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Die Borg- ein Spiegelbild amerikanischer Kommunismusängste?

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  • Die Borg- ein Spiegelbild amerikanischer Kommunismusängste?

    Voyager ist immernoch eine US-Serie und diese sind ja im allgemeinen politisch korrekt. Und impliziereen Angst vor den "Roten", in Voyager symbolisiert durch die Borg. Ein Kollektiv (-->Planwirtschaft, kein Privateigentum), das sich ausdehnen will, andere intelligenten Wesen bedroht, assimilieren will (wie die bösen Russen im kalten Krieg). Das absolute Böse, ohne Gnade und Gewissen. Die freie Welt (NATO bzw. Föderation) muß sich vorsehen!


    >MaxWarp>

  • #2
    Ich glaube nicht, dass die Borg ein Spiegelbild von irgendwas sind. Die Föderation ist genauso kommunistisch! Eine schöne Behauptung aber, die man mal diskutieren kann.

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    • #3
      Re

      Also ich sehe die Borg..eigentlich nicht so...

      wenn man etwas damit in Verbindung setzten will dann glaub ich eher das man es in etwa mit.....dem Sozialismus verbinden könnte...

      also die Menschen waren auch so ein Volk wie die Borg die sich von einem Geist ..nämlich das von..Hitler führen ließ.

      Die Russen sind dann wohl eher die Cardassianer *g*..verschlagen, hinterhältig...

      aber natürlich nur retoresch..!!!

      cu @NeXus_of_one

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      • #4
        Re: Re

        Originalnachricht erstellt von Nexus_of_One


        Die Russen sind dann wohl eher die Cardassianer *g*..verschlagen, hinterhältig...
        Die Cardassianer sind eine ganz deutliche Anspielung auf die Nazis, weniger auf die Russen !
        Die Borg kann man IMO schon in gewisser Weise mit kommunistischen Strukturen vergleichen, jedoch dadurch dass sie mit nur einem Geist denken fällt es schwer ihre Strukturen als wirklich kommunistisch zu bezeichnen.
        “Are these things really better than the things I already have? Or am I just trained to be dissatisfied with what I have now?”― Chuck Palahniuk, Lullaby
        They have nothing in their whole imperial arsenal that can break the spirit of one Irishman who doesn't want to be broken - Bobby Sands
        Christianity makes everyone have this mentality that escapism is a bad thing. You know "Don't run away from the real world - deal with it." Why ? Why should you have to suffer? - Marilyn Manson

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        • #5
          Ausserdem ist die Föderation, wie bereits erwähnt, ebenfalls Kommunistisch.
          Denn der jeder bekommt alles Gedanke ist ja der des Kommunissmus.

          Aber die Cardassianer als Nazis anzusehen gefällt mir irgendwie.
          Bisher passierte folgendes:
          Am Anfang wurde das Universum erschaffen.
          Das machte viele Leute sehr wütend und wurde allenthalben als Schritt in die falsche Richtung angesehen.
          Douglas Adams: Das Restaurant am Ende des Universums

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          • #6
            Ich weiß ja nicht...

            Eigentlich schien mir die Serie immer verhältnismäßig unpolitisch... zumindest im Bezug auf real existierende Sachen. Vielleicht hat man sich bei der Erschaffung der Borg der Idee des Kommunismus bedient bzw. ist diese Idee durch den ehemaligen kalten Krieg entstanden, doch IMHO sollen diese wohl kaum einen realen Bezug herstellen. Vor allem nicht in Voyager, weil das ja aus dem "Raum - Zeit - Kontinuum" gerrissen würde.

            Vielleicht wüsste ich mehr, hätte ich mir vor 2 Jahren die soziologische Vorlesungsreihe über Deep Space nine an der Uni angehört (hatte da leidr keine Zeit... könnte mir immer noch in den hintern treten).

            Gruß sebastian
            "Wozu Socken? Sie schaffen nur Löcher!" Albert Einstein

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            • #7
              Also, ich finde, dass die Kardassianer mit den Italienern zu vergleichen sind, während das Dominion eher nazihafte Züge trägt. So ist es zumindest am Ende der Serie, wo ganz eindeutige Parallelen gezogen werden. Aber eindeutig ist das auch nicht zu bestimmen, weil ganz verschiedene historische "Motive" in den den verschiedenen Imperien vermischt werden.

              endar
              When I was a boy we had a dog. One day, we took it to the park. Our dad had warned us how fast that dog was, but... we couldn't resist.So, my brother took off the leash, and in that instant, the dog spotted a cat. Well, he just sat down, bored. Guess cats weren't his thing.

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              • #8
                Ich glaube nicht, daß bei irgendeiner Rasse direkter Bezug auf eine echte Staatsform oder ein echtes Land genommen wurde.
                Aber es gibt da natürlich nur eine begrenzte Anzahl "Grundtypen" und Eigenschaften, die verwendet werden können. Und ich halte es nur für logisch, daß ein Autor jene Eigenschaften, die er für "schlecht" hält (Nazis usw.) auch bei den "bösen" Rassen in seiner Geschcihte verwendet.
                Schaut doch mal auf meinem Blog vorbei... freue mich immer über alte Bekannte!
                Lest *gute* Harry Potter-Fanfiction!

                Kommentar


                • #9
                  [QUOTE]Originalnachricht erstellt von Muli
                  [B]Ich weiß ja nicht...

                  "Eigentlich schien mir die Serie immer verhältnismäßig unpolitisch... zumindest im Bezug auf real existierende Sachen."
                  Unpolitisch? Die Serie an sich ist ja auch nicht direkt politisch. Nur eben, wenn man um die Ecke denkt. Kennt ihr nicht "Animal Farm" von George Orwell?

                  "Vielleicht hat man sich bei der Erschaffung der Borg der Idee des Kommunismus bedient bzw. ist diese Idee durch den ehemaligen kalten Krieg entstanden"
                  Meine Rede...

                  "doch IMHO sollen diese wohl kaum einen realen Bezug herstellen."
                  Was genau verstehst Du unter einem "realen Bezug"? Dass Borg und Russen nicht identisch sind? Behauptet ja auch keiner. Nur eben, dass die Idee der kommunistischen Bedrohung in abstrahierter Form (in Form der Borg eben) ihren Weg ins Star-Trek-Universum gefunden hat.

                  "Vor allem nicht in Voyager, weil das ja aus dem "Raum - Zeit - Kontinuum" gerrissen würde."
                  Die Borg kommen ja nicht nur in Voyager vor. Sie sind ja auch für die Föderation eine Bedrohung.

                  "Vielleicht wüsste ich mehr, hätte ich mir vor 2 Jahren die soziologische Vorlesungsreihe über Deep Space nine an der Uni angehört (hatte da leider keine Zeit... könnte mir immer noch in den hintern treten)."
                  Das ist ja cool dass es so was gibt! An welcher Uni bist Du denn? So was will ich auch mal sehen. War ne Soziologie-Vorlesung?
                  >MaxWarp>

                  Kommentar


                  • #10
                    Originalnachricht erstellt von Phelia
                    Ich glaube nicht, daß bei irgendeiner Rasse direkter Bezug auf eine echte Staatsform oder ein echtes Land genommen wurde.
                    Aber es gibt da natürlich nur eine begrenzte Anzahl "Grundtypen" und Eigenschaften, die verwendet werden können. Und ich halte es nur für logisch, daß ein Autor jene Eigenschaften, die er für "schlecht" hält (Nazis usw.) auch bei den "bösen" Rassen in seiner Geschcihte verwendet.
                    Aber Du musst zugeben, dass der amerikanische Film (oft oder meistens) bestimmten grundsätzlichen Linien folgt: Patriotismus, wo ein Wille ist, da ist ein Weg, der Glaube an die Freiheit, Glaube an Moral (oberste Direktive?), Glaube an Gerechtigkeit, eindeutige Abgrenzung zwischen GUT und BÖSE und letztendlich der unvermeintliche Sieg des GUTEN über das BÖSE. In diesem Sinne repräsentieren die Borg IMO das absolute Böse, dass es zu bekämpfen gilt. Und nach welchen Vorbildern könnte man dieses filmische Böse gestalten? Am Besten doch nach dem, was der amerikanischen Idee von unbegrenzen Freiheit des Individuums, vom eigene Auto und eigenem Eigenheim, am meisten bedroht: die Idee des Ameisenstaates, des Kommunismus, der in die filmische Fiktion als "die Borg" Eingang findet.
                    >MaxWarp>

                    Kommentar


                    • #11
                      IMHO kann man sehr viele Übereinstimmungen RL/ST-Rassen finden, wenn man mal etwas genauer schaut:
                      • Cardassianer haben einen Genozid an den Bajoranern verübt (Stichwort: Arbeitslager<->KZ) Ausserdem ist ihre ganze Kultur militaristisch ausgerichtet, was aufs Dritte Reich auch passt.
                      • Bajoraner bilden die unterdrückte religiöse "Minderheit", die ausgebeutet und vernichtet werden sollte. Die Parallelen zum Judentum sind auch hier recht deutlich!
                      • Klingonen sind zuerst Erzfeinde der Föderation, nähern sich später wegen des wirtschaftlichen Zerfalls wieder an und verbunden sich schliesslich mit der UFP. Parallelen zum Kalten Krieg und dessen Ende!
                      • Ferengi entsprechen mit ihrem Charakter und Aussehen exakt dem nationalsozialistischen Judenbild: Feige, geldgierig, verschroben, hinterhältig, grosse Ohren/Nase....
                      Allerdings passen diese Vergleiche immer nur bedingt, da die Spezies sich im Laufe der Zeit verändert haben. Am Ende des Dom-Krieges werden die Cardis wirklich zu den Italienern der Galaxis, da sie sich von der alten Führung "distanzieren" (schade, dass es im Weltall keine Tankstellen gibt ) und dem Ex-Feind bei der Invasion des eigenen Territoriums helfen.
                      Recht darf nie Unrecht weichen.

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                      • #12
                        Originalnachricht erstellt von Narbo
                        [*]Ferengi entsprechen mit ihrem Charakter und Aussehen exakt dem nationalsozialistischen Judenbild: Feige, geldgierig, verschroben, hinterhältig, grosse Ohren/Nase....
                        Diese Paralle ist mir noch gar nicht bewusst gewesen, aber es ist nachvollziehbar. Nur halte ich es für beinahe ausgeschlossen, dass man hier absichtlich das völlig verzogene und unhaltbare Bild der Juden aus Nazi-Sicht als Vorlage genommen hat.
                        Wenn doch wäre das IMO nicht gut zu heißen.
                        “Are these things really better than the things I already have? Or am I just trained to be dissatisfied with what I have now?”― Chuck Palahniuk, Lullaby
                        They have nothing in their whole imperial arsenal that can break the spirit of one Irishman who doesn't want to be broken - Bobby Sands
                        Christianity makes everyone have this mentality that escapism is a bad thing. You know "Don't run away from the real world - deal with it." Why ? Why should you have to suffer? - Marilyn Manson

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                        • #13
                          Um sich dem zu nähern, muß man mal gucken, als was die Kardassianer dargestellt worden sind: ein imperialistisches, chauvinistisches, militaristisches Volk, das einen Nachbarplaneten besetzt hat, um dessen Ressourcen auszubeuten.
                          Von einem "Vernichtungsfeldzug" war nirgendwo die Rede.
                          Man kann die Kardassianer mit einigen Militärregimen vergleichen, in Teilen vielleicht sogar mit dem Britischen Empire, aber für einen Vergleich mit dem Dritten Reich fehlen einige wichtige Übereinstimmungen.

                          "Cardassianer haben einen Genozid an den Bajoranern verübt (Stichwort: Arbeitslager<->KZ) Ausserdem ist ihre ganze Kultur militaristisch ausgerichtet, was aufs Dritte Reich auch passt."
                          Arbeitslager, in denen die Produktion höher als das Leben von Gefangenen eingeschätzt wurde, sind nichts originär nationalsozialistisches. Im Gegenteil, die Vernichtungslager nach Art von Auschwitz waren Vernichtungslager, deren Hauptzweck nicht die Produktion von kriegswichtigem Material, sondern die Vernichtung von Menschen waren.
                          Die Kardassianer bauten Erz ab etc. und verfolgten weiter eine harte Besatzungspolitik. Von Ausrottungsprogrammen hätte man bestimmt einmal gehört.

                          "Bajoraner bilden die unterdrückte religiöse "Minderheit", die ausgebeutet und vernichtet werden sollte. Die Parallelen zum Judentum sind auch hier recht deutlich!"
                          Dass die Bajoraner "ausgerottet" werden sollten, wird, wie gesagt, nirgendwo erwähnt. Es wird von Verbrechen, besonders in den Lagern, gesprochen, aber das ist was anderes. Ein Indiz ist auch, dass Kardassianer noch einigermaßen frei auf der Station bewegen können.

                          Das Dritte Reich führte einen Weltanschauungskrieg. Einmal um Lebensraum im Osten (wo wird davon gesprochen, dass Karadassianer ANSTELLE von Bajoranern auf Bajor leben wollen???) und um die Exterminierung der Juden und anderer Gruppen, Völker (diese Tendenz entwickelte sich besonders nach 42). Insofern war das Nazi-Gedankengut ein durchaus paranoides, von wirren Ungleichheitsgedanken getragen.

                          Paranoid waren die Wechselbälger und das Dominion. "Du bist nichts, dein Volk ist alles" "Auch du gehörst dem Führer" - diese Nazisprüche passen auf das Dominion und nicht auf die Kardassianer (Jem Hadar). Die Vernichtung Kardassias durch en Befehl die Gründerin klingt ein bisschen "Nero"-haft. Die Jem Hadar sind "Weltanschauungskrieger", was man von den ganzen Guls nicht sagen kann, die denken ja meist erstmal an sich - Weltanschauungsthesen geben sie selten von sich.

                          "Ferengi entsprechen mit ihrem Charakter und Aussehen exakt dem nationalsozialistischen Judenbild: Feige, geldgierig, verschroben, hinterhältig, grosse Ohren/Nase...."
                          Das habe ich eigentlich nie so empfunden, zumal die Ferengi keine Tendenzen zu Verschwörungen besaßen, denn Vorstellungen, nach denen die Börse, aber auch der Sozialismus jüdisch beherrscht gewesen sei um dann die Welt zu vernichten (!), finden sich hier nicht. In antisemitischen Schriften findet sich aber immer die Idee nach einem "kollektiven" Handeln von Juden.

                          gruß, endar
                          When I was a boy we had a dog. One day, we took it to the park. Our dad had warned us how fast that dog was, but... we couldn't resist.So, my brother took off the leash, and in that instant, the dog spotted a cat. Well, he just sat down, bored. Guess cats weren't his thing.

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                          • #14
                            Und nicht zu vergessen sind die Klingonen,
                            sie bezeichnen sich selbst als Starke, ehrenvolle Krieger.
                            Sie streben die Vergrößerung des Klingonischen Imperiums an und denken ähnlich imperialisistisch wie Nazi-Deutschland.
                            Wobei Klingonen niemals eine fremde Rasse auslöschen (=Juden) würden da es eine höchst unehrenvolle Tat wäre.
                            Was auch noch zu erwähnen wäre, ist das Klingonen eine extreme Abneigung gegen fremde Einmischung haben.(=Lt. Worf)
                            Die Familie muss "rein" sein, rein Klingonisch, reines Blut!

                            Ach ja,
                            Ich denke in jeder ST-Rasse steckt irgendwo ein Stück heutige Politik.
                            "Wer überwacht die Vögel?"

                            Kommentar


                            • #15
                              Ich finde auch dass jede Rasse irgendwie ein Stück (vergangene) Politik repräsentiert. Bezweifle aber dass es mit Absicht so gewollt wurde.

                              Noch eins. Ich finde nicht das irgendeine Rasse den Nationalismus repräsentiert. Einige Rassen haben lediglich einige charakteristische Eigenschaften davon. Die Cardassianer haben zwar Bajor unterdrückt und auch Gegner getötet, aber Massenmord an einer bestimmten Minderheit, das bezweifle ich ein wenig. Ich sage aber nicht dass die Cardis trotzdem Massenmord geführt haben.

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