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TNG als verkappter Reboot

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  • TNG als verkappter Reboot

    Zitat von garakvsneelix Beitrag anzeigen
    Aber mir scheint, wir würden off-topic werden...
    Jeder kann TNG sehen, wie er will. Andere sehen es als Fortsetzung, für mich ist TNG ein verkappter Reboot von TOS bzw. TMP (TNG übernimmt von TMP das Aussehen der Klingonen und die Titelmusik).

    Bei DS9 fällt es mir leichter, darin eine Fortsetzung von TOS zu sehen.

    Bezeichnend ist, dass das Schiff wieder Enterprise heißt. Hätte man etwas Neues machen wollen, hätte man das Schiff auch anders nennen können.

    Es gibt nur ganz wenige TOS-Referenzen. Streicht man die Sarek-Folge und die Spock-Doppelfolge, bleibt nicht viel übrig.

    In der Pilotfolge von TNG tritt nicht McCoy auf, sondern ein namenloser Admiral. Wenn TNG eine Fortsetzung sein sollte, dann doch bitte McCoy auch McCoy nennen und nicht so tun als ob.

    Die Andorianer wurden durch Bolianer ersetzt, weil man die TOS-Referenz eliminieren wollte.

    Trotz Data gibt es keine Referenzen zu TOS-Androiden.

    Die Romulaner hat man wieder eingeführt, weil die Ferengi als neuer Gegner lächerlich waren.

    Auf mich macht TNG besonders in der ersten Staffel den Eindruck, dass Roddenberry noch ein mal von vorne anfangen wollte. TNG sollte das neue "wahre" Star Trek werden.

    Man darf nicht vergessen, dass Roddenberry ursprünglich etwas Anderes im Sinn hatte als die Abenteuer von Captain Kirk, sondern eher etwas im Stil des ersten Pilotfilms. Er wollte etwas Philosophisches, und nicht das Wildwest im Weltraum, das er damals den Studiobossen vorgelogen hatte, um grünes Licht zu bekommen.

    Mit TMP hat er wieder versucht, Star Trek in etwas umzuformen, was dem ersten Pilotfilm näher war, und mit TNG hat er es dann noch ein Mal versucht.

    Da TOS aber sehr populär war, auch durch die Kinofilme, ist TNG nur ein verkappter Reboot geworden. Aber in meinen Augen ist TNG der Versuch Roddenberrys, Star Trek noch ein Mal so weit wie möglich von vorne zu machen, möglichst ohne auf TOS zurückzugreifen, mit einem Schiff, das wieder Enterprise heißt und endlich den Captain hat, den er immer haben wollte, einen Philosophen und keinen Cowboy.

    Einen echten, harten Reboot hätte man damals aber so wenig zu machen gewagt wie vor drei Jahren mit Star Trek (2009), wo man mit ein paar Tricks darüber hinwegzutäuschen versucht, was man eigentlich will: Dieselben Geschichten eines Raumschiffs Enterprise immer und immer wieder erzählen, nur eben so, wie man es jetzt für richtig hält.
    Zuletzt geändert von irony; 23.08.2012, 08:33. Grund: Tippfehler verbessert

  • #2
    Ich glaube, dass Roddenberry als Captain durchaus einen Cowboy-Philosophen haben wollte, ein echter männlicher Teufelskerl, der superathletisch ist und trotzdem gescheite Sachen und Weisheiten von sich gibt. Der sollte ja schliesslich exemplarisch für die erleuchtete Menschheit im Star Trek-Universum stehen.

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    • #3
      Roddenberry wollte sich bei TNG tatsächlich etwas von TOS entfernen (eben Entfernen des Andorianer durch einen Bolianer, die Nicht-Namensnennung von McCoy usw). Als Grund gab er dafür an, dass TNG eben in der Zukunft spielt und man eben nicht (wie in einem Reboot) altbekanntes nochmal erzählen wollte. Trotzdem ist natürlich bereits Folge 2 tatsächlich ein Remake einer TOS-Folge geworden .

      Allerdings gibt es im Laufe der Zeit - und durch Roddenberrys schwindenden Einfluss - doch immer wieder TOS-Referenzen. Nicht nur der namenlose McCoy-Admiral, Sarek und Spock, sondern eben auch, dass die Romulaner und die Klingonen (beides TOS-Rassen) immer wichtiger wurden, das Auftauchen von Scotty, beim siebenden Kinofilm der Auftritt Kirks. Klar hätte man mehr solcher Referenzen einbauen können, aber sie reichen um klar feststellen zu können, dass TNG ein Sequel oder besser gesagt ein Spin-off von TOS ist.

      Spätere Serien wie DS9, VOY und ENT haben sich schließlich immer wieder auf beides (TOS und TNG) als Serienursprung sowie die anderen Trek-Serien bezogen. Dadurch ist das ST-Universum gewachsen und wurde erweitert. Bei einem Reboot ist das nicht der Fall. Dort wird alles auf Null gesetzt und kann sich erst von diesem Punkt weg entwickeln. Noch ein klares Zeichen, dass TNG ganz klar kein TOS-Reboot ist.

      Klar versuchte Roddenberry mit TNG (und TMP zuvor) auch etwas weg vom TOS-Wildwest-Image zu gehen. Allerdings bei beidem innerhalb des Canons. Oder würdest du sagen, "Stargate: Universe" ist ein SG1-Reboot, nur weil man versucht hier andere Wege zu bestreiten (und es auch keine Guauld, Jaffa, Asgard, Replikatoren etc. mehr gibt)?

      Ansonsten kann ich nur garakvsneelix zu 100 % zustimmen:

      Zitat von garakvsneelix Beitrag anzeigen
      Das widerum ist für mich Augenwischerei. Nur weil es keine direkte Fortsetzung von irgendwelchen Handlungsbögen aus TOS (Moment mal? Handlungsbögen aus TOS?) gibt, wird TNG doch nicht weniger zu der Serie, die zeigt, wie sich das ST-Universum als solches weiterentwickelt hat. Ein paar deiner angeblich nur mit der Lupe zu findenden Anknüpfungspunkte sind dazu noch an sehr prominenter Stelle zu finden:

      - McCoy sehen wir bereits im Pilotfilm. Bereits in der Folge darauf wird ziemlich krass auf eine vorhergehende TOS-Folge eingegangen
      - Jene einst so verhassten Klingonen dürfen jetzt, wie Worf, ein HAUPTCHARAKTER, aufzeigt, sogar zur Sternenflotte gehen
      - Die Romulaner, ein in TOS eingeführtes Volk, bilden mit ihrer Rückkehr quasi den Höhepunkt der Staffel (zumindest angedacht, die beste Folge war es für mich jetzt nicht, aber dennoch...)
      - Spock und Sarek haben einen Auftritt in einem Zweiteiler (Was ist denn ansonsten, außer natürlich der Staffelcliffhanger, noch eine prominente Stelle, die man nicht übersehen kann?)

      Das sind jetzt nur einige Beispiele, die mir so auf die Schnelle überlegt habe. Das, was du als Anlass nimmst, TNG als Reboot zu betrachten (welches Reboot bezieht sich denn bitte so offen inhaltlich auf seine Vorgänger???), ist nur das, was TNG zu einer eigenen Serie machte. Natürlich wäre eine vierte TOS-Staffel noch viel eher eine Fortsetzung von TOS gewesen, und ja, auch eine weitere Serie im 23. Jahrhundert wäre möglich gewesen, aber die hätte sich dann, da es immerhin zwanzig Jahre später gedreht wurde, so sehr vom Originalflair des 23. Jahrhunderts unterschieden, dass es hier einfach klüger war, auch einen Zeitsprung zu wagen.

      Was ich sagen will: Ja, TNG hätte noch mehr auf TOS eingehen können und deswegen kann man vielleicht darüber streiten, ob TNG eine würdige Fortsetzung von TOS ist, aber man kann nicht leugnen, dass TNG die Geschichte des ST-Universums fortsetzt. Da gab es keine Rebooterei. Reboot bedeutet auch immer, das Vorhergehende (vielleicht bis auf Zitate und Anspielungen, die dann aber eher nicht mehr in der Diegese als solche funktionieren, sonden nur noch für den Zuschauer) zu ignorieren und neu zu schreiben. TNG hat niemals die Geschichte von TOS überschrieben.

      Aber mir scheint, wir würden off-topic werden...

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      • #4
        Ich sehe in TNG auch keinen Reboot von Star Trek, sondern eben einer Weiterentwicklung des Universums. So wie es von den anderen schon angesprochen wurde, gibt es doch mehr Verweise auf TOS in der Serie als man auf den ersten Blick meint. McCoy hat einen Gatauftritt, später noch Spock und Scotty, es gibt noch beide große Nachbar-Rassen (Klingonen und Romulaner), etc. Gut, bei den Klingonen kann man immer wieder die andere Maske anführen, das Problem war lange ungelöst - ist aber auch wirklich der einzige deutliche Unterschied.

        Klar ist TNG was anderes als TOS, aber es gehört für mich dennoch zum Gesamtwerk eines Serienuniversums und stellt sicher keinen gewollten Neustart in der Zukunft dar.

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        • #5
          Was man vielleicht sagen könnte ist, dass TNG ein Reboot der Grundidee von TOS ist: Ein Raumschiff stößt in unbekannte Weiten vor und erlebt Abenteuer. Man hat diese Idee halt noch einmal als Basis genommen und lässt sie auf einen etwas philosophischeren Captain und eine etwas andersartige Crew los. Es mag durchaus sein, dass dies eher der Vorstellung von Roddenberry entsprach, und so könnte man TNG dann schon in dieser Hinsicht als eine Art strukturellen Reboot betrachten.

          Es ist aber definitiv kein inhaltlicher Reboot. Denn obwohl man sich auch noch mehr hätte auf TOS beziehen können, keine Frage, reichen die Huntergrundgeschichte und die vorhanden Verknüpfungen zu TOS locker hin um TNG als eindeutiges Sequel zu identifizieren.

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          • #6
            Auch für mich ist TNG eine Fortsetzung des Star Trek Universums und kein Reboot. Gut, sicher wollte Roddenberry was 'neues' machen, aber das schlicht ja nicht aus das es dennoch erstmal mit etwas in Verbindung steht. Und für mich ist es auch verständlich das dass Schiff Enterprise heißt, denn darum gehts nun mal in der Basis in Star Trek. Daher kann ich persönlich auch mehr als nur wenig mit DS9 anfangen. Aber ist eben Geschmackssache.
            my props

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            • #7
              Zitat von irony Beitrag anzeigen
              Bezeichnend ist, dass das Schiff wieder Enterprise heißt. Hätte man etwas Neues machen wollen, hätte man das Schiff auch anders nennen können.
              Aber dadurch, dass man es Enterprise-D nennt und nicht einfach nur Enterprise, zeigt man auch auf, dass man sich als Fortführung der Enterprise-Chronologie versteht.

              Zitat von irony Beitrag anzeigen
              Es gibt nur ganz wenige TOS-Referenzen. Streicht man die Sarek-Folge und die Spock-Doppelfolge, bleibt nicht viel übrig.
              Und allein die Tatsache, dass man ganze Völker aus TOS (wenn auch tatsächlich manchmal etwas anders ausgelegt) übernimmt, vor allem aber das Konzept der Föderation und der Sternenflotte übernimmt und deren Zukunft zeigt, beachtest du nicht, weil...?

              Zitat von irony Beitrag anzeigen
              In der Pilotfolge von TNG tritt nicht McCoy auf, sondern ein namenloser Admiral. Wenn TNG eine Fortsetzung sein sollte, dann doch bitte McCoy auch McCoy nennen und nicht so tun als ob.
              Das mit dem "namenlosen Admiral" ist doch Mumpitz. Klar, dann wollte man es halt als Kunstgriff offen halten, aber wer bei dem Dialog zwischen diesem "namenlosen Admiral" (sicher, dass der Admiral nicht auch einen Namen hat, wenn dieser nicht in den Credits genannt wird???) mal hinhört, sieht doch direkt, dass das McCoy sein soll.

              Zitat von irony Beitrag anzeigen
              Die Andorianer wurden durch Bolianer ersetzt, weil man die TOS-Referenz eliminieren wollte.
              Wie auch bei DS9 und VOY. Zumindest bei ersterem weiß ich, dass du es viel eher als TOS-Fortsetzung ansiehst. (Dazu komme ich aber später noch.)

              Zitat von irony Beitrag anzeigen
              Trotz Data gibt es keine Referenzen zu TOS-Androiden.
              Selbst innerhalb von TOS gab es nicht bei beispielsweise jeder Zeitreise eine Referenz an die letzte Zeitreise der Enterprise.

              Zitat von irony Beitrag anzeigen
              Die Romulaner hat man wieder eingeführt, weil die Ferengi als neuer Gegner lächerlich waren.
              Hat man die Romulaner darum nicht eingeführt? Doch, klar hat man. Und in der Serie durften sie dann doch viel mitmischen.

              Zitat von irony Beitrag anzeigen
              Da TOS aber sehr populär war, auch durch die Kinofilme, ist TNG nur ein verkappter Reboot geworden. Aber in meinen Augen ist TNG der Versuch Roddenberrys, Star Trek noch ein Mal so weit wie möglich von vorne zu machen, möglichst ohne auf TOS zurückzugreifen, mit einem Schiff, das wieder Enterprise heißt und endlich den Captain hat, den er immer haben wollte, einen Philosophen und keinen Cowboy.
              Warum es allein aus produktionstechnischen Gründen klug war, die neue Enterprise in einer anderen Zeitperiode fliegen zu lassen, habe ich schon benannt (hey, sogar beim neuen ST-Film meckern einige, dass das dortige 23. Jahrhundert nicht wie das 23. Jahrhundert aussieht). Bei einem Zeitabstand von 100 Jahren ist der Ansatz, es nun auch etwas anders darzustellen, sicherlich nicht schlecht. Ja, es ist schade, dass sich Rodenberry oftmals gegen mehrere Querverbindungen gestellt hat, aber gleich die erste reguläre TNG-Folge nach dem Pilotfilm ist dafür so etwas wie ein verkapptes Reboot einer TOS-Folge, in welchem aber - und das lässt die Folge wieder als Reboot ausscheiden - bewusst Bezug auf TOS genommen wird.

              Zitat von irony Beitrag anzeigen
              Einen echten, harten Reboot hätte man damals aber so wenig zu machen gewagt wie vor drei Jahren mit Star Trek (2009), wo man mit ein paar Tricks darüber hinwegzutäuschen versucht, was man eigentlich will: Dieselben Geschichten eines Raumschiffs Enterprise immer und immer wieder erzählen, nur eben so, wie man es jetzt für richtig hält.
              Sind die ersten zwei ENT-Staffeln für dich eigentlich auch ein verkapptes Reboot?

              Kommen wir nun aber zu einem Punkt, der in deinem Post schon zu Anfang stand, den ich aber gerne als möglichen Anknüpfpunkt für weitere Diskussionen hier an das Ende stelle:

              Zitat von irony Beitrag anzeigen
              Bei DS9 fällt es mir leichter, darin eine Fortsetzung von TOS zu sehen.
              DS9. Ja, es ist richtig, dort lebt viel vom alten TOS-Geist wieder auf. Vielleicht sogar mehr als in TNG, das ist richtig. Aber gleichzeitig beweist DS9 gerade dadurch, dass TNG absolut kein Reboot von TOS ist.

              Bedingung eines Reboots ist für mich (neben dem bekannten Rest), dass nicht erkennbar ist, dass die beiden Serien im selben Universum spielen. DS9 mit seinem TOS-Geist und den vielen kleineren TOS-Reminiszenzen (die, wenn sie vorkommen, jedoch kleiner sind als die Reminiszenen in TNG - da gibt es nicht mal so eben eine Folge, in der ein altes TNG-Castmitglied fokussiert wird, außer die drei Klingonen) ist ein würdiger Nachfolger von TOS, aber gleichzeitig die ultimative Fortsetzung dessen, was man in TNG begonnen hat: Noch viel mehr als die Völker, die man aus TOS kannte werden dort jene Völker, die man aus TNG kennt, ausgebaut: Ferengi, Cardassianer, Bajoraner.

              Es mag sein, dass TNG selbst dann doch recht wenige (zu wenige?) Brücken zu TOS schlug, aber die größte Brücke zwischen diesen beiden Serien ist DS9. Dadurch, dass dieses als Fortsetzung von TNG und TOS klar erkennbar ist, zeigt sich, dass TNG und TOS Teil desselben Universums sind, keines vom anderen annulliert wurde, wie es bei einem Reboot per definitionem sein müsste.

              Das ist es ja auch, was HanSolo meinte und diesem stimme dann damit ebenfalls zu 100 Prozent zu ;-)
              Zuletzt geändert von garakvsneelix; 28.08.2012, 23:56.
              Was unterscheidet einen Pferdeschwanz von einer Krawatte? - Der Pferdeschwanz verdeckt das Ar***loch ganz.

              Für alle, die Mathe mögen

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              • #8
                Natürlich ist das kein Reboot. Dass man da nicht mit buchhalterisch-sklavischer Engstirnigkeit rangegangen ist, dass also nicht nicht jeder popelige Superalien aus TOS seine Erwähnung findet, ändert daran doch nichts. Ich konnte da auch gut drauf verzichten, dass in jeder zweiten Folge Roger Corbin und Konsorten erwähnt wurden oder Data ständig auf diese angesprochen wird.
                Republicans hate ducklings!

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                • #9
                  Star Trek The Next Generation hat den Startschuss gesetzt, um Star Trek aus den 60ern geschickt fortzusetzen. Es folgten bekanntlich Star Trek Deep Space Nine und Star Trek Voyager, die abermals auf Star Trek aus den 60er jahren basiert und aufbaut.
                  Während andere ältere Kultserien wahre Reboots oder Remakes bekamen, so ist es doch erstaunlich und sehr lobenswert, dass Star Trek stets fortgesetzt wurde. Selbst Star Trek 11 setzt trotz des halben Reboots noch immer an TOS an, was man am alten Spock und Nero sehen kann.

                  Was TNG und den ersten Film Star Trek The Motion Picture, im deutschen: Star Trek Der Film angeht, so hat man es doch clever gemacht, dass beide Fortsetzungen sich geschickt ins Star Trek Universum einfädeln. TMP das 2 Jahre nach TOS angesiedelt ist und die alte Crew ins Kino bringt und 1987 TNG welches die Geschichte rund 100 Jahre nach TOS ansiedelt. So wurden aus Star Trek 5 und 6 interessanterweise Sequels zu TOS und den Filmen 1-4 und zu Prequels von TNG.

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                  • #10
                    Für mich ist TNG eine Fortsetzung von TOS. Und die Verbindungen zwischen TNG und TOS sind doch sehr groß.
                    Das Design der Raumschiffe: Untertassensektion, Verbindungshals zur Antriebssektion und die Warpgondeln. Auch viele Völker sind wieder vorhanden. Die Serie spielt in der Zukunft von TOS, so muss man es sehen und nicht als Reboot.

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                    • #11
                      Zitat von irony Beitrag anzeigen
                      Jeder kann TNG sehen, wie er will. Andere sehen es als Fortsetzung, für mich ist TNG ein verkappter Reboot von TOS bzw. TMP (TNG übernimmt von TMP das Aussehen der Klingonen und die Titelmusik).

                      Bei DS9 fällt es mir leichter, darin eine Fortsetzung von TOS zu sehen.

                      Bezeichnend ist, dass das Schiff wieder Enterprise heißt. Hätte man etwas Neues machen wollen, hätte man das Schiff auch anders nennen können.

                      Es gibt nur ganz wenige TOS-Referenzen. Streicht man die Sarek-Folge und die Spock-Doppelfolge, bleibt nicht viel übrig.

                      In der Pilotfolge von TNG tritt nicht McCoy auf, sondern ein namenloser Admiral. Wenn TNG eine Fortsetzung sein sollte, dann doch bitte McCoy auch McCoy nennen und nicht so tun als ob.

                      Die Andorianer wurden durch Bolianer ersetzt, weil man die TOS-Referenz eliminieren wollte.

                      Trotz Data gibt es keine Referenzen zu TOS-Androiden.

                      Die Romulaner hat man wieder eingeführt, weil die Ferengi als neuer Gegner lächerlich waren.

                      Auf mich macht TNG besonders in der ersten Staffel den Eindruck, dass Roddenberry noch ein mal von vorne anfangen wollte. TNG sollte das neue "wahre" Star Trek werden.

                      Man darf nicht vergessen, dass Roddenberry ursprünglich etwas Anderes im Sinn hatte als die Abenteuer von Captain Kirk, sondern eher etwas im Stil des ersten Pilotfilms. Er wollte etwas Philosophisches, und nicht das Wildwest im Weltraum, das er damals den Studiobossen vorgelogen hatte, um grünes Licht zu bekommen.

                      Mit TMP hat er wieder versucht, Star Trek in etwas umzuformen, was dem ersten Pilotfilm näher war, und mit TNG hat er es dann noch ein Mal versucht.

                      Da TOS aber sehr populär war, auch durch die Kinofilme, ist TNG nur ein verkappter Reboot geworden. Aber in meinen Augen ist TNG der Versuch Roddenberrys, Star Trek noch ein Mal so weit wie möglich von vorne zu machen, möglichst ohne auf TOS zurückzugreifen, mit einem Schiff, das wieder Enterprise heißt und endlich den Captain hat, den er immer haben wollte, einen Philosophen und keinen Cowboy.

                      Einen echten, harten Reboot hätte man damals aber so wenig zu machen gewagt wie vor drei Jahren mit Star Trek (2009), wo man mit ein paar Tricks darüber hinwegzutäuschen versucht, was man eigentlich will: Dieselben Geschichten eines Raumschiffs Enterprise immer und immer wieder erzählen, nur eben so, wie man es jetzt für richtig hält.
                      Naja, einerseits kritisiertst du, daß TNG Titelmusik und Raumschiffnamen übernimmt, andererseits ist es dir auch nicht recht, daß andere Relationen weggelassen werden. Irgendwie drehst du's dir wie du's brauchst.

                      TNG ist eine völlig eigenständige Serie, die zwar auf einigen Elementen von TOS basiert, aber wesentlich weiterentwickelter als diese ist.

                      TOS ist Rauferei, Sprüche auf Stammtischniveau, hohle Charaktere (außer Spock), einfallslose Aliens. Es gibt von diesem Blickwinkel her nur wenige gute Folgen, die meisten sind hochgradig sinnbefreit.

                      Gott sei Dank hat man das nur in einigen Folgen der ersten 1-2 Staffeln von TNG weitergeführt und dann aufgegeben.

                      Interessante Elemente wie Klingonen, Föderation etc etc wurden dagegen sinnvollerweise aufgenommen.

                      Ich kann verstehen, daß jemand der mit TOS aufgewachsen ist, die Serie mag, aber aus heutiger Sicht ist sie großteils Murks.

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                      • #12
                        Zitat von Exogeograph Beitrag anzeigen
                        Naja, einerseits kritisiertst du, daß TNG Titelmusik und Raumschiffnamen übernimmt, andererseits ist es dir auch nicht recht, daß andere Relationen weggelassen werden. Irgendwie drehst du's dir wie du's brauchst.
                        Ich denke eher, dass du dir es drehst, wie du es brauchst.

                        Zitat von Exogeograph Beitrag anzeigen
                        TNG ist eine völlig eigenständige Serie, die zwar auf einigen Elementen von TOS basiert, aber wesentlich weiterentwickelter als diese ist.
                        Wenn TNG völlig eigenständig wäre, würde sie nicht auf TOS basieren. Da musst du einfach mal logisch nachdenken.

                        Was ich mir vielleicht gewünscht hätte, wäre eine Serie, die 10-20 Jahre nach den Ereignissen von Star Trek VI spielt. Next Generation, aber nicht nächstes Jahrhundert.

                        Das Raumschiff hätte auch Endeavour heißen können, aber so viel Eigenständigkeit hat man sich dann doch nicht zugetraut.

                        Zitat von Exogeograph Beitrag anzeigen
                        TOS ist Rauferei, Sprüche auf Stammtischniveau, hohle Charaktere (außer Spock), einfallslose Aliens. Es gibt von diesem Blickwinkel her nur wenige gute Folgen, die meisten sind hochgradig sinnbefreit.
                        Das zeigt nur, dass hier ein TOS-Hasser argumentiert. Auch auf Stammtischniveau.

                        Zitat von Exogeograph Beitrag anzeigen
                        Interessante Elemente wie Klingonen, Föderation etc etc wurden dagegen sinnvollerweise aufgenommen.
                        Sinnvollerweise. Wie man das bei einem Reboot so macht. nBSG hat auch interessante Elemente wie Zylonen, die Kolonien etc etc aufgenommen.

                        Zitat von Exogeograph Beitrag anzeigen
                        Ich kann verstehen, daß jemand der mit TOS aufgewachsen ist, die Serie mag, aber aus heutiger Sicht ist sie großteils Murks.
                        Ich bin nicht mit TOS aufgewachsen, sondern eher mit TNG, aber ich kann verstehen, dass jemand, der mit TNG aufgewachsen ist, die Serie mag, aber aus heutiger Sicht ist sie auch nicht mehr so toll.
                        Zuletzt geändert von irony; 19.01.2013, 09:00. Grund: Antwort auf eigenen Beitrag innerhalb von 24 Stunden!

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                        • #13
                          Zitat von irony Beitrag anzeigen
                          Ich denke eher, dass du dir es drehst, wie du es brauchst.


                          Wenn TNG völlig eigenständig wäre, würde sie nicht auf TOS basieren. Da musst du einfach mal logisch nachdenken.
                          Come on, ich hab noch im selben Satz gesagt, daß sie nichtsdestotrotz auf vielen Elementen von TOS basiert.
                          Die Serie wird aber, durch ihre Verschiedenheit in der Darstellung, der Charaktere und der größeren Tiefe der einzelnen Kapitel eine völlig eigenständige Serie.

                          Zitat von irony Beitrag anzeigen
                          Was ich mir vielleicht gewünscht hätte, wäre eine Serie, die 10-20 Jahre nach den Ereignissen von Star Trek VI spielt. Next Generation, aber nicht nächstes Jahrhundert.

                          Das Raumschiff hätte auch Endeavour heißen können, aber so viel Eigenständigkeit hat man sich dann doch nicht zugetraut.
                          10-20 Jahre nachher wären auch ok gewesen, aber in dem Falle hätte man Schwierigkeiten gehabt, wenn man die antiquierte TOS-Technik belassen hätte. Weil die eben extrem altbacken war. Oder man hätte die Technik modernisiert, aber wie hätte man das für ein Raumschiff aus der Zukunft erklären sollen? In 10-20 Jahren switcht man von groben Buttons und blinkenden lichtern zu filigraner Touchscreen-Technik? Eher nicht.

                          Gut daß man den Namen Enterprise belassen hat. Das konzept war ja gut bei TOS , nur wie man das dann verkauft hat, war meiner Meinung (!) nach eher das Gegenteil. Deswegen hat man m.M.n. einfach eine bessere Enterprise gemacht.

                          Zitat von irony Beitrag anzeigen
                          Das zeigt nur, dass hier ein TOS-Hasser argumentiert. Auch auf Stammtischniveau.
                          Nein, wie im letzten Satz erklärt, wurde TOS m.M.n. einfach schlecht umgesetzt. Man hatte kein Geld ok.
                          Aber das so grobschlächtig umzusetzen, zeigt einfach nur, daß man auf keinen Fall geistig zu hoch hinauskommen wollte. Man hat dem Zuschauer nicht besonders viel Interesse und Geduld mit sowas zugetraut.
                          Deswegen hat man die Charaktere lieber gleich bißchen gröber gedreht, und sie reden lassen wie am Stammtisch nach 3-4 Bier. Abgesehen von Spock dessen Charakter man wohl belassen hat um die Nerds nicht ganz als Publikum zu verlieren.

                          Und das kannst du nicht negieren, genauso wenig wie viele Außerirdische. Ich denk nur an diesen komischen Sklavenhalter der mehrmals erschien, oder diese hohlen Hippie-Außerirdischen. Da wird mir jetzt noch übel wenn ich an diese Folgen denke.

                          Gute Folgen, wie die mit der Wolkenstadt, waren leider dünn gesät.


                          Zitat von irony Beitrag anzeigen
                          Sinnvollerweise. Wie man das bei einem Reboot so macht. nBSG hat auch interessante Elemente wie Zylonen, die Kolonien etc etc aufgenommen.


                          Ich bin nicht mit TOS aufgewachsen, sondern eher mit TNG, aber ich kann verstehen, dass jemand, der mit TNG aufgewachsen ist, die Serie mag, aber aus heutiger Sicht ist sie auch nicht mehr so toll.
                          Naja, wieso die Elemente übernommen wurden, hab ich ja nun erklärt.

                          Wenn man Serien mit mehr handfesten konflikten sehen will, warum nicht DS9 oder ENT, die sind großteils gut gemacht. Aber TOS, nee.

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                          • #14
                            Zitat von Exogeograph Beitrag anzeigen
                            10-20 Jahre nachher wären auch ok gewesen, aber in dem Falle hätte man Schwierigkeiten gehabt, wenn man die antiquierte TOS-Technik belassen hätte. Weil die eben extrem altbacken war. Oder man hätte die Technik modernisiert, aber wie hätte man das für ein Raumschiff aus der Zukunft erklären sollen? In 10-20 Jahren switcht man von groben Buttons und blinkenden lichtern zu filigraner Touchscreen-Technik? Eher nicht.
                            Lol. Dir ist schon klar, dass die TOS-Mannschaft ab Star Trek V auch auf die Knöpfe verzichtet hat und auf "filigrane Touchscreen-Technik" umgestiegen ist.
                            Republicans hate ducklings!

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                            • #15
                              Zitat von endar Beitrag anzeigen
                              Lol. Dir ist schon klar, dass die TOS-Mannschaft ab Star Trek V auch auf die Knöpfe verzichtet hat und auf "filigrane Touchscreen-Technik" umgestiegen ist.
                              Ja, fürs Kino funktioniert sowas, die Zuschauer haben ja nicht alle die Serie oder vorherigen Filme gesehen.

                              Ich mein ja nur, in ENT zum Beispiel hat man sich Mühe gegeben zu erklären, warum die Klingonen in TOS keine Stirnwülste haben, nur als ein Beispiel. Daher hätte man auch ein völlig anderes Technikdesign erklären müssen, wenn nur 10-20 Jahre dazwischen liegen.

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