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Picard = Gott

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  • Picard = Gott

    Zitat von KennerderEpisoden Beitrag anzeigen
    Er will, dass jeder sein Potential entfaltet.
    Okay. Jeder soll sein Potential entfalten.

    Picard gilt ja als ultrahoch entwickelter Mensch.

    - Was macht ihn eigentlich so hoch entwickelt ?

    - Hält sich Picard nicht für besser als andere (Normalsterbliche) ?

    Angenommen, Q gibt ihm die Kräfte der Q.

    - Was würde Picard damit machen ?
    - Wie würde er sein neues Potential entfalten ?


    - Hält sich Picard nicht für besser als Q ?

  • #2
    Zitat von transportermalfunction Beitrag anzeigen
    Okay. Jeder soll sein Potential entfalten.

    Picard gilt ja als ultrahoch entwickelter Mensch.

    - Was macht ihn eigentlich so hoch entwickelt ?

    - Hält sich Picard nicht für besser als andere (Normalsterbliche) ?
    Du vergisst, dass diese ganze Attitüde von wegen "Der Mensch ist weiterentwickelt" bereits dekonstruiert und als reine Überheblichkeit dargestellt wurde.
    Picard hat in First Contact einen Dämpfer in der Hinsicht bekommen und danach war er so oft ja nicht mehr zu sehen, bzw. zeigte dieses arrogante Verhalten eher selten (die ganze Aufstand-Aktion in ST IX mal ausgenommen).

    Angenommen, Q gibt ihm die Kräfte der Q.

    - Was würde Picard damit machen ?
    - Wie würde er sein neues Potential entfalten ?
    Davon abgesehen, dass er die Kräfte ablehnen würde, da er sie als unnötig betrachtet (wie einst Riker):

    Er würde vermutlich eher beobachten, immerhin ist er Hobby-Archäologe und kann so persönlich alle Rätsel aufdecken, die ihn schon immer fasziniert haben. Somit würde er die Kräfte nur nutzen, um seine selbstgewählte Bestimmung als Forscher weiter voranzutreiben.

    - Hält sich Picard nicht für besser als Q ?
    Ja, er hält sich zumindest für besser als den einen, den er kennt. Denn der spielt (aus Picards Sicht zumindest) mit den leben Unschuldiger, nur zu seiner eigenen Unterhaltung.
    Zudem läuft Qs "Prozess" gegen die komplette Menschheit Picards festem Glauben an die Nichteinmischung in primitivere Kulturen zuwider.

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    • #3
      Zitat von Draco90831 Beitrag anzeigen
      Du vergisst, dass diese ganze Attitüde von wegen "Der Mensch ist weiterentwickelt" bereits dekonstruiert und als reine Überheblichkeit dargestellt wurde.
      Picard hat in First Contact einen Dämpfer in der Hinsicht bekommen und danach war er so oft ja nicht mehr zu sehen, bzw. zeigte dieses arrogante Verhalten eher selten (die ganze Aufstand-Aktion in ST IX mal ausgenommen).
      Das liegt daran, dass es zwei Picards gibt: "TV-Picard" (der weiterentwickelte Mensch) und "Film-Picard" (der Action-Star). Es gibt zwischen diesen beiden Charakteren keinen Moment, der als Bindeglied fungieren würde. Bereits vor FC in Generations hat sich Picard mehr auf seine Fäuste denn mit seinen Intellekt verlassen.

      Davon abgesehen, dass er die Kräfte ablehnen würde, da er sie als unnötig betrachtet (wie einst Riker):
      Ja, das denke ich auch.


      Zitat von transportermalfunction
      - Was macht ihn eigentlich so hoch entwickelt ?
      1. Er strebt fortwährend danach seine Erkenntnisse zu mehren.
      2. Er richtet sein Handeln nach bestimmten ethischen Maßstäben aus, die er im Notfall über den Befehl eines Vorgestellten stellt.
      3. Er weiß, dass er nicht alles weiß. Sein undogmatisches Verhalten zeigt sich durch sein kontinuierliches Reflektieren von Entscheidungen und darin, dass er immer wieder das Urteil seiner Untergebenen einholt, um nicht selten danach zu handeln.

      - Hält sich Picard nicht für besser als andere (Normalsterbliche) ?
      Generell würde ich das zwar nicht sagen, aber gegenüber gewissen Leuten merkt man schon, dass sich Picard als höherstehend empfindet. Zwei Beispiele:

      - Die aufgetauten Menschen aus dem 20.Jahrhundert in "Die neutrale Zone" werden von Picard geradezu verachtet. Er will sie anfangs nicht einmal wiederbeleben.

      - In "Der Ehrenkodex" setzt Picard zu einer langen Rede über die Primitivität der ligonischen Sitten an, nur um plötzlich feststzstellen, dass dies bereits allseits bekannt sei.


      - Hält sich Picard nicht für besser als Q ?
      Picard hält Q zunächst für einen unmoralischen Clown und sieht sich -als das personalisierte Gewissen des Universums- dementsprechend für überlegen. Wobei er in späteren Folgen auch gelegentlich Dankbarkeit für Qs Eingreifen zeigt ("Das Herz einen Captains z.B).
      I reject your reality and substitute my own! (Adam Savage)

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      • #4
        Zitat von Draco90831 Beitrag anzeigen
        Davon abgesehen, dass er die Kräfte ablehnen würde, da er sie als unnötig betrachtet (wie einst Riker):
        Zitat von KennerderEpisoden Beitrag anzeigen
        Ja, das denke ich auch.
        In wie fern als unnötig ?

        Mir ist das etwas zu einfach gedacht: Kräfte der Q, Unsterblichkeit, nö, brauche ich nicht

        Kann Picard mit den Kräften umgehen, oder nicht ?

        Was unterscheidet denn Picard von Riker ?

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        • #5
          Picard ist ein Alpha Tier der nicht dazu bestrebt ist Gott zu sein sondern eher
          dafür steht ein besserer Mensch - unerschöpflich vieles zu leisten-zu sein.
          Ich glaube um Picard zu Verstehen sollte man auch die Philosophie von
          Star Trek Verstehen.
          Star Trek hatte immer die Absicht zu zeigen das der Mensch kein primitiver
          Affe ist sondern durchaus im stande ist human und zivilisert mit anderen
          Völkern und Rassen harmonisch zu leben , wie es funktionieren soll kann man ruhig hinter fragen ob dieser oder jener Versuch beim Erst Kontakt gut oder schlecht wahr.
          Aber im großen und ganzen ist Picard kein schlechter Mensch , aber
          er ist auch nicht so klein das er von einem Fabelwessen wie Q sich alles
          gefallen läßt weil mann zu wenig über Q eben weiß.
          Bei STTNG Erinnert mich Q mehr an Einem Teufel als an Etwas Göttlichem.
          Darum ist es total korrekt wie sich Picard verhält.
          so say we all

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          • #6
            Picard ist das Idealbild des Humanismus, also ganz bestimmt kein Gott.
            Und genau deswegen würde er die Kräfte Qs auch ablehnen, da Picard sehr wahrscheinlich die Gefahr eines Missbrauchs erkennen kann und selbstreflektiert genug ist, um zu wissen, dass auch er auf kurz oder lang von absoluter Macht korrumpiert würde.

            Picards größte Schwäche ist in der Tat der Hauch an Arroganz, dem er manchmal verfällt. Picard ist sich dieser Schwäche auch vollkommen bewusst, wie man in Nemesis zu sehen bekommt, wo er die Arroganz seines jüngeren Ichs ausnutzt. (eine der wenigen guten Dinge an Nemesis).
            Auch scheint seine "intellektuelle Seite" seine "arrogante Seite" nicht sonderlich zu mögen. Erst Q gelingt es sich mit ihr auszusöhnen. Denn ohne diese gelegentliche Arroganz wäre Picard wahrscheinlich nie Captain geworden, wie ihm Q am Beispiel seines Kampfs mit dem Nausicaaner aufzeigt.
            Denn die Schwäche Arroganz ermöglicht es ihm irgendwann eine fixe Entscheidung zu treffen und sie durchzuziehen und nicht wie ein Wissenschaftler Pro und Kontra bis in alle Ewigkeit miteinander abzuwägen. Die Arroganz rettet ihn sozusagen vor seinem Intellekt, wenn es um Eigenschaften wie Führungsstärke, Entschlussfreudigkeit und Risikobereitschaft geht.
            Es wäre für jeden Psychologen sicher interessant dieses Spannungsfeld zwischen Intellekt und Arroganz (die wiederum durch seinen Intellekt mit Zündstoff beliefert wird) zu erforschen.

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            • #7
              Zitat von KennerderEpisoden Beitrag anzeigen
              Das liegt daran, dass es zwei Picards gibt: "TV-Picard" (der weiterentwickelte Mensch) und "Film-Picard" (der Action-Star). Es gibt zwischen diesen beiden Charakteren keinen Moment, der als Bindeglied fungieren würde. Bereits vor FC in Generations hat sich Picard mehr auf seine Fäuste denn mit seinen Intellekt verlassen.
              Dem kann ich mich voll und ganz anschließen. Picard stand ja in den Kinofilmen immer im Mittelpunkt, und diese waren doch deutlich actionlastiger als die TV-Episoden, sprich Picard löst die Konflikte eher mit Gewalt als mit Diplomatie. Eigentlich schade, die Filme haben dem Charakter von Picard sicher nicht geholfen.

              Picard ist eben die Verkörperung eines Menschen im 24. Jhd., ein Vertreter der Menschheit, welche Neid, Hass, Habgier, Intoleranz,... abgelegt hat. Er stellt sich in den Dienst der Menschheit, indem er tagtäglich sein Leben im Namen der Forschung riskiert. Aber er nimmt sich trotzdem genügend Zeit zu seiner Selbstverwirklichung, sprich seinen Hobbies.
              Völker hört die Signale, auf zum letzten Gefecht,
              die Internationale erkämpft das Menschenrecht


              das geht aber auch so

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              • #8
                Zitat von newman Beitrag anzeigen
                Picard ist das Idealbild des Humanismus, also ganz bestimmt kein Gott.
                Und genau deswegen würde er die Kräfte Qs auch ablehnen, da Picard sehr wahrscheinlich die Gefahr eines Missbrauchs erkennen kann und selbstreflektiert genug ist, um zu wissen, dass auch er auf kurz oder lang von absoluter Macht korrumpiert würde.
                Wie kann Picard von diesen Kräften korrumpiert werden, wenn er so hochentwickelt ist und Hass, Neid, Missgunst usw. nicht mehr kennt ?

                Wenn Picard Qs Kräfte ablehnt, bedeutet das, dass er zugibt, mit diesen Kräften weniger gut umgehen zu können als Q .

                Damit gibt er zu, dass Q höher entwickelt ist als er selbst.

                Und somit müsste er eigentlich danach streben so zu werden wie Q.
                Insbesondere so weise.

                Zitat von Mr.Viola Beitrag anzeigen
                Picard ist eben die Verkörperung eines Menschen im 24. Jhd., ein Vertreter der Menschheit, welche Neid, Hass, Habgier, Intoleranz,... abgelegt hat.
                Ich denke, die Menschheit im 24 Jhd. hat nur viele Ursachen für Neid, Hass, Habgier, Intoleranz usw. abgelegt.

                Wenn z.B. jeder ausreichend mit dem Replikator mit lebensnotwendigen Gütern versorgt, halten sich Neid und Habgier natürlich in Grenzen.

                Aber Hass kann es nach wie vor geben. Ich kann mir z.B. vorstellen, dass sogar Picard die Borg hasst oder auch Admiral Nacheyev

                Und nimm mal jemandem auf Lebenszeit seine Holodeck-Rechte weg, dann hast du auch ganz schnell Neid .

                Eifersucht dürfte es auch noch geben.

                Zitat von Mr.Viola Beitrag anzeigen
                Er stellt sich in den Dienst der Menschheit, indem er tagtäglich sein Leben im Namen der Forschung riskiert. Aber er nimmt sich trotzdem genügend Zeit zu seiner Selbstverwirklichung, sprich seinen Hobbies.
                Mein Eindruck ist, Picards Leben als Captain gehört zu seiner Selbstverwirklichung, nicht zum Dienst an der Menschheit. Picard opfert sich nicht auf, sondern er hat eine Karriere angestrebt.

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                • #9
                  Zitat von transportermalfunction Beitrag anzeigen
                  Wie kann Picard von diesen Kräften korrumpiert werden, wenn er so hochentwickelt ist und Hass, Neid, Missgunst usw. nicht mehr kennt ?

                  Wenn Picard Qs Kräfte ablehnt, bedeutet das, dass er zugibt, mit diesen Kräften weniger gut umgehen zu können als Q .

                  Damit gibt er zu, dass Q höher entwickelt ist als er selbst.

                  Und somit müsste er eigentlich danach streben so zu werden wie Q.
                  Insbesondere so weise.


                  Ich denke, die Menschheit im 24 Jhd. hat nur viele Ursachen für Neid, Hass, Habgier, Intoleranz usw. abgelegt.

                  Wenn z.B. jeder ausreichend mit dem Replikator mit lebensnotwendigen Gütern versorgt, halten sich Neid und Habgier natürlich in Grenzen.

                  Aber Hass kann es nach wie vor geben. Ich kann mir z.B. vorstellen, dass sogar Picard die Borg hasst oder auch Admiral Nacheyev

                  Und nimm mal jemandem auf Lebenszeit seine Holodeck-Rechte weg, dann hast du auch ganz schnell Neid .

                  Eifersucht dürfte es auch noch geben.


                  Mein Eindruck ist, Picards Leben als Captain gehört zu seiner Selbstverwirklichung, nicht zum Dienst an der Menschheit. Picard opfert sich nicht auf, sondern er hat eine Karriere angestrebt.


                  Mann kann doch auch sagen das Picard einen Subjektiven Selbstgerechten Charakter wiederspiegelt und nicht einen kollegialen oder Gemeinschaftsnützigen Charakter.
                  Vielleicht muß man in seiner Situation ein wenig eigenbrötlerich sein , ich möchte Picard jetzt nicht in Schutz nehmen aber er ist kein Mann der
                  nur für sich Kämpft.

                  Die Anmaßung von dir das Picard bestrebt ist so zu sein wie Q ist depremierend.
                  Q ist ein höher Entwickeltere Lebensform es währe logisch schon unmöglich das Picard so sein möchte wie Q.
                  so say we all

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                  • #10
                    Zitat von galacticatürk26 Beitrag anzeigen
                    Die Anmaßung von dir das Picard bestrebt ist so zu sein wie Q ist depremierend.
                    Q ist ein höher Entwickeltere Lebensform es währe logisch schon unmöglich das Picard so sein möchte wie Q.
                    Wieso sollte das logisch unmöglich und deprimierend sein?
                    "Unterdrücke nie mit Gewalt Überzeugungen, die du für verderblich hälst, sonst unterdrücken diese Überzeugungen dich. " - B. Russell, 10 Gebote eines Liberalen.

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                    • #11
                      Im 24 Jahrhunder weiß jeder gescheiter Mensch das es auch höhere fortschritlichere Lebensformen gibt als wir Menschen.
                      Kann sein das die Föderation im Alpha Quadranten speziele prioritäten hat
                      aber nicht für das ganze Universum.
                      Das weiß Picard auch das Unmöglich ist sich anzumaßen so zu sein oder zu werden wie Q.
                      Weil Q Einfach fähigkeiten besitzt das Mensch auch nach 1000 Jahren unter normalen bedingungen
                      nie erreichen werden.
                      Zuletzt geändert von galacticatürk26; 06.07.2010, 19:09.
                      so say we all

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                      • #12
                        Zitat von transportermalfunction Beitrag anzeigen
                        Wie kann Picard von diesen Kräften korrumpiert werden, wenn er so hochentwickelt ist und Hass, Neid, Missgunst usw. nicht mehr kennt ?
                        Weil er sie noch kennt

                        Die Geschichte der Menschheit wird nur von diesen Gefühlen nicht mehr entscheidend bestimmt. Sie hat sie aber nicht verloren. Wie oft sagt Picard zu Data, wenn dieser etwas seltsam unlogisch findet, dass diese Empfindung nur menschlich sei? Picard verneint seine Menschlichkeit also eben nicht!!
                        Die Vorstellung ist ja nicht, dass der Mensch nach buddhistischem Vorbild seine Gefühle überwindet, sondern dass er über seinen Verstand Herr über seine Gefühle und seine Taten werden kann. Dazu muss er Hass und Neid nicht verlieren, der Verstand muss nur in der Lage sein mit seinen "Befehlen" den Gefühlen ein Veto entgegenzusetzen. Nichts anderes tun wir jeden Tag. Wie oft ist man erbost und denkt sich wie schön es wäre dem anderen jetzt eine reinzuhauen. Aber man tut es nicht, weil der Verstand "Nein" sagt.


                        Was die Beziehung zu Q angeht:
                        Q ist sicher nur auf den ersten Blick ein Unhold. Wenn man genauer hinschaut hilft er der Menschheit und seinem Lieblingshaustier Picard immer wieder über sich selbst hinauszuwachsen. Ich denke hinter seinem verletzten Stolz erkennt auch Picard diese Absicht hin und wieder. Er ist nur sehr unzufrieden mit der rücksichtslosen Art und Weise, mit der Q seine Lektionen - ganz entgegen der Nichteinmischung - verteilt und dass Q ihm ein negatives Menschenbild aufzeigt, dass Picard als Humanist ablehnt und verabscheut.

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                        • #13
                          Picards Humanoidismus (Irdischer Speziezismus passt nicht zum Roddenberry-Universe) beruht auf der Stoa (Marc Aurels Gedanken) und Existenzialismus. Unsterblichkeit passt nicht zu einem wirklichen Individualismus. Wenn man für sich die Pflicht sieht, an dem Platz des Universums, an den man gestellt wird, das für sich Bestmögliche zu erreichen und bei jeder relevanten Entscheidung nur einen irreversiblen Weg hat, dann hat die göttliche Allmacht, Vorgänge beliebig, auch in der Vergangenheit abzuändern, zur Folge die rationale oder emotionale Tiefe des Moments einzuebnen. Hic Rhodos, hic salta! Warum denn. Ich bin Gott, ich kann mehrmals in denselben Fluß steigen (Vs Heraklit). Gibt es für einen Gott Außergewöhnliches? Nein, denn alles ist beliebig, banal und langweilig. Ein Picard genießt seinen Earl Grey, ließt Moby Dick, spielt seine Piccolo-Flöte, grübelt über archäologische Funde ausgestorbener Kulturen, ist trotz seiner Probleme mit Kindern und Jugendlichen Quasi-Pate und Mentor von Wesley. Er ist als Diplomat zwischen Kulturen ein Mediator und sucht das kleinste gemeinsame Vielfache als mögliches Bindungsglied. Er hat mit Data und Worf zwei maximal unterschiedliche Charaktere an seiner Seite und optimiert deren Stärken. Welcher Gott hätte es nötig, sich solche Mühe zu geben. Dieser Moment, dieses Leben ---> Einzigartig! Trotz der hohen Preise die er in TNG zahlen und mit seinem Gewisssen ausmachen muß.
                          \\// Dup dor a´az Mubster
                          TWR www.labrador-lord.de
                          United Federation of Featherless
                          SFF The 6th Year - to be continued

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                          • #14
                            Zitat von Thomas W. Riker Beitrag anzeigen
                            Picards Humanoidismus (Irdischer Speziezismus passt nicht zum Roddenberry-Universe) beruht auf der Stoa (Marc Aurels Gedanken) und Existenzialismus. Unsterblichkeit passt nicht zu einem wirklichen Individualismus.
                            Warum das? Grade Marc Aurel war doch gegenüber diesen Gedanken sehr neutral.

                            Zitat von Thomas W. Riker
                            Wenn man für sich die Pflicht sieht, an dem Platz des Universums, an den man gestellt wird, das für sich Bestmögliche zu erreichen und bei jeder relevanten Entscheidung nur einen irreversiblen Weg hat, dann hat die göttliche Allmacht, Vorgänge beliebig, auch in der Vergangenheit abzuändern, zur Folge die rationale oder emotionale Tiefe des Moments einzuebnen.
                            Das stimmt soweit, aber auf diesen Weg könnte Picard natürlich auch auf einfachsten Weg das Leben eines Maximums an Individuen verbessern. Dafür büsst er nur das Nachdenken darüber ein, welche Mittel für welchen Zweck am angemessenstens ist und wie mit einer neuen Situation unter den gegebenen Mitten am Besten zu verfahren ist. Auch wenn dieser Aspekt Picard am Dienst in der Sternenflotte wohl am Meisten reizt, wenn er das Ziel verfolgt, seine Pflicht in der Welt am Besten zu erfüllen (indem er um des anderen Wesens da ist ) ist die Annahme von Qs Kräften wohl einer der besten Wege.
                            "Unterdrücke nie mit Gewalt Überzeugungen, die du für verderblich hälst, sonst unterdrücken diese Überzeugungen dich. " - B. Russell, 10 Gebote eines Liberalen.

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                            • #15
                              Seltsames Picardbild.
                              Mir ist Picard nie als eine Art Mutter Theresa oder Ghandi erschienen.

                              Dass Picard in ST:FC sagt, dass man danach strebt sich selbst und die Gesellschaft zu verbessern, ist noch lange nicht genug, um ihn zu einem selbstaufopfernden Weltverbesserer zu machen.

                              Picard motiviert in meinen Augen etwas anderes. Die intellektuelle Herausforderung ist sicher sehr weit oben, der Kontakt zu Fremdem, Fremdes kennenlernen, und was eben einen Menschen antreibt, der es in der Karriereleiter so weit bringt, an der administrativen Seite des Captainseins und der Möglichkeit in schweren Situationen Verantwortung und Autorität auf sich zu laden hat Picard sicher auch ein gewisses Interesse.
                              All das wäre mit Allmacht nicht mehr möglich. Dann gäbe es nichts Fremdes mehr, keine Herausforderung, keine Verantwortung, kein Risiko, kein persönlicher Gewinn, keine Befriedigung. Nur Macht. Wenn Macht bei Picard höchste Priorität hätte, dann hätte er sich schon längst zum Admiral befördern lassen.

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