Ankündigung

Einklappen
Keine Ankündigung bisher.

Warum immer mitten durch?

Einklappen
X
  • Filter
  • Zeit
  • Anzeigen
Alles löschen
neue Beiträge

  • Warum immer mitten durch?

    Habe gerade mal wieder ein wenig VOY geguckt. Ein immer wieder auftauchendes Motiv in der Serie ist ja der Nebel/ein feindliches Territorium/eine Raumanomalie etc., welche man aufgrund ihrer Ausdehnung nicht umfliegen kann.

    Das ist natürlich Quatsch, man kann sie umfliegen, aber es dauert halt.

    Die Frage ist aber: was soll das bitte?

    Wenn man schon eine 100-jährige Reise vor sich hat, was spielt es da für eine Rolle, die Reisezeit auf 105 Jahre auzudehnen, anstatt Schiff und Mannschaft immer wieder dubiosen Gefahren auszusetzen?

    Wobei dies natürlich auch ein notwendiger dramaturgischer Kniff ist. Es waren aber unter anderem solche Dinge, die VOY ihren miesen Ruf einbrachten.

    Bei solchen Gebieten zeigt sich auch immer der fast an Fanatismus grenzende Wille von Janeway ihr Schiff da durch zu bringen. Immer schön mit dem Diskussegment durch die Warpschwelle.

    Wie seht Ihr die Sache mit dem nicht-ausweichen-können?

    Notwendig?

    Dämlich?

    Von beiden etwas?
    "All dies könnte bloß eine aufwändige Simulation sein,
    die in einem kleinen Gerät auf jemandes Tisch läuft."
    (Jean-Luc Picard über das Wesen der Wirklichkeit)

  • #2
    Nun, im Grunde ist es wahrscheinlich immer die unbeantwortbare Frage: "Wenn wir jetzt ausweichen, wer weiß, wo wir dann hingeraten?"

    Könnte ja sein, dass man nach ein paar Lichtjahren wieder auf ein Territorium einer unfreundlichen Spezies trifft. Dann ändert man wieder den Kurs, kommt zum nächsten feindlichen Gebiet. Irgendwann - nach Wochen, Monaten, Jahren - steht man dann an, will nicht mehr auf der Stelle treten und fliegt dann erst recht durch das erstbeste feindliche Gebiet durch.

    Janeway entscheidet halt, sich das Rumprobieren und durch die Gegend fliegen zu ersparen, weil sie denkt, dass das Unvermeidbare ohnehin eintreffen wird. Also lieber früher als später.

    Im Grunde ist es aber auch relativ selten vorgekommen, dass man bewusst eine große Gefahr in Kauf genommen hat. Das Borg-Gebiet war zu groß, auf die Hirogen konnte man mangels fester Grenzen überall treffen, die Nekrit-Ausdehnung und der Schwalbennebel waren wirklich enorm groß.

    Einzig viel zu stur war sie in "Ein Jahr Hölle". Sie hätte viel früher den Krenim aus dem Weg gehen müssen, da hat sie einen unverzeihliche Fehler gemacht und den Gegner falsch eingeschätzt. Ansonsten hat die Voyager eigentlich kaum "feste" Territorien verletzt. Bei den Bomar ist man außen rum geflogen, nachdem man mit denen nicht vernünftig reden konnte. Bei den Devore hat man sich an die Protokolle gehalten (bis zu einem gewissen Grat). Und beim Schwarm war der Durchflug einfach zu verlockend. Ein paar Stunden durch feindliches Gebiet oder ein paar Monate herum ... da war diese "Engstelle" im Schwarm-Territorium wirklich zu verlockend.

    Kommentar


    • #3
      Dennoch ist es nach meiner Einschätzung zu riskant, einfach "sein Glück" auszutesten.

      Man hat halt nur dieses eine Schiff, ein Raumdock ist nicht in Reichweite und jedes beschädigte System kann ganz böse Folgen haben. (Schon klar, nicht bei den Superschiffen der Intrepid-Klasse, aber ganz allgemein gedacht).

      Generell sollte man möglichst wenig Risiken eingehen, da der Handlungsspielraum einfach zu klein ist.
      "All dies könnte bloß eine aufwändige Simulation sein,
      die in einem kleinen Gerät auf jemandes Tisch läuft."
      (Jean-Luc Picard über das Wesen der Wirklichkeit)

      Kommentar


      • #4
        Zitat von EA-Loyalist Beitrag anzeigen
        Dennoch ist es nach meiner Einschätzung zu riskant, einfach "sein Glück" auszutesten.

        Man hat halt nur dieses eine Schiff, ein Raumdock ist nicht in Reichweite und jedes beschädigte System kann ganz böse Folgen haben. (Schon klar, nicht bei den Superschiffen der Intrepid-Klasse, aber ganz allgemein gedacht).

        Generell sollte man möglichst wenig Risiken eingehen, da der Handlungsspielraum einfach zu klein ist.
        Es ist immer ein Abwägen zwischen Kosten und Nutzen.

        In vielen Fällen hat man die Kosten (Kontakt mit einer nicht friedlichen Spezies) hingenommen um den Nutzen (Abkürzung der Flugroute um ein paar Wochen) zu erhalten.

        Klar das man es sich bei den geringen Ressourcen vielleicht zweimal überlegen sollte, ob man irgendwo durch fliegt oder nicht, aber im wesentlichen gabs doch kaum Fälle, wo sich das Risiko nachhaltig gerächt hat.

        Man hat ja im Gegenteil durch den Kontakt mit friedlichen und freundlichen Spezies sogar doppelten Nutzen gehabt, da man nicht nur schneller voran gekommen ist, sondern sogar Vorräte ergattert hat und bei 2-3 Gelegenheiten sogar das Raumschiff repariert wurde.
        Mein Profil bei Memory Alpha
        Treknology-Wiki

        Even logic must give way to physics. / Sogar die Logik muss sich der Physik beugen. -- Captain Spock, 2293

        Kommentar


        • #5
          Die Antwort dürfte wohl lauten, dass wenn man schon nach wenigen Lichtjahren auf eine Raumanomalie trifft die Wahrscheinlichkeit hoch ist auch auf dem Ausweichmanöver auf eine zu treffen und es daher wohl in der Tat die beste Entscheidung ist sein Glück einfach zu versuchen.
          Andere Spezies können einen ja zur Abwechslung auch einmal warnen anstatt gleich zu schießen, wenn man in unbefugtes Territorium eintritt.

          Am Anfang hatte man ja wenigstens noch Neelix, der als Berater dienen konnte.
          Janeway wollte aber ihre Crew möglichst schon in dieser Generation nach Hause bringen und nicht erst in der 5. durch ihre Nachfahre.


          Bei allen fragwürdigen Janewayentscheidungen, kann man die denke ich vertreten. Denn einen sicheren Weg hätte es nicht gegeben und den wenigsten gefährlichen zu suchen wäre einfach viel zu aufwendig und hätte sich wohl zu einer Don Chichotte Aufgabe entwickelt.

          Kommentar


          • #6
            So klein und schwach (relativ) wie die Voyager ist, ist es wirklich blöd, immer mit dem Kopf durch die Wand (oder mit dem Bug durch den Nebel, wenn man so will) will, ist es zwar riskant, aber das Risiko war fast immer vertretbar. Wenn man wirklich immer ausweicht, bei allen Gefahren, dann würde die Reise nach Hause sicher 20 Jahre länger dauern. Und das ist ja auch nicht vertretbar, denn so würde man ja nie nach Hause kommen. Und bei den relativ wenigen Opfern war das Risiko wohl auch nie wirklich extrem groß.

            Und der zweite Grund ist, dass diese Gefahren immer gutes Potential für die Filmemacher sind, klar, oder?
            Mein neuer Star Trek Fanfiction-Roman: [Star Trek] ZEIT für REVOLUTION


            Kommentar


            • #7
              Zitat von Mr.X-Man Beitrag anzeigen
              So klein und schwach (relativ) wie die Voyager ist, ist es wirklich blöd, immer mit dem Kopf durch die Wand (oder mit dem Bug durch den Nebel, wenn man so will) will, ist es zwar riskant, aber das Risiko war fast immer vertretbar.
              Hier muss man etwas aufpassen. Zwar hat die Voyager auf mich auch den Eindruck eines kleinen Schiffes gemacht, aber tatsächlich ist sie sogar etwas größer als Kirks TOS-Enterprise, und die ist ja ein stolzes Schiff, der Stolz der Flotte gewesen .
              Größe ist hier also auch etwas relativ zu sehen. Gegenüber Borgkuben ist die Voyager natürlich mickrig. Andererseits ist ein relativ kleines Schiff aber vielleicht auch eher in der Lage, irgendwo durchzuschlüpfen, oder es wird nicht als Bedrohung wahrgenommen. Letztlich kommt es aber nicht auf die Größe an, sondern die Schnelligkeit. Wirklich geholfen hätte der Voyager aber hier und da vermutlich auch eine Tarnvorrichtung.

              Kommentar


              • #8
                Zitat von transportermalfunction Beitrag anzeigen
                Hier muss man etwas aufpassen. Zwar hat die Voyager auf mich auch den Eindruck eines kleinen Schiffes gemacht, aber tatsächlich ist sie sogar etwas größer als Kirks TOS-Enterprise, und die ist ja ein stolzes Schiff, der Stolz der Flotte gewesen .
                Größe ist hier also auch etwas relativ zu sehen. Gegenüber Borgkuben ist die Voyager natürlich mickrig. Andererseits ist ein relativ kleines Schiff aber vielleicht auch eher in der Lage, irgendwo durchzuschlüpfen, oder es wird nicht als Bedrohung wahrgenommen. Letztlich kommt es aber nicht auf die Größe an, sondern die Schnelligkeit. Wirklich geholfen hätte der Voyager aber hier und da vermutlich auch eine Tarnvorrichtung.
                Obwohl Kirks Schiff mehr Besatzungmitglieder getragen hat. Okay, die brauchten ja auch einen Redshirt-Vorrat.
                Am besten geholfen hätte der Voyager wohl eine Führungspersönlichkeit, die nicht jedem Nebel nachjagt und mit allen und jeden Kontakte knöpfen möchte.
                Chakotays Ansprache in "Rebellion Alpha" entsprach ziemlich genau meinen Empfehlungen.
                "All dies könnte bloß eine aufwändige Simulation sein,
                die in einem kleinen Gerät auf jemandes Tisch läuft."
                (Jean-Luc Picard über das Wesen der Wirklichkeit)

                Kommentar


                • #9
                  Es hebt sicher auch die Moral der Crew, wenn man bei einer so langen Reisezeit den kürzesten Weg nimmt...
                  Lieber kurz und gefährlich als sicher und nochmal 10 Jahre länger...

                  Abgesehen davon war jeder Reiseroute eine Glückssache, wie gefährlich sie ist oder nicht... man hätte in jedem Nebel auf eine Flotte der Borg treffen können oder auf ein Wurmloch nach Hause...
                  "Diese Prozedur wird nicht empfohlen..."

                  "... wo nie ein Hund zuvor gewesen ist" *Cpt. Archer*

                  Kommentar


                  • #10
                    Vor gar nicht allzu langer Zeit gab es irgendwo einen Thread, wo die Fragestellung lautete, welche Dinge man denn im SF-Bereich schon lange akzeptiert hat, ohne sie zu hinterfragen. Das hier gehört für mich wohl eindeutig dazu... wenn ich den Thread bei Zeiten finde, werde ich es wohl reinschreiben
                    Was unterscheidet einen Pferdeschwanz von einer Krawatte? - Der Pferdeschwanz verdeckt das Ar***loch ganz.

                    Für alle, die Mathe mögen

                    Kommentar


                    • #11
                      Zitat von garakvsneelix Beitrag anzeigen
                      Vor gar nicht allzu langer Zeit gab es irgendwo einen Thread, wo die Fragestellung lautete, welche Dinge man denn im SF-Bereich schon lange akzeptiert hat, ohne sie zu hinterfragen. Das hier gehört für mich wohl eindeutig dazu... wenn ich den Thread bei Zeiten finde, werde ich es wohl reinschreiben
                      Okay, dann mal los, hier ist der Thread http://www.scifi-forum.de/science-fi...terfragen.html .

                      Ich finde aber auch, dass dieses Mitten hindurch in diese Kategorie gehört.

                      Kommentar


                      • #12
                        Zitat von transportermalfunction Beitrag anzeigen
                        Okay, dann mal los, hier ist der Thread http://www.scifi-forum.de/science-fi...terfragen.html .

                        Ich finde aber auch, dass dieses Mitten hindurch in diese Kategorie gehört.
                        Okay, it's done

                        Und damit es nicht nur ein VOY-Rumgehacke wird, habe ich auch ein DS9-Beispiel gebracht
                        Was unterscheidet einen Pferdeschwanz von einer Krawatte? - Der Pferdeschwanz verdeckt das Ar***loch ganz.

                        Für alle, die Mathe mögen

                        Kommentar


                        • #13
                          Zitat von EA-Loyalist Beitrag anzeigen
                          Wenn man schon eine 100-jährige Reise vor sich hat, was spielt es da für eine Rolle, die Reisezeit auf 105 Jahre auzudehnen, anstatt Schiff und Mannschaft immer wieder dubiosen Gefahren auszusetzen?
                          Eine gute Frage.

                          Wie lange hätte eigentlich ein Flug der Voyager zum Gammaquadranten-Ende des Bajoranischen Wurmlochs gedauert?

                          Gibt es dazu irgendwo eine Karte, wo man sehen kann, wo das Wurmloch ist und wo die Voyager im Deltaquadranten dem Fürsorger begegnet ist?


                          .
                          EDIT (autom. Beitragszusammenführung) :

                          transportermalfunction schrieb nach 19 Minuten und 29 Sekunden:

                          Ich nehme mal an, dass die drei Punkte Erde, Wurmloch und Fürsorgerstation ungefähr ein gleichseitiges Dreieck mit 75.000 Lichtjahren Kantenlänge ergeben, so dass man sich da für DS9 und VOY wirklich etwas zurecht konstruiert hat.
                          Zuletzt geändert von irony; 23.10.2010, 12:56. Grund: Antwort auf eigenen Beitrag innerhalb von 24 Stunden!

                          Kommentar


                          • #14
                            Zitat von transportermalfunction Beitrag anzeigen
                            Eine gute Frage.
                            Gibt es dazu irgendwo eine Karte, wo man sehen kann, wo das Wurmloch ist und wo die Voyager im Deltaquadranten dem Fürsorger begegnet ist?
                            Karten gibt es einige, aber die Kanonität ist immer fraglich.
                            Hier ein Beispiel:

                            Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht

Name: Star%20Trek%20Galaxy%20Map.jpg
Ansichten: 2
Größe: 92,5 KB
ID: 4262465
                            "All dies könnte bloß eine aufwändige Simulation sein,
                            die in einem kleinen Gerät auf jemandes Tisch läuft."
                            (Jean-Luc Picard über das Wesen der Wirklichkeit)

                            Kommentar


                            • #15
                              Zitat von transportermalfunction Beitrag anzeigen
                              Eine gute Frage.

                              Wie lange hätte eigentlich ein Flug der Voyager zum Gammaquadranten-Ende des Bajoranischen Wurmlochs gedauert?

                              Gibt es dazu irgendwo eine Karte, wo man sehen kann, wo das Wurmloch ist und wo die Voyager im Deltaquadranten dem Fürsorger begegnet ist?
                              Laut den Karten aus dem Sternenatlas dürfte die Flugstrecke Ocampa-Idran bei etwa 40.000 Lichtjahren liegen.

                              Auf jeden Fall muss die Voyager sehr nahe am Gamma-Quadranten heraus gekommen sein, da sie am barzanischen Wurmloch vorbei geflogen sind (wo sie die Ferengi aufgegabelt haben) und das entfernte Ende des Barzan-Wurmlochs lag laut TNG "Der Barzan-Handel" im Delta-Quadrant, nur 200 Lichtjahre vom Gamma-Quadrant entfernt, als La Forge und Data mit dem Shuttle hindurch geflogen sind.
                              Mein Profil bei Memory Alpha
                              Treknology-Wiki

                              Even logic must give way to physics. / Sogar die Logik muss sich der Physik beugen. -- Captain Spock, 2293

                              Kommentar

                              Lädt...
                              X