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Nemesis: Story wirklich kinotauglich? Und ST11?

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  • Nemesis: Story wirklich kinotauglich? Und ST11?

    ich bin der meinung, dass die story aus nemesis für eine fernsehfolge gereicht hätte. andereseits gab es fernsehfolgen, aus denen man getrost einen kinofilm hätte machen können.

    für (einen möglichen) ST11 könnte ich mir auch eine story vorstellen, die von sowas wie elite force oder so handelt. etwas, das nicht auf irgendeiner enterprise oder auf der voyager oder DS9 spielt, sondern unbekannte charaktere und schiffe behandelt.
    das würde das star trek franchise größer erscheinen lassen, weil nicht alles wichtige immer auf der enterprise passiert, wo dann grade zufällig auch worf da ist.

    was meint das forum dazu?
    "Im Frieden begraben die Söhne ihre Väter.
    Im Krieg die Väter ihre Söhne."


    (Herodot)

  • #2
    Hatten eigentlich beide Themen schon ziemlich oft im Forum.

    Was "Nemesis" angeht so halte ich die Story durchaus für kinotauglich. Picards epischer Konflikt gegen seinen eigenen Klon. Data dessen "Entwicklung zum Menschsein" durch B4 und seine Zerstörung seinen Höhepunkt findet. Die interessanten Einblicke in die romulanische/remanische Kultur. Und um das ganze Aufzuwürzen auch noch die langersehente Hochzeit zwischen Will Riker und Diana Troi.
    Eigentlich hatte "Nemesis" mehr Potential der beste ST-Film überhaupt zu werden als jeder andere. Das Problem liegt wohl eher an der Umsetzung. Erst hielt ich es für John Logans Versagen, allerdings muss ich sagen ist das Drehbuch sehr gut geschrieben und Logan hat bereits mit "Gladiator" oder "Last Samurai" gezeigt, dass er zu den besten Drehbuch-Autoren (nicht nur von Star Trek) gehört.
    Ich schätze mal, dass Nemesis leider keine wirkliche Zielgruppe hat. Die Produzenten (inkl. Berman) wollten nen Film welcher auch Nicht-Trekkies anspricht und angergierten somit nen völligen ST-Neuling als Regisseur. Nun kommt das Problem. Ich halte Baired für nen ziemlich guten Regisseur welcher sehr auf Details etc. bedacht ist - er hatte jedoch zu wenig Ahnug von Star Trek und schnitt somit genau die Szenen heraus welche den Fans wohl am meisten am Herzen gelegen hätten. Auch ist der Film (unter anderem gerade durch Logans sehr trekkiges Drehbuch) zu sehr Star Trek um auch Nicht-Fans wirklich ansprechen zu können. Was dadurch entstand war ein Paradoxum. Für die meisten ST-Fans war Baired Regie zu "untrekkig" und "action-lastig", für die meisten 0815-Zuseher das Drehbuch zu bieder und verlangte zu viel Hintergrundwissen von Star Trek um der Handlung 100%ig folgen zu können.
    Was dabei herauskam wissen wir. Ein (meiner Meinung nach) keineswegs schlehter Film, welcher jedoch vom vorhinein zum Scheitern verurteilt war.

    Was ST11 anbelangt so bin ich der Meinung, dass ne neue Crew sowohl Star-Trek-Fans als auch 0815-Zuseher eher abschrecken würde. Ich bleibe der Meinung, dass ein Misch-Crew-Film im 24. Jahrhundert wohl das Beste wäre. DS9 und TNG sind mit "Das was du zurücklässt" und "Nemesis" zu sehr abgeschlossen und VOY wird ohne das Heimkehr/Borg-Thema vermutlich alleine auch genausowenig funktionieren. Mit ner guten Story und ner Umsetzung welche sowohl Fans als auch 0815-Zuseher anspricht (Paradebeispiele die wohl bekanntesten und auch besten Trek-Filme "Der Zorn des Khan", "Zurück in die Gegenwart", "Das unetdeckte Land" und "Der erste Kontakt") könnte so ein Film das ST-Gerne möglicherweise (zumindest auf der Kinoleinwand) am Leben halten. Das von Berman geplante Prequel ist wohl (ähnlich "Nemesis" und auch ENT) ebenfalls schon im Vorhinein zum Scheitern verurteilt da es auch hier an Ziel-Gruppe und noch dazu an Bekanntheitsgrad fehlt.

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    • #3
      er war wirklich sehr actionlastig. die szene mit dem fahrzeug auf dem planeten erinnerte eher an ein level aus einem computerspiel. besser wäre es wohl gewesen, wieder jonathan frakes regie führen zu lassen.

      die story (deretwegen ihren diesen thread ja eröffnet habe) gefiel mir trotzdem nicht so. vor allem wegen der geschichte mit dem klon. dass shinzon picards klon sein soll, hab ich nie gekauft. dafür sah er einfach zu unähnlich aus. es hätte vielleicht geholfen, ihm picards stimme zu geben.
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      (Herodot)

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      • #4
        Ich denke eher die Probleme von Nemesis beginnen schon mit dem Drehbuch und nicht erst beim Regisseur. Die ganze Geschichte wirkt irgendwo unausgereift. Das Script enthält zwar ein paar mehr Momente in denen dieser, den Film ja angeblich prägende, Familengedanke stärker zum Ausdruck kommt, aber eben auch die dämliche Buggy Action Sequenz, das Out of Character Verhalten Worfs oder die imo misslungene Darstellung der Romulaner. Desweiteren sprechen die Drehbücher von "Gladiator" oder "Last Samurai" nun nicht gerade für eine besondere Qualität Logans als Autor. Sicherlich handelt es sich um visuell überzeugende Streifen, aber ausgefeilte Dialoge oder überraschende Geschichten sucht man bei beiden Filmen vergebens.
        Wobei man gestehen muss, dass Nemesis mit einer längeren Lauflänge (also so 150 Minuten wie Last Samurai oder Gladiator) vielleicht besser funktioniert hätte und diese dem Film das Epische verleihen würde, was ihm nun fehlt. Dieses Problem ist wohl erstmal den Produzenten, aber eben auch Stuart Baird anzulasten, der irgendwie die trekkigsten Szenen wegschnitt und sich auf die Action konzentrierte. Dabei sollte die Besetzung des Regiepostens bei einem Star Trek Film doch eigentlich keine Problem darstellen. Ich kann nahezu jeden der Darsteller bitten sich auf den Stuhl zu setzen, da viele Erfahrung in diesem Fach haben oder einfach jemanden wie David Livingston, Winrich Kolbe, Alan Kroeker etc. einstellen, die schon unzähligen Episoden der verschiedensden Serien inszenierten.
        "Nemesis" ist aber auch unter Baird schon kinotauglicher geworden als es sein Vorgänger "Insurrection" war, der wirklich nur eine aufgeblasene Doppelfolge darstellt.
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        • #5
          der erste kontakt war ja wirklich ein genialer film, der beste von allen (meiner meinung nach) und so schnell nicht zu toppen.

          was war denn das untypische verhalten von worf? da kann ich mich jetzt gar nicht dran erinnern.
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          • #6
            Ich hatte meine Gedanken zu Worf hier schon einmal relativ ausführlich dargelegt. Ich denke dieser Post sollte als Erinnerungsauffrischung reichen.

            Wie Star Trek 11 aussehen sollte? Dazu gibt es hier wohl so viele unterschiedliche Meinungen, wie das Board Mitglieder hat, aber ich denke die ENT E sollte schon wieder mit dabei sein . Dieses Schiffchen im Vorbeiflug auf der großen Leinwand zu sehen, unterstützt durch einen kräftigen Bass der einen in den Kinosessel drückt, ist nämlich einfach nur schön. Dafür hat sich auch Nemesis im Kino gelohnt.
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            • #7
              Zitat von Ford Prefect
              Sicherlich handelt es sich um visuell überzeugende Streifen, aber ausgefeilte Dialoge oder überraschende Geschichten sucht man bei beiden Filmen vergebens.
              Überrschende Geschichten stimmt. Dialoge finde ich bei beiden Filmen jedoch sehr gut. Etwa der lange Dialog zwischen Maximus und Marcus Aurelius zu Beginn von "Gladiator" (Commodus Rede über die 5 Tugenden usw.). Und auch "Last Samurai" lebt zu nem großen Prozentteil von den langen Dialogen zwischen Algren und Katsamotu. Einzig "The Time-Machine" find ich vom Drehbuch her alles andere als gelungen. Da hätte Logan eindeutig mehr rausholen können als diesen 0815-Popcorn-Streifen.

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