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Der Mensch als solcher in ST

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  • Der Mensch als solcher in ST

    Hallo alle,

    neulich führte ich mit einigen Freunden eine ganz interessante Diskussion:
    Wie hat sich die Rasse "Mensch" von heute bis in diese imaginäre Star Trek Zeit entwickelt?

    Soll heißen:
    In ST wird ja immer wieder betont dass es innerhalb der Menschheit kaum Zwistigkeiten gibt, kein Streben nach Profit, keine Habgier,es ist kein Geld mehr nötig...
    Wie sagte Picard in FC? "Wir streben nach anderen Werten" oder so ähnlich.

    Wie habe ich mir das vorzustellen?
    Gibt es in irgendeiner Firma oder irgendeiner anderen Istitution (z.B. Krankenhaus, Forschungslabor etc.) kein Haifischbecken mehr? Keine Ellenbogenkarrieren? Kann eine Rasse (ausgerechnet der MENSCH) eine derart hohe Ethik entwickeln?

    Oder gehen Leute nicht mehr fremd? Betrügen sich nicht mehr gegenseitig?
    Oder klauen Ideen....was es halt alles so gibt.

    Oder wurden, haha, alle "Perversionen" auch eliminiert?
    Gibt es noch käufliche Liebe?
    Kann sich jemand Picard bei einer klingonischen Domina vorstellen?

    Ich hoffe man versteht worauf ich hinaus will.
    Ist die Menschheit in ST ein Haufen Heiliger?

  • #2
    Naja, StarTrek entwickelt sich auch weiter in dieser Hinsicht.

    Ich denke, dass TNG hier deine Vorstellung geprägt hat. In TNG lebt die Menschheit weitesgehend in einer Art Kommunismus. Jeder gibt sich mit dem ab, was er ist und sieht seine Aufgabe als wichtig für die Gemeinschaft an.... nicht. Denn in TNG werden oftmals Menschen gezeigt, die zuviel Ergeiz haben oder mit ihrem Leben unzufrieden sind. Dich in TNG sind die Charaktere leider nur so stereotypisch und flach dargestellt, dass man nicht wirklich eine rauhe Seite der Menschheit erkennen kann. Jeder in TNG hört gerne klassische Musik bzw. kennt die meisten Werke der letzten 300Jahre und lult sich abends in seine Rheumadecke mit einer schönen Tasse Tee.

    In Enterprise werden die Menschen ein bissl, bissl menschlicher dargestellt, weswegen die Serie nicht mehr so erfolgreich war, da nicht mehr zu StarTrek passend.

    Und StarTrek XI stellt den derzeiten Status der Menschheit in der Zukunft dar. Und deshalb polarisiert dieser Film die Fangemeinde wie kein ST-Film zuvor.

    StarTrek entwickelt sich also immer weiter und irgendwann werden wir ein schmuddeliges, rumsaufendes und rumkotzendes Völkchen wie in BSG zu sehen bekommen.

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    • #3
      Zitat von Samno
      Ist die Menschheit in ST ein Haufen Heiliger?
      Nein, ist sie nicht. Die Sternenflotte ist eine militärische Organisation, bei der es darum geht möglichst hohe Ränge und den damit verbunden Prestige und Einfluss zu erringen. Ein erhabener Mensch ist in einem solchen System nicht nötig. Was die Bedeutungslosigkeit von Geld angeht: Der Wohlfahrtsstaat ist keine Erfindung des 24.Jahrhunderts; dort hat er lediglich eine Niveau erreicht, bei dem sich keiner mehr um sein materielles Wohl Sorgen machen muss, weswegen Gewinnstreben den meisten Menschen antiquiert erscheint.

      Der Mensch des 24.Jahrhunderts ist nicht besser oder schlechter als der Mensch des frühen 21. Jahrhunderts. (Ok, bis auf Admiräle und Wissenschaftler, die üblicherweise deutlich schlimmer sind).

      Zitat von Kristian Beitrag anzeigen
      Jeder in TNG hört gerne klassische Musik bzw. kennt die meisten Werke der letzten 300Jahre und lult sich abends in seine Rheumadecke mit einer schönen Tasse Tee.
      Wer außer Picard tut das? Riker bevorzugt Jazz, den Musikgeschmack der anderen Crewmitglieder kennt man nicht.
      I reject your reality and substitute my own! (Adam Savage)

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      • #4
        Zitat von KennerderEpisoden Beitrag anzeigen
        Wer außer Picard tut das? Riker bevorzugt Jazz, den Musikgeschmack der anderen Crewmitglieder kennt man nicht.
        Oh sorry, Riker hört natürlich eine andere, sehr jugendliche Musikart, die nichts mit ruhig-in-der-Ecke-hocken und dicke Zigarren rauchen zu tun hat. Mir ging es generell um klassische Musik. Brav sitzt sich die Crew zusammen und hört sich die Fideleien von Data an. Die Theateraufführungen sind furztrocken und leidenschaftslos. Generell ist die Grundstimmung bei TNG beruhigend, harmonisch und leidenschaftslos. Wie eine gemütliche Oma, die in ihrem Schaukelstuhl sitzt und bei einem Tässchen Tee ins Kaminfeuer schaut.

        Mit StarTrek IX und X wurde versucht etwas mehr Leidenschaft in die Charaktere zu bringen. Jedoch wurde das nicht gut angenommen, da es schlichtweg nicht zu den bekannten Personen passte.

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        • #5
          Zitat von Kristian
          Generell ist die Grundstimmung bei TNG beruhigend, harmonisch und leidenschaftslos
          Ja, das kam mir auch so vor. Die Ente D war eine mobile Insel der Ruhe, die sich nicht von Bürgerkriegen, humanitären Katastrophen, Beziehungskriegen oder sonst etwas aus dem Takt hat bringen lässt- zu dem Preis, dass ihr Personal auch entsprechend beherrscht war.


          Zitat von Samno Beitrag anzeigen

          Oder wurden, haha, alle "Perversionen" auch eliminiert?
          Jadzias Beziehung zu Worf war im sexuellen Bereich praktisch eine SM-Beziehung. Die menschlichen Kollegen schienen kein Problem damit zu haben.

          Gibt es noch käufliche Liebe?
          Wieso kaufen, was man billiger und besser auf dem Holodeck haben kann?
          I reject your reality and substitute my own! (Adam Savage)

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          • #6
            Zitat von Samno Beitrag anzeigen
            Soll heißen:
            In ST wird ja immer wieder betont dass es innerhalb der Menschheit kaum Zwistigkeiten gibt, kein Streben nach Profit, keine Habgier,es ist kein Geld mehr nötig...
            Wie sagte Picard in FC? "Wir streben nach anderen Werten" oder so ähnlich.
            In NG bekommt man den Normalbürger der Föderation in seinem Alltagsleben ja kaum zu Gesicht. Dargestellt wird hauptsächlich, wie sich die Sternenflotten-Elite an Bord des Flaggschiffes verhält. Ebenso ist Picards Aussage "Wir streben ..." seine persönliche Meinung, man muss dabei bedenken das dieser Mann in einer Art Elfenbeinturm lebt, und kaum persönliche Kontakte außerhalb dieser Elite pflegt.

            Zitat von Samno Beitrag anzeigen
            Ich hoffe man versteht worauf ich hinaus will.
            Ist die Menschheit in ST ein Haufen Heiliger?
            In gewisser Weise, Ja! NG ist in seiner Darstellung und Botschaft ganz klar ein Utopia. Eine realistische Darstellung menschlichen Verhaltens, hatte in NG nie Priorität.
            Well, there's always the possibility that a trash can spontaneously formed around the letter, but Occam's Razor would suggest that someone threw it out.
            Dr. Sheldon Lee Cooper

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            • #7
              Zitat von Kristian Beitrag anzeigen
              Oh sorry, Riker hört natürlich eine andere, sehr jugendliche Musikart, die nichts mit ruhig-in-der-Ecke-hocken und dicke Zigarren rauchen zu tun hat. Mir ging es generell um klassische Musik. Brav sitzt sich die Crew zusammen und hört sich die Fideleien von Data an.
              nicht nur das, mir kommt es auch so for als hätte man in der ST Welt alle westliche Kultur von 1950-1960 aufwärts komplett gestrichen*, sowohl in Musik als auch anderer Kultur(zB Film), die modernsten filmischen Referenzen die man auf dem Holodeck zu sehen bekommt sind Picards Detektivgeschichten(max1940) und Toms Captain Porton Geschichten(ca um 1950)

              *(nichtwestliche Kulturelemente fehlen fast völlig abgesehen von ein paar japanischen elementen durch Keiko und Siskos stereotypischer Sammelleidenschaft für afrikanisches(der Mann ist aber auch ein wandelndes Klischee))

              Wo wir gerade bei Keiko, Sisko und Picard sind(können auch O´Brian noch dazu nehmen): ist euch mal aufgefallen das jeder Mensch dort nur Interesse zeigt an der Kultur seiner eigenen genetischen Herkunft(in bezug auf menschliche Kultur)?

              Was mich auch ein wenig wundert: scheinbar hat man in ST Homosexualität komplett aus dem Genpool aller Species entfernt. Ich mein man sieht etliche Beziehungen und Affähren(selbst zwischen Spezies) aber nie auch nur eine gleichgeschlechtliche(dabei trifft das heute auf etwa 5% der Bev zu, warum nicht auch dort?)
              I can see a world with no war and no hate.

              And I can see us attacking that world, because they would never expect it.

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              • #8
                Die soziale Utopie von Star Trek ist natürlich genauso unrealistisch wie das Beamen oder der Warp Antrieb. Wir wissen heute, dass man die menschliche Moral durch Kultur und Erziehung nur sehr begrenzt „weiterentwickeln“ kann. Die emotionalen Grundlagen für Eroberungskrieg und Völkermord bleiben immer erhalten, und äußern sich im harmlosesten Fall in Gestalt von Mobbing, Profitgier und Selbstsucht.

                Deshalb ist Picards Angeberei in FC ziemlicher Blödsinn. Wie er selbst schließlich unter Beweis stellt


                Wenn die Menschheit sich irgendwann moralisch weiterentwickeln wird, dann wohl nur durch Genmanipulation. Würden wir Empathie und Mitgefühl künstlich steigern – und das ist sicherlich möglich! – dann könnte wirklich eine Zeit ohne Kriege, Verbrechen und Grausamkeit kommen. Aber gerade mit Genmanipulation will die saubere Föderation ja nichts am Hut haben...

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                • #9
                  Zitat von 1 von 1 Beitrag anzeigen
                  1.
                  nicht nur das, mir kommt es auch so for als hätte man in der ST Welt alle westliche Kultur von 1950-1960 aufwärts komplett gestrichen*, sowohl in Musik als auch anderer Kultur(zB Film), die modernsten filmischen Referenzen die man auf dem Holodeck zu sehen bekommt sind Picards Detektivgeschichten(max1940) und Toms Captain Porton Geschichten(ca um 1950)
                  ...
                  2.
                  Wo wir gerade bei Keiko, Sisko und Picard sind(können auch O´Brian noch dazu nehmen): ist euch mal aufgefallen das jeder Mensch dort nur Interesse zeigt an der Kultur seiner eigenen genetischen Herkunft(in bezug auf menschliche Kultur)?
                  ...
                  zu 1. Vielleicht liegt es daran, dass vieles an Kultur (Film) im 3. Weltkrieg verloren ging, vor allem in der westl Welt, da dort der Krieg die verheerendsten Folgen hatte... K.A.

                  zu 2. Zumindest bei Picard ist das aber nicht der Fall, da er sich , wie auch gezeigt, für die Archäologie/ Philosophie... auch für die von Nicht- Terranern interessiert und auch über entsprechend fundiertes Fachwissen verfügt (z. Bsp. in "Das fehlende Fragment" gezeigt) und in Bezug auf die menschl. Kultur: Er hat ein umfassendes Wissen der (Welt) - Geschichte (von der Antike bis in die Neuzeit...) sowie der Philosophie der Klassiker und auch anderer Spezies (zum Beispiel der Vulkanier)....

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                  • #10
                    Zitat von 1 von 1 Beitrag anzeigen

                    Was mich auch ein wenig wundert: scheinbar hat man in ST Homosexualität komplett aus dem Genpool aller Species entfernt. Ich mein man sieht etliche Beziehungen und Affähren(selbst zwischen Spezies) aber nie auch nur eine gleichgeschlechtliche(dabei trifft das heute auf etwa 5% der Bev zu, warum nicht auch dort?)
                    Wenn Homosexualität wirklich genetisch bedingt ist, könnte es paradoxerweise sein, dass zunehmende Toleranz zur Eliminierung eben dieser geführt hat. Früher, als Homosexualität noch geächtet oder sogar strafbar war, wurden Homosexuelle oftmals dazu genötigt, heterosexuelle Beziehungen einzugegen und Nachwuchs zu zeugen. In einer toleranten Gesellschaft werden Homosexuelle hingegen homosexuelle Beziehungen führen und keinen Nachwuchs zeugen. Die genetische Grundlage der Homosexualität würde recht schnell erodieren.
                    I reject your reality and substitute my own! (Adam Savage)

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                    • #11
                      Zitat von KennerderEpisoden Beitrag anzeigen
                      Wenn Homosexualität wirklich genetisch bedingt ist, könnte es paradoxerweise sein, dass zunehmende Toleranz zur Eliminierung eben dieser geführt hat. Früher, als Homosexualität noch geächtet oder sogar strafbar war, wurden Homosexuelle oftmals dazu genötigt, heterosexuelle Beziehungen einzugegen und Nachwuchs zu zeugen. In einer toleranten Gesellschaft werden Homosexuelle hingegen homosexuelle Beziehungen führen und keinen Nachwuchs zeugen. Die genetische Grundlage der Homosexualität würde recht schnell erodieren.
                      Ohje ohje, vor rund 70 Jahren haben viele Wissenschaftler auch so gedacht und es wurden tausende Menschen zwangskastriert. Leider wurde das Thema um die Kastrationen niemals groß Publik gemacht, da sich niemand gerne als kastrierter homosexueller outen wollte. Doch ich selbst hatte mal einen Nachbarn, der homosexuell war und von den Nazis zwangskastriert wurde. Mit vielen behinderten Menschen wurde das übrigens auch so gemacht und nicht nur im Nazideutschland.

                      Es ist heute eher erwiesen, dass allein genetisch die Homosexualität nicht übertragbar sein kann, da sogar bei Zwillingspaaren beobachtet wurde, dass der eine Hetero und der andere Homo sein kann.

                      Der Grund dafür, dass es keine Homosexualität in TNG gibt, liegt einfach darin dass es nicht in die Welt passen würde. Ausserdem müsste sich StarTrek dann zu einer Seite bekennen - Pro- oder Contra. Eine Pro-Homo Einstellung würde vielleicht in Deutschland und Westeuropa noch akzeptiert werden, in den USA würde die Franchise aber massenweise Floppen. Gutes Beispiel für so etwas ist Torchwood.

                      Das ist der Erfolg vom TNG: Kommunismus im Weltall. Alle sind gleich, egal welche Spezies. Und jeder unterscheidet sich bestenfalls in wenigen kleinen Charakterzügen. Niemand ist aber versaut und alle haben bestenfalls romantischen Blümchensex mit viel Emotionen, einem langen Vorspiel und jedemenge Tamtam drumherum. :-D

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                      • #12
                        Zitat von Kristian Beitrag anzeigen
                        Es ist heute eher erwiesen, dass allein genetisch die Homosexualität nicht übertragbar sein kann, da sogar bei Zwillingspaaren beobachtet wurde, dass der eine Hetero und der andere Homo sein kann.
                        aber die Wahrscheinlichkeit das jemand Homosexuell ist, ist bedeutend erhöht(glaub es war an die 70% oder so) wenn der Bruder/die Schwester es ebenfalls ist-->eine genetische Komponennte spielt zumindest stark mit hinein(wenn sie auch nicht allein bestimmend ist)

                        Zitat von Kristian Beitrag anzeigen
                        Der Grund dafür, dass es keine Homosexualität in TNG gibt, liegt einfach darin dass es nicht in die Welt passen würde. Ausserdem müsste sich StarTrek dann zu einer Seite bekennen - Pro- oder Contra. Eine Pro-Homo Einstellung würde vielleicht in Deutschland und Westeuropa noch akzeptiert werden, in den USA würde die Franchise aber massenweise Floppen. Gutes Beispiel für so etwas ist Torchwood.
                        wäre man damals(TOS) mit der selben Einstellung in Bezug auf Farbige heran gegangen wäre ST heute nicht was es ist

                        Zitat von Kristian Beitrag anzeigen
                        Das ist der Erfolg vom TNG: Kommunismus im Weltall. Alle sind gleich, egal welche Spezies. Und jeder unterscheidet sich bestenfalls in wenigen kleinen Charakterzügen. Niemand ist aber versaut und alle haben bestenfalls romantischen Blümchensex mit viel Emotionen, einem langen Vorspiel und jedemenge Tamtam drumherum. :-D
                        ich sehe nicht wieso das nicht auch in bezug auf gleichgeschlechtliche Beziehungen realisiert werden könnte(daran ist ja schließlich auch nichts "versautes"(nicht mehr als bei heterosexuellen Beziehungen auch))
                        I can see a world with no war and no hate.

                        And I can see us attacking that world, because they would never expect it.

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                        • #13
                          Zitat von Kristian Beitrag anzeigen
                          Ohje ohje, vor rund 70 Jahren haben viele Wissenschaftler auch so gedacht und es wurden tausende Menschen zwangskastriert.
                          Die Verbindung von Zwangskastration zu meinem Beitrag erschließt sich mir nicht

                          Ausserdem müsste sich StarTrek dann zu einer Seite bekennen - Pro- oder Contra. Eine Pro-Homo Einstellung würde vielleicht in Deutschland und Westeuropa noch akzeptiert werden, in den USA würde die Franchise aber massenweise Floppen. Gutes Beispiel für so etwas ist Torchwood.
                          Klar, bei einer US-Serie der 90'er Jahre wird man da nicht unbedingt großen Experimente machen, insbesondere wenn romantischen Verwicklungen keine zentrale Rolle im Serienkonzept zukommt.

                          Was serieninterne Erklärungen angeht, weiß ich nicht, ob man da überhaupt eine braucht. Die sexuelle Ausrichtung steht einem ja nicht auf die Stirn geschrieben und vom Hauptcast abgesehen lernen wir nicht sehr viele Crewmitglieder näher kennen. Aber wenn man eine haben möchte, bietet sich die Theorie über eine Veränderung im Genpool an (die Alternative, dass die Föderation ihre Bürger zwangsgleichschaltet, gefällt mir deutlich weniger).

                          Niemand ist aber versaut und alle haben bestenfalls romantischen Blümchensex mit viel Emotionen, einem langen Vorspiel und jedemenge Tamtam drumherum. :-D
                          Worf ist wie gesagt SM-Freak, Riker ist ein Frauenverwöhner, bei Picard läuft wenig, bei Geordi noch weniger, Troi steht auf besonders einfühlsamen Sex und Data beherrscht "multiple Techniken". Was die restlichen 1000 Besatzungsmitglieder der Ente D auf dem Holodeck oder in ihren Quartieren treiben, wissen wir nicht und brauchen wir nicht zu wissen- schließlich ist TNG eine Space Opera und keine Soap Opera.
                          I reject your reality and substitute my own! (Adam Savage)

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                          • #14
                            Zitat von 1 von 1 Beitrag anzeigen
                            ich sehe nicht wieso das nicht auch in bezug auf gleichgeschlechtliche Beziehungen realisiert werden könnte(daran ist ja schließlich auch nichts "versautes"(nicht mehr als bei heterosexuellen Beziehungen auch))
                            Nach dem was ich weiß wollte man Lieutenant Hawk, dem Steuermann aus First Contact, der auf der Deflektorschüssel assimiliert wird, eine homosexuelle Beziehung mit einem männlichen Trill zuschreiben, hat das aber nicht an den Offiziellen vorbeibekommen.

                            Also wurde es versucht. Man dachte nur, dass das amerikanische fernsehen dafür nicht reif war. Es gibt einige Fan-Serien die diesen Druck natürlich nicht haben und damit etwas offener sind. Hidden Frontier dürfte das bekannteste Beispiel sein.

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                            • #15
                              Bei Homosexualität war man wahrscheinlich einfach nur zu feige. Das ist eine der Punkte, in denen es schade ist, dass Roddenberry nicht noch ein paar Jährchen länger gelebt hat.

                              Garaks Schauspieler hätte Garak ja gerne als homosexuell gesehen. Aber das wurde dann ja von den Produzenten abgetan und im Lauf der Zeit wurde sogar die Beziehung zwischen Bashir und Garak etwas heruntergefahren.


                              Was die Sexualität angeht so scheinen die Charaktere aber trotzdem eher eine aufgeklärte Stellung einzunehmen. Jadzia schläft munter auch mit Aliens, die durchsichtige Schädel haben, und scheint auch sonst recht offen zu sein, Worf muss von Guinan extra darauf hingewiesen werden, dass auch einige menschliche Frauen seinen harten Sexualpraktiken nicht abgeneigt gegenüber ständen, Betazoiden sind sowieso recht offen und geheiratet wird nackt. Kirk und Riker schlafen sich durch alles, das nicht bei drei auf den Bäumen ist. Phlox und seine Spezies haben ein ganz anderes Familienverständnis. Kein Charakter käme je auf die Idee wegen irgendetwas Sexuellem Bedenken anzumelden oder es als unnormal zu beschimpfen.

                              Lediglich Picard scheint als Person etwas verklemmt, aber das gilt für alle sozialen Kontakte, nicht nur Frauen, diese Menschen gibt es eben auch. Kann ja nicht jeder nymphomanisch sein.

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