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FF: Dunkle Schatten

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  • FF: Dunkle Schatten

    Hi,

    hier mal meine neueste FF Arbeit, Friendship/Romanze/Humor. Quer feld ein, was noch dazu kommt entscheidet sich immer nach dem jeweiligem Kapitel. Anmerkungen und Kritiken sind immer Willkommen. Zum Titel sei angemerkt, der passt nicht wirklich (oder noch nicht), aber mir fiel nichts ein.
    Wer Tipps oder Vorschläge hat, nur zu.

    Gruß,
    McKay

    ------------------------------------------------------------------------

    Characktere: Weir, McKay, Sheppard, Zelenka, Teyla, Beckett, ????
    Kategorie:
    Spoiler: Ich denke ein bissl von Der Überlende bis Chaya
    Anmerkung: Was immer auch diese FF bringt, ich weis es nicht. Aber sie wird lang nachdenklich und voller melancolie. Übrigends falls jemand Vorschläge für einen anderen Titel hat, nur zu!


    Es war spät als er sich auf das Geländer stützte und auf das Meer sah. Er war froh das sich um diese Uhrzeit niemand mehr hier aufhielt. Ein Blick auf seine Uhr verriet ihm, das es weit nach Mitternacht war. Aber er konnte nicht schlafen, es quälte ihn, dieses Verhalten eines Major John Sheppards. Er erinnerte sich an ihre Mission zum Wraith Schiff, welche mit dem Tod von Gaul und Abrahms endete. Und für einen Moment wußte er nicht was ihn schlimmer traf, der Verlust seiner Kollegen und diese unsagbare Angst, als er allein im Schiff war, kurz nachdem er diesen alles vernichtenden Schuss hörte. Oder seine Begegnung mit Major Sheppard vor einigen Tagen. Er schämte sich für diesen Vergleich, wie konnte er den Verlust von Menschenleben mit dem arroganten Auftreten des Majors vergleichen. Es kränkte ihn das Sheppard ihm nicht geglaubt hatte, er war Blind und sah in Bezug auf diese Priesterin Chaya nur, was er sehen wollte. Es kränkte ihn noch mehr das er ihn als eifersüchtig bezeichnete....vieleicht war er das wirklich, aber wenn dann mit Sicherheit nicht so wie der Major dachte. Seitdem waren sie sich soweit wir möglich aus dem Weg gegangen. Obwohl er, Dr.Rodney McKay, am Ende doch recht behalten hatte. Aber der Major dachte nicht so, er hatte ihm auch nie erzählt was geschehen war als er Chaya zurück brachte. Er seufzte leise, drehte sich um und ging wieder rein.

    Langsam begab er sich zur Messe um noch was zu Trinken zu holen. Er rieb sanft über seine Seite. Verdammt, wie kann das immer noch weh tun. Er sah die Szene vor sich, als er an jenem Abend, wo Sheppard bei Chaya war, zum zweiten Mal mit dem Major zusammenstieß. McKay hatte sich alle Mühe gegeben ruhig und sachlich zu bleiben, aber er konnte seine Wut noch nie gut unterdrücken. Vorallem nicht wenn er sich im Recht fühlte. Er hatte die Diskussion diesmal selbst beenden wollen, aber Sheppard griff nach seinem Hemd um ihn festzuhalten. Wobei er ihn bedauerlicherweise voll an den Rippen traf. Obwohl Sheppard in dem Moment keine Reaktion auf McKays schmerzverzerrtes Gesicht zeigte, so war sich der Wissenschaftler doch sicher das es nur ein Unfall war. Auch wenn er dem Major nie so wütend und emotional gesehen hatte. Aber nein, McKay schüttelte Geistesabwesend mit dem Kopf, er würde sowas nicht mit Absicht tun. Kleine hinterhältige Ratte, so hatte ihn Sheppard genannt....und das hatte ihn nicht weniger schmerzlich getroffen als damals das Messer des Genii-Soldaten im Arm.

    "So spät noch wach?"

    Die Stimme riss ihn aus seinen Gedanken. Er zuckte zusammen und drehte sich um. "Dr.Weir...ich wollte nur etwas zu Trinken holen." Er nahm eine der Saftflaschen und steckte sie in seine Hose.

    "Alles in Ordnung?" Sie sah ihn aufmerksam an.

    "Äh ja sicher. Ich denke, ich werd dann schafen gehen." Doch statt sich umzudrehen und zu gehen, sah er Weir nur nachdenklich an. "Wissen sie...ich...." Er brach mit einem Kopfschütteln ab und senkte den Kopf.

    "Was?"

    "Guten Nacht, Elizabeth." McKay drehte sich um und verließ die Messe bevor Weir etwas erwiedern konnte. Aber entgegen seiner vorherigen Aussage und Planung, ging er nicht zu seinem Quartier sondern ins Labor.
    Er würde eine weitere Nacht durcharbeiten, arbeiten an Dingen die nicht wirklich wichtig waren, aber die verhinderten das er zuviel nachdachte.

    *******************************************************

    Drei Tage später


    Dr.McKay saß vor seinem Laptop, als Dr.Weir das Labor betrat.

    "McKay, es ist 2:00 Uhr nachts. Sie sollten schlafen," sagte Weir ruhig und stellte sich neben ihn.

    McKay unterbach kurz seine Arbeit und sah zu ihr hoch. "Ich arbeite noch an einem Projekt." Er klang müde und lustlos.

    "Rodney, ich mache mir ehrlich Sorgen um sie. Dr.Zelenka hat mir bestätigt das sie kaum schlafen. So wenig das sie schon bei der Arbeit eingeschlafen sind." Weir legte ihm sanft eine Hand auf seine Schulter.

    "Mir gehts bestens, wirklich," antwortete McKay unruhig und senkte seinen Blick.

    "Wenn sie ein Problem haben, reden sie mit mir. Sie können mir vertrauen, was sie sagen bleibt unter uns."

    McKay schüttelte langsam mit dem Kopf. "Es ist nichts wirklich."

    "Den einen Abend in der Messe, da wollten sie mir was sagen. Was war es?" Sie betrachtete McKay genau und sah trotz des schlechten Lichtes die dunklen Ringe unter seinen Augen.

    "Wissen sie, ich wollte sie etwas fragen...." Er brach wieder ab und sah sie unsicher an. "Nichts wichtiges Elizabeth, wirklich."

    Weir klappte seinen Laptop zu und streichelte ihm kurz über den Kopf. "Sie müssen schlafen Rodney. Kommen sie." Sie ergriff McKays Hand und zog ihn hoch.

    "Ich bin nicht müde," sagte er leise.

    "Doch das sind sie." Weir verließ den Raum und wartete draußen auf McKay, welcher ihr langsam folgte.

    "Hier gehts nicht zu meinem Quartier." McKay zeigte in die andere Richtung, aber Weir zog ihn mit sich.

    "Stimmt, aber zu meinem."

    "Zu ihrem?"

    "Ja Rodney, es scheint nur zwei Möglichkeiten zu geben, sicher zu gehen das sie schlafen. Entweder mit Schlafmitteln oder das ich bei ihnen bin um es zu überprüfen." Sie öffnete die Tür ihres Quartiers und deute mit einem Nicken das McKay eintreten solle.

    Er folgte der Anweisung und betrat ihr Quartier. Es war nicht größer als das seine, nur ordentlicher. "Das ist keine gute Idee, Dr.Weir. Wirklich nicht." McKay suchte ihren Blick und in seinen Augen lag eine kaum zu übersehende Traurigkeit.

    "Dann hat Kavangah recht," fragte sie und setzte sich aufs Bett.

    "Kavanagh? Recht womit?" Er sah sie verwirrt an und setzte sich dann neben sie.

    "Nun Kavanagh hat mir erzählt...das sie in mich verliebt sind. Aber vieleicht ist es nur ein Gerücht. Oder?"

    McKay lächelte leicht und schüttelte mit dem Kopf. "Es ist nicht wahr. Aber irgendwie...wäre ich froh wenn es so wäre. Es wäre wohl einfacher." Er atmete tief ein und mit einmal, fühlte er die ganze Müdigkeit in seinem Körper. "Ich würde Sheppard nicht in die Que..."

    "Sheppard? Was hat der Major damit zu tun?"

    "Na ich dachte Sie und Er...oder aber das ist auch nur ein Gerücht."

    "Ja das ist es in der Tat. John Sheppard ist ein arroganter, selbstgefälliger Mann der sein Gegenüber entweder ausschaltet oder flach legt." Sie verschrenkte die Arme vor der Brust, sichtlich verärgert über die in Atlantis kursierenden Gerüchte.

    "Sie haben recht."

    "Natürlich hab ich recht. Das sieht man doch jeden Tag."

    "Nein ich meine sie haben recht, das ich müde bin," sagte er mit einem gähnen.

    "Schön das sie das auch endlich einsehen." Sie stand auf, griff nach seinem Hemd und wollte es ihm über den Kopf ziehen.

    "Hey was soll das," protestierte er laut.

    "Ziehen sie ihr Hemd aus, oder schlafen sie vieleicht mit?"

    McKay sah sie einen Moment schweigend an. "Sie meinen das also ernst?"

    "Ja, also los. Ich bin auch müde und es ist spät." Sie zog ihm das Hemd aus und warf es auf einen Stuhl.

    "Das gibt Falten," kommentierte McKay die Aktion.

    "Rodney, ihr Quartier sieht katastrophal aus. Sie wollen mir doch nicht sagen das Falten sie stören?"

    "Äh nein, eigentlich nicht. Ich wollte es nur anmerken, nicht das sie denken ich sei schlampig." Für einen kurzen Augenblick konnte Weir ein bekanntes glitzern in McKays Augen sehen, und sie nahm es erleichtert zur Erkenntniss.

    Weir schüttelte den Kopf und musste unwillkürlich Lachen. Sicher mag McKay bislang Arrogant und Überheblich sein, hielt er sich doch für den klügsten Kopf in Atlantis. Aber konnte er sie vom ersten Tag an zum Lachen bringen. "Ok ich komme gleich wieder. Und dann liegen sie im Bett, klar?"

    "Ja Ma´am," entgegnede grinsend. Er zog seine Hose aus und wollte sich gerade unter die Decke legen als Weir im Pyjama aus dem Bad kam.

    "Sie sind verdammt schnell, Dr.Weir," sagte McKay, fast so als solle es eine Entschuldigung sein, dafür das er noch nicht im Bett lag. Aber Weir nahm den Kommentar nicht wirklich zur Kenntniss. Ihr Blick haftete an seinem Brustkorp.

    "Woher haben sie die blauen Flecke?"

    McKay folgte ihrem Blick und betrachtete den großen blauen Fleck auf Höhe seiner Rippen, der kleinere daneben war schon fast verblasst. "Von Sheppard," sagte er ruhig.

    "Schlägt er sie," fragte sie ebenso ruhig.

    "Nein! Nein...er hat mich nur festgehalten. Aber anscheinend etwas zu fest." Er legte sich hin und zog die Decke über sich. "Glauben sie mir nicht?"

    Weir kroch zu ihm unter die Decken. "Doch natürlich Rodney. Aber ich möchte das sie wissen, wenn etwas ist, können sie zu mir kommen."

    "Gut, es war nicht Sheppards Schuld." Er wartete bis Weir richtig lag und legte dann vorsichtig seinen Kopf auf ihre Schulter. "Darf ich?"

    "Sicher. Reden wir?"

    "Nein, nicht Reden."

    "Doch Rodney, es ist wichtig." Sie legte einen Arm um McKay und fuhr ihm durchs Haar. "Ich weis das sie bei Dr.Heighmeyer waren. In den letzten Tagen und...."

    McKay hob den Kopf und sah sie wütend an. "Das geht sie überhaupt nichts an!"

    "Es geht mich was an, wenn ich dadurch die Arbeit des Teames gefährdet sehe," sagte sie energisch, im fast autoritärem Ton. Sie griff mit der Hand nach McKays Kopf und drückte ihn sanft auf ihre Schulter. "Das verstehen sie doch, oder?" Ihre Stimme klang wieder ruhiger und sanfter.

    "Ich gefährde niemanden," sagte Rodney leise und Weir konnte herraus hören das er weinte.

    "Verraten sie mir heute Nacht wenigstens eines. Was wollten sie sagen, als wir in der Messe alleine waren?"

    "Ich wollte sie etwas fragen."

    "Und was." Ihre Hand rieb beruhigend über seine Schulter.

    "Das hier."

    "Das hier?"

    "Ja ich wollte sie fragen...ob ich eine Nacht bei ihnen schlafen könnte. Einfach nur so....."

    "Wieso?" Weir runzelte verwirrt die Stirn. "Ich denke Kavanaghs Gerede sind nur Gerüchte."

    Er legte seinen Arm über ihre Brust und zog sich näher an sie. "Oh ja das sind sie auch nur. Ich schwöre es....ich wollte nur nicht alleine sein. Nicht diese Nacht. Und ich wußte nicht wohin ich gehen sollte....um nicht allein zu sein."

    "Und warum haben sie dann nicht gefragt?"

    "Hätten sie es verstanden? Ich meine richtig verstanden? Ich weis ich bin nicht einfach, weder als Kollege noch als Mensch. Meine Beliebtheit rangiert wahrscheinlich nur knapp vor Kavanagh."

    Weir schlang den Arm enger um McKay und küsste ihn zärtlich auf die Stirn. "Ich bin die Chefin hier, auch wenn ich meistens autoritär klinge, sie können mit mir Reden." Sie war sich bewußt, das nur die wenigsten hier in Atlantis privat mit ihr Sprachen oder ihr gar ihre Probleme anvertrauen würden. Dafür hatten sie zum Glück Kate Highmeyer, eine erstklassige Psychologin. "Ich beiße nicht, sie müssen keine Angst haben."

    "Ach wirklich? Da sagen die Gerüchte aber was anderes," bemerkte er lachend. Ein Lachen das Weir etwas beruhigte, hatte sie ihn schon lange nicht mehr wirklich Lachen gehört.

    "Ja, Gerüchte verbreiten sich wohl in jeder Galaxie." Sie ertappte sich bei dem Gedanken, wie gut sich McKay neben ihr doch anfühlte. Dieses Verlangen nach Schutz und Wärme. McKay gehörte unweigerlich zu jener Gruppe Männer, die bei den Frauen Mutterinstinkte auslösen konnten. Wie lange ging sie nun schon allein zu Bett und erwachte ebenso alleine am Morgen. Bis jetzt war ihr nie wirklich bewußt gewesen das sie allein war, ohne Simon. Aber nun, da Rodney McKay in ihren Armen lag, stellte sie all das fest. Rodney McKay in meinen Armen Sie musste bei dem Gedanken schmunzeln und schloss die Augen. Weshalb auch immer McKay ihrer Anweisung, hier zu übernachten gefolgt war, aber sie war in diesem Moment sehr froh darüber das er es getan hatte.

    "Danke Elizabeth, danke," sagte McKay leise und halb schlafend.

    "Danke wofür?"

    "Dafür das ich hier sein darf."

    "Schlafen sie Rodney, sie brauchen den Schlaf." Sie war ihm nicht weniger Dankbar dafür, das er hier bei ihr war.
    my props

  • #2
    (2)

    Elizabeth wurde durch das Klopfen an der Tür geweckt, ihr Blick fiel auf den Wecker, 9:12 Uhr. Dann nahm sie den warmen Körper neben ihr wahr, der noch immer schlafend und ruhig da lag. Sie stand langsam, noch etwas schlaftrunkend auf und ging zur Tür. Als diese sich öffnete sah sie in die Augen von Major John Sheppard. "Guten Morgen Dr. Weir," begrüßte sie der Major mit einem Grinsen. Weir war sich bewußt, das sie ihn gerade ziemlich verwirrt ansehen mußte.

    "Morgen Major, was gibt es." Sie fuhr sich durchs Haar und versuchte die Müdigkeit zu vertreiben.

    "Hier," er hob einen Datenblock hoch, "das müßten sie Unterschreiben. Und dann wäre da noch was wegen der Planung unseres nächsten Ausfluges."

    Weir nahm ihm den Datenblock ab, las den Text und war so darin vertieft, das sie nicht wahrnahm das Seppard an ihr vorbeiging. Der Major stand nun mitten in ihrem Quartier und es war ein zwangsläufiges Ereigniss, das er den im Bett schlafenden McKay sah. "McKay?" Er klang überrascht und ungläubig.

    "Was?" Weir drehte sich um, und sah Sheppard der auf McKays Rücken hinunter sah. "Ja ähh...er mußte schlafen. Oder haben sie damit ein Problem?" Es war ihr peinlich, aber auf der anderen Seite wollte sie sich auch nicht rechtfertigen, nicht vor diesem Mann.

    Der Major schüttelte den Kopf und starrte noch immer auf McKay. "Gut," sagte Weir nun wieder etwas selbstsicherer, "einer mußte sich ja um ihn kümmern. Und sie hatten das ja kaum vor." Der Vorwurf der in diesem Satz lag, war nicht zu überhören. Aber Sheppard ignorierte ihn und verschrenkte die Arme.

    "Kümmern...so nennt man das heute," sagte er sarkastisch.

    "Major! Ich warne sie, was ich privat tue geht sie nichts an. Ausserdem würde ich es begrüßen, wenn sie ihrer Fantasie nicht zu viel Freiraum lassen würden." Sie reichte ihm den unterzeichneten Datenblock. "Er hat hier nur geschlafen."

    "Schön," sagte Sheppard und drehte sich zu ihr. "Aber vieleicht sollten sie sich nicht zu stark um ihn kümmern." Er zog die Decke etwas zurück, und der halbverdeckte Fleck wurde ganz Sichtbar.

    "Bitte? Der ist doch wohl von ihnen. Wer weis auf welchem Machotrip sie wieder waren," empörte sich Weir.

    "Ich? Hat er das gesagt?"

    "Er hat gesagt sie haben ihn festgehalten, und dabei sei er entstanden. Aber es wäre keine Absicht gewesen." Sie sah ihn scharf an und versuchte aus seinen Augen zu lesen.

    Sheppard runzelte die Stirn und dachte kurz nach. "Stimmt, vor der Messe...ich griff nach seinem T´Shirt...." Es war komisch, aber so im nachherrein war er nicht wirklich sicher das es ein Unfall war. Oder ob er es nicht mit Absicht getan hatte.

    "Sie haben ihre Unterschrift Major, ich bin in 10 Minuten in meinem Büro. Dann können wir reden."

    Der Major nickte kurz und verließ wortlos das Quartier. Sie atmete tief ein, als die Tür sich schloss. "Er meint es nicht so," sagte McKay leise und rollte sich auf die Seite.

    "Sie sind also wach," sagte sie ruhig und kniete sich neben das Bett. "Warum tun sie das Rodney?"

    "Was denn?"

    Sie sah in seine Augen, in dieses intensive Blau und legte eine Hand auf seinen Kopf. "Ihn in Schutz nehmen. Warum?"

    McKay zuckte nur mit den Schulten. "Wissen sie Rodney, manchmal werde ich nicht schlau aus ihnen." Sie klang sanft und nachdenklich.

    "Ich werde nicht mal aus mir selbst schlau," seuftzte er leise, griff nach ihrer Hand, zog sie ansich und legte den Kopf darauf. "Aber das ist nicht schlimm, man lernt damit zu leben." Er lächelte leicht und Weir konnte nicht anders als ihm über den Kopf zu streicheln und auf die Stirn zu küssen.

    "So wie man lernt alleine zu sein," flüsterte sie leise, wissend das er jedes Wort verstand.

    "Ja, auch das."

    "Sie müssen nicht mehr alleine sein Rodney, das verspreche ich ihnen."

    McKay hob den Kopf und ließ ihre Hand fallen. "Sie sollten nichts versprechen, was sie nicht halten können...oder werden," sagte er ernst. "Es wird Zeit wieder an die Arbeit zu gehen." Er stand auf, zog sich an und nach wenigen Minuten war Weir alleine in ihrem Quartier.

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    Sheppard nahm einen Schluck vom Kaffee und ließ seinen Blick durch die Messe schweifen. Er dachte an McKay, wie er in Weirs Bett lag und es kam ihm so unreal vor, so falsch. Jemand legte eine Hand auf seine Schulter und setzte sich dann neben ihn. "Morgen Major," sagte Zelenka mit kaum überhörbaren Aktzent. "Ich wollte schon länger mit ihnen reden, aber ich wusste nicht ob es richtig ist."

    Der Major hob erstaunt eine Augenbraue. "Reden, mit mir?" Er konnte sich nicht erinnern wann er das letzte mal mit Zelenka Kontakt hatte.

    "Über Rodney," sagte der Tscheche leise. "Ich denke es gibt da ein Problem."

    "Ach nur eines," entgegnete er ironisch.

    "Ja und zwar ein ernstes. Sie wissen das er kaum schläft u...."

    "Keine Sorge, jetzt schläft er."

    Zelenka sah ihn verwirrt an, fuhr aber dennoch fort. "Gut, denn irgendwann hätte es ein anderer gehört. Womöglich sogar Kavanagh."

    "Muss normal sein bei euch Wissenschaftler, das ihr ewig braucht um zum Punkt zu kommen." Er hatte wirklich nicht die nerven für eine ewig dauernde Debatte. Trotz aller anstrengung bekam er einfach das Bild eines halbnackten McKay nicht aus dem Kopf.

    "Er ist eingschlafen im Labor...und dann hat er geredet. Er hat immer ihren Namen gerufen, ´John´." Zelenka sah den Major an und überlegte kurz. "Ich denke er ist in sie verliebt."

    Sheppard hob beide Augenbrauen und sah den Wissenschaftler zweifelnd an. "Das ist doch wohl ein Scherz?"

    "Ich denke nein Major. Deshalb wollte ich mit ihnen Reden. Er hat von ihnen geträumt...und ich denke das ist es auch, warum er soviel arbeitet. Arbeitet an Dingen die nicht wichtig genug sind um nächtelang aufzubleiben."

    "Hat es noch wer gehört?"

    "Nein, zum Glück waren wir meistens alleine im Labor. Und da ich immer neben ihm saß konnte ich ihn wecken. Aber ich denke, sie sollten mit ihm Reden."

    Sheppard sah ihn fragend an. "Reden? Worüber? Wenn er ein Problem hat dann soll er zu mir ko...." Er brach ab als ihm die Erinnerung an den blauen Fleck kam. Verdammt John! Er war doch bei dir, er wollte mit dir Reden Er schlug sich mit der flachen Hand vor die Stirn. Allerdings, was zur Hölle machte er dann im Bett von Weir

    "Alles in ordnung Major," fragte Zelenka und musterte ihn besorgt. "Sie werden doch jetzt nichts unüberlegtes tun oder? Ich meine es mag für sie unangenehm sein, aber Rodney kann nichts dafür. Lassen sie ihn nicht Leiden in dem sie ihn bloss stellen oder hassen." Er stand auf, nahm seinen Kaffee und ließ den Major alleine am Tisch.

    ***************************************************************************

    Zelenka betrat das Labor und sah überrascht das McKay wieder an seinem Laptop saß, diesmal allerdings wirkte er ausgeschlafen. "Schön das sie endlich mal wieder geschlafen haben," bemerkte er und setzte sich neben McKay. "Ach denken sie an Beckett."

    "Beckett? Was ist mit ihm?"

    "Sie haben es vergessen, wie immer. Die Generaluntersuchung für unsere Abteilung. Na ja eigentlich nur noch für Sie, Novak und mich." Er kramte einen Zettel aus der Ablage und überflog ihn. "Ah Novak war um 09:00 Uhr, ich 10:30 Uhr und Sie 12:00 Uhr." McKay gab keine Antwort, er starrte geistesabwesend zur Wand. "Gibts ein Problem?"

    "Nein kein Problem, alles bestens. Wenn sie mich entschuldigen, ich muss mit dem letzten Bericht zur Besprechung." Er nahm seinen Laptop und verließ das Labor.

    Als er im Gang war verlangsamte er sein Tempo. Zwar mußte er tatsächlich zur Besprechung, aber erst in einer guten halben Stunde. Da er zum Besprechungsraum aber nur 10 Minuten benötigte, beschloss er außen herrum zu gehen. Er ließ den Blick über das Meer schweifen und genoss den leichten Wind. "Wenn sie hier länger stehen werden sie sich erkälten." McKay zuckte zusammen und drehte sich um.

    "Major Sheppard..." Er wendete den Blick wieder zum Meer und hoffte der Major würde gehen. Ihn ignorieren, wie die Tage davor. Jetzt wo er sich besser fühlte, war Sheppard der letzte den er sehen wollte. Langsam spürte er die Kälte, sein Hemd bot nicht wirklich Wärme und er fing bereits an zu Zittern.

    "Ich meine es ernst McKay, es ist kalt."

    "Wenn sie die Güte hätten mich alleine zu lassen. Wir sehen uns bei der Besprechung."

    "Ok," sagte Sheppard ruhig und zog seine Jacke aus, "dann ziehen sie aber die hier an." Er legte die Jacke über McKays Schultern und nahm ihm den Laptop aus seiner Hand. McKay sah ihn teilnahmslos an. "Entweder das, oder ich bleibe hier." Der Wissenschaftler zögerte, ergriff dann aber doch die Jacke und zog sie über. "Der Reißverschluß hat leider seine Macken," bemerkte er als McKay sie schließen wollte und reichte ihm den Laptop.

    "Warum lassen sie ihn dann nicht reparieren," fragte McKay, es war eine dumme Frage, dessen war er sich bewußt. Aber irgendwie enstand sie in seinem Kopf, und bervor er darüber nachdenken konnte, hatte er sie bereits ausgesprochen.

    "Mhh Faulheit," antwortete Sheppard gelassen, sich hinknieend und sich dem Reißverschluß der Jacke widment. "Er geht ja, er hat nur seine Macken." Er brauchte einen Moment, bekam ihn aber zu und zog ihn hoch. "Bitte, geht doch."

    McKay hatte seinen Blick gesenkt, spürte jedoch die Wärme die ihm die Jacke gab. "Danke," sagte er leise und sah dann wieder aufs Meer. Aus den Augenwinkeln nahm er wahr wie Sheppard sich entfernte. Er stand noch eine ganze Weile dort, bevor er sich wieder in Bewegung setzte um pünktlich bei der Besprechung zu sein.

    Zu seiner Überraschung saß auf einer der Stühle Kavanagh, insofern überraschend das dieser bislang nie an regulären Besprechungen teilnahm. Er stellte seinen Laptop ab und wußte, ohne das er den Kopf hob, das Weir ihn musterte. Ihm war bewußt das er noch die Jacke des Majors trug, aber er machte keine Anzeichen sie auszuziehen sondern setzte sich auf seinen Platz.

    "Ok, Major Sheppard wird etwas später kommen, also schlage ich vor das wir beginnen," sagte Weir und blätterte in einigen Unterlagen. "Dr. Kavanagh hat die Bitte geäussert, an der nächsten Mission teilzunehmen. Welche zu Planet X342-12 gehen wird. Also ein uns gut bekannter, auf dem wohl keine Probleme zu erwarten sind. Haben sie eine Einwände Dr.McKay?"

    "Einwände? Ich denke die Entscheidung sollte hier bei Major Sheppard. Er führt das Team und trägt die Verantwortung." Er sprach ruhig und gleichmäßig, auch wenn er am liebsten was anderes geantwortet hätte. Kavanagh war zwar ein guter Wissenschaftler, aber ein mieser Mensch. Er wollte nicht das er ihm auch noch ausserhalb von Atlantis auf die Nerven fiel.

    "Gut dann verschieben wir das bis Sheppard hier ist. Was ist mit ihrem Bericht Rodney?"

    McKay zog eine CD aus seiner Hose und reichte sie Dr.Weir. "Bitte. Aber es gibt nichts wirklich neues, nur das allgemeine und bereits bekannte."

    "Sagen die Dr.McKay, sie waren bei der letzten Mission zu diesem Planeten nicht dabei oder," fragte Kavanagh während sich Weir dem Bericht widmete.

    "Nein war ich nicht, es gab auch keinen Anlass dazu." Er wusste nicht wieso, aber die Frage störte ihn. Es war eine der wenigen Missionen bei denen er Major Sheppard nicht begleitet hatte. Nicht das es dafür einen besonderen Grund gab, es war einfach Zufall.

    Weir legte den Bericht beiseite als Major Sheppard den Raum betrat und sich neben McKay setzte. Sie kam nicht umhin die beiden abwechselnd zu mustern. Etwas stimmte nicht, sie wußte nur nicht was. "Major Sheppard, fassen wir uns kurz. Haben sie eine Einwände das Dr.Kavanagh sie bei der nächsten Mission nach X342-12, oder wie sie es nannten nach ´Wunderland´, begleitet." Sie musste schmunzeln, erinnerte sie sich doch wie Sheppard und sein Team vom Planeten zurückkehrten, voller Lobeshymnen, aber wirklich gesagt was dort gewesen war, hatte keiner des Teams.

    Sheppard sah verwirrt zu McKay. "Äh nein...keine Einwände. Was ist mit Dr.McKay?"

    "Was soll mit ihm sein?" Weir hob eine Augenbraue, sichtlich überrascht von der Frage.

    "Nun, wenn Kavanagh mit uns kommt, wird Dr.McKay dann dennoch im Team bleiben?" Auch wenn er nicht wußte wie der mit den Geschenissen und Erkenntnissen der letzten Tage umgehen sollte, wollte er auch nicht das McKay dadurch den kürzen zog - ob nun auf Anweisung oder Freiwillig. Er gehörte zu seinem Team, und solange es keine Probleme gab, wollte er dies auch nicht ändern.

    "Ja Dr.McKay wird dennoch im Team bleiben," sagte McKay zynisch und sah zu Sheppard. "Es sei denn sie wünschen das es nicht so ist, dann..."

    "Nichts dann," unterbrach Weir ihn. "Es wird sich nichts ändern. Wenn sie ein Problem haben, dann melden sie sich bei mir Major."

    Sheppard grinste und erwiederte ihren Blick standhaft. "Keine Probleme Dr.Weir, ich wollte lediglich eine Auskunft. Da Kavanagh ebenfalls Wissenschaftler ist," er machte eine kurze Pause und neigte den Kopf etwas, "wenn auch nicht so ein brillianter wie Dr.McKay, kam mir nur der Gedanke man wolle etwas Verändern. Was jedoch keinesfalls von mir vorgesehen war." Bevor Weir etwas erwiedern konnte, wandte er sich an McKay und senkte seine Stimme, so das nur der Mann neben ihn hören konnte. "Einen netten Wachhund haben sie da, wirklich nett."

    Weir verstand zwar nicht was er sagte, aber an McKays Gesichtsausdruck konnte sie sich denken das es nichts nettes war. "Schön, ich denke damit wäre alles geklärt. Wen nehmen sie noch mit zur Mission?"

    "Ford,Teyla und ich wollte Dr.Beckett frage ob er lust hätte. Eine Veränderrung kann nie schaden. Ausserdem nehmen wir einen Jumper und er könnte mal wieder Fliegen."

    "Das ist ein sehr kleines Team," bemerkte Kavanagh.

    "Es ist auch ein sehr kleiner Planet," entgegnete Sheppard sarkastisch. "Mit einem netten kleinem Volk, das zwar Besuch mag, aber nicht in Riesengruppen."

    "Für wann haben sie den Abflug angesetzt?" Weir sah auf ihre Uhr, 10:23 Uhr.

    "12:00 Uhr, Ford und Teyla sind schon informiert. Um Beckett kümmere ich mich gleich." Er legte eine besondere Betonung auf das kümmere, und konnte an Weirs Gesicht sehen das sie dies nicht überhört hatte.

    "Dann meine Herren, wünsche ich viel Erfolg. Falls sie allerdings wieder planen über Nacht zu bleiben, bitte informieren sie uns kurz."

    "Selbstverständlich," sagte Sheppard und stand auf um den Raum zu verlassen.

    Aber McKay hielt ihm am Arm zurück. "Warten sie einen Moment Major." Er zog die Jacke aus und reichte sie Sheppard. "Bitte." Als er den Raum verlassen wollte, stieß er mit Weir zusammen die noch einmal zurück kam.

    "Bleiben sie kurz McKay." Sie zog ihn wieder in den Raum. "Major, McKay hätte heute um 12:00 Uhr einen Termin bei Beckett, wegen der Generaluntersuchung. Er hat sich schon die Tage davor gedrückt." McKay sah Weir bittend an, er wollte nicht hier bleiben, sondern mit auf die Mission. Und erst recht wollte er nicht diese dumme Untersuchung, er hasste Untersuchungen und fühlte sich ausserdem Gesund.

    "Dr.Weir, das kann ich auch noch morgen...oder Übermorgen," stellte er so ruhig wir möglich fest.

    "Ich finde auch das es kein Problem darstellt wenn er die Untersuchung verschiebt," sagte Sheppard.

    "Keine Sorge Rodney, sie können mit zur Mission. Aber erst begleiten sie Major Sheppard zur Krankenstation. Beckett soll sie jetzt gleich Untersuchen, Zeit genug ist noch. Wenn sie bitte dafür sorgen das er auch hingeht Major."

    "Gut, dann kommen sie. Wir gehen gleich zu Beckett," erwiederte Sheppard. Sie verließen den Raum und Weir blieb für einen Moment nachdenklich allein zurück, bevor sie in ihr Büro ging.
    Zuletzt geändert von Dr.McKay; 07.05.2005, 23:12.
    my props

    Kommentar


    • #3
      (3)

      "Mein Gott ein Wunder," rief Beckett und riß theatralisch die Arme nach oben. "Dr. Rodney McKay beehrt mich tatsächlich mit einem Besuch."

      "Ha, ha sehr lustig Carson." McKay blieb stehen und sah sich in der Krankenstation um. "Also gut bringen wir es hinter uns, ich bin gesund und sie unterzeichnen den Bericht für Weir."

      Bevor Beckett etwas sagen konnte, schlug Sheppard McKay mit der flachen Hand gegen den Hinterkopf. "Vergessen sie es, Weirs Anweisungen lauteten doch wohl etwas anders."

      "Au." McKay rieb sich den Hinterkopf und war mehr als wütend. "Was geht sie das überhaupt an," maulte er.

      "Ihr beide solltet im Fernsehen auftreten, wirklich," bemerkte Beckett mit einem Grinsen. "Na los Rodney, kommen sie mit."

      "Warten sie kurz," sagte Sheppard. "Wie starten um 12:00 Uhr eine Mission und ich habe Weir vorgeschlagen das sie uns begleiten, wenn sie möchten."

      "Mhh, warum nicht. Abwechslung kann nicht schaden."

      "Gut, wir bleiben übrigends eventuell über Nacht, nur damit sie sich darauf einrichten."

      Beckett nickte kurz und führte McKay in einen kleinen Nebenraum, während Sheppard vor der Tür Platz nahm.

      "Setzten sie sich auf die Liege...ich verspreche auch es wird nicht weh tun."

      McKay verzog das Gesicht und sprang auf die Liege. "Das sagen sie doch immer."

      "Und, tats weh?"

      "Ja!"

      "Stellen sie sich nicht so an, ihr Wissenschaftler seit schlimmere Patienten als wir Ärzte. Ziehen sie ihr Hemd aus."

      "Wieso?"

      "Damit ich sie untersuchen kann, Hellsehen gehört nämlich nicht zu meinen Stärken."

      "Ach was sie nicht sagen," entgegnete er sarkastisch und zog sein Hemd aus. Beckett griff sein Stethoskop und rieb es über seinen Kittel bevor er es auf McKays Brust setzte. "Ahh, das ist kalt."

      "Rodney." Beckett sah ihn energisch an, in der Hoffnung der Blick würde McKay zur Ruhe bewegen. "Tief Einatmen....und Ausatmen. Ich weis das sie die letzten Tage nicht oder kaum geschlafen haben..."

      "Ich habe gestern Nacht geschlafen," unterbrach ihn McKay.

      "Ach wirklich?" Beckett sah ihn ungläubig an, verrieten die Augenringe doch den mangelnden Schlaf.

      Der Wissenschaftler verschrenkte beleidigt die Arme vor der Brust. "Ja habe ich."

      "Schon gut ich glaube ihnen. Aber eine Nacht macht nicht fehlende 5 Tage weg." Er legte das Stethoskop beiseite und begann McKays Puls zu messen. "Ja soweit scheint alles in Ordnung zu sein. Sagen sie mir noch woher die blauen Flecke sind?"

      "Nein tu ich nicht, das geht sie nämlich nichts an."

      "Aha," sagte Beckett ruhig und fuhr mit der Hand über den größeren Fleck, was einen Aufschrei von McKay zur Folge hatte und dieser automatisch zurück zuckte. "Dacht ich es mir doch, zwei Rippen sind geprellt. Mich wundert das sie damit nicht zu mir gekommen sind, da dies nicht unerhebliche Schmerzen verursachen muss."

      "Geprellt? Ich...es tat weh, aber ich habe es mit Eis gekühlt. Es war erträglich." Er musterte den blauen Fleck und strich ebenfalls mit der Hand darüber.

      "Schmerz hin oder her, zumindest bei der einen besteht die Gefahr das sie bei einer größeren Belastung brechen kann. Und glauben sie mir Rodney, dann hilft auch kein Eis." Er ließ McKay alleine und holte etwas aus einem der Schränke. "So hier haben sie eine Salbe, zweimal täglich. Das sorgt dafür das die Entzündung unterhalb der Haut schneller nachlässt. Sollten sie sich stoßen oder sollte es in ein paar Tagen nicht besser werden, kommen sie wieder und ich lege einen Verband an." Er drückte etwas Salbe aus der Tube und rieb damit die verletzten Rippen ein.

      "Gut, war das dann alles."

      "Also sagen sie mir nicht wie sie dazu kommen? Sie wissen ich stehe unter Schweigepflicht." Er sah McKay in die Augen, und strich ihm sanft über die Wange. "Und ich bin ihr Freund."

      Er zog seinen Kopf nicht zurück, senkte aber den Blick. "Sie müssen sich keine Sorgen machen, ich bin ok. Wirklich," sagte er leise und versuchte den Arzt mit einem Lächeln zu beruhigen.

      "Schön dann können sie ihr Hemd wieder anziehen. Ich gebe ihnen jetzt noch zwei Spritzen. Sie beinhalten Vitamine und Aufbaustoffe für das Immunsystem." Er zog die Spritzen auf und sah dann wieder zu McKay, welcher sein Hemd anhatte und ihm seinen Arm hinhielt. "Nein Rodney, nicht in die Vene. Legen sie sich auf die Liege und ziehen sie ihre Hose etwas runter." McKay sah ihn verwirrt an, doch dann löste Nervosität die Verwirrtheit ab. "Was ist? Im Hintern tut es doch auch viel weniger weh als im Arm."

      "Ja..ich...nein. Arm ist besser."

      Nun wurde Beckett doch misstrauisch. Das McKay ihm nichts zu den Flecken sagen wollte war eine Sache, konnte dahinter auch irgendein dummer Unfall stecken. Aber das jetztige Verhalten war nicht nachvollziehbar - nicht mal bei einem Rodney McKay. Sicher er könnte ihm die Spritzen auch in den Oberarm geben, aber er konnte nicht erkennen wo hier das Problem lag. "Was soll das Theater, nun machen sie schon ich habe nicht ewig Zeit."

      "Nein! Spritzen sie wohin sie wollen, aber da nicht hin und es ist mir auch scheißegal was sie in ihrem Bericht schr...." Er brach ab als ihm bewußt wurde das Beckett angeschrieen hatte. Ja er schrie oft, aber nicht so und schon gar nicht gegenüber Beckett. Er schüttelte traurig den Kopf. "Bitte Doktor, nehmen sie den Arm."

      Der Arzt sah kurz an McKay vorbei zur Tür, wo Sheppard stand, da ihm das Geschreie nicht entgangen war. Dann drehte er sich wieder zu McKay. "Rodney, im Arm gibt es nur unnötig blaue Flecken. Wo liegt das Problem? Reden sie mit mir."

      "Bitte Carson, vertrauen sie mir das alles ok ist. Ich möchte nur..nur nicht das." Er schwieg einen Moment und erwiederte Becketts eisernen Blick. "Sie haben gewonnen Doktor," seuftzte er resigniert, stand auf, öffnete seine Hose und legte sich dann auf die Liege.

      "Na also geht doch." Er zog McKays Hose ein stück weiter runter, desinfizierte eine Stelle auf seinem Hintern und gab ihm dann beide Spritzen. "Ich nehme an, wo das her ist werden sie mir auch nicht sagen?"

      McKay schüttelte mit den Kopf und wollte seine Hose hochziehen, aber Beckett hinderte ihn daran. "Sehen sie mich an Rodney. Wäre es nicht besser sie bleiben hier in Atlantis?"

      "Nein, sie haben gesagt ich bin gesund. Und ich schlafe auch, ich verspreche es." Er dachte kurz nach, Beckett war sein Freund und er machte sich Sorgen, aber er fühlte nicht das Verlangen mit ihm zu Reden. Hier war nicht das gleiche Gefühl wie bei Weir, es war nicht da, das Gefühl der Geborgenheit,Stärke und Sicherheit.

      "Ja gesund sind sie," sagte Beckett aufgebend, er wusste das er mit weiteren Fragen keinen Erfolg haben würde. "Darf ich es mir wenigstens noch kurz ansehen?" Er griff nach McKays Hose, und als keine Einwände kam zog er sie wieder etwas tiefer. Einen Moment musterte er die Haut und fuhr mit einer Hand vorsichtig darüber. "Mhh sie werden es wohl überleben. Wenn sie Schmerzmittel haben möchten, melden sie sich."

      "War es das?" Er zog seine Hose hoch und stand auf.

      Beckett nickt kurz und reichte ihm die Salbe. "Sagen sie Major Sheppard ich bin in 15 Minuten fertig und im Hangar." McKay drehte sich um und verließ den Raum, er war dabei so in Eile das er draußen fast über die Füße von Sheppard gefallen wäre.

      "Sachte McKay," sagte Sheppard überrascht über dessen plötzlichen Auftauchens. "Was ist mit Beckett?"

      "Er ist in 15 Minuten im Hangar."

      "Gut, Teyla wird sich freuen." Sheppard setzte ein wissendes Grinsen auf und trat in den Korridor.

      "Teyla." Er folgte dem Major und sah ihn fragend an. "Er und Teyla?"

      "Tja noch nicht ganz, aber fast. Diese Mission wird da hoffentlich etwas nachhelfen. Sofern mir dieser Kavanagh nicht zu sehr auf die Nerven geht." Er sah auf seine Uhr und überlegte kurz. "Ok Teyla und Ford müssten auch gleich im Hangar sein. Holen wir ihre Sachen und dann gehen wir zum Jumper um noch was für die Mission zu klären." Sie gingen in McKays Quartier und der Wissenschaftler brauchte nicht lange um seine Sachen zusammen zu haben. Dann begaben sie sich zum Hangar, wo tatsächlich bereits Teyla und Ford auf sie warteten.

      "Na Ford, bereit für Wunderland," sagte Sheppard grinsend und stieg in den Jumper.

      "Immer doch Major," antwortete der junge Leutnant.

      "Schön, also ausser uns werden noch Beckett und Kavanagh mitkommen."

      "Kavanagh?" Ford klang alles andere als Begeistert. "Als ob ein Wissenschaftler nicht schon reicht." Er sah zu McKay, aber dieser ignorierte ihn gelassen.

      "Jap, und da wären wir schon bei der Aufteilung."

      Bevor er weiter Reden konnte, meldete sich Teyla zu Wort. "Ich nehme Dr.Beckett, nur damit sie nicht auf den Gedanken kommen Kavanagh mir anzubieten."

      "Ach, würde ich sowas tun?" Shepaprd sah sie mit dem besten unschuldsblick an den er konnte.

      "Ja würden sie," sagte Teyla lächelnd.

      "Ich hätte nicht gedacht das ich das mal sage," warf Ford ein, "aber ich nehme McKay."

      Sheppard schlug ihm grinsend auf die Schultern. "In ihren Träumen mein Lieber, in ihren Träumen. McKay bleibt bei mir."

      "Aber Sir...können wir nicht noch jemanden mitnehmen, na ja jemanden der Kavanagh mag?" Kaum hatte er den Satz beendet brach er in ein lautes Lachen aus.

      "Super Scherz, wenn sie wen finden können sie ihn gerne Einladen." Sheppard setzte sich auf den Pilotensitz und wies McKay auf dem Co-Pilotensitz Platz zu nehmen. "Nehmen sie es nicht schwer Ford, vieleicht findet er ja wen auf dem Planeten."

      "Eigentlich müssten sie ihn nehmen, ich meine sie haben McKay. Und Kavanagh ist auch Wissenschaftler, also ich finde das passt."

      Sheppard sah ihn über die Schulter giftig an. "Das würde mich glatt überlasten. Keine Sorge, wenn wir da sind können sie ihre Sache machen. Sie müssen nur ab und wann ein Auge auf ihn haben."

      "Und wer weis," bemerkte Teyla, "eventuell können sie ihn ja eintauschen...gegen irgendwas."

      "Ach McKay, sind sie eigentlich gegen irgendwas Allergisch? Lebensmittel mein ich." Sheppard sah zu dem Wissenschaftler und wunderte sich etwas über dessen ruhige Art.

      "Äh?"

      "Allergien gegen Lebensmitteln."

      "Ja gegen Zitronen."

      "Haben sie Zitrone geschmeckt Ford?"

      "Nein Sir, soweit ich das sagen kann nicht."

      "Gut, ich auch nicht." Er drehte seinen Kopf nach hinten und sah wie Beckett den Jumper betrat, in Begleitung von Kavanagh. "Ah Doktor Beckett, hatte ich schon erwähnt das sie uns Fliegen?"

      "Ich wusste die Sache hat einen Haken," seufzte Beckett und legte seinen Rucksack ab.

      "Ach kommen sie, das macht Spaß." Er stand auf und überließ Beckett den Pilotensitz. "Nach hinten McKay, Teyla sie sitzen auf dem Co-Pilotensitz." McKay stand auf und Teyla setzte sich neben den Doktor.
      "Sehr schön, Kavanagh setzten sie sich. Ich und McKay nehmen im hinteren Teil Platz."

      "Major Sheppard, kann ich sie noch einmal kurz sprechen?" Es war Dr.Weir, welche an der Luke stand.

      "Sicher doch, kleinen Moment," antwortete Sheppard. "Also kurz als Zusammenfassung. Beckett sie halten sich an Teyla und sie Kavanagh, an den guten Lt. Ford." Er konnte ein Grinsen nicht unterdrücken, drehte sich dann um und verließ den Jumper. "Also was kann ich für sie tun?"

      "Nun ich habe vorhin die Akten einsortiert und dabei ist mir aufgefallen das Rodney morgen Geburtstag hat." Sie sah wie Sheppard die Stirn runzelte. "Er mag keine Geburtstagsfeiern, deshalb sagt er das niemanden. Aber darum gehts auch nicht, ich dachte mir, vieleicht könnten sie sich auf der Reise irgendwas überlegen was ihm gefallen könnte. Ein Ausflug mit dem Jumper, Besuch des Festlandes...."

      "Oder eine Nacht in ihrem Bett?"

      Weir sah ihn scharf an und konnte sich nur schwer davon abhalten ihm eine Ohrfeige zu geben. "Das geht sie absolut nichts an Major. Wenn es ihre Arroganz zu lässt, würde es mich freuen wenn sie darüber nachdenken würden. Falls sie mit solchen Dingen wie Freundlichkeit oder Fürsorge überhaupt was anfangen können."

      "Mal sehen, aber erwarten sie nicht zu viel von mir," entgegnete er ruhig obwohl er innerlich kochte. Was denkt diese Frau eigentlich wer sie ist? Mich beurteilen zu wollen. "Wars das? Es ist gleich 12:00 uhr."

      "Ja das war alles, viel Glück bei der Mission." Sie drehte sich um und wollte gehen, als sie sich noch einmal umdrehte. "Ach und es wäre nett, wirklich nett, wenn McKay ohne weitere Flecken zurück kommt." Sie wartete keine Antwort ab sondern verließ den Hangar, während ein wütender Major Sheppard hinter ihr her sah.

      "Also gut brechen wir auf. Noch irgendwelche Fragen?" Der Major sah sich im Jumper um und schloß die Luke.

      "Ja Sir," meldete sich Kavanagh, "wie lange Fliegen wir?"

      "Na so etwa 5 oder 6 Stunden." Sein Blick fiel auf McKay der neben ihm auf einem der Sitze saß. "Also genug Zeit um zu schlafen."

      "Wenn sie sonst keine Probleme haben," antwortete McKay sarkastisch. Er hatte es satt das dieser Mann ihn wie ein Kind behandelte, wie jemand der nicht gut genug wäre um hier zu sein.

      "Nein hab ich nicht, danke der Nachfrage. Beckett sie können starten, den Weg zum Gate kennen sie ja." Er setzte sich neben McKay und schloss die Augen. Aus dem Augenwinkeln hatte er beim hinsetzten wahrgenommen das Kavanagh sie beide musterte. Nun verdeckte eine Wand etwas den Blick zu ihnen. Er kannte Kavanaghs Aktionen gegen seine Kollegen, und sie waren alles andere als fair oder nett. Der Mann war immer auf der Suche nach der einen Gelegenheit um jemanden eines auszuwichen. Zivilist hin oder her, Sheppard war gereizt genug um ihm eine in die Schnauze zu hauen, sollte er sich nicht ruhig verhalten.

      Langsam setzte sich der Jumper in Bewegung und befand sich nach wenigen Minuten vor dem Gate. Teyla wählte die Koordinaten und Beckett steuerte den Jumper, sicher, wenn auch langsam, durch das Gate.

      3 Stunden später

      Sheppard erwachte aus einem wenig erholsamen Schlaf und rieb sich die Augen. Er wollte seine Beine verschieben und nahm zur Kenntniss das etwas auf ihnen lag. Ein Blick nach untern zeigte ihm auch was, der Kopf des schlafenden McKays. Oh na wunderbar. Eigentlich wollte er was zu Trinken holen, aber er wollte auch vermeiden McKay zu wecken. Obwohl ihm schleierhaft war, wie er in der unbequemen Postion schlafen konnte, bot die Bank doch nicht viel Platz. "Hey Ford, sind sie wach?"

      "Ja Sir, gibts ein Problem?"

      "Nein nicht wirklich, aber geben sie mir eine Wasserflasche nach hinten." Ford stand auf und ging die zwei Schritte nach hinten, um Sheppard mit einem Grinsen die Flasche zu reichen. "Ach sie finden das lustig?"

      "Hey, sie haben zu ihm gesagt er soll schlafen."

      "Ja aber nicht so. Meine Beine sind schon eingeschlafen."

      "Wenn sie noch was brauchen, rufen sie einfach."

      "Wie macht sich Beckett?"

      "Ganz ausgezeichnet Major. Wir sind wohl in knapp zweieinhalbstunden da."

      "Schön, sie sollten vieleicht auch noch etwas schlafen. Sie wollen doch nachher nicht müde sein," sagte Sheppard schläfrig und mit erhobener Augenbraue.

      "Natürlich nicht Sir." Er drehte sich um und ging wieder auf seinen Platz. Während Major Sheppard sich wieder dem Schlaf widmete.
      Zuletzt geändert von Dr.McKay; 07.05.2005, 23:12.
      my props

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      • #4
        (ok geht weiter, aber ein HINWEIS dazu: Es gibt dieses Kapitel noch in der NC-17 Version! Poste ich bei fanfiktion.de unter dem Titel "Wunderland", ist eben in einigen Passagen abgeändert bzw wurde was hinzugefügt. Es werden eventuell weitere sequels zu dieser Story folgen die NC-17 sind, aber eben auch die "normalen". Die Story läuft somit ab jetzt in zwei Richtungen. )

        (4)

        (4)

        "Major, aufwachen." McKay schlug Sheppard auf die Schulter um ihn zu wecken. "Wir sind da." Er griff seinen Rucksack und wartete bis Sheppard Abmarsch bereit war.

        "Na wunderbar," seufzte der Major und streckte sich. "Wo sind wir gelandet?"

        "Wie beim letzten mal Sir," sagte Ford, ging an ihm vorbei und verließ den Jumper.

        "Schön dann wollen wir mal...obwohl...Ford kommen sie zurück." Er wartete bis der Leutnant an der Luke erschien. "Sollten wir den Rest nicht aufklären? Ich meine wenigstens so grob?"

        "Aber Sir, das verdirbt doch den ganzen Spaß," antwortete Ford mit einem Grinsen.

        "Stimmt auch wieder. Also alles raus."

        Sie verließen den Jumper und gingen einen kleinen Waldweg entlang, welcher vor den Toren einer Stadt endete. "Also schön, kurze Anweisung. Jeder bleibt bei seinem jeweiligen Partner. Zumindest in der Nähe. Es droht hier keine Gefahr, aber bleiben sie dennoch zusammen. Und bitte, Fnken sie mich nur in wirklich wichtigen fällen. In diesem Sinne, viel Spaß." Sie betraten die Stadt und wurden vom hiesigen Konsul begrüßt, Chareck.

        "Ah Major Sheppard und sein Team," sagte Chareck freundlich und reichte dem Major die Hand. "Wir freuen uns auf ihren Besuch, und wie ich sehe haben sie ihr Team erweitert."

        "Vielen Dank für die Begrüßung Konsul. Das sind Dr. Kavanagh, Dr. Beckett und Dr. McKay."

        "Klingt nach nem Ärztekongress," sagte Ford leise.

        "Ihre Freund sind auch unsere Freunde. Kommen sie, ich bringe sie zu ihren Unterkünften."

        "Nette Leute," sagte Kavanagh.

        "Ja sowas kann man nicht von allen sagen," bemerkte McKay ruhig.

        "Hey, hier unten herrscht Ruhe. Und das gilt für sie beide," sagte Sheppard und warf Kavanagh einen scharfen Blick zu. Er beugte sich zu dem Wissenschaftler rüber und senkte seine Stimme, damit nur Kavanagh ihn hören konnte. "Machen sie einen Bogen um McKay, ein negatives Ding was ich von ihnen erlebe, und sie können Beckett einen längeren Besuch abstatten. Verstanden?"

        "Verstanden Major, allerdings Frage ich mich, was sie das angeht."

        Sheppard ging nicht weiter darauf ein sondern ließ Kavanagh stehen und schloss zu Chareck auf. "Wir wissen ihre Gastfreundlichkeit wirklich zu schätzen."

        "Aber nicht doch Major, sie wissen, wir lieben Besuch," antwortete Chareck freundlich und blieb vor einigen kleinen Häusern stehen. "Möchten sie sich aufteilen oder alle zusammen untergebracht werden?"

        "Äh immer zwei, wenns keine Umstände macht."

        "Natürlich, kein Problem." Er zeigte nacheinander auf diverse 3 kleinere Häuser. "Unsere Feierlichkeiten beginnen in einer knappen Stunde, finden sie den Weg alleine?"

        "Ich denke wir werden uns hinfinden, vielen Dank nochmal."

        "Gut dann bis später." Er drehte sich um und ließ das Atlantis-Team alleine.

        "Also gut," sagte Ford, "welches möchten sie Major?"

        "Die Mitte, sie wissen doch Ford, ich liebe die Mitte," antwortete Sheppard mit einem Grinsen und ging in das mittlere Haus, gefolgt von McKay.

        "Ich muss sagen, ein sehr angenehmer Planet," sagte McKay als er die Tür schloss. "Aber wieso nannten sie ihn im Bericht ´Wunderland´ ?"

        Sheppard setzte sich aufs Bett und zog seine Weste aus. "Das werden sie noch sehen McKay. Sie sollten ihre Weste auch ausziehen, wir brauchen sie nicht."

        "Darf ich sie mal etwas Fragen Major," sagte McKay während er sich seiner Weste entledigte.

        "Sicher dürfen sie das."

        Der Wissenschaftler setzte sich neben den Major aufs Bett und sah gerade aus. "Warum mögen sie mich nicht?"

        "Wie kommen sie darauf das ich sie nicht mag." Er erinnerte sich plötzlich an Zelenkas Worte und seuftzte leise. "Rodney, obwohl ich eigentlich andere Pläne hatte, sollten wir die Zeit hier vieleicht nutzen."

        "Ich will nicht Reden." Er verschränkte die Arme vor der Brust und schüttelte mit den Kopf.

        "Das mit den blauen Flecken tut mir leid. Ich wollte ihnen nicht absichtlich weh tun." Er legte einen Arm auf McKays Schulter und rieb über seinen Oberarm.

        "Schon gut, halb so wild. Ich habe es nicht böse gemeint und wollte mich auch nicht ihn ihr Privatleben einmischen." Er genoss den Arm auf seiner Schulter, es gab ihm ein Gefühl von Sicherheit. Auch wenn er noch keine Antwort auf seine Frage bekommen hatte.

        "Hey, ich bin nicht sauer auf sie." Er zog ihn näher zu sich. "Aber ich denke wir haben ein Problem, und wir sollten versuchen dies zu beheben." McKay nickte nur ruhig. "Was halten sie davon, wenn wir dafür die Zeit hier nutzen? Ich mache mir wirklich Sorgen um sie, sie haben die letzten Tage kaum geschlafen. Mal abgesehen vom Jumper oder Weirs Bett."

        "Da ist nichts geschehen! Ich habe nur bei ihr geschlafen. Vieleicht können sie sich das nicht vorstellen, aber Männer und Frauen können auch in einem Bett liegen ohne sich zu befummeln."

        Sheppard brach unwillkürlich in ein lautes Lachen aus. "Befummeln?"

        "Sie sind gemein. Weir hatte vollkommen recht," seufzte McKay resigniert.

        "Recht womit?"

        "Damit das sie ein arrogantes und selbstgefälliges Arschloch sind."

        "Arrogant? Na was sind sie denn bitte?"

        McKay sprang auf und sah wütend zu Sheppard. "Nun vieleicht bin ich arrogant, aber ich trete nicht nach wenn die Leuten schon am Boden liegen. Und ich ignoriere nicht die Leute die...die sich für mich interessieren oder behandle sie wie den letzte Dreck.

        Der Major stand auf und sah ihn drohend an. "Ha Kunststück Dr.McKay, für eine Ratte wie sie interessiert sich ja auch niemand." Er kam nicht dazu sich für den Satz zu entschuldigen, McKay holte bereits aus und schlug ihm eine runter. Sheppard war von der Aktion so überrascht das er tatsächlich zu Boden ging, McKay stürzte sich auf ihn und schlug weiter zu. Allerdings hielt Sheppards überrascht sein nur einen Moment an, dann ergriff er McKays Handgelenke und drehte seine Arme auf den Rücken. "Ruhig Rodney. Ganz Ruhig." Er setzte sich auf und sah McKay in die Augen, aber alles was er sah war Wut. "Ich weis ich habe sie mit dem Satz verletzt, es tut mir wirklich leid." McKay saß nur bewegungslos da und versuchte zu vermeiden, das Sheppards Arme an seine Rippen kamen. "Geben sie mir noch eine Chance Rodney. Wir können so nicht zusammenarbeiten." Er musterte McKay, ihm war nie aufgefallen wie bedrückt und verletztlich McKay eigentlich wirkte. Es war als lägen tausend Schatten auf seiner Seele und er versuchte sie vergeblich zu bekämpfen. Plötzlich machte McKays abweisendes Verhalten und der dauernde Zynismus einen Sinn, auch wenn Sheppard bezweifelte das es auf Dauer helfen würde, nicht wenn diese Schatten für das Fehlen von menschlicher Nähe und Wärme standen.

        "Sie tun mir weh," sagte McKay leise und senkte den Blick.

        "Gut ich lasse ihre Arme los, aber sie verhalten sich ruhig, ok?"

        "Ok."

        Sheppard löste seinen Griff um McKays Handgelenke und eigentlich hatte er erwartet, das dieser nun aufstehen würde. Aber er tat etwas, was Sheppard noch viel mehr überraschte als die Aktion davor. McKay legte seine Arme um Sheppards Hals und umarmte ihn.

        "Äh was tun sie da McKay?"

        "Ich umarme sie."

        "Ja aber wieso?"

        "Sie haben gesagt ich soll mich ruhig verhalten."

        "Stimmt, da haben sie recht. Verzeihen sie mir das mit der Ratte?"

        "Mhhh.."

        "Ich schätze das heißt ja. Und Weir hat das wirklich gesagt?"

        "Nicht ganz...das Arschloch war von mir."

        "Gut zu wissen." Ihm war die Sache unbehaglich, nicht nur wegen Zelenkas Aussage, allgemein mochte er eine solche Nähe von Menschen nicht. Dennoch erwiederte er die Umarmung und rieb McKay über den Rücken.

        "Das ist schön Major," seufzte McKay, und er klang noch immer Müde, trotz des kürzlichen Schlafes.

        "Wunderbar, aber ich denke wir sollten uns fertig machen." Er ließ McKay los und griff sanft nach dessen Arme. "Rodney?"

        "Keine Panik Major, ich hab sie schon verstanden." Er stand auf und setzte sich aufs Bett. "Kann ich nicht hier warten bis sie fertig sind, mit was auch immer." (E letzter Satz) .....

        "Nein ich denke etwas Abwechslung wird ihnen helfen. Ausserdem kann ich sie nicht einfach alleine auf einem Planeten lassen."

        "Sie haben doch gesagt hier wäre es friedlich." Er griff wieder nach seiner Weste und durchsuchte erneut die Taschen.

        "Na ja ist es auch, aber man kann nie wissen."

        "Verdammt...ich hab keine mitgenommen. Aber das ist völlig unmöglich...," murmelte McKay, Sheppards Bemerkung ignorierend.

        "Was fehlt?"

        "Schockoriegel, ich hab keine mehr." Er warf die Weste auf eine der Stühle, was keine wirklich gute Idee war, denn durch die Verrenkung machten sich seine Rippen bemerkbar und er verzog vor Schmerz das Gesicht.

        "Alles ok Rodney?" Er klang besorgt und kniete sich zu McKay runter.

        "Was? Ach ja, nur die Bewegung eben...meine Rippen haben sich nicht darüber gefreut."

        "Gut, also ich hab Schockoriegel." Er wartete bis McKay ihn ansah. "Und sie bekommen einen wenn sie jetzt aufstehen und mitkommen. Etwas amüsieren kann nicht schaden Doktor, wirklich."

        "Erst will ich den Schockoriegel," sagte McKay und streckte demonstrativ die Hand aus.

        Sheppard hob eine Augenbraue und verkniff sich mit Mühe ein Lachen. "Vertrauen sie mir etwa nicht?"

        "Major, wenn es um Essen geht, dann vertraue ich niemanden."

        Das war der Rodney McKay den Sheppard kannte, arrogant, überheblich und direkt. "Weise Worte! Hier," er holte einen Riegel aus seiner Weste und reichte ihn McKay, "er gehört ihnen." McKay nahm die Schockolade freudestrahlend entgegen und Sheppard fragte sich insgeheim wann er den Wissenschaftler zuletzt so hat lächeln gesehen. "Schön dann gehen wir mal los."

        Sie verließen das Haus und trafen draussen auf Lt.Ford. "Wo ist denn ihr Freund," fragte Sheppard mit einem gehässigem Grinsen.

        "Der kommt gleich."

        "Na das wollen wir mal nicht hoffen," bemerkte McKay leise, jedoch nicht leise genug. Ford und Sheppard drehten sich zu ihm um und hoben ihre Augenbrauen. "Was?" Er fühlte das er rot wurde und sah dezent nach unten.

        "Der war gut McKay," sagte Ford grinsend. "Sie sind lustiger als ich dachte."

        "Danke Leutnant, das ehr mich ungemein."

        Sheppard schlug McKay auf die Schulter, drehte Ford den Rücken zu und senkte seine Stimme. "Tja wie heißt es doch, stille Wasser sind tief." McKay hob überrascht den Kopf und sah einen grinsenden Sheppard, dem die Röte in McKays Gesicht kaum entfallen sein dürfte. Dann ging er zu einem der Häusser und klopfte an die Tür. "Seit ihr soweit?"

        Kurz darauf ging die Tür auf und Beckett und Teyla traten herraus. "Natürlich Major," sagte Teyla. "Habe ich ihnen schon gedankt?"

        "Gedankt? Wofür denn?"

        "Ich denke wofür," sagte sanft und mit einem Lächeln. Sie sah kurz zu Beckett der bereits zu McKay und Ford gegangen war.

        "Keine Ursache, ich helfe gerne." Sie gingen zum Rest des Teams, zu denen sich nun auch Kavanagh gesellt hatte. "Also Kameraden, immer daran denken, seit höflich und respektvoll. Und ansonsten..genießt den Aufenthalt."

        "Ähh Sir.." Es war Ford der ihn fragend ansah.

        "Ja, noch etwas. Sie müssen nicht zusammen bleiben...." Er unterbrach sich als er sah, das McKay zurück zur Hütte gehen wollte. "Wir beide schon McKay."

        "War ja klar," seuftzte McKay und blieb neben den Major stehen.

        "Also wo war ich stehen geblieben? Ach ja, aber behaltet wenn möglich Blickkontakt und tragt eure Funkgeräte. Das wars, ab zur Party."


        (falls jemand grobe Fehler in der Grammatik bzw dem Satzbau findet oder sonstigen groben Logikfehler, wäre es nett er das kurz postet, gilt natürlich auch für konstruktive Kritik!)
        Zuletzt geändert von Dr.McKay; 09.05.2005, 00:56.
        my props

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