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Die Trill-Verschmelzung - Inwiefern beeinflussen sich Wirt und Symbiont?

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  • Die Trill-Verschmelzung - Inwiefern beeinflussen sich Wirt und Symbiont?

    Zitat von irony Beitrag anzeigen
    Dax ist auch so ein Fall, wo nicht klar wird, wie sich die besonderen Fähigkeiten auf die Persönlichkeit auswirken. Bei Lwaxana weiß man nicht, was ist die Folge ihrer telepathischen Fähigkeiten, bei Jadzia, was bewirkt der Symbiont? 300 Jahre Erfahrung hat man selten wenn überhaupt sich in charakterlichen Tiefen spiegeln sehen. Jadzia ist einfach eine junge Frau, die durch das Symbionten-Upgrade zur Alleskönnerin wird und ansonsten nur oberflächliche Interessen hat, Tongo-Spielen, Holodeck-Aktivitäten, One-Night-Stands mit exotischen Aliens usw. Ab und zu schlagen noch ein paar Curzon-Altlasten durch.
    Dieses Zitat von irony brachte mich auf den Gedanken, wie die Verschmelzung von Wirt und Symbiont bei den Trill nun genau abläuft. Kommt es zu einer Verbindung beider "Seelen"? Übernimmt der Symbiont den Wirt? Der Wirt den Symbionten?

    Da ich zur Zeit auch DS9 schaue und die bisherigen Trill-Folgen in dieser Hinsicht durchaus interessante Fragen aufwerfen, dachte ich, ich erstelle diesen Thread, um zu diskutieren, was bei der Verschmelzung bei beiden Beteiligten abläuft.

    In obigen Zitat werft irony die interessante Frage auf, inwiefern der Symbiont den Wirt beeinflußt. Jadzia scheint da ein zwiespältiges Beispiel zu sein. Zum einen erscheint sie als intelligente Wissenschaftlerin, dann ist sie eine "Genußsüchtige", dann ist sie wieder das Abbild ihres Vorgängers Curzon. Ich denke nicht, dass alles davon am Symbionten oder der Erfahrungen Curzons liegt, Jadzia selbst ist mMn die am stärksten Beteiligte an der Persöhnlichkeit von Jadzia Dax.

    In der Folge "Der Fall Dax" gibt es ja beide Theorien, das entweder der Symbiont fast vollständig erhalten bleibt und nur durch das Bewusstsein des Wirtes erweitert wird, oder dass es zu einer 50/50 Verbindung beider Bewusstseine zu einem neuen eigenständigen kommt.
    Ich denke aber dass vielmehr der Wirt durch den Symbionten und die früheren Wirte erweitert wird. So im Verhältnis 70/30.
    Was denkt ihr?

    ps: Es soll hier nur um die DS9 Trill geben, da die TNG Trill nur einmal vorkommen und so ausser Acht gelassen werden können.
    That is not dead which can eternal lie / And with strange aeons even death may die
    Es ist nicht tot, was ewig liegt, / Und in fremder Zeit wird selbst der Tod besiegt.
    H. P. Lovecraft

  • #2
    Ich denke der Wirt hat den größten Einfluss auf die Persönlichkeit. Jedenfalls findet ein rigoroses Auswahlverfahren statt (wenn auch zum Teil aus politischen Gründen), so soll der Wirt in der Lage bleiben vom Symbiont nicht überwältigt zu werden. Jedoch bildet sich aus der Symbiose trotzdem eine ganz neuartige dritte Persönlichkeit, die weder alleine aus Wirt noch Symbiont zu erklären ist.

    Laut Autorenaussagen hat man bei Jadzia in der ersten Staffel versucht diese 300 Jahre Erfahrung in ihrer kühlen, distanzierten Art unterzubringen, auf diese Weise sollte sie sozusagen über allem "erhaben" erscheinen. Dann haben die Autoren jedoch bemerkt, dass ihr Vorhaben nicht gelungen ist und diese kühle Art auf die Zuschauer keineswegs "weise" wirkt und es der Figur irgendwie an Pfiff fehlt, daher haben sie Jadzia Dax komplett umgeschrieben.
    In-Universe könnte man das dadurch erklären, dass mit zunehmendem Klingonenkontakt der rebellische, lebenslustige Curzon an Einfluss gewann und die zuvor unterkühlte Persönlichkeit etwas nach hinten drängte.

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    • #3
      Meiner Meinung nach hat die Show es doch recht deutlich gemacht, dass weder Wirt noch Symbiont komplett die "Kontrolle" übernehmen und stattdessen eine im Grunde neue Person entsteht; eine Art Mischung aus beiden Persönlichkeiten eben. Vielleicht wird der Wirt als größerer Einfluss auf die Persönlichkeit dargestellt (so als habe er einfach nur die Erinnerungen (minus der Persönlichkeiten) der früheren Wirte), aber letzten Endes wurde immer wieder deutlich, dass durch die Vereinigung ein gänzlich neuer Charakter entsteht. Und das habe ich im Verlauf der Serie auch eigentlich als recht konsistent dargestellt wahrgenommen.

      Was Jadzias Wandlung um die zweite Staffel herum betrifft, hat newman das ganz schon recht gut erklärt. Die Autoren merkten schnell, dass es nicht funktionierte, die Weisheit und Erfahrung eines hunderte Jahre alten Wesens in einem jugendlichen Körper darzustellen. Sollte Jadzia anfangs eher kühl, logisch, wissend und Spock-artig dargestellt sein, so wurde sie umgeschrieben zur lebenslustigen Klingonenfreundin aus den späteren Staffeln gemacht.

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      • #4
        So wie ihr sehe ich das auch. Der Wirt wird durch den Symbionten, dessen Bewusstsein und die Erfahrung der früheren Wirte, zu einer neuen Persöhnlichkeit erweitert.
        Dass es bei Verad offenbar andersherum lief ist mMn auch eine Bestätigung dafür. Verad war mental zu schwach, um mit dem Symbionten die neue Person Verad Dax zu bilden, so übernahm der Symbiont den Hauptanteil an der neuen Persöhnlichkeit. Jadzia dagegen war stark genug, sie bildete den Hauptanteil an Jadzia Dax, obschon Dax und die früheren Wirte einen großen Einfluß auf Jadzia hatten, besonders Curzon ist da zu erwähnen. Möglicherweise drängte dieser Teil der Persöhnlichkeit mit der Zeit immermehr heraus, sodass man am Ende eher Jadzia Curzon Dax hat. Und war es nicht so, dass Jadzia erst kurz vor Beginn der Serie vereinigt wurde und Curzon vorher selbst ein sehr starker Charakter war. So wäre sein Durchbrechen während der zweiten Staffel nicht allzu weit hergeholt.
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        • #5
          Zitat von Marschall Q Beitrag anzeigen
          Dass es bei Verad offenbar andersherum lief ist mMn auch eine Bestätigung dafür. Verad war mental zu schwach, um mit dem Symbionten die neue Person Verad Dax zu bilden, so übernahm der Symbiont den Hauptanteil an der neuen Persöhnlichkeit. Jadzia dagegen war stark genug, sie bildete den Hauptanteil an Jadzia Dax ...
          Würde ich gar nicht mal so sagen, dass es bei Verad groß anders lief als bei Jadzia. Dieselbe Episode gibt ja schließlich auch Aufschluss darüber, wie eine unvereinigte Jadzia sich verhält. Auch sie wirkt – ähnlich wie Verad vor der Vereinigung mit Dax – sehr unsicher, hilflos und nicht gerade selbstbewusst. Es scheint also auch bei ihr so zu sein, dass der Symbiont ihr Stärke und Selbstsicherheit gibt.

          Zitat von Marschall Q Beitrag anzeigen
          Und war es nicht so, dass Jadzia erst kurz vor Beginn der Serie vereinigt wurde und Curzon vorher selbst ein sehr starker Charakter war. So wäre sein Durchbrechen während der zweiten Staffel nicht allzu weit hergeholt.
          Wenn ich mich richtig erinnere, blieb man eher vage, was den genauen Zeitpunkt von Jadzias Vereinigung betrifft. Ich persönlich hatte immer eher das Gefühl, dass es schon eine gewisse Zeit her ist. Gestützt wird diese These allerdings in der Serie durch kaum etwas.

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          • #6
            Puh. Gerade lief die Folge "Der Fall Dax" und die Frage ist berechtigt.
            Die Wissenschaftlerin, ist Jadzia, nicht Dax, die "Genußsüchtige" wie beschrieben, ist vielleicht der Teil von Curzon, der im Symbionten erhalten blieb, wahrscheinlich auch durch Jadzia verstärkt, oder unterstützt.
            Aber sicher nimmt der Symbiont keine Kontrolle ein. Das Gefühl hatte ich nie gehabt. Mehr ist es so, dass wahrlich eine neue Person geschaffen wird. Aus Jadzia wurde halt Jadzia Curzon und-wie-die-anderen-heißen Dax. Dax beeinflusst Jadzia, aber ich bin mir ziemlich sicher, dass Jadzia auch Dax beeinflusst.

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