[143] Der Moment der Erkenntnis, Teil 2 - Episodenbewertung - SciFi-Forum

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[143] Der Moment der Erkenntnis, Teil 2 - Episodenbewertung

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    #31
    Zitat von Mr.Viola Beitrag anzeigen
    Eine der wenigen TNG-Klingonenfolgen, die mir nicht wirklich gefallen, und auch Worf verliert hier einige Sympathiepunkte, aber auch gut zu sehen, dass nicht alle Stammcharaktäre absolut perfekt sind.
    Worf tut hier nichts anderes, als Klingonen, die mit Romulanern in Frieden leben, aufzuwiegeln. Worf ist absolut nicht perfekt. Es ist sicher gut, jemanden wie Worf als Möglichkeit zu haben, bestimmte Probleme mit anderen Klingonen zu lösen, aber Worf verkörpert nur selten die Ideale der Föderation. Spätestens mit dieser Folge sieht man, dass er auf DS9 unter Siskos Fuchtel gehört und nicht auf die Enterprise, wo er immer wie ein Fremdkörper wirkte, weitaus mehr als Tuvok, Neelix oder Torres bei VOY. Mehr als drei Sterne * * *, mit Tendenz nach unten, gibt es von mir auch nicht für den zweiten Teil, denn die Folge war schon ziemlich langweilig, gerade noch Durchschnitt. "Der Moment der Erkenntnis" ist vermutlich die schwächste TNG-Doppelfolge.

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      #32
      Die Folge konzentriert sich ganz auf Worf und das ehemalige Gefangenenlager. Romulaner und Klingonen leben in Frieden miteinander, aber für die Klingonen bedeutet das Leben der Verlust der Identität. Da setzt Worf an. Er macht die ehemaligen Gefangenen wieder zu Klingonen. Die jungen Klingonen entdecken ihr kulturelles Erbe. Worf gibt ein gutes Beispiel, das überzeugendste aber am Schluss, als er bereit ist zu sterben. Damit bringt er auch Schwankende auf seine Seite.

      Worfs Abneigung gegen Romulaner, die er für "falsch" hält, kommt deutlich zum Ausdruck. Aber auch Worf, für den ein friedliches Zusammenleben von Klingonen und Romulanern unbekannt ist, muss dazulernen, als er erkennt, dass die Klingonin, in die er sich verliebt hat, zur Hälfte Romulanerin ist. So ist der Einfluss in der Siedlung wechselseitig.

      Worf macht wirklich das Beste aus seinem unfreiwilligen Aufenthalt. Er bringt das herrschende System in Gefahr.
      Spaltet Worf die Gesellschaft, wie in einem früheren Beitrag gefragt wird?
      Man muss bedenken: Die alten Klingonen sind freiwillig im Lager, die jüngeren sind aber faktisch gefangen. Sie kennen nur ihre begrenzte Welt, regional wie kulturell. Worf gibt den jüngeren Klingonen die Chance, sich selbst zu erkennen und eine Entscheidung zu treffen, nämlich dableiben oder weggehen mit einem Neuanfang. Worf gibt den Bewohnern ihre Würde zurück und einen echten Lebenssinn.

      Worfs Erfolg zeigt, dass es unter der Oberfläche gebrodelt hat. Die jungen Klingonen wurden bewusst im Unklaren gelassen über ihr Volk, ihre Tradition und ihre Herkunft. Tokath erkennt, dass er das Rad nicht mehr zurückdrehen kann.

      Die Folge kritisiert überholte gesellschaftliche Normen und ist ein Plädoyer für Freiheit und Selbstbestimmung.
      Ich gebe volle 6 Sterne.

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        #33
        Zitat von hismoom Beitrag anzeigen
        Die alten Klingonen sind freiwillig im Lager, die jüngeren sind aber faktisch gefangen. Sie kennen nur ihre begrenzte Welt, regional wie kulturell. Worf gibt den jüngeren Klingonen die Chance, sich selbst zu erkennen und eine Entscheidung zu treffen, nämlich dableiben oder weggehen mit einem Neuanfang. Worf gibt den Bewohnern ihre Würde zurück und einen echten Lebenssinn.
        Die Traditionen der Klingonen sind Rauben, Plündern und Morden. Mit Würde und echtem Lebenssinn hat das nichts zu tun. Die jungen Klingonen sind nun etwas freier, aber man kann sich gut vorstellen, wohin das führt: In ein Leben voller Gewalt.

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          #34
          Zitat von irony Beitrag anzeigen
          Die Traditionen der Klingonen sind Rauben, Plündern und Morden.
          Worf wird den Klingonen kaum "Werte" wie "Rauben, Plündern, Morden" beibringen.
          Wahrscheinlich werden sie auf einer unbedeutenden klingonischen Agrarwelt leben, wo niemand fragt, wo sie herkommen.

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            #35
            Zitat von hismoom Beitrag anzeigen
            Worf wird den Klingonen kaum "Werte" wie "Rauben, Plündern, Morden" beibringen.
            Wahrscheinlich werden sie auf einer unbedeutenden klingonischen Agrarwelt leben, wo niemand fragt, wo sie herkommen.
            Das ist eine schöne Vermutung, aber ich glaube nicht so recht daran. In klingonischen Heldenliedern geht es ums Rauben, Plündern, Morden, was notdürftig als Heldentaten verbrämt wird. Klingonen sind, was im 8.-10. Jahrhundert die Wikinger waren. Barbaren eben. Und wenn diese jungen Klingonen nun anfangen, sich auf Traditionen zu besinnen, werden sie mit den Heldenliedern beginnen, mit Batleths hantieren, usw. Und irgendein anderer Klingone wird skrupellos genug sein, diese dummen Jungen auszunutzen, um seine "Ehre" zu mehren.

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              #36
              4 Sterne.
              Der Romulaner war eine interessante Figur.
              Allerdings hat der Data-Handlungsstrang gefehlt.
              Erst wenn der letzte Baum gerodet, der letzte Fluss vergiftet und der letzte Fisch gefangen ist, werdet ihr merken, dass man Geld nicht essen kann. (Sprichwort der Cree-Indianer)
              Manchmal läuft das ganze Leben auf eine irrwitzige Entscheidung hinaus (James Camerons "Avatar", Jake Sully)

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                #37
                * * * * *

                Phasenweise konnte m.E. das Niveau des ersten Teiles gehalten werden. Als Worf Tok mit auf die Jagd nimmt, als nachher der Gesang angestimmt wird, auch, als vor der Exekution der klingonische Widerstand erwacht: Es sind eindrückliche, pathetische Bilder.
                Als Worf erkennt, dass Pael spitze Ohren hat, war Worfs Reaktion beeindruckend authentisch gespielt. Überhaupt verkörpert Dorn den tödliche Gefahr ausstrahlenden Krieger selten so gut wie hier.

                Es gibt in dieser Episode kein schwarz-weiß. Tokath hat Hass überwunden, Worf nicht - und dennoch verhindert Tokath freie Entfaltung der ihm Schutzbefohlenen, während Worf sie ermöglicht. Das regt zum Nachdenken an, wie ein Zusammenleben zwischen Klingonen und Romulanern jemals optimal funktionieren soll.

                Schade ist, dass der Data-Plot aus dem ersten Teil überhaupt keine Rolle mehr spielt - vielleicht hätte man die Stränge trennen sollen, und Bashirs Zusammentreffen mit Data eine eigenständige Folge widmen sollen.

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                  #38
                  Wie bereits geschrieben, mich hat diese Doppelfolge nicht so ganz begeistern können.
                  Worfs Kampf um "seine" Klingonen bzw dass er ihnen ihre Identität wiedegeben möchte ist rührend, aber die Darstellung empfinde ich als nicht so gelungen.

                  Deswegen bleibe ich bei meiner zugegeben harten Bewertung von
                  3 Sternen

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                    #39
                    Die zweite Folge schwächelt im Vergleich zu der ersten. Fast die gesamte Folge hat sich um Worf und die gefangenen Klingonen befassst, eine B- Handlung gab es praktisch nicht.
                    Nicht das Data's Träume interessant waren, aber dieses Thema wurde hier nicht einmal erwähnt. Im Gefangenenlager ist nichts wirklich interessantes passiert. Die Geschichten über alte klingonische Rituale und Traditionen werden auf die Dauer auch etwas langweilig.
                    Ich hatte irgendwie ne Schaltung zu Quark in Erinnerung, aber dies wird dann in irgendeiner anderen Folgen geschehen.

                    3,5*

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                      #40
                      Schade, dass im zweiten Teil DS9 nicht mehr vorkommt. So erscheint der Zweiteiler im Vergleich zu den anderen TNG-Mehrteilern etwas unspektakulär.

                      Trotzdem gefällt mir persönlich Teil 2 noch einen Tick besser als der erste. Ich mag einfach Klingonen und deren Kultur, die Worf den Kindern näherbringt. Dazu eine schön kitschige Story (wo alle in der Halle gemeinsam das Lied singen, lief es mir kalt den Rücken hinunter, genauso wenn sich die Kinder vor dem exekutiert werden sollenden Worf stellen).

                      Die Enterprise hat kaum Screentime in der Folge (wäre vielleicht besser gewesen, die Data Handlung nicht in Folge 1 zu konzentrieren, sondern als kleine B-Handlung über beide Teile zu erstrecken).

                      Auch der Romulaner war ein interessanter Charakter und durchaus sympathisch (obwohl Antagonist der Episode).

                      5 Sterne!

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                        #41
                        Wie schon bei Teil 1 erwähnt gefällt mir der zweite Teil wesentlich schlechter.

                        ich finde zwar die grundidee hochinteressant als Lieutenant Commander Worf auf eine Kolonie trifft wo romulaner und Klingonen in Frieden leben, aber die Inszenierung ist dann doch irgendwie recht schwach und ist hauptsächlich an einer liebesgeschichte aufgezogen..

                        Somit zieht die 2. Folge die erste in der Gesamtwertung etwas runter, so bekommt Teil 2 bei mir nur 3 Sterne, und beide Teile zusammen kommen dann auf eine gute 4 Sterne Wertung

                        Teil 1: 5 Sterne
                        Teil 2: 3 Sterne
                        Gesamtwertung beide Episoden: 4 Sterne
                        scotty stream me up ;)
                        das leben ist ein scheiss spiel, aber die Grafik ist geil :D
                        aber leider entschieden zu real

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                          #42
                          Ein wunderbare Crossover Folge und weiterhin die einzige Möglichkeit Deep Space Nine in HD zu sehen. Für Worfs Charakter Bildung mMn entscheidend. Davor wirkt er auf mich noch oft unnahbar und hölzern. Ab nun hat er auch endlich eine ordentliche Frisur. Für mich die 2 besten Folgen der Staffel 6.
                          "Unveräußerliche... Menschenrechte … Schon allein das Wort ist rassistisch!"
                          Azetbur

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