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Keine Panik auf der Voyager

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  • Keine Panik auf der Voyager

    Ich schaue mir seit einiger Zeit wieder einige Voyagerfolgen an, ganz besonders gern natürlich diese, bei denen Raumgefechte vorkommen.

    Jetzt ist mir des öfteren aufgefallen, wie unglaublig ruhig die ganze Crew und vor allem Janeway immer bleiben.
    Folgendes passiert ja andauernd: Eine unbekannte oder oftmals sogar als agressiv bekannte Spezies greift an, ein kurzes Gefecht, die Schilde der Voyager gehen immer weiter runter, bis sie schließlich auch gerne ganz versagen.
    Gerade erst wieder gesehen in der Folge, als der Doc Kapitän spielen darf und dank seiner "Photonen-Kanone" das Blatt gerade noch wendet.
    Ok, das war eine der weniger ernsten Folgen, aber wieso hat man nie das Gefühl, dass es gleich zu Ende sein könnte?
    Wie oft hätte nur ein Treffer gefehlt zur Zerstörung der Voyager und keiner wirkte beunruhigt?
    Ein weiteres Beispiel ist die Übernahme durch die Kazon. Das Schiff wird geentert, man darf von seinen Feinden kein Mitleid erwarten.
    Was macht Janeway? Hockt cool in ihrem Stuhl, befiehlt noch ganz überheblich die Verteidigung ein zu stellen und erwartet mit ihrem Feind eine diplomatische Einigung erzielen zu können?
    Oder die Folge, in der die Voyager Telepathen schmuggelt, schließlich auffliegt und von Feinden umringt wird. Wieder sitzt Janeway cool in ihrem Stuhl, erfreut sich ihres Triumphes ein paar unbedeutenden Leuten geholfen zu haben, obwohl die Überstellung in ein Strafgefangenenlager sehr realistisch wäre?

    Wenn ich da an DS9 denke sieht es doch völlig anders aus. Vor allem auf der Defiant merkt man ein Gefecht der Crew an, alle geben ihr Bestes, wehren sich gegen die drohende Niederlage. Gegen Eindringlinge wehrt man sich verbissen und gibt nicht gleich auf und hofft auf eine Einigung.

    Habe ich jetzt einfach nur die falschen Folgen angeschaut oder ist was dran an meiner Behauptung?

  • #2
    Sagt dir: Kobayashi maru etwas?

    Disziplin ist eine Tugend gerade beim Millitär. Sternenflottenoffiziere werden dahingehend gedrillt, wie es Soldaten seit Jahrtausenden werden.

    Ich weiß nicht, wie gut du dich in historischer Kriegsführung auskennst, aber früher in der Antike hatten die Offiziere zum Beispiel das Problem, das in einer Infanterieformation aus 100 oder 1.000 Soldaten ein paar "Panikanfälle" zum auslöser einer Massenflucht und damit zum zusammenbrechen der gesamten Schlechtreihe führen konnten.

    Deswegen nutzt das Millitär schon immer alle Möglichkeiten und Wege, um Panikanfälle zu minimieren.
    Was ist Ironie?
    Nachdem Kirks Leben 30 Jahre lang bestimmt wurde von "Captain auf der Brücke"
    endete es schließlich mit einer Brücke auf dem Captain.

    Kommentar


    • #3
      Panik ist natürlich übertrieben, schließlich handelt es sich bei den meisten um Profis.
      Ich erwarte auch nicht, dass sich bei jedem Treffer die Leute unter den Konsolen verstecken, aber diese übertriebene Coolness, teilweise auch Leichtsinnigkeit, finde ich oftmals unpassend. Wie bereits gesagt, DS9 macht es besser, selbst TNG in einigen Fällen.

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      • #4
        Hm, historisch eigenwillig

        Zitat von caesar_andy Beitrag anzeigen
        Sagt dir: Kobayashi maru etwas?

        Disziplin ist eine Tugend gerade beim Millitär. Sternenflottenoffiziere werden dahingehend gedrillt, wie es Soldaten seit Jahrtausenden werden.

        Ich weiß nicht, wie gut du dich in historischer Kriegsführung auskennst, aber früher in der Antike hatten die Offiziere zum Beispiel das Problem, das in einer Infanterieformation aus 100 oder 1.000 Soldaten ein paar "Panikanfälle" zum auslöser einer Massenflucht und damit zum zusammenbrechen der gesamten Schlechtreihe führen konnten.

        Deswegen nutzt das Millitär schon immer alle Möglichkeiten und Wege, um Panikanfälle zu minimieren.
        Ich mag ja nicht unbedingt ueber die Ausbildung bei Star Fleet urteilen, aber der historische Vergleich hinkt.
        Die Brutaltitaet mit welcher in Heeren mit geschlossener Schlachtreihe Disziplin erzwungen wurde, ist mit dem was Star Trek so zeigt schwerlich vereinbar.
        Zweifellos ist der kuehle, in jeder Gefechtssitution rational handelnde Soldat immer ein Ziel von militaerischer Ausbildung gewesen. Aber eine ueber laengerem Zeitraum in staendiger Todesgefahr agierende Crew musste realistisch betrachtet doch einige Ausfallerscheinungen haben.
        Als Beispiel schau Dir einfach mal den Film "Das Boot" an.
        Es ist unmoeglich Menschen theoretisch auf das wirkliche Erleben des Gefechts vor zu bereiten. Die Auswirkungen auf die Nerven bei einer siebenjaehrigen Reise in staendiger Bedrohung, sind jedenfalls bei Voyager kaum realistisch dargestellt. Es ist Star Trek Idealismus, nett, aber letztlich eben nicht realistisch.

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        • #5
          Zitat von DefiantXYX Beitrag anzeigen
          Ich schaue mir seit einiger Zeit wieder einige Voyagerfolgen an, ganz besonders gern natürlich diese, bei denen Raumgefechte vorkommen.

          Jetzt ist mir des öfteren aufgefallen, wie unglaublig ruhig die ganze Crew und vor allem Janeway immer bleiben.
          Folgendes passiert ja andauernd: Eine unbekannte oder oftmals sogar als agressiv bekannte Spezies greift an, ein kurzes Gefecht, die Schilde der Voyager gehen immer weiter runter, bis sie schließlich auch gerne ganz versagen.
          Gerade erst wieder gesehen in der Folge, als der Doc Kapitän spielen darf und dank seiner "Photonen-Kanone" das Blatt gerade noch wendet.
          Ok, das war eine der weniger ernsten Folgen, aber wieso hat man nie das Gefühl, dass es gleich zu Ende sein könnte?
          Wie oft hätte nur ein Treffer gefehlt zur Zerstörung der Voyager und keiner wirkte beunruhigt?
          Ein weiteres Beispiel ist die Übernahme durch die Kazon. Das Schiff wird geentert, man darf von seinen Feinden kein Mitleid erwarten.
          Was macht Janeway? Hockt cool in ihrem Stuhl, befiehlt noch ganz überheblich die Verteidigung ein zu stellen und erwartet mit ihrem Feind eine diplomatische Einigung erzielen zu können?
          Oder die Folge, in der die Voyager Telepathen schmuggelt, schließlich auffliegt und von Feinden umringt wird. Wieder sitzt Janeway cool in ihrem Stuhl, erfreut sich ihres Triumphes ein paar unbedeutenden Leuten geholfen zu haben, obwohl die Überstellung in ein Strafgefangenenlager sehr realistisch wäre?

          Wenn ich da an DS9 denke sieht es doch völlig anders aus. Vor allem auf der Defiant merkt man ein Gefecht der Crew an, alle geben ihr Bestes, wehren sich gegen die drohende Niederlage. Gegen Eindringlinge wehrt man sich verbissen und gibt nicht gleich auf und hofft auf eine Einigung.

          Habe ich jetzt einfach nur die falschen Folgen angeschaut oder ist was dran an meiner Behauptung?
          Das ist doch alles nur Show. Es ist eine Fernsehserie und da zählt nicht unbedingt immer Realismus bei der Darstellung menschlicher Charakterzüge, sondern die Aussage der Episoden. Diese zur Schau gestellte Coolness ist einfach ein Wink an den Zuschauer, dass sich die Sternenflottenoffiziere für ideologisch überlegen halten und eigentlich eher selten ums Leben kämpfen müssen, weil sie aus einer utopischen Gesellschaft kommen.

          Bei VOY ist nun einmal so ziemlich alles übertrieben.
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          Even logic must give way to physics. / Sogar die Logik muss sich der Physik beugen. -- Captain Spock, 2293

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          • #6
            Zitat von McWire Beitrag anzeigen
            Diese zur Schau gestellte Coolness ist einfach ein Wink an den Zuschauer, dass sich die Sternenflottenoffiziere für ideologisch überlegen halten und eigentlich eher selten ums Leben kämpfen müssen, weil sie aus einer utopischen Gesellschaft kommen.
            Rein logisch gesehen sollten Charaktere mit diesem Hintergrund in dieser Situation aber genau andersherum reagieren: Sie sind von der Gesellschaft die hinter Ihnen stand abgeschnitten, allein, und müssen zum ersten Mal WIRKLICH die Erfahrung machen, dass sie um ihr Leben kämpfen.

            Souveränes Auftreten in jeder Situation wäre da so ziemlich das letzte, was man da erwarten dürfte. Natürlich auch nicht pure Panik, aber die Serie stellt die Reise hin wie irgendeine Tiefenraummission direkt an der Grenze zur Föderation. Das ist schon ein ziemlich gravierender Konzeptbruch.

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            • #7
              Niemand mag Heulsusen, außer vielleich die eigene Mutti. Wäre die Voyagercew so schwächlich dargerstellt worden, hätte es die Serie niemals über die zweite Staffel geschafft (siehe SG:U). Auch bei Voyager gab es Folgen über Charakterschwächen und seelischen Problemen. Doch diese gehörten meines Erachtens zu den schwächeren Lückenfüllern der Serie.

              Wer mehr Sissis sehen möchte, soll doch bitte Vampires Diari und Twighlight gucken. Rumgeheule bis zum Erbrechen.

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              • #8
                Zitat von DefiantXYX Beitrag anzeigen
                Panik ist natürlich übertrieben, schließlich handelt es sich bei den meisten um Profis.
                Ich erwarte auch nicht, dass sich bei jedem Treffer die Leute unter den Konsolen verstecken, aber diese übertriebene Coolness, teilweise auch Leichtsinnigkeit, finde ich oftmals unpassend. Wie bereits gesagt, DS9 macht es besser, selbst TNG in einigen Fällen.
                In TNG und DS9 spieleten auch nicht nur "soldaten" mit, sondern z.B. auch wissenschafter und Psychologen, bei DS9 waren sogar viele Zivilisten im Hauptcast.
                Bei der Voyager hingegen hatte fast jeder Offizier entweder ein Sternenflottenstudium in "Kommando" oder "Sicherheit". Die einzige Ausnahmen davon waren Bellana und Seven, denen Panik etwa so gut gestanden hätte, wie Ottfried Fischer ein Minirock und Harry Kim.
                Zudem hatten alle Bis auf Harry bereits jahrelange Millitärerfahrung, das waren also keine Anfänger mehr.

                Gut, bei Harry Kim weiß man nicht genau, was der war, irgendwie der Hansdampf in allen Gassen. Aber der durfte schließlich nie "Gefühle" Zeigen, wenn man den das plötzlich heulend in die ecke gesetzt hätte, hätte das wohl eher lächerlich gewirkt ... im besten falle.
                Was ist Ironie?
                Nachdem Kirks Leben 30 Jahre lang bestimmt wurde von "Captain auf der Brücke"
                endete es schließlich mit einer Brücke auf dem Captain.

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                • #9
                  Zitat von caesar_andy Beitrag anzeigen
                  In TNG und DS9 spieleten auch nicht nur "soldaten" mit, sondern z.B. auch wissenschafter und Psychologen, bei DS9 waren sogar viele Zivilisten im Hauptcast.
                  Vielleicht sollte ich nochmals konkretisieren, denn auf der Defiant sind keine dieser Personen vorhanden, das "schwächste" Glied dürfte wohl Bashir als Doktor sein.
                  Nehmen wir die DS9 Folge, als die Defiant auf Erkundungsmission im Gammaquadranten erobert wird: Wenn ich mich recht entsinne, beamen sich die Jem´Hadar an Bord und es beginnt ein Kampf. Sisko und jeder andere weiß, wenn man jetzt unterliegt droht lebenslange Gefangenschaft oder der Tod. Dem zu Folge kämpft man solange, bis wirklich jeder einen feindlichen Phaser am Kopf hat.
                  Ähnliche Szenen gibt es auch auf der Voyager, nur wie eben bereits kritisiert, befiehlt Janeway gerne mal sich zu ergeben und alle spielen brav mit. Und während Sisko vor Wut brodelt, dass er besiegt wurde, hockt Janeway lässig in ihrem Stuhl, sieht keinen ihrer Fehler ein und meint dann noch ganz hochnäsig Bedingungen aushandeln zu können.
                  Das ist es was ich meine und kein Rumgeweine und/oder psychische Zusammenbrüche von Crewmitgliedern.
                  Bei der Voyager hingegen hatte fast jeder Offizier entweder ein Sternenflottenstudium in "Kommando" oder "Sicherheit".
                  Das hatten auch viele bei DS9 und vielen von Ihnen merkte man die Belastung des Kampfes an.
                  Zudem hatten alle Bis auf Harry bereits jahrelange Millitärerfahrung, das waren also keine Anfänger mehr.
                  Ist das so? Wen kennt man denn genauer, bis auf die Brückenoffiziere? Und den 0815 Dienst auf einem Sternenflottenschiff würde ich nicht als Militärerfahrung werten.

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                  • #10
                    Zitat von Kristian Beitrag anzeigen
                    Niemand mag Heulsusen, außer vielleich die eigene Mutti. Wäre die Voyagercew so schwächlich dargerstellt worden, hätte es die Serie niemals über die zweite Staffel geschafft (siehe SG:U).
                    Bei den Sachen die bei SGU falsch liefen waren die Charaktere noch relativ weit unten auf meiner persönlichen Liste. Bei SGU sah es lange Zeit so aus als gäbe es überhaupt keine Ideen, was man mit der Serie anstellen sollte (bis halt der Kram über die Mission der Destiny rauskam, was auch nicht optimal war). Genauso wie man bei Voyager wusste, dass die Autoren mit der Serie nichts anstellen WOLLTEN (s. u.a. das vielzitierte Interview mit Ron Moore über seine Erfahrungen im VOY-Autorenstab).

                    Die Serien hängen nicht davon ab dass die Charaktere beinharte Pros sind, die selbst in den hoffnungslosesten Situationen noch Witze reißen oder ihre Fassung bewahren. Eine Serie mit überzeichneten Helden kann funktionieren, wenn der Plot spannend ist und sie hin und wieder mal ins Schwitzen kommen. Eine Serie voller jammernder Emos kann funktionieren, wenn der Plot spannend ist und den Charakteren trotzdem mal Erfolgsmomente gegönnt werden.

                    Zitat von caesar_andy Beitrag anzeigen
                    Bei der Voyager hingegen hatte fast jeder Offizier entweder ein Sternenflottenstudium in "Kommando" oder "Sicherheit". Die einzige Ausnahmen davon waren Bellana und Seven, denen Panik etwa so gut gestanden hätte, wie Ottfried Fischer ein Minirock und Harry Kim.
                    Zudem hatten alle Bis auf Harry bereits jahrelange Millitärerfahrung, das waren also keine Anfänger mehr.
                    Keiner an Bord der Voyager hatte Erfahrung damit, jahrelang ohne Hoffnung auf Rückkehr fernab der Heimat festzustecken. Das ist eine komplett neue Erfahrung, auf die man innerhalb der Föderation nicht wirklich vorbereitet wird, wo man im Zweifelsfall immer einen Notruf absetzen und auf Hilfe hoffen oder sich zur nächsten Sternenbasis durchschlagen kann.

                    In ihrer Heimat, wo Janeway auf eine Flotte im Rücken vertrauen kann, wäre das Verhalten ja durchaus nachvollziehbar gewesen, nicht aber wenn sie mit 99,9%iger Sicherheit weiß, dass alle Ressourcen die sie hat an Bord dieses kleinen Langstreckenscouts (und etwas anderes ist die Intrepid-Klasse nicht) sind.

                    Da überlegt man sich eigentlich zweimal, ob man sich nur aus Prinzip mit diesem oder jenem Volk anlegt oder ob man nicht lieber zähneknirschend die Flucht ergreift.

                    Wenn mir mitten in der Pampa wo ich mit dem Auto liegengeblieben bin auf einmal eine ganze Gruppe bewaffneter Typen gegenübersteht, bestehe ich auch nicht unbedingt "aus Prinzip" darauf, meine Brieftasche und mein Handy behalten zu dürfen oder nehme zumindest die Beine in die Hand.

                    Es wäre durchaus zu verkraften gewesen, wenn in solchen Situationen mal zur Sprache gekommen wäre, dass man das Schiff nicht riskieren kann und Janeway DANN auf ihrer Sicht der Dinge bestanden hätte. Das wäre immer noch selbstmörderisch und dumm gewesen, aber es hätte wenigstens gezeigt, dass den Autoren die Situation und ihr eigenes Serienkonzept bewusst ist. Aber es gab gefühlt dutzendfach so viele Szenarien in denen die Crew mit dem Kopf durch die Wand wollte, wie es Szenarien gab in denen man das Heil in der Flucht suchte.

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                    • #11
                      Um diese Diskussion wieder ins Leben zu rufen:

                      Keiner an Bord der Voyager hatte Erfahrung damit, jahrelang ohne Hoffnung auf Rückkehr fernab der Heimat festzustecken. Das ist eine komplett neue Erfahrung, auf die man innerhalb der Föderation nicht wirklich vorbereitet wird, wo man im Zweifelsfall immer einen Notruf absetzen und auf Hilfe hoffen oder sich zur nächsten Sternenbasis durchschlagen kann.

                      In ihrer Heimat, wo Janeway auf eine Flotte im Rücken vertrauen kann, wäre das Verhalten ja durchaus nachvollziehbar gewesen, nicht aber wenn sie mit 99,9%iger Sicherheit weiß, dass alle Ressourcen die sie hat an Bord dieses kleinen Langstreckenscouts (und etwas anderes ist die Intrepid-Klasse nicht) sind.

                      Da überlegt man sich eigentlich zweimal, ob man sich nur aus Prinzip mit diesem oder jenem Volk anlegt oder ob man nicht lieber zähneknirschend die Flucht ergreift.

                      Wenn mir mitten in der Pampa wo ich mit dem Auto liegengeblieben bin auf einmal eine ganze Gruppe bewaffneter Typen gegenübersteht, bestehe ich auch nicht unbedingt "aus Prinzip" darauf, meine Brieftasche und mein Handy behalten zu dürfen oder nehme zumindest die Beine in die Hand.

                      Es wäre durchaus zu verkraften gewesen, wenn in solchen Situationen mal zur Sprache gekommen wäre, dass man das Schiff nicht riskieren kann und Janeway DANN auf ihrer Sicht der Dinge bestanden hätte. Das wäre immer noch selbstmörderisch und dumm gewesen, aber es hätte wenigstens gezeigt, dass den Autoren die Situation und ihr eigenes Serienkonzept bewusst ist. Aber es gab gefühlt dutzendfach so viele Szenarien in denen die Crew mit dem Kopf durch die Wand wollte, wie es Szenarien gab in denen man das Heil in der Flucht suchte.
                      Selbst in solchen Ausnahmesituationen hilft die Sternenflottenausbildung den Offizieren dabei, nicht die Nerven zu verlieren. Und was die Maquisarden angeht: Die sind schon ziemlich abgeklärt. Hoffnungslose Situationen sind ihr Alltag gewesen, bevor die auf der Voyager im Deltaquadranten gestrandet sind.

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                      • #12
                        Es gibt da diese Folge, in der die VOY auf diesen Nebel trifft, der das ganze.Schiff auf den.Kopf stellt und die Brückenoffiziere im Holodeck festsitzen... da gestehen sich Kim und Paris ihre Angst... und.Torres setzt sich zu Chakotay...

                        Ich denke, Angst haben sie öfters, aber Panik zu unterdrücken haben sie trainiert....
                        "Diese Prozedur wird nicht empfohlen..."

                        "... wo nie ein Hund zuvor gewesen ist" *Cpt. Archer*

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                        • #13
                          Vielleicht hat man sowieso auch nicht so eine große Angst, wenn man in guter Gesellschaft und nicht alleine ist?

                          Eventuell kann sich noch jemand an das Gefühl des ersten großen Verliebtseins erinnern *lach*, man (also ich jetzt) hatte das Gefühl, sonst etwas hätte passieren können - man hat sich in dieser herzschlagerhöhenden Gesellschaft einfach sicher und geborgen gefühlt - vielleicht gibt es dieses Gefühl von Sicherheit und Geborgenheit auch in einer Mannschaft, Crew - erst recht, wenn man sich einer auf den anderen verlassen kann?

                          Wenn man alleine bei Nacht und Nebel unterwegs ist, so hat dies eine ganz andere Qualität, als wenn man in einer eingeschworenen Clique unterwegs ist, ich glaube, da kann einen nichts so schnell erschrecken. "So macht man das eben in einer Herde, man beschützt sich gegenseitig" ;-)

                          Dies nur so als kleine Idee am Rande.

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                          • #14
                            Ich glaube es ist einfach so das ihnen oft keine andere Möglichkeit bleibt als einfach Selbstbewusstsein zu zeigen und entsprechend cool rüberzukommen um dahinter die eigene Angst zu verstecken. Denn welche Möglichkeit hätten sie denn auch sie können nicht um Hilfe rufen wie andere Schiffe sie sind auf sich allein gestellt und müssen entsprechend handeln und selbst in ausweglosen Situationen das beste für sich herrausholen. Panik würde da nicht wirklich förderlich sein
                            Viele Menschen die ihr Leben lang nur gerade aus einem Ziel entgegen gehen verpassen all die interessanten Dinge die sich in den Nebenstraßen abspielen.

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                            • #15
                              Bei Voyager ist die Sache mit dem Kämpfen und ergeben doch schon sehr unrealistisch dargestellt.
                              1. Wenn man in einer Situation wie die Voy ist geht man gar nicht erst das Risiko eines Kampfes und der Zerstörung ein, um irgendwelchen unbedeutenden Leuten zu helfen.
                              2. Bei den Raumkämpfen kommt seltend das Gefühl einer Bedrohung auf.
                              3. Bei einer Enterung würde sich jeder mehr verteidigen als die Voy- Besatzung. Alle bleiben Seelenruhig auf ihren Plätzen sitzen und lassen sich gefangen nehmen. So würde keiner reagieren, wenn er befürchtet getötet, verschleppt zu werden.
                              Die ganze Reise der Voyager ist einfach unrealistisch dargestellt. Es sind nirgens Beschädigungen, ausgeschlachtete Bereiche, fehlende Abdeckungen, provisorische Reparaturen und fremde Technologie zu sehen. Ich erwarte ja keine BSG Verhältnisse, aber ein wenig in diese Richtung zu gehen währe sicher nicht verkehrt gewesen.

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