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Children of Voyager

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  • Children of Voyager

    Beim Gucken der Enterprise-Episode "E²" kam mir gerade der Gedanke, dass eine solche Episode eigentlich sehr viel besser zur Prämisse von Voyager gepasst hätte.

    In "E²" trifft die NX-01 auf ihr eigenes Dublikat, das, nachdem es in die Vergangenheit geschleudert wurde, seit hundert Jahren die Delphische Ausdehnung durchquert und zu einem Generationsschiff geworden ist. Die Episode bietet die Möglichkeit, zu sehen, was mit dem Schiff und seiner Besatzung passiert wäre, wenn sie die Erde nicht hätten anfliegen dürfen. Darüber hinaus erhalten wir einen Einblick in die Zukunft der Charaktere und erfahren, das Trip und T'Pol letztendlich doch zusammengekommen sind und ein Kind gezeugt haben.

    Meiner Meinung nach hätte eine solche Episode allerdings sehr viel besser zu Voyager gepasst. Auf der einen Seite deshalb, weil man sich seitens des Senders ("Die Serie darf sich nicht verändern!") und der Autoren offensichtlich weigerte, die tatsächlichen Implikationen eines jahrzehntelangen Fluges nach Hause zu zeigen (sprich: Generationsschiff) und die Episode somit eine wunderbare Gelegenheit geboten hätte, genau dieses "Was wäre wenn?"-Szenario darzustellen.

    Und auf der anderen Seite aber auch deshalb, weil man als Zuschauer eigentlich schon beim Pilotfilm damit rechnen konnte, dass man die Voyager am Ende der Serie nach Hause kommen sehen würde. Auch hier hätte eine solche Episode die Gelegenheit geliefert, einen möglichen Ausgang der Reise der Voyager zu zeigen.

    Wenn es eine solche Episode bei Voyager gegeben hätte, wie hättet ihr sie euch vorgestellt? Was hat die Voyager all die Jahre gemacht? Zu welchem Zeitpunkt hättet ihr eine solche Folge in die Serie eingebaut? Welche Charaktere hättet ihr Kinder haben lassen?

    Was sagt ihr?


  • #2
    Einen Blick in eine potentielle Zukunft der Voyager gab es ja in der Folge "Before and After" in der eine gealterte Kes in der Zeit zurückreist. In den Szenen in der Zukunft sieht man, dass sie mit Tom Paris zusammen ist und ein Kind hat, dass ihrerseits mit Harry Kim liiert ist. Auch die beiden haben ein Kind.

    Was ich von der Idee halte? Schwer zu sagen. Man hatte eigentlich nie das Gefühl, dass die Voyager weit von Zuhause ist. Auch, dass sie nach Hause kommt, war immer relativ sicher. Eine Zukunftsversion in der die Voyager zum Generationenschiff wird, wäre daher relativ belanglos verpufft. Durch TNG von DS9 wusste man, dass Voyager wohl 7 Jahre laufen würde und am Ende alles gut wird. Es wäre einfach unglaubwürdig gewesen, ein Generationenschiff Voyager zu zeigen, das in 50 Jahren immernoch auf dem Weg nach Hause ist.

    Relativiert würde das ganze auch dadurch werden, dass man durch TNG schon gewohnt ist, Familien und Kinder auf einem Sternenflottenschiff zu sehen. Ein Generationenschiff Voyager würde sich nicht sonderlich anders anfühlen und es wäre auch nichts wirklich besonderes.

    Um die Folge interessanter zu machen, hätte man das Raumschiff-Setting verlassen müssen. Statt einem Generationenschiff Voyager hätte man eine planetare Kolonie zeigen können auf der die Nachfahren der Voyager-Crew leben. Tom Paris mit einer von den Delaney-Schwestern, Harry Kim mit seinem Ehemann, Neelix, der Witwer von Kes... Problematisch wäre nur gewesen, dass es so eine ähnliche Folge bereits in DS9 gegeben hat.

    LG
    Whyme
    "Und wie alle Priester haben sie als erstes gelernt, Wahrheit mit "Ketzerei" zu übersetzen."
    -Frank Herbert - Der Herr des Wüstenplaneten

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    • #3
      Zitat von Whyme Beitrag anzeigen
      Einen Blick in eine potentielle Zukunft der Voyager gab es ja in der Folge "Before and After" in der eine gealterte Kes in der Zeit zurückreist. In den Szenen in der Zukunft sieht man, dass sie mit Tom Paris zusammen ist und ein Kind hat, dass ihrerseits mit Harry Kim liiert ist. Auch die beiden haben ein Kind.
      Stimmt, an "Before and After" hatte ich in dem Zusammenhang gar nicht gedacht. Dabei ist das eine echt tolle Folge. Da der Ausblick auf die Zukunft dort allerdings nur Kes' Lebensspanne umfasst, bekommt man leider nicht genau das zu bieten, was ich meine. Im Grunde hat man ja auch in "Endgame" einen kleinen Ausblick darauf bekommen, wie es einer Voyager-Crew ergangen wäre, die tatsächlich 70 Jahre für die Reise benötigte. Aber auch das zeigt nicht wirklich, wie man sich den Gegebenheiten einer derart langen Reise angepasst hat. Ich denke, genau das hätte viel Potential für eine interessante Episode geboten.

      Zitat von Whyme Beitrag anzeigen
      Relativiert würde das ganze auch dadurch werden, dass man durch TNG schon gewohnt ist, Familien und Kinder auf einem Sternenflottenschiff zu sehen. Ein Generationenschiff Voyager würde sich nicht sonderlich anders anfühlen und es wäre auch nichts wirklich besonderes.
      Ich denke, der große Unterschied würde eben doch darin bestehen, dass uns The Next Generation (oder auch die konzeptionell ähnliche Episode "Children of Time") nicht die Familien und Kinder der Voyager-Crew (!) gezeigt hat. Es wäre, so finde ich, interessant gewesen, was genau aus diesen Charakteren wird, wenn sie all die Zeit zusammen auf dem Schiff leben würden. Eben genau das, was ein Zeitraum von nur sieben Jahren niemals hätte zeigen können, ohne das Star Trek-Format zu verlassen.

      Eine solche Episode hätte beispielsweise auch zeigen können, wie man die Voyager selbst konfiguriert hat, um den Ansprüchen eines Schiffes mit Familien an Bord gerecht zu werden. Was genau das bedeutet, kann ich dir mangels eigener Kreativität auch nicht sagen ... aber das ist auch nicht der springende Punkt. Mir geht's ja nur darum, dass eine solche Episode gerade bei Voyager interessant gewesen wäre, weil die Reise (deren tatsächliches Ausmaß wir im Rahmen der Serie praktisch niemals wirklich sehen würden) eben sogar Teil der Serienprämisse ist.

      Zitat von Whyme Beitrag anzeigen
      Harry Kim mit seinem Ehemann

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      • #4
        Ich stimme Dir ja zu, dass so eine Folge wohl am besten zu Voyager gepasst hätte. Und das sie, unter bestimmten Umständen auch ihren Reiz gehab hätte. Aber der Reiz steht und fllt damit, ob die gezeigte Zukunft eine realistische Möglichkeit ist oder nicht.

        Das wäre bei Voyager einfach nicht gegeben gewesen, da es nie einen ernsthaften Zweifel an einer relativ baldigen (innerhalb des Serienzeitraums, die sicherlich nicht 70 Jahre laufen wird) Rückkehr in den Alpha-Quadranten gegeben hat. Daraus folgt aber auch, dass einem die Söhne und Töchter der Voxager-Crew relativ egal sind. Sie werden eh nicht in der Form existieren. Es fehlt einfach jede Relevanz.

        LG
        Whyme
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        -Frank Herbert - Der Herr des Wüstenplaneten

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        • #5
          Zitat von Whyme Beitrag anzeigen
          Aber der Reiz steht und fllt damit, ob die gezeigte Zukunft eine realistische Möglichkeit ist oder nicht.
          Findest du? Ich finde der Reiz besteht gerade in dem Umstand, dass es eben keine realistische Möglichkeit darstellte, dass wir die Voyager-Crew tatsächlich einmal so erleben würden. Das ist es doch, was ein "What if ...?"-Szenario überhaupt erst ausmacht; die Chance, etwas gezeigt zu bekommen, was man im normalen Rahmen eben nicht sehen würde.

          Da dem Zuschauer also bewusst ist, dass die Voyager niemals tatsächlich 70 Jahre für ihre Reise brauchen wird und die tatsächlichen Konsequenzen eines derartig langen Flugs niemals präsentiert werden, bietet sich doch eine solche Episode gerade an, weil man es so doch zeigen kann.

          Wie genau man das hätte anstellen sollen, weiß ich auch nicht. Ich weiß nur, dass mich interessiert hätte, wie die Crew damit umgegangen wäre, diese lange Reise tatsächlich antreten zu müssen und nicht im Grunde zu wissen, dass sie relativ bald nach Hause kommen würden.

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          • #6
            Natürlich finde ich das, sonst hätte ich es wohl kaum geschrieben...

            EIn What-if-Szenario ist natürlich interessant weil man etwas zu sehen bekommt, was man sonst nicht zu sehen bekäme. Aber es bedarf trotzdem einer gewissen Glaubwürdigkeit. Das heißt, ein What-If-Szenario muss mir aus der bestehenden Situation eine alternative Zukunft anbieten.

            Allerdings hat sich auch die Voyager-Crew nie so verhalten als würde sie davon ausgehen, 70 Jahre unterwegs zu sein. Es gab keinerlei Tendenzen in Richtung Generationenschiff. Innerhalb der Crew wurden zwei Kinder geboren: Naomi Wildmann (allerdings war ihre Mutter schon schwanger als das Schiff losflog) und Miral Paris (und das im Endspurt nach Hause). Tom Paris und B'Elanna Torres waren das einzige Paar, von dem man mitbekommen hat, dass sie heiraten und eine Familie gründen.

            Wenn die Crew sich also selbst so verhält als würden sie nur 7 Jahre bis nach Hause brauchen, dann ist ein What-If-Szenario mit Kindern der Crew 70 Jahre in der Zukunft keine alternative Entwicklung aus dem Status Quo sondern etwas ganz neues, das nicht zu dem passt, was man bisher gesehen hat.

            LG
            Whyme
            "Und wie alle Priester haben sie als erstes gelernt, Wahrheit mit "Ketzerei" zu übersetzen."
            -Frank Herbert - Der Herr des Wüstenplaneten

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            • #7
              Vielleicht hast du mit dem, was du sagst, gar nicht mal so unrecht und in meiner Idee einer solchen Episode kommt letztendlich nur mein Wunsch nach mehr Konsequenz, was die Prämisse der Serie betrifft, zum Ausdruck. Ich hätte mir schon gewünscht, dass man die Haltung und das Handeln der Besatzung in Anbetracht der langen Reise glaubwürdiger darstellt und man tatsächlich eine Entwicklung in Richtung Generationsschiff etc. zeigt.

              Da man dies jedoch versäumte, würde eine Episode, in der man das Ergebnis dieser Bemühungen in der Zukunft sieht, vielleicht wirklich nicht passen, da diese Bemühungen ja gar nicht in der Serie stattgefunden haben. Ich denke, ich verstehe jetzt, was genau du meinst.

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              • #8
                Wenn man sich die zukünftige Entwicklung der Voyager in "Endgame" ansieht, könnte man sarkastisch feststellen, dass die Voyager keine 70 Jahre brauchen wird, sich technisch so hochzurüsten, um innerhalb von ein paar Wochen mit Transwarp oder Slipstream nach Hause zu düsen und jeden Wegelagerer mit Superduper-Torpedos aus Eigenproduktion abzuschießen. Bei Enterprise hatte der Doppelgänger hingegen realistisch mit Abnutzungserscheinungen zu kämpfen.

                Aber zur eigentlichen Frage:

                Man hätte eine solche Folge vielleich in der ersten Staffel zeigen können, als die 70 Jahre tatsächlich noch als Zeitrahmen genannt wurden, ohne dass die meisten sich deren Konsequenzen bewusst waren. Die Folge hätte zu einer veränderten Einstellung in der Crew führen können, der nun vor Augen geführt wurde, was die Reise tatsächlich bedeuten könnte. Man hätte auch wie in "Before and After" auf kommende Ereignisse eingehen können und beim Zuschauer damit Appetit auf mehr zu wecken.
                I reject your reality and substitute my own! (Adam Savage)

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                • #9
                  Nehmen wir mal an, Voyager wäre so gewesen, dass eine solche Folge glaubhaft gewesen wäre:

                  Ich hätte sie im letzten drittel der ersten Staffel platziert. Inzwischen ist man mit der Situation und mit den Charakteren vertraut aber es ist noch genug offen, um verschiedenste Charakterkombinationen glaubhaft zu machen. Später in der Serie, wenn sich Konstellationen verfestigt haben, wird sowas immer schwerer. Auch wird die Frage, wie sich das Leben auf der Voyager durch den 70-Jahre-Flug verändern wird, wohl eher am Anfang thematisiert werden, womit der Ausblick dort am Interessantesten wird.

                  Selbstverständlich müsste eine solche Folge auch weiter aufegriffen werden. Charaktere, die in der What-If-Folge zusammen waren, könnten anfangen, tatsächlich etwas miteinander anzufangen. Sollte in der alternativen Zukunft jemand aus der Crew gestorben sein, könnte sich das auf das Jetzige Ich auswirken usw. Nicht wäre schlimmer als ein What-If, nachdem man einfach so zum Status Quo überginge und das danach ignoriert wird.

                  LG
                  Whyme
                  "Und wie alle Priester haben sie als erstes gelernt, Wahrheit mit "Ketzerei" zu übersetzen."
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                  • #10
                    Zitat von KennerderEpisoden Beitrag anzeigen
                    ... Bei Enterprise hatte der Doppelgänger hingegen realistisch mit Abnutzungserscheinungen zu kämpfen.
                    Obwohl ich selbst da ein wenig unglaubwürdig fand, dass das Schiff nach einem Jahrhundert noch immer läuft. Aber wie Archer schon sagt: "Starfleet will be glad to hear Enterprise was built to last."

                    Zitat von KennerderEpisoden Beitrag anzeigen
                    Man hätte eine solche Folge vielleich in der ersten Staffel zeigen können, als die 70 Jahre tatsächlich noch als Zeitrahmen genannt wurden, ohne dass die meisten sich deren Konsequenzen bewusst waren.
                    Sehe ich ähnlich. Sehr viel später hätte eine solche Episode einfach nicht mehr in den Serienverlauf gepasst, da die Serie die ursprüngliche Prämisse nach der ersten Staffel größtenteils über Bord geworfen hatte.

                    Zitat von KennerderEpisoden Beitrag anzeigen
                    Die Folge hätte zu einer veränderten Einstellung in der Crew führen können, der nun vor Augen geführt wurde, was die Reise tatsächlich bedeuten könnte.
                    Ich denke, dass eine solche Episode genau deshalb so interessant hätte sein können.

                    Zitat von Whyme Beitrag anzeigen
                    Nicht wäre schlimmer als ein What-If, nachdem man einfach so zum Status Quo überginge und das danach ignoriert wird.
                    Das setze ich natürlich auch voraus. Selbstverständlich wider besseren Wissens, was den Willen der Produzenten betrifft, Konsequenz und Kontinuität in die Serie zu integrieren.

                    Was mögliche Zukunftsszenarien angeht, die ich in einer solche Folge gern gesehen hätte, würde mich vor allem interessieren, wie die Crew beispielsweise im Falle des Todes von Janeway mit Chakotay als Captain umgegangen wäre. Welche Rolle der Doktor nach einer solch langen Zeit spielt und inwiefern sich seine Persönlichkeit entwickelt hat, wäre ebenfalls interessant gewesen, denke ich. Hinzu kommt der Aspekt einer neuen Generation an Bord des Schiffes, die im Deltaquadranten zur Welt gekommen ist und sich unter Umständen gar nicht für eine Heimreise begeistert.

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