch seine Crew allzu leicht alle Prinzipien über Bord werfen können, um die Waffe zu vernichten.

                            Die Crew ist in dieser schweren Zeit auf sich alleine gestellt und muss nach bestem Wissen und Gewissen handeln. Sie haben einfach manchmal keine Alternativen, um ihre Mission - ja, es ist eine Mission - zu vollenden.
                            Fallen dir bei deinen Worten nicht auch irgendwelche Parallelen zur Aussenpolitik eines Landes mit 3 Buchstaben auf? Von wegen "wir haben eine Mission zu erfüllen" und "man muss eben Opfer bringen"? Ich weiß nicht, vielleicht bin ich auch einfach etwas zu kleinlich was solche Dinge angeht: jedoch erwarte ich von Star Trek, wenn aktuelle politische Themen aufgegriffen werden, eine etwas kritischere Position.

                            Wie gesagt, was gezeigt wurde war in meinen Augen oft kein Star Trek mehr. Das heißt nicht, dass ich froh bin, dass die Serie abgesetzt wurde: ich wünsche den Fan's von ENT, dass sie noch möglichst viele Folgen davon sehen werden. Eine Träne würde ich deshalb für das vorzeitige Ende von ENT trotzdem nicht vergießen.
                            Zuletzt geändert von Finity; 12.02.2005, 21:13.

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                            • #15
                              Dieser Serie kann ich nach jetzigem Stand keine Träne hinterherweinen.
                              Vielleicht ändert sich das nach der vierten Staffel tatsächlich (wie alle sagen), aber ich bin auf Sat1 Stand und bis dahin ist das Ergebnis auf keine Weise ausreichend gewesen, ETP zu vermissen.

                              Ansonsten sehe ich das wie notsch.
                              Republicans hate ducklings!

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