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Troi oder Guinan?

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  • Troi oder Guinan?

    Wer wäre denn eure "Schiffsberaterin nach Wahl"? Ich habe ein wenig den Eindruck, dass Guinan in eher wenigen Episoden entscheidender zur Entscheidunsgnetwicklung beiträgt und auch mehr "wichtige" Gespräche mit Crewmitgliedern hat. Als Beispiele sein hier genannt:

    "Die alte Enterprise": Sie durchschaut mit ihren komischen Fähigkeiten (Troi hat ja auch komsiche Fähigkeiten) die Situation und gibt Picard Ratschläge, die dieser auch annimmt. Außerdem bringt sie Worf Pflauemnsaft nahe.
    "Ich bin Hugh": Guinan sorgt für den "korrekten" Umgang mit Hugh, überwindet ihre eigenen Ainsichten und überzeugt Picard wieder auf die gutmenschlichen Föderationsprinzipien zurückzugreifen und sie nicht bei den Borg außer acht zu lassen-
    Verdächtigungen": Guinan - und nciht ihre Freundin und Superpsychologin Deanna - ist wichtigste Ansprechpartnerin für Dr. Crusher und bringt Beverly dazu mit ihren Ermittlungen fortzufahren.

    Zusätzlich kommen noch etliche andere Aufritte, sei es in "Gefahr aus dem 19. Jahrhundert" als eine zentrale Figur, ebenso in "Treffen der Generationen" oder auch im Gespräch mit Wesley in "Das Kind" - das übrigens auch nciht in irgendeiner Episode von der mit Wesley bekannten Psychologin Deanna geführt wird, die auch noch eine Freundin seiner mUtter ist. In der Episode "Das kosmische Band" spielt Guinan sogar den Counselor für Troi. Oder auch ihre Beziehung zu Ro Laren macht aus einem gebrohen-arroganten Fähnrich ein wertvoles Crewmitglied.

    Denke ich dagegen an Troi, so fällt mir meist nur ein, dass sie in erster Linie dafür da war das offensichtliche zu bennen und Catsuits zu tragen. Mir stehen da meist so Situationen vor Augen (ja, die ahben so nie stattgefundne, sondern sind eine polemische Zuspitzung ihrer Funktion)

    KLINGONE: *Knurr* Ehre, Kampf, Krieger, Blut, Töten...!
    TROI: Captain, ich spüre starke Emotionen und eine gewisse Aggressivität.

    oder

    ROMULANER: Wir sagen Ihnen nicht, was wir in der neutralen Zone machen. *Ätsch*
    TROI: Captain, ich spüre, dass der Romulaner etwas vor uns verbirgt.

    Wenn man ihre tolle Empathen-Power mal brauchen könnte darf sie nicht funktinieren, da dies den Plot sprengen würde. Meistens kann sie dann wegen Kopfschmerzen, bzarro-Energiedingsdas, einer genrellen Imunität der anderen Spezies etc. nicht helfen.

    Sonst denke ich bei Troi immer wieder an diese schlimmen Eso-Episoden und sie als Lieblingsopfer für irgendwelche komsichen Besessenheiten durch das Alien-of-the-week, die alle eigenlich nur ziemlich widerliche metaphorische Vergewaltigungen sind, in "Das Kind" wird es sogar richtig ernst. Als wirklich gute Troi-Folge fällt mir spontan nur "Das Geischt des Feindes" ein. (Und die Episode war ja ursprünglich für Dr. Crusher vorgesehen). Positiv augefalen ist mir Troi sonst eigentlich nur nachdem sie in Staffel 6 endlich eine echte Uniform tragen darf und sich mal mit Jellico unterhält oder mal Crewmitglieder berät. (Ab diesem Zeitpunkt tritt auch Guinan kaum noch auf).


    Sicher kann man hier auch den Autoren die schuld geben und es ist klar, dass man - wenn man schon über Frau Goldberg verfügen kann - einige spannende Szenen für Guinan kreiert. Ich habe mal gelesen, dass sich Marina Sirtis darüber aufgeregt hat, dass teilw. für Troi vorgesehe Dialoge an "Guinan" abgegeben wurden.

    Aber auch angesichts dieser Dinge ist es doch mehr als verwunderlich, dass es kaum gelingt Deanna mal über ihre komische nervige Funktion hinaus zu schreiben.

  • #2
    Ich habe ein wenig den Eindruck, dass Guinan in eher wenigen Episoden entscheidender zur Entscheidunsgnetwicklung beiträgt
    Hier sei auch an den "Vorabend" des Rikermanövers" erinnert, als sie Riker dazu ermahnt, sich von Picard zu lösen.

    Dennoch befürworte ich die Konstellation so, wie sie ist, denn: Guinan ist dieses Geheimnisvolle zu eigen, ich kann mir gar nicht vorstellen, wie sie auf Knopfdruck berät. Sie entscheidet eher selbst. wann sie etwas zur Sprache bringt.
    Für Sätze wie: "Ich spüre, der Romulaner verbirgt etwas" wäre sie mir irgendwie auch zu schade.

    Ich glaube allerdings, dass Captain und co gut beraten wären, öfters zu ihr zu gehen, wenn's brenzlig wird...

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    • #3
      Nur mal zum Vergleich:

      Deanna Troi ist eine Halb-Betazoidin, ausgebildete Psychologin und war auf der Sternenflottenakademie...

      Guinan hat die Lebenserfahrung von mehren hundert Jahren, und ein paar Fähigkeiten, die sie nie richtig zeigt... und keinerlei Ambitionen, in der Sternenflotte zu dienen...


      Das Deanna Troi teilweise extrem dümmliche Dialoge bekommen hat, ist nicht zu übersehen...


      Aber ich vermute mal, so wie manche Offiziere mit Guinan vertraut sind, sind die öfters im 10 Vorne zu Gast, als die Kamera zeigt...
      "Diese Prozedur wird nicht empfohlen..."

      "... wo nie ein Hund zuvor gewesen ist" *Cpt. Archer*

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      • #4
        Zitat von Lt. Cmdr. Leland T. Lynch Beitrag anzeigen
        Sicher kann man hier auch den Autoren die schuld geben und es ist klar, dass man - wenn man schon über Frau Goldberg verfügen kann - einige spannende Szenen für Guinan kreiert. Ich habe mal gelesen, dass sich Marina Sirtis darüber aufgeregt hat, dass teilw. für Troi vorgesehe Dialoge an "Guinan" abgegeben wurden.
        Natürlich ist es die Schuld der Autoren, teilweise auch der Darstellerin, was mit Troi gemacht wurde. Whoopi Goldberg ist ein Star, da ist es klar, dass sich alle Mühe geben, etwas daraus zu machen.

        Marina Sirtis hatte ursprünglich für die Rolle von Tasha Yar vorgesprochen, Denise Crosby für Troi, das hat man getauscht. Dass Sirtis/Troi in der ersten Staffel kaum gute Szenen bekam, lag zum Teil auch daran, dass die Brücke der Enterprise hoffnungslos überfüllt war: Picard, Riker, Data, Worf, Geordi, Wesley, Tasha, Troi. Erst mit Tashas Tod und Geordis Versetzung in den Maschinenraum hat sich das etwas entspannt, aber mit der Rolle wurde es nicht besser.

        Troi/Sirtis war fast nur da, um gut auszusehen und Offensichtliches auszusprechen: Es droht Gefahr, jemand verbirgt etwas, usw. Typischerweise leistet so etwas auch schon allein die Filmmusik, die sich eben verändert, wenn Gefahr droht oder etwas Mysteriöses vor sich geht.

        Szenen, in denen Troi mal irgendjemand heftig widersprochen hätte, gab es so gut wie gar keine. Jemand, der anderen immer nur zustimmt und vermeintlich weise Ratschläge gibt, auf die man auch selbst kommen könnte, ist als Charakter in einer Serie völlig überflüssig.

        Troi bekommt als Patienten fast nur solche Leute, die nicht den Mumm oder den Nerv haben, zu Guinan in die laute Bar zu gehen, also schüchterne Frauen, Mütter mit kleinen Kindern, usw.

        Troi hört zu, lächelt, fühlt mit, lächelt, redet in ihrem merkwürdigen falschen Akzent, und das war's. Am Ende der Serie ist jemand eingefallen, dass sie als Offizier eine Uniform und ein Kommando brauchen könnte.

        Hart gesagt, Troi war bis auf das gute Aussehen vollkommen überflüssig. Ihren Posten als Seelsorgerin und Beraterin des Captains hätte auch noch Dr. Crusher übernehmen können, aber für typisch für TNG ist diese kindische Art, einerseits TOS einfallslos zu kopieren, aber andererseits mit einer Verdoppelung des Casts das Offensichtliche wieder zu vertuschen.


        Beim Machen von TNG hat man erkannt, dass man einen Arzt braucht, der irgendwie gut mit dem Captain kann und hat das dann auf zwei Charaktere aufgeteilt: Troi auf der Brücke, Crusher in der Krankenstation. Bei TOS war das einfach beides McCoy.

        Uhura, die schöne Frau auf der TOS-Brücke, auch da wurden zwei Charaktere draus gemacht: Tasha zum Knöpfe drücken und telefonieren, und Troi fürs gute Aussehen. Nimmt man Geordi noch als Quotenschwarzen dazu, hat man Uhura sogar gleich auf drei Charaktere verteilt.

        Und so geht es weiter. Aus Captain Kirk wurde Captain Picard, aber wegen der geringen Ähnlichkeit wurde Riker als Kirkkopie an Picards Seite gestellt.

        Spock wurde aufgeteilt auf Data fürs Logische und auf Worf fürs Alienmäßige.

        Dass da die Autoren, mit TOS vor Augen, Schwierigkeiten hatten, vernünftig für die vielen TNG-Charaktere, die ja eigentlich TOS-Kopien waren, zu schreiben, verwundert nicht.

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        • #5
          Zitat von Aramis Beitrag anzeigen
          Nur mal zum Vergleich:

          Deanna Troi ist eine Halb-Betazoidin, ausgebildete Psychologin und war auf der Sternenflottenakademie...

          Guinan hat die Lebenserfahrung von mehren hundert Jahren, und ein paar Fähigkeiten, die sie nie richtig zeigt... und keinerlei Ambitionen, in der Sternenflotte zu dienen...


          Das Deanna Troi teilweise extrem dümmliche Dialoge bekommen hat, ist nicht zu übersehen...


          Aber ich vermute mal, so wie manche Offiziere mit Guinan vertraut sind, sind die öfters im 10 Vorne zu Gast, als die Kamera zeigt...
          Da ist natürlich was dran. Trois Bezug zur Psychologie ist einerseits akademisch, andererseits naheliegend aufgrund ihrer telepathischen/empathischen Fähigkeiten.

          Guinan hingegen besitzt ingegen das was Troi fehlt: Lebenserfahrung. Außerdem möchte ich bei ihr gewisse Seher-Fähigkeiten nicht ausschließen. Sie kann sich in andere Menschen hineinversetzen und kann diese aufgrund ihrer Erfahrung auch richtig deuten. Mit einer mittelprächtigen Halb-Betazoidin mit weniger Lebenserfahrung und sonst nur akademischer Ausbildung kann sie leicht mithalten.

          Man weiss ja nicht wie gut oder schlecht die anderen Counselors auf der Enterprise sind, aber mit Guinan hat Troi eine starke Konkurrenz. Nicht wenige werden lieber mit der Barfrau bei einem Glas Synthehol reden als sich bei der offiziellen Counselor bürokratisch einen Termin geben zu lassen.
          "Aufgrund eines Pünktlichkeitsdefizits verspätet sich dieser Beitrag um 64+ ms" | #Krümelchen2018
          "Bajoranische Arbeiter...." - Hamburg Silvester 2016/17

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          • #6
            Zitat von cybertrek Beitrag anzeigen
            Mit einer mittelprächtigen Halb-Betazoidin mit weniger Lebenserfahrung und sonst nur akademischer Ausbildung kann sie leicht mithalten.
            Troi ist sehr jung, viel zu jung für einen Counselor. Crusher als Ärztin und Counselor wäre plausibler gewesen. Bei Troi kommt noch dazu, dass sie einen Touch von Upperclass hat und irgendwie aus dem Adel von Betazed entsprossen zu sein scheint. Das Kleid, das sie manchmal anhatte, erinnert an etwas, dass Kira und Dax auf dem Holodeck als Rittersfräulein getragen haben.

            Ein bisschen dürfte Troi auch das Kind ihrer eingebildeten Mutter sein. Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm. Der Eindruck einer eingebildeten Akademikerin, die glaubt, sie könne nur mit ihrem Wissen und ihren empathischen Fähigkeiten echte Probleme lösen, ist nicht ganz von der Hand zu weisen.

            Zitat von cybertrek Beitrag anzeigen
            Man weiss ja nicht wie gut oder schlecht die anderen Counselors auf der Enterprise sind, aber mit Guinan hat Troi eine starke Konkurrenz. Nicht wenige werden lieber mit der Barfrau bei einem Glas Synthehol reden als sich bei der offiziellen Counselor bürokratisch einen Termin ausmachen zu müssen.
            Trois Büro oder Counselor-Raum ist an sich schon sehr ungemütlich und nüchtern. Auch das Zehn Vorne mit Guinans Bar hat nur den Charme einer Kantine, aber es ist immer noch gemütlicher als Trois Raum.

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            • #7
              Zu der Uniform: Ich war wie viele andere hocherfreut, dass Jellico ihr endlich eine verordnet hat. Wohl einer seiner größten Verdienste. Dennoch ergab die zivile Kleidung schon Sinn. Schlimm genug, dass die Counselor gleichzeitig auch Lt.Commander und damit ranghöher als vermutlich die meisten ihrer Klienten ist. Mit ziviler Kleidung wird der Eindruck, mit einem Vorgesetzten zu sprechen doch etwas verringert. Es ist auch sicher bekannt, dass sie auch mit Riker gemeinsam die Beförderungen bespricht. Zivile Counselors wären natürlich optimal. Was natürlich gleichzeitig auch wieder ein Punkt für Guinan ist.

              Zitat von irony Beitrag anzeigen
              Troi ist sehr jung, viel zu jung für einen Counselor.
              Was sagst du dann erst zu Ezri?

              Zumindest zu jung für ihren Rang als Lt.Commander. In TNG war sie zwischen 28 und 34 Jahre alt. Im Vergleich: Ezri war vor ihrer Vereinigung 26 Jahre alt und Fähnrich (Counselor-Assistentin). Dies ist mit einer medizinischen Ausbildung und anschließender Sternenflottenakademie halbwegs plausibel. Trois Werdegäng hätte ähnlich sein müssen.
              "Aufgrund eines Pünktlichkeitsdefizits verspätet sich dieser Beitrag um 64+ ms" | #Krümelchen2018
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              • #8
                Zitat von cybertrek Beitrag anzeigen
                Mit ziviler Kleidung wird der Eindruck, mit einem Vorgesetzten zu sprechen doch etwas verringert.
                Da gibt es auch noch etwas anderes als diese Kleidchen. Z.B. was Troi in First Contact anhatte. In dem Kleidchen und mit längeren Haaren hätte Troi ausgesehen wie Rapunzel.

                Zitat von cybertrek Beitrag anzeigen
                Zivile Counselors wären natürlich optimal. Was natürlich gleichzeitig auch wieder ein Punkt für Guinan ist.
                Eben, ein ziviler Counselor, der nicht in die Hierarchie involviert ist, genießt viel mehr Vertrauen. In irgendeiner Folge wird erwähnt, dass Troi und Riker Berichte über die Crew schreiben, wo es um Bewertungen und Beförderungen geht. Es glaubt doch niemand im Ernst, dass Barclay nach all den Sitzungen mit Troi noch die geringste Chance hätte, einen Posten als Chefingenieur zu bekommen.

                Zitat von cybertrek Beitrag anzeigen
                Was sagst du dann erst zu Ezri?
                Die hat immerhin noch die Erfahrungen des Symbionten, also so um die 300 Jahre, was vergleichbar mit Guinan ist. Trotzdem ist auch Ezri noch zu jung.

                Zitat von cybertrek Beitrag anzeigen
                Trois Werdegäng hätte ähnlich sein müssen.
                Ein Lieutenant Junior Grade wie bei Bashir auf DS9 hätte für Troi vollkommen ausgereicht. Vielleicht hatte sie ja Beziehungen (ihr Vater, ihre Mutter), und ist deshalb so schnell befördert worden.

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                • #9
                  Zitat von irony Beitrag anzeigen
                  Die hat immerhin noch die Erfahrungen des Symbionten, also so um die 300 Jahre, was vergleichbar mit Guinan ist. Trotzdem ist auch Ezri noch zu jung.
                  Das Problem ist, daß man den Einfluss des Symbionten bei der jungen Ezri nicht bemerkt.
                  Sie wirkt einfach nur unbedarft und viel zu schüchtern.
                  Als Counselor sicher nicht die beste Eigenschaft.
                  Am Firmament der Greifer gleitet, durch Feld und Wald sein Herrscher schreitet. Sein Herrscher? Nun so scheint es wohl.
                  Die Freiheit ists, die beide lieben, doch nur der Vogel kann sie fliegen. So reist in seinem Geiste mit: Der Falkner.

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                  • #10
                    Nunja, meiner bescheidenen Meinung nach besteht der wesentliche Unterschied zwischen Deanna Troi und Guinan in der jeweiligen Seriosität bzw. der Art der Darstellung in der Serie.

                    In Deanna sehe ich eine ausgebildete Psychologin, wie es sie auch im „wahren Leben“ en masse gibt. Dass Psychologen nicht immer den besten Ruf haben, beweisen schon mehr oder weniger despektierliche Bezeichnungen wie „Seelenklempner“ oder „Quacksalber“. Im Fall von Deanna scheint es nicht anders zu sein, denn wie oft haben wir von Picard den Spruch „Jetzt nicht, Counselor!“ gehört? Ihre wertvollste Begabung sehe ich zweifelsohne in ihren empathischen Fähigkeiten als Halb-Betazoidin.

                    Selbstverständlich liegt es auch in der Verantwortung der Autoren, einem Darsteller vernünftige Dialoge und ein positives Erscheinungsbild zu verschaffen. Im Fall von Marina Sirtis wurde hier ganz offensichtlich geschlampt. Außer hübsch auszusehen hat sie in sehr vielen TNG-Folgen absolut keine nennenswerten Qualitäten.

                    Ganz anders verhält es sich bei Guinan. Guinan besitzt im Gegensatz zu Deanna ein außergewöhnliches Charisma und eine fast mysteriöse Persönlichkeit. Ihr Vorleben und ihre Erfahrungen werden nur ansatzweise beleuchtet, und genau das ist es ja offenbar, was die Figur der Guinan ausmacht. Als Zuschauer weiß man manchmal nicht so recht, was man von Guinan halten soll, nur eines ist immer unumstritten: Dass ihre Vorahnungen, Empfindungen und Ratschläge richtig sind. Gab es überhaupt mal eine Situation, in der Guinan komplett daneben lag? Man möge mich korrigieren, aber mir fällt spontan keine einzige ein. Auch ihre geduldigen Zuhörer-Qualitäten sind bemerkenswert.

                    Hinzu kommt – das wurde ja auch schon erwähnt –, dass Guinan schon sehr alt zu sein scheint, und diese Art von Lebenserfahrung kann Deanna nicht ansatzweise aufbringen. Woher auch?

                    Guinan wäre der ideale Schiffscounselor gewesen – mit dieser Einschätzung stehe ich wohl nicht alleine da. Das Problem war natürlich auch, dass Whoopi Goldberg nur unregelmäßig zur Verfügung stand, so dass es kaum Sinn gemacht hätte, sie in den Stammcast aufzunehmen.

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                    • #11
                      Zitat von Achilles Beitrag anzeigen
                      Hinzu kommt – das wurde ja auch schon erwähnt –, dass Guinan schon sehr alt zu sein scheint, und diese Art von Lebenserfahrung kann Deanna nicht ansatzweise aufbringen. Woher auch?

                      Guinan wäre der ideale Schiffscounselor gewesen – mit dieser Einschätzung stehe ich wohl nicht alleine da. Das Problem war natürlich auch, dass Whoopi Goldberg nur unregelmäßig zur Verfügung stand
                      Goldberg nicht, aber jemand anderes sicher schon. Der Altersunterschied zwischen Gates McFadden (*1949) und Sirtis (*1955) ist auch nicht besonders groß, aber Dr. Crusher wäre als Seelsorgerin immer noch besser eine bessere Wahl gewesen als was die Autoren aus Troi gemacht haben. Mit ihrer Empathie hat Troi sogar häufiger den Eindruck gemacht, dass sie selbst auf die Couch gehört.

                      TNG ist schon erschreckend konservativ: Frauen haben möglichst gut auszusehen und in den typischen helfenden Berufen wie Arzt, Krankenschwester, Psychotherapeutin tätig zu sein.

                      TOS hatte immerhin einen Versuch gestartet, mit einer Frau als ersten Offizier, wurde aber zurückgepfiffen. Warum hat man das nicht bei TNG nachgeholt und eine Frau als ersten Offizier neben Picard gestellt?

                      Wenn es nur ums gute Aussehen geht, hätte man Marina Sirtis auch als Lt. Junior Grade an Stelle von Wesley vorne an die Konsole setzen können. Dort hätte sie genauso gut irgendetwas empathisch fühlen können (die Romulaner beschießen die Enterprise: "Ich spüre Gefahr, Captain" ).

                      Bei VOY gab es ja genau so eine hübsche Betazoidin vorne an der Konsole, nur hat die leider die Pilotfolge nicht überlebt.

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                      • #12
                        Zitat von Lt. Cmdr. Leland T. Lynch Beitrag anzeigen
                        In der Episode "Das kosmische Band" spielt Guinan sogar den Counselor für Troi.
                        Soweit ich mich erinnere führt Troi hier auch den Unterschied zwischen beiden Charakteren oder deren Funktion für die Crew gut vor Augen:
                        Zu Guinan kommen Leute, die etwas offenbaren wollen und ein offenes Ohr suchen. Deshalb hat Guinan als gute Zuhörerin bei diesen Leute natürlich einen hohen Stellenwert und ihre, wohl teilweise in dieser Rolle erworbene, Lebensweisheit hilft dann den Ratsuchenden selbst einen Weg zu finden. Quasi sokratische Methode.
                        Troi dagegen will, dass die Crew-Mitglieder ihr etwas mitteilen, über das sie nicht reden wollen. Etwa tief verdrängte Ängste oder Gefühle. Ansonsten ist ihre Rolle schon dadurch beschränkt, dass Picard es ablehnt sich allein auf die "vagen Intuitionen" eines Betazoiden zu verlassen.
                        Insofern kann man auch verstehen, wieso viele Crew-Mitglieder im Zweifelsfall lieber Guinan aufsuchen. Sie wollen vielleicht einfach nur einen guten Ratschlag zu alltäglichen Sorgen und Problemen oder ein Offenes Ohr und nicht sofort eine Therapie anfangen.

                        Zitat von Lt. Cmdr. Leland T. Lynch
                        Sonst denke ich bei Troi immer wieder an diese schlimmen Eso-Episoden und sie als Lieblingsopfer für irgendwelche komsichen Besessenheiten durch das Alien-of-the-week, die alle eigenlich nur ziemlich widerliche metaphorische Vergewaltigungen sind, in "Das Kind" wird es sogar richtig ernst.
                        Zumindest ich hatte den Eindruck, dass Data ein sehr viel häufigeres Ziel von "Besessenheit" ist als Troi. Wobei sie durch ihre Kräfte natürlich auch sehr gut in Frage kommt.
                        Was die Eso-Folgen angeht: Es fängt bei Star Trek eigentlich schon relativ früh an, dass Telepathie in Zusammenhang mit solchen Dingen gerückt wird. Schon bei Spock. Das hängt auch damit zusammen, dass es in Star Trek-Universum offenbar keine wissenschftliche Erklärung für diese Fähigkeiten gibt. Vor Voyger jedenfalls.


                        .
                        EDIT (autom. Beitragszusammenführung) :

                        DragoMuseveni schrieb nach 22 Minuten und 24 Sekunden:

                        Zitat von irony Beitrag anzeigen
                        Und so geht es weiter. Aus Captain Kirk wurde Captain Picard, aber wegen der geringen Ähnlichkeit wurde Riker als Kirkkopie an Picards Seite gestellt.
                        Dass Spock zugleich Wissenschaftsoffizier und der erste Offizier ist, war nur eine Notlösung, weil man einen weiblichen ersten Offizier damals nicht akzeptierte.

                        Die Aufspaltung in einen ersten Offizier und einen Captain war also doch nicht so aus der Luft gegriffen, sondern setzte den "Geist von TOS" besser um als TOS selbst es konnte.
                        Auch fand ich eigentlich die Aufspaltung in Captain Picard, der weisen, aber sehr distanzierten Autorität und Riker, den offen-umgänglichen Offizier, der auch gerne was riskiert und wütend werden kann, eigentlich gar nicht so schlecht.

                        Zitat von irony Beitrag anzeigen
                        Troi ist sehr jung, viel zu jung für einen Counselor. Crusher als Ärztin und Counselor wäre plausibler gewesen. Bei Troi kommt noch dazu, dass sie einen Touch von Upperclass hat und irgendwie aus dem Adel von Betazed entsprossen zu sein scheint.
                        Das scheint nicht nur so, sondern ist laut ST auch so. Sie stammt aus dem Adel von Betazed, was aber offenbar in einer Föderationswelt nicht mehr so viel bedeutet.
                        Zuletzt geändert von DragoMuseveni; 05.01.2013, 12:36. Grund: Antwort auf eigenen Beitrag innerhalb von 24 Stunden!
                        "Unterdrücke nie mit Gewalt Überzeugungen, die du für verderblich hälst, sonst unterdrücken diese Überzeugungen dich. " - B. Russell, 10 Gebote eines Liberalen.

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