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Wie funktioniert die Verführung der Skywalkers zur dunklen Seite?

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  • Wie funktioniert die Verführung der Skywalkers zur dunklen Seite?

    Hallöle!
    Ich habe immer noch größte Probleme damit, Anakins Beweggründe nachzuvollziehen, weshalb er sich im EpIII plötzlich gegen Obi-Wan stellt. In seinen letzten Äußerungen klingt es fast, als sei er eigersüchtig auf Obi-Wan.

    Palpatine hatte Anakin ja mit dessen Verlustängsten um Padme locken wollen. Und das schien wohl auch geklappt zu haben. Diese Ängste hat Lucas als Anakins große Schwäche in den vorangegangenen Episoden aufgebaut. Etwas arg schnell (für meinen Geschmack) unterwirft Ani sich also willenlos dem dunklen Meister. Dies tut er offenbar, um Padme retten zu können. Oder wie verstehe ich das? Wenn er aber solche Angst um sie hat, wieso gibt er sie dann auf Mustafar (super Name ) so schnell auf? Ick vasteh den Mann nisch ...

    Ich habe auch nie kapiert, wie Palpatine Luke verführen wollte. Warum Luke sich eventuell an Vaders Seite stellen würde, fand ich immer irgendwie nachvollziehbar. Aber warum sollte Luke Palpatine dienen wollen? Weil dieser seine Freunde umbringt? Er würde ihn bis in den Tod bekämpfen wollen oder etwa nicht?

    Oder ist der Wechsel zum Bösen gar keine Frage des freien Willens, sondern passiert automatisch, wenn man Hass oder Furcht im Zusammenhang mit der "Macht" einmal zugelassen hat???

    Kann mir da jemand spekulieren helfen???
    Zuletzt geändert von Bondurkan; 26.02.2006, 22:04.
    Sie werrden einige Jahrre nichts mehrr von uns hörren - danach aber können wirr vielleicht Frreunde werrden ...

  • #2
    Anakin hat Padmé nicht aufgegeben! Er unterwirft sich Palpatines Lehren, um sie retten zu können, da Palpi ihm verspricht, dass er die Macht erlangen könnte, das Sterben zu verhindern. Auf Mustafar hat er Padmé in seinem Zorn gewürgt, weil es für ihn so aussah, als ob sie ihn verraten hätte. Er hat sie aber nicht umgebracht und hatte dies auch nicht vor, sondern er hatte versucht, sie mit seiner Macht zu zwingen bei ihm zu bleiben. Deshalb sagt er zu Obi-Wan auch: "Ihr werdet sie mir nicht wegnehmen!" Anakin wollte unbedingt die Fähigkeit erlangen, den Tod verhindern zu können, was aber mit den Vorstellungen der Jedi unvereinbar war und nur über die Dunkle Seite zu erlangen war (ja, so paradox kann es manchmal sein; das Böse erhält Leben und erschafft es sogar). Wenn er Obi-Wan gefolgt wäre, hätte er sich das abschminken können, also musste er ihn bekämpfen.

    Nun zu Luke: Yoda sagt zu ihm: "Aber hüte dich vor der Dunklen Seite der MAcht. Wenn einmal auf diesen Pfad du dich begibst, für immer wird beherrscht davon dein Schicksal sein." Palpatine wusste, dass Luke ihm nicht im Geringsten gefährlich werden konnte, deshalb dieser Auftritt. Er hatte versucht Luke zur Dunklen Seite zu ziehen und wenn das erstmal geschafft wäre, würde Luke ähnlich wie sein Vater immer mehr Macht haben wollen. Deshalb, so hoffte der Imperator, würde sich Luke an seine Seite stellen, denn Palpatine wäre der Einzige gewesen, der Luke die Geheimnisse der Macht noch hätte lehren können.
    "Mich laust der Affe. Es ist Monkey Island!"

    "Ihr verrückten, langhaarigen Bälger mit eurer Barockmusik..."

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    • #3
      Anakins Verlustängste in Bezug auf Padme haben in Episode III mehrere Seiten.
      Vor allem, weil GL den Film in ein ca. 2 stündiges Format pressen wollte, kommt dies im Film selbst jedoch eher schwach heraus.

      1. Ist da die Angst, dass sie sterben könnte. Das ist der gewichtigste Punkt und der wird in Ep III auch gut herausgearbeitet. Ich denke darauf muß man hier nun nicht näher eingehen.

      2. Gibt es die Angst, dass Padme sich aufgrund ihrer Ziele und Arbeit zu weit von Anakin entfernen könnte. Dies scheint mir bei Anakin zwar noch vergleichsweise schwach ausgeprägt zu sein, aber es ist schon da.
      Im Film selbst ist es imo nur noch spürbar, wenn er Padme unterstellt, sie rede wie eine Seperatistin.
      Die Gefahr, dass dadurch ihre Beziehung Schaden nehmen könnte sieht auch Padme. Es ist außerdem die einzige von Anakins Ängsten, die sie wirklich bewußt wahrnimmt bzw. ernst nimmt.
      Von Bail Organa angesprochen, lehnt sie es ab, direkt etwas mit der Rebellion zu tun zu haben, da dies letzlich bedeuten würde, dass sie Anakin anlügen müsste. Auch einer politischen Opposition steht sie nicht unbedingt aufgeschlossen gegenüber, da dies gleichzeitig auch Opposition gegen Anakin (der treu zum Kanzler steht) bedeuten würde.
      Letzlich überwiegt dann aber ihr Pflichtbewußtsein. Zu einer direkten Konfrontation kommt es, als Palaptine ein Treffen mit der Oppositionsführerin herbeiführt an dem er natürlich auch Anakin teilnehmen läßt (geschnittene Szene auf der DVD).
      Auf diesem Feld ist die Beziehung ziemlich starken Belastungen ausgesetzt.

      3. Befürchtet Anakin, dass es einen anderen Mann geben könnte. Als er nach 5 Monaten nach Coruscant zurückkehrt (erstes Treffen von Padme und Anakin im Film) spürt er, dass sich etwas verändert hat. Er fühlt, dass es jemand anderen gibt, der sich zwischen ihm und Padme drängt. Im Roman wird das so weit geführt, dass er sie ziemlich grob anpackt. Erst als Padme mit den Worten "Du tust uns weh" protestiert, kapiert er, dass es sein(e) Kind(er) ist, das er gespürt hat.
      Trotzdem ist diese Eifersucht weiterhin präsent und findet die geeignete Projektionsfläche dann schließlich in der Person von Obi Wan.
      Es gibt während der ROTS - Handlung eine Nacht, die Anakin nicht bei Padme verbracht hat. Diese Nacht nutzt Obi Wan um Padme zu besuchen. Als am nächsten Tag Anakin wieder in der Wohnung ist, kann er spüren, dass Obi Wan da war. Er geht in der Wohnung umher und tastet mit seinen Sinnen alles ab und kommt schließlich zu dem Ergebnis, dass Obi Wan und Padme auf dem Sofa zu dicht beieinander gesessen hätten.....
      Im Film bleibt davon allerdins nur Anakins anklagendes "Obi Wan war hier" übrig.

      Das vermixt sich dann auch noch mit der Angst, dass Padme eine Verräterin werden könnte. Anakin glaubt bis zu einem gewissen Grad tatsächlich daran, dass die Jedi und vielleicht auch einige Senatoren zu Verrätern werden könnten.
      Vor allem in Bezug auf die Jedi gibt es dafür auch gute Gründe und das ganze ist nicht ganz unverständlich.

      Nachdem Mace nun tot ist gibt es zwei Komponenten, die Anakins Handeln danach erklären. Zum einen glaubt er tatsächlich daran, dass sein Handeln nötig ist.
      Man wird den Sith wohl auch zugestehen müssen, dass ihre Einschätzung korrekt ist. Wenn die Jedi überleben und sich organisieren könnten, würde daraus ein Bürgerkrieg entstehen. Verbunden mit der Vernichtung der Seperatistenführer hat Anakin von einem gewissen Standpunkt aus recht, dass er den Frieden gebracht hat (im Sinne von Abwesenheit von Krieg).
      Auch ist es sicherlich richtig, dass die Jedi, nach den Ereignissen um Windu weiterhin versuchen würden Anakin und Sidious zu töten (und das passiert ja im weiteren Verlauf des Filmes auch noch).
      Anakins Handeln ist also auch einem gewissen Zwang unterworfen, im Prinzip hat er gar keine großartig andere Wahl mehr, als sich auf Palpatines Seite zu stellen.

      Dann sagt Palpatine ihm auch noch "Tu was getan werden muß, zögere nicht, zeig kein Mitleid und keine Gnade, erst dann wird die dunkle Seite in dir stark genug sein, damit du Padme retten kannst."
      Anakin begeht also die ganzen Grausamkeiten in dem Glauben, dass es nötig sei um Padme zu retten.

      In dem Gespräch mit Padme auf Mustafar kommen nun einige der zuvor angesprochene Motvie zusammen:
      Die Eifersucht auf Obi Wan, die Angst vor Verrat (aus Anakins Sicht hat Padme ihn an Obi Wan verraten).
      Außerdem spielt der viel gescholtene "Blind vor Liebe" - Dialog vom Anfang des Filmes eine Rolle.
      Anakin glaubt hier, dass er in bezug auf Padme ziemlich blind war und ihr gegenüber zu gutmütig war. Trotzdem würde er sie nicht töen, da er sie braucht, aber sein Verhalten ihr gegenüber hätte sich in Zukunft wohl verändert.

      ----------

      Die Entscheidung ob man dem Pfad der dunkle Seite beschreiten will ist schon frei, aber es ist eine einmalige Entscheidung (wenn ein gewisses Maß überschritten wird) und es ist eine Einbahnstraße. Laut Yoda ist eine Rückkehr zum Licht nicht möglich (Luke beweist, dass es unter hohen Vorraussetzungen doch möglich ist).
      Auch der Imperator glaubt an die Unumkehrbarkeit einer derartigen Entwicklung.

      Aufgrund der Aussage des Imperators, dass Luke nicht mehr tun muß, als seinen Vater zu töten um seinen Weg zur dunklen Seite abzuschließen, muß man auch davon ausgehen, dass dieser Übertritt zu einer gewissen Persönlichkeitsänderung führt, die es der betroffenen Person zumindest sehr schwer macht, wieder gut zu werden.

      Vieles kann man bei Anakins Übetritt auf ihn selbst zurückführen, wobei allerdings bereits vorhandene Charaktereigenschaften ins Extreme übersteigert werden.
      Ein guter Ansatzpunkt dürfte aber Anakins Plan sein, den Imperator zu stürzen und selbst das Imperium zu übernehmen. Einen auf derartige Macht ausgerichteten Ehrgeiz hat Anakin vorher niemals gezeigt.

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      • #4
        Zum ersten Thema gebe ich dir hundertprozentig Recht. Geradezu perfekt analysiert und beschrieben.
        Beim zweiten Punkt stimme ich dir auch überwiegend zu. Es gibt aber einen Punkt, wo ich nochmal was zu sagen muss. Du sagst, dass Luke wieder zur Hellen Seite zurückgefunden hat, dass stimmt jedoch nicht ganz. Ich weiss, es mag jetzt etws kleinlich sein, doch es brennt mir einfach unter den Fingernägeln. Luke blickt zwar sehr tief in die Dunkle Seite hinein, überschreitet die Grenze jedoch nicht. Bis zu diesem Zeitpunkt ist es tatsächlich unmöglich, von der Dunklen wieder zur Hellen Seite überzugehen. Wir wissen, dass es zwei Seiten der Macht, die Dunkle und die Helle. Begibst du dich einmal auf die Dunkle Seite, kommst du nicht mehr davon los, dies wissen wir von Yoda. Die Dunkle Seite nimmt also aktiven Einfluss auf dein Handeln und deine Persönlichkeit, wie du ja selbst schon ausgeführt hast. Anakin/Darth Vader gelingt dies dennoch (nicht Luke!). Die Frage ist, warum? An diesem Punkt kommen wir zum Hauptthema der Saga: der Prophezeiung (jetzt weisst du, warum diese eigentliche Kleinigkeit mich so beschäftigt). Aus der PT wissen wir, dass laut der Prophezeiung ein Auserwählter, ein Sohn der Macht, kommen wird, um die Macht wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Dieser Auserwählte ist Anakin Skywalker. Er schafft es, sich von der Dunklen Seite zu lösen und bringt damit die Macht ins Gleichgewicht. Mit Palpatine vernichtet er den letzten Übriggebliebenen der alten Ordnung der Macht. Die Dunkle und die Helle Seite sind in Einklang gebracht. Keine der beiden Seiten existiert mehr für sich, sondern sind quasi ineinander übergegangen. Somit hat er die Prophezeiung erfüllt.
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        • #5
          Zitat von Donar
          Du sagst, dass Luke wieder zur Hellen Seite zurückgefunden hat, dass stimmt jedoch nicht ganz.
          Nein, das habe ich nicht gesagt, - ich gebe aber zu, dass man das mißverstehen kann.
          Ich sehe Luke zwar als weit dunkler an, als die große Menge von Leuten, die in ihm einen strahlenden Helden sehen, dennoch ist es so, wie ich oben geschrieben habe um seine Reise zur dunklen Seite zu beenden, hätte er seinen Vater töten müssen.
          Da er das nicht getan hat, stimme ich dir völlig zu, dass er die Grenze nicht überschritten hat.

          Wenn ich sage, dass Luke Yoda widerlegt so spiele ich darauf an, dass Luke Anakin/Vader wieder von der dunklen Seite zurückholt.
          Anakin wird nicht gerettet, weil jemand mal einen Auserwählten prophezeit hat und alle geglaubt haben, dass es sich dabei um Anakin handelt (auch wenn die Prophezeiung sich erfüllt.).
          Er wird gerettet, weil er einen Sohn hat, der unerschütterlich an ihn glaubt und der dann schließlich in große Not gerät.
          Es würde der Rolle von Luke nicht gerecht werden, wenn man sagt, dass Anakin die Rückkehr von der dunklen Seite gelingt und dabei den Eindruck erweckt, Luke hätte nichts dazu getan.
          Ohne Luke wäre es niemals zur Rettung von Anakin gekommen, das ist zu einem großen Teil sein Verdienst.

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          • #6
            Zitat von John Sheridan
            Nein, das habe ich nicht gesagt, - ich gebe aber zu, dass man das mißverstehen kann.
            Ok.

            Zitat von John Sheridan
            Ich sehe Luke zwar als weit dunkler an, als die große Menge von Leuten, die in ihm einen strahlenden Helden sehen,...
            Cool, dann bin ich mit meiner Meinung doch nicht alleine hier. Sehe das nämlich auch so.

            Zitat von John Sheridan
            Wenn ich sage, dass Luke Yoda widerlegt so spiele ich darauf an, dass Luke Anakin/Vader wieder von der dunklen Seite zurückholt.
            Anakin wird nicht gerettet, weil jemand mal einen Auserwählten prophezeit hat und alle geglaubt haben, dass es sich dabei um Anakin handelt (auch wenn die Prophezeiung sich erfüllt.).
            Er wird gerettet, weil er einen Sohn hat, der unerschütterlich an ihn glaubt und der dann schließlich in große Not gerät.
            Es würde der Rolle von Luke nicht gerecht werden, wenn man sagt, dass Anakin die Rückkehr von der dunklen Seite gelingt und dabei den Eindruck erweckt, Luke hätte nichts dazu getan.
            Ohne Luke wäre es niemals zur Rettung von Anakin gekommen, das ist zu einem großen Teil sein Verdienst.
            Klar ist das zum Großteil Lukes Verdienst, bestreite ich auch nicht. Nicht umsonst sagt Anakin/Vader zu Luke, nachdem dieser ihm sagte er wolle ihn retten: "Das hast du schon getan..."
            Aber ich denke, dass bei einem anderen als Anakin, dies nicht gelungen wäre. Ein anderer hätte sich selbst in der Situation, wo sein eigener Sohn gerade gebrutzelt wird, nicht von der Dunklen Seite lösen können. Das ist jedenfalls meine Meinung.
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            • #7
              Zitat von Donar
              Aber ich denke, dass bei einem anderen als Anakin, dies nicht gelungen wäre. Ein anderer hätte sich selbst in der Situation, wo sein eigener Sohn gerade gebrutzelt wird, nicht von der Dunklen Seite lösen können. Das ist jedenfalls meine Meinung.
              Da muß ich sagen, dass ich das ganz so sehe, wie Qui Gon, der im ROTS - Roman sagt: "Liebe ist die Antwort auf die Dunkelheit."
              Anakin wird durch die Liebe zu seinem Sohn gerettet und, die könnte jeder andere genauso wie er empfinden und somit möglicherweise gerettet werden.

              Aber jedem seine Meinung.

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              • #8
                Gewissermaßen hast du ja auch recht. Aber um so gerettet zu werden bedarf es eines besonderen Umstandes. Man muss bedenken, dass Vader nie ein echter, 100 %iger Sith war. Von Anfang an, war er weder ein echter Jedi noch ein reiner Sith. Wenn du Ep. III aufmerksam gesehen hast, hast du sicher auch Padmés Bemerkung "Obi-Wan ... es gibt noch Gutes in ihm ... ich weiss ... dass es so ist" mitbekommen. Und in Ep. VI erklärt auch Luke, dass er noch das Gute in seinem Vater spürt und zwar bevor er und Vader das erste Mal in Ep. VI aufeinandertreffen. Er sagt dann zu seinem Vater: "Der Imperator hat nicht alles was gut war in dir zerstört." Aber in einem echten, 100 %igen Sith gibt es nichts Gutes mehr. In Anakin glühte die ganze Zeit ein Funke des Guten. So klein und winzig er auch war, aber er war immer in Anakins Herzen. Bei einem Sith ist dies nicht so. Da gibt es nur die Dunkelheit. Deswegen konnte Anakin noch gerettet werden. Bei jedem anderen Sith ist dies nicht möglich, da die Dunkle Seite alles Gute in ihrem Herzen vernichtet und nur der Auserwählte konnte diesen kleinen Funken in seinem Herzen noch am Leben halten.
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                • #9
                  Zitat von Donar
                  Gewissermaßen hast du ja auch recht. Aber um so gerettet zu werden bedarf es eines besonderen Umstandes. Man muss bedenken, dass Vader nie ein echter, 100 %iger Sith war. Von Anfang an, war er weder ein echter Jedi noch ein reiner Sith. Wenn du Ep. III aufmerksam gesehen hast, hast du sicher auch Padmés Bemerkung "Obi-Wan ... es gibt noch Gutes in ihm ... ich weiss ... dass es so ist" mitbekommen. Und in Ep. VI erklärt auch Luke, dass er noch das Gute in seinem Vater spürt und zwar bevor er und Vader das erste Mal in Ep. VI aufeinandertreffen. Er sagt dann zu seinem Vater: "Der Imperator hat nicht alles was gut war in dir zerstört." Aber in einem echten, 100 %igen Sith gibt es nichts Gutes mehr. In Anakin glühte die ganze Zeit ein Funke des Guten. So klein und winzig er auch war, aber er war immer in Anakins Herzen. Bei einem Sith ist dies nicht so. Da gibt es nur die Dunkelheit. Deswegen konnte Anakin noch gerettet werden. Bei jedem anderen Sith ist dies nicht möglich, da die Dunkle Seite alles Gute in ihrem Herzen vernichtet und nur der Auserwählte konnte diesen kleinen Funken in seinem Herzen noch am Leben halten.
                  Das was du da schreibst hat aber nichts damit zu tun, dass Anakin der Auserwählte ist, sondern liegt daran, dass er eben nicht von Anfang an ein Sith war.
                  Anakin hat 23 Jahre Liebe und Zuneigung erfahren.
                  Andere Sith, wie z.B. wohl Sidious und Darth Maul wurden ja von Anfang an auf Haß trainiert und haben niemals Liebe erfahren. Da sie nichts anderes als Haß kennen, kann man sie natürlich weder zurückholen, noch retten.
                  Bei Anakin ist dies aber möglich, da er erst mit 23 ein Sith geworden ist und vorher die Liebe seiner Mutter, den väterlichen Beistand von Qui Gon, die Freundschaft von Obi Wan und die Liebe von Padme erfahren hat.

                  Bei jedem erst später übergetretenen Sith (oder auch dunklen Jedi) besteht aber grundsätzlich die Möglichkeit ihn zurück zu holen.
                  Prominentestes Beispiel wäre Count Dooku. Obwohl er von Anfang an ein schlechterer Mensch war, als Anakin kommen ihm im Laufe der Klonkriege Zweifel an seinem Tun, er sehnt sich nach dem Jeditempel zurück und spielt ernsthaft mit dem Gedanken sich von Yoda wieder aufnehmen zu lassen (Hauptquelle: "Dark Rendezvous").
                  Auch Kyp Durron und Jaina Solo kommen von der dunklen Seite zurück.

                  Kommentar


                  • #10
                    Zitat von John Sheridan
                    Bei jedem erst später übergetretenen Sith (oder auch dunklen Jedi) besteht aber grundsätzlich die Möglichkeit ihn zurück zu holen.
                    Prominentestes Beispiel wäre Count Dooku. Obwohl er von Anfang an ein schlechterer Mensch war, als Anakin kommen ihm im Laufe der Klonkriege Zweifel an seinem Tun, er sehnt sich nach dem Jeditempel zurück und spielt ernsthaft mit dem Gedanken sich von Yoda wieder aufnehmen zu lassen (Hauptquelle: "Dark Rendezvous").
                    Auch Kyp Durron und Jaina Solo kommen von der dunklen Seite zurück.
                    Das sehe ich anders. Die Romane sind EU, ich beziehe mich dabei bloß auf die Filme. G.L. steht dem EU auch sehr skeptisch gegenüber, akzeptiert es nur, weil es ihm Geld bringt. Ich habe jetzt aber auch keine Lust, über Pro und Contra EU zu streiten, ich bleibe einfach bloß bei den Filmen und den Romanen zu den Filmen. Wo du gerade Kyp Durron und Jaina Solo erwähnst. Ich könnte mich irren, aber wird nicht in der selben Storyline (der Krieg gegen die Yuuzhan Vong oder wie die heißen) auch geklärt, dass es weder eine helle noch eine Dunkle Seite gibt. Hier meine Quelle:
                    http://www.constanzeruettger.de/Star...r13/ejr13.html

                    Das könnte man dann nehmen, wie man will. Ich würde in dem Fall sagen, dass es Anakin gelungen ist, die Macht in Einklang zu bringen. Kyp Durron und Jaina Solo zählen also nicht


                    Um nochmal zu Anakins "Erziehung" zu kommen. Wenn wir Palpatine in Ep. III glauben dürfe - und ich tue das einfach mal - müsste Anakin das Produkt des Versuches eines Sith-Lords namens Darth Plagueis sein, sich den perfekten Sith-Schüler zu schaffen. Da wir wissen, dass ein Sith nicht nur nach der politischen Herrschaft strebt, sondern nach der Herrschaft über das Leben, also die Macht ansich. Die Jedi betrachten sich als die Diener der Macht, die Sith wollen sich die Macht untertan machen. Dazu will Plagueis sich selbst den perfekten Schüler schaffen, er manipuliert die Midi-Chlorianer so, dass sie aus dem Nichts Leben erschaffen - Anakin. Warum aber, trägt ausgerechnet Shmi Skywalker, die Gutmütigkeit in Person, das Produkt des puren Bösen aus und zieht es auf? Und warum führt die Macht zwei Jedi-Ritter zu diesem Sohn der Macht und nicht seine Erschaffer? Wenn wir Qui-Gon glauben, ist es nämlich der Wille der Macht gewesen, der ihn zu Anakin führte. Hier muss aus der Sicht der Sith etwas schief gegangen sein. Vielleicht hat die Macht an dieser Stelle "zurückgeschlagen".

                    Und zu Sidious und Konsorten fehlen einfach die Angaben. Man weiss nicht, ob Sidious jemals Liebe erfahren hat oder nicht.
                    Zuletzt geändert von Donar; 28.02.2006, 22:01.
                    "Mich laust der Affe. Es ist Monkey Island!"

                    "Ihr verrückten, langhaarigen Bälger mit eurer Barockmusik..."

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                    • #11
                      Zitat von Donar
                      Das sehe ich anders. Die Romane sind EU, ich beziehe mich dabei bloß auf die Filme.
                      Das wir das unterschiedlich sehen, haben wir ja bereits festgestellt.
                      Für mich sind die Filme und das EU zusammengenommen SW, aber darauf kommt es jetzt nicht unbedingt an und das müsssen wir hier auch nicht diskutieren, da es ohnehin ermüdend ist und zu nichts führt.
                      Auch wenn wir bei den Filmen bleiben, lassen sich beide Meinungen vertreten (für mich ist eine Ansicht, wonach die dunkle Seite dauerhaft stärker ist, als die Liebe aber reichlich depremierend).

                      Ich könnte mich irren, aber wird nicht in der selben Storyline (der Krieg gegen die Yuuzhan Vong oder wie die heißen) auch geklärt, dass es weder eine helle noch eine Dunkle Seite gibt.
                      Das ist erstmal die philosophische Ansicht von Vergere. Ob sie damit recht hat ist eine andere Frage. Aber da ich das Buch erst im Sommer lesen werde, kann ich dazu auch nicht viel sagen.

                      Wenn wir Palpatine in Ep. III glauben dürfe - und ich tue das einfach mal - müsste Anakin das Produkt des Versuches eines Sith-Lords namens Darth Plagueis sein, sich den perfekten Sith-Schüler zu schaffen..........
                      Dies ist zwar eine sehr interessante und gut diskutierbare Theorie. Aber es ist ja nicht die einzige Sichtweise der Dinge. Ebensogut kann man sich an Qui Gons Version orientieren, wonach Anakin schlicht ein Produkt der Macht ist.
                      Sidious sagt auch nur, dass Plagueis die Möglichkeit gehabt hätte Leben zu erschaffen, um das jetzt wirklich zwingend auf Anakin zu beziehen, fehlen Hinweise im Film.
                      Außerdem erzählt Sidious viel, wenn der Tag lang ist. Er muß schließlich auch zugeben, dass er die Macht Padme zu retten noch gar nicht besitzt, obwohl er in der Oper noch behauptet, er hätte Plagueis erst getötet, nachdem er alles erfahren hätte.
                      Letzlich kann das ganze eben auch nur eine gute Geschichte sein um Anakin zu ködern.

                      Und zu Sidious und Konsorten fehlen einfach die Angaben. Man weiss nicht, ob Sidious jemals Liebe erfahren hat oder nicht.
                      Genaue Angaben fehlen zwar, aber wovon sollte man bei Sidious als Verkörperung des Absolutem Bösen wohl eher ausgehen?
                      Zuletzt geändert von John Sheridan; 28.02.2006, 22:33.

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                      • #12
                        Zitat von John Sheridan
                        Das wir das unterschiedlich sehen, haben wir ja bereits festgestellt.
                        Für mich sind die Filme und das EU zusammengenommen SW, aber darauf kommt es jetzt nicht unbedingt an und das müsssen wir hier auch nicht diskutieren, da es ohnehin ermüdend ist und zu nichts führt.
                        Wie Mace Windu sagen würde: Dem stimme ich zu.

                        Zitat von John Sheridan
                        Dies ist zwar eine sehr interessante und gut diskutierbare Theorie. Aber es ist ja nicht die einzige Sichtweise der Dinge. Ebensogut kann man sich an Qui Gons Version orientieren, wonach Anakin schlicht ein Produkt der Macht ist.
                        Sidious sagt auch nur, dass Plagueis die Möglichkeit gehabt hätte Leben zu erschaffen, um das jetzt wirklich zwingend auf Anakin zu beziehen, fehlen Hinweise im Film.
                        Außerdem erzählt Sidious viel, wenn der Tag lang ist. Er muß schließlich auch zugeben, dass er die Macht Padme zu retten noch gar nicht besitzt, obwohl er in der Oper noch behauptet, er hätte Plagueis erst getötet, nachdem er alles erfahren hätte.
                        Letzlich kann das ganze eben auch nur eine gute Geschichte sein um Anakin zu ködern.
                        Genau das liebe ich so an Star Wars. Es gibt sehr viel Spielraum zum Philosophieren und Diskutieren. Das Sidious zu Anakin sagt, er hätte die Macht Padme zu retten noch nicht, könnte ebenso eine Lüge sein. Mit den Worten "Gemeinsam werden wir dieses Geheimnis ergründen" könnte er Anakin genausogut locken.

                        Ebenso denke ich, dass eigentlich jedes Wort von Sidious wahr ist. Auch wenn er lügt. Er lügt, indem er die Wahrheit sagt. Beispiel: "Ich liebe die Demokratie." Ja genau, diese Demokratie, die es ihm so einfach gemacht hat, ein Imperium daraus zu formen, muss man als Tyrann ja lieben. Und jetzt soll nochmal jemand sagen, SW sei nicht tiefgründig

                        Ähmm, Frage an Bondurkan: Haben wir deine Frage eigentlich ausreichend beantwortet?
                        "Mich laust der Affe. Es ist Monkey Island!"

                        "Ihr verrückten, langhaarigen Bälger mit eurer Barockmusik..."

                        Kommentar


                        • #13
                          Zitat von Donar
                          Ebenso denke ich, dass eigentlich jedes Wort von Sidious wahr ist. Auch wenn er lügt. Er lügt, indem er die Wahrheit sagt. Beispiel: "Ich liebe die Demokratie." Ja genau, diese Demokratie, die es ihm so einfach gemacht hat, ein Imperium daraus zu formen, muss man als Tyrann ja lieben.
                          Jetzt bin ich endgültig davon überzeugt, dass du den SWU - Text über die Prophezeiung gelesen hast.
                          Mir gefällt der Aufsatz aber auch ganz gut und über viele Sachen kann man zumindest mal nachdenken.

                          Ich würde jetzt nicht ungeprüft soweit gehen, dass Sidious immer die Wahrheit sagt, aber es gibt schon so manche Stelle, wo er es gar nicht nötig hat komplett zu lügen.
                          Das von dir genannte Beispiel gefällt mir übrigens sehr und ich würde da auch zustimmen.

                          Und jetzt soll nochmal jemand sagen, SW sei nicht tiefgründig
                          Das wird ja vor allem gerne der PT unterstellt, - ich frage mich nur wieso es dann möglich ist seitenlang darüber zu diskutieren....

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                          • #14
                            Zitat von John Sheridan
                            Jetzt bin ich endgültig davon überzeugt, dass du den SWU - Text über die Prophezeiung gelesen hast.
                            Jepp! Da hast du mich wohl erwischt


                            Zitat von John Sheridan
                            Das wird ja vor allem gerne der PT unterstellt, - ich frage mich nur wieso es dann möglich ist seitenlang darüber zu diskutieren....
                            Tja, warum nur
                            "Mich laust der Affe. Es ist Monkey Island!"

                            "Ihr verrückten, langhaarigen Bälger mit eurer Barockmusik..."

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