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The Clone Wars [215] "Mord im Senat" / "Senate Murders"

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  • The Clone Wars [215] "Mord im Senat" / "Senate Murders"

    Als ein Mitglied des Senats unter verdächtigen Umständen zu Tode kommt, versucht Padmé, den Verantwortlichen dafür zu finden.

    Hab ich glatt verschwitzt, dass es schon vor rund 2 Wochen mit TCW weiterging. Naja, hab die Folge jetzt nachgeholt:

    Positiv ist auf alle Fälle, dass es so etwas wie eine Story gab und man sich nicht nur auf Tschinboom beschränkte (obwohl man aus nem Polit-Plot weitaus mehr hätte machen können).

    Schön, dass es Bail Organga und Mon Monthma (DAS Versäumnis von EP3) jetzt auch in die Comic-Serie geschafft haben. Auch gefiel der schrullige Inspektor, der an Columbo erinnerte. Dass die vermeintlichen Bösen nicht die Bösen sind, ist für ne Kinderserie schon nicht schlecht (zumal TCW vor ein paar Folgen mit dem Verräter so ein Negativ-Beispiel präsentierte).

    Großer Minuspunkt ist jedoch die Unlogik mit dem Truppen aufstocken, da neue Klone sowieso um die 10 Jahre Wachstum benötigen. Sprich die ganze Story erscheint ziemlich sinnlos.

    4 Sterne!
    1
    ****** eine der besten Folgen aller Zeiten!
    0.00%
    0
    ***** sehr gute Folge - hat alles, was die Serie ausmacht!
    0.00%
    0
    **** gute Folge mit unterhaltsamer Story!
    33.33%
    1
    *** vollkommen durchschnittliche Folge!
    33.33%
    1
    ** relativ schwache Folge - nicht weiter erwähnenswert!
    0.00%
    0
    * eine der schlechtesten Folgen aller Zeiten!!
    33.33%
    1

  • #2
    Bei der Einleitung hat es sich ja diesmal gelohnt genauer hinzuschauen, da man eine Phase II - Rüstung der Clonetrooper zu sehen bekommt.
    Allerdings bin ich durchaus froh, dass man im Moment noch flächendeckend die Phase I - Rüstungen hat, da diese sich in der Serie wirklich gut machen.

    Es geht in dieser Folge um die Frage ob man weitere Klone bestellt um Verluste zu ersetzen bzw. die Truppen aufzustocken.

    Hier muß ich leider sagen, dass ich die Argumentation von Padme und Co nicht verstehe. Natürlich verlängert es den Krieg wenn man seine Verluste durch weitere Klone ausgleicht, weil man damit verhindert von den Separatisten überrannt zu werden. Gleicht man seine Verluste nicht aus, wird man natürlich relativ bald besiegt werden und das, bzw. dann doch gleich ne Kapitulation, ist eigentlich nur dann empfehlenswert, wenn man einen Kampf kämpft, den man nicht gewinnen kann bzw. bei dem klar ist, dass man sowieso verlieren wird.
    Dann ist es sicherlich sinnvoll die weiße Fahne zu hießen um das Kriegsleid der Bevölkerung zu reduzieren, aber das ist ja sicherlich nicht der Hintergrund der Initiative.

    Die Forderung nach Diplomatie ist an und für sich ja ganz schön, aber man hat ihr durch die Darstellung der Separatisten leider die Grundlage entzogen. Es fühlt sich hier einfach so an, als wenn Sarah Connor vorgeschlagen hätte mit dem Terminator zu verhandeln, nachdem Kyle ihr schon gesagt hat, dass man mit ihm nicht vernünftig reden kann.
    Wo soll denn bitte die Grundlage für Diplomatie sein? Die Separatisten werden von Dooku und einer Bande Banker und anderer Wirtschaftsfinsterlinge angeführt und die wollen Krieg.
    Es wäre schön wenn man noch die friedlichen separatistischen Welten hätte, die Dooku mal in Episode II gegenüber Handelsföderation und Co vertreten hat und die mutmaßlich einfach nur von der Republik in Ruhe gelassen werden wollten, denn dann hätte man durchaus eine Grundlage für eine diplomatische Lösung, aber das wurde ja leider schon früh nach Episode II aufgegeben und durch die vereinfachte Darstellung ersetzt.

    Das trägt schon zu einen ganz wichtigen Problem bei, das ich beim ersten Ansehen hatte:
    Die versammelten Senatoren (das betrifft jetzt eigentlich sowohl die „Guten“ als auch die „Bösen“, aber mehr wohl noch die „Guten“) überzeugten mich einfach nicht. Ich habe es vielmehr als höchst skurrile Darbietung empfunden, so in etwa wie Clowns, die durch eine ernste Handlung stolpern, wie die Muppet Show, oder so als wenn sich Napoleon in einen kleinen von außen abgeschlossen Raum mit Dschingis Khan unterhalten würde.
    Wie gesagt, ein ganz merkwürdiges Gefühl sich diese Senatoren beim ersten Mal anzusehen, aber man muß auch erwähnen, dass es sich beim mehrmaligen Ansehen glücklicherweise etwas normalisiert hat.

    Doch beim ersten Mal Sehen waren die Dialoge der Senatoren ziemlich übel. Speziell Onaconda Farr ist ein elender Schaumschläger, der erstmal bei seiner Selbstdarstellung ziemlich dick aufträgt und kurz darauf Bail über die politischen Vorzüge von Padme aufklärt....mag ja sein, dass er recht hat, aber ein Thema für den Weg zwischen Büro und Senatskammer ist es dennoch nicht.
    Und dann dieser „Aufregend – Furchterregend“ –Wortwechsel, als wenn sie Touristen im Senat wären und nicht ihrer täglichen Arbeit nachgehen würden....:rolleyes:

    An Padme gefällt mir, dass sich ihre Stimme wieder mehr nach ihr anhört; in einigen früheren Folgen (Senate Spy) klang sie imo sehr eigenartig.
    Die Rede war zumindest ansprechend inszeniert und anders als bei der ersten Senatssitzung in „Duchess of Mandalore“ bekommt man auch eine nette Rückmeldung wie die Rede aufgenommen wird....wobei....sind die Gran nicht üblicherweise eher für den Krieg?
    Die Musik war in der Szene auch sehr schön.

    Die „bösen“ Senatoren sind leider so finster wie die „guten“ Senatoren lächerlich sind und scheiden damit nach dem Mord in der Tat leider aufgrund zu starker Offensichtlichkeit als Verdächtige aus.
    Ich finde es schade, dass Senator Deechi im Verlauf der Folge –imo unnötigerweise- stirbt und damit sofort wieder aus der Serie ausscheidet, denn eigentlich fand ich ihn nicht übel. Vielleicht wird es ja noch eine Folge mit ihm geben, die vor seinem Tod spielt; mit einen verständlichen chronologischen Ablauf der Gesamthandlung hat es TCW ja leider nicht so....
    Hat jemand genaue Infos zum Synchronsprecher? Ist das nicht Rolf Schult?
    Ich fand seine Kritik auf jeden Fall cool: „Eure Rede war geradezu unpatriotisch.“

    Kurz darauf sind die Senatoren schon wieder dabei sich mit Eigenlob zu überschütten bevor sie von Padme und der Senatorin Burtoni richtigerweise gestoppt werden.

    Der Kommentar, dass Amidalas Worte zum ersten Mal in ihren Leben einen Sinn ergeben würden, war ziemlich fies, aber auch ebenso lustig und angesichts der vom Nachrichtensprecher vorgestellten Argumentation leider gar nicht so unangebracht.

    Dass Kamino einen Sitz im Senat hat finde ich eigentlich eine interessante Idee, da sie für den Krieg der Republik natürlich von entscheidender Bedeutung sind. Andererseits schienen die Kaminoaner im AOTC eher isolationistisch veranlagt zu sein und wenn sie wirklich ein Interesse an einer Beteiligung an der Republik gehabt hätten, hätten sie zu diesen Zeitpunkt ja im Prinzip schon mindestens 10 Jahre Zeit für eine Annäherung gehabt, aber dagegen mag man auch mit Geheimhaltungsgründen argumentieren können. Fraglich ist auch ob Kamino nun wirklich Mitglied in der Republik ist oder nur einen Sitz im Senat hat, die Erklärung klingt eher nach letzterem. In diesem Fall sollte es theoretisch kein Problem für die Kaminoaner sein sich nach den Krieg wieder zurückzuziehen.
    Im Moment scheinen sie die gewonnen Einflußmöglichkeiten aber doch sehr zu genießen, denn der Vorwurf gegenüber der Senatorin lautet ja, dass sie sich übermäßig viel rausnehmen würde.
    Btw. wenn die „guten“ Senatoren realistisch dargestellt und bissig wären, könnte sie die Gegenposition sehr gut dadurch angreifen, dass sie auf den Interessenkonflikt hinweisen, wenn sich eine kaminoanische Senatorin dafür einsetzt, dass weitere Klone von den Kaminoanern bestellt werden.

    Senatorin Burtoni entspricht nicht wirklich dem Bild, dass man bisher von den Kaminoanern hatte, was wohl daran liegt, dass sie alt ist und dank dem Stock und den Kopfschmuck etwas kauzig und offensichtlich niederträchtig (wohingegen die anderen Kaminoaner kalt bis durchaus freundlich wirkten) wirkt. Aber warum sollte es das nicht geben und ich mag die Senatorin auf jeden Fall und würde sie durchaus gerne wiedersehen.

    Onaconda Farr trumpft erneut groß auf und vertreibt die Senatorin wobei er leider reichlich aufgeblasen rüberkommt und dann darf er ein weiteres Mal auf seine furchtbaren Schuldgefühle herumreiten bevor er endlich zu Boden geht und das Zeitliche segnet....ok, das war fies......aber wenn man mit diesen Getue von Onaconda Farr erreichen wollte, dass man eine Beziehung zu ihm aufbaut, damit er einem dann leid tun kann, wenn er stirbt, ist das nach hinten losgegangen, es ging mir nämlich ganz gewaltig auf die Nerven.

    Zu allem Überfluß bekommt er auch noch ne Traurerrede, die es nun wirklich nicht mehr gebraucht hätte. Dass er so viele Fehler hatte aber für alle nur das Beste wollte, hatte man schon bei den ersten beiden Malen mitbekommen. :rolleyes:

    Wie der Sarg dann weggebracht wurde und das Schiff wegflog war aber ganz ordentlich inszeniert und es war sogar ein kleines Stücken aus dem Episode III-Soundtrack zu hören.

    Ich frage mich wann die Folge produziert wurde:
    Einerseits gibt es sehr schön neu designte Senate Guards, die nun –wenn auch kurze- Umhänge und die „richtigen“ Helme haben , aber andererseits hat mir Corsucant irgendwie nicht so richtig gefallen, - das sah imo schonmal besser aus.

    Btw. bringt die Folge auch ein zweimaliges kurzes Wiedersehen mit Satine.
    Wenn ich ehrlich bin, fand ich das ja etwas früh, ein paar Folgen später wäre das sicher besser gekommen.
    Überhaupt ist die Positionierung der Folge nicht unbedingt glücklich. Nach der ebenfalls politisch geprägten Vorgängerfolge wäre hier imo z.B. eine lockere Abenteuergeschichte die bessere Wahl gewesen, - das macht es einfach abwechslungsreicher.

    Entgegen der letzten Folge, wo es keine Ermittlungen nach dem Anschlag auf Satine gab, funktioniert diesmal die Polizeiarbeit und ein Inspektor Divo taucht auf (btw. wäre es imo gar nicht übel gewesen, wenn er schon in der letzten Folge kurz zu sehen gewesen wäre, - also nur kurz im Hintergrund und ohne Text).

    Die Figur Divo hat mir nicht so gut gefallen, da das doch schon etwas sehr comicmäßig war.
    Der Typ allerdings ist klasse:
    Divo: „Ich finde schon heraus, wer Senator Farr etwas antun wollte, das heißt ihn töten wollte, das ist korrekter in Anbetracht seines Todes.“
    Lolo: „Niemand wollte seinen Tod, er war überaus beliebt.“
    Divo: „Tja, das war er offensichtlich nicht bei allen, sonst wäre ich wohl nicht hier, sondern er.“
    ....
    Divo: „Gift was sonst.....des Politikers liebste Methode....das ist doch immer das gleiche, jeder Politiker hat eine Leiche im Keller, aber irgendwann gräbt sie einer aus und er ist dran....habe ich nicht recht?“
    Herrlicher Shot, wie die ganzen Galgenvögel nach dieser Bemerkung dann wie aufgereiht dastanden, - Kompliment, das war richtig gut.

    Divo hat sich wirklich etwas zu sehr auf den „die Leiche im Keller“-Grund festgelegt, gerade weil die umstrittene Gesetzesvorlage als motivierender Anlaß sehr deutlich im Raum steht und damit auf jeden Fall in die Ermittlungen einbezogen werden müsste.
    Dennoch finde ich Divos Verärgerung, dass Padme sich einmischt absolut verständlich.
    Divo: „Ich bin der Inspektor und ihr die Senatorin, also schlage ich vor, ich werde weiter inspizieren und ihr werdet weiter „senatorieren“.“ –Ist schon herrlich-

    Natürlich kommt es anders und Padme setzt sich in den Kopf selber Ermittlungen anzustellen.....ich find’s ehrlich gesagt ziemlich kindisch.
    Man mag argumentieren, dass Padme auch in anderen Situationen schon so gehandelt hat , aber ich halte die Fälle die mir gerade so einfallen nicht für wirklich vergleichbar mit dem hier, - allein schon weil sie in Episode I und Episode II Verbündete (v.a Jedi) hatte, die sich mit dem was getan werden sollte grundsätzlich auskannten, aber hier fehlt sowohl Padme als auch Bail jede Qualifikation kriminalistische Ermittlungen durchzuführen (auch wenn Padme versucht sich etwas anderes einzureden).
    Auch kann ich nicht finden, dass Divo grundsätzlich einen nicht vertrauenswürdigen Eindruck gemacht hätte, er war halt komisch und vielleicht unsympathisch aber mehr auch nicht. Als kleines Pro-Argument für Padmes Entscheidung kann man aber anführen, dass er sich (zumindest augenscheinlich ) zu früh auf das Mordmotiv festgelegt hat.
    Dennoch werde ich den Eindruck nicht los, dass Padme vor allem handelt, weil sie sich selbst etwas beweisen will, - was vor allem in ihrer anfänglichen Weigerung Bail mitzunehmen zum Ausdruck kommt.

    Mon Mothma macht in dieser Szene einen guten Eindruck. Sie erscheint als recht überlegt und gar nicht mal unclever, sie leitet sogar unbemerkt das Gespräch ein bißchen und lenkt es so......wirklich gar nicht schlecht und recht angenehm.
    Die Figur gefällt mir auch....sehr interessante Mimik....gerade zu Beginn der Folge sah sie einmal nicht sehr zufrieden aus, hat mir gut gefallen.
    Btw. ist es irgendwie lustig, dass sich der ganze Hintergrund der Figur Mon Mothma alleine aus Büchern, Comics etc. ergibt.
    Wenn ich es recht überblicke wurde bisher in keinem gefilmten Material ihr Name erwähnt.....in ROTJ seinerzeit blieb sogar ihre Funktion und der Grund warum man sie ans Mikro gelassen hat im Dunklen......also an die Macher von TCW: Gebt euch einen Ruck und laßt jemanden endlich ihren Namen aussprechen.

    Bail agiert in der Szene insgesamt auch recht vernünftig und da man damit anhand von Bail und Mon Mothma sehen kann, dass es ganz gut geht auch die „guten“ Senatoren“ passabel darzustellen, frage ich mich um so mehr warum die Dialoge zu Beginn der Folge so grausam sein mußten.

    Das Büro der Finsterling-Senatoren war aufgrund des durch die Jalousie interessanten Lichteinfalls und der roten Farbgebung sehr schön – könnte man gerne noch häufiger sehen.
    Extrem schwach, dass Padme und Bail es den Finsterlingen offenbar direkt auf die Nase gebunden haben, dass sie sie verdächten Onaconda umgebracht zu haben....kein Wunder, dass Deechi lacht.
    Die Erwiderung von Burtoni war auch zu köstlich: „Jedes Mal wenn der verwirrte Ono etwas von sich gab, hatten wir ein amüsantes Zitat mehr für unsere Spendengala....“ --> Das kann man sich sehr gut vorstellen.
    Die Ehrlichkeit von Burtoni war auch erfrischend: „Fürs Protokoll, ich hatte nicht den mindesten Respekt vor Onaconda.“

    Dennoch ist der Besuch nicht umsonst und Deechi gibt in seiner bekannt liebenswürdigen Weise den nächsten Hinweis heraus.
    Im Grunde riecht das Ganze 10 Meilen gegen den Wind nach einer Falle um die unliebsamen Schnüffler an einen dunklen Ort zu locken und sie aus den Weg zu räumen, aber Padme geht natürlich dennoch und das schlimmste ist, es war am Ende wahrscheinlich auch noch ehrlich von Deechi gemeint,.....naja.....

    Ich kann nur hoffen, dass Anakin gerade nicht auf Coruscant war (was ja durchaus wahrscheinlich ist) und Padme nicht einfach nur aus Stolz ganz alleine in diese potentiell lebensgefährliche Situation hineinläuft.
    Btw. was ist eigentlich mit Captain Typho (auch wenn er erwähnt wird) und den ganzen Leibwächterinnen von Padme? Haben die Urlaub oder was?

    Das Sicherheitspersonal von Bail scheint auch nicht funktionsfähig zu sein, aber zumindest redet er Padme gut ins Gewissen (was wohl auch die Aufgabe ist, die er nach Mon Mothmas Vorstellung übernehmen sollte), - auch wenn es nichts bringt, da Padme sich seine Kommentare offenbar ziemlich gleichmütig anhört.
    Wie sie dann grinsend ihre Pistolen ziehen, war dann schon wieder nicht so schön.

    Natürlich zeigt sich auf dem Frachthafen schon bald eine dunkle Gestalt und eine Kran wird in Bewegung gesetzt, der einen schönen Frachtcontainer auf Bail und Padme fallen lassen soll,...tja das wäre ein schöner Unfall geworden.....

    ....aber Padme bemerkt den Container noch und schubst Bail aus der Gefahrenzone bevor sie sich selbst in Sicherheit bringt....
    Ähm....Bail ist über 1.90 m groß und von seiner Statur ausgehend alles andere als ein Leichtgewicht, wie soll es Padme bitte gelingen diesen „Koloss“ wegzuschubsen?
    Aber gut, dass Frauen anscheinend regelmäßig von radioaktiven Spinnen gebissen werden und ganz erstaunliche Körperkräfte entwickeln ist ein generelles Problem im modernen Hollywood und damit nicht nur der Folge oder TCW alleine anzulasten.

    Die kleine anschließende Schießerei und Verfolgung ist im Grunde Standartkost und führt am Ende natürlich zu nichts.

    Divos Kommentar zu der Aktion war genial:
    Divo: „Senatorin Amidala, ich schlage vor, dass ihr euch einen baldigen Gehörtest unterzieht.“
    Padme: „Lt.?“
    Divo: „Ich meine laut und deutlich gesagt zu haben, dass ich keine Einmischungen in meine Ermittlungen wünsche, nun muß ich doch davon ausgehen, dass ihr mich nicht gehört habt.“
    Der TOP-Spruch der Folge und einer der besten Sprüche von TCW bisher. Schade, dass er so sperrig und damit abseits einer dafür geschriebenen Folge kaum alltagstauglich ist.

    Den Mord an Senator Deechi erachte ich als völlig überflüssig. Deechi hatte seine Informationen schon weitergegeben und dass er noch mehr wußte ist für mich nicht ersichtlich (warum hätte er was verschweigen sollen, wenn er schon zur den Ermittlungen beitragen wollte?)

    Divos Kommentar auf Lolos Sicherheitsbedenken fand ich wieder sehr schön:
    Divo: „Ach sowas absurdes, selbst wenn der Killer die Sicherheitssperre durchbricht, ist es mehr als unwahrscheinlich, dass alle auf einmal draufgehen.“

    Wie dann der Verdacht auf Burtoni fällt ist ganz ordentlich gemacht. Wäre sie nicht so offensichtlich finster, wäre sie auch eine gute Kandidatin gewesen, da es rückblickend durchaus so erscheint als wenn sie bei den anderen Senatoren erschienen wäre um das Getränk zu vergiften.
    Auch der Kommentar zu dem Verdacht Lolo angegriffen bzw. Ono getötet zu haben ist wieder sehr erfrischend: „Sollte ich jemals wirklich jemanden angreifen, hoffe ich, dass es jemand Bedeutenderes ist.....Ono war ein harmloser Wicht, da mach ich mir doch nicht die Hände schmutzig.“

    Divo ist einigermaßen weit gekommen, indem er die Herkunft des verwendeten Gifts ergründet hat. Doch, dass ihm nicht auffällt, dass Lolo Rodianerin ist und demnach von den Gift getötet hätte werden müssen und er erst von Padme auf diesen einfachen Sachverhalt hingewiesen werden muß, ist im Grunde schon wieder ein wenig glaubhafter dummer Fehler. Auch ist es nicht wirklich passend, dass Burtoni alle Gläser auf einmal vergiftet haben soll und nicht nur das von Ono.
    Ich hätte es ja ehrlich gesagt lustig gefunden, wenn Padme die ganze Folge über sinnlos im Nebel gestochert hätte und Divo am Ende alles ganz locker aufgeklärt hätte.

    War aber dennoch ein cooler Moment, wo Padme klar wird, dass Lolo nicht getrunken hat und Lolo damit als Täterin enttarnt wird.
    Dass Lolo ihre Tat dann sofort zugibt und versucht zu entkommen anstatt sich herauszureden ist imo ein durchaus gängiges Stilmittel des Krimis und damit nicht übermäßig kritikwürdig.

    Problematischer fand ich, dass Lolo plötzlich eine Pistole zieht. Ich meine das ist der Senat, da gibt es doch bestimmt Sicherheitskontrollen. Palpatine mußte sein Lichtschwert ja sogar in einer Statue verstecken um es in das Gebäude zu bekommen.

    Das Motiv von Lolo finde ich an und für sich nicht übel, aber ich würde gerne mal sehen, wie es zu dieser Zeit auf Rodia aussieht, einfach um einschätzen zu können, welche Auswirkungen Onos Entscheidungen tatsächlich gehabt haben.

    Btw. kann jemand den „fiesen“ Blick von Palpatine in der Szene einordnen? Sollte damit was besonderes ausgesagt werden?

    Divo darf zumindest nochmal etwas beitragen indem er die Polizeidroiden aktiviert, - schade, dass er am Ende dann nicht noch irgendwas sagen durfte. Bei Divo vermute ich eigentlich, dass man ihn nicht wiedersehen wird, auch wenn er ziemlich unterhaltsam war.

    Wie Padme Lolo die Waffe aus der Hand schlägt und anschließend beherzt ausknockt (da möchte man nicht im Weg stehen) hat mir hervorragend gefallen.
    Man sieht, dass man Padme glaubhafte Actioneinlagen geben kann ohne sich dabei so einen abzubrechen wie zuvor in der Folge.

    Die Initiative der „guten“ Senatoren scheitert –wie es im Grunde zu erwarten war- und Palpatine darf wunderbar scheinheilig versichern, dass er diese Maßnahme persönlich ja nicht befürwortet. Hat mir auch gut gefallen wie er seinen Arm so väterlich auf Padmes Schulter gelegt hat, - schönes Ende.

    Fazit:
    Die Folge macht es einem mit der Bewertung nicht so ganz einfach.
    Zu einem muß ich sagen, dass ich die skurrile Darstellung der Senatoren besonders in der ersten Hälfte der Folge als reine Qual empfunden habe, was dementsprechend auch ein ganz gewichtiger Kritikpunkt ist, der sich stark auf die Wertung auswirkt.
    Allerdings ist auch festzuhalten, dass der von den Senatoren ausgehende negative Effekt bei häufigeren Sehen der Folge deutlich nachläßt.
    Hinzu kommen noch eine ganze Reihe kleinere Kritikpunkte, wie die nicht immer glückliche Darstellung Padmes oder das Konstrukt, dass Senator Deechi Padme bei ihren Ermittlungen hilft.
    Doch die Folge hat auch ihre Stärken, so überzeugt Inspektor Divo als Charaktere und sorgt mit seinen Sprüchen für einige gute Lacher.
    Auch haben mir viele Aussagen von Senatorin Burtoni gut gefallen und die Auflösung der Geschichte war auch sehr ordentlich.
    Ich werfe also alles was für die Folge spricht mit maximalen Gewicht in die Waagschale, vergebe 3 Sterne und verschiebe die Entscheidung ob diese Folge oder „The Mandalore Plot“ (ich hoffe jedenfalls, dass es bei diesen beiden Kandidaten bleibt) die schlechteste Folge der Staffel war auf die Staffelgesamtwertung.
    Nachdem man nun viermal in Folge unterhalb von 5 Sternen geblieben ist, ist festzustellen, dass TCW in der zweiten Hälfte von Staffel 2 eine kleine Krise durchmacht.

    ***

    Kommentar


    • #3
      Vielleicht gefällt mir die Folge, wenn ich so noch mal sehe, besser, aber bisher ist es die für mich langweiligste und schwächste TCW-Folge. Mehr als zwei Sterne * * sind nicht drin. Zwar gab es eine Story, einen Krimi mit politischem Hintergrund, aber die Umsetzung konnte mich nicht überzeugen. Der Inspektor war zwar ziemlich witzig, hat aber außer einer Analyse des Giftes nichts gebracht. Hätte Padme mit dem Inspektor, den sie nicht mochte, wirklich zusammenarbeiten müssen, hätte das eine gute Folge werden können.

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