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Die TNG-Crew in kritischen Situationen

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  • Die TNG-Crew in kritischen Situationen

    Bekanntlich ist die TNG-Crew die coolste Scifi-Crew überhaupt. Ès gibt keine Hektik, und auch bei Gefechten, nach dem die Schilde ausgefallen sind, wirkt Picard, als bliebe immer noch Zeit für eine Tasse Earl Grey. (Siehe z.B. den Kampf gegen das Husnock-Schiff in der Folge "Die Überlebenden auf Rana IV")

    Ist das wirklich noch normal, ein Zeichen höchster Professionalität?
    Woher kommt diese Coolness?
    Was sind eure liebsten Szenen?
    Wo findet ihr es übertrieben?

  • #2
    Zitat von irony Beitrag anzeigen
    Ist das wirklich noch normal, ein Zeichen höchster Professionalität?
    Nein, es ist einfach nur die Darstellung. In der trekinternen Realität dürften die Reaktionen deutlich schneller ablaufen.

    Zitat von irony Beitrag anzeigen
    Woher kommt diese Coolness?
    In Anbetracht der zumeist überlegenen Technologie fühlt sich Sternenflottenpersonal im Allgemeinen doch sehr sicher. Viele Sicherheitsfunktionen sind außerdem völlig automatisiert.

    Zitat von irony Beitrag anzeigen
    Was sind eure liebsten Szenen?
    Die Ansprache die Picard kurz vor dem Zusammentreffen mit den drei klingonischen Schlachtschiffen in TNG "Die alte Enterprise" hält oder auch als er sagt "soweit ist es noch nicht", nachdem die Klingonen die Kapitulation verlangen. Das hatte schon was sehr kultiges.

    Zitat von irony Beitrag anzeigen
    Wo findet ihr es übertrieben?
    Dein angesprochene Beispiel ist schon etwas grenzwertig, aber lustig.
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    Even logic must give way to physics. / Sogar die Logik muss sich der Physik beugen. -- Captain Spock, 2293

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    • #3
      Mir fällt das immer wieder besonders bei Worf auf. Der bewegt sich auch in kritischen Situationen irgendwie so, als ob er sagen wollte: „Okay, wenn´s denn unbedingt sein muss…“

      Natürlich ist es generell ratsam, ruhig und überlegt zu handeln und nicht in Panik zu verfallen. Dennoch fällt es manchmal schwer, nachzuvollziehen, wie man selbst in Momenten, wo es um Leben und Tod geht, derart gelöst bleiben kann. Alleine mit Routine ist das wohl nicht zu erklären, schließlich ist jede Notsituation eine erneute Herausforderung.

      Andererseits hat mich das noch nie wesentlich gestört, ich sehe darin eher eine Randerscheinung.

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      • #4
        Zitat von irony Beitrag anzeigen

        Ist das wirklich noch normal, ein Zeichen höchster Professionalität?
        Es ist ja nicht professionell in Krisensituationen ganz gelassen zu reagieren, zu beratschlagen und dann vielleicht mal etwas zu unternehmen.
        Wenn im Kampf die Schilde versagen ist ein Raumschiff normalerweise geliefert, es ist ja nicht so, als ob noch eine unglaublich dicke Hülle durchdrungen werden müsste. Selbst die Defiant hält ohne Schilde nicht lange aus.
        In eben diesen Situationen muss blitzschnell gehandelt werden, das tut die TNG Crew und vor allem Picard nicht wirklich. Picard ist ja sowieso der Typ der erstmal noch die Grußfrequenzen aktiviert, nachdem das Schiff zusammengeschossen wurde. Das passiert in TNG auch ziemlich oft, meisten aus eigenen verschulden heraus.
        Woher kommt diese Coolness?
        Durch den Glauben an den Heldenbonus der Enterprise. Jedes andere Schiff wäre schon in Staffel 1 mehrmals draufgegangen
        Was sind eure liebsten Szenen?
        Das von dir genannte Beispiel ist schon sehr gut.
        Der erste Kampf gegen die Borg ist auch wunderbar. Da wird ein ganzes Stück Hülle aus dem Schiff gebohrt bis man mal auf die Idee kommt extreme Maßnahmen zu ergreifen. Oder die Drohne auf der Enterprise darf erstmal machen was sie will, dann schickt man ein Redshirt hin und schließlich müht sich Worf mit einem Phaser ab. Wieso greift sich nicht jeder ein Phasergewehr und ballert was das Zeug hält?
        Wo findet ihr es übertrieben?
        Durchaus. Ein Hauptpunkt, warum ich TNG wesentlich weniger mag als DS:9 und Voyager.
        Wobei Janeway ja auch meint cool im Stuhl sitzend mit den Kazon verhandeln zu können, nachdem diese das Schiff erobert haben. Dann doch lieber die Klingonen und kämpfend untergehen.

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        • #5
          Zitat von Lt.Cmdr.CK Beitrag anzeigen
          Mir fällt das immer wieder besonders bei Worf auf. Der bewegt sich auch in kritischen Situationen irgendwie so, als ob er sagen wollte: „Okay, wenn´s denn unbedingt sein muss…“
          Worfs "Eile" finde ich auch häufig sehr kurios. Besonders, wenn er in den langsamen Trap übergeht. *g*

          Aber diese "langsame" Inszenierung war für damalige TV-Drama-Verhältnisse ja quasi "Action und Aufregung" pur. Da hatte man noch Zeit einen flotten Spruch abzulassen bevor die Phaser surren sollten. Hat auch seinen Charme und stört mich nicht weiter. Heutzutage würde man das natürlich nicht mehr so machen.

          Ansonsten bin ich auch immer überrascht mit welcher Ruhe die TNG-Crew die Antriebssektion in der Serie evakuiert. Im Schritttempo, im Takt zur langsamen dramatischen Musik schreitet man vorran und schaut dabei ganz furchtbar ernst. In STVII ging es dabei dann schon chaotischer zu.
          "The Light — It's Always Been There. It'll Guide You."
          Reviews, Artikel, Empfehlungen oder Podcasts von mir zu verschiedenen Themen aus der Popkultur könnt ihr auf Schundkritik.de finden.

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          • #6
            Ein Highlight war ganz sicher der Kampf mit den Klingonen-Kreuzern in der Folge, als eine alte Enterprise einen Zeitsprung machen soll.
            Erst muss natürlich alles kaputt gehen und dann springt Picard mal ganz locker über das Geländer, um nochmal zu schießen. Mehr Action hat es wohl nie gegeben

            Sehr schön zu sehen in der Folge wie eine ordentlich Torpedosalve einen Kreuzer vernichtet. Einfach den Dauerbeschuss benutzt wie in der oben genannten Folge und der Feind wäre geschlagen. Wäre zwar nicht spannend aber nachvollziehbarer.

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            • #7
              Das Lustige ist auch, dass die TNG-Brücke wie eine Shakespeare-Bühne aufgebaut ist. Viel Platz zum Aufführen dramatischer Ansprachen. Picard muss ja fast immer von seinem Platz aufstehen und nach vorne laufen. Von allen Leuten auf der Brücke kriegt er von seinem Platz aus am wenigsten mit und kann kaum etwas machen. Wenn der taktische Offizier ausfällt, dauert es ewig, bis Ersatz auf dem Posten ist.

              Der Unterschied zu TOS ist auch, dass Picard tiefer sitzt. Aufstehen ist anstrengend. Kirk wirkt alleine schon dadurch hochdynamisch, dass er fast gezwungenermaßen aus dem Sessel rutscht, wenn er sich nach vorne lehnt.

              Eigentlich hätte man das "Sofa", auf dem Picard, Riker und Troi sitzen, noch etwas verbreitern können, dann würde es noch mehr aussehen, wie bei "Wetten dass ..." TNG ist wirklich als TV-Show angelegt.

              Wie viele wesentlich verschiedene Kameraperspektiven gibt es eigentlich?
              Bestimmte Einstellungen sieht man sehr selten.

              Was so gut wie gar nicht vorkommt, ist das aus TOS bekannte Durchschütteln der Crew in kritischen Situationen, wo sich alle in eine Richtung lehnen.

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              • #8
                Zitat von irony Beitrag anzeigen
                Das Lustige ist auch, dass die TNG-Brücke wie eine Shakespeare-Bühne aufgebaut ist.
                Dazu passt ja auch, dass die TNG-Crew hauptsächlich von Theater-Schauspielern gespielt wird. Patrick Stewart ist ja ein bekannter britischer Theaterschauspieler, welcher über Star Trek hinaus ja so gut wie nie im TV zu sehen ist. Er spielte zwar noch in einigen bekannten Kinofilmen mit ("Der Wüstenplanet" oder "Moby Dick"), aber sein Talent gilt dem Theater.

                Star Trek TNG ließe sich wohl auch als Theaterstück aufführen.
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                • #9
                  Zitat von irony Beitrag anzeigen
                  Eigentlich hätte man das "Sofa", auf dem Picard, Riker und Troi sitzen, noch etwas verbreitern können, dann würde es noch mehr aussehen, wie bei "Wetten dass ..." TNG ist wirklich als TV-Show angelegt.
                  Mir fehlt da nur noch die Sofa-Einstellung zum Entspannen. Lehne nach hinten, Fußteil fährt raus und Massage-Funktion für das Polster. Für Troi ist das Sofa sicherlich ideal, aber für Captain und 1. Offizier, die sicherlich mal taktische Informationen überblicken müssen und selbst dies- und das selbst regeln.
                  Äußerst lustig finde ich auch wenn der Capitän oder 1. Offizier ausfällt, oder wie bei Star Trek Nemesis Riker und Worf die Brücke verlassen, wie dann z.B. Dater seine Station verlässt und sofort auf die Couch rennt. Wo leistet ein Supercomputer wie Data wohl mehr, direkt an einer voll funktionsfähigen Konsole oder auch der Couch, um mündlich Befehle weiter zu geben?

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                  • #10
                    Die Raumkämpfe sind wirklich nicht die Stärke von TNG. Da kamen die Befehle bei TOS weitaus präziser und zackiger rüber (unglaublich das mit erst heute auffällt, dass der militärische Grundton in der Classic-Serie so hoch war). Und bei DS9 wurde ja eh ab der 3. Staffel auf größere Raumgefechte gesetzt - da war auch von dem Kuschelkurs aus TNG nicht mehr viel zu sehen.

                    Ich finde es zwar gut, dass man versuchte, einen friedlichen Ansatz zu fahren, aber mitunter war das schon an der Grenze der Glaubwürdigkeit. Die Galaxy-Klasse war eben in einer Zeit relativen Friedens entwickelt worden, das merkt man auch am angesprochenen Brückendesign. Das entspricht ja auch den Vorstellungen des späten Gene Roddenberry, vor allem in den ersten beiden TNG Staffeln. Die Föderation wird dort als moralich hochstehende Kultur dargestellt, die zwar die Konflikte mit ihrer überlegenen Waffentechnik kösen könnte, es aber gerade wegen der hohen eigenen Ethik immer erst auf friedlichem Weg versucht.

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                    • #11
                      Zitat von irony Beitrag anzeigen
                      Das Lustige ist auch, dass die TNG-Brücke wie eine Shakespeare-Bühne aufgebaut ist. Viel Platz zum Aufführen dramatischer Ansprachen. Picard muss ja fast immer von seinem Platz aufstehen und nach vorne laufen. Von allen Leuten auf der Brücke kriegt er von seinem Platz aus am wenigsten mit und kann kaum etwas machen. Wenn der taktische Offizier ausfällt, dauert es ewig, bis Ersatz auf dem Posten ist.

                      Der Unterschied zu TOS ist auch, dass Picard tiefer sitzt. Aufstehen ist anstrengend. Kirk wirkt alleine schon dadurch hochdynamisch, dass er fast gezwungenermaßen aus dem Sessel rutscht, wenn er sich nach vorne lehnt.

                      Eigentlich hätte man das "Sofa", auf dem Picard, Riker und Troi sitzen, noch etwas verbreitern können, dann würde es noch mehr aussehen, wie bei "Wetten dass ..." TNG ist wirklich als TV-Show angelegt.

                      Wie viele wesentlich verschiedene Kameraperspektiven gibt es eigentlich?
                      Bestimmte Einstellungen sieht man sehr selten.

                      Was so gut wie gar nicht vorkommt, ist das aus TOS bekannte Durchschütteln der Crew in kritischen Situationen, wo sich alle in eine Richtung lehnen.
                      Die TNG-Brücke ist allerdings sehr klein und das Design ist auch nicht auf Realismus ausgelegt, sondern auf Praktikabiltät beim Dreh. Die schaffen es, dass in einem 4:3 Bild alle wichtigen Personen gleichzeitig gut zu sehen sind.

                      Die Brücke ist einfach so aufgebaut, dass man gut Frontal aufnehmen kann und man hat auch rechts und links genug Platz um die Perspektive zu wechseln. In der Mitte drubbelt es sich halt.

                      Und zur Couch: Bevor jetzt die Pferde mit allen hier vor Heiterkeit gleich durchgehen, aber Picard fummelt an seinen Kontrollen in seinen Armlehnen auch häufiger mal in Krisensituationen rum. Ist jetzt nicht so, dass er da nur faul rumsitzt.
                      "The Light — It's Always Been There. It'll Guide You."
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                      • #12
                        Zitat von Skeletor Beitrag anzeigen

                        Und zur Couch: Bevor jetzt die Pferde mit allen hier vor Heiterkeit gleich durchgehen, aber Picard fummelt an seinen Kontrollen in seinen Armlehnen auch häufiger mal in Krisensituationen rum. Ist jetzt nicht so, dass er da nur faul rumsitzt.
                        Damit wären wir wieder bei einem meiner Lieblingsthemen, nämlich warum alle auf winzigen Konsolen rumklicken und praktisch keinerlei Anzeigen haben, wo doch einfach nichts über einen großen Bildschirm geht.
                        Wenn einem auf der Brücke langweilig ist und er ein kleines Spielchen machen will, muss er schon den Hauptbildschirm verwenden

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                        • #13
                          Zitat von Souvreign Beitrag anzeigen
                          Die Raumkämpfe sind wirklich nicht die Stärke von TNG. Da kamen die Befehle bei TOS weitaus präziser und zackiger rüber (unglaublich das mit erst heute auffällt, dass der militärische Grundton in der Classic-Serie so hoch war). Und bei DS9 wurde ja eh ab der 3. Staffel auf größere Raumgefechte gesetzt - da war auch von dem Kuschelkurs aus TNG nicht mehr viel zu sehen.

                          Ich finde es zwar gut, dass man versuchte, einen friedlichen Ansatz zu fahren, aber mitunter war das schon an der Grenze der Glaubwürdigkeit. Die Galaxy-Klasse war eben in einer Zeit relativen Friedens entwickelt worden...
                          Die Enterprise stellt eben ein reines Forschungsschiff da und nicht mal ansatzweise ein Kampfschiff!

                          Sieht man ja schon daran, wie viele Zivilisten da an Bord sind ... hat eher etwas von einem Kreuzfahrtschiff mit den über 1.000 Männern und Frauen an Board.

                          Man löst Konflikte durch Gespräche ... wobei das ja auch schon zu Kirks Zeiten der Fall war ... wenn ich daran denke, wie oft er irgendwelche Computer und Roboter todgequatscht hat
                          "ICH VERFLUCHE DICH, EBAY!"
                          Homer Simpson

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                          • #14
                            Zitat von Hosenmatz Beitrag anzeigen
                            Die Enterprise stellt eben ein reines Forschungsschiff da und nicht mal ansatzweise ein Kampfschiff!
                            Bereits im Pilotfilm wird die Enterprise in zwei Teile geteilt, und Picard geht auf die Kampfbrücke. Ich denke, diese Brücke der Warp-Sektion heißt auch Kampfbrücke, siehe http://de.memory-alpha.org/wiki/Kampfbr%C3%BCcke. Zivilisten werden auf die Untertassensektion evakuiert, übrig bleibt ein reines Kampfschiff.

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                            • #15
                              Zitat von Hosenmatz Beitrag anzeigen
                              Die Enterprise stellt eben ein reines Forschungsschiff da und nicht mal ansatzweise ein Kampfschiff!
                              Welches reine Forschungsschiff hat denn eine derart starke Bewaffnung und wie irony schon sagte einen reinen Gefechtsmodus?
                              Sieht man ja schon daran, wie viele Zivilisten da an Bord sind ... hat eher etwas von einem Kreuzfahrtschiff mit den über 1.000 Männern und Frauen an Board.
                              Das spiegelt eher die Arroganz der Föderation wider. Die Pötte der Galaxy-Klasse sind so groß und modern, haben starke Schilde und mächtige Waffen, da können auch gerne die Familien auf ihren Quartieren sein oder auf den Holodecks spielen, während man sich mal mit einem schwachen Feind auseinandersetzt. Für den Extremfall gibt es dann ja die Gefechtskonfiguration, bei der die Zivilisten gemütlich davon fliegen, während die eigentliche Crew das Problem auf die harte Tour regelt.
                              Die Borg und das Dominion dürften klargemacht haben, dass auch im 24. Jhd Zivilisten nichts auf gefährlichen Missionen zu suchen haben.

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