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Die Erde - Eine Theorie zur Gesellschaft

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  • Die Erde - Eine Theorie zur Gesellschaft

    Eine der größten Fragen, welche uns Gene Rodenberry mit seinem Star Trek Universum hinterlassen hat ist die Frage nach den Regeln nach welcher die Erde in seinem Universum funktioniert. Wir Fans wissen nicht viel darüber was darauf zurück zu führen ist das weder Herr Roddenberry noch ein anderer Autor jemals ernsthaft versucht haben eine Erklärung oder besser ein Erklärungsversuch zu präsentieren. Dies war auch nie wirklich nötig da die Erde nur sehr selten in den Serien Besucht wurde und ihre Funktionsweise nie von rellevanter Bedeutung für die jeweiligen Geschichten war. Nur wenige Informationen sind bis Heute darüber zu finden. Und gerade diese Informationen die wir finden verwirren uns mehr mehr als sie nutzen, oder wirken auf eine Menschen sogar abschreckend. Wir wissen das es auf der Erde im 24. Jh. keinen Krieg und nur wenig Gewalt gibt. Die meisten Krankheiten sind besiegt, die Umwelt sauber und das interessanteste Merkmal, welches bis heute das meiste Kopfzerbrechen bereitet ist das Merkmal da es anscheinen Keine Zahlungsmittel mehr gibt, also quasi kein kapitalistisches System wie wir es bis heute kennen. Dies ist eine sehr schwierige Vorstellung und ich kann verstehen warum darauf auch nie wirklich eingegangen worden ist. Im Forum habe ich auch eine kritische Stimmen vernommen, welche die reine Möglichkeit einer solchen Welt ablehnen, für nicht einmal Utopisch sondern reinen Blödsinn erklären. Und ich kann es ihnen nicht einmal verdenken. Denn es ergeben sich schnell einige Fragen.

    Wie soll eine Welt ohne Geld funktionieren. Verläuft sich ganz nach den Vorstellungen heutiger Kommunisten? Alle teilen alles. Es gibt kein wirkliches Eigentum?

    Doch warum sollte man dann noch Arbeiten, sich anstrengen wenn es keine Belohnung mehr gibt? Was uns unweigerlich zu der Frage nach dem Antrieb für Menschliches handeln führt.

    Ich möchte hier einen Vorschlag unterbreiten wie man das System und das Funktionieren der Erde im Star Trek Universum verstehen könnte und ich bin sehr Dankbar für jede konztuktive Kritik zu diesem Thema.

    Historisch gesehen hat es auch in Star Trek eine Weile gedauert bist es kein Geld mehr gab. Noch in TOS werden die Mitglieder der Sternenflotte besoldet. Daraus lässt sich schließen das nach dem dritten Weltkrieg, über Archers Zeit bis hin zu Kirks Ära ein kapitalistisches System wieder relativ stabil etabliert wurde. Dies ist auch verständlich, ist der Kapitalismus doch das leistungsstärkste Wirtschaftssystem, welches uns bekannt ist. Und ich denke eine rasch wachsende Wirtschaft war nach dem dritten Weltkrieg bitter Nötig um wieder zu einem gewissen Wohlstand und technischen Standard zu kommen. Doch glaube ich dass im dritten Weltkrieg auch die Wurzel für die Welt ohne Geld liegt.

    Wir wissen nur relativ wenig über diese Zeit, aber ich denke es ist gut möglich das dieser Krieg der Gipfel einer gesellschaftlichen Entwicklung, welche sich nur um den eigenen Vorteil, den Sichern nach Macht und Profit, und das gesellschaftliche Aufwerten des einen und das damit verbundene abwerten des anderen, bis hin zu blanken Rassismus im sinne des dritten Reiches, beschäftigt war. Also quasi eine Entwicklung die durchaus von unseren heutigen Stand möglich wäre.

    Wenn wir annehmen das dieser Krieg der Gipfel einer solchen Entwicklung war, vielleicht war es dann diese Erfahrung der die einen Anstoß zum Umdenken gab. Vielleicht nicht völlig bewusst aber vielleicht im innersten der menschlichen Seele.

    Und ich glaube eine Gesellschaft wie die der Menschen der Erde des Star Trek Universums nur möglich ist wenn sich etwas fundermentales im Menschlichen Bewusstsein verändert.
    Um mich Kurz an Hobbes an zu lehnen. Die Triebkraft jeden Menschlichen Handelns ist der Selbsterhalt. Dieser Trieb treibt uns dazu so zu handeln das die Situation sich immer zum besten Vorteil für uns entwickelt. Immer zum eigenen Schutz. Deswegen häufen wir Reichtümer an, Schließen uns zu Gruppen und Staaten zusammen grenzen uns von anderen Gruppen und führen auch Krieg. Um unseren eigenen Schutz, unseren eigenen Status zu garantieren müssen wir immer der Beste sein, den anderen immer voraus, denken schlussendlich immer an uns selbst und sind nie zufrieden mit dem was wir haben, wollen immer mehr und mehr und mehr. Und dieses Denken führt auch unweigerlich zu jeder erdenklichen Form zum Konflikt.

    Nehmen wir also an das das nach der Erfahrung diese furchtbaren Krieges langsam aber sicher die Erkenntnis im menschlichen Bewusstsein reifte das die Menschheit nicht ewig auf diese weise überleben kann.

    Nehmen wir an das die Erkenntnis reifte das ich mich nicht vor meinen Nachbar nicht fürchten muss, das ich nicht besser sein muss.

    Nehmen wir an das die Erkenntnis reifte das man nicht auf das gut des anderen Neidisch sein brauch, das ich mit dem zufrieden sein kann was ich haben und wo ich bin, materiell gesehen. Das es nicht mein höchstes Ziel ist so viel Geld und Luxus an zu häufen wie es nur geht weil es gar nicht nötig ist.

    Ist eine Solche weltweite Grundeinstellung möglicht? Die Grundeinstellung das dieser Grundgedanke des eigenen Selbserhalts gezügelt werden könnte zum größeren Wohl? Ich denke genau hier liegt die Verlockende Utopie in Roddenberrys Vision.

    Doch bring ein Wandel im Bewusstsein nicht auch gleich einen Wandel in einem bestehenden System. Die Menschen wollen sich gegenseitig nun nichts mehr böses und gönnen den einen sein Gut und Glück ohne Hintergedanken. Trotzdem muss immer einer auch die Unbequemen und gefährlichen Arbeiten übernehmen. Wofür man nun auch bezahlt werden will. Wie gesagt ich glaube allein der Wandel m Bewusstsein, welcher an sich schon lange Zeit braucht ist nicht gleich der Wandel des Systems bedeutet.

    Ich denke die Lösung hier ist im technologischen Fortschritt zu suchen. Wenn Maschinen entwickelt werden, welche die Unbequemen arbeiten erledigen, welche genug Nahrung produzieren und Rohstoffe aus aus der erde abbauen oder einfach nur das Klo Putzen, dann gibt es auch keinen Grund mehr für den Menschen dieses schwierigen und unangenehmen Arbeiten zu erledigen.

    Nun wäre also der Wandel von der Produktionsgesellschaft zur reinen Wissensgesellschaft vorstellbar.

    Die Nöte der Menschheit werden also durch den Technologischen Fortschritt immer weiter beseitigt.

    Nebenbei haben wir die Veränderung im Bewusstsein der dazuführt das entschieden wird as die Nutzung der Technologie allen zu gute kommt und keinem auf der Erde verwehrt wird. Alle haben also den gleichen zugriff.

    Technologischer Fortschritt muss also einhergehen mit Bewusstseinsveränderung. Und vor allem mit der Überwindung von gegenseitigen Neid, gegenseitiger Angst und gier. Dann könnte ein System wie in Star Trek auch ohne Geld auskommen.

    Denn warum etwas verdienen wenn ich einen Replikator daheim haben der mir das was ich will und brauche replizierten und wenn ich es nicht mehr brauchen entmaterialisiert.

    Doch das wirft ein neues Problem auf. Wozu noch arbeiten wenn ich alles habe was ich brauche. Ich möchte hier wieder mit dem Wandel im Bewusstsein und dem Wandel der Produktionsgesellschaft zur Wissensgesellschaft argumentieren.

    Die Produktion von Rohstoffen und Gütern wird also zu einem großen Teil von Maschinen übernommen. Doch die Kontrolle liegt weiterhin beim Menschen. Denn die Wissensgesellschaft bringt durch hohe Bildung Fachkräfte hervor. Ich denke sogar mehr als jemals vorher da nun jeder die Möglichkeit hat ohne kapitalistische Vorbehalte das zu machen was er will. Und hier setzt auch wieder die Veränderung im Bewusstsein an. Der Mensch wird so erzogen von Eltern und Gesellschaft das ihm bewusst ist, und das er auch den Wunsch entwickelt sich selbst voran zu bringen und auch den Rest der Menschheit. Und dies auf seinen ganz eigene Art. Als Arzt, Raumfahrer oder Bergbauingeneur. Der Job ist nun an das Interesse des jeweiligen Individuums gebunden und seinen Wunsch in diesem Feld zu arbeiten und voran zu kommen. Klar, ein solches Bewusstsein gehört durchaus zur Utopie, aber alles was man sich vorstellen kann hat immer einen kleinen Prozentsatz an Möglichkeit zu existieren nicht wahr?

    Ich möchte das hier nun einfach einmal so hineinstellen und hoffe auf erste Reaktionen und vor allem Fragen um eine Diskussion zu ermöglichen.

  • #2
    Es giebt auf der Erde eine Zivilpflicht für alle die keinem anderen Beruf nachgehen. Leute die zu Starfleet gehen tun das weil es ihnen Spaß macht! Siskos Vater z.B. ist mit Leib und Seele koch und würde es nie aufgeben. Jacke ist Reporter weil ihm schreiben Spaß macht. O`Brian ist so mit seinen Maschienen verschmolzen und er wünscht sich nichts anderes als seinen Job auszuleben! Picard sagt in " Der erste Kontakt" Das die Leute arbeiten um sich selbst zu verbessern und nicht mehr so viel Wert auf Geld gelegt wird. Die Menschen hätten auch trotz des Weltkriegs weitergeforscht und Cograin hat die Phenix nicht lange nach dem 3. Weltkrieg gebaut. Ich würde eher sagen, dass der Krieg die Forschung aufgehalten hat. Ich glaube, dass der Krieg die Menschen auch nicht so verändert hat als das sie aufeinmal das Geld abschaffen und eine Gesellschaft auf der Basis von "Selbstschutz gründen!" Das die Leute von Eltern und gesellschaft so erzogen werden, das sie den Drang verspüren sich selbst und die Gesellschaft zu verbessern stimmt vielleicht bei Picard, (s.oben.) aber ich bin mir sicher das die meisten Menschen, damit meine ich die außerhalb von Starfleet , immernoch so ticken wie wir heute und den Job wählen der ihnen Spaß macht, vielleicht mag der Hintergedanke an Geld fehlen, aber auch nur, weil es keines mehr giebt.
    Ich lebe nicht um zu sein wie andere mich gerne hätten!

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    • #3
      Guter Gedanke kann sein, meinst also an sich gibt es noch immer Zahlungsmittel, halt nur kein Geld sondern nur ein anderes Zahlungsmittel. Hm kann natürlich auch sein.
      Dann hätt sich das Thema natürlich gleich erledigt

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      • #4
        @Soul123
        Respekt. Eine exakte Analyse, die sich genau mit meinem Überlegungen deckt. Schön, dass sich noch jemand die Mühe macht, die Sache zu durchdenken, anstatt mit stupiden Totschlagargumenten jeden Ansatz niederzuknüppeln, der dahin geht, dass es kein Geld mehr gibt.

        Zitat von Soul123
        Ich denke die Lösung hier ist im technologischen Fortschritt zu suchen. Wenn Maschinen entwickelt werden, welche die Unbequemen arbeiten erledigen, welche genug Nahrung produzieren und Rohstoffe aus aus der erde abbauen oder einfach nur das Klo Putzen, dann gibt es auch keinen Grund mehr für den Menschen dieses schwierigen und unangenehmen Arbeiten zu erledigen.
        Ein sehr wichtiger Punkt. Wenn man sich überlegt, wie große Fortschritte die Automatisierung schon in den heutigen Industrieländern gemacht hat und wenn man sich dann die um Jahrhunderte fortgeschrittene Technologie der Föderation denkt, inclusive der Auswirkungen von Replikation, Hologrammen und KI's, dann kann man ohne Mühe zu der Erkenntnis kommen, dass an der Produktion von Gütern in der Föderation Menschen nur noch dann beteiligt sind, wenn sie es wollen.

        Zitat von Soul123
        Doch das wirft ein neues Problem auf. Wozu noch arbeiten wenn ich alles habe was ich brauche. Ich möchte hier wieder mit dem Wandel im Bewusstsein und dem Wandel der Produktionsgesellschaft zur Wissensgesellschaft argumentieren.
        Die Antwort darauf ist meiner Meinung nach ziemlich einfach. Die meisten Menschen wollen sich nicht langweilen. Kaum jemand wird damit zufrieden sein, das Leben eines arbeitslosen "Hartz-IV-Gammlers" zu leben. Menschen wollen von Natur aus lernen und eine Tätigkeit ausüben. Wenn die Arbeit vom eigenen Lebensunterhalt abgekoppelt ist, wird man natürlich nur noch arbeiten, wenn es einem Spass macht, dafür aber umso produktiver. Das ist auch kein Problem, weil die unangenehmen Arbeiten von Maschinen übernommen werden.

        Zitat von Mortok
        Das die Leute von Eltern und gesellschaft so erzogen werden, das sie den Drang verspüren sich selbst und die Gesellschaft zu verbessern stimmt vielleicht bei Picard, (s.oben.) aber ich bin mir sicher das die meisten Menschen, damit meine ich die außerhalb von Starfleet , immernoch so ticken wie wir heute und den Job wählen der ihnen Spaß macht, vielleicht mag der Hintergedanke an Geld fehlen, aber auch nur, weil es keines mehr giebt.
        Ich denke, ein wichtiger Anreiz wird das Prestige der Tätigkeit sein, die man ausübt. Als Sternenflottenoffizier, Arzt oder Ingenieur, der dazu beiträgt, die Gemeinschaft voranzubringen, wird man den Respekt und die Dankbarkeit der Mitmenschen genießen. Das ist durchaus ein Anreiz, auch wenn damit keine materiellen Privilegien verbunden sind.
        "Mit dem ersten Glied ist die Kette geschmiedet. Wenn die erste Rede zensiert, der erste Gedanke verboten, die erste Freiheit verweigert wird, dann sind wir alle unwiderruflich gefesselt."
        -Cpt. Jean-Luc Picard

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        • #5
          Im Prinzip kann man sich auch vorstellen, dass die Erde in einer ferneren Zukunft zu einer Art Dauerferien-Planet werden könnte. Maschinen machen die Arbeit, Replikatoren stellen alles Notwendige her, und die Menschen gehen ihren Freizeitaktivitäten nach. Was man auf jeden Fall noch braucht, sind Ärzte, Rettungskräfte, Polizei, Justiz und Verwaltung. Zwar kann man auch dies wieder minimieren, z.B. durch medizinische Roboter usw. Aber zumindest braucht man Leute, etwa Moderatoren, die bei Streitigkeiten, die nie ausbleiben würden, vermitteln.

          Ein anderes Problem ist die Fortpflanzung. Ein Planet kann irgendwann nur x Menschen aushalten, und nicht x+1000, sonst wäre x irgendwann einfach unendlich.

          Fazit: Eine friedliche Gesellschaft, die ihre Fortpflanzung reguliert, kann auf einem hochtechnisierten Planeten mit ausreichenden Enerqiequellen sehr gut leben, ohne dass auch nur irgendjemand wirklich einen Finger krumm machen muss.

          Wem dann die möglichen Freizeitaktivitäten zu langweilig sind, der kann sich dann ja auf einem anderen Planeten mehr Action suchen, z.B. an Bord eines Raumschiffes gehen und die Galaxis durchstreifen. Oder entsprechende Abenteuer auf dem Holodeck erleben

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          • #6
            Zitat von thetransportermalfunction
            Ein anderes Problem ist die Fortpflanzung. Ein Planet kann irgendwann nur x Menschen aushalten, und nicht x+1000, sonst wäre x irgendwann einfach unendlich.

            Fazit: Eine friedliche Gesellschaft, die ihre Fortpflanzung reguliert, kann auf einem hochtechnisierten Planeten mit ausreichenden Enerqiequellen sehr gut leben, ohne dass auch nur irgendjemand wirklich einen Finger krumm machen muss.
            Interresanter Gedanke. Ich habe mal einen Artikel gelesen, in dem jemand davon ausging, dass es sich bei der Föderation in Wirklichkeit um eine kommunistische Diktatur handelt, in der dann zum Wohle des Staates auch Zwangsabtreibungen durchgeführt werden, wenn es nötig sein sollte. Wenn in der Föderation aber eine ähnliche Entwicklung herrscht wie in den heutigen Industrieländern, wo steigender Wohlstand zu sinkenden Geburtenraten führt, dann ist das aber gar nicht notwendig.
            "Mit dem ersten Glied ist die Kette geschmiedet. Wenn die erste Rede zensiert, der erste Gedanke verboten, die erste Freiheit verweigert wird, dann sind wir alle unwiderruflich gefesselt."
            -Cpt. Jean-Luc Picard

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            • #7
              Zitat von Valdorian Beitrag anzeigen
              Interresanter Gedanke. Ich habe mal einen Artikel gelesen, in dem jemand davon ausging, dass es sich bei der Föderation in Wirklichkeit um eine kommunistische Diktatur handelt, in der dann zum Wohle des Staates auch Zwangsabtreibungen durchgeführt werden, wenn es nötig sein sollte. Wenn in der Föderation aber eine ähnliche Entwicklung herrscht wie in den heutigen Industrieländern, wo steigender Wohlstand zu sinkenden Geburtenraten führt, dann ist das aber gar nicht notwendig.
              Eine friedliche Gesellschaft würde die Fortpflanzung sicher auch anders regulieren als eine Diktatur. Auch denke ich, dass eine Wohlstandsgesellschaft, in der Kinder ja erstmal auch Arbeit machen, bevor sie die Rente finanzieren, da schon auch nicht so viel Nachwuchs wünschen würde und die Geburtenrate eher stark absinken lassen würde. Insbesondere da hier keine Rente finanziert werden muss, da ja die Maschinen arbeiten. Bevor dann aber die Bevölkerung ganz ausstirbt und sich die letzten Lebenden mangels Gesellschaft wieder langweilen würden, würden sich auch wieder genügend Zeugungswillige einfinden, und irgendwann entstünde vermutlich ein Art dynamisches Gleichgewicht um eine mittlere Bevölkerungszahl herum.

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              • #8
                Die Föderation terraformt nicht umsonst laufend Planeten und baut eine Kolonie nach der anderen auf. Wenn man sich ansieht, dass auf fast jeder Föderationskolonie nur Menschen rumwackeln, ist es doch ziemlich weit hergeholt von einer Gesellschaft mit Zwangsabtreibungen und Fortpflanzungsregulierung zu sprechen. Überzählige Menschen werden wahrscheinlich einfach exportiert.


                Um mich Kurz an Hobbes an zu lehnen. Die Triebkraft jeden Menschlichen Handelns ist der Selbsterhalt.
                Das ist nicht ganz korrekt. Zwar machen wir viel zum Selbsterhalt, der Mensch hat nach Hobbes aber ein paar andere Eigenschaften, die seine Handlungen steuern. Beispielsweise Anerkennung und Gier.
                Aber das ändert für dein Argument ja nichts

                Ich kann mich deiner Betrachtung teilweise anschliessen, will aber noch anführen, dass es ohne Mangel kein Geld geben kann. Star Trek hat mit der Einführung des Replikators den Mangel abgeschafft und deshalb ist es für die Erde sinnlos geworden, Geld zu verwenden.
                Da braucht es keinen hochtrabenden neuen Menschen, wie ihn Picard immer wieder zitiert. Das können die alten Menschen ganz genauso. Ohne Mangel wird Geld sinnlos, daher arbeitet keiner mehr.
                Die ganzen technischen Hilfen, die wir in der Serie sehen, haben einen völlig einfachen Grund.
                Kein Mensch will diese Arbeiten mehr verrichten!(Man könnte sie ja auch mit nichts dafür bezahlen, was sie nicht selbst replizieren könnten) Deshalb schickt die Föderation ja auch Hologramme in irgendwelche Minen.

                Nur Jobs mit relativ viel Prestige oder solche, die Spass machen, werden noch ausgeübt. Da sieht man dann natürlich Restaurants und weiteres.


                Polizeifunktionen werden ja wie gesehen von der Sternenflotte (also im weitesten Sinne dem Militär) übernommen. Reinigungskräfte gibts nicht, das macht alles der Transporter. Man braucht also nur noch Ingenieure um die Transporter zu warten. Das ist dann wieder ein prestigeträchtiger Beruf.
                Eine Erinnerung ihres Atlantisbeauftragten:
                Antiker,Galaxie,Hive

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                • #9
                  Zitat von tsuribito
                  Die Föderation terraformt nicht umsonst laufend Planeten und baut eine Kolonie nach der anderen auf. Wenn man sich ansieht, dass auf fast jeder Föderationskolonie nur Menschen rumwackeln, ist es doch ziemlich weit hergeholt von einer Gesellschaft mit Zwangsabtreibungen und Fortpflanzungsregulierung zu sprechen. Überzählige Menschen werden wahrscheinlich einfach exportiert.
                  Na ja, wenn Menschen sich unbegrenzt vermehren, dann ist das exponentiell und es kommt zu einer Verdoppelung der Bevöllkerung alle so und soviel Jahre. Wenn dieses exponentielle Wachstum nicht gestoppt wird, dann hat man in kurzer Zeit alle Klasse M Planeten vollständig besiedelt und nach wenigen tausend Jahren jeden terraformierbaren Planeten in der Galaxis. Deshalb muss das Bevöllkerungswachstum schon auf die eine oder andere Art kontrolliert werden.
                  "Mit dem ersten Glied ist die Kette geschmiedet. Wenn die erste Rede zensiert, der erste Gedanke verboten, die erste Freiheit verweigert wird, dann sind wir alle unwiderruflich gefesselt."
                  -Cpt. Jean-Luc Picard

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                  • #10
                    Ich denke schon das sich auch der Mensch weiter entwickeln muss, denn wenn jeder alles haben kann dann wird man allein aus gier schon immer soviel anhäufen wie man nur kann. Ich seh schon überall überquellende Häuser vor Luxus. ein gewisser Stadard will jeder haben aber ich denke gerade die Erkennnis das mich "mehr und mehr" glücklicher macht und mich besser macht muss ausgeräumt werden. Zufrieden sein mit einem gewissen Wohlstand den alle teilen ist denke ich ein wichtiger Punkt. Und auch der Neid auf das Wohl des anderen muss in gewisser Weise beseitigt sein. Klar kann an viel mit technik machen aber nicht alles. Was ist mit wohnraum. Was ist wenn ich undbedingkt die Wohnung mit mehr-Blick haben will. Muss ich das haben? Es gibt immer begrenzte Güter. Deswegen denke ich das auch eine weiterentwickeltes Bewusstsein unabdinglich ist.


                    .
                    EDIT (autom. Beitragszusammenführung) :

                    Soul123 schrieb nach 5 Minuten und 38 Sekunden:

                    Ich denke schon das sich auch der Mensch weiter entwickeln muss, denn wenn jeder alles haben kann dann wird man allein aus gier schon immer soviel anhäufen wie man nur kann. Ich seh schon überall überquellende Häuser vor Luxus. ein gewisser Stadard will jeder haben aber ich denke gerade die Erkennnis das mich "mehr und mehr" glücklicher macht und mich besser macht muss ausgeräumt werden. Zufrieden sein mit einem gewissen Wohlstand den alle teilen ist denke ich ein wichtiger Punkt. Und auch der Neid auf das Wohl des anderen muss in gewisser Weise beseitigt sein. Klar kann an viel mit technik machen aber nicht alles. Was ist mit wohnraum. Was ist wenn ich undbedingkt die Wohnung mit mehr-Blick haben will. Muss ich das haben? Es gibt immer begrenzte Güter. Deswegen denke ich das auch eine weiterentwickeltes Bewusstsein unabdinglich ist.

                    Was ich noch anmerken möchte ist das fehlen jeder hochentwickelten künstlichen Intelligenz im 23.Jh auf der Erde. Erst mit Data und später mit dem Doktor wird dieses Thema aktuell. Zwar wird viel von Maschienen getan aber ich glaube das bezieht sich wirklich zum großen teil auf "niedere" Arbeiten. ich denke bestimmte Arbeiten werden allen aus Ethischen gründe noch lange von Menschen ausgeführt. Auch die Gentechnik zur verbesserung des Menschen wurde ja aus geschichtlichen aber auch aus rechtlichen gründen dann später abgelehnt.


                    .
                    EDIT (autom. Beitragszusammenführung) :

                    Soul123 schrieb nach 58 Sekunden:

                    Ich denke schon das sich auch der Mensch weiter entwickeln muss, denn wenn jeder alles haben kann dann wird man allein aus gier schon immer soviel anhäufen wie man nur kann. Ich seh schon überall überquellende Häuser vor Luxus. ein gewisser Stadard will jeder haben aber ich denke gerade die Erkennnis das mich "mehr und mehr" glücklicher macht und mich besser macht muss ausgeräumt werden. Zufrieden sein mit einem gewissen Wohlstand den alle teilen ist denke ich ein wichtiger Punkt. Und auch der Neid auf das Wohl des anderen muss in gewisser Weise beseitigt sein. Klar kann an viel mit technik machen aber nicht alles. Was ist mit wohnraum. Was ist wenn ich undbedingkt die Wohnung mit mehr-Blick haben will. Muss ich das haben? Es gibt immer begrenzte Güter. Deswegen denke ich das auch eine weiterentwickeltes Bewusstsein unabdinglich ist.

                    Was ich noch anmerken möchte ist das fehlen jeder hochentwickelten künstlichen Intelligenz im 23.Jh auf der Erde. Erst mit Data und später mit dem Doktor wird dieses Thema aktuell. Zwar wird viel von Maschienen getan aber ich glaube das bezieht sich wirklich zum großen teil auf "niedere" Arbeiten. ich denke bestimmte Arbeiten werden allen aus Ethischen gründe noch lange von Menschen ausgeführt. Auch die Gentechnik zur verbesserung des Menschen wurde ja aus geschichtlichen aber auch aus rechtlichen gründen dann später abgelehnt.
                    Zuletzt geändert von Soul123; 03.03.2009, 18:17. Grund: Antwort auf eigenen Beitrag innerhalb von 24 Stunden!

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                    • #11
                      Wie soll eine Welt ohne Geld funktionieren. Verläuft sich ganz nach den Vorstellungen heutiger Kommunisten? Alle teilen alles. Es gibt kein wirkliches Eigentum?
                      Zitat von Fluxx Beitrag anzeigen
                      Klar muss es irgendeine Art von "Geld" geben. Wenn die Sternenflotte kein Geld auszahlt, wie kann sich dann ein Offizier ein Haus/Appartment leisten?
                      Oder wie werden die ganzen Schiffe finanziert? Von Entwicklung über vertigstellung und Wartung. Das ganze kann nicht nur durch Wissen und tauschen zu stande kommen. Es müssen Rohstoffe abgebaut werden etc.
                      Das Problem ist halt, dass die meisten Alltagswaren aufgrund ihrer einfachen verfügbar praktisch keinen Gegenwert für Geld darstellen.

                      Aktuell brauchen wir Geld, um unsere Grundbedürfnisse zu befriedigen, weil die Herstellung von Waren mit relativ großen Aufwand verbunden ist.

                      In Star Trek wurde dieser Herstellungsaufwand auf ein Minimum reduziert.
                      Im Prinzip ist replizierte Ware für einen Weiterverkauf wertlos, weil es keinen Markt dafür gibt, da alle Föderationsbürger auf Replikatoren zurückgreifen können.
                      Mein Profil bei Memory Alpha
                      Treknology-Wiki

                      Even logic must give way to physics. / Sogar die Logik muss sich der Physik beugen. -- Captain Spock, 2293

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                      • #12
                        Zitat von McWire Beitrag anzeigen
                        Im Prinzip ist replizierte Ware für einen Weiterverkauf wertlos, weil es keinen Markt dafür gibt, da alle Föderationsbürger auf Replikatoren zurückgreifen können.
                        Das würde ich so nicht sagen. Es ist eher so, dass man den Wert einer Ware mit der Energie (plus Rohstoffe) bemessen kann, die notwendig ist, um sie mit dem Replikator herzustellen.

                        Meiner Ansicht nach würde das zu einer Art Tauschhandel führen, bei dem Waren, die nicht mehr benötigt werden, mit einem kleinen "Preisnachlass" gegen Replikator-Einheiten weiterverkauft werden.

                        Teilweise ist aber wohl auch so, dass Gegenstände in einem Replikator wieder aufgelöst werden. Vermutlich in ihre "Rohstoffe", die dann beim nächsten Replikationsprozess unter Energieverbrauch zu einem anderen Objekt umgearbeitet werden.

                        Jedenfalls wird es auf der Erde keine Müllkippen mehr geben.

                        Kommentar


                        • #13
                          Zitat von transportermalfunction
                          Das würde ich so nicht sagen. Es ist eher so, dass man den Wert einer Ware mit der Energie (plus Rohstoffe) bemessen kann, die notwendig ist, um sie mit dem Replikator herzustellen.
                          Ich schätze mal, effektiv kann man davon ausgehen, dass Energie, gemessen an den Bedürfnissen des Einzelnen, im Prinzip unendlich vorhanden ist. Immerhin hat die Föderation genug Energie, um Flotten mit zehntausenden, mit Antimaterie angetriebenen Schiffen fliegen zu lassen. Allein die Antimaterie eines Schiffes würde ausreichen, um unsere heutige Gesellschaft für vermutlich hunderte von Jahren mit Energie zu versorgen.
                          "Mit dem ersten Glied ist die Kette geschmiedet. Wenn die erste Rede zensiert, der erste Gedanke verboten, die erste Freiheit verweigert wird, dann sind wir alle unwiderruflich gefesselt."
                          -Cpt. Jean-Luc Picard

                          Kommentar


                          • #14
                            Zitat von Valdorian Beitrag anzeigen
                            Ich schätze mal, effektiv kann man davon ausgehen, dass Energie, gemessen an den Bedürfnissen des Einzelnen, im Prinzip unendlich vorhanden ist.
                            Mit dem Begriff unendlich wäre ich vorsichtig. Der Verbrauch kann ja wachsen, so ähnlich wie bei uns mit dem Öl. Auch was die Solarenergie angeht: Eine Dysonsphäre würde zwar die gesamte Solarenergie aufsammeln, aber es kommt eben darauf an, wie man damit umgeht. Auch kann man den Output einer Energiequelle wie der Sonne nicht einfach mal gerade so nach Belieben steigern - die Q vielleicht, aber die Föd nicht.
                            Zitat von Valdorian Beitrag anzeigen
                            Immerhin hat die Föderation genug Energie, um Flotten mit zehntausenden, mit Antimaterie angetriebenen Schiffen fliegen zu lassen. Allein die Antimaterie eines Schiffes würde ausreichen, um unsere heutige Gesellschaft für vermutlich hunderte von Jahren mit Energie zu versorgen.
                            Das mag sein, aber trotzdem hat die Föderation nicht unendlich viele Schiffe und auch nicht alle Planeten mit Müll überschwemmt. Es kann sich auch nicht jeder x-beliebige Föd.bürger ein Runabout geschweige denn ein Schiff der Galaxy-Klasse aus dem Replikator ziehen.

                            Offenbar gibt es schon noch begrenzende Faktoren bzw. so etwas wie einen rationalen Umgang mit Energie und Ressourcen.

                            Kommentar


                            • #15
                              Zitat von transportermalfunction Beitrag anzeigen
                              Auch kann man den Output einer Energiequelle wie der Sonne nicht einfach mal gerade so nach Belieben steigern - die Q vielleicht, aber die Föd nicht.
                              Doch kann sie -> Die Auflösung ? Memory Alpha, das Star Trek Wiki

                              Zitat von transportermalfunction Beitrag anzeigen
                              Das mag sein, aber trotzdem hat die Föderation nicht unendlich viele Schiffe und auch nicht alle Planeten mit Müll überschwemmt.
                              Mit den zivilen Raumschiffen werden es wohl zwischen 1 und 10 Millionen sein.

                              Also im Endeffekt 1 Raumschiff auf 200.000 Föderationsbürger.
                              Mein Profil bei Memory Alpha
                              Treknology-Wiki

                              Even logic must give way to physics. / Sogar die Logik muss sich der Physik beugen. -- Captain Spock, 2293

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