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Dr. Soran, ich kann seine Motive verstehen!

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  • Dr. Soran, ich kann seine Motive verstehen!

    Hallo zusammen, ihr könnt euch doch sicher noch an Dr. Soran aus Star Trek Generations erinnern!

    Dr. Soran wurde ja eigentlich als böse dargestellt, ich finde aber er war garnicht böse sondern nur "verzweifelt", er hat alles verloren was er hatte und suchte im Nexus den Trost!

    Er hat auch recht mit der Aussage das die Zeit das Feuer ist in dem wir verbrennen, die Zeit vergeht wie im Flug und bevor man sich umschaut ist man alt und alle schönen Momente sind verloren!

    Ich kann daher seinen Wunsch verstehen mit allen Mitteln in den Nexus einzudringen!

    Mir geht es im Moment genau so, ich bin jetzt 37 Jahre alt und komme mit der aktuellen Zeit nicht mehr zurecht, ich kann mich noch bildlich an schönere Zeiten in den 90ern und in den 80ern erinnern. Und ich würde alles dafür tun wenn ich wieder in diesen Zeiten leben könnte!

    Ich kann Dr. Sorans Taten daher vollkommen verstehen, er war nicht böse sondern nur "verzweifelt"!

  • #2
    Zitat von Parallax Beitrag anzeigen

    Mir geht es im Moment genau so, ich bin jetzt 37 Jahre alt und komme mit der aktuellen Zeit nicht mehr zurecht...
    Das nennt man "Midlife-Crisis"

    Zitat von Parallax Beitrag anzeigen

    Ich kann Dr. Sorans Taten daher vollkommen verstehen, er war nicht böse sondern nur "verzweifelt"!
    Naja, DU wünscht Dich quasi in der Zeit zurück - was theoretisch keine Folgen hätte, wenn alles wieder so läuft. Dr. Soran wollte jedoch in eine Art Parallellrealität ( nexus ) flüchten und dafür einen ganzen, bewohnten (!) Planeten Opfern... Ich halte das durchaus für bösartig (einen "rein" bösen Charakter gibt es selten - der würde Böse Dinge tun nur, damit eben einfach böse Dinge passieren, ohne eine "Begründung" vorzuschieben, weil erFreude daran hat.

    Deine Argumentation ist da etwas "unvorsichtig", denn so sind auch die wenigsten Mörder, Vergewaltiger oder was auch immer böse, weil die Ihre Taten ja meist auch mit Verzweiflung etc. rechtfertigen. Im Bestfall sind Gründe auch im Fall von Soran vielleicht "nachvollziehbar", aber die Rücksichtslosigkeit seinerseits kann man sehr wohl als böse einstufen.

    Versetz Dich selbst mal in Sorans Position - sicherlich ein leidvoller Gedanke. Kämst Du am Ende zum Schluss, dass Dir dafür Millionen von Leben als Opfer akzeptabel sind für DEINE persönliche Verbesserung (die bei einem Nexus ja noch nicht einmal real wäre, sondern nur verdammt gut simuliert), wenn diese so möglich wäre? Wenn dem so ist, dann sollte man sich um Dich Sorgen machen...
    Grüße,
    Peter H

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    • #3
      Mir gefällt Dr. Soran sehr, er ist neben Khan wohl der beste ST-Filmschurke. Und zwar, weil er Khan eben nicht kopiert. Soran ist nicht einfach nur so böse, er hat echte Motive und einen Hintergrund, welcher diese Motive glaubwürdig macht. Er spiegelt die Motivation und Beweggründe beider seiner Kontrahenten (Kirk & Picard) wider, wenn er sich nach der Vergangenheit und mehr Zeit sehnt. Außerdem ist er von Malcolm McDowell großartig gespielt.
      Waldorf: "Say, this Thread ain't half bad."
      Stalter: "Nope, it's all bad."

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      • #4
        Warum soll Khan keine Motive haben? Er ist genetisch verbessert und schaut auf die normalen Menschen hinunter. Er hasst Kirk, weil der ihn auf den Planeten gesperrt hat. Auch ziemlich glaubwürdig

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        • #5
          Zitat von Captain Geneva Beitrag anzeigen
          Warum soll Khan keine Motive haben?
          Das hat niemand hier behauptet.

          Zitat: "Soran ist neben Khan wohl der beste Filmschurke."
          "The Light — It's Always Been There. It'll Guide You."
          Reviews, Artikel, Empfehlungen oder Podcasts von mir zu verschiedenen Themen aus der Popkultur könnt ihr auf Schundkritik.de finden.

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          • #6
            Soran war einfach zu lange im Nexus deswegen wollte er zurück dorthin. Aber deswegen so viele Leben auslöschen nur um dorthin zurückzukehren ist nicht richtig.

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            • #7
              Parallax hat aber auch ein Stück weit Recht. Soran ist verzweifelt und diese Verzweiflung läßt ihm vieles in einem anderen Licht erscheinen, sie ändert seine Wertvorstellungen. Das ist, denke ich, durchaus realistisch, denn wenn jemand sehr stark verzweifelt, dann hat er lange für etwas gekämpft und alle möglichen Optionen an sein Ziel zu kommen schon verwerfen müssen. So lange, bis die letzte Option einen völligen Verstoß gegen die eigene Moral bedeutet. War dieser Kampf für das eigene ziel lang und hart genug, hat man schließlich so viel dafür geopfert, dass es dann keine Rolle mehr spielt, den letzten Rest seiner Persönlichkeit auch noch zu opfern.
              Zuletzt geändert von Zenturio; 25.07.2009, 01:09.
              Ich bin durchaus nicht zynisch, ich habe nur meine Erfahrungen, was allerdings ungefähr auf dasselbe hinauskommt

              Oscar Wilde

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              • #8
                Tut mir leid aber dafür hab ich kein Verständnis, denn wenn man auch völlig verzweifelt ist (und ich kann sagen das ich das einige Zeit war) opfert man nicht alles um alles zu tun um jetzt alles zu erreichen und um Leben zu opfern.

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                • #9
                  Zitat von Königin der Nacht Beitrag anzeigen
                  Tut mir leid aber dafür hab ich kein Verständnis, denn wenn man auch völlig verzweifelt ist (und ich kann sagen das ich das einige Zeit war) opfert man nicht alles um alles zu tun um jetzt alles zu erreichen und um Leben zu opfern.
                  Das nennt man Tunnelblick...

                  Verstehen kann ich den Mann schon... Verständnis habe ich keines...
                  Selbst Guinan konnte ihn verstehen... Picard nach seinem Besuch auch...

                  Das ist auch das interessante an seiner Person... (fast) jeder kann ihm seinen Schmerz nachfühlen....
                  "Diese Prozedur wird nicht empfohlen..."

                  "... wo nie ein Hund zuvor gewesen ist" *Cpt. Archer*

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                  • #10
                    Zitat von Kai "the spy" Beitrag anzeigen
                    Mir gefällt Dr. Soran sehr, er ist neben Khan wohl der beste ST-Filmschurke. Und zwar, weil er Khan eben nicht kopiert. Soran ist nicht einfach nur so böse, er hat echte Motive und einen Hintergrund, welcher diese Motive glaubwürdig macht. Er spiegelt die Motivation und Beweggründe beider seiner Kontrahenten (Kirk & Picard) wider, wenn er sich nach der Vergangenheit und mehr Zeit sehnt. Außerdem ist er von Malcolm McDowell großartig gespielt.
                    Schauspielerisch sehe ich Malcolm McDowell auch ganz vorne, noch vor Ricardo Montalban. Allerdings sehe ich auch definitiv keine Parallelen zwischen Khan und Soran oder Star Trek II und ST-VII. Wenn es denn Ähnlichkeiten gibt, dann eher zwischen Star Trek VII und V bzw. zwischen Soran und Sybok, auch wenn diese nicht sehr ausgeprägt sind.
                    Sorans Motive sind sehr glaubwürdig, und vom Nexus geht eine große Faszination und Anziehungskraft aus, der sich wohl niemand - außer den übermenschlichen Captains Picard und Kirk entziehen kann .
                    Soran zu verurteilen ist gar nicht so leicht: Im Grunde lässt Picard doch aufgrund der Obersten Direktive auch mal gerne ganze Völker durch Katastrophen umkommen, um sich nicht in deren natürliche Entwicklung einzumischen . Oder wie war das mit Datas Brieffreundin in der Folge "Brieffreunde" ?

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                    • #11
                      Ich verstehe immer noch nicht, wieso er nicht wieder versucht hat per Raumschiff in den Nexus zu kommen, so wie er das erste Mal dorthin gekommen ist, und wie Kirk dort hin gekommen ist.
                      Außerdem: Werden die Meridianer wirklich ausgelöscht oder kommen sie auch in den Nexus?
                      "This country, with its institutions, belongs to the people who inhabit it. Whenever they shall grow weary of the existing government, they can exercise their constitutional right of amending it, or exercise their revolutionary right to overthrow it." - Abraham Lincoln

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                      • #12
                        Zitat von transportermalfunction Beitrag anzeigen
                        Schauspielerisch sehe ich Malcolm McDowell auch ganz vorne, noch vor Ricardo Montalban. Allerdings sehe ich auch definitiv keine Parallelen zwischen Khan und Soran oder Star Trek II und ST-VII. Wenn es denn Ähnlichkeiten gibt, dann eher zwischen Star Trek VII und V bzw. zwischen Soran und Sybok, auch wenn diese nicht sehr ausgeprägt sind.
                        Ich wollte auch nicht direkt Khan und Soran vergleichen. Khan ist halt nur der große ST-Überschurke, der gerade bei den letzten beiden Filmen als Vorbild für die Hauptschurken (Shinzon und Nero) gedient hatte und von vielen Fans jetzt schon wieder für den nächsten ST-Film gefordert wird. Mein Punkt war halt, dass Soran u.a. deshalb ein so guter Schurke ist, weil er eben nicht in dieselbe Kategorie wie Khan fällt und sich so auch nicht mit ihm messen lassen muss.

                        Zitat von Dunderdon Beitrag anzeigen
                        Ich verstehe immer noch nicht, wieso er nicht wieder versucht hat per Raumschiff in den Nexus zu kommen, so wie er das erste Mal dorthin gekommen ist, und wie Kirk dort hin gekommen ist.
                        Außerdem: Werden die Meridianer wirklich ausgelöscht oder kommen sie auch in den Nexus?
                        Ist jetzt eine Weile her, dass ich den Film gesehen habe, aber ich glaube, Picard hat im Film dieselbe Frage gestellt, woraufhin Data antwortete, dass jedes Schiff, welches versuchte, in das kosmische Band zu fliegen, zerstört wurde. Die Raumschiffe mit den Flüchtlingen, denen die Ente-B zu Hilfe kam, wurden wohl auch selbst vom Band erfasst, anstatt dass sie versucht hätten, reinzufliegen.
                        Die Meridianer (waren doch diese junge Zivilisation auf dem Nachbarplaneten, oder?!) wurden getötet, ebenso wie die Crew der Ente-D. Diese Planeten wurden ja zerstört, damit dass kosmische Band sich verschiebt.
                        Waldorf: "Say, this Thread ain't half bad."
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                        • #13
                          Die gravimetrischen Verzerrungen umgeben ja das Band und können wohl ein Schiff zerstören, noch ehe man ganz in Reichweite des Bandes ist. Somit dürfte der Versuch, mit einem Schiff in das Band zu fliegen, zu unsicher sein.

                          Wenn ich mich richtig entsinne, dann wird im Film gar nicht klar gesagt, wie Soran in den Nexus kam. Ehrlich gesagt habe ich das bis heute nicht verstanden. Als die Enterprise-B die El-Aurianer von den Schiffen beamt, ist Soran darunter, macht aber einen sehr desorientierten Eindruck, ebenso wie Guinan. Hier habe ich immer gedacht, dass der Transporterstrahl durch das Band abgelenkt wurde, dann beide im Nexus erfasste und auf die Enterprise beamte, denn auch Guinan gab an, dass sie bereits im Nexus war.
                          Waren beide auf dem ersten Schiff das explodierte, kamen von dort in den Nexus, in dem "die Zeit keine Bedeutung hat" und wurden Minuten später (für sie selber vielleicht Tage später???) auf die Enterprise-B gebeamt?
                          Oder waren beide schon lange vorher im Nexus, und es ist nur ein Zufall, dass sie bei einer Rettungsaktion für El-Aurianer aus dem Nexus herausgerissen werden, weil der Transporter Lebenszeichen von El-Aurianern erfasste?
                          Ich bin durchaus nicht zynisch, ich habe nur meine Erfahrungen, was allerdings ungefähr auf dasselbe hinauskommt

                          Oscar Wilde

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                          • #14
                            Zitat von Zenturio Beitrag anzeigen
                            Die gravimetrischen Verzerrungen umgeben ja das Band und können wohl ein Schiff zerstören, noch ehe man ganz in Reichweite des Bandes ist. Somit dürfte der Versuch, mit einem Schiff in das Band zu fliegen, zu unsicher sein.
                            Die Frage ist einfach, gab es nicht auch einen anderen Weg, in den Nexus zu gelangen, als der von Soran gewählte. Soran sagt einfach, nein, gibt es nicht. Aber vermutlich war ihm, wie Du schreibst, der Weg mit einem Raumschiff reinzufliegen, einfach zu unsicher. Um selbst also sicher zu gehen, opfert er 200 Millionen auf einem benachbarten Planeten, was ja schon ziemlich heftig ist. So schlecht können seine Chancen aber irgendwie auch nicht gestanden haben, wenn man den Anfang des Filmes genauer betrachtet. Irgendwie müssten da auch noch mehr Leute im Nexus verschwunden sein.

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                            • #15
                              Nein, nicht unbedingt. Vielleicht war Kirk der einzige, der nach der Explosion in den Nexus gezogen wurde.
                              Da Zoran über 70 Jahre versucht hat, eine ethode zu finden, wieder in den Nexus zu kommen, darf man ihn wohl getrost als Spezialisten für den Nexus betrachten. Das schließt eine starke Verblendung und Engstirnigkeit natürlich nicht aus. Guinan beschreibt ihn ja sogar als Besessenen.
                              Also, ich denke, dass er Anfangs einige Versuche mit Schiffen unternommen hat, die fehlschlugen und die er evtl. nur knapp überlebte. Diese Misserfolge haben seine Besessenheit wahrscheinlich ehr noch gesteigert und schließlich war er bereit über Leichen zu gehen.
                              Ich bin durchaus nicht zynisch, ich habe nur meine Erfahrungen, was allerdings ungefähr auf dasselbe hinauskommt

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