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The Clone Wars [301]"Klonkadetten" / "Clone Cadets"

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  • The Clone Wars [301]"Klonkadetten" / "Clone Cadets"

    Fünf eigenwillige Klonkadetten mühen sich, ihre Ausbildung auf der Wasserwelt Kamino abzuschließen. Sie haben Probleme, als Gruppe zusammenzuarbeiten und müssen lernen, ihre Zukunft als Soldaten bewusst anzunehmen, bevor sie die Akademie verlassen können.

    Gestern schrieb ich ja noch im Allgemeinen-TCW-Thread, dass ich eigentlich keinen wirklichen Bock hätte, mir die dritte Staffel TCW anzusehen. Allerdings bin ich nach ein paar Minuten im Projektstarwars-Forum dann doch schwach geworden.

    Ein netter kleiner Staffelauftakt. Jetzt nichts wirklich Besonderes. Man sieht die Ausbildung der Klone und etwas Kamino. Nett das Detail, dass der eine Ausbildner aussieht wie einer der Gäste in der Kneipe auf Tattooine von EP4. Insgesamt, sagen wir mal durchschnittlich (kein Vergleich zum starken Auftakt von S2):

    3 Sterne!
    1
    ****** eine der besten Folgen aller Zeiten!
    0.00%
    0
    ***** sehr gute Folge - hat alles, was die Serie ausmacht!
    28.57%
    2
    **** gute Folge mit unterhaltsamer Story!
    14.29%
    1
    *** vollkommen durchschnittliche Folge!
    42.86%
    3
    ** relativ schwache Folge - nicht weiter erwähnenswert!
    0.00%
    0
    * eine der schlechtesten Folgen aller Zeiten!!
    14.29%
    1

  • #2
    Der Auftakt der dritten Staffel wirft also einen Blick auf die Ausbildung der Klone.

    Kamino ist sehr gut gelungen, - schon die erste Außenansicht der Stadt weiß zu überzeugen.
    Die außen liegenden Plattformen mit dem Regen und der Gang und der Audienzraum von Lama Su kommen dem Film sehr nah.
    Der Blick in die Quartiere der Klone war sehr interssant. In einen solchen „Schrank“ würde ich persönlich nicht gerne schlafen, aber es paßt hervorragend zu Kamino und in Tokyo gibt es ja anscheinend sogar Hotels mit solchen Schlafwaben.

    Die Trainingsarena, in der ein großer Teil der Folge spielt, erinnert ziemlich an „Star Trek“, - mit dem Gitternetz natürlich in erster Linie an ein TNG-Holodeck, aber im Allgemeinen vom Design her auch an so manche „Sporthalle“ in „Star Trek“.
    Auch diese minimale Umgebung in all ihrer Künstlichkeit paßt zu Kamino und wird sicherlich ihren Zweck erfüllen, ich hätte es allerdings auch toll gefunden, wenn man einen noch weiteren Blick von der gewaltigen Halle in der sich die Arena befindet bekommen hätte und man gesehen hätte, dass in den verschiedenen Arenen die verschiedensten Planetenumgebungen realistisch nachgebildet worden wären, - das hätte bestimmt toll ausgesehen.

    Die Trainingsrüstungen der Klone gefallen mir insgesamt ganz gut.

    Während der Übung sieht man, dass das Klonteam kein bißchen eingespielt ist (ich finde das eigentlich schon etwas übertrieben, wenn das so mies funktioniert haben imo nicht nur die Klone versagt.....das Training ist ja nun mutmaßlich nicht erst gestern losgegangen.).
    Btw. „Domino“ scheint die offizielle Bezeichnung des Teams zu sein, angesichts des Abschneidens der Einheit bekommt die Bezeichnung aber etwas ziemlich bösartiges und für den Zuschauer auch eine gewisse Komik.

    Die Probleme der Klone werden im Detail zwischen Shaak Ti und den beiden Ausbildern besprochen.
    Ich liebe das herablassende „Und dann der da“ des deutschen Sprechers des „bösen“ Ausbilders.

    Zu den beiden Kopfgeldjägern:

    Ich bin zugegebenermaßen ein großer Fan eines harten Stils, bei dem der Lehrer sich durchaus auch mal mit unfairen Aktionen als Gegner inszeniert und so ein herausforderndes Hindernis darstellt, dass der Schüler überwinden kann.
    Richtig angewendet ist der positiv zu erzielende Effekt enorm, in der Schule (bei der Soldatenausbildung wohl weniger wichtig) kommt es dabei natürlich vor allem darauf an nur jene Schülern solchen Methoden auszusetzen die positiv mit Trotz und in Folge dessen mit einer deutlichen Leistungssteigerung reagieren, denn die Kehrseite der Medaille ist natürlich, dass man einen Schüler damit auch wirklich kaputt machen kann.
    Das Problem ist, dass ich absolut nicht davon überzeugt bin, dass der „böse“ Ausbilder hier diese Strategie verfolgt, er könnte ohne weiteres auch einfach nur böse sein.
    Es wäre ziemlich leicht gewesen eine oder mehrere Szenen einzubauen, die einen hinter die Fassade des Ausbilders blicken lassen. Man könnte das zum Beispiel durch ein Gespräch zwischen den beiden Ausbildern erreichen oder bewährterweise auch durch ein letztes Zusammentreffen Ausbilder-Klon, da braucht es dann nichtmal Dialog, Körperhaltung und Blicke würden ausreichen.
    Eine solche klärende Szene gibt es imo aber nicht, stattdessen gibt es die Nummer mit den entfernten Kletterseilen, die auf Basis der von der Folge bereitgestellten Informationen zum sicheren Nichtbestehen der Prüfung führen müßte (der „böse“ Ausbilder ist ja auch fest davon überzeugt, dass die Einheit versagen wird).
    Zumindest einige der Klone haben imo schließlich bei weitem nicht bloß ein Einstellungsproblem sondern ein echtes Kompetzenzproblem.
    Wenn man dem „bösen“ Ausbilder eine gute Absicht unterstellen will, dann kommt imo nur die in Frage, dass er den Rest der Armee vor den in seinen Augen minderwertigen neuen Soldaten schützen will, da sie auf Grundlage der in der Folge gezeigten Performance natürlich auch eine Gefahr für den Rest der Truppe wären.

    Will man den anderen Ausbilder positiv sehen, so kann man natürlich anführen, dass er sich sehr für das Schicksal der Klone interessiert, andererseits zeigt er imo zumindest auch bedenkliche Ansätze zum Luschentum.
    So gut die Absichten solcher Personen auch sein mögen, so gefährlich können die Folgen ihres Handels sein, da es imo regelmäßig zu einer Herabsetzung der Leistung, in diesem Fall also letztlich zur Qualität der Armee führt.

    Unabhängig davon was man von den beiden Ausbildern hält und welchem man eher zugeneigt ist, ist vor allem ihr Zusammenwirken bedenklich. Das parallele Zusammenwirken dieser so unterschiedlichen Typen und Philosophien führt bei den auszubildenden Soldaten imo praktisch zwangsweise zu Irritationen und in folge dessen eventuell zu Defiziten in der Ausbildung.
    M.E. wäre es besser die beiden Ausbilder unterschiedlichen Bereichen zuzuteilen.

    Schließlich muß ich auch noch sagen, dass ich Schwierigkeiten mit dem Konzept habe, dass die Klone von Kopfgeljägern ausgebildet werden sollen.
    Irgendwie sind Kopfgeldjäger in "SW" mehr und mehr wahre Alleskönner.
    Ich halte es für möglich, dass zumindest bestimmte Kopfgeldjäger die Klone in Kampftechniken unterrichten können, aber zum Soldatentum gehört mehr und davon haben Kopfgeldjäger üblicherweise keine Ahnung.
    Es ist natürlich immer noch möglich, dass diese beiden speziellen Kopfgeldjäger früher mal selbst Soldaten waren (naja, wohl nur der „Böse“), aber das muß dann auch irgendwann erwähnt werden!

    Interessanterweise sind Angehörige der Spezies‘ der beiden Kopfgeldjäger auch in der Cantina-Szene von ANH zu sehen, - der „Böse“ ist mir allerdings nie aufgefallen.

    Shaak Ti weiß zu überzeugen, sowohl was ihre sehr starke optische Umsetzung betrifft als auch in ihrer Rolle als Jedi.

    Lama Su wurde auch gut umgesetzt, allerdings verändert die Stimme den Charakter im Vergleich zu Episode II deutlich. In Episode II war Lama Su zwar kühl, aber imo nicht unsympathisch, in dieser Folge nun wirkt er eiskalt, aber das paßt imo auch gut, - v.a eben zum Gespräch das er mit Shaak Ti führt.

    Der Auftritt der ARC-Trooper war mir zu effekthaschernd.
    Der Sinn des Auftritts ist im Grunde gering bis nicht vorhanden, vor allem ging es wohl darum dem Zuschauer ein „Seht mal, wir haben ARC-Trooper“ zuzurufen.
    Allerdings war der ARC-Trooper recht schön designt und man bekam einen Blick auf den Phase II – Helm, allderdings gefällt mir der Phase I – Helm zumindest in Verbindung mit „TCW“ irgendwie besser.
    Naja, mal sehen ob Rex und Co irgendwann neue Ausrüstung bekommen....

    Der zweite Einsatz des Domino-Squads dient schon etwas als Füllmaterial , bringt aber doch zumindest die Erkenntnis, dass einige Mitglieder sich verkrampfen und bereit sind für einen Erfolg Grundregeln außer acht zu lassen (ein Kamerad wird „zurückgelassen“), was konsequenterweise zu einen sofortigen Abbruch und zu einen deutlichen Ansch*** seitens des ARC-Troopers führt.

    Es folgen mehrere Gespräche:
    Die beiden Ausbilder tauschen ihre grundsätzlichen Positionen aus, zwei Klone versuchen sich von Shaak Ti zu einer anderen Einheit versetzen zu lassen, der „böse“ Ausbilder konfrontiert einen der Klone und Heavy hat schließlich ein Gespräch mit 99.
    Abgesehen vom Gespräch mit 99 war da imo wenig gehaltvolles und zielführendes dabei.

    99 empfinde ich übrigens als sehr gelungenen und interessanten Charakter. Ich würde gerne mehr von ihm sehen und vor allem auch außerhalb von TCW (in einen Roman) mehr über ihn erfahren.
    Ich denke auch, dass die Nummer 99 darauf hinweist, dass er einer der ersten Klone ist.

    Die Domino-Einheit darf also ihren Test wiederholen und man „beschließt“ es diesmal zu schaffen.
    Und siehe da, wie durch Zauberhand (nein, die geführten Gespräche sind dafür keine ausreichende Erklärung), läuft alles viel besser, heroische Musik ertönt (die Inszenierung ist auf jeden Fall sehr cool) und die Kommentare des „guten“ Ausbilders werden geradezu euphorisch.
    Mir war diese Entwicklung von „totale Versager“ hin zu „die beste Einheit, die ich je gesehen habe“ zu krass. Es hätte doch auch gereicht, wenn sie einfach ihren Test bestanden hätten.

    Ich muß auch nochmal kurz auf die Nummer mit den Kletterseilen eingehen.
    Imo müßte schon die bloße Tatsache, dass die Klone ohne ihre Kletterseile vor dieser Wand stehen, zum Nichtbestehen des Tests führen.
    Ich bin sicher nicht überkorrekt, wenn ich davon ausgehe, dass vor dem Einsatz die Ausrüstung auf Vollständigkeit und Funktionsfähigkeit überprüft werden muß.
    Ich kontrolliere meine Arbeitsmaterialien auch bevor ich das Haus verlasse und dabei geht es nicht um Leben und Tod.

    Mithin stimmt es natürlich, dass die anderen Klone auch nie Kreativtät bei der Erkletterung der Zitadelle zeigen mußten, da sie ja ihre Seile hatten.

    Es folgt ein zweites sehr schönes Gespräch zwischen Heavy und 99, in dem Heavy seine Auszeichnung an 99 gibt und verspricht, dass man sich wiedersehen wird.
    Dank der unchronologischen Struktur der Serie weiß man allerdings schon, dass es dazu nicht kommen wird.

    Die Rede von Shaak Ti und der Aufbruch der Klone zu ihren Einsatzorten bilden den passenden und sehr stimmungsvollen Abschluß der Folge.

    Fazit:
    Mhm...tja was soll ich sagen....
    Vielleicht beginne ich mit der Story.
    Die Folge wirft ein Problem auf: Die Domino-Einheit ist nicht bereit für die Anforderungen des Krieges.
    Daraus ergibt sich typischerweise eine dreigliedrige Storystruktur, bestehend aus Problem, Weg und Lösung.
    Das Problem was die Folge hat, ist dass die beiden anderen Elemente der Storystruktur nicht vorhanden sind.
    Es gibt keinen Weg, es gibt ne Menge „Gequatsche“, das aber wenig bis nichts bringt.
    Und es gibt keine Lösung, die Domino-Einheit „beschließt“ einfach mal den Test diesmal zu bestehen.
    Abgesehen mal von der daraus resutlierenden Storyarmut kann die Folge damit schlimmstenfalls auch ein sehr zweifelhaftes Signal an junge Lernende senden, denn zu beschließen, dass sich etwas ändert ist zwar von entscheidender Wichtigkeit aber grundsätzlich nur der erste Schritt, auf den typischerweise sehr viel und sehr harte Arbeit folgt/folgen muß.
    Die Folge macht es sich hier unnötigerweise zu einfach. Unnötig, weil in der Folge eine Menge wenig gehaltvolles Füllmaterial steckt (ich würde sagen das macht fast 50 % der Folge aus); stattdessen hätte man also zeigen können wie die Klone an sich arbeiten und vor dem Wiederholungstest üben.
    Das klingt jetzt irgendwie vernichtend, naja, ich denke unterm Strich ist die Folge vom Unterhaltungswert her unterer Durchschnitt.
    Ich vergebe 3 Sterne, - schwächster Staffelauftakt von TCW.

    ***

    Kommentar


    • #3
      Nach langem warten bin nun auch ich in den Genuss der dritten Staffel gekommen und möchte folgerichtig bei dieser Gelegenheit meinen Senf zum Besten geben.

      Die Folge "Klonkadetten" ist, wie ich finde, ein sehr guter Anfang für diese Staffel.
      Sie enthält all das was ich mir von "The Clone Wars" erhoffe. Neben neuen Charakteren haben wir Altbekannte. Mit "Nummer Neunundneunzig" findet hier auch ein gänzlich anderer Klon, im Vergleich zu den bisherigen, einzug ins Geschehen.
      Ein weiterer Pluspunkt ist das wir hier erfahren wie die Klone auf dem Rishi-Aussenposten zu ihrem Namen gekommen sind.
      Darüber hinaus mag ich Filme und Serien-Folgen wo die Charaktere etwas fürs Leben, und vor allem über sich selbst, lernen.

      Diese Folge bekommt die volle Punktzahl von mir.
      Neun von neun Sterne. (Ist ein bisschen präzieser! )

      Mit freundlichen Grüßen

      Iker Tao-Anu
      Jor-El:
      "
      What if a child dreamed of becoming something other than what society had intended for him or her?
      What if a child aspired to something greater
      ?"

      Kommentar


      • #4
        Die Serie heißt zwar "The Clone Wars", aber eigentlich will ich Jedi gegen Sith kämpfen sehen, und nicht Klone gegen Droiden, und schon gar nicht das Training auf dem "Holodeck", und eine Jedi, die nur rumsteht und hohle Phrasen drischt. Ein Stern * für eine sehr langweilige Folge, die nicht einmal visuell etwas zu bieten hat.

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